Fluchschäden und Zauberunfälle

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Edgar
Gelöschter Benutzer

Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Edgar am 21.07.2017 18:53

Gut, dann war Ed beruhigt, wenn alles zu ihrer Zufriedenheit war. Er schenkte ihr ein warmes Lächeln. Ein Glück verurteilte sie ihn nun nicht, da er kurz emotional wurde. Aber das hatte auch einen Grund. "Sicher neue Leute kennen zu lernen ist immer etwas schönes.", stimmte er ihr zu. Doch sie war für ihn ja nicht mal fremd. Ed kannte Evelyn und das schon .. seit dem sie in Hogwarts war. Dennoch, er ließ sich nichts anmerken. "Dann viel Spaß bei der Ausbildung und ich hoffe,  Ihnen wird mehr zugetraut als mir.", sagte er ehrlicherweise. Der Ball war vorbei und somit auch ihre Chance, ein hübsches Kleid zu zeigen und zu tanzen und all das, was eben noch dazu gehörte. Schade. Sehr schade. "Kein Kleid..", wiederholte er, was wirklich komisch war für eine Frau. Aber gut. Vielleicht trug sie einfach nicht gerne Kleider. "Danke für Ihre Ehrlichkeit.", bedankte Ed sich dann,"Edgar Bones hat Sie heute versorgt." Er lächelte charmant und zeigte auf sein Namensschild, das er immer trug. "Ist Pflicht. Aber viele übersehen es schlichtweg.", meinte er und zuckte mit den Schultern. Wer interessierte sich auch schon für den Namen eines Heilers. "Gute Zeit Miss Clarke.", sagte er dann und begleitete sie noch aus dem Zimmer hinaus. Er sah ihr hinterher, bis sie weg war. Bei Merlin .. Ed schloss hinter sich die Tür und musste erstmal diese Begegnung auf sich wirken lassen. 


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Evelyn
Gelöschter Benutzer

Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Evelyn am 21.07.2017 19:06

Ich nickte ihn zustimmend, als er die Aussage mit den Leuten traf. Freunde konnte man nie genug bekommen. Auch wenn einige wenige gute auch sehr viel wert waren.
"Ah, danke. Meine Hoffnungen sind nicht allzu groß. Schließlich jeder klein an und muss sich hocharbeiten." Auch wenn meine Fähigkeiten nicht ganz gefordert werden würden im ersten Jahr. Aber schließlich wollte ich von denen ja etwas lernen.
"Ja, habe ich nie für nötig gehalten.", sagte ich schulterzuckend. kleider trug man für besondere Anlässe. Und ich hatte es vergessen.
"Danke für alles Mister Bones." , sagte ich ehrlich und hielt ihn nochmal meine Hand hin. Ich hatte tatsächlich nicht auf sein Schild geachtet. Was ich wirklich hätte tun können.
Er begleitete mich noch nach draußen, ich verabschiedete mich fröhlich von ihn. Mit der Salbe in der Hand verließ ich schließlich das St Mungo und war doch froh, so schnell und kompetent behandelt worden zu sein.

