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Re: Fluchschäden und Zauberunfälle
from Josephine on 06/09/2018 03:33 PMTess' Worte in der Hektik und dem Getümmel zu verstehen, war gar nicht so leicht. „Seid still!", fuhr ich meine Kollegen an. So einen Ton waren sie von mir nicht gewohnt, weswegen sie mich auch erstmal entsetzt anstarrten. Hier ging es nicht um irgendein Leben, hier ging es um meine Familie. Um mein Kind. Ich musste hören, was Tess zu sagen hatte.
Ich hatte das Gefühl mir würde das Herz stehen bleiben, als sie Todesser erwähnte. Ich bekam jeden Tag Fälle, die durch Todesserhand geschehen waren, es nun aber am eigenen Leib zu spüren, war wieder etwas ganz anderes. Wie? Matthew war auf Hogwats, genauso wie Ida, wie konnten sie in die Fänge dieser Monster geraten? Dumbledore. Wie konnte er das zulassen?
Ich schüttelte den Kopf. Ich durfte nicht weiter daran denken, das würde mich zu sehr ablenken. Ich musste mich jetzt um Matty kümmern. Jetzt durfte ich nicht versagen. Nicht hier.
‚Du musst ihm helfen.' Auch wenn es schon längst wieder hektisch geworden war, hatte ich die Worte meiner Frau genau gehört, als hätte sie mir diese ins Ohr gesagt. Ich würde ihm helfen und wenn dies das letzte war was ich tun würde!
Ich griff nach einer Phiole, dessen Inhalt ich Matthew mithilfe meines Zauberstabes einflößte. Keiner der Anwesenden wusste, was genau er hatte und wie wir ihn behandeln sollten, weswegen ich einfach mutmaßte, welche Flüche wohl angewendet worden waren. Mir eingestehen, dass ich wirklich keine Ahnung hatte, was mit ihm war, das wollte ich nicht.
Immer weniger Optionen blieben offen und Matthew hatte noch auf keine einzige Behandlung angeschlagen. Kein Zauber hatte irgendwas bei ihm verändert. Ich weigerte mich weiterhin mir etwas einzugestehen, was ich nicht wahr haben wollte, so blendete ich alles um mich herum aus. Ich wollte nichts von dem hören, was meine Kollegen sagten. Wollte nicht in das Gesicht von Tess schauen.
Es war die Stimme von Ida, die plötzlich in mein Ohr drang und mich wieder in das hier und jetzt katapultierte. Ich verharrte in meiner Bewegung, mein Blick immer noch auf Matthew gerichtet. Schließlich spürte ich die Hand einer Kollegin an meiner Schulter, die versuchte meine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. „Nein!", fuhr ich sie nur an und versuchte ihre Hand abzuschütteln. „Wir sind hier noch nicht fertig. ICH bin hier noch nicht fertig!"
Ein weiterer Kollege versuchte mich davon abzuhalten weiter zu machen. „Das hier ist MEIN Sohn, versteht ihr denn nicht?! Das ist MEIN Kind!" Ich konnte das nicht. Ich konnte mir nicht eingestehen, dass es zu spät war. Es DURFTE einfach nicht zu spät sein! „Josy, es ist zu spät. Wir können nichts mehr für ihn tun." - Diese Worte brachten mich schließlich dazu aufzuhören. Tot? Mein Sohn? Tot? Ich war unfähig etwas zu tun. Mein Blick lag nur auf Matthew, bis mir einfiel, dass ich noch ein anderes Kind und eine Frau hatte, die hier anwesend waren. Langsam verließen die anderen Heiler den Raum und schlossen die Tür.
„Nein..", flüsterte ich nur, während mir unkontrolliert die Tränen über meine Wangen liefen. „Nein..."
I H A V E L O V E D Y O U F O R A T H O U S A N D Y E A R S
I ' L L L O V E Y O U F O R A T H O U S A N D M O R E

Heart beats fast. Colors and promises. How to be brave? How can I love when I'm afraid to fall? But watching you stand alone. All of my doubt suddenly goes away somehow. One step closer. I have died every day waiting for you. Darling, don't be afraid. I have loved you for a thousand years. I'll love you for a thousand more. Time stands still. Beauty in all she is. I will be brave. I will not let anything take away. What's standing in front of me. Every breath. Every hour has come to this. One step closer. I have died every day waiting for you.
