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Re: Fluchschäden und Zauberunfälle
von Nate am 17.06.2018 12:22Das Mädchen wirbelte herum und war sofort zum Angriff bereit. Witzigerweise ohne Zauberstab. Wer ging denn freiwillig ohne seinen Zauberstab aus dem Haus? Anscheinend dieses Mädchen. Dumm, nach allem was gerade los war. Zum Glück war sie nicht zu dumm um zu nicken. Ich nickte ihr ebenfalls zu. „Im Grunde ist es ein Zauber, der den Getroffenen fesselt. In seinen Körper. Noch nie wurde der Zauber nach so langer Zeit erst gelöst... ich weiß also nicht, was für Auswirkungen das auf sein Gehirn und sämtliche andere Funktionen hatte..." während ich sprach, schrieb ich den Gegenfluch auf ein Stück Pergament. „Es gibt nur fünf bekannte Fälle und nur zwei wurden entdeckt und nur Minuten später wieder aufgeweckt. Die anderen drei wurden lebendig begraben und sind erstickt, bevor jemand sie retten konnte." erklärte ich. Zum Glück konnte ich schreiben, ohne hinzusehen, so musste ich das Mädchen vor mir nicht aus den Augen lassen. „Ist sind zwei gebräuchliche, recht einfache Gegenflüche. Sie müssen rückwärts und gleichzeitig, also von zwei verschiedenen Zauberern, ausgesprochen werden." Erklärte ich. Ich ließ das Pergament vor mir auf den Boden fallen. „Und sagt der kleinen Bones, dass sie das als Warnschuss sehen soll. Das alles wäre nicht passiert, hätte sie einfach früher geredet. Dann wäre niemand zu schaden gekommen." Es war unfair, aber wenigstens würden sich so vielleicht keine Kinder mehr in Gefahr bringen. „Ich hoffe, Matthew trägt keinen zu großen Schaden davon." Ich wusste selbst nicht, wieso ich das sagte. Vielleicht, weil das Mädchen vor mir ihm auf eine gewisse Art und Weise ähnlich sah, vielleicht seine Schwester?

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Re: Fluchschäden und Zauberunfälle
von Nate am 16.06.2018 19:30Als ich heute Morgen aufgewacht war, hatte Astra friedlich in meinen Armen geschlafen und der Wunsch, es würde immer so sein, brach mir endgültig das Herz. Ich hatte sie noch ein letztes Mal geküsst und war dann verschwunden. Ein richtiger Abschied wäre mir schwerer gefallen, als ich zugeben wollte. Ich hatte ihr allerdings eine Nachricht hinterlassen. Es stand nichts besonderes darin, nur, dass ich ihr einen guten Morgen wünschte und hoffte, sie bald wiederzusehen. Auch wenn wir dann nur Freunde sein durften. Dann war ich etwas umständlich in die Winkelgasse gekommen, wo ich mir neue Kleider und einen neuen Zauberstab besorgt hatte. Das alles hatte ich wertvolle Zeit gekostet. Nun stand ich aber endlich in der Empfangshalle des St. Mungo Hospitals. Herauszufinden, wo sich der Junge befand war nicht schwer, doch als ich vor dem überfüllten Zimmer stand, wurde mir wieder klar, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich helfen konnte ohne aufzufliegen.
Glücklicherweise ergab sich eine Möglichkeit, als nur wenige Augenblicke später ein Mädchen aus seinem Zimmer kam. Sie bemerkte mich nicht und verschwand auf der Toilette. Da ich hier schon etwas länger rumstand, wusste ich, dass diese leer war. Jetzt oder nie. Das würde lustig werden.
Der Flur war überraschend leer, so dass niemandem auffiel, wie ich meine Todesserkluft samt Maske erscheinen ließ und mich in diese hüllte. Ich trat leise ins Bad und noch bevor sie aufsehen konnte, hatte ich sie mit einem Fluch belegt, der ihre Stimme auf ein Minimum dämpfte. „Wenn du schreist, kann ich Matthew nicht helfen. Verstanden?" fragte ich leise und verschloss die Tür, magisch versteht sich. „Wenn du verstanden hast und ich ihm helfen soll, nicke einmal. Wenn nicht gehe ich wieder und er bleibt in diesem Zustand." forderte ich und sah sie ernst an.

