Annika & Ray || Im Drei Besen

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Ray

26, Männlich

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen

von Ray am 03.03.2019 09:49

Natürlich wusste sie das. Ich mochte es, wie wohl sie sich in ihrer Haut fühlte und konnte rein gar nichts Negatives daran entdecken, wie die Leute, die behaupteten, sie sei viel zu arrogant. Ich fand es tausend mal attraktiver als die Weiber, die ständig an sich selbst herumnörgelten oder behaupteten sie seien zu fett, nur um Komplimente zu bekommen. Annika tat das nie. Sie bekam die Komplimente ganz von allein. An meinen Leiden nahm sie nur wenig Anteilnahme. „Wirklich, die belästigen mich geradezu!“ Ich zwinkerte ihr zu und dachte an die Gute von gestern. So viel wie die geredet hatte war es mir schleierhaft, wie Ragnar, der sonst kein wirklicher Mann der Worte war, Gefallen an ihr gefunden haben konnte. Entweder war er Jenseits von gut und böse gewesen, oder er hatte ein Mittel gefunden, sie zum Schweigen zu bringen. Manchmal brachte er aber auch Studentinnen mit, bei denen sogar mir die Kinnlade herunterfiel. Und obwohl Ragnar nicht gerade der Typ war, der gerne teilte, hatte er bisher nie ein Problem damit gehabt, wenn mir die Frühstücksbegegnungen auch gefielen. Solange er mit ihnen fertig war. Die einzig wirklich heikle Situation war noch immer die Tatsache, dass seine Verlobte mir damals als ich 13 war und das erste Mal wirklich alkoholisiert gewesen war, die Unschuld genommen hatte, einfach weil sie daran so ihren Spaß hatte und weil sie wusste, dass es Ragnar vollkommen auf die Palme bringen würde. Dass ich eigentlich nur von ihr benutzt worden war, um meinem Bruder eins auszuwischen, war eigentlich etwas, dass mich hätte traumatisieren sollen. Ich musste immer innerlich grinsen wenn ich an die Geschichte dachte. Denn mich hätte es wirklich schlimmer treffen können, immerhin hatte sie nicht ohne Grund ihre Awards gewonnen und ich hatte einige Freunde, die heimlich Fotos von ihr besaßen und. Nun, als die Verlobung dann offiziell wurde, hatte ich natürlich dafür gesorgt, dass das aufhörte. Es ging immerhin um den Stolzmeines Bruders. „Ich soll dich übrigens von ihm grüßen“, fiel mir noch ein und dachte mir nichts weiter dabei. Zwar hatte ich immer mal die Situation gehabt, wenn ich mal ein Mädchen mit nach Hause geschleppt hatte, dass die dann plötzlich nur noch meinen Bruder mit seinen ‚hinreißenden Engelslöckchen und den blauen Augen“ oder was denen sonst noch gefiel angafften, aber Annika war meine beste Freundin und sie fand das bestimmt nicht so. Oder sie hatte es mir zuliebe nie gezeigt. War auch besser so, denn das hätte mich dann wirklich auf die Palme gebracht. Ich grinste, als wir über Jarik sprachen. „Er braucht nur einen guten Wingman, dann ist alles gut“, nahm ich meinen Kumpel in Schutz, doch ich wusste was sie meinte. Dann jedoch hielt ich inne und mein Grinsen wurde etwas weniger. „Ach ja, und das...?“ In diesem Moment kam der Wirt wieder und brachte unser Butterbier. Ich hatte es nicht so interessiert klingen lassen sollen, doch die Worte waren schneller raus, als ich hatte überlegen können. Eigentlich war es absurd, wenn sie was mit Jarik gehabt hätte, hätte eich davon gewusst, ganz sicher. Oder? Streng genommen wusste sie ja auch nicht jede kleine Einzelheit von mir. Wir hatten uns immer nur das erzählt, von dem wir das Gefühl gehabt hatten, der andere sollte es einfach wissen. Ich versuchte meiner Miene wieder einen neutralen Gesichtsausdruck zu verpassen und nahm mir vor, mir nachher Jarik selbst einfach mal vorzuknöpfen. Natürlich hatte ich immer klargestellt, dass Annika und ich „nur“ Freunde waren, immer mal...oder in letzter Zeit auch ziemlich häufig...eben Mal im Bett landeten, aber ja eigentlich nicht mehr dabei war. Doch immer häufiger erwischte ich mich dabei, wie es in mir eine unglaubliche Eifersucht weckte, wenn ich von ihren anderen Kerlen erfuhr. Leider kam der Wirt dazwischen, sodass wir danach einfach das Thema wechselten. „Oh man“, ich schüttelte den Kopf. Ich kannte ihre Situation zuhause und wusste, wie sehr es sie immer fertig machte, dort zu sein. „Du hättest jederzeit auch zu mir kommen können, das weißt du, oder?“ , Wenn du nicht zu beschäftigt warst, mit diesem Gryffindorabschaum‘, hallte es in meinem Kopf, doch ich bereute es schon gleich wieder, dass auch nur gedacht zu haben. Das hier war Annika, sie musste einen Grund gehabt haben, mit diesem Idioten zu dem Ball gegangen zu sein. Vielleicht hatte er sie mit irgendetwas erpresst? Wenn das so war dann würde der Kerl den morgigen Schultag nicht überleben, das schwor ich mir. „Ach ja? Lass hören!“ Ich prostete ihr mit dem Glas zu und lehnte mich zurück, gespannt, welche Zauber sie dieses Mal gelernt hatte. Kurz überlegte ich, ob hinter ihrem leeren Ausdruck noch mehr steckte, als die übliche Frustration nach einem Wochenende mit ihren Eltern.

