Vergangenheitsplay » 12
Erste Seite | « | 1 ... 15 | 16 | 17 | 18 | 19 ... 26 | » | Letzte
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Älteste Beiträge zuerst ]
Amanda
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Amanda am 08.11.2017 19:35Ich schien sie komplett überfordert zu haben, denn als ich sie an der Wange berührte und die Worte von mir hab, war sie wie weggetreten. Mein Blick fiel auf ihre Hände, ist sie jetzt masochistisch veranlagt, oder versucht sie sich nur zusammenzureißen mir keine zu verpassen? Es war schwer zu sagen und nun war ich überfordert, hatte ich übertrieben? Soll ich sie jetzt zur Krankenstation bringen? Doch die Fragen beantworteten sich von selbst, als sie auf einmal wieder da war und mich halb anfauchte. Süß. Und anscheinend hatte ich ja nicht übertrieben, was so viel hieß wie: ich konnte weitermachen. Ach es wäre doch so leicht gewesen, sie hätte doch nur ehrlich sein müssen, oder nicht gerade heute hier im Zimmer sein, wenn ich kam, aber nein, naja ihr Problem. Nun war mein ganzes schauspielerisches Talent gefragt, das musste ehrlich klingen. Auf ihren Kommentar ging ich gar nicht ein, nur auf das was gerade passiert war. „Hey, alles okay? Trink erst mal einen Schluck Wasser, soll ich dich zur Krankenstation bringen?", fragte ich besorgt. Naja, gespielt besorgt eben, aber es klang echt. Nun kam ich selbst mit meinen Gedanken nicht mehr mit: ich wollte sie quälen, sie verwirren und nun auch wissen was das für ein Aussetzer war. Es erinnerte mich an meine eigenen Flashbacks, früher war ich auch immer so weggetreten, jetzt ging es eigentlich besser und unter Tags hatte ich kaum mehr welche, nur die ewigen Albträume. Der letzte große Flashback war der wo ich vor Jemmy zusammengebrochen bin, als ich ihre Narben sah. Verdammt, was war es bei Rose? Was Ähnliches? Oder war es nur ein anderes Trauma? Sollte ich sie deswegen in Ruhe lassen? Würde mich jemand so bedrängen wie ich es bei ihr noch vorhatte, hätte ich ihn umgebracht, aber was solls. Spaß muss sein.
Rose
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Rose am 07.11.2017 21:47Und natürlich blieb ich stehen und hörte zu, bekam nicht die Ruhe nach der mein Körper verlangte und hörte ihre Wörter die sich wie Säure den Weg unter meine Haut ätzten und die übrigen Nerven restlos abtöteten.
Erneut gruben sich meine Nägel in das ohnehin schon offene Fleisch meiner Handinnenflächen und ich spürte den Schmerz, das leichte kribbeln und warme Gefühl an meinen Fingerkuppen. Ich sah sie einfach nur an, sagte ein paar Augenblicke nichts und schüttelte dann den Kopf, wie eine Mutter die enttäuscht war, weil ihr Kind es nun doch nicht verstanden hatte. Ich wollte nicht schon wieder Laut werden also sagte ich nichts, es war doch ohnehin aussichtslos, doch auf einmal spürte ich ihre Hand an meiner Wange und ein Schmerz durchzuckte meinen Kopf, als würde ich mich erinnern, an etwas, das aus meinem Kopf verbannt wurde. An etwas woran ich mich nicht erinnern durfte, nein ich sollte mich nicht daran erinnern. Bilde Blitzten in meinem Kopf auf, Bilder an einen Tag der so in meinem Leben nie gewesen war. Ein großer Mann in einem Mantel und diese Weiche Stimme, die keineswegs zu dem Passte was er zuvor gesagt hatte, doch was hatte er davor gesagt. Es wirkte so greifbar nahe.
