Vergengenheitsplay » 24

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Cosimo
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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Cosimo am 27.11.2018 11:23

„Hast du Lust ein bisschen am See zu laufen? Von dem Stehen tun mir immer so schnell die Beine weh" sagte ich und lachte ein bisschen da es so klang als wäre ich schon alt. Ich ging vor und lief langsam zum Rand des Sees.
„Seit ich denken kann, verbringe ich mit meinen Eltern und meinen Geschwistern die Sommerferien in der Nähe von Florenz bei meinen Großeltern" erzählte ich ihr. „Der Dom ist wirklich toll, obwohl ich mittlerweile die Abende am Ufer des Arnos noch schöner finde" sagte ich und grinste. Ich nippte ebenfalls an meinem Getränk bevor ich weiter sprach.
„Ich dachte, dass du irgendwie viel schüchterner und zurückhaltender bist" gab ich verlegen zu.
„Ich dachte mehr, dass du jemand bist, der sich nur für die Schule interessiert und sonst eigentlich für nichts" fuhr ich fort und ließ scherzhaft mein Kopf sinken und lachte etwas.
„Aber anscheinend hab ich dich da wohl ganz falsch eingeschätzt. Mit dir scheint man wirklich Spaß zu haben" gab ich wieder zu und lächelte sie an. Sie überraschte mich und es war erfrischend, nach so vielen Jahren das Gefühl zu haben in Hogwarts jemanden im gleichen Alter neu kennen lernen zu können.
Während ich neben ihr her lief blickte ich sie immer wieder an. Sie war wirklich hübsch und ich merkte, wie sie mich immer nervöser machte. Normalerweise wurde ich kaum nervös aber dieses Mädchen schaffte es.

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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Dorcas am 02.12.2018 22:44

»Ja das klingt gut. Bei anderen ist es oft anders. Ihnen tun die Beine weh, wenn sie zu viel gehen.«
Ich kicherte dabei ein klein wenig. Hoffentlich klang ich dabei nicht wie ein kleines Kind. Gedanken machte ich mir darüber aber auch keine. Sollten andere doch denken was sie wollten. Meine Mum hat mir immer gesagt, dass ich mich nicht mit anderen vergleichen soll und das ich auf das Gerede von anderen nicht hören soll. Sie hat recht. Wie eigentlich meistens. Wenn sie nicht recht hatte, sollte man sie aber besser in dem Glauben lassen, dass sie es hatte.
»Ach wie toll. Ich habe leider keine Verwandte im Ausland. Das stelle ich mir echt schön vor. Vielleicht zeigst du mir die Ufer mal?«
Die Bowle leistete wohl ihren Dienst, denn ich wurde mittlerweile echt locker.
»Bin ich eigentlich nicht. Aber ich dränge mich ungern auf. Wahrscheinlich könnte ich wirklich mehr aus mir herauskommen, aber so bin ich eben nicht«, sagte ich.
Recht hatte er auch in gewissen Maßen.
»Schule ist mir schon wichtig. Meine Freunde aber auch. Ich bin nicht so gut darin andere kennenzulernen. Selten spreche ich jemanden von mir aus an. So bin ich einfach nicht.«
Wahrscheinlich zeigte ich gerade nur meine schlechten Seiten auf. Sollte man nicht eigentlich besser im Positiven über einen selbst reden? Ich tat das in jedem Fall gerade nicht.
Es hatte zu dämmern begonnen und der See sah wirklich fantastisch aus. Seltsamerweise war das sogar romantisch, auch wenn dies natürlich nichts zu Sache tat.
»Wie viele Geschwister hast du eigentlich? Du hattest sie eben erwähnt.«

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Cosimo
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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Cosimo am 05.12.2018 13:01