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik
von Nate am 09.05.2018 00:10Ich zuckte mit den Schultern. „Sie waren anstrengend und nervend."
Ich grinste. Sie schien Verdacht geschöpft zu haben. Kurz überlegte ich tatsächlich, ihr einfach zu beichten, wer ich war und dass ich eigentlich nur wegen ihr hier war. Ich hatte einen Job, mit dem ich mehr als zufrieden war. Vor allem, da ich mich nicht mit pubertierenden Kindern herumschlagen musste. Ich war nur hier, weil ich wissen wollte, wen meine Eltern mir da vorgesetzt hatten. Und wieder war ich überrascht, wie gut es mich getroffen hatte.
„Ich komm klar. Wie es bei Astra aussieht weiß ich allerdings nicht so recht." gestand ich. Ich verbrachte immer weniger Zeit mit ihr, weil mich gerade in ihrer Nähe die Schuld am meisten belastete. Auch wenn es immer wieder gut tat, sie lebendig zu sehen.
Dass das Gespräch eine solche Richtung genommen hatte, hatte ich nicht erwartet und es gefiel mir auch nicht sonderlich, weswegen ich sehr froh war, als wir es fallen ließen.
'Spätestens zu unserer Hochzeit' hätte ich fast gesagt und der Gedanke daran, wie wir uns stritten, wer Astra denn nun als Trauzeuge haben durfte, ließ mich grinsen.
Erneut war da der Gedanke, ihr einfach die Wahrheit zu sagen, aber vermutlich würde das in einem Desaster enden. Ich war hier hergekommen, um sie kennenzulernen. Aber in den hundert Varianten, die ich mir für unser erstes Treffen ausgemalt hatte, war keine vorgekommen, in der sie nicht wusste, wer ich war beziehungsweise, wer ich sein würde. Ich wusste nicht, ob ich es ihr sagen sollte, geschweige denn wie. Ich beschloss es zu lassen, da es so vor allem für mich am einfachsten sein würde. Zumindest vorerst.
Ich trank meinen Tee aus, stellte die Tasse ab, legte den Kopf schräg und sah sie grinsend an. „Und was machen wir zwei Hübschen jetzt?" fragte ich und zog die Augenbrauen grinsend hoch. Dann lehnte ich mich zurück und sah sie abwartend an.

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik
von Nate am 08.05.2018 21:48Ihr Kichern ließ mich den Blick wieder heben. Es war ein sehr angenehmes Geräusch. Ein Laut, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Aber was brachte sie dazu. Fragend sah ich sie an, in der Hoffnung, sie würde mir offenbaren, was sie dazu verleitete, diesen doch sehr erfreulichen Laut von sich zu geben.
Slytherin. Ja, das hätte ich mir denken können. Mir war nicht ganz klar, wie ich in Ravenclaw landen konnte, war meine gesamte Familie doch von Slytherin erwählt worden. Das machte mich einerseits zu einer Besonderheit meiner Familie, andererseits aber auch zum Außenseiter. Gestört hatte es weder sie, noch mich.
Als ich Astra erwähnte, stutzte sie. Das war interessant. Wenn sie meine Astra meinte, kannte eine Verlobte die Person, für die ich tatsächlich so etwas wie Gefühle entwickelt hatte. Das würde seltsam werden. „Ja, Astra... Es kann sehr gut möglich sein, dass du sie kanntest. Entschuldige. Kennst." sagte ich und nickte zusätzlich. „Ich bin sehr gut mit ihr befreundet und ihr Mann Rufus ist..." ich stockte, denn das war nicht der Fall. Er ist gar nichts mehr, außer tot. Dafür hatte ich selbst gesorgt. Aber das wusste niemand. Niemand außer mir und den Leuten, die mich zu dieser grausamen Tat gezwungen hatten. „... Er war mein bester Freund. Bevor er... verschwand." Die Wahrheit war, dass er mir schrecklich fehlte. Wie es Astra denn dann wohl gehen musste? Schließlich wusste ich wenigstens, was mit ihm geschehen war, während sie sich mit dem Gedanken quälte, er könnte sie verlassen haben. Aber ich konnte es ihr nicht sagen. Ich konnte meine letzte verbleibende Freundin nicht so verlieren. Wiedereinmal fragte ich mich, ob sie es wohl verstehen würde, wenn ich ihr erklärte, dass er so oder so gestorben wäre.. Und das ich nur so mich, meine Familie und allen voran sie retten und beschützen konnte. Denn das war die Bedingung gewesen: Ihr Leben.
