Zukunftsplay » 1

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Freya

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Hogwarts [ehem.] Slytherin Jahrgang 6 Reinblut Naiv Demiguise Covenant Duellierclub Animagus Mauerblümchen Frei Mauerblümchen

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Re: Zukunftsplay » 1

from Freya on 04/01/2018 01:17 PM

Verzweifelt versuche ich Isis wieder in die Realität zu holen. Ich komme mir mächtig bescheuert vor, wie ich hier sitze und winke, als würde ich eine lästige Fliege verscheuchen wollen.
Wäre ich nicht so gut mit ihr befreundet - es war ein ständiger Wechsel zwischen freundschaftlicher Zuneigung und Hass, aber im Grunde hatten wir uns lieb – hätte ich sie einfach weiter den Typen neben mir anstarren lassen. Selbst er lachte schon und das war mehr als selten. Wenn ich es mir recht überlegte, hatte ich dieses Geräusch noch nie von ihm gehört...
Endlich wurde sie wach und starrte nun zwischen mir und Jax hin und her. Das durfte doch nicht war sein! Erneut gab ich ihr zu verstehen, dass sie das lassen sollte und glücklicherweise, schien sie zu begreifen. Oder auch nicht. Anscheinend dachte sie, ich wollte, dass sie hier her kam... Egal, wenigstens gaffte sie jetzt nicht mehr so blöd.
„Hey..." erwiderte ich und ließ mich dann eher weniger gerne von meinem noch fast gänzlich unberührten Frühstück wegziehen. Bevor ich sie daran hindern konnte, bedankte sie sich bei meinem Sitznachbarn und... und zauberte eine Blume hervor, die sie ihm reichte. Ich sah ihm an, dass er deutlich verwirrt war, doch mehr konnte ich nicht sehen, da Isis mich mit sich fort zog.
Außerhalb der Halle konnte ich endlich lachen. „Was...was war das denn?" kicherte ich. „Wofür hast du dich denn gerade bedankt?" ich lachte immer noch, versuchte jedoch, mich wieder zu beruhigen. Vergeblich. Ich atmete drei mal tief durch, sah dann zu ihr und erklärte ihr immer noch schadenfroh grinsend, was das Handzeichen zu bedeuten hatte. „Du solltest nur aufhören, ihn anzustarren. Es hätte nur noch gefehlt, dass du anfängst zu sabbern. Ich wollte nicht, dass du dich total blamierst. Ich wollte eigentlich gar nichts von dir." ich zuckte die Schultern. „Verübeln wird es dir wohl aber keiner. Ich war auch etwas außer Betrieb hier oben -" ich deutete auf meinen Kopf „- als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Aber da er eine halbe Veela ist, ist das wohl normal." ich zuckte mit den Schultern, sah sie aber immer noch grinsend an.


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I don't really know where the world is, but I miss it now. I'm out on the edge and I'm screaming my name like a fool at the top of my lungs. Sometimes when I close my eyes I pretend I'm all right but it's never enough.

