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Marie
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 5

von Marie am 13.06.2017 19:44

Was hatte ich Remus da nur angetan? Er sah ziemlich überfordert aus, und auch Sirius schien sich etwas Besseres vorstellen zu können. Tja, so war dieses Spiel nun mal.
Remus' ›Drohung‹ brachte mich zum Lachen – vor allem, weil er sie nicht mal mehr richtig aussprechen konnte.
»Ich freue mich schon drauf«, gab ich frech zurück. Auch ich spürte schon den Alkohol, aber noch war alles in bester Ordnung.
Ich sah Remus gespannt dabei zu, wie er vor Sirius auf die Knie ging. Das würde lustig werden, zumal mir erst jetzt auffiel, dass Sirius einen Gürtel trug. Im Nachhinein kam mir das sehr unfair vor, doch weder konnte noch wollte ich die Aufgabe jetzt noch verändern. Remus hatte schon weitaus schwierigere Angelegenheiten hinter sich gebracht – ein Gürtel würde ihn jetzt auch nicht stoppen.
Tatsächlich hatte er es geschafft, die Gürtelschnalle zu öffnen. Wie? Das wussten nur er und Sirius. Es dauerte gar nicht lange, bis Sirius' Hosen schließlich zu Boden fielen.
Ich konnte es nicht sein lassen, ihn mir nun im Gesamtbild anzusehen. Das war ja nicht verboten. Sicher hatten Remus und Sirius auch schon zu mir geschaut, warum also sollte ich das nicht auch bei ihnen dürfen?
Ich war mir nicht sicher, aber ich glaubte, einen Hauch von Röte auf Sirius' Wangen liegen zu sehen. Vielleicht lag das aber auch nur an dem Alkohol. Ich kannte Sirius jetzt schon seit meinem ersten Schuljahr an Hogwarts und noch nie hatte ich gesehen, wie er sich für irgendetwas geschämt hatte.
Remus' durchbrach mit der altbekannten Spielfrage die Stille, die nach seiner Aufgabe geherrscht hatte. Sie war an Sirius gerichtet, der sich schon wieder für ›Pflicht‹ entschied. Man merkte deutlich, dass hier ausschließlich angetrunkene und betrunkene Gryffindors im Spiel waren, denn abgesehen von einer einzigen Ausnahme am Anfang, hatte es sonst niemanden mehr gegeben, der sich bislang für ›Wahrheit‹ entschieden hatte.
Remus' Aufgabe besiegelte das Schicksal der noch vollständig bekleideten Gina, der das alles, wie ich sie kannte, gar nichts ausmachen würde. Mit ihrer schlanken Figur und ihrer großen Oberweite nannte sie einen Körper ihr Eigen, von dem viele Mädchen träumten – außerdem hatten sowohl Sirius als auch ich sie schon mehr als nur einmal in Unterwäsche gesehen, da machte ihr Remus sicherlich auch nichts aus.
Sirius, der Gina ihr Nachthemd ausziehen, es sich wie eine Toga um die Hüften wickeln und sich wie eine Statue einer alten griechischen Gottheit positionieren musste, schien den Part mit dem Ausziehen zu genießen, und auch Gina konnte sich wohl deutlich Schlimmeres vorstellen.
Er stellte sich etwas ungeschickt an, doch als Sirius sich das Nachthemd schließlich umgebunden hatte, sah es schon wirklich sehr nach einer Toga aus. Okay, man musste vielleicht seine Augen ein wenig zukneifen und den Kopf etwas schief legen, aber er hatte es hinbekommen. Irgendwie.
Das Posen, was Sirius gut machte, war das Lustigste an der ganzen Sache. Er ähnelte tatsächlich einer Statue, die ich mal in meiner damaligen Heimat Detroit gesehen hatte, als ich noch kleiner gewesen war, aber ich konnte mich weder an ihren Namen erinnern noch daran, ob sie eine griechische Gottheit gewesen war.
Dann war es wieder Zeit für eine Aufgabe. Sirius erwählte mich, doch als er nach dem Feuerwhisky auf dem Tisch griff, stockte er, ehe gleich darauf eine neue Flasche in den Gemeinschaftsraum geschwebt kam. Bei Merlin, wo versteckte er das ganze Zeug nur?
Ich hatte keine Zeit, darüber nachzudenken, da Sirius mir die Flasche schon in die Hand drückte und von mir verlangte, sie auf ex zu trinken. Ich sah ihn nur ungläubig an. Er kannte dieses Getränk schon, oder? Dieser magische und stark alkoholische Whisky hatte es verdammt in sich. Sollte ich diese Pflichtaufgabe tatsächlich annehmen, würde ich danach nicht einmal mehr meinen eigenen Namen kennen – und das machte mir schon etwas Angst. Was würde ich sagen, wenn ich so besinnungslos war? Was würde ich tun?
Ich sah zuerst auf die Flasche, ehe mein Blick hinüber zu Gina glitt. Sie war auch nicht mehr die Nüchternste, doch nach dieser Aufgabe wäre ich schlimmer unterwegs als Remus es gerade war. Ich versuchte ihr mit meinem Blick verständlich zu machen, dass sie mich danach nicht mehr allzu lange hierbehalten sollte.
Denn ... ja. Ich würde es tun. Warum auch nicht? Wir alle hatten inzwischen gewisse Dinge getan. Es war nur ein Spiel. Und ich wollte ganz sicher nicht diejenige sein, die gekniffen hatte.
Ich setzte die Flasche an und trank. Ich dachte nicht groß darüber nach. Ich musste einige Male kurz absetzen, weil ich mich bei diesem Brennen ansonsten bei meiner Kehle hätte verabschieden können, doch ich machte weiter. Weiter und weiter und immer weiter.
Es fühlte sich so an, als würde mein Inneres brennen, aber auf eine gute Art und Weise. Ich konnte es längst nicht mehr beschreiben. Mit jedem Schluck, den ich zu mir nahm, spürte ich, wie ich mutiger und mutiger wurde.
Als ich die Flasche das letzte Mal von meinem Mund nahm, war ich glücklich. Alles hier war so schön und friedlich. Ein zufriedenes Lächeln zierte meine Lippen. Die Flasche Feuerwhisky fiel mir aus der Hand. Ich musste lachen, während ich mich zurück in den Sessel fallen ließ, den ich fast verfehlt hätte.
Ich sagte gar nichts mehr, sah einfach nur noch in die Runde. Die Ohren der anderen bewegten sich, aber was sagten sie? Ich hatte keinen blassen Schimmer.
»Jess is abba ma jenuh mi de Gequasche. Schina, sieh di Hose won Siius an. Un da- da ... Shirr ... won Remi.«


(Übersetzer: "Jetzt ist aber mal genug mit dem Gequatsche. Gina, zieh die Hose von Sirius an. Und das Shirt von Remi." )

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.06.2017 07:51.

