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Jaxon

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Hogwarts [ehem.] Slytherin Jahrgang 7 Halbblut Geheim Zauberschachclub Slug-Club Veelagene Wortlose Magie Eisprinz Frei

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Re: Zukunftsplay » 1

von Jaxon am 19.02.2018 21:10

Einen Augenblick lang dachte ich wirklich, sie würde in totale Panik ausbrechen, da die Tür sich kein Stück bewegte. Ich wusste auch nicht, ob ich etwas sagen sollte, oder ob das alles nur noch verschlimmern würde, als wartete ich, bis sie sich beruhigt hatte und sich wieder zu mir drehte. 
Mein Angebot schien sie nicht weniger zu irritieren, als mich. Ob ich ihr helfen konnte? Das wusste ich nicht. Ich hatte so etwas noch nie versucht. "Was ich dir schwören kann, ist das ich den Zauber beherrsche. Ich habe mich noch nie als Lehrer versucht. Aber es gibt für alles ein erstes Mal oder?" fragte ich und lächelte. Auch das war recht ungewöhnlich. Ich lächelte Menschen normalerweise nicht an. Zumindestens nicht ehrlich, sondern nur spöttisch, herablassen oder verachtend. Oder ich belächelte sie. Dann fiel mir auch wieder ein, dass sie nach meinem Namen gefragt hatte. "Jaxon." antwortete ich schlicht. "Mit x." ergänzte ich dann noch. Und sah sie dann fragend an. "Und du?" ich hatte sie ja schon allerhand Sachen gefragt, allerdings hatte ich die wohl grundliegenste vergessen. Ich stand auf und ging auf sie zu. Wollte ich das Angebot zurücknehmen? Komischerweise nicht. Ob es wirklich nur Mitleid war, wusste ich auch nicht so ganz, denn ja, sie tat mir leid, aber bestimmt noch lange nicht genug, um ihr meine Hilfe anzubieten. Es war eher ein Gefühl, als sollte ich ihr helfen. Nachdenklich sah ich sie an. "Nein, ich denke, ich belasse es dabei, dir die Wahl zu lassen. Wenn du meine Hilfe willst, werde ich dir helfen so gut es eben geht. Wenn nicht, mache ich dir die Tür auf." Mit diesen Worten ging ich an ihr vorbei und öffnete die Tür. Es musste schon seltsam für sie sein, zu sehen, wie ich die Tür einfach so öffnete, während sie an eben dieser fast verzweifelt war. Ich sah vorsichtig auf den kalten, dunklen Gang. Niemand war da, keine Schritte waren zu hören. Es war schon fast gespenstisch. Also eigentlich der perfekte Zeitpunkt, um zu verschwinden. Wenn sie also gehen wollte, dann jetzt.


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Isis

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Re: Zukunftsplay » 1

von Isis am 19.02.2018 14:34

"...Oder nie?!" Pure Panik stieg in mir auf, als ich mir vorstellte, dass ich niemals einen Patronus erschaffen könnte. Noch verzweifelter als ohne hin schon, rüttelte ich an der Türklinke. Bin ich jezt schon etwa zu doof um eine stinknormale Tür aufzukriegen?! In diesem Moment fiel es mir wie Groschen von den Augen. Es ist ja gar keine stinknormale Tür. Oh Gott! Der Junge, wie hieß er überhaupt, muss denken ich wäre total gehirnamputiert. Stum stieß ich ein Stoßgebet in den Himmel in der Hoffnung, der Boden unter meinen Füßen würde sich auftuen und mich verschlingen. Natürlich passierte nichts.


