Vergangenheitsplay » 16

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Romy
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 16

von Romy am 20.02.2018 18:16

Dann begann auch schon die Stunde.
Als Jeremie mir anbot, dass wir beide für die folgende Aufgabe Partner sein könnten, musste ich nicht lange überlegen und antwortete natürlich mit einem etwas gehauchten "Ja klar doch, Jeremie." Ich strich mir eine widerspenstige, blonde, gelockte Strähne aus der Stirn und sah ihn lächelnd an. "Das schaffen wir gemeinsam." fügte ich noch hinzu.
Wir alle bekamen ein Kästchen mit Erde und den giftigen Pilzen zugewiesen und es wurde direkt vor uns abgestellt, dazu bekamen wir noch Handschuhe, damit wir nicht mit den Pilzen in Kontakt kamen. Ich zog mir ein paar Handschuhe an und reichte auch Jeremie ein paar, damit er diese ebenfalls anziehen konnte. Ich zog die beiden Kisten zu uns heran und nahm einen Pilz raus, um ihn genauer unter die Lupe zu nehmen. Während ich ihn ganz genau ansah, zog auch Jeremie sein Handschuhpaar an und wir begannen die Aufgabe. Pflegen, gießen, zählen und die Reifen abzupfen, dachte ich gerade über diese Aufgabe nach. Ich murmelte, während ich den Pilz begutachtete: "Irgendwie eine sinnlose Aufgabe..." Aber ich hatte das Gefühl, Jeremie teilte meine Meinung nicht. Ich strich dem Pilz über sein 'Hütchen' oben und zählte seine kleinen Punkte. "15 kleine weiße Punke auf grün. Etwa ein viertel Jahr alt, der gute Pilz. Ich setzte ihn vorsichtig auf der Erde im zweitn Kästchen ab und zog den nächsten Pilz hervor, bei dem ich die von dem Professor gestellten Fragen nach dem gleichen Schema beantwortete. Jeremie schien etwas fragend zu mir zu sehen und sh drückte ich ihm einen Pilz in die Hand und grinste. "Bestimme mal das Alter" gab ich ihm auf. "Na? Wie alt ist dieser schöne, grasgrüne Pilz mit den weißen Punkten?"

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Jeremie

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Re: Vergangenheitsplay » 16

von Jeremie am 21.02.2018 21:01

Irgendwie  interessierte mich das Thema schon, doch ich war nicht der Schlauste und als Romy meinte es wäre eine sinnlose Aufgabe, nun da musste ich ihr iorgendwie zustimmen. Was soll es mir bringen zu sagen, wie alt die sind? Hilft das wenn man ein Gift herstellen will? Wann will ich schon ein Gift herstellen. Ich dachte an Situationenn in meinem Alltag, nun ich bezweifle, dass ich für irgendetwas davon ein Gift gebraucht hätte. Aber vielleicht ist es auch zur Verteidigung gedacht? Wenn einer der Todesser uns vielleicht mal entführen mag, dass wir sowas immer dabei haben?
Ich zuckte mit dne Schultern. Todesser waren ja so eine Sache für dsich. Laut meinen Eltern sollen sie doch an die SMacht kommen, es geht ja schließlich um den Schutz der Magischen Welt. Aber so wirklich informiert sidn meine Eltenr nicht udn wolllen sie auch nicht. Sture, einfältige Menschen udn ddennoch liebe ich sie. Sie drängen mich zumindest zu nichts und meine Schwester Talia ja auch nicht.
Schon komisch, wenn meine Eltern gerade so rassistishc und muggelfeindlich sind. Sie sind selber Französisch- Irisch, haben eine "ausländische" Adoptivtochter und sind dann gegen Muggel?
Verstehe das mal einer. Aber so sind einige...
Ich merkte, das sich in Gedanken versunken war, als ich die Aufgabe erledigte, da sprach Romy zu mir und ich blickte fragend zu ihr.
"Ehm..."begann ich unsicher und sah mir dne Pilz an.
Da war ich etwas überfragt.
"Nun es sind 9 Punkte, daher vermute ich mal knapp 2 Monate, nicht wahr?", ich biss mir auf die Lippe. Peinlich, dass ich nicht mal sowas genau wusste.
"Ich glaube mich zu erinnern, dass es zwei Monate dann wären. Doch um Ehrlich zu sein", ich  überlgete ob ich mein Buch dabei hatte, doch mit Handschuehn und allem konnte ich es jetzt nicht aus der Tasche suchen. Mir war das jetzt etwas kompliziert, um das Buch rauszusuchen.
"Doch ja, zwie Monate sidn es bald...doch wozu brauch man die, weißt du das?", ich hatte da mal was gelesen und war mir ziemlich sicher, dass sie unter anderem dafür eingestezt werdne um bei jemandne heftige Schwellungen und Pickel und sowas auszulöösen, was am Ende auch den Hals zu schwellen könnte, so dass jemand quallvoll erstickt...
Aber das wäre keine Konservation, wnen ich das alles sagen würde, es wäre eher ein Monolog udn könnte vielleicht überklug vorkommen und so wollte ich nicht wirken.