Sirius
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 5

von Sirius am 11.06.2017 20:34

Ich kommentierte Reginas Verneinung nur mit einem Grinsen. Ich hätte es auch nicht erwartet, aber es sollte ja solche Menschen geben, die irgendeinen Fetisch für Ältere hatten.
Ich bemerkte Moonys Blick, als ich ihm mein Shirt reichte. So betrunken, dass er es ernsthaft vor zog, ohne etwas da zu sitzen, hatte ich ihn wirklich noch nie erlebt und einen Moment lang kam ich nicht umhin mir ein wenig Sorgen zu machen. Er würde mich spätestens morgen dafür hassen, dass ich ihm so viel Alkohol eingeflößt hatte. Dann würde er nämlich neben seinem Wolfdasein auch noch einen Kater haben.
Als er sich mein Shirt dann doch über zog, blickte ich nun zu Marie. Im Gegensatz zu Regina, die meine Aussage so hin zu nehmen schien, sah sie überhaupt nicht überzeugt aus. „Bisher hatte sich ja auch niemand so schlimm verletzt.", meinte ich zu Regina, als sie sagte, wir sollten mit dem Kindergarten aufhören. Zumindest niemand, der den Streit nicht provoziert hatte. Aber genau genommen gingen die Wunden ja auch nicht daraus hervor.
Ich wusste, dass es Zauber gab, die durchaus so etwas anrichten konnten, aber ich würde keinen davon nennen. Sie hatten alle etwas mit schwarzer Magie zu tun, etwas, womit Snape sich ja auskannte, aber auch etwas, das ich nicht in den Mund nehmen würde. Von daher war meine Ausrede durchaus plausibel. „Ich vermute mal, dass der Zauber von Snape kam. Der kennt sich mit schwarzer Magie mehr aus, als wir.", meinte ich, in der Hoffnung, Maries Misstrauen zu zerstreuen. „Aber wie gesagt... wir sind uns nicht sicher, wer Schuld hat." Nicht dass sie nachher noch Schniefelus für etwas anschwärzten, was er gar nicht getan hatte. Naja, stören würde es mich nicht großartig, aber ein wenig fair bleiben wollte ich trotzdem.
Da ich mir allerdings immer noch nicht sicher war, ob Marie nicht doch immer noch an meiner Aussage zweifelte und im schlimmsten Fall noch Remus darauf ansprach, blieben mir nur noch zwei Option. Die erste war, die anderen Rumtreiber mit einzuweihen, damit wir zur Not alle die Aussage bestätigen könnten. Schniefelus würde ich nichts sagen, der würde doch so oder so lügen, also hätte seine Aussage eh keinen Wert, selbst wenn meine Ausrede gestimmt hätte. Die zweite war, und die gefiel mir eigentlich fast besser, Marie so betrunken zu machen, dass sie am nächsten Morgen einen Filmriss hatte und sich an das hier gar nicht mehr richtig erinnern konnte.
Dann beobachtete ich allerdings grinsend, wie Remus aufstand und Marie von ihrer Hose befreite. Er stellte sich wirklich geschickter an, als ich es vermutet hatte. Ich organisierte mir währenddessen die volle Flasche Feuerwhiskey, die ich schon zu lange nicht mehr in der Hand gehalten hatte und die meiner Meinung nach schon zu viel an Fülle verloren hatte. Aber dennoch trank ich ein paar Schlucke daraus.
Bei Remus' Aufgabe musste ich Regina unwillkürlich angrinsen. Schokosoße hatte sie zwar bisher noch nicht von meinem Körper geleckt, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mich das stören würde. Die Flasche Feuerwhiskey stellte ich bei Seite, allerdings weit weg genug von Remus, denn der hatte schon mehr als genug von dem Zeug für heute, dann ließ ich Regina machen, während ich meine Hände hinterm Kopf verschränkte und sie grinsend dabei beobachtete. Wären wir jetzt allein, würde ich ihre Zunge auf meinem Körper deutlich mehr genießen können. Viel zu schnell hatte sie die letzten Reste der Schokosoße schon wieder von mir runter geleckt und stellte dann ihre Aufgabe an Marie, die mich erneut damit überraschte, dass sie einfach mal galant ihr Oberteil auszog und dann nur noch in Unterwäsche da saß. Sie hatte eine recht hübsche Figur, wie ich zugeben musste. Wenn ich auch Regina in Unterwäsche bevorzugen würde, aber die trug immer noch ihr Nachthemd.
Bei Maries Aufgabe, wusste ich nicht, ob ich meinen amüsierten Blick aufbehalten oder eher geschockt drein schauen sollte. Der Misch aus beidem war vermutlich auch nicht der schönste Gesichtsausdruck, den ich aufbringen konnte.
Es wäre nicht seltsam gewesen, wenn Regina das gemacht hätte oder Marie selbst, aber bei Remus war das ein ganz anderes Kaliber.
Als Remus sich jedoch auf meinen Oberschenkeln abstützte und mir sagte, wir würden nie wieder darüber sprechen, musste ich unwillkürlich grinsen. Ich hätte auch nicht vor gehabt morgen einen Notizzettel an die Pinnwand im Gemeinschaftsraum zu pinnen, auf dem drauf stand, dass einer meiner besten Freunde mir die Hose ausgezogen hat. Mit dem Mund. Ich würde damit tun, was ich sonst auch immer tat. Genießen und schweigen. Wobei... Genießen... war sehr relativ. Ich musste mehrmals schlucken und blicke Remus konzentriert an, während er sich an meinem Gürtel zu schaffen machte. Das... war ein sehr seltsames Gefühl. Warum bei Merlin hatte ich heute einen Gürtel angezogen? Ohne wäre ich die Hose jetzt schon längst los.
Als Remus mich bat aufzustehen, kam ich seiner Bitte nach. Ich musste leicht schmunzeln, als Remus von einer ‚Entkleidung' sprach, denn dieses Wort hatte ich glaube ich in meinem Leben noch nicht benutzt. Aber während er da so vor mir kniete und mit meinem Mund an meiner Hose herum werkelte, kam ich nicht umhin, dass mir doch etwas die Röte ins Gesicht schoss. Das passierte mir sonst so gut wie nie. Ich glaubte manchmal, dass ich so etwas, wie Scham gar nicht empfand. Aber gerade merkte ich förmlich die Hitze in mir.
Und dann war die Hose schon auf dem Boden. Bei Remus' Aufgabe musste ich dann aber wieder grinsen. Reginas Nachthemd hatte mich ohnehin schon gestört. Nicht, dass es nicht schön an ihr aussah, aber der Fakt, dass sie es an hatte, störte mich.
Da ich ohnehin schon stand, lief ich zu dem Sessel, in dem sie saß und zog sie kurzerhand auf die Füße. So war es einfacher, sie von ihrem Nachthemd zu befreien. Grinsend blickte ich sie an, während ich meine Hände unter ihr Nachthemd wandern ließ und es gleich mit hoch schob, je weiter meine Hände ihren Körper entlang nach oben fuhren.
Schließlich zog ich es ihr um den Kopf und kam dann dem zweiten Teil meiner Aufgabe nach, nämlich das Ding wie eine Toga um mich zu wickeln. Wobei ich mich ein wenig dämlich anstellte, weil ich keine Ahnung hatte, wie man so eine Toga an zog oder aus einem Nachthemd wickelte. Und weil Remus auch das Posing von mir verlangte, legte ich mich wie eine aufs Sofa, wobei meine Beine so lang waren oder das Sofa so kurz, dass zumindest das eine über Remus hinweg über der Armlehne lag.
|| stellt euch einfach vor, dass das eine Bein ausgestreckt ist... ||

Meine nächste Wahl fiel auf Marie. Ich musste mein Vohaben mit dem Flimriss umsetzen. Ich ließ sie nicht einmal entscheiden, ob sie Wahrheit oder Pflicht nehmen wollte. "Marie.. Trink die Flasche-", ich stockte, als ich sie vom Tisch nahm und auch die zweite Flasche halb leer war. Mein Blick fiel auf Remus, der sie zu letzt nach mir in der Hand hatte. Dann nahm ich meinen Zauberstab und holte mit einem Aufrufezauber einfach eine neue Flasche. Wie gut, dass das so einfach war, wenn man wusste, wo man das Zeug her holen musste. Diese Flasche reichte ich dann Marie. "Trink die halbe Flasche auf ex.", sagte ich. Keine Ahnung, ob das irgendwas brachte, aber ein Versuch war es wert. Wenn nicht, dann würde sie zumindest morgen Kopfschmerzen genug haben, um nicht über Remus' Wunden nachzudenken. Vielleicht konnte man ihn ja irgendwie mit Make-Up bearbeiten oder die Wunden für ein paar Stunden weg so zaubern, dass sie nicht zu sehen war und Marie würde es dann glauben. Keine Ahnung, aber ich wollte nicht, dass sie am Ende irgendwas heraus fand. Remus pelziges Problemchen war etwas, das uns irgendwie zusammen geschweißt hatte, noch mehr, als vorher. Vielleicht war das egoistisch, aber... Ich wollte nicht, dass da noch jemand mit dran teil hatte.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.06.2017 20:35.

