Bibliothek
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Darcy
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Re: Bibliothek
from Darcy on 11/15/2018 12:33 PMIch strahlte sie nahezu an. Bei meiner neuen Freundin übernachten? Ein verbotenes Buch durchblättern? Regeln brechen? Das tat ich normalerweise nicht. Nie. Aber gerade das machte den Reiz aus. Sie erklärte mir ihren Plan im Flüsterton und ich nickte die ganze Zeit, als Zeichen dafür, dass ich verstanden hatte. Dass sie mich nicht sah, war mir mal wieder entfallen. Ich war es einfach nicht gewöhnt, unsichtbar zu sein. Oder zumindest fast unsichtbar. Das stand schließlich extra hinter diesem Zauberspruch. Es reichte zwar schon recht gut an echte Unsichtbarkeit heran, wies aber immer noch seine Schwachstellen auf. Wenn man sich ganz genau auf den Punkt konzentrierte, wo die Person, die sich mit diesem Zauber tarnte, stand, würde man ein Flimmern sehen und jeder, dem dieser Zauber bekannt war, wüsste sofort, was Sache wäre. Leider oder eher glücklicherweise, dachte recht selten jemand an eben diesen Zauberspruch, so dass man unerkannt blieb. Meine Tante hatte tatsächlich einmal gedacht, das läge an einem Temperaturunterschied. Damals hatte meine Cousine mir den Zauber beigebracht und nur unser Kichern hatte uns am Ende verraten. Bei dem Gedanken an meine Familie, fiel mir mal wieder auf, wie sehr ich sie doch vermisste. Bastet hatte schon von einer Schwester erzählt, die ebenfalls hier war. Wenigstens hatte sie Familie hier. Ich verspürte einen weiteren Stich, denn meine eigene Familie fühlte sich auf einmal noch viel weiter entfernt an, als noch vor wenigen Sekunden.
Um mich von meinem Heimweh abzulenken, konzentrierte ich mich wieder auf den Plan, den Bastet mir gerade unterbreitete. Er war ganz gut. „Wann genau soll ich denn dann den Zauber von dir nehmen? Und verrät das Porträt dich auch nicht?" fragte ich leise bei den Punkten nach, die mir noch etwas unklar waren. Ich wollte natürlich nicht, dass Bastet aufflog.
Als ich ein leises Geräusch vernahm, das ganz eindeutig nicht von Bastet stammen konnte, schrak ich heftig zusammen. Ein kurzes erschrecktes Einatmen, konnte ich mir nicht verkneifen. Ich hielt mir selbst den Mund zu und lugte vorsichtig um die Ecke, sehr darauf bedacht, nicht an die Rüstung zu kommen. Wenn die jetzt umfallen würde, wären wir geliefert. Das wäre ja noch schöner. Aber auf dem Gang war niemand zu sehen. Ich runzelte meine Stirn und suchte weiter den Gang ab, bis ich, näher am Boden als gedacht, zwei Paare leuchtender Katzenaugen ausmachen konnte. Die eine konnte man erahnen, die Andere allerdings nicht. Sie hatte wohl schwarzes Fell. „Katzen." wisperte ich und grinste in mich hinein. „Die haben mich ganz schön erschreckt." erklärte ich und zog meinen Kopf wieder zurück, als die beiden an uns vorbei liefen. Die eine war wirklich kohlrabenschwarz und die andere war... ein ziemlicher Mix. „Oh nein, was ist dir denn passiert du Armer?" fragte ich alarmiert, als ich sah, wie mitgenommen, aber gut genährt der eine Kater aussah. Dass er mich sehen konnte, war mir klar. Die Augen von Katzen ließen sich nicht so einfach täuschen. Tiere sahen einen generell besser.
