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Die Suche lieferte 33 Ergebnisse:
Re: ♔ Zusage
von Jaxon am 20.01.2019 14:55Single [ ]
Meine Begleitung ist:
Isis Nightingale
♥



Re: Zukunftsplay » 1
von Jaxon am 12.11.2018 18:32Ich runzelte ebenfalls die Stirn. „Ist dir entgangen, dass dein Wappen einen Löwen beinhaltet? Vielleicht wäre dein Kater auch ins Haus Gryffindor gekommen." erklärte ich dann und zuckte mit den Schultern. Darüber hatte ich mir eigentlich noch nie wirklich Gedanken gemacht. Wieso auch. Wer bitte teilte sein Tier gedanklich in ein Haus ein?! Das ergab schlicht und einfach keinen großen Sinn.



Re: Zukunftsplay » 1
von Jaxon am 14.10.2018 21:39Isis schien ihre Gedanken wohl immer noch nicht sortiert zu haben, denn sie lachte. Es war nicht dieses niedlich Lachen, das sie manchmal hören ließ, sondern eher ein zu tiefst verunsichertes. Und dieses Mal hatte ich damit nichts zu schaffen! Ich beherrschte meine Gene recht gut und im Moment setzte ich sie auch weder bewusst noch unterbewusst ein. Ich runzelte die Stirn, als sie plötzlich kehrt machte und auf eine Bank zusteuerte. Sie war nur ein paar Schritte entfernt, aber vielleicht brauchte sie etwas Zeit um sich zu sammeln.
Ich beobachtete, wie sich sich auf die Bank fallen ließ. Sie gab sich keine Mühe, um möglichst anmutig hinabzusinken, wie viele Mädchen es taten, nein. Isis ließ sich einfach plumpsen und wirkte dadurch viel sympathischer und nicht so... gekünstelt. Etwas sehr entspannendes.
Ich beobachtete, wie sie ihre Stirn in Falten zog, sie wieder glättete um sie dann wieder zu runzeln. Etwas schien sie wirklich zu beschäftigen, allerdings würde ich ihren Gedankengang jetzt nicht unterbrechen, nur um zu erfahren, was sie so bedrückte.
Wenn mich nicht alles täuschte, knirschte sie sogar mit den Zähnen, kurz bevor ihre Haltung sich sichtlich entspannte. Ihre Finger, die bis eben noch verkrampft ihre Katze umklammert hatten, lockerten sich und ihre Streichelbewegung wurde auch wieder flüssiger und weniger abgehackt. Ihre Schultern senkten sich ein Stück und ihre Lippen verzogen sich zu einem leichten Lächeln. Ein seltsames Gefühl durchbohrte mich. Ich wollte den Grund erfahren. Wer war der Grund? Ich sah mich kurz um, konnte allerdings keinen entdecken. Vielleicht dachte sie an ihren Schwarm? Bestimmt tat sie das, bei dem Gesichtsausdruck?! Ob Freya wohl etwas wusste? Ich wandte den Blick wieder aufs Wasser und schüttelte verwundert über mich selbst den Kopf. Ich wollte wirklich jemanden über das Liebesleben eines Mädchens ausquetschen?! So war ich nicht. Ich war weder eifersüchtig, noch interessierte mich derlei. Aber konnte ich mir mittlerweile nicht wirklich eingestehen, DASS Isis mich ein bisschen interessierte? Mehr als ein bisschen? Ich seufzte leise. Ja, eigentlich schon.