Remus
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Re: Vergangenheitsplay » 5

von Remus am 11.06.2017 18:19

Als Außenstehender sah es für mich danach aus, als ob Gina einen guten Job machen würde. Also was das Schokosauce-Ablecken betraf. Anders als Marie, die irgendwann wegsah, legte ich interessiert den Kopf schief und sah einfach zu. Vielleicht nur, weil mich der Schokoladengeruch so in der Nase kitzelte. Vielleicht auch weil ich mich fragte ob die beiden so etwas auch in ihrer Freizeit taten. Eine unangenehme Frage... Und dennoch stellte sich mir gleich die Nächste. Würde ich abgesehen von diesem Spiel je ansatzweise solche Erfahrungen sammeln?
Solche Gedanken hatte ich eigentlich aus meinem Kopf verbannen wollen. Irgendwie machten sie mich schon etwas niedergeschlagen. Doch die Frage war durchaus berechtigt. Kaum war ich Gwen nahgekommen, hatte irgendetwas in mir dicht gemacht und abgeblockt. Vielleicht war es nur nochmal ein Unterschied ob man Gefühle füreinander hatte oder ob man einfach nur Vergnügen wollte. Aber wagen würde ich wohl auch in dieser Hinsicht ebenfalls nichts. Ich biss mir auf die Lippen und mein Magen zog sich unangenehm zusammen, als ich mich wage an die Ausrede von Sirius eben erinnerte. Ich hatte meinen zerschundenen Körper einfach vergessen und der Anblick musste sicher sehr abstoßend gewesen sein. Ich zupfte unwohl an Sirius Shirt herum und wandte schließlich doch den Blick von den beiden ab. Stattdessen griff ich lieber nochmal zur Flasche und trank in einem Zug beinahe alles aus. Besser. Die Hitze des Feuerwhiskeys stieg mir sofort zu Kopf und vernebelte meine Gedanken, wofür ich dankbar war.
Von Gina nahm ich die Schokosauce entgegen als sie fertig waren, doch ich würde sie vorerst noch aufheben. Hunger hatte ich ohnehin nicht. Mein Inneres war schon von diesem gewissen Brennen ausgefüllt. Ich wollte das nicht mit der Schokolade vermischen.
Dann verfolgte ich weiter das Spiel. Marie wurde nun auch ihr Oberteil los und saß nur noch in Unterwäsche da. Mein Blick glitt immer wieder zu ihr hinüber, doch ich spürte keinerlei Anziehung wie man es vielleicht erwartet hätte. Sie war immerhin meine beste Freundin. So konnte man da auch gar nicht empfinden schätze ich.
Ich drehte die Schokosauce in meiner Hand hin und her und las ein paar Zeilen der Zutaten, doch meine Gedanken gingen stetig langsamer und wirrer. Der Anflug von Nüchternheit war verflogen und brachte meine Mundwinkel erneut zum Zucken. Dieses Spiel war schon ziemlich bescheuert. James und Peter würden ziemlich was verpassen. Ich sah hoch als ich wieder meinen Namen hörte. „Pflicht." Antwortete ich automatisch und grinste wieder. Wahrheit würde ich mir nicht antun, außerdem konnte es doch etwas mit Schokosaucen Extra sein?
Nein, diesmal leider nicht. Bei ihrer Aufgabe kräuselte sich meine Stirn in kleine Fältchen. Überrascht und ein wenig überrannt sah ich erst Marie und dann Sirius an. Mein Blick wanderte zu Sirius Schoß und meine Augenbrauen gingen prompt in die Höhe. Das war ein ganz anderes Kaliber als die Pyjamahose von Marie. Bei Merlins Bart, wie sollte ich mit meinem Mund einen Gürtel öffnen? Eine kleine ehrgeizige Stimme in meinem Kopf flüsterte mir jedoch zu, dass ich diese Herausforderung mit Bravour meistern würde, weil ich eben einfach clever war. Eine andere Stimme bestritt das jedoch, denn in meinem jetzigen Zustand war ich wohl nicht mal in der Lage eine Maus in einen Trinkbecher zu verwandeln. Und das schaffte ich sonst im Schlaf, wozu auch immer ich es später brauchen würde.
Ich biss mir auf die Unterlippe und stand zögernd auf um mich zu Sirius zu begeben. „Pass auf Pawlowski, das bekommst du in sehr naher Zukunft...bezahlt...gezahlt...zurückgezahlt..?!" ich schüttelte den Kopf und machte mit einem Grinsen im Gesicht eine wegwerfende Handbewegung. „Du wirst schon sehen." Fügte ich hinzu und war nun auch schon bei Sirius angekommen. Ein sanfter Duft von Schokolade stieg mir in die Nase, gemischt mit dem für Sirius typischen Geruch, den ich vermutlich überall erkennen würde. So war es eben wenn man seit 5 Jahren pausenlos zusammenhing und sich einen Schlafraum teilte. Mein Vorhaben widerstrebte mir. Ähnlich wie bei Marie, nur noch schlimmer. Langsam beugte ich mich vor und stützte mich dabei vorsichtig auf Sirius Oberschenkeln ab, um nicht aus Versehen mit dem Gesicht voran in seinen Schritt zu fallen. „Wir sprechen nie wieder darüber." Merkte ich kurz an und mein Gesicht glühte wieder. Dann machte ich mich an die Arbeit. Der Schokoladenduft betörte mich und machte das Ganze nicht leichter. Ich probierte einiges aus, drehte den Kopf immer wieder in eine andere Richtung und hatte letztendlich die Gürtelschnalle aufbekommen. Meine Haarspitzen mussten Sirius sicher am Bauch kitzeln, so oft wie ich ihn streifte. Sein Körper strahlte auf einmal eine enorme Hitze aus. „Pads würdest du bitte aufstehen, damit ich mit deiner Entkleidung vorangehen kann?" ich war mir in diesem Moment echt wahnsinnig unsicher ob es dieses Wort ‚entkleiden' überhaupt gab, was ich sonst immer mit einer grusligen Gewissheit sagen konnte. Der Alkohol wirkte immer extremer. Sirius stand schließlich auf und ich konnte ohne weitere Komplikationen meine Aufgabe vollenden. Zu Komplikationen zählte unter anderem nicht, dass ich das Gefühl hatte mein Körper würde zerspringen, jedes Mal wenn ich gewissen Körperteilen zu nahe kam.
Ich richtete mich auf, als Sirius nun nur noch in Shorts bekleidet vor mir stand. „Wahrheit oder Pflicht?" fragte ich sofort um die Stille zu durchbrechen und setzte mich wieder auf meinen Platz. Dass Sirius Pflicht nahm überraschte mich nicht. Nur gingen mir Ideen wirklich aus. Meine Kreativität war oft nicht so großartig wie bei den anderen Maraudern. „Zieh Regina ihr Nachthemd aus und wickel es dir wie eine Toga um die Hüften. Positioniere dich jetzt nur noch wie Statuen alter griechischer Gottheiten." Sagte ich. Eventuell eine lahme Aufgabe, jedoch war Regina die einzige die noch etwas anhatte, also war es vielleicht einfach nötig.

   
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Marie
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 5