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Romy
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 16

von Romy am 13.03.2018 16:56

[ Bitte entschuldige ♥ ]

Ich sah ihn lächelnd aber herausfordernd an und wartete gespannt, bis er den Pilz, den ich ihm in die Hand gedrückt hatte, bestimmt hatte. Jeremie sah zuerst lange und etwas verwirrt auf den Pilz bevor er zu mir antwortete ich ich lächelnd den Kopf schüttelte und scherzhaft fragte: "Hast du vorhin aufgepasst? Professor van de Ferrers hat vorne doch erklärt, dass alle Pilze mit acht oder neun Punkten nur einen Monat alt sind, weil sie in den ersten Wochen sehr viele Punkte haben." Ich lächelte, denn ich fand es nicht schlimm wenn jemand einen Fehler machte.
Ich zuckte mit den Schultern, denn ich wusste auch nicht, wofür man das brauchte. "Weiß nicht." antwortete ich deswegen nur. "Aber ich meine gelesen zu haben, dass das als Schwelltrank viele Pickel und Schwellungen auslösen soll." Also gar nicht so nützlich, das Zeigs. Ich strich mein Haar hinter das Ohr und wandte mich dem Buch zu. "Soooo." murmelte ich vor mich hin und blätterte im Buch herum. "Dann soll man die Tabelle abschreiben und anschließend die gemessenen Werte eintragen." Ich zog zwei Pergamentrollen hervor und reichte eine mit einem Lächeln an Jeremie. Ich schnappte mir meine Feder aus der Tasche und schrieb los.
Nach wenigen Minuten war ich fertig und warf einen neugierigen Blick zu Jeremies Pergament, das noch recht leer aussah. Ich rutschte zu ihm und murmelte in sein Ohr: "Soll ich dir helfen?" Dann deutete ich auf eine Lücke und flüsterte: "Da kommt eine fünf rein."

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Jeremie

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Re: Vergangenheitsplay » 16

von Jeremie am 13.03.2018 17:05

Ich kam mir ziemlich dumm vor; schämte mich und wurde sogar etwas rot um die Ohren.
Romy nahm es mir jedoch nicht übel; ich fühlte mich auch nicht so, als ob es sie störte, dass ich in diesem Falle mich so doof anstellte; dennoch; ich kann es besser!
Vielleicht bin ich nur so überheblich, dass anderen meien Fehler nicht auffallen, aber jetzt fühlte ich mich...normal irgendwie; denn sie war eindeutig gebildeter und aufmerksamer als ich.
"Um ehrlich zu sein; nein,ich habe nicht zugehört", sprach ich leise.
Dann ging es wohl los mit der Tabelle.
Ich kritzelte herum und kaute auf dem Federkiel rum.
Ich wollte ihr zeigen, dass ich nicht dumm war; ich wollte nicht wie ein Prolet rüberkam, der stolz und mutig war, aber nichts im Hirn hatte!
Wir standne usn ziemlich nahe, was mich dazu auch noch nervös machte.
Was machte sie nur mit mir !!
Irgendwann wussteich dann doch nichtweiter udn starrte auf mein durchgekritzeltes , fast leeres Blatt.
Romy war wohl fertig und als sie zu mir meinte, ob sie mir helfen sollte, war es mir schon wieder peinlich.
Ich wollte erst verneinen: "Ach nein, ich..."; ich zuckte mit den Schultern.
"Bin nicht so der Schreiber...ich hab das alles...im Kopf".
Ziemlich unwahrscheinlich, mein Kopf war gerade wie watte.
Nun gut, sei ehrlich Jeremie Holmes. Du hast es nicht drauf, lass dir helfen!
Steh dazu!
Ich zögerte, dann zuckte ich wieder mit den Schultern: "Okay, na gut...bitte...hiulf mir", meinte ich leise und peinlich berührt.