Während Isis ihren Gedanken – oder Schwärmereien nachhing, hatte ich begonnen, flache Steine zu sammeln. Ich hatte jetzt eine kleine Ansammlung und ließ sie so über das Wasser hüpfen, wie meine Mutter es mir vor so vielen Jahren beigebracht hatte. Ich würde jetzt unglaublich gerne mit ihr reden. Mein Vater hatte kein Talent in dieser Hinsicht. Im Allgemeinen sprachen wir nicht viel miteinander. Er war häufig weg um sich durch seine Arbeit abzulenken. Er hatte den Tod meiner Mutter nie verkraftet und gab sich selbst die Schuld. Meistens tat ich das gleiche. Ich war etwas zu aufgebracht, weswegen der letzte Stein einfach plump ins Wasser fiel. Ich konzentrierte meine Gedanken wieder auf das Mädchen hinter mir. Ich rief mir ihr Gesicht in Erinnerung, da ich mich nicht so auffällig umdrehen wollte. Es beruhigte mich und lenkte mich ganz einfach ab. Ich lächelte vor mich hin und der nächste Stein sprang wieder ein paar Mal über die Wasseroberfläche, bevor er in der Tiefe verschwand. Sehr gut. Auch die nächsten Steine waren ein voller Erfolg. Den letzten wollte ich ganz besonders oft aufsetzen lassen, aber Isis' plötzliches Lachen erschreckte mich etwas, weswegen ich den Stein nur Meter vor mir ins Wasser fallen ließ. Was war denn jetzt los? Fragend drehte ich mich wieder zu ihr, als sie begann zu sprechen.
Ich blinzelte verwirrt und machte einen Schritt auf sie zu. War ihr aufgefallen, dass sie gute fünfzehn Minuten schweigend da gesessen hatte? Es war abgekühlt und langsam dämmerte es sogar schon. Die Nächte waren sehr kalt und schon bald, würde selbst ich hier draußen frieren und ich war um einiges wärmer angezogen, als das Mädchen einige Schritte von mir entfernt.
„Gryffindor eben." lachte ich und sah sie besorgt an. „Ist dir kalt?" fragte ich. Niemand sonst würde jemals Sorge aus meiner Stimme hören. Vielleicht noch mein Kater, aber bestimmt kein Mensch. Aber das Isis in so ziemlich allem eine riesige Ausnahme darstellte, wusste ich ja bereits...



Re: Zukunftsplay » 1
von Jaxon am 21.09.2018 10:26Am Anfang schien sie über ihre eigenen Gedanken zu stolpern und ich ließ ihr etwas Zeit, um diese zu ordnen.
Ihre Frage verwirrte mich etwas. Wer? Ich blinzelte verwirrt und war recht froh, als sie mir erklärte, wie sie es gemeint hatte. „Naja... Ich habe mal in einem Tierheim ausgeholfen. Und bevor du fragst, ja, es war in der Muggelwelt. Also keine Magie, aber irgendwie musste ich ja das Geld für mein Motorrad zusammenbekommen." erklärte ich Ich hatte ja keine Ahnung, wie sie zu Muggeln stand. „Jedenfalls hatten die Tier dort keine Namen. Sie waren bloß Nummern auf einer Liste. Grausam. Sie hatten es nicht schlecht und es gab auch kaum ein Tier, das länger da war als ich, aber es war trotzdem so.... ungeliebt. Eines Tages hat jemand Friday vorbeigebracht. Er war noch ganz klein. Ein kleiner schwarzer Fellball. Der Besitzer seiner Mutter hat wohl nicht mit Nachwuchs gerechnet und seine Geschwister sind wohl alle schon gestorben. Nur er war übrig." Ich seufzte leise bei der Erinnerung an den kleinen, halb verhungerten Kater, der kläglich fiepend in der Hand des Mannes saß. „Er hat nie eine Nummer bekommen. Ich habe ihn gleich mitgenommen. Im Übrigen war es an einem Freitag." ich grinste. „Ich war nicht sehr kreativ, das muss ich zugeben. Aber ich wollte ihm dann natürlich keine Nummer verpassen." erklärte ich. „Ich habe ihn wohl etwas zu gut ernährt, aber es geht ihm jetzt gut und das ist ja die Hauptsache." ich zuckte mit den Schultern.