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Tess

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Beiträge: 26

Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Tess am 06.06.2018 17:49

Geräuschlos kam ich in der Eingangshalle des St.Mungos an, immer noch Matthew im Arm liegend, den ich während dem Weg in die Abteilung Fluchschäden & Zauberunfälle versuchte mit tränenerstickender Stimme & darum bittend wieder aufzuwachen, pausenlos ansprach. Jedoch ohne die erhoffte Reaktion von ihm. Ich wollte es immer noch nicht akzeptieren, dass ich gerade verzweifelt seinen leblosen Körper & noch voller Hoffnung, eben das er nicht tot sei, in den Armen hielt. Vermutlich handelte ich gerade kopflos, als ich sämtliche Heiler, die mir ihre Hilfe anboten, wortlos stehen ließ, denn ich wollte nur einen einzigen Heiler bzw Heilerin an meinen Sohn lassen & das war Josy, seine andere Mutter. Sie wusste sicher was zu tun war, so wie immer, sicher hatte sie eine logische Erklärung dafür, wieso Matthew nicht mit mir sprach. ''er ist tot'' hallte die Stimme des Todessers in meinem Kopf nach. Doch ich wehrte mich gegen diese Stimme, indem ich immer wieder den Kopf schüttelte & ein leises Nein von mir hinmurmelte. Als ich endlich die Abteilung, in der Josy arbeitete erreichte, wurde ich abermals von einem anderen Heiler aufgehalten. ,,Miss, Sie können da nicht rein,'' mahnte er mich, als ich im Begriff war die Tür einfach aufzustoßen. Geistesabwesend sah ich ihn an. Ich vernahm seine Worte wie durch Watte, ehe ich sie gekonnt ignorierte & die Tür eines Patientenzimmers aufstieß. Josy war wohl gerade mitten in einer Behandlung. ,,Josy, Matt, ich..,'' begann ich mich zu erklären. Hilfesuchend sah ich meine Frau an, bevor mein Blick wieder Matthew fixierte.
,,War ich wirklich zu spät?'' Wieder bildeten sich Tränen in meinen Augenwinkel. ,,Josy, du musst ihm helfen, bitte...''Langsam ging ich auf Josy zu. Das ich sie eventuell mit dieser Situation komplett überforderte kam mir natürlich nicht in den Sinn, geschweige denn sie über das ganze Chaos zu informieren. Sie hatte vermutlich keinen Plan, was in den letzten Stunden passierte.

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Josephine

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Beiträge: 20

Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Josephine am 06.06.2018 21:37

Mit einer Hand fuhr ich mir über mein müdes Gesicht. Der Tag heute war anstrengend. Mehr als das sogar. Egal welcher Fall heute reinkam, er war immer alles andere als einfach gewesen. Sonst hatten wir solche Fälle nur an Vollmond - der Menschen und Zauberer irgendwie merkwürdig werden ließ.
„Endlich." Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich jetzt endlich nach Hause gehen dürfte. Ein Lächeln erschien auf meinen Lippen, wenn ich daran dachte, gleich in meiner Badewanne zu liegen und den Rest des Tages noch ein wenig zu entspannen.
Gerade, als ich mich auf den Weg machen wollte, kam eine meiner Kolleginnen auf mich zu, was mich schon seufzen ließ, wusste ich, dass sie sicherlich nicht so abgehetzt auf mich zu kommen würde, würde sie sich nur verabschieden wollen. Sie musste nichts sagen, denn ich verstand schon so. „Zimmer?", fragte ich schließlich nur, während ich meine Tasche wieder abstellte. „16.", antwortete sie knapp, während auf ihrem Gesicht ein entschuldigender Ausdruck lag. Ich schenkte ihr ein Lächeln, konnte sie schließlich nichts dafür.
In der Hoffnung, dass ich diesen Fall schnell hinter mich bringen würde, betrat ich das Patientenzimmer, in dem sich ein älterer Herr befand. „Mr. Wilson.", sagte ich im freundlichen Ton. „Was kann ich für sie tun?" Auch wenn der Mann schon zum dritten Mal für heute hier war, blieb ich freundlich. Er war schon etwas in die Jahre gekommen und er mochte es, wie er hier behandelt wurde, weswegen er sich immer wieder neue Sachen einfallen ließ, um hier aufschlagen zu können. Irgendwie süß. Irgendwie aber nur. Gerade als er mir schildern wollte, was es denn diesmal war, öffnete sich die Tür. Ich nahm meinen Blick vom Patienten, um zu dieser zu schauen, sicherlich war dies nur ein Kollege, der mir etwas sagen wollte, würde sonst niemand einfach ein Patientenzimmer betreten, doch schlagartig änderte sich mein Gesichtsausdruck. Mein Lächeln verschwand und machte Platz für einen Blick, den ich von mir selbst nicht kannte.
Statt eines Kollegen kam nämlich Tess in das Zimmer. Ich brauchte eine Sekunde um zu realisieren, was los war...
Ich schüttelte den Kopf, mehrmals. Nein, das konnte nicht sein. Mr. Wilson war vollkommen aus meinem Gedächtnis gelöscht wurden. Ich spürte, wie sich ein Klos in meinem Hals bildete, während ich auf Tess zu ging. Ich hörte ihre Worte wie durch Watte. Zu spät? Diese Worte hallten in meinem Kopf wider. Als ich sie erreicht hatte, hob ich meine zitternde Hand, um sie auf den leblosen Körper zu legen. Nein, das durfte nicht sein. Ich hatte das Gefühl, dass mir jemand mit bloßen Händen das Herz aus der Brust riss und es auf dem Boden zerschmetterte. In meinem Kopf überschlug sich plötzlich alles. Matthew. Ich wurde von meinen Gefühlen überrumpelt, während Tränen über meinen Wangen liefen. NEIN!, schrie plötzlich etwas in mir und mein Gesichtsausdruck änderte sich ein weiteres mal.
„Ich brauche hier jemanden!", schrie ich Richtung Flur. Ein paar andere Heiler betraten den Raum. Mr. Wilson wurde aus dem Raum gebracht, um Platz für Matthew zu machen, der Tess abgenommen wurde, um ihn auf das Untersuchungsbett zu legen. Ich funktionierte fast wie ein Roboter, der von jemand anderem gesteuert wurde. Ich blendete einfach aus, dass das hier vor mir mein Sohn war, der vielleicht gar nicht mehr am Leben war.
„Tess, was ist passiert?", fragte ich schließlich, während ich einen Zauberspruch nach dem anderen an Matthew anwand. „TESS!", fuhr ich meine Frau an. Ich musste wissen, was mit ihm gemacht wurde. Das Mädchen, welches zusammen mit Tess hier her gekommen war, hatte ich überhaupt nicht wahrgenommen. Für mich zählte gerade nur eins: das Leben meines Sohnes.

