Klassenzimmer für Arithmantik

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Nate

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Hogwarts [ehem.] Ravenclaw Abgeschlossen Reinblut Unentschlossen Todesser Drachenwärter Okklumentik Wortlose Magie Realist Frei

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Nate on 02/15/2018 11:43 PM

Die Person, wegen der ich hier war, hatte ich noch nicht getroffen. Zumindest nicht hier, sondern in der Nokturngasse. Und statt mehr über sie herauszufinden, spielte ich nun Laufburschen für einen Professor.
Zuerst hatte ich absichtlich getrödelt, da der Umgang mit zu vielen Schülern auf einmal nicht so mein Ding war. Nie im Leben würde ich Lehrer werden! Alle schnatterten sie durcheiander und ob die dabei wirklich etwas lernten... Ich erinnerte mich komischerweise gar nicht mehr an meine Schulzeit. Diese lag ja nun auch schon 8 Jahre zurück. Und genau diesen Erinnerungsproblemen hatte ich es nun zu verdanken, dass ich nun verzweifelt das Klassenzimmer für Arithmantik suchte. Ich sollte ein Buch holen, das besagter Professor dort wohl liegen gelassen hatte, als er seinen Unterricht dort abgehalten hatte. Es hatte wohl einen Unfall mit irgendwelchen Tierwesen in seinem Klassenzimmer gegeben. Wieso um alles in der Welt man dieses Fach in einem Klassenzimmer, also einem abgeschlossenen Raum, abhielt, war mir sowieso schleierhaft.
Mittlerweile wusste ich nicht mal mehr, welches Stockwerk ich gerade durchstreifte, aber es könnte sehr wohl der vierte Stock sein. Genervt zückte ich meinen Zauberstab und befahl ihm stumm, mir den Weg zu deuten. Ich war gar nicht so falsch gewesen, denn nur einige Schritte weiter, war ich angekommen. Ein genervtes "Endlich!" murmelnd, stieß ich die Tür auf und war schon die ersten drei Schritte in den Raum stolziert, bevor mir auffiel, dass das Klassenzimmer voll belegt war und anscheinend Unterricht stattfand. Sämtliche Augen richteten sich auf mich und meine Laune sank ins unermesslich Tiefe. "'Tschuldigung. Professor Lovegood sagte nicht, dass hier aktuell Unterricht stattfindet. Er hat ein Buch vergessen, welches ich ihm holen sollte." erklärte ich und blickte auf. Überrascht zog ich die Augenbrauen nach oben. "Miss Greengrass." stellte ich fest und schmunzelte. Das war nun doch eine positive Überraschung. Vielleicht sollte ich doch öfter auf Botengänge gehen.

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Denora
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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Denora on 02/16/2018 12:45 AM