Als sie mir erzählte, wie sie zu ihrem Kater gekommen war, musste ich kurz ein Grinsen unterdrücken. Da war wohl jemand etwas unkonzentriert. Während wir nach draußen liefen, schwieg ich und hörte ihr einfach nur zu. Zwischenzeitlich dachte ich wirklich, sie würde gleich in Tränen ausbrechen. Da das Treppenhaus komplett leer war, kamen wir sehr schnell und sehr einfach nach unten. Schneller als sonst, möchte ich meinen. Oder es lag einfach an der guten Gesellschaft. Damit meinte ich natürlich den Kater.
Was Isis erzählt war an einigen Stellen wirklich nicht schön. Ich hatte noch nie verstanden, wieso jemand ein Tier verstieß. Ich würde meinen Kater nie wieder hergeben.
Als sie von der Badeaktion erzählte, zog ich die Augenbrauen nach oben, doch als würde sie meine Gedanken lesen können, erklärte sie gleich, dass ihr Kater tatsächlich Wasser mochte! „Wenn man Wasser einlässt, sieht man von meinem Kater nur noch einen schwarzen, rennenden Fellball. So schnell ist der sonst nie. Er hasst Wasser." ich schmunzle bei der Erinnerung daran, wie er einmal in ein Waschbecken voller Wasser gestürzt war. Das ganze Haus war danach nass gewesen. Dad war nicht sonderlich begeistert, aber insgeheim musste er doch lachen.
Als wir am See ankamen, war sie auch fertig mit ihrer Geschichte. Irgendetwas schien ihr peinlich zu sein, aber ich verstand nicht so ganz, was es war. Es war eigentlich sogar sehr ehrenhaft von ihr, ein verstoßenes Lebewesen zu retten, wieso sollte ihr also etwas peinlich sein? Die Stirn nachdenklich in Falten gelegt, ließ ich meinen Blick über den See wandern. Ich wurde nicht wirklich schlau aus ihr. Dieses Mädchen war einfach ein Rätsel für mich. Und was mich daran wirklich störte war, dass es mich nicht störte. Es sollte mich nahezu in den Wahnsinn treiben, aber das tat es nicht. Sie war eben so, das zwischen uns – eine bessere Beschreibung gab es dafür einfach nicht – war eben so und ich akzeptierte es. Es war okay und machte alles noch viel interessanter. Weit in der Ferne planschte der Riesenkrake munter vor sich hin. Kurz fokussierte ich ihn, bevor ich wieder zu Isis sah und grinste. „Magst du mir jetzt vielleicht auch noch die Frage beantworten, die ich dir eigentlich gestellt hatte? Wie du auf den Namen für deinen Kater gekommen bist?" ich lachte leise. Vielleicht wäre ihr das jetzt noch peinlicher, da ihr gleich klar werden würde, dass sie mal wieder etwas falsch verstanden hatte. Im Grunde war das ja nicht schlimm. Früher oder später hätte ich so oder so gefragt, wie sie gerade diesen Kater gefunden hatte. Und das war schon wieder etwas sehr seltsames. Wieso war ich nur so interessiert an allem, was Isis erzählte? Ich schob den Gedanken erneut beiseite und wartete ihre Antwort ab.



Re: Zukunftsplay » 1
von Jaxon am 11.09.2018 17:45Plötzlich, begann Isis mit dieser schrecklich hohen Piepsstimme, die so gut wie jeder Tierhalter drauf hatte, zu sprechen. Ich zuckte zusammen und verzog das Gesicht. Normalerweise ergriff ich die Flucht, wenn jemand so zu sprechen begann. Die Tiere taten mir schrecklich Leid, da sie das ertragen mussten, war ihr Gehör doch um einiges besser, als das Unsrige. Ihnen würde es wohl noch viel lauter und viel höher vorkommen. Aber dieses Mal blieb ich, wo ich war. Meine einzige Reaktion beschränkte sich auf das Verziehen meines Gesichtes und den skeptischen Blick, den ich meiner Mitschülerin zuwarf.
Als sie sich dann endlich umdrehte, teilte sie mir – Merlin sei Dank in normaler Stimmlage – mit, dass es sich hierbei tatsächlich um ihren Kater, Leo, handelte. „Nach der eben dargebotenen, sehr quietschigen Begrüßung deinerseits, habe ich mir das sogar denken können." erwiderte ich, konnte mir ein, für mich ganz untypisches, Grinsen allerdings nicht verkneifen. Genau diese Art mit ihren Haustieren zu reden, ließ mich immer einen großen Bogen um Mädchen machen, die auf ein Tier zuliefen.