Ich landete wieder im hier und jetzt und war noch immer wütend, mein Blick viel auf mein Hand, die ganz Instinktiv ihr Handgelenk gefasst hatte, meine Knöchel waren weiß vor Anspannung und ich löste sie benommen. „Darum brauchst du dir als allerletztes Gedanken machen." Meinte ich bissig, das du betonte ich dabei besonders, und fragte mich auf einmal ob ich während meines Aussetzers etwas gesagt hatte, war ich laut geworden? Ich war verwirrt, aus der Bahn geworfen und schutzlos, mein Verstand wollte nicht mehr, denn er arbeitete gerade an anderen Dingen. Und obwohl ich wusste das ich keine Stimmen hötre, da dass was ich liebevoll eine Stimme nannte mein Instinkt war, fragte ich mich langsam was das gerade war und ob nicht wirklich irgendetwas gehörig falsch lief.
Amanda
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Amanda am 07.11.2017 18:46Sie schien sich nicht mehr unter Kontrolle zu haben und wurde wütend, was mich innerlich zum Grinsen brachte, doch ich zeigte es nicht, ich blieb einfach ruhig und emotionslos. Ohne etwas dazwischenzuwerfen, hörte ich ihr zu. Es fiel mir schwer nicht zu lachen und zu sagen sie solle es doch tun als sie meinte sie dass sie es das nächste Mal gleich machen würde wie ich gerade. Dann meinte sie, dass eine Stimme in ihrem Kopf zu ihr meinte, sie solle so handeln. Da kam mir sofort eine Idee um mich zu amüsieren, ich würde sie solange provozieren bis sie endgültig austickt, zwar könnte es passieren, dass sie mich dann angreift, aber ich wollte unbedingt wissen wie sie dann werden würde wenn das Fass voll ist. „Weißt du, normalerweise geht man ja in den Krankenflügel, wenn man Stimmen hört. Das könnte echt gefährlich werden, nicht dass mit dir etwas nicht stimmt.", zog ich sie auf. Meine Arme verschränkte ich vor mir und beugte mich vor zu ihr. Könnte ich sie wütend machen und zugleich verwirren? Was solls, einfach ausprobieren. Mit meiner Hand strich ich sanft über ihre Wange und meinte so einfühlsam wie möglich: „Es wäre wirklich schade, wenn jemandem so süßes wie dir etwas passiert.".
Meine innere Sadistin machte sich breit und mir kamen immer neue Ideen wie ich nun mit ihr spielen konnte, versuchen konnte ihre Emotionen zu lenken und sie zur Verzweiflung zu bringen. Wenn die letzten Tage schon so scheiße waren, dann hatte ich mir diesen Spaß doch redlich verdient!
Rose
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Rose am 07.11.2017 00:01Ich verengte meine Augen musterte sie und schnaubte. Dann verdrehte ich die Augen, denn ich wusste genau das ich alles war aber kein Prinzesschen, bin war und werde ich nie sein. Es gab niemanden der mich derartig auf Hände tragen würde das ich eins wäre, aber sollte sie von mir denken was sie wollte, mir sollte es recht sein. „Ja ach, es passt mir gerade nicht, das hast du richtig erkannt." keifte ich nun doch und es war vorbei mit meinem Geduldsfaden, der schon gerissen war, als ich den Brief gelesen hatte Sollte mich doch die ganze Welt einmal am Arsch lecken, ich wollte nicht mehr. Ich war genervt und sauer auf einfach alle und jeden. Und ja natürlich wusste ich dass, das pubertäres verhalten war, aber mir konnte niemand erzählen, das keine der anderen gottverdammten Östrogenschleudern hier sich so verhielten.
Nun musste ich auch noch gehässig schmunzeln. „Na super, wenn's mir das nächste mal dreckig geht renne ich auch zur nächst besten scheiß Person die mich ignoriert und stelle sie zur rede oder noch besser, provoziere sie, meiner eigenen Unterhaltung zu liebe." Meine Finger bebten und sie hatte es sich selbst zu zuschreiben, das sie nun das Ventil meines Frustes wurde und nicht meine übliche Jogging strecke.