Ich konnte leider nicht behaupten, dass mich diese Begegnung in der Nokturngasse nicht verfolgte. Ich war unvorsichtig gewesen, ich hatte meinen Namen einem Fremden preisgegeben, wo ich doch im Auftrag des dunklen Lords unterwegs gewesen war. Seit diesem Tag versicherte ich mir immer wieder, dass es keine Folgen haben würde - was lag denn auch schon gegen mich vor? Ich war in der Nokturngasse gewesen, ja, aber deswegen war man ja nicht gleich kriminell. Niemand könnte meine Verbindung zu den Todessern nachvollziehen, nur weil ich in diesem Laden gewesen war. Aber trotzdem tauchte dieses gutaussehende Gesichter öfter in meinen Gedanken auf, als es mir lieb war. 
Um mich abzulenken, stürzte ich mich voll in meine Arbeit. Ich bereitete meinen Unterricht vor, ging die Hausaufgaben der Schüler gleich zweimal durch und bereitete vielleicht auch noch die Stunde für den übernächsten Tag vor, wenn meine Gedanken doch wieder abschweifen sollten. Irgendwie fand ich immer einen Weg, dieses Gesicht aus meinem Kopf zu verbannen. Aber es schlich sich immer wieder zurück.
Diese Unterrichtsstunde war wie jede andere auch. Die Schüler brüteten über ihren Buchseiten, während ich mich gegen meinen Schreibtisch lehnte und die Beine übereinander schlug, um selbst die Zeilen im Buch noch einmal zu überfliegen. Ich würde gleich die Aufgabe an die Tafel schreiben und einen Schüler bitten, sie zu lösen ...
Doch da öffnete sich die Tür, wodurch sich alle Köpfe der Schüler zur Quelle des plötzlichen Geräusches umdrehten. Auch mein Blick flog zur Tür, und da mir in diesem Moment - Merlin sei Dank! - nur Hinterköpfe zugewandt waren, sah niemand, wie ich augenblicklich erstarrte. Das war er. Dieser Fremde aus der Nokturngasse. Nathaniel
War er etwa hier, um mich auffliegen zu lassen? Wieso war er sonst hier?
Seine Worte brachten ein wenig Licht ins Dunkle, aber als sein Blick auf mich fiel und er mich bei meinem Namen nannte, presste ich die Lippen fest zusammen. Auf meinem Schreibtisch lag tatsächlich ein Buch, das dort nicht hingehörte. Dann musste es wohl das sein, das er suchte. Ich musste mich später unbedingt erkundigen, seit wann genau und warum er überhaupt hier war. Aber jetzt nahm ich das Buch und ließ meinen Zauberstab durch die Luft zischen, sodass alle Bücher im Raum von selbst eine Seite weiter blätterten und so wieder die Aufmerksamkeit meiner Schüler auf sich zogen. "Seite 134.", sagte ich kühl an meine Schüler gerichtet und stolzierte dabei durch die Tischreihen, um ihm das Buch zu überreichen. "Richten Sie Professor Lovegood bitte meine Grüße aus.", sagte ich knapp, nickte ihm zu und drehte mich dann schnell auf dem Absatz um, sodass meine blonden Haare über meine Schulter flogen. Merlin sei Dank hatte ich Okklumentik erlernt. Äußerlich ließ ich mir nichts anmerken, aber innerlich brodelte es. Gar nicht auszudenken, was wäre, wenn er davon wüsste.

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Nate

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Nate on 02/17/2018 12:51 PM

Grinsend  beobachtete ich, wie sie durch den Raum stolzierte um mir das Buch zu geben. Dieses war mir mittlerweile eigentlich ziemlich egal, denn nun wusste ich, wo ich die junge Frau vor mir finden könnte, wenn ich sie suchte. Ich versuchte diese Bestimmtheit mit der sie die Schüler behandelte zu ignorieren, da ich eben diese mehr als ein bisschen anziehend fand. Sie schien zu wissen, was sie wollte und wie sie das auch bekam und das schätze ich sehr. 
Ich nahm das Buch entgegen und nickte bei ihren Worten, wobei ich ein leichtes Grinsen nicht unterdrücken konnte. Sie drehte sich herum und durch den Schwung folg mir ihre Mähne fast ins Gesicht. Fast. Auch diese kleine Bewegung faszinierte mich und ich sah ihr nach, bis sie vorne angelangt war. "Aufwiedersehen. Mal schauen, wo wir uns das nächste mal zufällig begenen. Und ich richte es ihm aus." Mehr sagte ich lieber nicht, da Schüler anwesend waren. Aber ich war mir ziemlich sicher, dass sie wusste, dass ich speziell unsere erste Begegnung bei Borgin & Burkes meinte. Ich grinste ein letztes Mal in ihre Richtung, drehte mich dann um und verließ das Klassenzimmer, nicht ohne beim Türschließen nochmals zu ihr zu sehen. 
Ich ging zurück zu dem Professor, der sein Buch glücklicherweise genau in ihrem Klassenzimmer verschlampt hatte, drückte es ihm in die Hand und als er meinte, er würde den Unterricht ein paar Minuten früher- und zwar jetzt- beenden, kehrte ich wieder zu Miss Greengrass' Raum zurück. Ich lehnte mich neben der Tür an die Wand und wartete. Ich wusste nicht genaiu, was ich wollte und ich würde bestimmt nicht sofort damit herausplatzen, wer ich wirklich war, aber ich wollte wenigstens mal mit ihr geredet haben. In dem Geschäft beim letzten Mal, war sie so schnell verschwunden und eben waren einfach zu viele neugierige Ohren anwesend. 
Ich fand sie trotz der eher kurzweiligen Begegnungen sehr faszinierend und fragte mich, warum meine Eltern nicht sonderlich begeistert von dem Plan gewesen waren, dass ich sie vorher kennenlernte. Ich hatte gedacht, sie wäre nicht so schön anzusehen willenslos oder einfach nur dämlich und sie hatten Sorge, dass ich mich weigern könnte sie zu heiraten. Eine Wahl hatte ich ja eigentlich nicht, aber es gab da gewisse Auswege, die meine Familie mir wohl zutraute. Aber sie war ausgesprochen hübsch und wirkte auch nicht gerade dumm. Eher im Gegenteil. Und sehr willensstark war sie auch noch und das gefiel mir wirklich sehr. Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht, während ich an die kühle Wand gelehnt abwartete, dass sie herauskam.