Der Kater sah wirklich sehr speziell aus. Eher wie eine Straßenkatze und nicht so, als würde er tatsächlich jemandem gehören. Aber so, wie Isis in ansah, ließ sie keinen Zweifel offen, dass er tatsächlich ihr gehörte. Sie himmelte ihn nahezu an. Sie wurde mir immer sympathischer. Es mochte komisch klingen, aber dass sie einen Kater, dem man das Leid ansah, das er ganz offensichtlich hatte erdulden müssen, betrachtete, als wäre er das schönste Lebewesen der Welt, machte sie anziehender, als ich zugeben wollte. Viele Menschen waren viel zu oberflächlich. Die Meisten würden diesen Kater einfach zurücklassen und vermutlich seinem Schicksal überlassen. Aber nicht Isis. Es ging ihr um viel mehr, als das Erscheinungsbild.
Ich bemerkte langsam, dass ich sie liebevoll lächelnd ansah. Ich wusste nicht genau, wieso, aber in diesem Moment, in dem ich die mir dargebotene Szene betrachtete, erfüllte mich eine tiefe Zufriedenheit. Als würde das Glück des Katers auf mich überschwappen und mich mitreißen.
Als ich ihr von Friday erzählte, blieben meine Gedanken automatisch an dem etwas zu gemütlichen Kater hängen. Ihr Tonfall entging mir allerdings nicht. Sie klang nahezu eifersüchtig, was mich zum grinsen brachte. „Ich muss nicht ja? Und wer garantiert mir dann, dass du die Kleine nicht direkt angreifst, sobald sie wieder hier ist? Klingt nämlich so, als hättest du da gerade sehr große Lust drauf." lachte ich und schüttelte den Kopf, erlöste sie dann aber doch. „Du musst schon gestehen, dass dieses Mädchen mehr Zeit als Katze verbringt, als als Mensch. Vermutlich würde sie diese Gestalt für immer behalten, wenn man sie denn ließe. Jedenfalls schläft sie immer bei den anderen Katzen auf diesem Kissen in unserem Gemeinschaftsraum. Einmal war ich noch sehr lange in der Bibliothek um zu lernen. Dann bin ich todmüde zurückgekommen, wollte mir eigentlich nur noch meinen Kater schnappen und ins Bett und dann zappelte der plötzlich wie sonst was. Ich hab mich schon gefragt, warum er so leicht ist, er ist etwas zu dick musst du wissen. Ich hab ihn also runtergelassen und plötzlich verwandelt sich die Katze zu meinen Füßen in das kleine Mädchen, dem ich versuche Schach beizubringen. Seitdem habe ich mir genaustens eingeprägt, wie sie aussieht, um sie auslachen zu können, wenn mal wieder irgendjemand ankommt, sie hochnimmt und fast zerquetscht bei dem Versuch, sie zu drücken. Naja und wenn man sie auslacht, kann man ihren todbringenden blauen Augen gar nicht entkommen. Sie ist soetwas, wie die Verwandtschaft, die man nur zu gerne ärgert." schließe ich ab und habe damit mal wieder sehr viel mehr gesagt, als sonst in einer Woche. Das Ganze schrieb ich einfach mal Isis' Wirkung auf mich zu.
Auf ihre Frage hin zuckte ich nur mit den Schultern. „Er ist ein schwarzer Kater und die bringen laut einem Muggelglauben an einem Freitag dem 13. wohl Unglück und ich fand das damals wohl passend...." erneut zuckte ich mit den Schultern. Als sie sich in Bewegung setzte, hielt ich mit ihr Schritt. „Wie kamst du denn auf Leo?" fragte ich, um die Stille zwischen uns erst gar nicht aufkommen zu lassen. Wenn ich eines nicht mochte, dann war es seltsames Schweigen.