Ich schüttelte den Gedanken an meinen Verrat ab und klärte meinen Blick wieder. Denora saß mir genau gegenüber und schien ebenfalls ihren Gedanken nachzuhängen. Ich seufzte leise und nahm noch einen Schluck aus meiner Tasse. „Schon sehr interessant, dass wir wohl eine gemeinsame Freundin haben, uns aber noch nie begegnet sind." stellte ich fest und zwang mir ein Lächeln aufs Gesicht. Es fiel mir etwas schwer, da ich die Gedanken an Rufus heraufbeschworen hatten und sein Tod mir immer noch schwer im Magen lag.

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik
von Nate am 06.05.2018 14:50Erneut konnte ich ein Grinsen nicht unterdrücken. Ich ließ sie einfach in dem Glauben, dass ich nichts über sie wissen würde. Zumindest nicht viel. Abgesehen davon, das ihre Gedanken tatsächlich ihr Geheimnis waren und sie diese sehr gut vor mir verbergen konnte.
Während ich mich weiter umsah, begann sie damit, Tee zu machen. Auf eine nicht magische Weise, wie ich erstaunt feststellte. Ich schmunzelte, sagte aber nichts dazu, da es interessant war, ihr dabei zuzusehen. Wir hatten Hauselfen, die das erledigten und selbst diese verwendeten ihre ganz eigene Magie, weswegen ich diese Art der Zubereitung noch nie beobachten durfte. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass ich näher gekommen war, um sie besser betrachten zu können. Ich war wirklich neugierig.
Sie reichte mir eine Tasse und ich nippte daran. Es schmeckte sehr gut und ich nickte zufrieden.
Sie begann von ihrer Schulzeit zu sprechen und ich hörte ihr aufmerksam zu. „Es waren auch nicht alle schrecklich. Ich habe -" hatte „ - sehr wohl Freunde." ,Die ich verraten habe' fügte ich gedanklich hinzu. „Nur war ich nicht sehr angetan von dem Gedanken mein Bett in einem Raum voller pubertierender Nervensägen zu haben. Das erweckte mein Missfallen dann doch." erklärte ich mich und zuckte dann mit den Schultern.
Ich überlegte kurz, ob mein Schulhaus wohl viel über mich verraten würde, aber ich bezweifelte stark, dass jemand mein Haus in die Verlobungsunterlagen geschrieben hatte. „Ravenclaw. Aber meine Freunde waren fast allesamt Slytherins." Astra zum Beispiel. Beim Gedanken an sie musste ich lächeln. Was sie wohl gerade trieb? Ob sie ihn immer noch suchte? „Astra, eine Freundin von mir, sollte ich vielleicht mal wieder besuchen, sonst denkt sie noch, ich würde meine Freunde vergessen." ich lachte und schüttelte grinsend den Kopf. „In welchem Haus warst du?" ich runzelte die Stirn. Sie war jünger als ich und auf die Jüngeren hatte ich – mit offensichtlicher Ausnahme – nie geachtet.

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik
von Nate am 17.04.2018 22:13Schmunzelnd betrachtete ich die mehr als interessante Frau vor mir. „Natürlich wüsste ich das gerne." gestand ich und schüttelte dann den Kopf. Ich hatte nicht erwartet, dass sie ihre Gedanken mit mir teilen würde, nur weil ich fragte. Das war sehr unrealistisch und ich würde es wohl auch nicht tun, wenn es nichts bedeutungsloses wäre. „Aber du hast mir schon mal verraten, dass du an etwas denkst, was entweder geheim, dir peinlich oder unangenehm ist, oder du bist einfach nur gerne geheimnisvoll." ich lachte und wartete gespannt auf ihre Antwort.