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Denora
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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Denora on 02/18/2018 06:57 PM

Ich antwortete nichts auf sein Kommentar, als er den Raum verließ. Immerhin wollte ich nicht riskieren, dass einer meiner Schüler irgendetwas von meinem Auftrag in der Nokturngasse mitbekam. Stattdessen konzentrierte ich mich auf den restlichen Verlauf meiner Stunde, um dieses Gesicht schnell wieder aus meinen Gedanken zu vertreiben. 
Als der Unterricht vorbei war, wartete ich, bis alle Schüler den Raum verlassen hatten. Ich wischte solange die Tafel und nutzte die paar Minuten, die ich hier alleine hatten, um ein paar Mal tief durchzuatmen. Das konnte doch nicht wahr sein. Wie hatte er mich hier gefunden? Und noch wichtiger, was wollte er hier?
Ich nahm meine Tasche und warf sie schnell über meine Schulter. In meinem Kopf formte sich ein Plan, nach dem ich jetzt entweder zu Tea oder zu Dumbledore persönlich ging, um sie über diesen Mann auszufragen. Xeno könnte ich auch fragen, immerhin hatte dieser Nathaniel eben ein Buch für ihn abgeholt. Einer von ihnen musste doch wissen, was er hier suchte, oder? Ich bezweifelte doch stark, dass sein Ziel war meine ganze verdeckte Spionage auf zu decken. 
Den Schlüssel zu meinem Klassenzimmer hatte ich schon in der Hand. Ich sollte wohl besser abschließen, bevor noch jemand auf die Idee kam zu schnüffeln. Das war mir grade nach dieser 'zufälligen' Begegnung viel zu riskant. Aber als ich die Tür hinter mir zustieß schmiss ich den Schlüssel vor Schreck fast aus der Hand, weil mir erst im letzten Moment die Person auffiel, die neben dieser lehnte. Damit hätte ich eigentlich rechnen sollen, und ich ärgerte mich dass das nicht der Fall gewesen war. 
Ich runzelte die Stirn und schloss dann einfach die Tür ab, als wäre nichts gewesen. "Hat Professor Lovegood noch ein Buch vergessen? Ich befürchte, dass sie da in meinem Klassenzimmer nicht fündig werden.", sagte ich kühl, strich mir eine blonde Haaresträhne hinter das Ohr und richtete die Tasche auf meiner Schulter. Das war wohl das erste Mal, dass ich alleine auf diesen Fremden stieß. Vielleicht würde er mir ja endlich mal erklären, warum er mir sogar bis in die Schule gefolgt war. Ein Zufall konnte das ja schlecht sein, oder?