Re: Zukunftsplay » 1
von Jaxon am 16.08.2018 20:32Ich stelle fest, dass ich mit ihren sehr launenhaften Verhalten nicht wirklich klarkomme. Ich kann ihr nicht folgen und das, obwohl es eigentlich ein leichtes für mich ist, Menschen zu durchschauen, aber sie ist ein Rätsel. Ich lass meine Augen auf ihre treffen und versuche, sie zu durchschauen, aber sie wirkt so... ich kann es nicht einmal benennen. Sie ist zu sprunghaft um analysiert zu werden. Ein kleines Mysterium für sich. Und auch wenn ich es nicht zugeben wollte und auch nicht würde, zumindest nicht laut, es gefiel mir. Sie war eine echte Herausforderung und alles andere als langweilig.
Ganz kurz wurde ihr Blick wieder glasig und ich zog augenblicklich meine Veela-Fähigkeiten zurück, die ich unbewusst nach ihr ausgestreckt hatte. Mein Unterbewusstsein wusste genau, was ich wollte, aber meine Moral siegte erstaunlicherweise. Das tat sie sonst nie, denn sonst war es mir egal, wenn jemandem etwas passierte, wofür er nichts konnte. Ich blinzelte, als ihre Stimmung ein weiteres Mal umschlug. Sie wirkte wieder traurig und ich machte einen Schritt auf sie zu - auch dieser folgte eher unterbewusst als geplant. Noch etwas Neues. Warum störte mich ihre Trauer? Es gab so oft so viele traurige Menschen und auch wenn ich es erkannte, es kümmerte mich einfach nicht. Wieso auch? Es war ihre Sache und nicht mein Problem. Es interessierte mich nicht, was sollte ich schon groß tun? Aber ihr würde ich gerne helfen und wenn es nur eine Kleinigkeit war, die ich tun konnte. Ich bekämpfte dieses Gefühl und nickte. Spazieren war vielleicht ganz gut. Vielleicht konnte ich mich besser konzentrieren, wenn wir nicht mehr allein und zu hundert Prozent unbeobachtet waren.
Ich hatte noch gar nicht bemerkt, dass sie sich in Bewegung gesetzt hatte, als ihre Stimme die plötzlich entstandene Stille durchschnitt. Diese Unkonzentriertheit musste wirklich aufhören. Ich schüttelte mich kurz und ging dann zu ihr.
Ihr schien kalt zu sein. "Willst du erst noch etwas zum Überziehen holen?" Fragte ich leise. Ich wollte ja nicht, dass sie erfror.
Eine Bewegung zu ihren Füßen erregte meine Aufmerksamkeit und als ich herabsah, entdeckte ich einen Kater, der.... Sagen wir mal 'interessant' aussah. Ich runzelte die Stirn, während sie ihn hochhob. "Ist das deiner?" Fragte ich leise. Ich sprach in der Anwesenheit von Katzen automatisch immer leiser, da mein eigener Kater Lautstärke nicht sehr toll fand. Wo der sich wohl gerade herumtreibt? "Ich hab auch einen Kater. Er heißt Friday." Erzählte ich leise. "Er hat ziemliche Ähnlichkeit mit Freyas Animagusgestalt. Der einzige Unterschied sind die Augen. Ihre sind blau und seine sind grün. Und natürlich die Form des Kopfes. Schließlich ist er ein Kater und nicht halb so zierlich, sondern eher kräftig mit mehr Muskeln und so." Und mehr Fett fügte ich gedanklich noch hinzu.



Re: Zukunftsplay » 1
von Jaxon am 31.07.2018 21:03Ich beobachte sie weiter. In letzter Zeit scheine ich sie ziemlich häufig anzustarren. Sie scheint stabil zu sein, also nicke ich einfach.