I'm just out here chasing my dreams, girl
But it's crazy cause that dream cost me my dreamgirl
Promised you I wouldn't change before I left

now I think leaving is the one thing I regret
Cause the one thing I possess
It wasn't materials, wasn't drugs, wasn't clothes, or any part of success
It was you
And without that in my life I'm depressed
You became the new drug I couldn't get
But I wouldn't show it, instead got on that bus and left you blowing in the wind
Shit, and it's fucked up, cause every girl I'm with I see your face.
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I never thought for a minute,
If you showed me a picture of my life now, that you wouldn't be in it
Took me a couple of years to say I love you, but I meant it when I said it,
It wasn't much of a romantic, but you get it
You didn't really smoke but when I rolled it up you hit it, and we lit it up
Shotgun in our kisses
And fuck these other bitches, baby, fuck these other bitches in my bunk,
staring up at all your pictures that you sent me on my birthday, remember that?
Cause I couldn't forget it,
Like I forgot yours, but I'm sorry and I said it, I admit it,
I fucked up and I lied but this is true,
I don't know what home is because I'm lost without you.

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Annika

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen

von Annika am 02.03.2019 22:57

Natürlich entging mir nicht sein Blick auf meine Oberweite, dadurch entlockte er mir ein kurzes Grinsen. "Ich weiß", antwortete ich schulterzuckend auf sein Kompliment. Wann sah ich mal nicht gut aus? Kurz lächelte ich dem Wirt zu, als Ray für mich ein Butterbier mitbestellte. Eigentlich mochte ich es nicht, wenn Jungs für mich bestellte, ich war eine eigenständige Frau, die das selbst auf die Kette bekam, aber Ray wusste sowieso genau, was ich wollte. Und ihm konnte ich sowieso nichts übel nehmen.
Skeptisch hob ich eine Augenbraue. Ray hatte nicht viel zu erzählen? Das kam nicht oft vor. Gespannt hörte ich ihm dann zu, als er doch einwenig erzählte. "Oh du Armer", stöhnte ich sarkastisch, als er mir erzählte, er müsste sich mit den Abfällen seines Bruders rumschlagen. Sein Bruder schleppte bestimmt schöne Mädchen ab, die in Rays Beuteschema fallen würden. Aber ob Ray sich auf diese einlassen würde? Da war ich mir nicht so sicher, schließlich hatten diese Mädchen etwas mit seinem Bruder gehabt.
Kurz nickte ich, als er sagte, ich würde seinen Bruder ja kennen. Ja, ich kannte ihn ziemlich gut. Natürlich nur von Ray aus. Als wir kleiner waren stand ich mal auf ihn, aber das ging schnell vorbei. Er war mir dann doch zu alt, außerdem fing es dann an, zwischen Ray und mir komplizierter zu werden. Immer häufiger machten wir rum, wenn wir betrunken waren. Von Zeit zu Zeit wurde es immer intimer und öfters, sogar auch wenn kein Alkohol im Spiel war. Ich hatte wohl auch leichte Gefühle für ihn entwickelt, aber das würde ich ihm niemals sagen. Schließlich war ich nicht besonders gut darin, Gefühle zu zeigen.
Jarik... Ob Ray wohl wusste, dass ich einen One-Night-Stand mit ihm gehabt hatte? Ray war ziemlich gut mit Jarik befreundet, ebenso wie ich. Und dann hatten wir einmal zu viel getrunken, eins führte zum Anderem... Es war ein Fehler gewesen, wir Beide hatten nichtmals darüber gesprochen. Ich ging also nicht davon aus, dass er es wusste. Aber selbst wenn, ging es ihn ja eigentlich nichts an. Trotzdem kitzelte es in meinen Fingern, ich liebte es einfach zu sehr, kleine Spielchen zu spielen und Leute zu manipulieren.
"Und habt ihr ein paar Weiber aufgerissen? Jarik ist nicht besonders gut darin", ein leises Lachen kam aus meinem Mund heraus. "Ebenso wie im Küssen", fügte ich unschuldig hinzu und musterte ihn neugierig. Gott, wie gespannt ich auf seine Reaktion war. In diesem Moment kam der Wirt wieder. Er stellte uns die Gläser auf den Tisch, uninteressiert murmelte ich ihm "Danke" zu und trank direkt aus meinem Glas, ich war am verdursten.
"Leider wurde ich dazu verdonnert, nach Hause zu müssen. Irgendwie ging es mir die Tage nicht so gut...", gab ich schwerenherzens zu. Ich sprach nicht gerne über meine Gefühle, aber mit Ray darüber zu reden war manchmal ganz befreiend. "Meine Eltern machen mich fertig. Naja, wenigstens hab ich ein paar neue Zaubersprüche gelernt. Die könnten mir ganz hilfreich dabei sein, den Mord an meinen Eltern zu vertuschen", scherzte ich halbherzig, mein Gesichtsaudruck war immernoch leer.


      

why men great 'til they gotta be great? i just took a dna test, turns out i'm 100% that bitch, even when i'm crying crazy. yeah, i got boy problems, that's the human in me. bling bling, then i solve 'em, that's the goddess in me. you coulda had a bad bitch, non-committal. help you with your career, just a little, you're 'posed to hold me down, but you're holding me back. and that's the sound of me not calling you back... why men great 'til they gotta be great? don't text me, tell it straight to my face. best friend sat me down in the salon chair. shampoo press, get you out of my hair. fresh photos with the bomb lighting, new man on the minnesota vikings. truth hurts, needed something more exciting, bom bom bi dom bi dum bum bay. you tried to break my heart? oh, that breaks my heart, that you thought you ever had it, no, you ain't from the start. hey, i'm glad you're back with your bitch, i mean who would wanna hide this? i will never, ever, ever, ever, ever be your side chick. i put the sing in single. ain't worried 'bout a ring on my finger, so you can tell your friend, "shoot your shot" when you see 'em... it's okay, he already in my dm's.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.03.2019 22:58.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen