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Nate

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Nate on 02/18/2018 11:19 PM

Ich überlegte kurz, ob ich wohl in den Raum gehen sollte, da schon längere Zeit kein Schüler mehr herausgekommen war, Miss Greengrass sich jedoch noch nicht blicken gelassen hatte. Gerade, als ich mich dazu entschlossen hatte, wirklich einfach wieder in den Raum zu gehen- vielleicht blieb sie ja auch einfach drinnen?- öffnete sich die Tür und die junge Frau trat heraus. Sie war wohl gerade im Begriff die Tür zu verschließen, als sie mich bemerkte. Ich sah sehr wohl, wie sie kurz erschrack und beinahe alles fallen ließ, aber sie fing sich doch recht schnell wieder und spielte dann die Unnahbare. 'Wenn sie wüsste...' dachte ich und musste erneut grinsen. "Nein. Nein, das hat er nicht. Und ich bin eigentlich auch nicht sein Laufjunge. Wenn er keine Kinder zu beaufsichtigen hat, holt er seine Materialien wohl alleine. Er ist schon groß, wissen Sie?" das letzte setzte ich in einer witzelnden Stimmlage hinzu. Ich sah mich kurz in dem ausgestorbenen Gang um. "Ich fand es nur recht amüsant, Ihnen hier erneut zu begegnen. Nach unserer ersten Begegnung sind Sie doch recht schnell verschwunden und ich habe mich gefragt, ob das wohl an mir gelegen hat und was sie überhaupt in diese Gegend getrieben hat?" Ich stieß mich von der Wand ab und lächelte. "Kann ich helfen?" fragte ich dann, mit Blick auf die Tasche. Ich wollte es mir ja nicht gleich mit ihr verscherzen, also war das wohl das mindeste, was ich tun konnte. "Übrigens, falls es Ihnen entfallen sein sollte, mein Name ist Nathaniel. Die meisten nutzen aber eher Nate." Ich lächelte freundlich. Ich musste ihr ja nicht auf die Nase binden, dass ich nicht nur ihren Nachnamen kannte, sondern auch den Rest ihrer Geschichte. Ich wusste allerdings nicht, inwiefern sie über mich bescheid wusste. Wenn ich es richtig verstanden habe, hatte sie sich nicht weiter erkundigt, sondern die Verlobung einfach akzeptiert. Ich war jedoch einfach zu neugierig und zum Glück hatte sie mich bis jetzt noch nicht enttäuscht.

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Denora
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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Denora on 02/19/2018 11:00 PM

Ich runzelte die Stirn, als er mir seine Hilfe anbot, dann nickte ich vorsichtig und hielt ihm meine Tasche hin. Sie war nicht besonders schwer, aber ich war auch nicht der Typ dafür, so ein Angebot abzulehnen. Außerdem sah er auch immer noch verdammt gut aus, auch wenn er mir anscheinend hinter her schnüffelte. Oder mir 'zufällig' über den Weg lief, wie er es nannte.
"Nate ...", wiederholte ich seinen Namen und nickte wie zur Bestätigung, dass der Name in meinem Kopf angekommen war. "Und weiter?", fragte ich dann mit neugierigem Unterton in der Stimme. Meinen Nachnamen kannte er ja offensichtlich bereits - ich ignorierte mal die Frage in meinem Kopf, ob er ihn im Laden aufgeschnappt oder einfach von Xeno gesagt bekommen hatte -, und meinen Vornamen hatte ich ihm ja auch bereits genannt. Trotzdem wiederholte ich ihn. "Denora" Einen kurzen Moment zögerte ich, dann fügte ich hinzu: "Nora ... für Freunde." Mich interessierte doch sehr, ob er darauf zurück greifen und sich damit selbst als Freund bezeichnen würde. 
"Ich konnte mich tatsächlich noch an Ihren Vornamen erinnern", erwiderte ich schmunzelnd und setzte mich in Bewegung, in der Erwartung dass er mir folgen würde. Ich hatte heute zwar keinen Unterricht mehr, aber ich wollte nicht die ganze Zeit vor dem Klassenzimmer stehen bleiben. "Und das Professor Lovegood seine Bücher normalerweise alleine holen kann ist mir bewusst, deswegen überrascht es mich ja umso mehr, dass er Sie geschickt hat." Ich musterte ihn von oben bis unten und hob eine Augenbraue. "Besonders nach unserer zufälligen Begegnung" Mein Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass ich es nicht wirklich für einen Zufall hielt. Allerdings ging ich jetzt irgendwie nicht mehr davon aus, dass er mich ausspionierte. Wir waren bereits alleine, wenn er also ein Anliegen hatte, hätte er schon längst damit heraus platzen können. 
Ich schüttelte leicht mit dem Kopf. "In dem Laden ist es immer fürchterlich stickig, da halte ich mich generell nicht gerne auf.", erwiderte ich dann als Antwort, warum ich aus Borgin und Burkes quasi geflohen war. Er musste ja nicht wissen, dass mich sein plötzliches Auftauchen ... hm, ein bisschen aus der Fassung gebracht hatte. "Und ich habe nur den Boten gespielt, ich habe nicht wirklich etwas damit zu tun", fügte ich dann noch hinzu, als wollte ich nicht dass er schlecht von mir dachte. Warum auch immer ...