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Isis

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Re: Zukunftsplay » 1

from Isis on 03/31/2018 08:14 PM

Mein Bann wurde unterbrochen durch eine seltsame Bewegung in meinem Augenwinkel. Meine Augen wanderten eine Person weiter. Freya! Ich lächelte sie an. Wahrscheinlich hatte sie mich gerade vor dem unglaublich erniedrigenden Augenblick geretten, wenn Jaxon bemerkt hätte, wie ich ihn unverstohlen angestarrt hatte. Ein Lachen, wie ich es noch nie vorher gehört hatte, erreichte meine Ohren. Oh mein Gott! Wie kann man den nur so hübsch (?!) lachen. Es war hoch ansteckend und ich musste mich anstrengend, dass Kichern, was kitzelnd meinen Hals hochkroch zu unterdrücken. Meine Aufmerksamkeit wich von Freya und ich suchte nun die Quelle des Geräusches. Es war, als würden mein Sichtfeld wieder auszoomen. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich so einen Tunnelblick hatte. Mein Gehirn brauchte einen Moment, um die Situation, die sich nun vor mir bot, zu verarbeiten.
Freya saß neben Jaxon am gegenüberliegenden Slytherintisch und starrten beide zu mir rüber. Jaxon sichtlich amüsiert über etwas, hielt sich glucksend die Hand vor dem Mund. Und Freya... -  sie winkte mich zu sich rüber.
Mein ganzer Körper kribbelte, als ich begriff, dass Jaxon über mich lachte. Seine Augen verfolgten jede meiner Bewegungen. Ich drehte mich proberweise um, es könnte ja doch noch jemand hinter mir stehen, den Jaxon eigentlich meinte. Aber da war keiner. Er war es also der lachte. Wie kann denn jemand so, ..., bezaubernd sein? Ich starrte ihn schon wieder an, als sein Lachen plötzlich erstarb. Warum war er mir vorher noch nie aufgefallen? Wie kann man den einen wie ihn überhuapt übersehen?!
Freyas auffordernde Bewegungen wurden nun immer dringender. Ich würde ja auch gerne zu ihr rüber gehen, aber dann müsste ich auch Jaxon konfrontieren und ich wusste wirklich nicht, ob ich dazu schon bereit war.
Meine Augen huschten zwischen den beiden her, wie bei einem Jägerzweikampf. Oh weiha. Was soll ich denn jetzt machen?
Einen tiefen Atemzug später hatte ich mich entschieden. Ich trank noch mein Glas Wasser aus und stand dann auf. Ich hatte plötzlich auch keinen großen Hunger mehr. Mein Magen hatte sich zu einem kleinen, stark vergnäueltem etwas zusammengezogen. Freya würde es mir nie verzeihen, wenn ich sie jetzt einfach ignorieren würde. Ihr stand es buchstäblich ins Gesicht geschrieben, wie unangenehm es ihr war, wild in der Luft herumzufuchteln, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Mit zitternden Knien lief ich zu ihr herüber. Sollte ich einfach so tun, als würde ich ihn nicht sehen? Aber irgendwann muss ich mich bestimmt nochmal bei ihm entschuldigen. Das was gestern passiert ist, war nicht nur äußerst ungewöhnlich für mich, sondern auch höchst seltsam und mega, mega blamabel. Und ein kleiner Teil von mir, den ich sofort  versuchte in die tiefste Ecke meines Unterbewusstseins wegzusperren, wollte auch wieder in seiner Nähe sein. Ich gab mir in Gedanken wieder eine kleinen Klapps. Was war denn los mit mir? "Also wirklich, Isis!", beschimpfte ich mich selbst. "Reiß dich zusammen. Es ist nur ein, unglaublich gutaussehender - und riechender- fügte eine kleine Stimme, die ich sofort eliminierte, hinzu- Typ. Mehr nicht."
Ich war viel zu schnell am Slytherintisch. Mist! Jetzt war ich wieder so von ihm abgelenkt gewesen, dass ich immer noch nicht beschlossen hatte, was ich sagen sollte.
Ich blieb unschlüssig vor Freya stehen. "Hi!" Ich lächelte sie wieder an. "Was gibt´s?" Meine Augen wanderten zu der Person hinter ihr und mir verschlag es regelrecht den Atem. Wie kann jemand denn nur sooo gutaussehen. Ich meine ich konnte mich kaum auf den Beinen halten, vor lauter Müdigkeit und er saß da wie frisch aus einem Modelkatalogue entsprungen. Oder einem Märchen. Die Lichter zauberten wunderschöne Reflexe in seine wuscheligen Haare. Am liebsten hätte ich hier und jetzt meine Hände in ihnen vergraben. Ich gab mir in Gedanken einen gewaltigen Tritt. "Reiß dich zusammen!", schimpfte ich mit mir selbst. "Hi." Auch ihn lächelte ihn an. Er hatte bestimmt gemerkt, dass ich ihn bemerkt hatte. Ich konnte ihn jetzt nicht mehr ignorieren. Meine Hand hatte sich in diesem Moment selbstständig gemacht und winkte ihn in der absolut merkwürdigsten Weise, die es gibt, zu. Ich wäre am liebsten im Boden verschwunden. Warum habe ich gewunken??! Jetzt denkt er, dass ich nicht nur ein total selbsüberschätzendes, anhängliches, emotional verkacktes und fresssüchtiges Desaster, mir fiel siedenheiß die Kürbisküchlein ein, was ich hinter einem Tischbein gefunden und verschlungen hatte,war. -  Nein, jetzt dachte er zusätzlich noch, ich wäre ein sozial gehandicapter Freak. Kurzentschlossen griff ich nach Freyas Arm und zerrte sie hinter mir. Meine Gedanken sprangen nur so in meinem Kopf hin und her. Abrupt drehte ich mich scharf um und ging nochmal auf ihn zu. "Nochmal entschuldigung, wegen letzter Nacht", sprudelte es aus mir hervor. "Ich glaube es wäre wirklich am besten, wenn du es einfach vergessen könntest." Ich lächelte Jaxon zögerlich an. "Ähh, also danke nochmal wegen deiner Hilfe. Das war wirklich sehr lieb von dir." Lieb??! Ich schlug mir die Hand vor dem Mund. Um irgendetwas zutun zu haben und um Ablenkung zu schaffen, zauberte ich eine Blume und reichte ihm sie. "Als  Dankeschön."