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Tess

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Beiträge: 26

Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Tess am 08.06.2018 19:01

Den Blick, den mir meine Frau zuwarf hatte ich vorher noch nie bei ihr gesehen & bereitete mir eine unangenehme Schauder, die langsam meinen Rücken runter rieselte. Hatte ich sie etwa gerade enttäuscht? Langsam aber sicher gab ich mir die Schuld an der ganzen Misere. Mir hätte doch auffallen müssen, dass etwas mit Matthew war, schließlich meldete er sich wöchentlich. Bei Ida musste ich mir weniger Sorgen machen. Sie wusste, wie sie mich auf Abstand halten konnte. Wäre ich doch nur eher da gewesen, dann würde es Matthew gut gehen & auch den anderen Kindern...Als andere Heiler in das Zimmer stürmten, zuckte ich kurz zusammen. Höchst widerwillig überließ ich ihnen meinen Sohn. Fassungslos sah ich dabei zu, wie sie wild umherwuselten, ohne irgendeinen Plan, so kam es jedenfalls rüber. Ich legte meine Hand auf den Mund, um ein weiteres Schluchzen zu unterdrücken. Mehrmals schüttelte ich den Kopf & in diesem ploppten immer wieder die Bilder von den vergangenen Minuten auf. Todesser, die Kinder folterten, mich angriffen & dann wie Feiglinge flüchteten. Und dann war da noch Matthew. Matthew, der regungslos auf dem Boden lag, begleitet von der nicht aufhörend wollenden Stimme. ''Er ist tot, er ist tot, er ist tot'', hallte es immer wieder in meinen Gedanken. 
Erst, als Josy mich von der Seite aus anfuhr wurde ich wieder ins Hier & Jetzt zurück katapultiert, dennoch dauerte es ein paar Sekunden, bis ich ihr überhaupt antworten konnte.
,,Ich, Josy...Todesser..,'' unterbrach ich den Satz um erstmal tief Luft zu nehmen, ehe ich fortfuhr. ,,Sie entführten Schüler, darunter auch Matt, als ich eintraf, war er bereits in diesem Zustand...'' Ich weigerte mich die Worte des Todesser zu widerholen, geschweige denn das Wort tot in den Mund zu nehmen.
,,Du musst ihm helfen...'' Mit diesen Worten ließ ich die Last, die ohnehin schon schwer genug war, auf ihren Schultern noch schwerer werden. Ich konnte nicht zu spät sein, ich durfte es einfach nicht!