Einatmen und ausatmen. Das wird zwar gleich peinlich- mega peinlich, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn noch mal sehe, ist bestimmt realtiv gering und ich muss ja irgendwie raus, schloss ich meinen inneres Monolog. Einfach fragen, ob er doch bitte die Tür aufmachen kann und dann so schnell wie möglich Land gewinnen. Sichers. Blamabel freies.
Um meine Nerven nochmal ein bisschen zu beruhigen atemte ich nochmal tief ein und aus und drehte mich dann zu ihm um. In die Stille hinein sagte er etwas, was ich nicht gleich sofort verstand. Wie Puzzel-Teile setzten sich die Wortgruppen in meinem Kopf zu einem sinnvollen aber nicht wirklich sinnhaften Satz zusammen.
"Du willst mir helfen? Kannst du mir denn überhaupt helfen? Und wie heißte du eigentlich?" Verwirrt blickte ich ihn an. Normalerweise konnte ich Menschen ganz gut einschätzen aber er überrascht mich immer wieder. Selbst seine Mimik war kaum klar zu deuten. Irgendwas zwischen belustigt, erschrocken und ein bisschen verstört. Wahrscheinlich über meine Dummheit...
"Alles gut bei dir? Also wenn du das nur gesagt hast, weil du Mitleid mit mir hattest, dann ist es voll in Ordnung, wenn du deinen Vorschlag zurück nimmst. Ich werde das schön irgendwie hinkriegen.," irgendwie und irgendwann mit 35, dachte ich düster, "aber wenn du das ernst meintest und du wirklich weißt, wie du mir helfen kann, nehme ich dankend an."
Ich würde im Moment jede Hilfe annehmen und wenn sie von einem der vielen fragwürdigen Gästen aus dem "tropfenden Kessel" kommen würde.
Ich ging ein paar Schritte auf ihn zu und sah in ehrwartungsvoll an.

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Jaxon

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Re: Zukunftsplay » 1

von Jaxon am 18.02.2018 09:14

Ihre Antwort ließ mich schmunzeln. Wenigstens hatte sie Charakter. Augenblicklich musste ich jedoch an das Glas mit den Hauspunkten denken. Allzu oft konnten wir wohl nicht erwischt werden. Schließlich lagen wir vorn....Doch ich schüttelte eimfach nur den Kopf und beließ es dabei.
Das sie nicht direkt vorgehabt hatte, mich zu überfallen, war mir schon klar gewesen. Die Erklärung, dass sie besonders auf solche Situationen reagierte, kam mir schlüssig vor. Sie schien ziemlich viel von ihren Eltern mitzubekommen und dem ganzen Mist der so in der Welt vor sich ging und bestimmt hatten sie ihr auch eingebläut, vorsichtig zu sein. Aber sie hatte mich doch gesehen und gewusst, dass ich auch nur ein Schüler bin...Ich wollte gerade etwas erwidern, als sie auch schon weiterquasselte. Ich nickte, als Zeichen, das ich verstanden hatte. Den Patronus, klar. "Ja, der ist schwer, da ist es doch kein Weltuntergang, den nicht gleich zu können und bei Merlin- wie alt bist du denn überhaupt? 15 oder 16? Manche Zauberer bekommen ihren gestaltlichen Patronus das erste Mal mit 35 hin! Oder nie!" ich schüttelte den Kopf. Als ihr dann auch noch Tränen in die Augen stiegen, war ich wirklich am Ende. Was war denn jetzt los? Ich hatte sie jetzt nicht als so weinerlich eingestuft. Aber vielleicht, weil es spät war und sie war müde und erschöpft? Aber sie sollte jetzt bloß nicht anfangen zu heulen! Sie rannte zur Tür und ich beobachtete sie mit gerunzelter Stirn- war ihr klar, dass ich diesen Raum erschaffen hatte und die Tür sich nur öffnete, wenn ich es so wollte?  Ich sah sie abwartend an, während sie an der Tür rüttelte. Ich konnte mir ein belustigtes Grinsen nicht verkneifen. Das war schon irgendwie niedlich. Wie so ein tollpatschiger Welpe.
"Wenn du es so nötig hast, kann ich versuchen, dir mit deinem Patronus- Problem zu helfen." schlug ich vor und war im nächsten Moment fassungslos, es angeboten zu haben. Was war denn los mit mir?! Ich half nichts und niemandem wenn es nicht sein musste!