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Jaxon

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Re: Zukunftsplay » 1

from Jaxon on 03/30/2018 12:26 PM

Ich sah ihr nach, als sie in ihrem Gemeinschaftsraum verschwand. Das war schon ein seltsames Mädchen. Seltsam, aber faszinierend. Ich schüttelte den Kopf – ob über mich oder über sie war mir selbst nicht ganz klar, dann wandte ich mich um und machte mich selbst auf den Weg in mein Bett. Ich fühlte mich nun doch endlich mal müde genug um zu schlafen.
Ohne noch groß irgendetwas anderes zu machen, fiel ich in meine Bett und fiel zum ersten Mal seit langer langer Zeit wieder in einen ruhigen, traumlosen Schlaf, den ich ganz sicher Isis zu verdanken hatte.

 

Am nächsten Morgen war ich mir nicht mehr sicher, ob das gestern Abend alles wirklich passiert war. Naja, das es passiert war, da war ich mir ziemlich sicher, nur ob es wirklich so geschehen war, wie ich es in Erinnerung hatte...
Ich schaffte es zum Frühstück zu gelangen, ohne mich über die Sticheleien von Ida zu ärgern oder einer gewissen Person aus meinem Haus zu begegnen. Und das alleine versetzte mich in eine recht gute Stimmung, die für mich recht unüblich war. Wie immer saß ich neben einem Mädchen, das einen Jahrgang unter mir war. Wir hatten noch nie wirklich miteinander gesprochen. Einerseits, weil ich nicht wirklich gesprächig und sie denke ich mehr als ein bisschen schüchtern war.
Sie hob plötzlich den Kopf, was ihr meine Aufmerksamkeit einbrachte und schien per Handzeichen jemanden dazu aufzufordern, sich zu beeilen. Jetzt erinnerte ich mich auch wieder an ihren Namen. Freya. Ich sah zu der Person, der sie zu verstehen geben wollte, aus dem Knick zu kommen - oder war es doch nur ein Gruß gewesen? - und erstarrte. Isis saß verträumt dort. Kannten sie sich etwa? Jetzt, wo ich Isis betrachtete, war mir auch klar, was Freya erreichen wollte. Isis sollte aufhören zu träumen. Ich sah sie grinsend an. Anscheinend schien der Schlafmangel ihr mehr zu schaffen zu machen als mir.
Als sie langsam den Kopf hob und verwirrt in die Gegend starrte, als hätte sie gerade jemand aus einem Dornröschenschlaf erweckt, konnte ich mir ein leises Lachen einfach nicht verkneifen. Das wiederum brachte mir die Aufmerksamkeit meiner unmittelbaren Umgebung ein, da sie mich noch nie Lachen gehört hatten. Na super.