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Nate

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Nate on 02/20/2018 06:49 PM

Ich nahm vorsichtig ihre Tasche entgegen, hängte sie mir um und nickte ihr zu.
Das mit meinen Nachnamen überging ich einfach. Ich wusste nicht, ob sie wusste mit welcher Familie ihre Verlobung geschlossen wurde und ich fand es besser, wenn wenigstens sie mich größtenteils unvoreingenommen kennenlernen könnte.
Als sie mir ihren Namen nannte, lächelte ich nickend. Sie konnte ja nicht wissen, dass ich diesen bereits kannte. Nora.... hm.... „Sind wir denn Freunde?“ fragte ich und lächelte. „Oder bestehst du auf Denora? Ein ziemlich seltener Name oder?“ fragte ich.
Als sie plötzlich loslief, genoss ich noch kurz ihre Rückansicht und folgte ihr dann schnell. Wo sie hin wollte, wusste ich nicht, aber ich würde schon auch wieder zurückfinden. Vielleicht lief sie ja sogar zu ihrem Zimmer, dann allerdings musste ich mir den Weg gut merken. Nicht, um sie zu stalken, sondern um im schlimmsten Fall Bescheid zu wissen. Ich wusste eben immer gerne, wo die Menschen waren, auf die ich achten musste. Das war auch der Grund, weshalb mein erster Handlungsakt hier war, nun doch mal den Gemeinschaftsraum der Gryffindors zu finden. Dort trieb sich schließlich mein Patenkind recht häufig rum. Glaubte ich zumindest.
„Er musste eine Arbeit beaufsichtigen und da ich gerade nur daneben stand, hat er mich eben gebeten es für ihn zu besorgen und da ich nett bin...“ ich grinste sie an.
Sie ließ mich recht eindeutig wissen, dass sie unsere Begegnungen keineswegs für einen Zufall hielt und ich schmunzelte. „Erstaunlicherweise, scheint es uns bestimmt zu sein, uns immer mal wieder über den Weg zu laufen. Das ist auch der Grund, warum ich zurückgekommen bin. Einmal ist Zufall, aber dass ich Sie gleich zwei mal in so kurzer Zeit antreffe ist schon ungewöhnlich. Vor allem, da unser Treffen nie geplant war. Es sei denn, sie haben mir in der Nokturngasse aufgelauert.“ Ich zog eine Augenbraue hoch und sah sie prüfend an. Natürlich glaubte ich das nicht, aber so wie du mir, so ich dir....
Ich nickte verstehend. „Niemand ist wirklich gern dort. Einige dieser Objekte sind.... unberechenbar und der Laden an sich ist jetzt auch nicht der angenehmste.“
Ich lachte. „Töte nicht den Boten was?“ Ich lachte. Dann trat ich näher und flüsterte leise „Aber deine Familie steckt tief drin, Denora Greengrass.“ in ihr Ohr. Es war lustig, dass sie nicht wusste, wer ich war, ich könnte genauso gut ein Auror sein, der ihr auf die Schliche gekommen war. Um sie zu beruhigen setzte ich noch ein „Ich verurteile nichts, was sie oder ihre Familie tun. Dazu habe ich kein Recht.“ Ich lächelte sie nochmals beruhigend an.