( Alles gut <33 Love your Name "Romy" *.*


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Romy
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 16

von Romy am 25.03.2018 11:24

[ #VerschnarchtSorry♥ ]

Jeremie musste sich nicht dumm vorkommen, nur weil er etwas falsch bestimmt hatte. Er war dafür in allem möglichen anderen Sachen besser als ich, daher sollte ihm das nicht peinlich sein.
Ich sah etwas enttäuscht aus, denn wenn er nicht zugehört hatte, konnte er auch nicht genau bestimmen.
Dann bekamen wir die Aufgabe mit der tabelle und ich hatte diese schnell ausgefüllt, sodass ich zu Jeremie sah, der for mich etwas ratlos vor dieser Tabelle saß. Als er vorgab, dass er alle Felder im Kopf hatte, schüttelte ich den Kopf leicht. Er konnte wirklich lügen, aber nicht sonderlich gut. Wenn er diese riesige Tabelle ganz im Kopf hätte, dann würde er einen riesigen Kopf haben müssen. Nun ja, er zögerte zwar kurz, doch dann gab er zu, dass es nicht weiterkam und ich ihm helfen solle. Ich lächelte ihn an und schnell hatten wir zusammen die Tabelle ausgefüllt.
Es klingelte zum Ende der Stunde und schnell waren meine Schulsachen in meiner Umhängetasche verschwunden und ich stand da, um auf Jeremie zu warten. Als nächstes hatten wr zwei Freistunden, da die Lehrerin krank war und ich hatte auch so nichts vor. "Hast du Lust, etwas mit mir zu unternehmen?" fragte ich deswegen lächelnd, da auch bei Jeremie seine Lehrer krank waren.