von Ray am 02.03.2019 22:31

Ein paar Minuten später öffnete sich die Tür des Pubs und augenblicklich wandte sich so ziemlich jedes Augenpaar um mich herum der Tür zu. Oder besser der Person, die durch diese Tür getreten war. Ich setzte ein breites Grinsen auf und ließ mir nicht anmerken, wie sehr ich den Anblick genoss, wie sie durch den vollen Raum auf mich zukam. Ich hatte das schon so oft gesehen und trotzdem konnte ich mich nie an ihr sattsehen. Was eigentlich verrückt war, wenn man bedachte, dass ich sie fast täglich sah und wie viele andere Mädchen ich schon nach kurzer Zeit langweilig fand. Und wieder einmal konnte ich mich glücklich schätzen, ihr bester Freund zu sein, denn mir entgingen nie die neidischen Blicken anderer Kerle, wen ich wie selbstverständlich ständig mit ihr herumhing. Sie ließ sich auf dem Stuhl mir gegenüber nieder, nicht ohne dabei ‚dezent‘ ihren Oberbau in Szene zu setzen. Das ließ mein Grinsen noch breiter werden. „Auch schön, dich zu sehen“, gab ich zurück und nahm den Fuß von der Tischkante, damit mein Stuhl wieder in eine normale Position nach vorne fiel. Erst ihr Kompliment lenkte meinen Blick für eine Sekunde nach unten, bevor ich sie wieder ansah. „Das kann ich nur zurückgeben.“ Ich winkte dem Wirt zu und signalisierte ihm, dass wir zwei Butterbiere haben wollten. „Gibt eigentlich nicht viel zu erzählen“, überlegte ich dann und kratzte mich am Kinn. „Mein Bruder hängt den ganzen Tag im Ministerium und wenn er nicht im Ministerium herumhängt, ist er bei irgendwelchen Weibern, oder ich muss mich mit irgendwelchen von diesen Weibern morgens beim Frühstück herumschlagen, während er noch pennt.“ Erst gestern Abend hatte mich eine der Errungenschaften meines Bruders mal wieder völlig ausgefragt und auf Krampf versucht, sich bei mir einzuschleimen. Die hatte doch tatsächlich gedacht, Ragnar würde es mit ihr ernst meinen und hatte wohl schon die Hochzeitsglockwn läuten hören. Meistens hatte ich dann den ehrenvollen Job, diesen Damen dann zu erklären, dass sie besser verschwanden bevor er wach wurde und sie hier immer noch herumlief. „Du kennst ihn ja“, schloss ich kopfschüttelnd. „Ansonsten war ich ein paar Mal mit Jarik unterwegs, aber keine große Sache.“ Ich zuckte mit den Schultern und sah sie dann mit einem Hauch Hintergedanken an. „Und bei dir so?“ Es sollte möglichst unauffällig klingen, aber ich musste mich wirklich zusammenreißen, um nicht auch nur ein winzig bisschen Neugier herausscheinen zu lassen.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen

von Annika am 02.03.2019 21:53

Der King & Queen Ball war wirklich wunderschön gewesen, und Aaron war eine gute Begleitung gewesen. Er machte mir Komplimente, brachte mich zum Lachen - Jedoch entging mir nicht das Lachen der Anderen, als sie mich mit Aaron sahen. Mir war wohl nicht bewusst gewesen, was das für Auswirkungen auf meinen Ruf hatte. Ich dachte, ich hatte mir schon soviel Respekt und Annerkennung gewonnen, dass niemand etwas dagegen sagen konnte. Tatsächlich bemerkte ich jedoch den ein oder anderen kritischen Blick. Vor allem drehte sich mein Magen um, als ich auf dem Ball darauf angesprochen wurde. 