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Denora
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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Denora on 03/04/2018 06:42 PM

Dass er mir seinen Nachnamen nicht nannte fiel mir garnicht weiter auf, weil ich bei seiner nächsten Frage selbst schmunzeln musste. "Nun ...", erwiderte ich und musterte ihn, dann legte ich den Kopf schief. "Das entscheide ich noch." Ein Lächeln zierte meine Lippen. 
Mir war es eigentlich ziemlich egal, ob man mich jetzt Denora oder Nora nannte. Ich hob mich gerne von anderen Leuten ab und bestand deshalb auch oft auf meinen vollen, seltenen Namen, aber meinen Spitznamen mochte ich auch. "Ja, ist er", antwortete ich und zuckte mit den Schultern. Meine Familie stand auf seltene und ausgefallene Namen, da war ich mit Denora noch ganz gut weggekommen. "'Nathaniel' hört man aber auch nicht an jeder Ecke", warf ich ein und zog eine Augenbraue in die Höhe. 
Ich konnte seine Schritte hinter mir hören, als er mir folgte. Ich drehte mich nicht nach ihm um, aber ich verlangsamte meine Schritte, bis wir nebeneinander herliefen. Dass Xeno grade eine Arbeit beaufsichtigen musste klang plausibel, also nahm ich seine Worte mit einem Nicken zur Kenntniss. Weiter darüber zu diskutieren ergab in meinen Augen keinen Sinn. Wahrscheinlich unterstellte ich ihm wirklich grundlos, dass er mir hinterher spionierte, weil er eigentlich nur seinen Job machte. Was auch immer dieser eigentlich war. 
Ich lachte auf. "In so einer Gegend lauere ich garantiert niemandem auf.", erwiderte ich und schüttelte den Kopf. Dann warf ich ihm einen Blick von der Seite zu. "Ich lauere generell niemandem auf.", fügte ich mit ernster Tonlage hinzu, brach meinen strengen Gesichtsausdruck dann aber mit einem leichten Lächeln. "Würde ich an so etwas wie das Schicksal glauben, würde ich es darauf schieben, aber .... naja" Ich zuckte mit den Schultern. Dieser Treffen mussten Zufälle sein, nichts weiter. 
Als er ein Stück näher kam spürte ich ein ungewöhntes Kribbeln auf meiner Haut. Gänsehaut breitete sich auf meinem Körper aus und als ich seine Worte hörte, sackte mir das Herz in die Hose. Allerdings war ich auch ziemlich stolz auf mich, dass ich meinen neutralen Gesichtsausdruck die ganze Zeit lang aufrecht hielt, als hätte er mir grade etwas über das Wetter erzählt. Wieder einmal war ich froh, dass ich Okklumentik beherrschte und so meine Gedanken vor Fremden schützen konnte. 
"In was auch immer meine Familie verstrickt ist oder was sie tut ... hat nichts mit meiner Arbeit hier in Hogwarts zu tun", erwiderte ich kühl. "Genauso wenig hat es etwas mit mir zu tun. Deswegen wäre ich auch sehr froh, wenn meine Schüler mich mit diesen Machenschaften nicht in Verbindung bringen" Ich verrenkte die Augen. Wenn er meine Familie nicht für das verurteilte, was sie tat, dann musste er doch selbst irgendwie darin verstrickt sein. Zumindest ergab es für mich anders keinen Sinn. In diesem Krieg gab es nur zwei Seiten, und wenn er nicht auf der einen war, musste er auf der anderen sein. Ein 'Dazwischen' gab es nicht.