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Re: Zukunftsplay » 1

von Isis am 11.02.2018 11:01

"Gryffis?!", stieß ich gleichzeitig verärgert und belustigt aus. "Weißt du", sagte ich und ein Lächeln umspielten meine Lippen, "Griffis sind Slithies, die nicht erwischt werden." Meine Stimme triefte nur vor Ironie und ich steckte mir glucksend noch ein Stückchen Schokolade, die er mir überraschender Weise angeboten hatte, in den Mund. Ich beobachtete ihn abwartend. Er hatte nicht den Eindruck gemacht, als würde er normalerweise so spendabel sein. Aber wie der Slytherin mich die ganze Zeit mit hochgezogenen Augenbrauen und dem allgemein leicht arroganten Gesichtsausdruck musterte, konnte ich mir auch nur schlecht vorstellen, dass er sich tatsächlich, extra für mich, etwas vom Mund absparte. Eine anziehend interessante Aura umgab ihn und ich brannte darauf ihn besser kennen zu lernen.
"Zu deiner ersten Frage - Ich wollte dich wirklich nicht überfallen und ich bin dir echt froh, dass du mich da nicht allein hast stehen lasse und ich hoffe du nimmst mir das nicht all zu böse aber es ist so eine Art Reflex", schloss ich etwas atemlos und stammelnd. "Meine Eltern sind Auroren", fügte ich hinzu, in der Hoffnung, dass das als Erklärung ausreichen würde. Bevor der Junge etwas dazu sagen konnte beantwortete ich seine nächste Frage - "Ich übe den Patronuszauber, wobei "üben" wohl noch zu viel gesagt ist, denn ich versage grundsätzlich!" Meine Augen fingen an zu brennen und euf einmal fühlte ich mich total lächerlich und auf eine Gewissen Art ausgeliefert. Mein Problem schien auf ein mal so nichtig und ich schämte mich regelrecht, vor mich selbst, dass ich meinen Kopf so verloren habe. Es gab Kinder die verhungern und ich sitze mitten in der Nacht, in einem Raum, den vorher wahrscheinlich noch niemand anderes betreten hatte, und war kurz davor einem wildfremden, setsamen Jungen mein verkorkstes Herz mit seinen "first-world-problems" auszuschütten. Meine vorhin noch aufgeheiterte Laune schien wie weggeblasen. Ich sprang vom Sofa auf. Ohne ihn anzusehen hechtete ich zur Tür und murmelte:"Danke nochmal! Schlaf gut."

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Re: Zukunftsplay » 1

von Jaxon am 07.02.2018 14:11

Ich beobachtete, wie sie sich auf eine Couch fallen ließ und erstmal zu essen begann. Wie lange war sie denn hier gewesen, bevor wir uns begegnet waren? Stunden? Ihrem Appetit zur folge schon. Kommentarlos reichte ich ihr noch etwas Schokolade und den geretteten Kürbissaft. Ich mochte ihn sowieso nicht so gerne und bei der Menge an Schokolade, die ich schon in der Küche gegessen hatte, konnte ich im Gegensatz zu ihr wohl auch auf diese verzichten.
Sie war rot angelaufen, was ihr auffallend gut stand, und gab sich nun Mühe schnell herunterzukauen, um auf meine Frage antworten zu können. "Lass dir Zeit." sagte ich und meinte es auch so. Ich konnte warten. Mit dem ganzen Koffein im Blut würde ich sowieso nicht einschlafen können oder müde werden- was ja auch der Plan gewesen war.
Trotzdem schluckte sie alles mit einmal herunter um mir schneller antworten zu können. War ja nicht mein Problem, solange sie daran nicht erstickte. 
Ihre Antwort ließ mich die Augenbrauen hochziehen und anschließend die Augen verdrehen. "Würde ich sonst fragen?" ich verschränkte die Arme und sah sie abwartend an. Wenn sie schon mal den Mund frei hatte, konnte ich ja auch gleich alle meine Fragen loswerden. "Und was machst du überhaupt hier? Seid ihr Gryffis nicht eher die artige Sorte, die Punkt neun im Bett liegt und schläft?" 