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Nathalia

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Re: Vergangenheitsplay » 16

von Nathalia am 01.06.2018 19:37



~ Vor einigen Jahren an der NFU ~

Etwas unsicher – natürlich nur innerlich, nach außen wirkte ich selbstbewusst wie immer – betrat ich die Universität, die von nun an wohl so etwas wie mein zu Hause sein würde. Mein Zimmer hatte ich bereits eingerichtet, so weit das eben möglich war. Genaugenommen hatte ich nicht mehr getan, als meine Klamotten einzusortieren, ein paar Unterlagen zu ordnen und ein Bild meiner Mutter aufzustellen. Es war kurz vor meiner Abreise in die erste richtige Schule meines Lebens entstanden. Sie stand am Fenster und winkte mir zu. Ein erleichtertes Lächeln auf den Lippen. Heute wusste ich, weswegen sie so erleichtert gewesen war, mich gehen zu sehen. Hätte ich es nur früher verstanden. Jetzt war sie fort und sie würde nie wiederkehren.
Ich rammte mir die Fingernägel in die Handinnenflächen um mich wieder zu konzentrieren. Das war Vergangenheit und diese, so hatte ich mir selbst geschworen, würde ich totschweigen.
Heute würde der Unterricht beginnen und ich würde das erste Mal unter die Menschen hier kommen müssen. Etwas, das mir missfiel. Mehr, als ich zugeben wollte. Briten. Allesamt. Das an sich war kein großes Problem. Meine Großmutter mütterlicherseits war Britin gewesen, weswegen ich diese Sprache um einiges besser beherrschte, als meine eigene Landessprache. Diese würde hier wohl noch mehr in den Hintergrund rücken, denn ich wollte nicht noch mehr auffallen, als sowieso schon. Meine flammend roten Haare waren allerdings keine große Hilfe, was dieses nicht – auffallen anging.
Ich schlängelte mich geschickt durch die langen Korridore des Gebäudes, auf der Suche nach diesem dämlichen Raum, in dem meine erste Vorlesung – oder wie das hier genannt wurde – stattfinden würde.
Ich wusste nicht, wodurch er meine Aufmerksamkeit erregte, er saß einfach da, wie aus Stein gemeißelt und starrte wütend und missgelaunt vor sich hin und doch... blieb ich kurz stehen und heftete meinen Blick auf ihn. Wie konnte ein einzelner Mensch nur so viel Unbehaglichkeit ausstrahlen und trotzdem so anziehend wirken. Zumindest auf mich, denn alle anderen schienen einen weiten Bogen um ihn zu machen. Seine blonden Haare sind etwas durcheinander geraten, vielleicht streicht er öfter mit der Hand durch diese? Seine Augen – so weit ich diese erahnen kann, sind eisblau. Ich schüttelte den Kopf und wandte den Blick schwerfällig von der Person ab. Genau so etwas sollte ich meiden. Menschen, die mir etwas bedeuten könnten und eines war klar, so, wie allein dieser kurze Blick, den ich ihm geschenkt hatte, auf mich gewirkt hatte, würde er mich vereinnahmen, sobald ich es zuließ. Und genau das würde ich nicht tun.
Um nicht Gefahr zu laufen, ihm noch einmal eines Blickes zu würdigen, lief ich weiter.... Und knallte prompt mit jemandem zusammen, da ich zu fokussiert darauf gewesen war, nirgendwo hin zu sehen. Super. Da es meine Schuld war, reiße ich mich zusammen und setzte ein freundliches Lächeln auf. „Tut mir leid. Ich hab nicht aufgepasst. Ist alles in Ordnung?" frage ich, während ich mir selbst die Stirn an der Stelle reibe, die nähere Bekanntschaft mit dem Menschen vor mir gemacht hat. Als ich in seine Augen sehe, wird mein Lächeln etwas echter. Er sieht freundlich aus. Wie jemand, den ich mögen könnte. Nicht gefährlich doll, aber doch so sehr, um ihn um mich haben zu wollen. Vorausgesetzt, sein Blut ist sauber. Schnell betrachte ich ihn weiter. Er ist etwas größer als ich, sein dunkles Haar wirkt gepflegt und seine Augen sind strahlend blau. Es gibt bestimmt einige, die diesem Farbton verfallen würden. Ich nicht.



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Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.06.2018 19:38.