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Nate

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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Nate on 03/08/2018 08:54 PM

Ich verdrehte grinsend die Augen. Sie spielte also gerne. Gut, das konnte ich auch. "Bis Sie sich entschieden haben bleibt es also bei Miss Greengrass? Oder Misses?" Das sie noch nicht verheiratet war, wusste ich ja eigentlich, aber ich wollte mich ja nicht gleich verraten, weswegen ich vorerst den Unwissenden mimte. Ich bezweifelte zwar, dass sie jetzt vor mir über ihre Verlobung sprechen würde, aber einen Versuch war es ja wert.
Als sie sich auf meinen eigenen Namen bezog, schmunzelte ich. "Aber er ist häufiger als Denora. Würde ich meinen." erwiderte ich nachdenklich. Ich hatte meinen Namen schon öfter gehört, während mir der Name Denora noch nie untergekommen war. Erst auf diesem Dokument, das mir meine Familie eines Tages unter die Nase gehalten hatte. Von ihr bereits unterzeichnet. Vermutlich hatte sie dieses Dokument nicht einmal gelesen. Es hatte auch nicht viele Angaben über mich gegeben. Mister N. Tribe war dort vermerkt gewesen. Nicht mehr und nicht weniger. Das waren nicht sonderlich viele Angaben und es könnte immer noch fast jeder sein.
Ganz in meine Gedanken darüber vertieft, ob sie es wohl gelesen hatte, folgte ich ihr weiterhin.
"Ich lauere auch niemanden..." auf wollte ich gerade sagen, allerdings hatte ich gerade vor ihrem Klassenzimmer gewartet, bis sie herauskam und das konnte man schon als auflauern auffassen. "Okay. Das eben war das erste Mal, dass ich dir aufgelauert habe, aber auch nur, weil ich neugierig auf die geheimnisvolle Frau war, der ich nun in so kurzer Zeit schon öfter über den Weg gelaufen bin, als meiner Verwandtschaft innerhalb eines Jahres." korrigierte ich dann. Ich warf ihr einen Seitenblick zu, der ihr bedeuten sollte, dass es so etwas wie Schicksal wohl nicht gab. Zumindest glaubte ich nicht wirklich daran. Das wir uns in der Winkelgasse getroffen hatten, war wirklich ein Zufall gewesen, aber nach Hogwarts war ich ja nur wegen ihr gekommen und hier mussten wir uns ja früher oder später über den Weg laufen. Ich war sehr froh, dass das 'früher' eingetroffen war. Sobald ich sie gut genug kannte, konnte ich diesen Kindergarten hier auch wieder verlassen.
"Genau. Deswegen spielen Sie auch Postbote in einer gewissen Gasse." ich zog die Augebrauen hoch und legte den Kopf leicht schräg. "Aber keine Sorge, bei mir ist ihr Geheimnis sicher." versprach ich mit einem Grinsen. Schade, dass ich meine eigenen Gedanken nur vor dem Eindringen anderer schützen konnte und nicht in den Kopf anderer sehen konnte. Ich wüsste jetzt nur zu gerne, was sie dachte. Ob sie wohl ahnte, wer ich war?
Ich sah zu ihr und bemerkte, dass sie Gänsehaut hatte. "Ist dir kalt?" fragte ich mit gerunzelter Stirn und strich kurz über ihren Arm. Er war warm, also schien sie nicht zu frieren. "Oder mache ich dir etwa Angst?" ich lachte leise in mich hinein. Es war mir egal, dass ich einfach vom 'Sie' zum 'Du' gewechselt hatte. Neugierig sah ich sie an. 