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Re: Zukunftsplay » 1

von Isis am 05.02.2018 19:30

Ich spürte seine Stimme an meiner Wange vibrieren, als er irgendetwas unverständliches murmelte. Dankbar für seine Unterstützung standen wir zusammen auf. Meine Knie fühlten sich an wie Wackelpudding und eine tiefe Erschöpfung legte sich über mich, die mich fast von meinen Füßen zu reißen drohte. Ich schleppte mich zum gemütlich aussehenden Sofa gegenüber des Kamins und ließ mich in die Kissen plumsen.
Der Junge, der mir irgendwie bekannt vorkam, hatte wohl inzwischen das durch mich verursachte Chaos beseitigt, denn als sich meine Augen wieder fokussierten, kam er mit sauberer Kleidung auf mich zu und ich hatte definitiv Kaffee gerochen als ich auf ihm lag. Mein Gesicht wurde feuerrot.
Unter den vielen Kissen, fand ich noch eine halbwegs essbare Kürbispastete und biss herzhaft hinein. Ich brauchte Zucker. Viel Zucker!! Hungrig blickte ich mich nach anderen Überbleibseln um. Als ich mir meine zweite Pastete, die ich schräg unter einem Tischbein fand, ganz in den Mund schob, sprach er mich an. Der Teig schien sich auf einmal in meinem Mund zu verdoppeln und ich hatte Schwierigkeiten zu kauen, geschweige den zu schlucken. Das er mich mit seinen großen grünen Augen regelrecht durchbohrte, trug nicht gerade dazubei, meine Sprache wieder zu finden. Er sah aber auch wirklich verboten gut aus. Aber auch ganz schön genervt.
Der Tatsache bewusst, dass ich ihn wie ein geistesgestörtes Reh im Scheinwerferlicht angestarrt haben muss, zwängte ich mir schmerzend den trockenen Kloß den Hals runter.
"Intererssiert es dich wirklich?", fragte ich ihn.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.02.2018 00:13.

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Re: Zukunftsplay » 1

von Jaxon am 28.01.2018 16:48

Kaum, dass wir den Raum betreten hatten, warf mich ein Zauberspruch von den Füßen.
Ich schlug auf dem Boden auf und sah mich irritiert um. "Wa-?" bevor ich fragen konnte, was eigentlich in sie gefahren war, rutschte sie aus und landete auf mir. Es tat höllisch weh, doch trotzdem musste ich das erste mal seit einer Ewigkeit leise lachen.
Sie versuchte hochzukommen, scheiterte aber kläglich, was mich nur noch mehr zum lachen brachte.
Als sie erneut scheiterte, sich aufzurichten, blieb sie einfach liegen, was sehr seltsam war. Ich runzelte die Stirn. "Was wird das, wenn es fertig ist?" fragte ich skeptisch, während ich ihr ein paar Krümel aus den Haaren sammelte. Mein Essen. Super. Ich musste noch stärker nach Kaffee riechen, als ich es sonst schon immer tat, da der Kaffee sich auf meinem Shirt verteilt hatte.
Ich drückte das Mädchen vorsichtig an mich und stand mit ihr auf, da sie das anscheinend ja allein nicht konnte. Ich stellte sie wieder auf ihre Füßen, zückte meinen Zauberstab und führte einen Stummen Reparo, der ein paar Schlucke Kürbissaft und Kaffee rettete. Für den Rest hatte ich nur einen stummen Ratzeputz übrig, der die Schweinerei beseitigte und auch unser beider Kleidung rettete. "Willst du mir vielleicht jetzt verraten, warum du mich angreifst, nachdem ich dich vor einem Haufen Ärger bewahrt habe?" fragte ich sehr mürrisch.
Ich hatte Glück, dass die Hauselfen mir auch etwas gut eingepackt und in die Taschen gesteckt haben, denn das war weiterhin unbeschädigt und noch genießbar. Während ich sie abwartend ansah, begann ich zu essen und den restlichen Kaffee hinunter zu stürtzen. Den hatte ich auch bitter nötig, wenn ich nicht noch unfreundlicher werden wollte. Im Grunde musste ich ja auch gestehen, dass ich sie ein bisschen überfallen hatte...