Um ihre Konzentration nicht zu stören, bewege ich mich keinen Millimeter. Ich beobachte, wie sie die Augen schließt und zuerst etwas verbissen aussieht. Doch dann glättet sich ihre Stirn. Die Falten, die durch ihre verkrampfte Anstrengung auf ihrer Stirn aufgetaucht sind, verschwinden und ein Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus. Sie sieht wirklich glücklich aus. Unwillkürlich frage ich mich, was sie sich wohl vorstellt. Sie bewegt ihre Hand, als würde sie nach jemandem greifen. Und dann sieht sie plötzlich auf und lacht leise. Ihre Augen hält sie weiterhin geschlossen. Wie nebenbei murmelt sie den Zauberspruch und bewegt ihren Zauberstab. Ob sie es überhaupt mitbekommt? Woran sie wohl denkt?
Ihr Patronus schwebt um sie herum, versucht eine feste Form anzunehmen. Er wandelt sich, sucht nach der richtigen Gestalt. Selbst die Größe verändert sich. Zuerst schrumpft das Licht, dann wächst es. Langsam bildet es sogar so etwas wie Hufe aus, aber kurz, bevor er sich wirklich verfestigen kann, scheint irgendetwas sie zu betrüben. Die Form fällt in sich zusammen und verliert jegliche Kontur.
Gerade, als auch der letzte Rest Licht verblasst, schlägt sie die Augen auf. Eigentlich wollte ich fragen, was genau passiert ist, aber ihre Freude überrumpelt mich etwas. Fast erwarte ich, dass sie herumhüpft wie ein kleines Kind. Ihre Stimme ist jedenfalls zwei Oktaven nach oben gerutscht – etwas, das ich eigentlich hasse, aber sie darf das. Es ist in Ordnung. So ist sie eben. Ich ziehe die Stirn in Falten und schüttle den Kopf. Ja, mag sein, dass sie so ist. Aber ich bin es nicht. Ich mag so etwas nicht und dafür sollte es keine Ausnahmen geben. Es konnte doch nicht sein, dass dieses Mädchen eine einzige Ausnahme war. Ich schüttelte die Gedanken ab und konzentrierte mich wieder auf meine Aufgabe. Etwas, das mir schwerer fiel, als es sollte. Merlin! Nicht einmal Neyla hatte mich so aus dem Konzept gebracht!
Isis strahlte und bedankte sich überschwänglich und ich sah sie irritiert an. „Ja, das war schon ganz gut, aber wir sind noch lange nicht fertig." schloss ich. „Du musst dir einfach das vorstellen, was du dir am allermeisten wünschst. Stell dir einfach alles vor, was du immer haben wolltest oder jetzt haben willst. Klammere dich ganz doll daran, stelle es dir ganz fest vor und dann wir der Patronus schon noch gestaltlich." Ich nickte ihr nochmals zu. „Oder brauchst du eine Pause? Willst du... keine Ahnung, durchs Schloss spazieren oder so um den Kopf frei zu kriegen?" schlug ich vor. Ich wusste ja nicht, ob sie sowas manchmal brauchte.



Re: Zukunftsplay » 1
von Jaxon am 23.07.2018 21:16Als ich ihr jedoch in die Augen sah, wurden die stärksten Zweifel von dem kämpferischen Funkeln in eben diesen, beiseite gewischt. „Okay." murmelte ich. Dann trat ich ihr aus dem Weg. „Deine Gedanken müssen stark und glücklich sein, allerdings kannst du dir auch Dinge ausmalen, die noch passieren werden oder könnten. Also wenn du zum Beispiel... keine Ahnung, einen Lieblingsstar hast, könntest du dir ein Treffen mit ihm oder ihr ausmalen. Es muss nicht wahr sein, Hauptsache, es macht dich unbeschreiblich glücklich. Stell dir... ein Haus mit deinen Kindern und deinem Mann oder deiner Frau und deinem Einhorn vor oder was weiß ich, was dich glücklich macht. Und wenn es eine einsame Insel weit weg von allen anderen ist – egal. Hauptsache du kannst dich vom Glück durchströmen lassen." erklärte ich und sah sie dann abwartend an. Da sie anscheinend keine Erinnerungen hatte, die stark genug waren um etwas so positives wie eine Patronus zu erschaffen, musste sie wohl ihre Fantasie ankurbeln. Ich hoffte, dass sie darin besser war als ich. Meine Fantasie war recht erbärmlich und ich hatte Glück, dass ich Erinnerungen hatte, die positiv und stark genug waren.