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Ida

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Beiträge: 243

Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Ida am 09.06.2018 14:48

Ich war erleichtert, als wir endlich los ins St. Mungo konnten. Der Reise mit dem Portschlüssel schenkte ich kaum Beachtung. Das ziehen in meinem Bauch durch das herumgewirbele war nichts im Vergleich zu dem Ziehen in meiner Brust. Obwohl ich mir sicher war, dass es Matti gut ging. Er brauchte mich jetzt ganz dringend.
Als wir ankamen, trennten sich unsere Wege schnell. Emmeline wurde in eine ganz andere Richtung als wir geführt und Professor Hall blieb zurück.
Der Heiler der uns führte hatte ein gutes Pokerfae, aber nicht gut genug. Man merkte wie er versuchte seine Maske zu wahren aber er wirkte so steif und bemüht, dass ich es langsam doch mit der Angst bekam. Ich warf Ilian immer wieder beunruhigte Blicke zu und jetzt in diesem Moment vermag nicht einmal er mich zu beruhigen. Endlos viele Schritte später kamen wir zu einem Raum. Die Tür war geöffnet, viele Heiler wuselten herum und als ich selbst mir meinen Weg in das Zimmer kämpfte, konnte ich die Stimmen meiner Moms vernehmen. Ich fand mich plötzlich in einer verdrehten Welt voller Chaos wieder. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht.
Ich hörte auf zu rennen und blieb wie angewurzelt stehen, während ich zuerst in das Gesicht von Josy und dann von Tess blickte. Die Ausdrücke auf ihren Gesichtern ließ die Panik in mir erneut aufflammen. Ich stürzte wieder nach vorne und erhaschte einen Blick auf das Krankenbett in der Mitte des Raumes. Matti. Zuerst war ich erleichtert. Es sah aus als würde er schlafen. Sicher, er hatte Verletzungen aber er wirkte friedlich, schmerzbefreit. Ich war schnell an seiner Seite, neben Heilern die sich ebenfalls über ihn beugten und ihn untersuchten. Aber irgendwas stimmte nicht. Keiner schien irgendwas zu unternehmen, seine Verletzungen zu untersuchen oder ihn an irgendwelche Geräte anzuschließen, wie es doch üblich war. Ich riss den Blick von ihm los und sah zu meinen Moms. "Was ist denn los???" fragte ich ein bisschen zu laut und ein bisschen zu schrill. Ich wollte, dass mir jemand sagte was hier nicht stimmte.

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Amelia

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Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Amelia am 09.06.2018 15:02

//Steht komplett verstört in einer Ecke und lässt sich nicht wegbringen geschweige denn anfassen//

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Ilian

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Beiträge: 228

Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Ilian am 09.06.2018 15:17

Mein Kopf war wie leer gefegt, als wir durch die Krankenhausgänge gingen. Emmeline wurde bereits weggeführt, und der Heiler der uns begleitete versuchte verkrampft seinen neutralen Gesichtsausdruck zu bewahren. Warum sagte uns nicht endlich jemand, dass Matt in Ordnung war? Wieso diese verdammte Stille?
Als wir endlich in Matts Zimmer gelassen wurden blieb ich dicht hinter Ida stehen. Egal was uns erwartete, ich war mir sicher dass sie jetzt Unterstützung brauchte. Aber ich hatte mir garkeine Gedanken darüber gedacht, was Matts Anblick in mir auslösen würde. Die ganzen Bilder, die auf einmal auf mich einprasselten, raubten mir den Atem. Ida, die wie angewurzelt stehen blieb; ihre Mütter, die irgendwelche Worte aussprachen, die in meinem Kopf nicht ankamen; Amelia, die alleine in einer Ecke stand und aussah, als hätte ihr jemand das Herz herausgerissen; und zum Schluss Matt, der von Heilern umringt in seinem Bett lag. Und der Anblick fühlte sich an wie ein Tritt in den Magen. Es war nicht Sam, der gestorben war. Es war Matt. Das war der einzige logische Grund, warum die Heiler nichts taten, um ihn zu versorgen. Sie standen nur um ihn herum und diskutierten, ohne ihn großartig zu berühren. 
Es war Matt gewesen. Ich wollte zu Ida und mich vergewissern, dass es ihr gut ging, aber ich konnte mich nicht von der Stelle bewegen. Mein bester Freund war tot. Er war gestorben. Tatsächlich gestorben. Und ich hätte ihn aufhalten können, wenn ich schneller reagiert hätte. Ich holte zitternd los und stieß ein trockenes Schluchzen hervor, während ich einen Schritt zurück und gegen die Wand taumelte, als eine Heilerin sich an mir vorbei in den Raum quetschte.