Zane
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 16

von Zane am 03.06.2018 17:16

'Merkmale zur Unterscheidung von temporären und permanenten Flüchen. Theorie der Magie, Seite 29' - unsanft wurde ich von meinem geistesabwesenden Gang in Richtung Hörsaal abgehalten. Gerade ging ich noch einmal die wichstigen Dinge, die ich in der Schule über Flüche gelernt hatte durch, plötzlich drückte etwas schwungvoll gegen meine obere Brustpartie. Kaum hörbar schnappte ich nach Luft und kam abrupt zum Stehen.
Ich fand mich näher als mir lieb war vor einem roten Haarschopf wieder-der vermutlich mit dem zusammenhing, was mich gerammt hatte-, woraufhin ich (etwas unzufrieden mit dieser Parksituation meines Gesichtes) einen eiligen Schritt zurück tat. Noch immer einigermaßen perplex, musterte ich den Anblick, der sich mir nun offenbarte.
Ein Mädchen, etwa mein Alter, erwachsen wirkendes Gesicht, tatsächlich Besitzerin der auffallend roten Haare. Etwas kleiner als ich, was auch die Position meines Gesichtes erklärte.
Was ich allerdings erklären konnte war, warum dieser Person lächelte, und noch dazu, was dieser seltsame Wandel in ihrem Lächeln zu bedeuten hatte. War dieser Zusammenprall etwas, dass sie fröhlich machte. War es womöglich ihre Absicht gewesen?
Ich sollte keine Antwort auf keine der Fragen finden, die sich mit in diesem Moment stellten, denn ich wurde zum zweiten Mal unterbrochen.
„Tut mir leid. Ich hab nicht aufgepasst. Ist alles in Ordnung?"
Es mochte an der Zigarette liegen, die ich wenige Minuten zuvor draußen geraucht hatte (dessen angenehm aromatischer Geruch noch immer penetrant an mir klebte), dass ich nicht sofort begriff, was sie mir sagen wollte und stattdessen nur kurz überlegte, ob sie wohl vorher schon etwas gesagt hatte und ich einfach nicht zugehört hatte, wie es mir oft passierte. 
Unschlüssig erwiderte ich ihren Blick- nun wirkte auch sie leicht abgelenkt- und setzte einen überraschend sortierten Ton an.
"Uhm, ja, sieht so aus... Und bei dir?"
Ich bemerkte ihre Hand, mit der sie sich ihre Stirn rieb.
"Hab ich dir wehgetan..?"

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Nathalia

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Re: Vergangenheitsplay » 16

von Nathalia am 05.06.2018 22:46

Hastig ging er einen Schritt zurück und trug damit auch den etwas rauchigen Geruch mit fort. Ich fand diesen Geruch nicht unangenehm, aber ich konnte auch nicht behaupten, dass es mein Lieblingsgeruch war.
Er scheint ziemlich überfordert zu sein. Und das amüsiert mich auf eine seltsame Weise. Ich hatte schon öfter erlebt, dass ich Menschen überforderte. Zu Hause...
Mein Lächeln wurde noch etwas breiter, als er zögerlich antwortete. "Nein nein, alles gut. Mein Kopf hält schon so einiges aus." Nicht nur mein Kopf.... Ich im Allgemeinen.
Ich verspürte das Bedürfnis, mich zu erklären. Warum wusste ich nicht. Aber ich konnte ihm schlecht sagen, dass ich einen Mitschüler beobachtet hatte und ihn deswegen fast über den Haufen gerannt hätte. Obwohl, warum eigentlich nicht. "Ich war zu sehr mit dem Anstarren einer anderen Person beschäftig." Ich zwinkerte ihm grinsend zu. "Entschuldige nochmal." Wiederholte ich und mein Blick wanderte unwillkürlich zurück zu dem Unbekannten, der vor wenigen Minuten bereits meine Aufmerksamkeit erregt hatte. Wer das wohl war? "Hey, du wirkst, als würdest du dich hier auskennen.. Weißt du zufällig, wo die Erstsemester ihre erste Vorlesung in Fluchende haben?" Fragte ich. Während ich sprach, registrierte ich zwei Dinge. Erstens war ich unnatürlich offen und freundlich einem Fremden gegenüber. Normalerweise hielt ich mich eher im Hintergrund - nicht, dass ich schüchtern war, nur hielt ich nicht sonderlich viel von zu viel Gesellschaft. Kurzum: es war ungewöhnlich, dass ich auf die anderen zuging. Und zweitens, er wirkte nicht sehr viel älter als ich, vermutlich waren wir sogar im selben Alter... Also woher sollte er es wissen. Generell - selbst wenn er schon länger hier war, wieso sollte er so etwas wissen, wenn er es nicht selbst studierte? Waren einem die anderen Studiengänge und wo die Vorlesungen dieser gehalten wurden nicht egal? Mir wäre es das. Ist es. Trotzdem sah ich ihn abwartend an, vielleicht war er ja einer dieser überhilfsbereiten Streber, die allen helfen wollten. Obwohl er ganz und gar nicht so aussah....



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Christian
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 16

von Christian am 25.06.2018 13:27

Montag?!? Wer hat die Erfindung dieses behinderten Tages zu verantworten? Den werde ich suchen, finden, quälen und irgendwann vielleicht töten. Das schwöre ich.