Glücklicherweise ließ sie mich nach kürzerem Zögern doch eintreten. Ziemlich mutig, wie ich fand. Denn auch, wenn ich immer wieder beteuert hatte, dass ich zumindest ihr gegenüber keine bösen Absichten verfolgte, war ich immer noch ein fremder Mann. Mir sollte es jedoch recht sein.
Grinsend trat ich ein und sah mich um. Es war einfach gehalten, aber gemütlich. Es gingen noch weitere Türen von diesem Zimmer, in welches wir nun traten, ab und ich vermutete, dass wenigstens eine in ein Schlafzimmer führen musste, denn ein Bett stand offensichtlich nicht in dem Raum, in dem wir uns augenblicklich befanden.
Sie fragte mich etwas, was meinen Blick wieder zu ihr wandern ließ. Wirklichen Durst hatte ich nicht, aber ich hatte das Gefühl, dass sie eine Beschäftigung brauchte und sei es nur das Tea – Machen. „Ich nehme das, was du nimmst." beantwortete ich ihrer Frage dann nickend.
Erneut sah ich mich um. „Als Schüler habe ich mich immer gefragt, wie es wohl in den Räumen der Lehrer aussieht. Hauptsächlich war ich neidisch, weil sie ihre Räumlichkeiten nicht teilen mussten, während ich es tun musste. Ich hatte ganz schreckliche Mitschüler." ich schüttelte nachdenklich den Kopf. Ich wusste noch, dass da ein Junge gewesen war, den ich nicht gemocht hatte. Er war sehr seltsam, hat komische gerochen und so etwas, aber im Grunde wusste ich nicht mal mehr seinen Namen. Natürlich hatte ich auch Freunde gehabt, aber der Gedanke an diesen einen Freund, den ich so unschön verloren hatte und die Freundin, die ich seit diesem Tag beschützte und gleichermaßen belog, das eine ging mit dem anderen einher, war äußerst unangenehm, weswegen ich mich wieder auf meine Verlobte – ich schmunzelte – konzentrierte.

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik
von Nate am 30.03.2018 11:18Ich betrachtete sie weiterhin, dann verdrehte ich resignierend die Augen. Es hatte ja doch keinen Sinn ihre Gedanken erraten zu wollen. Legilimentik beherrschte ich leider nicht beziehungsweise war ich gerade dabei, das in Angriff zu nehmen und in dieser frühen Phase würde ich bei dem Versuch bestimmt einfach nur dämlich aussehen. Also versuchte ich es auf die 'normale' Art. „Was denkst du nur schon wieder?" fragte ich nun einfach direkt. Damit gab ich mich zwar einer Niederlage hin, aber es war wirklich kompliziert sie zu durchschauen. Das höfliche Geplänkel hatten wir sowieso schon vollkommen hinter uns gelassen.
Ich hörte das Klicken, dass verkündete, dass die Tür nun aufgesperrt war. Ich sah kurz über ihren Kopf hinweg und dann wieder zu ihr herab. Sie hatte sich mittlerweile umgedreht und sah mich an.
Sie nickte zu ihrer Taschen und bedankte sich. Als ob ich jetzt gehen wollte. Ich war schließlich hier, um herauszufinden, wer sie war. Na gut, dass wusste sie nicht und sie würde es wohl auch vorerst nicht erfahren.
„Du hältst mich nicht auf. Ich habe bis jetzt keine weiteren Pläne." ich grinste sie an und zog schelmisch die Augenbrauen nach oben.
Plötzlich fiel mir auf, dass ich sie zwischen der Tür und mir gefangen hielt. Ich seufzte leise und trat einen Schritt zurück, um ihr etwas Luft zu lassen und sie nicht zu bedrängen, denn das wollte ich nicht. Ich reichte ihr ihre Tasche und sah sie dann abwartend an. Egal, was jetzt geschah, es hing alles von ihr ab. Ich hatte ihr zu verstehen gegeben, dass ich keine Probleme damit hatte, bei ihr zu bleiben. Aber ich könnte genauso gut wieder verschwinden, wenn sie es denn wollte.