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Isis

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Re: Zukunftsplay » 1

from Isis on 03/21/2018 07:23 PM

Zu müde um mich zu wundern, wo denn jetzt plötzlich die heiße Schokolade herkam, nahm ich sie Jaxon aus der Hand und nippte dran. Eigentlich schmeckte ich gar nichts und ich hätte auch nicht sagen können, ob ich mir gerade obermäßig die Zunge verbrannte aber es tat einfach gut etwas zu tun zu haben. Durch den Konkon aus Nebel und Taubheit hindurch, hatte ich bemerkt, wie er mir unbeholfen auf die Schulter geklopft hatte und wie er sich, sehr unwohl in seiner eigenen Haut, bemühte mich zu trösten. Wie der erste kleine Sonnenstrahl nach einem Sturm kämpfte sich mein Belustigung durch die dunklen, schweren Wolken meines eigenen Ungewitters. Doch bevor ich noch irgendetwas anderes realisieren konnte, brach die Müdigkeit über mich, wie ein Tsunami. Die letzen Tage und Nächte raubten sich die geklauten Stunden zurück.
Das nächste, was ich mitbekam, war ein seltsames Auf- und Abschaukeln und wieder diesen einmaligen Geruch. Direkt an meinem Ohr war ein rhytmistisch Herzklopfen und Wärme. Am liebsten hätte ich mich darin verkrochen.
Das nächste was ich hörte, war ein leises Fluchen. Ups!! ICH schreckte ich hoch, noch nicht ganz aus meiner Trance erwacht. Mein eigenes Herz klopfte wie verrückt, als ich plötzlich unsanft an/von jemanden runter rutschte und seltsam verrengt auf Steinboden aufkam. Das Fluchen wurde lauter. Schnell rappelte ich mich auf und sah einen blonden Jungen nur wenige Zentimeter vor mir stehen. Oder besser gesagt, vernahm ihn, denn meine Augen wollten einfach nicht auf scharf stellen.
Schwankend suchte ich hinter mir Halt. Wie ein elektrischer Schock durchfuhr mich eine schriller Schrei. Ich dreht mich mit einem Schwung um und erkannte die "fette Dame". Was sie dann zu mir sagte, verstand ich nicht, denn ich drehte mich zurück zu dem Slytherin, denn ich wusste wieder wer er war. Er stand immer noch an Ort und Stelle. Immer noch wie in Watte gepackt murmelte ich ihm ein "Danke!" und ein "Ähh ´Tschuldigung" zu und verschwand durchs Portraitloch.
Ich stolperte zum nächsten großen, roten, flauschigen Ding und ließ mich darauf mit all meinem Körpergewicht drauffallen.
Alles wurde schwarz.

Geduscht und mit einer riesen Portion Concealer, was fast mein ganzes Pöttchen leer gemacht hätte, erschien ich am nächsten Morgen in der großen Halle. Zum Glück war heute Freitag und ich schwor mir, gleich nach der letzten Stunde schnurstracks ins Bett zu gehen und mal so richtig auszuschlafen - und mich nicht mal wieder von Merle überreden zu lassen, irgendwas total Verrücktes, ein bisschen in der grauen Zone und absolut lustiges anzustellen. Bilder die mir von gestern nacht wieder ins Gedächnis kamen versuchte ich bestmöglichst zu ignorieren oder gleich komplett zu verdrängen.
Es hat mir schon gereicht, dass meine kleine Schwester mich heute früh, in einem so verwahrlosten Zustand, finden musste. Zum Glück war sie eine Stunde früher aufgestanden, um noch Hausaufgaben zu machen, sodass ich noch genug Zeit hatte, mich wieder einigermaßen vorführbar aussehen zu lassen.
Jetzt aber rannte ich fast zum Gryffindortisch, um mir meinem Platz am großen Krug schwarz Tee zu sichern. Ich stürzte mir die ersten Schlucke runter, wie ein Verdurstener und began zu fluchen, als ein metallischer Geschmack mein Mund füllte. Mit einem Glass kühlen Wasser probierte ich meinen verbrannten Gaumen und Zunge zu kühlen. Ein Tasse gefüllt mit heißer Schokolade tauchte vor meinem inneren Auge auf. Und eine dazu gehörige Hand, die sie mir reichte. Und ein Körper. Eine Slytherinkrawatte. Und ein Gesicht. Ich hob meinen Kopf und blickte in genau die grünen Augen, von denen ich heut, in den frühen Morgenstunden, geträumt hatte.