von Marie am 11.06.2017 06:10

Ich konnte es mir nicht nehmen, unwillkürlich mein Gesicht zu verziehen, als Sirius die Worte ›Dumbledore‹ und ›Sex‹ in einem Satz verwendete. Dumbledore war ein beeindruckender Zauberer, den ich sehr schätzte, doch viel mehr als das musste ich nicht wirklich über ihn wissen.
Seit Remus sein Oberteil ausgezogen hatte, hatte ich ihn nicht angesehen. Erst, als ich Sirius' Worte vernahm, erlaubte ich mir einen Blick auf den Oberkörper meines besten Freunds – und hielt mir erschrocken die Hand vor den Mund. Lange und breite Wunden, die wie schreckliche Kratzspuren aussahen, zogen sich über seinen gesamten Körper. Sie mochten größtenteils verheilt sein, doch das änderte nichts an der Tatsache, dass es sie gab. Tausende von Fragen und Gedanken stürzten über mir zusammen , aber bevor ich meinen Mund öffnen konnte, hatte sich Sirius schon zu Wort gemeldet.
Es hatte einen ›Zwischenfall‹ gegeben. Ja, so konnte man es natürlich auch nennen. James Potter und Severus Snape hatten sich in die Haare bekommen, was nur allzu logisch klang, da die beiden nichts anderes zu tun schienen, als sich miteinander zu streiten; dass Remus sich zwischen die beiden gestellt hatte, klang ganz nach ihm.
Vielleicht machte das einen paranoiden Eindruck, doch ich glaubte Sirius kein verdammtes Wort. Er war kein schlechter Lügner, im Gegenteil, aber diese Wunden sahen mir nicht im Geringsten nach Magie aus, die zwei Fünftklässler beherrschten. Ich hatte nicht die größte Ahnung von Wunden, schließlich war ich keine Heilerin, aber ich kaufte ihm diese Geschichte nicht ab. Möglicherweise zu unrecht, das wollte ich nicht ausschließen, denn Schwarze Magie war durchaus dazu in der Lage, dies und noch weitaus Schlimmeres mit jemandem anzurichten, und obwohl wir uns momentan in wirklich dunklen Zeiten befanden, bezweifelte ich stark, dass sich Potter und Snape derartigen Flüchen widmeten.
Das alles kam mir einfach unglaublich suspekt vor. Was sollte ich tun? Die beiden zur Rede stellen? Ja, genau. Das würde auch so viel bringen. Remus war so betrunken, dass er zweifellos nicht mal mehr seinen eigenen Namen buchstabieren konnte, und Sirius würde auf dieser Geschichte beharren, also machte es keinen Sinn, jetzt irgendetwas zu sagen oder zu tun. Ich versuchte mich mit dem Gedanken zu beruhigen, dass sich jemand bereits um die Wunden gekümmert hatte.
Ich nahm seinen verletzten, nahezu verstümmelten Oberkörper aus der Ferne unter die Lupe, als Sirius schon sein Shirt auszog, um es Remus zu reichen; im ersten Moment schien dieser nicht zu wissen, was er damit anfangen sollte, doch dann zog er es sich über den Kopf, was mir die Sicht versperrte. Bei ihm wirkte es irgendwie fehl am Platz, war Remus schließlich um einiges schmächtiger als der durchtrainierte Sirius.
Die Blicke von Sirius und mir trafen sich kurz danach. Wir schauten uns weniger als drei Sekunden in die Augen, doch in dieser kurzen Zeit hatte ich ihm versichert, dass ich das niemals im Raum stehen lassen und spätestens morgen darauf zurückkommen würde.
Gina schien nicht weniger geschockt als ich, aber es sah so aus, als würde sie Sirius die Geschichte abkaufen, was mich wunderte. Normalerweise war sie gar nicht so naiv. Hatte Sirius sie bereits um den Finger gewickelt? Tat sie vielleicht nur so? Ich wusste es nicht, aber sobald wir wieder im Mädchenschlafsaal waren, würde ich es erfahren.
Nach diesem Schock hatte ich keine Lust mehr auf das Spiel. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, wollte am liebsten gehen, doch ich brauchte den Alkohol gerade. Andernfalls würde ich wohl ziemlich sicher unüberlegt handeln, was es zu vermeiden galt.
Ich war mir sicher, dass sich selbst Sirius etwas Schöneres vorstellen konnte, als mit mir einen benutzten Kaugummi auszutauschen, obwohl er währenddessen die ganze Zeit sein typisches Grinsen aufgesetzt hatte. Unsere Zungen hatten sich einige Male berührt, doch deswegen würde ich ganz bestimmt keinen Aufstand machen, gehörte Sirius immerhin zu meinen Freunden. Eine Wiederholung des Ganzen musste aber echt nicht sein.
Ich war heilfroh, als ich endlich wieder in meinem Sessel saß und nun an der Reihe war, einen der anderen zu ärgern. Sirius hatte unseren Kaugummi inzwischen im Kamin verschwinden lassen. Jetzt lachte er über seine Aufgabe.
Und auch ich lachte darüber. Wie zu erwarten brachte er das Schauspiel in seiner alten Sirius-Black-Manier rüber, aber es war ziemlich amüsant. Lediglich der letzte Satz ließ mich die Augen verdrehen.
»Ich passe«, meinte ich nur. Niemand musste erwähnen, dass Sirius nur einen Scherz gemacht hatte. Zumindest hoffte ich das.
Man konnte sich bei Sirius zwar nie zu sicher sein, aber ich glaubte nicht, dass er wieder mich auswählen würde, weswegen ich dieses Mal nicht wegsah. Er wählte Remus aus – und als er sagte, was dieser tun musste, hätte ich fast schon wieder meinen Mund geöffnet.
Ich war nicht sonderlich scharf darauf, mir von meinem besten Freund die Hose ausziehen zu lassen – und dann auch noch per Mund –, aber allzu schlimm fand ich das jetzt nicht, zumal die Vorstellung, nur noch im Höschen dazusitzen, viel unangenehmer war. Bei Gina machte mir das nichts aus, da wir uns beide schon des Öfteren so gesehen hatten, auch die Anwesenheit von Remus und Sirius konnte ich verschmerzen, doch ich wüsste nicht, was ich tun würde, wenn plötzlich Professor McGonagall in den Gemeinschaftsraum platzen würde, die nicht nur Verwandlung unterrichtete, sondern auch unsere Hauslehrerin war. Das wäre peinlich, und ich bete zu Gott und Merlin, dass es nicht geschehen würde.
Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen, als Remus in meine Richtung torkelte und vor mir auf die Knie sank. Es sah seltsam aus und fühlte sich auch genauso an, da er wie ein Bruder für mich war, und ich einen Jungen bislang noch nie so nahe an meinen Unterkörper gelassen hatte.
Remus nahm die Schleife, die meine Pyjamahose zusammenhielt, zwischen die Zähne und zog an ihr, um sie zu lösen. Er blickte mich ratlos an, doch ich konnte mir denken, was er mir damit sagen wollte. Als er mich im nächsten Moment an den Händen auf die Beine zog, hatte sich das bestätigt. So ging es viel einfacher.
Ich fand es süß von Remus, dass er so aussah, als würde er sich am liebsten bei mir entschuldigen. Nicht alle Jungs waren so wie er, schon gar nicht, wenn sie so viel getrunken hatten. Er sollte nur machen. Ich hatte damit kein Problem, was ich ihm mit meinem Blick zu verstehen gab, als er von Sirius wieder zu mir sah.
Es dauerte eine kleine Weile, aber nach ein bisschen Knabbern spürte ich, wie mir die Hose letztendlich an den Beinen hinabglitt, was den Anwesenden mein schwarzes Höschen enthüllte. Es gab Schlimmeres.
»Gut gemacht, Remi.« Ich lachte. Er hatte sich echt alle Mühe dabei gegeben. Ich schnappte mir meine Hose und lümmelte mich wieder zurück in den Sessel.
Remus sagte zunächst nichts mehr, doch anhand seines Blickes und seines Grinsens wusste ich, dass es Gina treffen würde. Er ließ Schokoladensauce in den Gemeinschaftsraum schweben und wandte sich tatsächlich an sie – und wieder einmal entlockte mir die Aufgabe ein Lachen.
Anders als Gina und Remus war ich kein großer Fan von Schokolade, weswegen ich sie mir nur selten gönnte. Eventuell träumte das ein oder andere Mädchen davon, süße Schokolade von den Bauchmuskeln eines heißen Typen zu schlecken, aber ich selbst konnte auch äußerst gut ohne diese Erfahrung leben.
Gina zögerte keine Sekunde. Selbstbewusst wie sie war, griff sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen nach der flüssigen Schokolade, um mit ihr eine Banane auf Sirius' Oberkörper zu malen. Dann begann sie, zu lecken.
Und wie sie leckte. Ich hatte ein Mädchen noch nie so geschickt mit ihren Lippen und ihrer Zunge umgehen sehen. Ich sah irgendwann nicht mehr hin, aber ich glaubte, die beiden genossen die Show in vollsten Zügen. Ob sie das schon mal getan hatten? Das wollte ich nicht wissen.
Ich hatte es schon geahnt. Gina wählte mich. Sie war zwar meine beste Freundin, aber nachgiebig war sie nicht. Sie wollte, dass ich die nächsten beiden Runden in nur drei Kleidungsstücken verbrachte.
Ohne darüber nachzudenken, schwang ich mich selbstsicher aus dem Sessel. Klar hätte ich mir jetzt auch einfach bloß meine schwarzen Sneakersocken ausziehen können, da ich dann nur mit meinem Oberteil, meinem BH und meinem Höschen bekleidet gewesen wäre. Aber mir war klar, wie langweilig das war; weder wollte ich das sein noch war es der Sinn des Spiels. Also dachte ich eine Sekunde darüber nach, den BH unter dem Rest meines Pyjamas zu öffnen.
Doch dann packte ich plötzlich das gesamte Oberteil und zog es mir über den Kopf, was mich komplett in Unterwäsche und Socken zurückließ. Ich warf Regina ein freches Grinsen zu, ehe ich mir den Feuerwhisky schnappte, um die Flasche ein wenig leerer zu machen. Ich musste trinken, bevor ich wieder zur Vernunft kam.
Ich sah von Gina, hinüber zu Remus und schließlich zu Sirius. Sie alle hatten schon ihren Spaß mit mir gehabt, also ließ ich den Zufall entscheiden und spielte in meinem Kopf schnell ›Eine kleine Micky Maus‹.
Die Wahl fiel auf Sirius. Meine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen. Ich hätte jetzt einfach seinen Namen nennen und ihn irgendeine Dummheit lassen machen können, doch hey – das war bei Weitem nicht so gemein, wie der Gedanke, der mir gerade kam. Letztendlich waren immer noch dafür, das Spiel interessant zu spielen, nicht wahr? Jetzt musste alles nur noch nach Plan laufen.
»Remus. Wahrheit oder Pflicht?«, fragte ich. Das Grinsen auf meinen Lippen verstärkte sich, als er schon wieder ›Pflicht‹ wählte. Der Plan würde also aufgehen. »Da du das eben mit meiner Hose so gut gemacht hast, schlage ich vor, dass du das Ganze noch einmal machst. Mit Sirius.« Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass es mir nicht leid tat. Zumindest für Remus, der diese Aufgabe nicht nur mit mir, sondern jetzt auch noch mit Sirius machen musste. Gemein war es, ja, aber perfekt auch. Außerdem ging es ja nicht anders, da Remus, wenn man von Sirius' Shirt absah, nur noch in Boxershorts vor uns saß – im Grunde ging es schon, doch dafür war ich noch nicht betrunken genug.
Sirius erntete den Rest meines Grinsens. Wir spielten hier zwar nicht ›Räche dich‹, aber es machte Spaß, seine Freunde ein bisschen zu ärgern. Als er wegsah, hatte ich die Chance, für einen kurzen Augenblick seinen nackten Oberkörper abzuchecken. Ich konnte schon nachvollziehen, warum ihm so viele Mädchen verfielen – diese Bauchmuskeln machten einen dämlich.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.06.2017 06:13.