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik
von Nate am 28.03.2018 14:07Natürlich erwiderte sie dieses Auskosten des Namens sofort. Es war ein Spiel aus... nennen wir es Zurückweisung. Und es machte mir Spaß. Wahrscheinlich machte es mir sogar mehr Spaß, als es sollte. Und selbst wenn sie dachte, sie würde gewinnen, war ich der Sieger. Nur, weil ich mehr wusste als sie. Unfair, aber mit Fairness hatte ich es sowieso nie besonders.
Kurz sah es so aus, als würde diese Frage sie überraschen und überfordern, denn sie schwieg und sah mich einen kurzen Augenblick skeptisch an.
Dummerweise hatte ich wirklich nicht den Hauch einer Ahnung und ich war mir auch ziemlich sicher, dass ich hier noch nie gewesen war – auch zu meiner Schulzeit nicht.
Ihre Antwort verblüffte mich, ließ jedoch wieder dieses Grinsen auf meinem Gesicht erscheinen. „Ach..." ich zog die Augenbrauen hoch und setzte mich wieder in Bewegung. „Na dann, lass uns gehen." ich schenkte ihr ein Lächeln – ein tatsächlich ernst gemeintes, freundliches Lächeln. Das war recht selten, aber wenn es erschien, reichte es bis zu meinen Augen und ließ diese funkeln. Aber das Mädchen neben mir amüsierte mich und ich konnte nur immer wieder daran denken, dass ich wohl ziemliches Glück hatte, dass meine Eltern den Packt mit ihren geschlossen hatten und nicht mit jemand anderem. Zum Glück war sie nicht langweilig sondern ganz im Gegenteil – sehr schwer zu durchschauen. Ob sie etwas damit bezweckte, mich mit in ihr Zimmer zu nehmen, wusste ich nicht... jedenfalls würde es mich nicht stören.
Leider erklärte sie mir den Grund nur Sekunden später. „Schade." erwiderte ich und grinste. Sie schien wohl zu wissen, was ich dachte, weswegen sie wohl auch erahnen konnte, was genau ich meinte. „Ich würde meine freie Zeit auch nicht dort verbringen wollen." gestand ich dann und zuckte mit den Schultern.
Sie zog den Schlüssel hervor und kurze Zeit später öffnete sie bereits ihre Tür. Vor lauter Neugierde und Erwartung war ich näher gekommen und stand nun genau hinter ihr, um schnellstmöglich einen Blick erhaschen zu können.

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik
von Nate am 25.03.2018 18:11Ich zuckte die Schultern. „Wenn Sie das meinen. Ich mag den Namen auch, Denora." ich kostete es aus, ihren Namen auszusprechen und tat es deshalb mit besonderer Betonung und recht langsam. Mein neutraler Gesichtsausdruck wich erneut einem Grinsen.
Also war sie nicht wirklich von der Einstellung ihrer Eltern überzeugt. Ob sich das nur in diesem Namen widerspiegelte, oder auch in anderen Dingen, war mir jedoch nicht klar.
Unbewusst strich ich über das dunkle Mal. Ich mochte es nicht. Es störte mich und ich war froh einen Zaubertrank gefunden zu haben, der es zumindest für ein paar Stunden unsichtbar machen konnte. Dann musste es erneut mit dieser furchtbar brennenden Tinktur bestrichen werden. Man gewöhnte sich an den Schmerz jedoch leichter, als an dieses Mal, das für eine Sache stand, von der ich nicht vollends überzeugt war. Natürlich wurde mir von klein auf beigebracht, die Sache zu unterstützen und die Werte dieser konnte ich auch herunter beten, aber desto älter ich geworden war, desto größer wurden meine Zweifel. Sie wuchsen quasi mit mir. Es gab vieles, was für mich einfach nicht zusammenpasste. Genau diese Gedanken waren auch der Grund für mich gewesen, Okklumentik zu erlernen. Wie diese jemand in meinem Kopf aufspüren könnte... Ich schüttelte geistesabwesend den Kopf.