Bei diesem Gedanken viel mir dieses rothaariges Etwas auf, welches sich logischer und tollpatschiger weise mit einem Mitschüler zusammengestoßen war. Ich weiß nicht wieso sie mir auffiel. Vermutlich durch ihre Haare aber es störte mich. Mir viel keiner auf, ich hatte an keinem Interesse. Und doch wollte ich sie haben. Es war wie ein Instinkt, der langsam Kontrolle über mich übernahm. Ich drängte ihn mit aller Macht zurück und vergrub ihn tief in mir.
Während ich zu sah wie sie mit dem dämlichen Typen redete. Was war das gewesen? War ihr Blick gerade zu mir gewandert? Ich war ein wenig verwundert. Ja klar, wusste ich wie gut ich aussah und, dass ich oftmals die Blicke auf mich zog, aber niemand wagte es mich zweimal anzusehen oder blieb in irgendeiner Weise da. Warum sie? Sie schien nicht wie alle anderen gesunden Respekt bzw. Angst vor mir zu haben.
Ich stand langsam auf und bewegte mich automatische in ihre Richtung. Sie war vertieft in das Gespräch und merkte nicht, wie ich ankam.
Ich wollte sie haben. Und fragte deswegen, " Hey kann ich helfen?"

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Nathalia

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Re: Vergangenheitsplay » 16

von Nathalia am 25.06.2018 15:24

Bevor mein Gegenüber auch nur Luft holen konnte um zu antworten, wurde er auch schon unterbrochen. Wer auch immer hinter mir stand hatte eine unglaubliche Stimme, die mir Hitzewellen durch den Körper sandten und augenblicklich wurde mein Körper von einem angenehmen Schaudern ergriffen. Ich drehte mich um und starrte in eisblaue Augen. Der Junge, mit dem ich gerade eben noch geredet hatte, war vergessen.
Es war der Typ, wegen dem ich überhaupt mit dem anderen zusammengestoßen war. Aber wo kam er denn auf einmal her? Mein Blick wanderte verräterischer Weise zu dem Tisch, an dem er bis eben noch gesessen hatte. Aber der Platz war natürlich leer. Was hatte ich auch erwartet? Zwillinge? Innerlich verdrehte ich die Augen über mich selbst.

Ich überlegte kurz, wie man die englische Sprache noch gleich verwendete, schluckte und als ich mir dann sicher war, dass meine Stimme mitspielen würde, antwortete ich mit einem Lächeln. „да" nickte ich und war im ersten Moment stolz auf meine feste Stimme, bis mir auffiel, dass ich die Sprache gewechselt hatte. „Klar." schob ich schnell noch hinterher. Ich hielt ihm das Stück Papier, dass mir den Raum verriet und nun auch ihm, unter die Nase. „Ich bin neu und weiß nicht, wo das ist." gestand ich. Früher oder später hätte ich es auch alleine gefunden, aber ich war kein Mann, der seinen Stolz nicht begraben konnte, um mal jemanden zu fragen. Ich mochte es nicht, hilflos zu erscheinen – wer mochte das schon, aber wenn er mir nicht helfen konnte, würde ich auch so zurecht kommen. Wie immer. „Wenn du es nicht weißt, werde ich das wohl auch so finden." hängte ich noch frech mit dran.
Ich spürte ganz deutlich, wie stark er mich anzog, aber das machte mich noch lange nicht zu einem kleinen, anhänglichen Mädchen, dass ihn anhimmelte und zu allem ja und Amen sagte, was er tat. Er sah unbeschreiblich gut aus, noch besser sogar, als ich geahnt hatte aus der Entfernung, aber ich war mir auch ziemlich sicher, dass er das wusste.
Ein leichter Seitenblick verriet mir, dass einige Mädchen ihn sehr wohl anhimmelten und wieder andere sahen aus, als wäre gerade ein Wunder geschehen. Ich dachte mir schon, dass er eigentlich nicht der Typ war, der den Neulingen half ihre Räume zu finden und die Blicke aller anderen bestärkten diese Vermutung.



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