„Du willst es also unbedingt wissen?" meinte ich und fixiert sie an. „Weil irgendetwas nicht stimmt, ob es nun die Chemie zwischen uns beiden ist, du oder ich irgendetwas passt nicht und eine Stimme in meinem Kopf schreit, das ich es lassen soll und weißt du wenn mein Kopf mir anrät davon, dann vertraue ich nun mal darauf. Da kannst du auch überhaupt nichts für. Irgendetwas stimmt einfach nicht." Ich spürte einen Schmerz in meinen Handinnenflächen und lockere sie minimal, sodass die Fingenägel die sich in mein Fleisch gegraben hatten, sich lösten. In dem Augenblick hasste ich mich. Ich hasste es wenn ich anderen gegenüber so pissig wurde, ich konnte es nicht ausstehen. Mein Körper schrie einfach nur noch danach zu gehen, abzuhauen und seine Ruhe zu bekommen.
Amanda
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Amanda am 06.11.2017 23:03Dieses falsche süße Lächeln, so übertreiben tat nicht mal ich. Und dann erst ihre Worte, sie leugnete es nicht, nein, alles was sie wissen wollte, war warum ausgerechnet jetzt. Ich begann mit jedem Wort immer stärker zu grinsen. „Ach passt es dem Prinzesschen gerade nicht? Das tut mir aber wirklich leid.", meinte ich gespielt unschuldig. Dann wurde meine Miene wieder kalt, genug mit dem Sarkasmus, sie gab es ja eh zu, sie wollte es wissen? Na schön, sage ich es ihr halt. Dass hinter ihrer Aussage mehr steckte und sie anscheinend selbst gerade Probleme hatte, ignorierte ich einfach, das war mir einfach nur scheißegal. „Warum ausgerecht jetzt fragst du? Ganz einfach, ich bin angepisst und frustriert, deshalb.", war meine emotionslose, ehrliche Antwort. Zwar kam es selten vor, dass ich sowas jemandem direkt ins Gesicht sagte, doch die Spielchen sind mir vergangen, es wurde mir zu langweilig. „Also sag schon, was hast du für ein Problem mit mir?", forderte ich sie auf es mir endlich zu sagen. Wenn sie mich schon nicht mochte, dann sollte sie mir wenigst sagen warum nicht, oder war sie zu feige? War es das? Hatte sie Angst, dass ich ihr etwas antun würde? „Na los, jetzt mach schon, ich tut dir schon nicht weh, ich will es nur wissen.", fügte ich meiner letzten Aussage noch an, ehe sie reagieren konnte. Das war sogar mein Ernst, tun würde ich ihr bestimmt nichts, dafür war sie für mich zu uninteressant. Naja, das meiste von ihr jedenfalls.
Rose
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Rose am 06.11.2017 22:08Oh verdammt, es musste ja so offensichtlich sein, manchmal könnte ich mich selbst dafür ohrfeigen, wie emotional ich handelte. Ständig tat ich etwas, einfach nur weil mein Unterbewusstsein schrie ich sollte es tun. Ich fragte mich nicht zu selten ob meine Menschenkenntnis furchtbar schlecht, oder eigentlich ganz gut war. Im Prinzip war es ein Schutzmechanismus denn ich ständig auffuhr, wenn ich wusste, das ich mit jemandem nicht konfliktfrei Koexistenz führen konnte.