Re: Fluchschäden und Zauberunfälle
from Josephine on 06/06/2018 09:37 PMMit einer Hand fuhr ich mir über mein müdes Gesicht. Der Tag heute war anstrengend. Mehr als das sogar. Egal welcher Fall heute reinkam, er war immer alles andere als einfach gewesen. Sonst hatten wir solche Fälle nur an Vollmond - der Menschen und Zauberer irgendwie merkwürdig werden ließ.
„Endlich." Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich jetzt endlich nach Hause gehen dürfte. Ein Lächeln erschien auf meinen Lippen, wenn ich daran dachte, gleich in meiner Badewanne zu liegen und den Rest des Tages noch ein wenig zu entspannen.
Gerade, als ich mich auf den Weg machen wollte, kam eine meiner Kolleginnen auf mich zu, was mich schon seufzen ließ, wusste ich, dass sie sicherlich nicht so abgehetzt auf mich zu kommen würde, würde sie sich nur verabschieden wollen. Sie musste nichts sagen, denn ich verstand schon so. „Zimmer?", fragte ich schließlich nur, während ich meine Tasche wieder abstellte. „16.", antwortete sie knapp, während auf ihrem Gesicht ein entschuldigender Ausdruck lag. Ich schenkte ihr ein Lächeln, konnte sie schließlich nichts dafür.
In der Hoffnung, dass ich diesen Fall schnell hinter mich bringen würde, betrat ich das Patientenzimmer, in dem sich ein älterer Herr befand. „Mr. Wilson.", sagte ich im freundlichen Ton. „Was kann ich für sie tun?" Auch wenn der Mann schon zum dritten Mal für heute hier war, blieb ich freundlich. Er war schon etwas in die Jahre gekommen und er mochte es, wie er hier behandelt wurde, weswegen er sich immer wieder neue Sachen einfallen ließ, um hier aufschlagen zu können. Irgendwie süß. Irgendwie aber nur. Gerade als er mir schildern wollte, was es denn diesmal war, öffnete sich die Tür. Ich nahm meinen Blick vom Patienten, um zu dieser zu schauen, sicherlich war dies nur ein Kollege, der mir etwas sagen wollte, würde sonst niemand einfach ein Patientenzimmer betreten, doch schlagartig änderte sich mein Gesichtsausdruck. Mein Lächeln verschwand und machte Platz für einen Blick, den ich von mir selbst nicht kannte.
Statt eines Kollegen kam nämlich Tess in das Zimmer. Ich brauchte eine Sekunde um zu realisieren, was los war...
Ich schüttelte den Kopf, mehrmals. Nein, das konnte nicht sein. Mr. Wilson war vollkommen aus meinem Gedächtnis gelöscht wurden. Ich spürte, wie sich ein Klos in meinem Hals bildete, während ich auf Tess zu ging. Ich hörte ihre Worte wie durch Watte. Zu spät? Diese Worte hallten in meinem Kopf wider. Als ich sie erreicht hatte, hob ich meine zitternde Hand, um sie auf den leblosen Körper zu legen. Nein, das durfte nicht sein. Ich hatte das Gefühl, dass mir jemand mit bloßen Händen das Herz aus der Brust riss und es auf dem Boden zerschmetterte. In meinem Kopf überschlug sich plötzlich alles. Matthew. Ich wurde von meinen Gefühlen überrumpelt, während Tränen über meinen Wangen liefen. NEIN!, schrie plötzlich etwas in mir und mein Gesichtsausdruck änderte sich ein weiteres mal.
„Ich brauche hier jemanden!", schrie ich Richtung Flur. Ein paar andere Heiler betraten den Raum. Mr. Wilson wurde aus dem Raum gebracht, um Platz für Matthew zu machen, der Tess abgenommen wurde, um ihn auf das Untersuchungsbett zu legen. Ich funktionierte fast wie ein Roboter, der von jemand anderem gesteuert wurde. Ich blendete einfach aus, dass das hier vor mir mein Sohn war, der vielleicht gar nicht mehr am Leben war.
„Tess, was ist passiert?", fragte ich schließlich, während ich einen Zauberspruch nach dem anderen an Matthew anwand. „TESS!", fuhr ich meine Frau an. Ich musste wissen, was mit ihm gemacht wurde. Das Mädchen, welches zusammen mit Tess hier her gekommen war, hatte ich überhaupt nicht wahrgenommen. Für mich zählte gerade nur eins: das Leben meines Sohnes.
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