Re: Zukunftsplay » 1
von Jaxon am 13.07.2018 15:17Isis schien durchzudrehen. Und ich wusste nicht, was ich tun sollte.
„Sie lebt und wird durchkommen." mehr wusste ich nicht und da ich ihr keine Lügen auftischen wollte, sagte ich auch nicht mehr. Ich könnte sagen, dass es Freya blendend und sehr gut ging. Die Versuchung, genau dies zu tun war recht groß und wenn es nur war, um sie zu beruhigen. Aber wie bereits erwähnt würde ich sie nicht belügen, auch wenn es genau das war, was ihr vielleicht helfen würde. Zumindest kurzzeitig.
Stattdessen fixiere ich ihren Kopf indem ich die Hände zu beiden Seiten an diesen lege, als sie panisch umherzublicken beginnt.
Was sollte sie tun? Ja, was? Genaugenommen konnte sie gar nichts mehr tun außer abzuwarten.... „Im Moment solltest du einfach hier bleiben und warten. Warten, bis es ihr körperlich wieder tadellos geht. Und dann solltest du für sie da sein.... Es ist vielleicht nicht das Beste, dir das jetzt zu sagen, aber wenn ich es richtig verstanden habe, hat sie einiges abbekommen und wird dich dann hier brauchen. Und wenn du jetzt losstürmst und eine Strafarbeit bekommst, kannst du nicht für sie da sein, wenn sie dich braucht. Verstanden?" frage ich und versuche sie mit meinem Blick zu fixieren.
Sie wirkte kurz etwas geistesabwesend – vielleicht sammelte sie sich gerade? Ich fragte mich, wohin ihre Gedanken wohl gewandert waren. Sie schien fast schon gefangen zu sein. Doch dann blinzelte sie und sah mich wieder an. Sie straffte die Schultern und ihr Blick wurde fester. Und trotzdem waren dort noch ihre Tränen, dir mir warm über die Finger liefen. Ich strich sie vorsichtig mit den Daumen fort.
Sie nickte ganz leicht, was jedoch eher auf ihre Gedanken bezogen zu sein schien. Ich runzelte die Stirn. Ich wagte es kaum, mich zu bewegen. Ich wollte sie nicht verschrecken, da sie nahezu benommen wirkte. Das war auch der Grund, weswegen ich meine Hände nicht von ihren Wangen löste. Zumindest redete ich mir das ein.
Sie versuchte nun auch sich selbst übers Gesicht zu streichen, schien dabei nicht einmal zu bemerken, dass sie eher über meine Hände strich, als über ihre eigene Haut. Wo waren ihre Gedanken nur? Eigentlich sollte mir das klar sein. Bei ihren Freunden.
Erneut wurde ihr Blick wieder etwas klarer. „Bleib ruhig. Überstürze jetzt nichts. Erstmal beruhigst du dich. Atme ein und aus und dann können wir uns etwas überlegen. Aber erst, wenn du wieder ruhig und klar denken kannst." sagte ich beschwörerisch nickend und sah ihr dabei fest in die Augen. „Oder hast du schon einen Plan?" fragte ich, während ich nun eine Hand von ihrer Wange nahm und sie auf ihre Schulter legte, um sie auf dem Sofa zu halten. Ein Teil von mir hatte Angst, sie würde umkippen, sobald sie aufsprang. Es stand außer Frage, dass ich sie auffangen würde und da sie mit anderen Dingen beschäftigt war, würde es ihr vielleicht nicht mal ganz so peinlich sein, auch wenn ich den roten Schimmer auf ihren Wangen mochte... Aber es würde ihr trotzdem wohl nicht so gut tun.