 
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Josephine

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Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Josephine am 09.06.2018 15:33

Tess' Worte in der Hektik und dem Getümmel zu verstehen, war gar nicht so leicht. „Seid still!", fuhr ich meine Kollegen an. So einen Ton waren sie von mir nicht gewohnt, weswegen sie mich auch erstmal entsetzt anstarrten. Hier ging es nicht um irgendein Leben, hier ging es um meine Familie. Um mein Kind. Ich musste hören, was Tess zu sagen hatte.
Ich hatte das Gefühl mir würde das Herz stehen bleiben, als sie Todesser erwähnte. Ich bekam jeden Tag Fälle, die durch Todesserhand geschehen waren, es nun aber am eigenen Leib zu spüren, war wieder etwas ganz anderes. Wie? Matthew war auf Hogwats, genauso wie Ida, wie konnten sie in die Fänge dieser Monster geraten? Dumbledore. Wie konnte er das zulassen?
Ich schüttelte den Kopf. Ich durfte nicht weiter daran denken, das würde mich zu sehr ablenken. Ich musste mich jetzt um Matty kümmern. Jetzt durfte ich nicht versagen. Nicht hier.
‚Du musst ihm helfen.' Auch wenn es schon längst wieder hektisch geworden war, hatte ich die Worte meiner Frau genau gehört, als hätte sie mir diese ins Ohr gesagt. Ich würde ihm helfen und wenn dies das letzte war was ich tun würde!
Ich griff nach einer Phiole, dessen Inhalt ich Matthew mithilfe meines Zauberstabes einflößte. Keiner der Anwesenden wusste, was genau er hatte und wie wir ihn behandeln sollten, weswegen ich einfach mutmaßte, welche Flüche wohl angewendet worden waren. Mir eingestehen, dass ich wirklich keine Ahnung hatte, was mit ihm war, das wollte ich nicht.
Immer weniger Optionen blieben offen und Matthew hatte noch auf keine einzige Behandlung angeschlagen. Kein Zauber hatte irgendwas bei ihm verändert. Ich weigerte mich weiterhin mir etwas einzugestehen, was ich nicht wahr haben wollte, so blendete ich alles um mich herum aus. Ich wollte nichts von dem hören, was meine Kollegen sagten. Wollte nicht in das Gesicht von Tess schauen.
Es war die Stimme von Ida, die plötzlich in mein Ohr drang und mich wieder in das hier und jetzt katapultierte. Ich verharrte in meiner Bewegung, mein Blick immer noch auf Matthew gerichtet. Schließlich spürte ich die Hand einer Kollegin an meiner Schulter, die versuchte meine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. „Nein!", fuhr ich sie nur an und versuchte ihre Hand abzuschütteln. „Wir sind hier noch nicht fertig. ICH bin hier noch nicht fertig!"
Ein weiterer Kollege versuchte mich davon abzuhalten weiter zu machen. „Das hier ist MEIN Sohn, versteht ihr denn nicht?! Das ist MEIN Kind!" Ich konnte das nicht. Ich konnte mir nicht eingestehen, dass es zu spät war. Es DURFTE einfach nicht zu spät sein! „Josy, es ist zu spät. Wir können nichts mehr für ihn tun." - Diese Worte brachten mich schließlich dazu aufzuhören. Tot? Mein Sohn? Tot? Ich war unfähig etwas zu tun. Mein Blick lag nur auf Matthew, bis mir einfiel, dass ich noch ein anderes Kind und eine Frau hatte, die hier anwesend waren. Langsam verließen die anderen Heiler den Raum und schlossen die Tür.
„Nein..", flüsterte ich nur, während mir unkontrolliert die Tränen über meine Wangen liefen. „Nein..."