„Wir werden uns sicherlich wiedersehen." sagte ich und konnte ein leises Lachen nicht unterdrücken. „Wir bewohnen schließlich das selbe Gebäude." schob ich dann noch dazu, um nicht wie ein Stalker zu klingen. Wenn sie wüsste...
Das ich stehen geblieben war, schien ihr zu erst nicht einmal aufzufallen und als sie es doch bemerkte, war sie mir schon ein gutes Stück voraus. Ich schloss wieder zu ihr auf und sah sie dann fragend an. „Wohin gehen wir eigentlich?" erst jetzt fiel mir auf, dass ich noch nie in diesem Bereich der Schule gewesen war. Als Schüler vielleicht, aber an diese Zeit erinnerte ich mich nur ganz schwach, auch wenn sie noch nicht weit zurücklag. Das sprach eigentlich nicht für ein sonderlich gutes Gedächtnis, aber diese Erinnerungen wurden von anderen, wichtigeren überschattet.

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik
von Nate am 16.03.2018 19:19Sehr begeistert klang ihre Antwort nicht gerade, aber meine Reaktion damals hätte man auch nicht als 'erfreut' klassifizieren können. Die wenigsten wären wohl davon erfreut, vor die beschlossene Tatsache, einen Fremden oder eine Fremde heiraten zu müssen, gestellt zu werden.
Ich ließ meinen Blick erneut zu der Frau neben mir wandern. Ja, mich hätte es durchaus schlechter treffen können. Genaugenommen hätte es mich wohl kaum besser treffen können. Ich grinste in mich hinein. Wenn sie herausfand, wer ich tatsächlich war, würde das noch sehr... interessant werden.
Auch ihr Name schien keinerlei Begeisterungstürme in ihr zu erwecken. „Klingt nicht so, als würden Sie den Namen sonderlich mögen. Sagten Sie das nicht aber eigentlich?" fragend sah ich zu ihr herab.
Ihr Schnauben holte mich in die Realität zurück und ich sah wieder stirnrunzelnd zu ihr. Hatte sie etwas gesagt? Hatte ich etwas verpasst? Ich dachte immer, so etwas passierte erst, nachdem man verheiratet war... Als sie dann sprach, atmete ich erleichtert aus. Mir war gar nicht aufgefallen, dass ich die Luft angehalten hatte. Doch was sie sagte, ließ mich erneut kurz nachdenken. „Da mögen Sie wohl Recht haben, Miss Greengrass. Mehr als mein Wort geben, kann ich Ihnen aber leider nicht." erwiderte ich.
Urplötzlich und ohne Vorwarnung, blieb sie stehen und ich stieß mit ihr zusammen. „Vorsicht!" warnte ich und streckte instinktiv die Arme nach ihr aus, damit sie durch den Zusammenstoß nicht fiel. Ihre Worte ließen mich schmunzeln und ich wusste, dass meine Augen teuflisch blitzen, als ich dann sprach: „Ich habe nie verlangt, dass sie mir vertrauen sollten. Auch ich habe nur den Boten gespielt." ich grinste. Das Gute war, dass es keine Rolle spielte, ob ich es mir mit ihr verscherzte oder nicht. Sie war so oder so an mich gebunden. Ich musste sie nicht einspinnen oder ähnliches. Ich wollte schließlich nur wissen, wer sie war. Meine Familie hatte die Idee nicht sonderlich begrüßt, aber verbieten ließ ich mir das auch nicht. Schließlich mussten sie kein Leben mit ihr verbringen, in einem Haus leben. Und natürlich Kinder großziehen. Darum ging es bei diesen ganzen arrangierten Ehen schließlich. Nur die Blutlinie wahren, alles andere war egal.
Ich wollte gerade fragen, was es dann wäre, als sie es auch schon auf das Schloss schob. Das ihr Blick kurz in weite Ferne gestreift war, war mir nicht entgangen. Worüber sie wohl nachdachte? Oder hatte sie einfach nur geträumt?
Genauso plötzlich, wie sie vor kurzer Zeit stehengeblieben war, lief sie nun auch weiter. Zu überrascht und abgelenkt von ihrem ganzen Wesen, blieb ich jedoch stehen.

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