Wir hatten uns schon ein paar Schritte von der Party und den anderen entfernt und die Musik wurde immer leiser. Langsam hörte man die zirpenden Grillen aus den Wiesen. Der von den letzten Sonnenstrahlen bunt gefärbte Himmel spiegelte sich in der Wasseroberfläche des Sees und ließ den Moment noch viel besonderer wirken. Langsam steuerte ich auf den Steg zu.
Dorcas war wirklich interessant und ich fragte mich, weshalb sie mir nicht schon früher aufgefallen war. Ich hätte nichts dagegen wenn wir uns etwas näher kennen lernen könnten. Auch ich musste grinsen als sie kicherte. Mit ihren Sommersprossen sah das ausgesprochen süß aus. „Du sprichst also selten jemand an" fragte ich grinsend und zwinkerte ihr zu als ich den Steg betrat. Ich lief ein Stück mit ihr den Steg hinauf. „Das sah vorhin aber ein bisschen anders aus" neckte ich sie etwas und grinste weiter. Ich setzte mich an den Rand des Steges und ließ die Füße baumeln, stellte mein Glas neben mir ab und hob ihr die Hand hin, damit ich ihr helfen konnte sich ebenfalls hinzusetzen. „Genau deswegen war ich vorhin etwas erstaunt, als du mich so plötzlich angesprochen hast. Mittlerweile muss ich echt sagen, dass es schade ist, dass ich dich nicht vorher mal angesprochen hab" gab ich zu und schmunzelte. Das waren genug Geständnisse für den Moment, weshalb ich das Thema wechselte. „ Ich hab einen großen Bruder und eine kleine Schwester. Eigentlich wäre sie auch gerade in Hogwarts aber meine Eltern haben sie nach Boubaton geschickt. Ihnen ist es in England zu unsicher. Eigentlich sollte ich auch woanders hingehen aber ich hab meine Freunde hier und meine Schwester hat erst letztes Jahr angefangen, da musste sie nicht an zwei Schulen neu anfangen" erzählte ich dann in Gedanken. Ich vermisste meine Geschwister sehr aber umso mehr freute ich mich schon sie in den Ferien wieder zu sehen.
Die Lichter und die leise Musik, die von hier aus über den See zusehen waren machten die Stimmung mittlerweile ziemlich romantisch obwohl ich das nicht beabsichtigt hatte. Noch nicht.
„Hast du eigentlich auch Geschwister?" fragte ich neugierig als ich meinen Blick über den See scheifen ließ. „Ich warne dich aber vor. Die Ufer in Florenz sind wahrscheinlich noch romantischer als dieser Blick hier gerade" sagte ich grinsend. Ich wollte sie ein bisschen testen. Es war wirklich schwer sie einzuschätzen. Wieso hatte sie mich vorhin so plötzlich angesprochen wenn es eigentlich gar nicht zu ihr passte.

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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Dorcas am 05.12.2018 17:40

Ich wurde leicht rot.
»Immerhin hast du mich die ganze Zeit immer wieder angesehen. Das ist ja dann doch was anderes.«
Sonst hätte ich ihn sicherlich nicht angesprochen. Nervös fuhr ich mir durch die Haare. Bei seinem nächsten Satz wurde ich, wenn dies möglich war, noch roter im Gesicht. Wahrscheinlich passte meine Gesichtsfarbe gerade perfekt zu meinen Haaren.
»Hättest du machen können«, flüsterte ich beinahe schon.
Ich wurde selten angesprochen. Ich glaubte nicht, dass ich hässlich war. Andere Mädchen spielten sich nur mehr in den Vordergrund. Ich versuchte nicht daran zu denken, doch es gelang mir nicht. Warum hätte er sich für mich interessieren sollen? So besonders war ich nicht. Ich war wohl eher normal.
»Ob es in Frankreich sicherer ist, denke ich eher nicht. Im Moment spielt ja die ganze Welt verrückt.«
Immer mehr hörte man von den Todessern. Mir machte das sichtlich Angst. Zum Glück war ich keine Muggelgeborene, denn die wurden im Moment eher verfolgt als sie selbst. Dennoch musste man Angst haben, dass sie einen rekrutieren wollten und man sollte nicht nein sagen. Ich würde es aber nicht wollen. 
»Du bist sicher aber auch nicht so froh darüber, dass du deine Geschwister kaum siehst? Ich kann das wahrscheinlich nur teilweise nach empfinden. Denn ich habe keine Geschwister, um auf deine Frage zu antworten. Ich hätte gerne welche, aber nach mir hat es nicht mehr geklappt und na ja.«
Es war aber auch nicht so schlecht ein Einzelkind zu sein. Nur manchmal wäre es sicher schöner noch Geschwister zu haben.
»Was romantisch?«
Sofort merkte ich wieder wie meine Wangen heiß wurden.
»Na das macht uns doch nichts aus.«
Ich versuchte locker zu klingen, dass gelang mir aber sicher mal wieder nicht.