Überraschenderweise ging es mir aber noch schlechter, als ich meinen besten Freund mit der Ausstauschülerin Charlotte tanzen gesehen habe. Diese kleine Göre dachte sich wirklich, sie wäre irgendwas. Alleine wenn ich ihren französischen Akkzent hörte, bluteten meine Ohren. Und das Kleid, welches sie trug, stand ihr ja so garnicht. Aber was hatte ich denn auch erwartet? Schließlich hatte ich mir auch ein anderes Date als Ray gesucht - Naja, Aaron hatte mich gefragt, anders als Ray. Und es war ja auch so, dass Aaron mich glücklich machte. Aber warum machte es mich unglücklich, Ray mit einer anderen zu sehen? 
Über die freien Tage hatte ich alles versucht, um in Hogwarts bleiben zu können, doch leider bestanden meine Eltern darauf, dass ich nach Hause kommen musste. Die ganze Zeit lang hatte ich mich in mein Zimmer verkrochen, wo ich Zaubersprüche lernte. Den Rest meiner Freizeit verbrachte ich damit, auf meinem Bett zu liegen und die Decke anzustarren. Einmal betrank ich mich sogar ganz in meinem Zimmer, ganz alleine. War ziemlich deprimierend. Ich fühlte mich in unserer großen Villa wie in einem kalten, riesigem Gefängnis. Eingesperrt mit den zwei schlimmsten Menschen auf diesem Planeten.
Deshalb war ich auch ziemlich froh, wieder in Hogwarts zu sein, und soetwas normales wie ein Butterbier mit meinem besten Freund unternehmen zu können. Als ich die schwere Tür aufstieß, kam mir die warme Luft und der süße Geruch vom Butterbier entgegen. Ich streifte meinen langen, schwarzen Mantel ab und hing ihn am Kleiderständer auf. Ich trug lange, schwarze Stiefel mit hohem Absatz, einen schwarz-grün karrierten Rock, der mir gerade so über den Hintern ging, und eine schwarze Bluse, auf der mein Vertrauensschülerabzeichen strahlte. Kurz sah ich mich im drei Besen um, so ziemlich jedes Augenpaar lag auf mir, und ich legte ein warmes Lächeln auf, als mein Blick Rays traf. Mit gehobenem Kinn ging ich auf ihn zu und setzte mich ihm gegenüber.
"Schön dich zu sehen", säuselte ich zur Begrüßung und lächelte wieder für einen Moment. Dann musterte ich ihn nickend. "Du siehst gut aus", bemerkte ich, während ich mir mit einer Hand durch meine Haare fuhr. In diesem Moment entschloss ich, einfach so zutun, als wäre alles normal zwischen uns. Als hätte ich seine eifersüchtigen Blicke nicht gesehen, und wäre selbst nicht eifersüchtig gewesen. "Wie waren deine Tage so? Erzähl mir alles", grinste ich neugierig und beugte mich leicht zu ihm vor. Wahrscheinlich hatte er einen ziemlichen guten Ausblick, schließlich hatte ich meine Bluse so weit aufgeknöpft, wie es nur ging. Aber das machte mir nichts aus, schließlich gab es nichts, was er nicht schon gesehen hatte.