Meine Laune war viel zu schlecht für diese Situation, hätte sie mich sonst wann darauf angesprochen, hätte ich wie eine erwachsene Person darüber stehen können, dann hätte ich gesag, was mir eben gerade so eingefallen wäre und wäre gegangen. Also schüttelte ich den Kopf, setzte ein zuckersüßes Lächeln auf, denn das schien ja ihre Strategie zu sein. Sarkasmus. Ich erinnerte mich an längst vergangene Worte einer Lehrerin die ich mal im Sommercamp gehabt hatte; 'Wenn du meinst sarkastisch sein zu müssen bin ich eben doppelt so sarkastisch zurück' (das hat eine Lehrerin von mir wirklich mal gesagt xD). Natürlich klang ich längst nicht so verzeifelt sondern deutlich ruhiger. Ich klang als brächte ich all meine Selbstbeherrschung auf, um so zu klingen als könnte ich jeden Augenblick einen Regenbogen kotzen. „Hör zu süße, du bist ja genauso wenig dumm wie alle anderen in diesem Raum, also weist du bestimmt nicht nur seit gestern dass ich dir aus dem Weg gehe." ich legte den Kopf schief. „Hm?" das Wort trällerte ich gerade zu. „Habe ich nicht recht?" der Sarkasmus verschwand aus meiner Stimme, sie klang auf einmal härter und ich massierte mir kurz diesen kleinen Part der Nase, zwischen den Augen, wo jeder denkt es hilft gegen Kopfschmerzen, dabei ist es einfach nur eine dumme, sinnlose Angewohnheit. „Also was zum Teufel treibt dich dazu, mich ausgerechnet jetzt darauf anzusprechen?" Wie zuvor leugnete ich es mit keinem Wort, hatte es quasi schon zugegeben und ging doch noch nicht vollkommen auf die Barrikaden. Ein bisschen störte es mich, dass ich mich hatte provozieren lassen, aber ich war ja nicht laut geworden also hatte ich die Beherrschung nicht wirklich verloren.
Amanda
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Amanda am 06.11.2017 21:16Auf ihre Aussage hin, dass sie Joggen gehen wollte, zog ich nur eine Augenbraue nach oben. Ja klar, so naiv war ich dann auch nicht, dass ich ihr das glauben würde. Vielleicht stimmte es, vielleicht wollte sie wirklich Joggen gehen, aber dass sie das genau dann tat, wenn ich den Raum betrat? Zum x-ten Mal? Nein, keine Chance. Dass sie das Ganze in einem emotionslosen, kalten Ton sagte, störte mich nicht, es zeigte mir nur dass sie mich offensichtlich wirklich nicht mochte. Hatte ich ihr jemals etwas getan? Nein, Leute aus meinem eigenen Schlafsaal ließ ich in Ruhe, die würde ich sonst zu oft sehen. Außerdem waren Ravenclaw-Schüler generell zu schnell darin meine Absichten herauszufinden, wenn ich ihnen etwas Böses wollte. Zwar hatte es noch keiner geschafft hinter meine Fassade zu sehen, aber sowas fanden sie dann doch raus. Da erlaubte ich mir meine Scherze meist nur bei den naiven Huffis, mit denen war das leichter. Funktionierte zwar auch nicht immer, wie bei Ivy, wo ich gar keine Chance hatte was zu machen, da ich vor Lachen über ihre eigene Tollpatschigkeit vorher wegbrach, aber sie waren im Großen und Ganzen doch besser geeignete Ziele.
Sie überlegte anscheinend kurz und fügte dann ihrer Aussage noch eine Frage hinzu. Sie verneinte es nicht mal, sie fragte nur warum ich mir dessen so sicher war. Das könnte ja witzig werden. „Ach, ich bin mir darüber überhaupt nicht sicher. Es ist dann wahrscheinlich nur ein Zufall, dass du gehst sobald wir beide alleine sind. Die letzten Male war es sicher nicht anders und du brauchtest einfach nur frische Luft. Es ist ja komplett normal, dass man so gut wie nie zu zweit in einem Schlafsaalraum ist, obwohl man sich diesen seit Jahren teilt.", war alles was ich dann schulterzuckend sagte. Verdammt, die Aussage triefte mit Sarkasmus, das war sogar für mich fast zu viel des Guten. Wenn sie schon nicht auf direkte Konfrontation einstieg, dann vielleicht auf Provokationen. Ein fieses Grinsen bildete sich auf meinem Gesicht, je länger ich auf eine Antwort warten musste, desto mehr würde ich sie provozieren und immer sarkastischer und zynischer werden. Für den Fall, dass sie einfach abhaut, würde ich es einfach beim nächsten Mal fortführen. Eigentlich war es mir ja scheißegal ob sie mich nun mochte oder nicht, nur sie hatte meine Interesse geweckt, ich wollte wissen was dahinter steckte und so leicht würde ich sie nicht vom Haken lassen.