Re: Zukunftsplay » 1
von Jaxon am 04.07.2018 15:07Und schon wieder schien sie unglaublich weit weg zu sein. Zumindest gedanklich. Wurde etwa alles, was ich sagte, zu Tode analysiert? Langsam gewann ich wirklich den Eindruck. „Was? Wer ist das denn?... Es geht um irgendwelche Zauberer, die ganz bestimmte Todesser aufspüren müssen und so. Einiges ist sogar mit Wahrheit gemischt. Natürlich ganz schön aufgeputscht, aber egal. Sie dürfen natürlich nicht alles so genau beschreiben, da auch verbotene Flüche und Tränke auftauchen und man soll ja nicht alles nachmachen können. Das würde die Welt noch ein Stückchen gefährlicher machen." Ich dachte wieder an das Buch, dass ich als letztes gelesen hatte. Sollte ich ihr davon erzählen? Wieso nicht. „In den letzten Buch, das ich gelesen habe, wurde ein altes schwarzmagisches Buch erwähnt. Es beherbergt alle möglichen Flüche seit der Antike. Mit Anleitung. Das Original wird unglaublich stark bewacht, aber es gibt 7 sehr alte und fast ebenso wertvolle Abschriften, die sich teilweise in Privatbesitz befinden. Ziemlich gefährlich, wenn du mich fragst. Die Flüche da drin sollen die grausamsten und schrecklichsten sein, die die magische Welt zu bieten hat." Mir lief ein eiskalter Schauer den Rücken herunter. Ich schüttelte mich. Erstaunt stellte ich fest, dass ih noch nie so viel am Stück gesprochen hatte. Aber dieses Buch hatte mich wirklich beschäftigt. Natürlich durfte man so etwas nicht vernichten, das wäre verantwortungslos. Aber war es nicht mindestens so verantwortungslos, es in den Händen von potenziellen Todessern zu lassen?
„Und was liest du dann in den Sommerferien so? Bücher über Einhörner?" feixte ich und grinste nur noch breiter, als sich ihr Gesicht noch eine Nuance dunkler färbte.Es sah nicht mal schlecht aus.
Als ich die Entführung erwähnte, entgleisten ihr die Gesichtszüge. Sie hatte es nicht gewusst. Das wurde mir plötzlich klar. „Ich weiß nicht so viel...." gestand ich und hatte sofort Angst, sie zu enttäuschen. Auch wenn dieses Gefühl ziemlich neu war. Ich wollte sonst nie jemandem gefallen.
„Ich weiß eigentlich nur, was ich dir schon gesagt habe.... Todesser haben Schüler der sogenannten DC entführt und.... befragt." berichtete ich. „Achja, und wenn man den Gerüchten glauben darf, hat die Kleine – Freya – den Todessern sogar die Informationen geliefert, die nötig war, um die Schüler zu entführen. Einige geben ihr die Schuld. Ihre Schwester hat sogar die Schule gewechselt... Hat du gewusst, dass Freya adoptiert ist? Ich meinte, war?" ich legte den Kopf schief und sah sie fragend an. Da es nicht so wirkte, als stünde sie sehr sicher auf ihren Beinen, legte ich meinen Arm um ihre Taille und führte sie zur nächsten Sitzgelegenheit. Ich drückte sie sanft nach unten und blickte sie aufmerksam und vorsichtig an. Hoffentlich würde sie jetzt nicht zusammenklappen.
„Alles wird gut. Sie wird es schaffen. Sie kommt bald wieder. Den anderen geht es auch so weit gut. Der Großteil ist im Krankenflügel hier gelandet. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mal, wer alles verletzt wurde...." erklärte ich leise weiter, hoffend, sie würde das alles verkraften. Ich hatte mich vor ihr hingekniet, eine Hand auf ihrem Knie, um sie zum Sitzen zu zwingen und die andere strich über ihren Arm. All das tat ich wie automatisch und ich war mir ziemlich sicher, dass ich das bei niemand anderem getan hätte. Egal, wie sehr ich Isis beeinflussen konnte, sie konnte mich auch stärker beeinflussen, als sie vielleicht dachte. Stärker, als mir lieb war...




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