      

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Annika & Ray || Im Drei Besen

von Ray am 02.03.2019 21:31

Morgen fing die Schule wieder an. Nach dem King & Queen Ball vor einer Woche hatten wir alle ein paar Tage schulfrei, in denen die meisten Schüler nach Hause gefahren waren. Auch ich hatte ein paar Tage zuhause verbracht, auch wenn mein Bruder und meine Eltern kaum da gewesen waren. Die Wochen vor dem Ball war viel los gewesen und ich hatte mal wieder einfach ein paar Stunden am Tag für mich gebraucht. Abends war ich immer mal mit Jarik in der Nokturngasse gewesen und wir hatten uns ordentlich vollaufen lassen. Heute morgen war ich schließlich wieder zurück nach Hogwarts gekommen und wollte mich Annika im Drei Besen treffen. Wir kannten und schon seit Ewigkeiten und waren seit langer Zeit schon beste Freunde und gelegentlich auch mal mehr. Ich konnte ihr blind vertrauen und sie mir ebenfalls, doch seit dem Ball war ich mir nicht mehr so sicher. Sie hatte ein großes Geheimnis um ihre Begleitung gemacht und eigentlich hatte ich wortlos angenommen, dass wir zusammen hingehen würden, doch als ich sie dann ein paar Tage vorher gefragt hatte, welche Farbe ihr Kleid hätte, damit ich wissen würde, was ich anziehen soll, hatte sie mir erzählt, jemand anderes hätte sie bereits gefragt. Ich hatte mir meinen irritierten Blick damals verkniffen und so getan, als würde mich das gar nicht überraschen, geschweige denn weiter interessieren, doch eigentlich hatte es mir sehr wohl einen Schlag ins Gesicht verpasst. Ich hatte mir dann eben eine andere Begleitung gesucht, was mir nicht allzu schwerfiel und war stattdessen mit Charlotte Beaufort, einer blonden Austauschschülerin aus Beauxbatons hingegangen, von der bereits nach einem Monat in Hogwarts so ziemlich jeder Kerl etwas wollte - und da Charlotte offenbar mit dem auf „nicht leicht zu haben“ Getue nicht so viel anfangen konnte - auch bekam. Jedenfalls hatte es mir einen weiteren imaginären Faustschlag verpasst, als Annika schließlich ausgerechnet mit diesem Gryffindor-Spinner ankam. Nach dem Ball hatten wir uns nicht mehr gesehen, ich hatte irgendwann mit Charlotte im Arm und einer Flasche heringeschmuggelten Feuerwhiskey in der Hand das Weite gesucht und war erst spät am nächsten Tag in irgendeinem Korridor nahe des Westflügels aufgewacht. Und da ich Annika an dem Tag im Abendzug nach Hause nicht gesehen hatte, musste sie wohl bereits den am Vormittags genommen haben, sodass ich nicht dazu gekommen war, sie auf den Ball anzusprechen. Und jetzt wartete ich hier im Drei Besen, den Fuß gegen den Tisch gestemmt und kippelte mit dem Stuhl während ich durch das Fenster nach draußen schaute.

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