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Jaxon

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Re: Zukunftsplay » 1

from Jaxon on 03/15/2018 11:52 PM

Ich betrachtete sie dabei, wie sie die Augen schloss und anscheinend konzentriert versuchte, an etwas schönes zu denken. Was war denn daran so schwer?
Als sie verbissen die Lippen zusammen presste, runzelte ich die Stirn. Das sah jetzt nicht unbedingt nach einer schönen Erinnerung aus. Ich wollte gerade etwas sagen – sie zurück ins hier und jetzt holen, da sie immer unglücklicher zu werden schien, und das konnte ich jetzt wirklich nicht gebrauchen und sie schon gar nicht – als sie plötzlich einen Satz nach vorn machte und flüchtete. Was war denn jetzt los? Irritiert betrachtete ich das zitternde Mädchen vor mir. War das Wut oder Trauer? Anscheinend eine Mischung aus beidem. Ich war noch nie schlecht darin, Stimmungen zu erkennen, aber wie ich damit jetzt umgehen sollte, wusste ich auch nicht.... Sie achtete gerade nicht sonderlich auf mich, also könnte ich vielleicht einfach verschwinden?
Am liebsten hätte ich das wirklich getan, vor allem jetzt, da sie sich auf das Sofa flüchtete und sich zusammenrollte, wie ein misshandelter Hund der gleich erwarten musste, von seinem Herrchen geschlagen zu werden. Aber das kam mir falsch vor. Eigentlich war mir das ja immer egal, aber dieses Mal hatte ich das Gefühl, richtig handeln zu müssen. Etwas tief in mir, konnte die kleine Gryffindor nicht hier zurücklassen.
Nervös strich ich mir die Haare aus dem Gesicht. Aber was sollte ich dann tun? Bevor ich wirklich darüber nachgedacht hatte, hatte mein Mund sich schon selbstständig gemacht und sehr unsensible Worte geformt. „Fang jetzt bloß nicht an zu heulen. Du solltest an etwas schönes denken. Das ist noch der einfache Part." Jap, das war mit ziemlicher Sicherheit nicht sehr hilfreich.
Als sie dann tatsächlich schluchzte, war ich mit meinem Latein vollkommen am Ende. Und jetzt? Sollte ich sie jetzt trösten? Aber das hatte ich noch nie getan und es auch eigentlich niemals vorgehabt... Ich versuchte mich daran zu erinnern, was meine Mutter getan hatte, wenn ich traurig war, aber die Erinnerungen lagen zu weit zurück und verblassten bereits wie Tinte auf Papier, die man zu lange der Sonne ausgesetzt hatte. Da war etwas mit heißer Schokolade gewesen... Aber das war wenig hilfreich – wo sollte ich die denn jetzt herbekommen? Fast im selben Moment hätte ich mir am allerliebsten mit der flachen Hand gegen die Stirn gehauen. Wir befanden uns im Raum der Wünsche.
Ich raffte meinen Mut zusammen und setzte Projekt Trösten in Gang. Ich setzte mich zu ihr und zog sie vorsichtig von der Lehne weg in meine Arme. „Ähm...." ich räusperte mich und klopfte ihr sanft auf die Schulter. „Das wird schon irgendwann... Es muss ja nicht immer alles gleich klappen..." versuchte ich es dann. Da das ziemlich armselig war, hielt ich lieber die Klappe und konzentrierte mich stattdessen darauf, auf dem Tisch vor mir eine Tasse mit dampfenden Kakao erscheinen zu lassen. Glücklicherweise funktionierte es und der süßliche Schokoladengeruch erfüllte schnell den ganzen Raum. „Ich hab mal...hm...gehört, dass Schokolade in solchen Situationen Wunder bewirken soll." sagte ich Schulterzuckend und deutete auf die Tasse hin. Hoffentlich würde es helfen, denn wenn ich mit einem noch weniger anfangen konnte, als mit kreischenden, kichernden Mädchen oder eher Mädchen im Allgemeinen, dann waren es weinende Mädchen. Ich war immer der Erste, der in solch einer Situation die Flucht ergriff.
Erleichtert betrachtete ich, wie sie Tränenlos nach der Tasse griff und trank. Na wenigstens etwas. Ich hatte das Gefühl, dass ich besser nicht sprechen sollte, weswegen ich die Stille auch dankend annahm und gar nicht erst in Erwägung zog, diese zu durchbrechen.
Isis wirkte plötzlich noch erschöpfter und müder, als zuvor. Ich glaubte sogar, sie könnte jeden Augenblick einschlafen... Eins war jedenfalls klar: Den Patronus würden wir heute nicht weiter üben können. Wir hätten es wahrscheinlich auch ohne den Schlafmangel ihrerseits nicht geschafft, da sie viel zu negativ aufgeladen war.
Als sie wirklich wegzunicken schien, seufzte ich leise. Hoffentlich war sie so leicht, wie sie aussah... Ich stand vorsichtig auf und nahm sie auf die Arme, wie ein Kleinkind, das man ins Bett trug nachdem es im Bett der Eltern eingeschlafen war. Zumindest kam so etwas häufig in den Muggelfilmen vor.
Warum ich das tat, wusste ich nicht. Jeden anderen hätte ich einfach alleine in diesem Raum zurückgelassen. Und selbst wenn ich es nicht getan hätte, hätte ich ihn einfach neben mir her schweben lassen. Der Zauber war nun wirklich nicht schwer, aber ich hatte das Gefühl, dass ihr das nicht gut tun würde. Ich würde auch nicht aufwachen wollen und feststellen müssen, dass ich ein paar Meter über der Erde schwebe. Verdammt nochmal! Was kümmerte mich das?! So etwas ging mir normalerweise total am Arsch vorbei! Normalerweise, fände ich es sogar amüsant, wenn jemand so aufwachen würde und vor Panik wild mit den Armen rudernd versuchen würde herauszufinden, was ihn in diesen Zustand versetzte. Aber 'Normalerweise' schien bei diesem Mädchen wohl nicht zuzutreffen.
Ich spähte in den Gang vor dem Raum der Wünsche und stellte erleichtert fest, dass dieser immer noch still und menschenleer war.