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Re: Zukunftsplay » 1

von Isis am 27.01.2018 20:58

Ich konnte nur einen kurzen Glims von dem erhaschen, in was ich hineingelaufen war und alles woran ich in diesem Moment denken konnte war nur: "Wow!". Nicht mal eine Sekunde später spürte ich wie er mich packte und mit sich zog.
Im nächsten Augenblick, indem ich wieder klar denken konnte, hörte ich ein ohrenbetäubendes Klirren und einen dumpfen Aufprall.
Erst als ich das Platzen von Glas hörte und sich meine Augen an die neue Helligkeit gewöhnt hatten, erwachte ich wie aus einer Art Trance. Ich spürte, wie der Teil meines Körpers, der sich eben gerade noch selbstständig gemacht hatte, wieder einrastete. Ein "Expelliarmus" hallte in meinem Kopf wieder und die ganze Situation fügte sich, wie ein Puzzel, zusammen.
Der Schleier hob sich von meinen Augen und ich entdeckte nun den ganzen Schaden meines unüberlegten Zauberspruches.
Mandeltörtchen, Kürbispasteten, Schokopralinen,Kürbsisaft, Himbeersorbet, Kaffe und viele andere Spezialitäten der Hogwarst Hauselfen, die zermatscht auf dem Holzboden, auf dem schönen dunkerotem Perserteppich und teilweise auch an den Wänden verteilt waren, Glassplitter, die im Feuer des Kamins glitzerten und ein ganz schon verdutz blickenden und auf dem Boden liegenden Schönling.
"Oh Gott!! Was hatte ich da nun wieder angestellt?!" Dumme Frage, dachte ich und schlug mir im Kopf die Hand an die Stirn. Du hast mal wieder total überreagiert. - Wie es dir deine Eltern, seitdem du denken kannst, beigebracht haben. Selbstverteidigung war bei ihnen das A und O. Nicht nur einmal hatte mich meine Mutter sogar im Schlaf attakiert, um zu überprüfen, wie weit mein Fortschritt war. In diesem Moment wäre sie sicherlich stolz auf mich gewesen. Doch mir war es einfach nur schrecklich peinlich.
"Oh Gott! Entschuldigung!", stammelte ich und reichte dem Jungen meine Hand, sodass er besser hochkommen würde. Ich machte einen Schritt auf ihn zu, als ich plötzlich mein Gleichgewicht verlor und auf einer noch ganzen, aber glipschigen Kürbissaftglasflasche, ausrutschte, auf ihn, mit einem Fuß auf der Flasche, zurollte und schließlich, wie ein nasser Sack, auf ihn drauf fiel.
Er stieß einen gequälten Laut aus und ich versuchte, Entschuldigungen stammelnd, wieder hoch zu kommen. Probiert mich nicht an ihn abzustützen und versucht dabei möglicherweise seltsame und zu private Körperstellen zu vermeiden, hing ich halb in einem Vier-Füßler-Stand über ihn und hatte es schon fast geschafft mich wie beim Yoga in der Hunde-Position, wieder aufzurichten, als mir mein Umhang schmerzlich in meinen Kehlkopf schnitt und mich wieder zurück auf alle Viere fallen ließ.
Bauch an Bauch lag ich nun mit einem wildfremden Slytherin, wie ich an seiner Krawatte, die direkt und wortwörtlich vor meiner Nase lag, erkannte, in einem mir unbekannten Raum und ich hatte mich, innerhalb nicht mal fünf Minuten, 3x bis auf die Knochen blamiert. Stöhnend vergrub ich meinen Kopf an seine Brust und wäre in diesem Moment am liebsten im Erdboden verschwuden. Denn der Slytherin sah nicht nur verdammt gut aus, sonders roch auch noch atemberaubend - wie ich nun feststellen musste.