Regina
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Re: Vergangenheitsplay » 5

von Regina am 10.06.2017 15:59

„Was?! Nein, natürlich nicht!", erwiderte ich empört auf die Worte von Sirius. Niemals würde ich nur einen Gedanken daran verschwenden irgendwas mit Dumbledore anzufangen, der doch sicherlich schon 200 Jahre alt war!
Nun war meine Aufmerksamkeit aber auf Remus gerichtet, welcher meine an ihn gestellte Aufgabe erfüllte. Erst zierte ein breites Grinsen meine Lippen, weil ich es ziemlich lustig fand, wie Remus drauf war, wenn er etwas getrunken hatte, als er aber sein Shirt ausgezogen hatte, veränderte sich mein Gesichtsausdruck. Das Lächeln verschwand und machte platz für einen erschrockenen Blick. Sein Oberkörper war verletzt und zwar nicht gerade wenig. Automatisch wanderte mein Blick zu Sirius, der jetzt an der Reihe war, dies zu erklären. Ich hob kurz skeptisch eine Augenbraue. Ein Zwischenfall mit James und Snape? Nichts ungewöhnliches eigentlich. Ungewöhnlich war aber, dass jemand so schlimm verletzt wurde, wie Remus jetzt. Ich wollte nachfragen, doch dachte, dass es mich nicht zu interessieren hatte, weswegen mein Blick wieder zu Marie wanderte. Ich wusste nicht, ob ich Sirius glauben sollte, dachte dann aber, dass er eigentlich keinen Grund hatte, uns anzulügen. Ich entschied mich dazu, einfach nichts zu sagen. Zumindest hatte Madame Pomfrey die Wunden schon gesehen und behandelt, sodass sie sicherlich bald wieder verschwinden würden. „Ihr solltet euren Kindergarten wirklich mal lassen. Das ist nicht mehr lustig.", erwiderte ich schließlich. Im Endeffekt was es ihre Sache, doch fand ich es nicht okay, wenn dabei jemand verletzt wurde. Ganz und gar nicht. An dieser Stelle war das Thema für mich auch erledigt, weil es mich wirklich nichts anging und die beiden alt genug waren, um selbst für sich zu entscheiden.
Ich nahm die Flasche wieder an mich und nahm einen etwas größeren Schluck und sah dann zu Remus, der Marie diesmal eine Aufgabe stellte. Ich verzog kurz mein Gesicht. Ich liebte Marie und würde wirklich alles mit ihr teilen, aber das war schon irgendwie ziemlich ekelhaft. Zum Glück musste sie diesen Sirius und nicht mir geben. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, als ich sah, wie sich die beiden etwas dämlich anstellten.
Ich prustete los, als Marie Sirius die Aufgabe stellte. Für andere wäre das sicherlich unglaublich schwierig und peinlich geworden, aber nicht für Sirius, der sowieso dachte, dass er der großartigste Mensch dieses Planten war. Ich lehnte mich im Sessel zurück und lauschte den Worten Sirius' und konnte nicht anders als zu lachen. So wie er gerade sprach könnte man meinen, er wollte jemandem gerade wirklich etwas verkaufen. „Banane, ernsthaft?" Ich schüttelte lachend den Kopf.
Jetzt war Sirius wieder an der Reihe, der sich sicherlich schon etwas schönes ausgedacht hatte- Diesmal für Remus. Die Aufgabe an sich war nicht sonderlich schwer, doch kostete es schon etwas Überwindung jemandem so nahe zu kommen, wie Remus es jetzt bei Marie musste. Anders als erwartete hatte er die Aufgabe mit Bravur bestanden und meine Beste Freundin stand jetzt unten ohne im Gemeinschaftsraum. Ich kannte Marie und wusste, dass ihr dies etwas unangenehm war, doch konnte sie diese ja wieder anziehen, hatte Sirius schließlich nicht erwähnt, dass sie dies nicht durfte. Zwischendurch trank ich immer mal wieder einen Schluck. Die Aufgaben würden sicherlich noch extremer werden, gerade war es ja fast schon wie ein Kindergeburtstag.
Die nächste Aufgabe war wieder an mich gerichtet. Ich sah wie Remus die Schokosoße in den Gemeinschaftsraum schweben ließ. Ein Schmunzeln huschte über meine Lippen. Zwar hatte ich mir eben erst den Bauch vollgeschlagen, doch Schokolade konnte ich wirklich immer essen. Ich musste zugeben, dass ich mich schon etwas freute, dass Sirius der denjenigen war, dem ich die Schokolade vom Körper lecken sollte. Ich griff also nach der Flasche, stand auf und ging zu Sirius rüber. Mit einer Hand drückte ich ihn etwas nach hinten, damit die Schokolade nicht sofort verlaufen würde, würde sie erstmal auf seinem Oberkörper landen. Ich öffnete die Flasche und begann eine Banane auf seinen Oberkörper zu..zeichnen(?), darauf bedacht, sie nicht so krumm zu machen. So, wie es mir aufgetragen wurde. Ich stellte die Falsche auf dem Tisch ab, ehe ich mich zu Sirius runter beugte. Mit einer Hand hielt ich mein Haar zurück und die andere legte ich auf seine Schulter, um mich besser halten zu können. Meine Lippen trafen seine Haut, die sich sehr warm anfühlte. Fast schon zaghaft strich ich mit meinen Lippen und meiner Zunge über seinen Körper, um die Schokolade wieder zu entfernen. Als die Schokolade restlos verschwunden war, griff ich wieder nach der Schokosoße, die ich Remus hinhielt. Ich leckte mir über meine Lippen. „Sorry, ich konnte mich nicht bremsen." Ich zwinkerte Sirius kurz zu, ehe ich Remus die Falsche gab, damit er die Schokolade von da nehmen konnte - wenn er denn noch wollte.
Ich ging zurück zu meinem Platz und sah kurz in die Runde. „Marie." Mein Blick blieb bei ihr hängen. Ich sollte nicht allzu fies zu ihr sein, andererseits war das Spiel darauf angelegt und Alkohol machte mich auch nicht unbedingt zu einem Menschen, der über alles zwei mal nachdachte. Als sie mir sagte, dass sie Pflicht nahm, dachte ich kurz nach. „Verbringe die nächsten beiden Runden mit nur 3 Kleidungsstücken."