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Isis

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Re: Zukunftsplay » 1

from Isis on 03/15/2018 11:11 PM

Was waren die schönsten Momente an denen ich rundum glücklich war? Wann oder wo war ich vollkommen glücklich und hatte keine Sorgen oder Ängste?
Mein Atem entwich mir zittrig, als ich mich mit meiner altbewährten Methode beruhigen wollte. Gänsehaut überzog meinen ganzen Körper, seit dem er mich an den Armen berührt hatte und mich dann vorsichtig umdrehte. Gedanken stürmten im meinem Kopf wie ein wütender Tornado hoch und runter, auf der Suche nach dem Moment.
Ich schloss, wie empfohlen meine Augen und atmete noch einmal tief ein.
Doch anstatt einer Idee, strömte mir ein unvergleichlicher Geruch in die Nase. Eine Mischung aus frisch gemahlenen, dunkel gerösteten Kaffee, alten geliebten Büchern und mir einer fast vollkommen unbekannten Note strömten in meine Lungenflügel, um von dort aus ins Blut zu gehen. Mit dem plötzlichen Bewusstsein, wie nah mir Jaxon war, dass dieser süchtig machender Geruch von ihm her strömte und, dass ich anscheinend nicht in der Lage war, mir einen vollkommenen Moment zu verbildlichen, machte mein Magen auf einmal einen großen Salto, um sich anschließend schmerzhaften zu verknoten, was mitten ins Herz ausstrahlte.
Währendessen tobten meine Gedanken unaufhörlich weiter.
Kalter Schweiß rann mir die Stirn hinab. Rauchschwaden drohten mein Sichtfeld vollkommen zu verschließen. Schneidend zog sich meine Kehle eng zusammen.
Ich befreite mich mit einem riesen Satz über den schwankenden Boden, etwas rabiater aus der kleinen Höhle, die Jaxon geschaffen hatte.
Eine weitere Stimme hatte sich zu meinem inneren Kampf dazugesellt.
War ich so undankbar, verwöhnt, dass ich nie zufrieden mit einer doch perfekten Situation sein konnte. Warum reichten nie diese vielen Momente, wo ich mit von Lachtränen überströmten Gesicht glucksend, zusammen mit Merle, kaum Luft bekam. Warum reichten nicht diese vielen Momente, wo ich mit Bastet, die Pyramiden von Gizeh unsicher gemacht hatte. Warum reichten nicht die vielen Momente, wo ich mich mit Freya ohne Worte verständigen konnte. Warum reichten nicht die vielen Momente, wo ich einfach glücklich und komplett im Moment gefangen war?
Blind stolperte ich zum Sofa. Ich presste mir die Hände auf die Ohren. Ich wollte nichts mehr hören oder sehen. Unnachgiebig drückte sich die Lehne der Couch an meinen Körper, als ich mich so klein wie möglich machte und mich am liebsten im Schatten aufgelöst hätte.
„Du wirst niemals gut genug sein!" Die Stimme meiner Mutter hallte in meinem Kopf immer und immer wieder - auf Dauerschleife nach. Auf einmal war ich wieder 11 und ich sah die Gesichter meiner Eltern glasklar vor Augen, als ich ihnen gerade meinen größten und tiefsten Wunsch offenbart hatte.- Auror zu werden. Wie sie.
Ich konnte sogar wieder den frischen Kaffee und die im Ofen backenden Vanilletörtchen riechen. Das leicht belustigte Lachen drang mir wie Eissplitter an die Ohren.
Das versöhnliche Lächeln meines Vaters als er sagte ": Ach, Isi. Du musst auch noch lernen dich realistisch einzuschätzen. Aber keine Sorge, das kommt noch."
Und dieser schreckliche Moment, wo ich wirklich fast versagt hätte.
Stimmen, Gesichter, Geräusche, Lichter prassten auf mich nieder und drohten mich zu ersticken.
Mein ganzer Körper drohte sich krampfhaft zusammen als ein trockener, lang unterdrückter, Schluchzer aus mir hervor brach.