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Re: Zukunftsplay » 1

von Jaxon am 22.01.2018 01:30

Gerade, als ich zum dritten und letzten Gang am Raum der Wünsche ansetzte, öffnete sich dieser und ein Mädchen kam herausgestürmt- geradewegs auf mich zu. Sie hielt nicht an, bemerkte mich nicht einmal, was dazu führte, dass sie in mich hineinlief. Ich hielt sie am Arm fest, um einen Sturz zu verhindern und sah dann irritiert in ihr Gesicht.
Hatte sie geweint? Jedenfalls schien es ihr nicht sonderlich gut zu gehen. "Was ist dir denn passiert?" fragte ich etwas überfordert. Gefühle zu erkennen und zu deuten war nie ein Problem für mich gewesen, aber der richtige Umgang mit dieser Erkenntnis war mir bis heute nicht bekannt. Ich war der wohl uneinfühlsamste Mensch dieser Welt.
Eigentlich glaubte ich auch nicht, dass sie einem völlig Fremden, den sie mitten in der Nacht verbotenerweise auf einem dunklen Korridor traf, ihr Herz ausschüttete, aber vielleicht überraschte sie mich ja...
Wenigstens konnte sie mich nicht anschwärzen, da sie selbst ja auch keine Erlaubnis hatte, nachts durch das Schloss zu wandern.
Ein entferntes Maunzen und eilige Schritte, die sich in unsere Richtung bewegten, rüttelten mich wach. Nun brauchte ich den Raum wirklich, denn ich konnte es mir nicht leisten, nach der Sperrstunde in den Gängen erwischt zu werden. Zum Glück offnete sich die Wand vor uns und gab den Raum der Wünsche frei. Ohne groß darüber nachzudenken, rannte ich in den Raum. Das Mädchen zog ich mit mir und der Proviant folgte mir sowieso noch. Kaum hatten wir den Durchgang in das sichere Versteck durchquert, verschloss sich dieser. Das war mehr als knapp gewesen. Um ein Haar hätte der Hausmeister uns entdeckt und das wäre dann alles andere als lustig geworden. Sonst war ich doch auch nicht so unvorsichtig! Erst hatte ich mir von den Elfen mehr aufschwatzen lassen, als ich tragen konnte, dann hatte ich fast alles fallen gelassen und zum krönenden Abschluss stand ich auch noch mit einer Gryffindor quatschend auf dem Flur!


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Re: Zukunftsplay » 1

von Isis am 21.01.2018 18:02

Ihhrgg!!! Wieder nur ein kleiner Hauch von Versagen. "Expecto Patronum!" rief ich nun schon bestimmt 1000x mal und selbst in meinen eigene Ohren klang meine nun fast schon heisere Stimme armselig verzweifelt. Heiße Tränen sammelten sich in meinen Augenwinkeln und wütend über mich selbst, über diesen scheiß Zauberspruch mit seiner Bedeutung und über die ganze Situation war ich kurz davor meinen Zauberstab an die gegenüberliegende Steinwand geschleudert. Doch verantwortungsbewusst wie ich war, stieß ich nur einen seltsam quiekenden Seufzer aus, wischte mir mit einer fahrigen Bewegung die Tränen von den Wangen und lockerte meinen Griff. Wenn ich bloß noch mehr Zeit hätte, zu lernen, wie man einen Patronus herraufbeschwört. Aber die Zeit bis zum Anfang der Osterferien rückte bedrohlich näher, ich würde zu meinen Eltern fahren und müsste wieder einmal in die enttäuschten und fast schon besorgten Gesichter meiner Eltern gucken, da ich, in ihren Augen, immer noch keine vollwärtige Hexe wäre.
Nur wer den "Expecto Patronum"-Charm beherrschte war für sie von Bedeutung. Für sie war er ein Zeichen der Begabung und der Fähigkeit. Für sie galt es als eine der größten Schwächen, die eine Person haben konnte, keinen Patronus erscheinen lassen zu können. Für sie war man ein "Zauberer zweiter Klassen". Denn man war verwundbar und den Demetoren, den wohl grausamsten dunklen Kreaturen, ausgeliefert. Und Schwächen bzw. Verwundbarkeit vertrug meine Familie nicht so gut.
Frustriert gestand ich mir selbst ein, dass es keinen Sinn machen würde es noch weiter zu probieren. Ich war müde, erschöpft, fertig mit den Nerven und traurig. Gab es denn keinen Moment in meinem Leben, der so schön war, dass er mich vollkommen glücklich machte? Oder war ich wirklich einfach eine schwache Hexe? Mit den Gedanken total woanders trat ich aus dem Raum der Wünsche. Ein dumpfer Schmerz rannte durch meinem Körper, der meine ganzen Organe durchschüttelte, als ich in etwas bretthartes hineinlief.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.01.2018 20:43.
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