Re: Bibliothek
from Bastet on 12/15/2018 12:30 PMOh man war das aufregend!! Ich hatte ja schon wie angestellt aber irgendwie war es heute extra nervend aufreibend. Es lag die bestimmte Spannung in der Luft, die es brauchte, um aus einem durchschnittlichen Tag einen unvergesslichen zu machen. Ich hielt das Buch fester umschlossen, nicht dass es mir noch vor der ganzen Nervosität runterfallen würde. Ich wollte gerade auf die durchaus berechtigten Fragen von Darcy antworten, als sie plötzlich einen kleinen Schrei austoß, vor dem ich mich wiederum erschreckte, ich erwähnte ja bereits, dass meine Nerven ganz schön gespannt waren, und ich schließlich fast doch das schwere Buch fallen ließ. Im letzten Augenblick konnte ich es aber noch auffagen, wobei es aber unvermeidlich einen hässlichen Knick in die Seiten bekam, von der Stelle, wo ich es gerade noch so ergreifen konnte, bevor es mit einem lauten Klatsch auf den kalten Steinboden gefallen wäre. Ich meinte auch einen kleines reißen gehört zu haben, aber daran wollte und konnte ich in diesem Augenblick nicht denken, denn im nächsten Moment, guckten uns vier unterschiedlich leuchtenede Katzenaugen vorwurfsvoll an. Kurz schoß mein Herzschlag in die Höhe, da ich kurz vermutete, dass es sich um die ekelige und mehr als seltsame Katze von Mr. Filch handelte, aber ich dann erkannte ich den Kater meiner Schwester sofort. Die andere Katze kannte ich nicht, wobei ich sie in letzter Zeit immer häufiger gesehen bei Isis gesehen hatte. Es könnte auch nur ein kleiner Streuner sein, den Isis wie nicht so alles was auf 4-Beinen lief adpotiert hatte, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, das diese Katze?, nein, auf jeden Fall, Kater noch eine wichtige Rolle, nicht nur in dem Leben meiner Schwester, aber auch in meinem Leben spielen wird. Wie versteinert starrte Darcy die beiden Fellknäule hinterher, bis sie schließlich hinter der nächste dunklen Ecke verschwanden, aber nicht bevor Leo kurz nochmal zurückblickte und mir zuzwinkerte. Ein großes Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Darcys Auffruf konnte ich nur zu gut verstehen bzw. das fragte sich fast jeder, der Leo das erste Mal zu Gesicht bekam. "Du musste dir keine Sorgen machen", flüsterte ich Darcy besänftigend zu. "Das ist der Kater meiner Schwester und dem anderen, also den Schwarzen, ist es, soweit ich das im Gefühl habe, schnurzpiep egal, was, wer und wo er Schüler rumschleichen sieht". Das wiederum erinnerte mich an diesen mysteriose Halb-Veela Slytherin mit dem meine Schwester seit kurzem abzuhängen pflegte. Ob ich das so besonders mochte, konnte ich noch nicht so sagen, aber sie schien viele glücklicher zu sein und strahlte nach jedem Treffen, daher konnte ich nur hoffen, dass er gut zu ihr war. War es vielleicht seine Katze? Ob er, also der ein bisschen versnobbte Slytherin wusste, wie oft seine Katze eigentlich bei Isis war und sich von ihr durchpampern ließ und in ihrem Bett schlief? Ob sie wusste, dass es seine Katze war? Interessant, interessant!! Mein sowieso schon breites Grinsen vertriefte sich. Jeder wusste doch, dass das Verhalten des treusten Gefährten, eigentlich nur die versteckten Gefühle von einem selbst wiederspiegelten. Ich machte mir eine gedankliche Notiz und konzentrierte mich wieder auf das hier und jetzt. "Isis hatte ihn vor ein paar Jahren hinter ein paare Büschen total geschwächt und um ehrlich zu sein, kaum noch am Leben, gefunden und aufgepäppelt. Im geht es wieder gut. Ich kicherte kurz und musste an die täglichen 5min von ihm denken, wenn es ihm, glaube ich, einfach ein bisschen zuuu gut geht. "Aber zurück zu deinen anderen Fragen, also den Zauber nimmst du am besten dann erst von mir, wenn wir nur noch einen Gang vor dem Gryffindor-Gemeinschaftsraum weg sind. Und die dicke Dame verrät niemanden. Das ist gegen ihre "meine Schüler sind meine Verbündeten"-Politik, außerdem hatte sie dann mehr mit dem Petzen zu tun, als damit die Schüler reinzulassen. Natürlich werde ich mir dann noch einen Vortrag über die Wichtigkeit von Schlaf anhören müssen, aber in dieser Zeit, kannst du dann ungehinderte durchklettern", ich beendete meinen Monolog indem ich einen ihrer Arme ergriff, ich fand ihn nicht auf den ersten Anhieb, musste ich ja gestehen, und drückte ihn sanft. "Bereit?"