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Denora
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Re: Klassenzimmer für Arithmantik

from Denora on 03/16/2018 04:24 PM

Ich war ein ganzes Stückchen kleiner als Nate, aber das war bei meiner Körpergröße auch nicht schwer. Bei seinen Worten schaute ich kurz zu ihm hoch und wandte den Blick dann aber wieder ab, als wären die Rüstungen an denen wir vorbei liefen auf einmal hochinteressant. "Miss.", antwortete ich tonlos. Noch, fügte ich in Gedanken hinzu, behielt meinen neutralen Gesichtsausdruck aber bei. 
"Stimmt wohl", stimmte ich ihm zu und seufzte dann. "Es würde mich nicht einmal wundern, wenn meine Eltern bei meinem Namen irgendwelche alten Namen vermischt haben, um irgendetwas 'Kreatives' zu erschaffen" Ich verdrehte die Augen und zuckte dann mit den Schultern. Bei meinem Bruder war es zwar ein Name gewesen, den auch andere Menschen in Großbritannien hatten, aber selbst der war schon selten. Denora war dann noch eine Stufe höher auf der 'Treppe der Einzigartigkeit', wie ich es gerne nannte. Meine Eltern konnten Purzelbäume auf den Treppenstufen machen und trichterten mir und meinen Bruder schon seit unserer frühesten Kindheit ein, uns bloß von den anderen abzuheben, weil wir etwas Besonderes waren. 
Ich war genauso wie Nate in Gedanken vertieft und bemerkte deshalb garnicht, dass sein Blick ein bisschen glasig wurde. Konnte aber auch daran liegen, dass ich immer noch einen halben Schritt vor ihm lief. 
Als Nate meinte, dass eben das erste Mal war dass er jemandem aufgelauert hatte, schnaubte ich leicht. Meine Gesichtsausdruck war aber sehr freundlich, zumindest für meine Verhältnisse. Vielleicht lag es daran, dass ich ihn interessant fand. Wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre, hätte ich es vielleicht genauso gemacht. Gut, nicht so offensichtlich. Dann hätte ich ihn eher aus der Ferne beobachtet. "Es ist einfach zu behaupten, dass das eben das erste Mal war", erinnerte ich ihn und sah ihn mit hochgezogener Augenbraue von der Seite an. Ich kannte ihn immer noch nicht, und es wäre naiv ihm einfach so mein Vertrauen zu schenken. Aber irgendetwas in mir drängte mich dazu, deswegen sagte ich nichts weiter zu dem Thema. Ich wollte irgendwie glauben, dass es so etwas wie das Schicksal war, obwohl ich nicht an so etwas glaubte. Aber die Idee gefiel mir trotzdem. 
Ich blieb stehen. Nicht, weil mich seine Worte irgendwie verletzt hatten oder sonst etwas, sondern weil ich zu neugierig auf ihn wurde und seinen Gesichtsausdruck nicht nur von der Seite mustern wollte. Wie gerne hätte ich die Fähigkeit, seine Gedanken zu lesen ... "Meinetwegen können Sie mich den Boten nennen, aber Sie haben sich doch selbst in dem Laden herum getrieben. Wieso sollte ich Ihnen also mein Vertrauen schenken?", meinte ich schließlich und sah mit zusammen gekniffenen Augen zu ihm hoch. Auf die Antwort war ich tatsächlich gespannt. Genauso wüsste ich gerne, warum er so ein großes Interesse an mir zeigte, dass er mir meine Tasche fast durch das halbe Schloss hinter her trug. 
Dass er zum Du gewechselt war, bemerkte ich nur am Rande. Dafür spürte ich zu sehr die Stelle, an der er über meinen Arm gestrichen hatte, als ob er einen Abdruck hinterlassen hatte. Dabei war es nichts weiter als ein Hauch gewesen, der bei meiner Gänsehaut nicht grade förderlich war. "Weder noch", entgegnete ich mit fester Stimme und erwiderte seinen Blick. Verärgert stellte ich fest, dass ich für einen Moment vergaß, was ich eigentlich sagen wollte, weil ich mich für ein paar Sekunden in seinen Augen verlor. Schnell warf ich meine Haare über meine Schulter um das zu überspielen und meinte nur: "Muss wohl am Schloss liegen", bevor ich weiter ging und damit rechnete, dass er mir wieder folgen würde.

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