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Cosimo
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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Cosimo am 11.12.2018 21:04

Auf das Thema der Todesser, ging Cosimo nicht weiter ein. Es war nicht so, dass es ihn nicht interessierte oder es nicht für wichtig hielt, sondern er wollte diesen wunderschön romantischen Moment nicht dadurch zerstören. Stattdessen bemerkte ich, wie Dorcas Wangen immer wieder erröteten. Es war wirklich süß, dass ihre Reaktionen so offensichtlich waren. ´... romantisch?´ dachte er sich und bemerkte erst jetzt, wie er gerade die Situation hier auf dem Steg als romantisch bezeichnet hatte. Nun wurde auch er rot und sah verlegen wieder auf das Wasser und zur Feier hinüber. „Du bist mir eben noch nie so aufgefallen wie heute. Ich musste wirklich zweimal hinsehen bis ich mir sicher war das du es warst" dachte er laut und grinste. „Ich würde mich wirklich freuen dich in Florenz zu treffen. Die Sommerferien werden schnell ziemlich einsam, wenn man sonst ein Leben in so einem Schloss gewöhnt ist" sagte ich lächelnd. Auf einmal hörte er wie einige seiner Freunde etwas riefen. Wahrscheinlich suchten sie ihn und konnten ihn nicht finden, da es mittlerweile dunkel geworden war und sie mehr oder weniger auf dem See saßen.
„Ich glaub wir sollten mal wieder zurück. Deine Freundinnen suchen dich bestimmt auch schon" schlug er vor und trank sein Glas leer. Er stand auf und hob ihr wieder die Hand hin um ihr hochzuhelfen. „Ich würde natürlich viel lieber länger mit dir hier sitzen und mich mit dir allein und in Ruhe unterhalten aber vielleicht können wir das ja in Italien nachholen" lächelte er sie an. 

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Cosimo
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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Cosimo am 28.12.2018 14:58

(Wir springen hier mal um ein paar Wochen)


Die Sommerferien waren schon weit fortgeschritten und ich genoss die Zeit in Italien. Meistens half ich meinem Großvater in den Weinbergen oder Stand mit meiner Großmutter in der Küche um frische Pasta zuzubereiten. Es war eigentlich eine fabelhafte Zeit aber etwas nervte mich. Ich hatte Dorcas an unserer Schuljahresabschluss Party richtig kennen gelernt. Ich fand sie plötzlich sehr interessant und ziemlich hübsch und wenn ich an sie dachte kribbelte es überall in mir. Eigentlich wollten wir uns hier in der Toskana in den Ferien treffen aber hatten vollkommen vergessen unsere Adressen dort auszutauschen. Der Gedanke, ihr nicht schreiben zu können und sie deshalb nicht sehen zu können frustrierte mich und das ließ ich leider auch meine Familie spüren. Irgendwann nahm meine Großmutter mich deshalb mit nach Florenz. Sie meinte der Trubel der Stadt würde mich vielleicht auf andere Gedanken bringen.
Der Sommer in der Toskana war heiß und in den ländlicheren Gebieten durchaus erträglich. In der Stadt dagegen stand die Luft und man konnte die Straßen nur früh morgens oder spät abends betreten. Der Weg von unserem Hof in die Stadt war nicht weit und mit dem Fahrrad in kurzer Zeit erreichbar. An diesem Morgen musste meine Nana auf den Markt und Gewürze kaufen, wozu ich sie begleiten durfte und wir nahmen den Bus. In Florenz auf dem Markt angekommen verabschiedete sich meine Nana von mir und sagte, ich solle mich ruhig allein umsehen und wir machten eine Uhrzeit aus, zu der wir uns wieder treffen wollten. Ich schlenderte also zwischen den Ständen und betrachtete die Waren. Es war laut und überall priesen Marktschreier ihre Waren an. Zwischen den Lebensmitteln und Gewürzen gesellten sich auch einige Stände mit kleinen Souvenirs und anderen hübschen Sachen. An einem Stand entdeckte ich dabei ein paar schöne Tücher und nahm mir vor für Dorcas und Rose jeweils eins zu kaufen. Wenn ich Dorcas schon nicht hier treffen konnte, wollte ich ihr wenigstens ein Andenken mitbringen. Die Tücher waren bunt mit schönen gewebten Mustern und ich konnte mich kaum entscheiden welches ihr für welche meiner Lieblingsmädchen kaufen sollte. Als ich mich entschieden hatte, begann ich mit dem Verkäufer zu feilschen, wobei ich extra mein bestes italienisch auspackte um einen guten Preis zu bekommen.