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Darcy
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Re: Bibliothek
from Darcy on 01/18/2019 04:38 PMWie versteinert starrte ich die Katzen an, die uns kaum eines Blickes würdigten. Ich liebte und hasste Katzen zu gleichen Teilen. Naja.... eigentlich überwog die Liebe, die ich diesen unglaublich eleganten Geschöpfen entgegenbrachte. Allerdings hatten diese Tiere auch schon mehr als einmal versucht, meinen geliebten Raben zum Frühstück zu verspeisen und da ich mein Haustier ebenfalls über alle Maße liebte..... Ich schüttelte mich und damit den Schock aus meinen Gliedern. Bastet schien die beiden zu kennen. Bastet.... war das nicht auch diese Göttin, die sowieso ziemlich viel mit Katzen zu tun hatte? Ich kicherte bei dem Gedanken, schlug mir aber auch recht schnell die Hand vor den Mund. Dieses verräterische Geräusch könnte uns in der jetzigen Situation ziemlich viel kosten! Es hatte nicht mal besonders nach mir geklungen. Ich war allerdings auch nervös hoch zehntausend. Es war das berauschende Gefühl eines Abenteuers, dass im Kommen war. Oder in dem ich schon mittendrin steckte. Eine Mischung auf euphorisierender Aufregung und kalter Angst. Das Risiko erwischt zu werden, war allgegenwärtig, aber der Spaß war mindestens so permanent und machte es allemal wett.
Ich folgte den Tieren zuerst nur mit den Augen, um möglichst wenig Bewegungen zu machen. Allerdings hatte das keinen Sinn, da sie uns schon entdeckt hatten. Allerdings hatte ich auch mal gelesen, dass Katzen einen nicht wahrnahmen, bis man sich bewegte. Bei der ganzen Hektik, die ich jedoch nur Sekunden zuvor verbreitet hatte, mussten sie uns einfach schon gesehen haben.
Der schwarze Kater sah unglaublich gepflegt aus. Vielleicht sah er aber auch nur noch beeindruckender aus, weil sein Begleiter so.... mitgenommen aussah. Am liebsten hätte ich den armen Kerl in den Arm genommen und gestreichelt, bis er alles, was ihm unweigerlich geschehen sein musste, vergessen war. Doch als Bastet mir erklärte, dass das der Kater ihrer Schwester war, konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass das schon längst jemand anderes übernommen hatte. Der Kater wirkte auch nicht unbedingt unglücklich – eher im Gegenteil. Und trotzdem die beiden keine Absichten machten, uns irgendwie zu verraten, atmete ich erst wieder auf, als die beiden hinter der nächsten Ecke verschwunden waren. Manchmal fragte ich mich wirklich, was in den Köpfen dieser Geschöpfe vorging und was sie so trieben, wenn niemand hinsah.
Bastets Antwort auf meine Frage, lenkte mich ab und ich nickte. Wieder einmal brauchte ich etwas, bis mir wieder einfiel, dass sie es ja gar nicht sehen konnte. „Okay. Sehr guter Plan." antwortete ich deswegen und deutete ihr an, vorzugehen. Erst, als mir auffiel, dass weder ich sie noch sie mich sehen konnte, antwortete ich ihr auch hörbar. „Bereit, wenn du es bist. Geh vor, ich halte mich an dir fest." Man konnte mein Grinsen selbst aus meiner Stimme hören und fragte mich, ob sie es auch hören konnte. Das ganze jagte immer noch ein aufgeregtes Kribbeln durch meinen Körper und fast hätte es mir ein erneutes Kichern entlockt. Hätte ich früher gewusst, dass Verbotenes solchen Spaß machte und der Nervenkitzel und das dadurch verursachte Adrenalin einen so... unbeschreiblich gut fühlen ließen, hätte ich das schon viel früher ausprobiert!
Noel
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Re: Bibliothek
from Noel on 04/20/2019 06:02 PM- Fortsetzung - Noel & Caroline -
Ich wusste ganz genau das Caroline auch oft in der Bibliothek war und natürlich wusste sie genauso gut, dass ich oft hier war. Wir konnten uns hier also begegnen und die Chance oder Wahrscheinlichkeit war auch ziemlich hoch. Wenn sie mich suchen würde, würde sie mich hier finden. Ich hatte sie zwar ein paarmal gesehen, aber wir hatten nicht miteinander gesprochen. Sie hatte mich verletzt und ich wusste nicht wie ich auf sie reagieren würde, aber ich wollte nicht mehr weinen. Und natürlich hoffte ich, dass sie sich vielleicht doch noch bei mir entschuldigen würde und auch so fühlte wie ich, aber irgendwie glaubte ich nicht dran. Aber irgendwas war da ja schließlich zwischen uns gewesen. Das konnte ich mir doch nicht alles eingebildet haben, oder doch? Ich seufzte und setzte mich dann mit einem Buch hin und fing an zu lesen.