Rose
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Rose am 06.11.2017 19:01Ich band mir meinen Schuh weiter zu, während sie ihre Sachen ablegte, richtete mich auf und wollte den Raum verlassen, einfach gehen und meine Ruhe haben. Ich hatte keine Lust jetzt mit peinlicher Stille und dem unangenehmen Bauchgefühl, welches ich bekam wenn ich allein mit ihr war. Was an diesem Mädchen ließ meine Alarmglocken läuten? ... Es war eine wirklich gute Frage, auf die ich bei Merlins Bart keine Antwort hatte.
Auf einmal baute sie sich vor mir auf und stellte die alles entscheidende Frage. Meine Braue zuckte in die Höhe und ich wusste genau, was für einen Sinn hätte es, es zu leugnen. Es war offensichtlich und das interessierte mich auch nicht sonderlich. Im Prinzip ging es sie ja nicht einmal etwas an, es war meine Sache ob ich sie mochte oder eben nicht. Wie so oft interpretierte ich binnen Wimpernschlägen viel zu viel in die Situation hinein und antwortete nun. „Ich hatte vor Joggen zu gehen." meine Lippen verengten sich und ich überlegte, es wäre einfach gewesen jetzt ein Angebot zu bereiten, das die Situation wohl etwas entschärft hätte, aber das wollte ich gar nicht. Erstens hätte dann das ganze Joggen seinen Zweck verfehlt und zweitens wollte ich mit ihr gar nicht auf Freunde machen. Wobei ich sie auch nicht als den Typ einschätzte der das wollte. Ich mustere sie, nicht abschätzig, eigentlich mit gar keiner Regung in meinem Gesicht. Ich betrachtete sie einfach nur kühl, als würde ich auf der Lauer liegen. Ihre Reaktion abwartend. Mir viel eine Asymmetrie in ihrem Gesicht auf und ich hasste mich für meine Künstleraugen, ich fühlte mich als würde die Bildkomposition nicht stimmen, gleichzeitig zwang ich mich nicht auf Kleinigkeiten zu achten. Es war reine Ablenkung wenn ich nicht wusste was ich tun, was ich sagen sollte. Mir vielen auf einmal tausend Patzige Antworten ein die mir nicht Ähnlich sahen und die nur bewiesen hätten, das ich mich in die Ecke gedrängt fühlte also ließ ich es und riss mich zusammen. „Wieso bist du so sicher, das ich es mache um dir aus dem Weg zu gehen?" fragte ich nun und klang sogar ein Stück weit, ernsthaft überrascht.
Amanda
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Amanda am 05.11.2017 16:46Meine Güte die letzten Wochen waren was, zuerst die Sache mit Angelus und dann war ich auch noch so unglaublich frustriert. Wenn sich da nicht bald was ändern würde, dann raste ich noch aus. Mir kamen wieder die Gedanken um Angelus, was war mit diesem Bastard eigentlich falsch? Arrogantes Mistschwein. Und dann kommt man nicht mal an seine Erlösung, verdammt, wäre Kate nicht in einer Beziehung wäre das alles um einiges leichter. Dann hätte ich wenigstens einen klaren Kopf und könnte mir eine Lösung einfallen lassen, aber nein. Dezent genervt ging ich also in meinen Schlafsaal, vielleicht fiel mir etwas ein, das ich machen könnte um mich irgendwie abzulenken. Ich öffnete die Tür und schmiss sie hinter mir zu.
Niemand da außer diese Rose, sie grüßte mich kurz und ich nickte nur, irgendwas stimmte doch an der auch nicht. Seit Jahren teilten wir uns einen Schlafsaal und seit einiger Zeit geht sie mir einfach aus dem Weg, jetzt schon wieder, kaum war ich hier, zog sie sich an und wollte anscheinend schon wieder das Weite suchen. Normalerweise war mir das nur Recht, dann könnte ich wenigstens meine Ruhe haben, heute aber...da ich nichts Besseres zu tun hätte und sowieso Ablenkung brauchte, könnte ich mir ja mal mit ihr meinen Spaß erlauben und sehen warum sie so komisch mir gegenüber war. Ohne den Blick von ihr zu lösen warf ich meine Sachen auf mein Bett und ging auf sie zu. Mit falschem Lächeln aufgesetzt stellte ich mich vor sie hin und musterte sie noch einmal, viel wusste ich ja nicht von ihr, eigentlich nur die Sachen, die ich mitbekam wenn sie mit anderen redete, oder durch Beobachtungen: Sie geht gern auf Partys, ist nicht gerade dumm, freundlich und ist eigentlich recht fleißig. Und irgendwie war sie süß, aber das war ein anders Thema, dafür mochte ich ihren Charakter zu wenig, als dass ich irgendetwas in die Richtung versuchen würde. Außerdem wusste ich nicht ob sie überhaupt auf Mädchen stand.