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Tess

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Re: Fluchschäden und Zauberunfälle

von Tess am 10.06.2018 16:55

Ich stolperte zurück, als das Gewusel um Matthwes Bett noch hektischer wurde & stand teilnahmslos rum. Stur fixierte ich einen Punkt an der Wand, nur, um nicht in das Gesicht von meiner Frau oder meinem Sohn blicken zu müssen, da ich darin nur eines lesen konnte. Totales Versagen. Ich versagte dabei meine Familie vor allem Bösen zu schützen, brach mein Versprechen, immer für sie zu sorgen & sie glücklich zu machen. Wie konnte es sein, dass ich heute morgen noch mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht mit Teddy im Wald rumtobte & nun jegliches Gefühl der Freude aus mir rausgelöscht wurde, so, als würde es nie wieder zurück kommen?
Wieso ignorierte ich mein Bauchgefühl, das mich schon seit ein paar Tagen quälte gekonnt, weil ich keine Antwort von Matthew auf meinen Brief erhielt?
Ich blendete das Geschehen um mich herum aus, ging noch einmal die Szenarien der letzten Stunden durch, denn offenbar wusste hier niemand wie man meinem Sohn helfen konnte. Egal wie oft ich mir den Kopf darüber zermarterte, ich kam auf keine Lösung, jediglich die Stimme des Todesser begleitet mich unaufhörlich. 
Plötzlich schwang die Tür des Zimmer auf. Bei Merlin, nein! Wie hatte sie davon erfahren? Bevor ich überhaupt reagieren konnte, rannte Ida an Matthews Bett. Wieso tat niemand mehr was, um Matthew zu helfen? Josys erhobene Stimme, die Tonlage von dieser, ließ mich endgültig brechen. Was hatte ich da meiner kleinen Familie bloß angetan. Wiederholt schüttelte ich den Kopf. Sicher war das nur einer diesen fiesen Alpträume, die sich real anfühlten, denn das alles hier konnte unmöglich wahr sein. Bestimmt wachte ich gleich von dem ekelhaften Klingeln des Weckers auf. Doch da war kein Klingeln, hier war nur Leid, Verlust & pure Zerstörung. Erst bei den Worten ''es ist zu spät'' & ''wir können nichts mehr für ihn tun'', hob ich meinen Blick. All die Hoffnung, die noch vorhanden war, wurde im Keim erstickt, denn es war nun offiziell. Matthew war tot & niemand konnte dies ändern. Ein undefinierbares, man konnte es dennoch mit purem Ekel assozieren, Gefühl machte sich in mir breit, es war so, als würde ich mich jeden Moment übergeben müssen. Jedoch durfte ich mich nicht weiter davon leiten lassen, ich musste irgendwas für Josy & Ida tun, weshalb ich wieder an Matthews Bett trat. ,,Es tut mir Leid,'' sprach ich an meine Tochter & meine Frau gerichtet, ehe ich deren Hände nahm, um sie in eine Umarmung zu ziehen. Das noch Matthews bester Freund & Freundin im Raum waren, bekam ich unter diesen Umständen natürlich nicht mit. Ich sah direkt in das Gesicht meines Sohnes. Er sah friedlich aus, als würde es ihm gut gehen. Ich biss die Zähne zusammen. In diesem Moment schwor ich mir den Todesser, der für all das hier verantwortlich war, ausfindig zu machen und...Ja, ich würde ihn dafür töten wollen!

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