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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Dorcas am 30.12.2018 13:52

Das Wetter und das Klima waren hier traumhaft. Ein wenig braun war ich schon geworden. Die Zeit hier genoss ich in vollen Zügen: ich ging baden, in der Sonne, im Meer oder in unserem Pool, stopfte jede Menge Eis in mich hinein und tat einfach mal nichts oder das worauf ich Lust hatte. Heute war ich mit meinen Eltern auf einen Markt gefahren. Ein paar Andenken hatte meine Mutter schon gefunden. 
»Kann ich mich etwas alleine umsehen?«
Meine Eltern nickten und machten mit mir einen Treffpunkt aus. Endlich konnte ich etwas alleine losziehen. Ein bisschen Geld hatte ich mitgenommen. Auch ich wollte gerne noch ein Andenken haben. Allerdings nicht so ein Touristen Mist. Lieber etwas einheimisches, selbstgemachtes. Während ich mir die einzelnen Sachen ansah, verstand ich kein Wort der Händler. Natürlich sprachen sie italienisch, was ich nicht konnte. Englisch war auch gar nicht so leicht.
Wirklich handeln würde ich wohl eher nicht können. An einem Stand sah ich eine mir bekannte Seele. Wir hatten uns treffen wollen, doch die Adressen hatten wir nicht ausgetauscht. Sicher hätte unsere Eule den Weg gefunden, wenn sie hier wäre. Das Klima war nicht optimal für sie hier. Also war sie zu Hause geblieben. Meine Großmutter hatte sie in Obhut genommen.
Jetzt freute ich mich aber um so mehr ihn zu sehen.
»Cosimo, hallo« rief ich.
Weiterhin ging ich auf ihn zu. 
»Also sehen wir uns doch noch. Sag, wie geht es dir?«

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Cosimo
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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Cosimo am 09.01.2019 13:17

Ich war gerade dabei mit den Verkäufer zu feilschen als ich hörte wie mich jemand rief. Ich drehte mich und sah mich um. Auf einmal erblickte ich Dorcas und mein Herz machte einen kleinen Hüpfer. Ich hatte mich nicht getraut darauf zu hoffen, sie in dieser großen Stadt durch Zufall zu sehen und doch hatte ich Glück gehabt. Sie kam auf mich zu und umso näher sie mir kam, umso breiter wurde mein Grinsen und das Strahlen in meinen Augen. „Hey, du glaubst gar nicht wie ich mich freu dich zu sehen" begrüßte ich sie. Als sie bei mir war schloss ich sie direkt in die Arme zur Begrüßung. Ihre Haut war so warm und weich und sie roch so gut nach Sommer und doch auch so vertraut. Wir kannten uns schon lange aber erst vor ein paar Wochen waren wir uns so richtig näher gekommen. Es war als hätte ich sie nochmal neu kennen gelernt und jetzt faszinierte sie mich noch viel mehr als früher.
„Ich hab mich die letzten Tage schon ganz schön aufgeregt, weil ich vergessen hatte, dich nach deiner Adresse hier zu fragen aber jetzt hat es ja Gott sei Dank geklappt" antwortete ich und lächelte sie an als ich sie wieder widerwillig losgelassen hatte. Ihre Nähe hatte sich einfach viel zu gut angefühlt. „Und jetzt sag bitte, dass ihr nicht heute schon nach Hause fahrt" ich sah sie hoffnungsvoll an, während der Mann an dem Stand mir die Tüte mit meinen Einkäufen gab. Wenn wir vielleicht wirklich den Abend gemeinsam am Ufer des Arno verbringen könnten, gemeinsam, würde ich ihr das Tuch da schenken und nicht jetzt hier zwischen den vielen Menschen und dem ganzen Lärm.