„Also sag schon. Wohin bist du jetzt wieder unterwegs, nur um mir aus dem Weg zu gehen?", fragte ich sie gerade heraus. Wäre es das erste oder zweite Mal, dass sie mir aus dem Weg ging, hätte ich ja noch gedacht es wäre Zufall, aber inzwischen war es schon mehr als offensichtlich dass sie mit mir nichts zu tun haben wollte. Genau mal am Abend waren wir im gleichen Raum, und natürlich während dem Unterricht, sonst suchte sie meist das Weite, wenn ich auch nur in ihre Nähe kam.
Rose
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Rose am 05.11.2017 16:08
Die Müdigkeit lastete bis ins letzte Detail meiner selbst. Ich starrte schon eine geraume Zeit die Wand mir gegenüber an und dachte nach. Wie es wohl weiterging, wie ich wohl weiter machen würde. Ein Brief lag in meinen Händen, er war von meinem Vater und ich wollte ihn gar nicht öffnen, ich wusste genau was darin stand. Kyle hatte es mir schon vor einer Woche gesagt, wobei ich ihn zu der Zeit noch nicht sonderlich ernst genommen hatte. Sie wollten mein gesamtes leben nichts von mir wissen, warum also nun? Im Prinzip wollten sie ja auch nun nichts von mir explizit wissen. Sie wollten etwas von meinem Vater und sie wollten meine neuen Stiefgeschwister kennen lernen, also warum sollte ich ebenfalls anwesend sein.
Mir viel gar nicht auf, wie lange ich die Wand mir gegenüber schon anstarren musste. Erst als ich den Kopf schüttelte löste sich mein Blick und meine Aufmerksamkeit richtete sich zurück auf den Brief. Ich nahm mir ein Herz und riss ihn auf. Fassungslos überflog ich die Zeilen. Allem Anschein nach, war ich nicht einmal erwünscht. Ein Halbblut sollte keinen Teil an dem Familienessen haben, jedoch hatte mein Vater sich versucht durchzusetzen und so sollte ich Weihnachten ebenfalls anwesend sein. Kopfschüttelnd ließ ich den Brief neben mir in die Bettritze rutschen wo schon so einiges von mir verloren gegangen war. Ich ließ meine Füße von meinem Bett gleiten, auf dem ich mich befunden Hatte und streifte das Shirt ab. Schlüpfte in einen Pullover und wollte mich wieder auf dem Bett niederlassen. Denn für alles andere war ich im Augenblick zu faul.
Die Türe öffnete sich und augenblicklich erschien es mir doch nicht mehr so schlecht etwas Sport zu treiben. So ein kleiner Dauerlauf durch den Wald oder etwas in die Richtung. Denn die Person die den Raum Betrat war genau die, die ich mied. Ich wusste gar nicht so genau warum, aber irgendetwas an ihr passte mir nicht. Sie wirkte so als wäre sie nicht mein Typ Mensch und ich wollte mich schlicht weg und einfach gar nicht erst mit ihr anfreunden, ich konnte so viele Dinge aufzählen die mich irgendwie störten und gleichzeitig klang es alles vollkommen idiotisch.
Ich lächelte angedeutet. „Hei." begrüßte ich sie in einer recht neutralen Stimmlage und machte mich daran meine Stortschuhe zuzubinden, als hätte ich diesen Plan schon die gesamte Zeit gehabt.
Antworten