Re: Bibliothek
from Caroline on 04/21/2019 12:08 PMMit einem Becher Kaffee in der Hand betrat ich die Bibliothek. Unter meinem Arm hatte ich mir das Buch unterm Arm geklemmt, welches mir meine beste Freundin Camille heute geschenkt hatte. Es war ein dickes Buch über das Fotographieren von Henry Carroll, einem erfolgreichem Fotograph und Autor, den ich sehr wertschätzte. Ihr Geschenk hatte mich etwas nervös gemacht, denn für sie hatte ich garnichts. Nun ging mir die Frage nicht mehr aus dem Kopf, was ich ihr auf die schnelle noch schenken könnte.
Gerade wollte ich mich hinsetzen, als ich am anderem Ende Noel sitzen saß. Er saß alleine und schien in ein Buch versunken zu sein. Ein ungutes Gefühl machte sich in mir breit. Wenn wir uns sahen war es irgendwie komisch zwischen uns, wir gingen uns aus dem Weg. Dabei wollte ich doch genau das nicht. Naja, es war meine eigene Schuld gewesen... Aber durch diese getrennte Zeit hatte ich gemerkt, dass ich nicht von ihm getrennt sein wollte.
Ich nahm all meinen Mut zusammen, atmete tief ein und ging dann auf Noel zu. Auch wenn er mich noch nicht sah, vergingen die paar Sekunden für mich wie Stunden. Als ich schließlich angekommen war, atmete ich nochmals tief aus und legte dann ein leichtes Lächeln auf. "Hey", murmelte ich in seine Richtung. Als er mich erkannte, deutete ich auf den Stuhl neben ihn. "Hast du was dagegen, wenn ich mich setze?", fragte ich vorsichtig und deutete mit meinem Kinn auf den freien Stuhl.

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Noel
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Re: Bibliothek
from Noel on 04/22/2019 07:07 PMIrgendwie war es komisch, anders und ungewohnt zwischen uns. Konnten wir nicht einfach da weitermachen, wo wir aufgehört hatten? Gut, wir konnten natürlich auch nicht so tun als wäre nichts passiert. Aber ich vermisste sie auch irgendwie. Sie fehlte mir einfach und ihre Art fehlte mir einfach. Ich versuchte mich mehr oder weniger auf das Buch zu konzentrieren, bis ich tatsächlich die Stimme von Caroline hörte. Ich klappte das Buch zu, legte es hin und sah zu Caroline. Jetzt gab es mehrere Möglichkeiten. Wir schwiegen uns an und jeder machte seine Sachen. Einer von uns beiden oder auch wir beide unterbrachen die Stille, aber es endete wieder in einer Katastrophe. Oder einer von uns beiden würde einfach aufstehen, weil er es nicht mehr aushielt. Oder aber wir würden uns sogar wieder vertragen. Natürlich hoffte ich auf letzteres. Ich konnte unmöglich nein sagen, wo sie so vorsichtig fragte. Hier war genug Platz, also wollte sie ja vielleicht wirklich bei mir sitzen. "Hey.", sagte ich und musste fast schon automatisch lächeln. "Nein...also, ja. Ich meine natürlich kannst du dich zu mir setzen.", murmelte ich etwas verlegen. Ganz toll. Das kriegte ich ja mal wieder ganz toll hin. Ich zeigte auf den freien Platz und sah zu ihrem Buch, was mich sofort grinsen ließ. "Was hast du denn da für ein Buch? Klingt interessant.", fragte ich sie lächelnd. So war immerhin schon mal das Schweigen etwas gebrochen, schließlich konnte ich nichts dafür, dass ich mich in sie verliebt hatte und sie noch nicht bereit war oder so,
Re: Bibliothek
from Caroline on 04/26/2019 07:43 PMEtwas geschockt hob ich mein Kinn an, als er zuerst Nein sagte. Okay, damit hätte ich auch rechnen müssen. Er wollte mich bestimmt garnicht sehen. Doch ziemlich schnell machte er klar, dass ich mich natürlich setzen konnte. Er hatte sich bestimmt nur versprochen, das war so typisch für ihn. Noel war durch und durch ein Tollpatsch, und auch wenn andere ihn dafür verurteilten - Machte ihn das in meinen Augen nurnoch süßer.
Verlegen lächelte ich kurz, dann setzte ich mich so an den Tisch, dass ein Stuhl neben uns frei war. Irgendwie war ich zu schüchtern gewesen, um mich ihm gegenüber zu setzen. Oder gar neben ihn. Ihn schien das aber nicht weiter zu stören, zum Glück. Vorsichtig stellte ich meinen Kaffee ab, im gleichen Moment hatte ich aber das Verlangen, ihn zu trinken. Also nahm ich ihn wieder in die Hand und trank daraus. Noel dachte bestimmt, ich hatte sie nicht mehr alle.
Ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht, als er mich nach dem Buch fragte. Für einen Moment vergas ich die komische Situation zwischen uns, es fühlte sich sogar wie früher an. "Oh, das hat mir Camille zu Ostern geschenkt", schwärmte ich, während ich das Buch ansah. Es fiel mir schwer, ihm in die Augen zu gucken, aus Höflichkeit tat ichs aber ab und zu. "Ich fühl mich schlecht, weil ich ihr garnichts geschenkt habe...", murmelte ich schulterzuckend.

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Noel
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Re: Bibliothek
from Noel on 04/30/2019 04:16 PMSie sah etwas geschockt aus, als ich zuerst Nein sagte. Natürlich hätte es auch sein können, dass ich sie nicht sehen wollte, aber ich hatte mich wirklich nur versprochen und stellte ja sofort klar und richtig, dass sie sich natürlich setzen durfte. Ich war wirklich ein Tollpatsch, was viele kindisch und lächerlich fanden. Das Caroline mich tatsächlich deswegen nur noch süßer fand wusste ich nicht, was vielleicht auch besser so war.
Verlegen lächelte sie dann kurz und setzte sich hin, allerdings nicht direkt mir gegenüber oder sogar neben mich, obwohl es mich nicht gestört hätte. Vielleicht war sie einfach etwas schüchtern. Ich beobachtete sie ein wenig, wie sie erst ihren Kaffee abstellte und dann doch etwas davon trank. Vielleicht war sie ja einfach auch etwas unsicher.
Für einen Moment war es zwischen uns eigentlich fast so wie früher und sie lächelte sogar. Es schien ihr irgendwie schwer zu fallen mir in die Augen zu schauen, aber ab und zu tat sie es doch. "Hm. Das können wir ja noch ändern. Lass mich mal nachdenken. Dein Talent ist eindeutig fotografieren. Vielleicht könntest du ihr ja Fotos von euch beiden schenken oder so?", schlug ich fragend vor und sah sie kurz lächelnd an.
Re: Bibliothek
from Caroline on 05/05/2019 08:37 PMNeugierig hörte ich ihm zu. Sein Vorschlag war sogar ziemlich gut. Warum war ich nicht selbst dadrauf gekommen? "Du hast recht!", stimmte ich ihm nickend zu. Mein Lächeln wurde breiter. "Ich hab einige Fotos von uns. Vielleicht mach ich ja sogar ein Fotoalbum?", lächelnd schaute ich ihm in die Augen.
Aufeinmal fand ich die Situation wieder komisch zwischen uns. So als hätte ich eben vergessen, dass wir Streit hatten. Auch wenn man es nicht wirklich Streit nennen konnte, waren Noel und ich uns noch nie so fern gewesen. Wir waren eigentlich schon immer Freunde gewesen, seitdem wir auf Hogwarts waren.
Einen Moment lang schaute ich ihm nur in die Augen, mein Lächeln wurde immer kleiner. "Noel?", fragte ich, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. "Können wir reden? Naja...", nervös schaute ich auf meinen Kaffee. "Über uns?", schnell nahm ich meinen Kaffee in die Hand und trank daraus, um nicht weiter sprechen zu können.

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Noel
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Re: Bibliothek
from Noel on 05/07/2019 05:34 PMSie hörte mir neugierig zu. Wenn ich eines ganz sicher wusste dann war es das Caroline ein Talent zum Fotografieren hatte und das auch noch besser konnte als ich. "Danke. Ja oder eine Collage oder so. Das ist eine gute Idee.", meinte ich dann lächelnd zu ihr, während sie mir lächelnd in die Augen sah.
Irgendwie war die Situation ja auch komisch zwischen uns, auch wenn wir uns ja nicht stritten. Wir mieden oder ignorierten uns ja eher und waren uns auch deswegen irgendwie so fern. Schließlich waren wir eigentlich schon immer Freunde gewesen, obwohl sie in Ravenclaw und ich in Hufflepuff war. Sie hatte eigentlich sowieso schon meine Aufmerksamkeit, aber als sie dann meinen Namen sagte hatte sie erst Recht meine volle Aufmerksamkeit. "Hm?", murmelte ich und sah sie fragend an. Ja, ich war anwesend. Sie wollte also reden. Sie wollte also über uns reden. Ich wusste nicht wie ich reagieren würde. Eigentlich konnte das nur wieder in einer Katastrophe enden. "Ja, natürlich können wir reden. Über was möchtest du denn reden?", fragte ich sie vorsichtig. Allerdings schien sie auch nervös zu sein.
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