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Remus
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Re: Vergangenheitsplay » 5

von Remus am 10.06.2017 15:11

Ich hatte nichts dagegen meine Aufgabe zu erfüllen. Nicht in dem Moment in dem ich es tat und auch nicht nachdem es geschehen war. Pads meinte irgendwas von wegen ‚ich müsste es nicht tun', aber ich hatte die Pflichtaufgabe genommen und würde sie auch ausführen. Ich dachte immer er wollte, dass ich meinen inneren Spielverderber bezwang und etwas wagte. Und das tat ich jetzt auch. Und Marie feuerte mich sogar an. Wurde ich jemals angefeuert? Ich wusste es nicht. Ich grinste sie breit an, verbeugte mich in ihre Richtung und auch zu Regina. Ich setzte mich wieder hin, während Sirius irgendwas von ‚Zwischenfall' und ‚Wunden' faselte. Ich hörte nicht genau zu. Von Wunden und Zwischenfällen wollte ich gerade nichts wissen und ich sträubte mich im ersten Moment Sirius Oberteil anzuziehen. Was war denn mit ihm los? „Zieh es an." Sagte er und zwar in diesem Tonfall der deutlich sagte ‚wenn du es nicht selbst tust, werde ich es tun, du hast eh keine Wahl', also nahm ich letztendlich sein Shirt an mich und streifte es mir über den Kopf. An mir wirkte es sofort irgendwie plump und nicht wirklich ausgefüllt. Mein Körper war viel schmächtiger als der von Sirius, wie man jetzt unschwer erkennen konnte, da er jetzt kein Oberteil mehr trug.
Für die weitere Aufgabe sah ich schweigend zu, kritisch und mit schiefgelegtem Kopf. So hatte ich mir das mit dem Kaugummi aber nicht vorgestellt... Ich spielte mit dem Gedanken aufzustehen und ihnen zu zeigen wie ich die Aufgabe gemeint hatte, doch dann war es schon vorbei und der Kaugummi lag im Kamin. „Kaugummi im Feuer..." ich grinste breit und sah belustigt in die Runde. Und auch wenn es anscheinend kein anderer so amüsant fand wie ich, starb mein Grinsen noch nicht aus. Erst recht nicht als Sirius begann sein bestes Stück zu beschreiben und anzuwerben. Gleichzeitig lief ich auch wieder rötlich an. Ich griff zur Flasche und trank schnell noch etwas. Die Form einer Banane. Nur nicht so krumm. Ich verschluckte mich und musste husten. Alles klar, das würde ich nun nie wieder aus meinem Kopf bekommen. Ich hatte gerade für diese Ausführung sicher eine wichtige Information verloren. Vermutlich das Gelernte für den nächsten Test. Aber an Tests wollte ich jetzt gar nicht denken. Oder überhaupt an die Schule.
Gespannt wartete ich auf die nächste Aufgabe. Pflicht war doch bisher immer ganz amüsant gewesen. Doch jetzt sollte ich Marie die Hose mit meinem Mund ausziehen. Ich war mir nicht einmal mehr sicher ob ich meine Zunge spüren konnte. Doch ich zuckte nur vergnügt mit den Schultern, stand auf, was mich für einen Moment schwindeln ließ und ging auf Marie zu. Es war seltsam mich vor ihr hin zu knien und meinen Kopf in für mich bisher noch unbekannten Gebieten zu nähern. Dass sie saß, machte die Sache vielleicht noch ein wenig komplizierter. Ihre Pyjamahose wurde von einer Schleife oben gehalten. Ich nahm das Ende des weichen Stoffes zwischen die Zähne und zog daran, sodass sich die Schleife langsam löste. Das war irgendwie der leichteste Part. Kurz blickte ich Marie ratlos an, dann stand ich auf und zog an den Händen hoch. Nun war mein Blick eher entschuldigend. Sie war meine beste Freundin, ich musste nicht unbedingt so viel von ihrem Körper zu Gesicht bekommen. Dennoch war es nun mal die Aufgabe. Mein Blick wanderte kurz zu Sirius, dann widmete ich mich wieder Marie. Erneut kniete ich mich hin und legte die Hände sicherheitshalber auf den Rücken. Nach ewigen herumgeknabber an ihrem Hosenbund lag die Hose schließlich auf dem roten Teppich und ich fand mich direkt gegenüber von Maries Höschen. Für einen Moment kam ich nicht umhin zu starren, stand dann jedoch schnell auf und ging zurück zu meinem Plätzchen.
Nächste Aufgabe. Überleg dir was. Mein Blick glitt zu Regina wegen der ich mich hatte ausziehen müssen. Mein Grinsen kehrte zurück. Ich könnte von ihr das gleiche verlangen. Aber das war langweilig. Zum ausziehen würde sie sicher schon noch kommen. Sirius hatte bestimmt schon Pläne. Ich versicherte mich vorher, dass sie auch Pflicht wählte und zog dann meinen Zauberstab. Für einen Moment hatte ich Probleme den richtigen Spruch aus meinem Hirn hervorzukramen, doch dann kam ein leises Murmeln über meine Lippen und kurz darauf kam etwas durchs Fenster geflogen. Ich fing es auf und hielt es Gina hin. „Male mit dieser Schokosauce eine nicht ganz krumme Banane...-" ich blickte kurz zu Sirius „-... auf Sirius Oberkörper und entferne sie dann wieder durch deine Zunge." Sagte ich und warf ihr die Sauce zu. Eigentlich klang das nach einem perfekten Spiel für mich. Und mein Magen machte unvermittelt klar, dass er mir da vollkommen zustimmte. „...und lass bitte ein wenig davon übrig." Fügte ich hinzu und zog dann meine Beine mit auf die Couch. Vielleicht war es nur meine Ansicht, aber Menschen mit Schokolade auf dem Körper wirkten um einiges Attraktiver auf mich.

   
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Sirius
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Re: Vergangenheitsplay » 5