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Jaxon

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Re: Zukunftsplay » 1

from Jaxon on 03/01/2018 09:34 AM

Sie schien zu konzentriert zu sein, um irgendetwas seltsames an mir zu bemerken. Oder sie sagte einfach nichts, wofür ich ihr sehr dankbar wäre...
Das sie mich anstarrte, entging mir nicht, aber das war dank meinen Genen häufiger der Fall. Ich hatte nie um diese Gene gebeten und hätte es auch nie getan. Ich hasste zu viel Aufmerksamkeit und wusste einfach nicht, wie ich damit umgehen sollte. Außerdem- wie sollte man zwischen einem echten Freund und einem... nennen wir es mal 'Verzauberten' unterscheiden? Ich hasste es einfach.
Als der Hippogreif um sie herumschwebte, sah sie ziemlich...zufrieden aus. Eigentlich kaum verwunderlich, da ein Patronus schließlich aus reinpositiver Energie bestand.
Nach einiger Zeit schien sie auch gedanklich wieder im Hier und Jetzt zu sein. Ihr 'Angeber.' wäre ernster rübergekommen, hätte sie nicht so sehr gegrinst. "Wer's kann." erwiderte ich und grinste ebenfalls. Als sie auf mich zukam, verblasste der Patronus langsam, bis er schließlich ganz verschwand.
Sie setzte mir ihren Zauberstab auf die Brust, was im Normalfall eine Bedrohnung war, aber Isis schien kein 'Normalfall' für mich zu sein, weswegen ich kein Problem damit hatte.
Als sie mir eröffnete, dass sie mir vorhin nicht zugehört hatte, musste ich grinsen. EIgentlich ganz gut so, da ich nur Mist von mir gegeben hatte. Aber wie erklärte ich das jetzt am besten... "Also..." ich griff vorsichtg nach ihren Armen und drehte sie herum, so dass sie jetzt mit dem Rücken zu mir stand. "...denk an das schönste Erlebnis, das du jemals hattest. Einen Moment, an dem du bedingungslos glücklich warst. An dem du keine Sorgen oder Ängste hattest. Du musst dich von diesem Glück durchströmen lassen und all das Glück dann auf deinen Patronus übertragen. Vielleicht fällt es dir leichter, wenn du die Augen schließt und dir diesen Moment wirklich vorstellt. Also bildlich." ich sprach relativ leise, da ich direkt hinter ihr stand. "Wenn du das Glück durch deinen Körper fließen spüren kannst, sprichst du den Zauber." fügte ich noch hinzu, dann wartete ich.


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Re: Zukunftsplay » 1

from Isis on 02/27/2018 01:11 PM

Außergewöhnlicher... Na das war er auf jeden Fall, dachte ich als ich ihm zur Raumitte folgte. Ich ignorierte seine wahrscheinlich sowieso rhetorische Frage über meinen Namen. Über die ägyptischen Legenden kennen sich in der UK die wenigsten aus.
Wäre er nicht für einen kurzen Moment erstarrt, hätte sich geräuspert und dann schnell versucht seinen Ärmel wieder runterzuziehen, hätte ich gar nicht gemerkt, dass seine Haut auf seinem Oberarm verletzt war, so abgelenkt war ich von seinen muskulösen, aber dennoch schlanken Unterarmen. Aber darüber würde ich mir später dedanken machen. Erst mal Problem Nummer 1: Wer oder was war der Typ? Imaginär gab ich mir einen kleinen Fußtritt. Ich hatte mir noch nie Gedanken über hübsche Gliedmaßen gemacht geschweige denn, mich von ihnen soo ablenken zu lassen, dass ich gar nicht mitbekommen habe, was er zu mir gesagt hatte, kurz bevor er die Augen schloss und schließlich mit seinem Zauberstab schnippte.
Wie gebannt beobachtete ich den wunderschönen, bläulichen Hippogreif, der mich umrundete. Ich liebte Hippogreife. Ihre Anmut, ihren Stolz und ihre scheinbare Furchtlosigkeit. Ich beneidete sie, dass sie einfach so ihre atemberaubenden Flügel ausstrecken können und dann einfach davon fliegen. Ich konnte nicht fliegen. Ich hatte sogar eine Flugbefreiung von Madam Pomfrey, für die Flugstunden, da ich so doll Höhenangst hatte bzw. nicht schwindelfrei war. Als ich Jaxons Geschicht sah, musste ich breit grinsen. Er genoß es offentsichlich, dass ihm sein Patronus so gut und vor allem noch wortfrei gelungen war. "Angeber!" Ich trat aus dem Kreis, den der der Hippogreif um mich gezogen hatte und piekste ihn mit meinem Zauberstab in die Brust. "So, jetzt hast du mir entgültig bewiesen, dass du es kannst. Nun bin ich dran. Schieß los. Was soll ich machen? Ach und was hattest du zu mir gesagt über "auf positivstes Erlebnis konzentrieren"?"