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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Dorcas am 02.02.2019 18:11

»Das ist mir auch aufgefallen. Nur wir haben natürlich keine Eule mitgenommen. Schreiben konnte ich dir also nicht. Zum Glück haben wir uns jetzt hier getroffen«, sagte ich eventuell etwas zu begeistert.
Ich betrachtete ihn ein wenig. Er war braun geworden. Die Bräune stand ihm auch. Doch er gefiel mir. 
»Nein keine Sorge. Wir bleiben noch die ganze Woche. Dann fahren wir aber leider nach Hause. Mein Papa muss arbeiten. Die ganzen Sommerferien hat er natürlich nicht frei bekommen.«
Tatsächlich war ich traurig darüber. Ich mochte Italien und die Temperaturen. Schade war auch, dass ich jetzt Cosimo getroffen hatte und gar nicht mehr so lange bleiben würde. Trübsal zu blasen, machte jezuz aber keinen Sinn.
»Hast du gerade etwas Zeit? Wir könnten etwas zusammen machen. Vielleicht etwas was nicht so teuer ist? Italien ist echt teuer und viel Taschengeld habe ich nicht mehr.«

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Cosimo
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Re: Vergengenheitsplay » 24

von Cosimo am 06.02.2019 13:24

Die Begeisterung mit der Dorcas sprach deckte sich mit meiner und wenn sie so strahlte war ihr Gesicht noch viel hübscher als sonst sowieso. Sie gehörte wahrscheinlich zu diesen Menschen, die niemals braun wurden aber das machte nichts. Es schien mehr so als wäre ihre Haut nur noch mehr mit Sommersprossen überdeckt. Ich fand diese Sommersprossen einfach viel zu schön und musste mir kurz vorstellen wie es wäre sie alle einzeln zu zählen. Es würde wahrscheinlich Jahre dauern und zwischenzeitlich würden es noch mehr werden aber das war mir egal. Wenn ich es als Ausrede nutzen könnte um mit ihr Zeit zu verbringen dann würde ich mir auch besonders viel Zeit dabei lassen. 
Auch wenn sie sagte, dass sie nur eine Woche bleiben würde, so freute ich mich trotzdem. Bis vor ein paar Minuten hatte ich noch gedacht sie in den Ferien gar nicht mehr zu Gesicht zu bekommen und jetzt hätten wir sogar eine ganze Woche. "Ich freu mich auch über eine Woche mit dir. Es gibt so viel, dass ich dir zeigen will." Es stimmte und in meinem Kopf begann ich bereits zu planen. Ich überlegte fieberhaft was wir alles nacheinander machen könnten bis mir direkt die erste Idee kam. "Also, wie viel Zeit hast du denn heute? Meine Nana müsste gleich mit ihren Einkäufen fertig sein und dann fahren wir wieder zurück auf unser kleines Landgut. Du könntest mitkommen und deine Eltern könnten dich heute Abend abholen und dabei gleich zum Essen bleiben? Du musst wissen auch bei den italienischen Zauberern wird Essen immer zelebriert". Es sprudelte einfach so aus  mir heraus aber ich konnte nicht anders. Die Vorstellung mit Dorcas heute Abend am großen Tisch meiner Familie draußen zu sitzen, zu lachen und Wein zu trinken war einfach zu unwiderstehlich um sie für mich zu behalten und nicht wahr werden zu lassen.

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