von Sirius am 10.06.2017 05:28

Niemand sagte etwas gegen das Spiel, was mich ziemlich überraschte. Vielleicht lag es daran, dass sowohl Regina, als auch Mary mittlerweile etwas getrunken hatten und Remus zum Reden irgendwie immer noch nicht ganz fähig war.
Ein leichtes Grinsen huschte über meine Lippen, als Remus mir das Buch verriet, welches er mir widmen wollte. Allein wegen des Titels war es ohnehin schon mein Favorit gewesen. Auch wenn ich wusste, dass das Werwolfdasein für Remus definitiv kein Stück glücklich war. Vermutlich fühlte sich eine Verwandlung bei Vollmond auch genauso schmerzhaft an, wie im Feuer zu verbrennen. Von daher ein gut gewählter Titel.
Allerdings widmete ich meine Aufmerksamkeit wieder Regina. Ich war mir ziemlich sicher, dass ihre schmutzigen Gedanken nichts mit schmutziger Wäsche zu tun hatten. Ich war mir sicher, dass es dabei um Sex ging. Konnte ja keiner ahnen, dass sie dabei gerne von einem Haufen Portraits in Dumbledores Büro angestarrt werden wollte.
Prompt fing ich an zu lachen. „Solange du dabei nicht an Sex mit Dumbledore gedacht hast, ist das noch in Ordnung.", sagte ich grinsend. Aber gut zu wissen. Das würde ich mir merken. Wer weiß, vielleicht ergab es sich ja mal, dass ich ihr ihre geheimen Fantasien erfüllen konnte.
Dann allerdings nannte Regina Remus eine Aufgabe. Er hatte ja auch unbedingt Pflicht nehmen müssen. Vermutlich bekam er nicht einmal mit, was er da gerade sagte oder machte. Meine Vermutung bestätigte sich, als Regina meinte, er solle sich bis auf die Unterhose ausziehen und er sogar ziemlich bereitwillig aufstand. Einen Moment lang blickte ich ihn nur amüsiert grinsend an, aber als mir wieder einfiel, welcher Tag heute war und wie Remus Körper schon an Tagen aussah, an denen es nicht direkt nach Vollmond war, erlosch es wieder. „Remus... du musst echt nicht...", setzte ich an, aber da hatte er schon sein Shirt über den Kopf gezogen. Kurz flammte Panik in mir auf, denn so wie er aussah, würden die beiden anderen sicher nicht einfach nur schweigend da sitzen.
„Es gab einen kleinen Zwischenfall.", murmelte ich als Erklärung zu den Wunden. „James und Snape haben sich mal wieder in die Haare bekommen und Remus, wie er nun mal ist, ist dazwischen gegangen und wurde von einem der beiden mit einem Zauber erwischt. Erzählt das am besten nicht rum. Wir wissen nicht, ob es Snape oder James war und wir wollen keinen Ärger.", murmelte ich. „Madam Pomfrey hat die Wunden schon behandelt. Der Rest verschwindet noch. Sie meinte in ein bis zwei Tagen sollte er wieder vollkommen normal aussehen." Das würde er natürlich nicht, aber ich würde dann darauf achten, dass er sich vor den Mädchen nicht noch einmal auszieht. Erst recht nicht so kurz nach Vollmond.
Weil ich aber trotzdem nicht wollte, dass sie ihn möglicherweise anstarrten, wegen der ganzen Wunden an seinem Körper, zog ich mein Shirt über den Kopf und reichte es Moony. „Zieh es an.", meinte ich fordernd. Wegsehen könnte man eh nicht. Dazu sah sein Körper viel zu sehr nach einem Unfall aus. Aber zumindest hätte er dann ein Shirt an und gerade war es mir egal, dass Regina wollte, dass er sich bis auf die Unterhose auszog. Seine Klamotten zog er ja nicht wieder an, also war das streng genommen eine Grauzone und nicht gegen die Regeln.
Remus Aufgabe allerdings gefiel mir nicht unbedingt. Ein Mädchen küssen – kein Problem. Aber ihren Kaugummi brauchte ich nicht im Mund zu haben. Dennoch setzte ich mein typisches Grinsen auf, als sie sich den Kaugummi in den Mund schob. Ich hatte eigentlich erwartet, dass sie das Ding ziemlich schnell in meinen Mund steckte, aber entweder sie hatte Spaß hier dran, oder sie bekam es wirklich nicht hin. Nach einigen versehentlichen Zungenberührungen, in der Hoffnung, diesen Kaugummi irgendwie aus ihren Mund in meinen zu bekommen, hatten wir es dann auch endlich einmal geschafft. Den Kaugummi behielt ich allerdings nicht im Mund, sondern spuckte ihn wieder aus und warf ihn in den Kamin. Essen wollte ihn vermutlich keiner mehr, nachdem Marie und ich ihn schon im Mund hatten.
Natürlich fiel Maries Wahl dann auf mich. Ich hätte gewettet ihre Pflichtaufgabe wäre etwas, wie „Halte fünf Minuten lang Händchen mit Remus." oder etwas in der Art, aber nein, sie stellte mir eine Aufgabe, die mich erst einmal zum Lachen brachte. Aber gut.
„Okay...", meinte ich grinsend und überlegte, wie ich das am besten anging. „Mein Penis... ein Produkt, mit dem man ziemlich viel Spaß haben kann – Regina kann es bezeugen – und das den meisten Frauen ziemliche Freude bereitet. Er ist lang.. So lang.", sagte ich und zeigte mit meinen Händen die Länge, die nicht einmal im Ansatz stimmte, denn zwischen ihnen waren mindestens 80cm Platz und das die Länge nicht stimmte, das wusste denke ich jeder. „Sonst hat er ungefähr die Form... einer Banane? Nur nicht so krumm. Die meiste Zeit zumindest nicht. Außerdem könnt ihr ihn seeehr vielfältig nutzen. Falls du mehr Details darüber wissen willst, kannst du ihn gerne mal Probetesten.", meinte ich zwinkernd zu Marie. Das sollte reichen. Hoffte ich zumindest.
Ich war wieder an der Reihe. Mein Blick fiel auf Remus. „Also Moony... Ich will, dass du Marie nur mit deinem Mund die Hose ausziehst."

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Marie
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 5