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Jaxon

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Re: Zukunftsplay » 1

from Jaxon on 02/26/2018 09:33 PM

Abwartend sah ich sie an. Natürlich wunderte sie sich über das x. Das tat schließlich jeder. "Ich weiß es nicht. Meine Eltern wollten diesen Standart wohl nicht. Ist eben außergewöhnlicher." ich zuckte die Schultern. Isis? "Soll mir das irgendwas sagen? Willst du deswegen jetzt besonders angesprochen werden?" fragte ich scherzhaft. Trotzdem tauchte es wieder auf. Dieses für mich äußerst untypische ehrliche Lächeln. Auch das sie rot wurde, entging mir nicht, aber der Grund erschloss sich mir nicht.
Als ich ihr bedeutete, dass sie gehen konnte, zögerte sie und teilte mir dann mit, dass sie meine Fähigkeiten als Lehrer austesten wollte. Ihr Pech. Ich war bestimmt ganz ganz miserabel.
Ich schloss die Tür wieder und ging zur Mitte des Raumes. Während ich lief, schob ich meine Ärmel nach oben. Etwas zu weit, was ich zu spät bemerkte. Die Branntnarbe war schon zusehen gewesen. Sie befand sich, leicht rötlich schimmernd, an meinem rechten Oberarm und erinnerte mich an meine Vergangenheit. 
Ich räusperte mich und schob das Shirt wieder ein bisschen zurück. Ich räusperte mich erneut, bevor ich zu sprechen begann. "Also...was ein Patronus ist dürftest du ja wissen, richtig? Die positivste Energie, die man mit Magie heraufbeschwören kann." erklärte ich und kam mir ziemlich blöd vor. Natürlich wusste sie das. Sie übte ihn schließlich schon länger. Kurz schüttelte ich den Kopf. "Klar weißt du das." murmelte ich dann. 
"Konzentriere dich so fest du kannst, auf das wunderschönste Erlebnis, das du je hattest. Den glücklichsten Moment deines Lebens." Ich konzentrierte mich und beschwor die Erinnerung an den Strandtag mit meiner Mutter vor vielen Jahren herauf. Ich spürte das Glück durch mich strömen. Genau das war der Moment, an dem ich meinen Zauberstab schwang. Kurze Zeit später spürte ich die Brise, als der bläulich schimmernde Hippogreif an mir vorbei schwebte. Ich öffnete die Augen und beobachtete ihn dabei, wie er Isis umkreiste. Ich grinste. Es hatte ganz schön lange gedauert, bis ich diesen Zauber lautlos konnte.


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Re: Zukunftsplay » 1

from Isis on 02/25/2018 10:46 AM

Mit flatterhaftem Bauchgefühl sah ich, wie er ohne große Schwierigkeiten die Tür zum Flur öffnete, an der ich mir vorher die Zähne hatte ausbeißen können. Meine Augen glichen bestimmt die der vielen Hogwarts-Hauselfen, als er mir versicherte, dass er den Patronus-Charm beherrschte. Krass!! Und ich meinte nicht nur sein Lächeln. Mir blieb schlicht weg meine Luft weg, als er auf mich zu kam. Er war größer als ich gedacht hatte und das Licht vom Kamin bestrahlte ihn so, dass er aussah wie ein ähh... sehr heißer...hüstel... Engel. Ich hätte fast seinen Namen nicht verstanden, so laut pochte mein Herz in meinen Ohren. "Mit x?! Warum mit x?", fragte ich ihn und antwortete mit leicht piepsender Stimme, -bei Merlin, was war denn mit mir los, "Ich heiße Isis. Wie die ägyptische Göttin." Mir stieg Blut in die Wangen.
Ich beobachtete, wie er den Gang nach Menschen absuchte, um mir dann ein Zeichen zu geben, dass er sicher war.
Wenn ich gehen wolte, dann jetzt.
Ich blieb wie angewurzelt stehen. "Mach die Tür wieder zu und dann werden wir sehen, ob du ein guter Lehrer bist, oder nicht." Erleichterung durchströmte mich endlich hatte ich wieder so etwas wie Hoffnung. Ich lächelte ihn an. Das würde sicherlich noch interessant werden.

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