von Marie am 10.06.2017 04:18

Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, wieso ich einen Schluck des Feuerwhiskys getrunken hatte, der sich mit dem Rest Erdbeergeschmack, der noch auf meiner Zunge lag, nicht so gut vertrug. Vielleicht hatte es daran gelegen, dass ich eben einen recht spießigen Eindruck gemacht hatte. Sowas konnte und wollte ich nicht im Raum stehen lassen.
Ich wurde hellhörig, als Sirius ein Spiel erwähnte. Noch im selben Moment schrillten all meine Alarmglocken. Ein Spiel mit Sirius Black – jeder, der ihn kannte, wusste, dass dies mit Alkohol verbunden war (den wir sogar hatten). Und sexuellen Dingen. Ganz viel Alkohol und sexuelle Dinge.
Ich hätte mehr als einen Grund, jetzt aufzustehen und zusammen mit Gina ohne Umschweife im Mädchenschlafsaal zu verschwinden. Doch, und ich wusste nicht genau was, schien mich ... hierbehalten zu wollen. Ein Teil von mir wollte Glied des Spiels sein, Spaß haben.
»Ich bin immer für ein gutes Spiel zu haben.« Die Worte verließen nahezu selbstständig meinen Mund. Ich dachte einfach nicht mehr darüber nach. Obwohl ich wusste, was auf mich zukommen könnte, was auf mich zukommen würde, fragte ich mich: warum zur Hölle nicht?
Ein Schmunzeln erschien auf meinen Lippen, als Sirius, der inzwischen schon eine neue Flasche Feuerwhisky in seinen Händen hielt, eine Wahrheit-oder-Pflicht-Frage an Gina stellte, die mich unweigerlich schmunzeln ließ. Nicht einmal ich kannte ihre schmutzigste Fantasie, wenngleich wir uns natürlich schon über Sex ausgetauscht hatten.
Sie schien einen kleinen Moment und einen weiteren Feuerwhisky zu brauchen, doch sicher war, dass Gina auch die Wahrheit sagen würde. Sie war weder eine Lügnerin noch eine Spielverderberin.
Mit geöffnetem Mund starrte ich sie an, als sie uns ihre Gedanken mitteilte, ehe ich zu lachen begann. Als geübte beste Freundin fiel mir sofort der rosafarbene Ton an, den ihre Wangen angenommen hatten. Ich wusste, dass dies kein Rouge war, und konnte nicht glauben, dass sich Regina Swan sich ernsthaft für etwas zu schämen schien.
»Ich glaube nicht, dass dir das jemand verübelt. Ich meine, habt ihr diesen Schreibtisch gesehen?« Ich wollte zwar nicht unbedingt Sex am Arbeitsplatz meines Schuldirektors haben, aber wenn Tische dafür gemacht wären, könnte niemand bestreiten, dass dieser ausgesprochen gut für derartige Tätigkeiten gemacht wurde.
Nun war Gina an der Reihe. Ich schaute maschinell zur Seite und hoffte, sie würde mich nicht aufrufen, da sie in solchen Sachen, und ich sprach aus Erfahrung, gemein werden konnte. Eine kleine Welle der Erleichterung und eine freundschaftliche Schadenfreude überkam mich, als sie Remus' Namen nannte.
Und seine Aufgabe war wirklich gemein. Der arme Remus, der sowieso nicht mehr wusste, was er tat, fing an sich auszuziehen. Ohne Frage fing ich an, im Takt in meine Hände zu klatschen.
»Remus! Remus! Remus!«, feuerte ich ihn an, während ich seine Schuhe, die er fast dem angezündeten Kamin zum Fraß vorgeworfen hätte, zur Seite stellte.
Ich hatte Remus noch nie ansatzweise nackt gesehen. Er war attraktiv, doch als mein bester Freund, den ich seit dem ersten Schuljahr an Hogwarts kannte, nicht mein Typ. Eher ein kleiner Bruder, auf den es aufzupassen galt.
Ich starrte auf den Boden, als Remus meinen Namen sagte. Mit geschlossenen Augen biss ich mir auf die Unterlippe und warf den Kopf in den Nacken. Wie Remus hatte auch ich mich für ›Pflicht‹ entschieden, was wohl alles andere als eine kluge Entscheidung war, wenn der Betrunkenste der Runde die Aufgabe aussuchen durfte. Er konnte ja nicht einmal mehr richtig reden.
Als er mir sagte, was ich zu tun hatte, hätte ich am liebsten geschrien. Ich hatte in meinem ganzen Leben nicht einmal daran gedacht, meine Lippen auch nur in die Nähe von Sirius Black zu bringen, der wahrscheinlich schon den Geschmack aller Lippen dieser Schule kannte. Ich wollte das nicht tun; erst recht nicht mehr, seitdem ich wusste, dass er und Gina ... ›gewisse Dinge‹ miteinander taten.
Ich spürte, wie mir jemand etwas in die Hand lag, was vermutlich der Kaugummi war; dann öffnete ich meine Augen und sah gequält zu Gina. Ich wollte nicht, aber ich hatte nicht vor, eine Spielverderberin zu sein, also befreite ich Bubbels besten Blaskaugummi aus seiner Verpackung, um ihn mir in den Mund zu schieben.
»Bringen wir das schnell hinter uns«, sagte ich an Sirius gewandt, der noch immer auf dem Sofa saß. Ich ging um den kleinen Tisch herum, und hätte ich mich nicht immer wieder selbst daran erinnert, zu welchem Haus ich gehörte, hätte ich mich wohl nicht nach unten zu Sirius gebeugt, um mit ihm die Aufgabe zu erfüllen.
Es war schwerer, als ich gedacht hatte. Vermutlich machte er es mir auch nicht unbedingt leicht, weil er Spaß daran zu haben schien. Nach kurzer Zeit schaffte ich es dennoch, den Kaugummi möglichst ohne Speichelaustausch in seinen Mund zu befördern, ehe ich mich von ihm abwendete und reflexartig nach der Flasche Feuerwhisky griff, um einen weiteren Schluck daraus zu trinken. Wieso hatte ich das davor nicht getan?
»Meine Rache wird kommen und sie wird grausam sein, Remus, aber zuerst ... Sirius.« Mit verschränkten Armen sah ich ihn zuckersüß an. Ich konnte mich beim Feuerwhisky dafür bedanken, denn die Idee kam mir sofort. »Stell dir vor, wir sind deine Kundschaft und du bist ein Geschäftsmann, der uns etwas vorstellen möchte: nämlich nichts anderes als sein wertes Geschlechtsteil. Ich möchte, dass du es uns wie ein Produkt beschreibst. Lass keine Details aus.«

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.06.2017 04:39.

Remus
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Re: Vergangenheitsplay » 5

von Remus am 10.06.2017 02:06

Ich nickte schnell. "Ja, das werde ich. Und Marie? Ich wimde dir den Band über Einhörner im Feuer. Gina...du bekommst den Phönix im Wasser...weil du so rote Haare hast. Pads.." mein Blickte schweifte zu Sirius. "Dir widme ich Werwolf im Feuer." ich grinste breit und meine Wangen brannten mittlerweile vor röte. Mir war so warm am Kamin und der Feuerwhiskey machte das nicht gerade besser.
Dass wir ein Spiel spielten bemerkte ich nur, da ich jetzt anscheinend dran war. "Pflicht." ich gluckste und setzte mich auf. Wo war meine Flasche? Suchend blickte ich durch die Gegen und fand eine neue und volle Flasche in Reginas Händen. Wankend stand ich auf und nahm sie ihr aus der Hand. "Ausziehen?" ich lachte leise und gab die Flasche für einen Moment aus der Hand. Ich schlüpfte aus meinen Schuhen, kickte sie weg und fast ins Feuer. "Schuhe im Feuer.." gluckste ich und zog mir meinen Pullover über den Kopf, ebenso mein Shirt. Bei der Hose zögerte ich einen Moment, dachte dann aber nicht weiter drüber nach. War jetzt auch nicht mehr wichtig. Außerdem kam mir die Befreiung von meinen Klamotten wie ein Segen vor, da mir endlich nicht mehr so heiß war.
Ich nehm meine Flasche und setzte mich wieder grinsend auf das Sofa. "Marie? Pflicht...? Mh...oder Pflicht?" nee warte...Naja aber da sagte sie schon, dass sie Pflicht nahm. Ich lachte laut als mir eine Idee kam. Ich bückte zu meiner Hose und zog eine Packung Bubbles Bester Blaskaugummi heraus. "Kau den hier und tausche ihn mit...." ich blickte unschlüssig zu Regina und Sirius. "Sirius." ich nickte zufrieden und gab ihr den Kaugummi. Ich war eher für Schokolade zu haben. "Also..hier...über Mund und so..." ich ließ mich erneut auf das Sofa sinken.

   
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Re: Vergangenheitsplay » 5

von Regina am 10.06.2017 01:28

Ich musste zugeben, dass ich gerade nicht erwartet hatte, dass Marie nach der Flasche greifen würde, hatten wir eigentlich vor gehabt, uns wieder in unser Bett zu begeben. Ich sagte nichts, sondern nahm die Flasche entgegen, die sie mir hinhielt. Ich dachte nicht lange darüber nach und trank meinen ersten Schluck daraus. Ich verzog das Gesicht, als der brennende Alkohol meinen Hals hinablief. Es war nicht das erste Mal, dass ich Feuerwhiskey trank und doch störte es mich immer wieder aufs neue. Dies legte sich allerdings, je mehr Alkohol seinen Weg in meine Blutlaufbahn fand. Ich ließ mich ebenfalls auf einen der Sessel fallen und stellte die Falsche wieder auf dem Tisch ab, damit die anderen ebenfalls davon trinken konnten.
Sirius musste es nicht mal aussprechen und schon wusste ich, was das hier für ein Spiel werden würden. Was sollte man auch um die Uhrzeit mit Alkohol intus im Gemeinschaftsraum spielen? Natürlich musste er mich auch direkt als erste dran nehmen. Da ich definitiv noch nicht genug getrunken hatte, um mich schon auf eine Pflicht Aufgabe zu stürzen, sagte ich, dass ich Wahrheit nahm. Bei seiner Frage musste ich Grinsen. Ich griff wieder nach der Flasche und setzte diese an meine Lippen, um einen weiteren Schluck zu trinken, nicht weil ich Alkohol brauchte, sondern weil ich etwas Bedenkzeit brauchte. „Hm.." Ich spielte an dem Flaschenhals herum. „Ich habe mir mal vorgestellt, wie es wäre, auf dem Schreibtisch von Prof. Dumbledore Sex zu haben.", beantwortete ich die Frage ehrlich und zuckte mit den Schultern. Ich versuchte diese Antwort zu locker wie möglich rüber zu bringen, konnte aber nicht verhindern, dass meine Wangen einen rosa Ton annahmen. Auch mir waren manche meiner Gedanken peinlich, dieser war einer davon. „Okay, Remus.", sagte ich schließlich und sah zu ihm. „Wahrheit oder Pflicht?"
Pflicht. Ich hatte schon irgendwie damit gerechnet, hatte er schließlich schon einiges mehr an Alkohol intus, als wir anderen. Ich sah mich kurz um Gemeinschaftsraum um. Was könnte Remus denn schönes machen? „Zieh dich bis auf deine Unterwäsche aus.", sagte ich schließlich.

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