Apotheke

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Astra

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Hogwarts [ehem.] Slytherin Abgeschlossen Reinblut Böse Todesser Legilimentik Okklumentik Badgirl Frei

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Re: Apotheke

from Astra on 01/16/2018 12:10 AM

Es passierte einfach alles irgendwie wie von selbst. Ich musste mich nicht einmal wirklich anstrengen. Andrew war mir schon in den ersten Momenten verfallen, was mich sonst wohl gelangweilt hätte. Ich mochte Herausforderungen. Aber jetzt tat diese körperliche Zuneigung einfach nur gut. Sein Körper fühlte sich gut an und strahlte Wärme aus, genau wie sein Lächeln und seine Augen es taten. Aber es wäre wohl nicht klug das in der Öffentlichkeit fortzusetzen. Ich wusste nichts von seiner Familie oder welches Ansehen er genoss. Oder wohl eher nicht genoss. Auch wenn ich davon jetzt nichts wissen wollte und es mir egal war, erging es anderen ja nicht so, die uns vielleicht miteinander sahen. Außerdem war ich ja bereits verheiratet, was auch nicht unbedingt gerne gesehen wurde, auch wenn ich mich an der geschworenen Treue nie lange aufgehalten hatte.
Nicht lange, dann waren wir bei ihm. Das Letzte was ich wollte war ihn mit zu mir zu nehmen, auch wenn ich auf meine Umgebung kaum Acht gab.
Ich küsste Andrew mittlerweile so begierig und sehnsüchtig, als wären seine Küsse meine Luft zum atmen. Ich hielt mich bei ihm fest als ob ich eine Ertrinkende wäre und es würde mich nicht wundern, wenn er morgen nicht den ein oder anderen Bluterguss aufzuweisen hätte. Aber jetzt für den Moment fühlte ich mich um Einiges besser. Wobei es nicht einmal der Akt an sich war, so wie sonst. Sondern eher was danach kam. Ich war nie bei meinen Affären oder Liebhabern über Nacht geblieben. Ich hatte meine Prinzipien. Selbst bei meinem Ehemann war ich Nachts aus dem Bett gestiegen und hatte mein eigenes Zimmer aufgesucht.
Aber nun entschied ich mich anders. Ich konnte ewig nicht einschlafen. Ich war viel zu konzentriert auf Andrews Atmung. Ich lag nicht besonders dicht neben ihm, aber dennoch spürte ich seine Wärme ganz deutlich. Es war wirklich faszinierend. Ich mochte das tatsächlich. Meine Füße, die sonst oft froren, waren gewärmt und mich plagten keine schrecklichen Gedanken von Kontrolle. Es beruhigte mich einfach, dass jemand neben mir war.

- T H R E A D   F R E I -

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Drew
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Re: Apotheke

from Drew on 01/12/2018 08:29 PM

Ich konnte es zwar nicht deuten, aber für einen kurzen Augenblick konnte ich sehen, wie sich ein Schleier von Traurigkeit geradezu unscheinbar über ihre Augen legte. Es schien, als hätte sie sich an eine Sache erinnert, die sie am liebsten wieder vergessen würde. Ich konnte mich nur wundern, worum es sich hierbei handelte, doch viel Zeit zum Wundern blieb mir nicht, da die Frau ihr Kinn hob, während sie mir bedeutete, still zu sein. Aus diesem Winkel konnte ich ihre überwältigenden Augen nur noch besser bewundern. Augen, die mich förmlich in ihren Bann gezogen hatten.
Ein angenehmer Schauer zog sich über meinen Körper, als sie zu flüstern begann, ihren Körper vorsichtig gegen den meinen legte und ihre Fingerspitze sanft wie einen Windhauch über meine Lippen streichen ließ. Diese Hexe war zweifelsohne die Vermenschlichung von Amortentia.
Ich wusste, dass der Alkohol mich schwach und anfällig gegenüber Frauen machte, weshalb ich hier gerade auch nahezu wie Butter unter ihrer Hitze zerfloss, doch ich konnte nicht leugnen, dass sie auch ohne Scotch einen gewaltigen Eindruck auf mich gemacht hätte. Gab es denn irgendjemanden, der ihr widerstehen konnte?
Ihre Lippen trafen mich vollkommen unvorbereitet, doch beschweren tat ich mich keineswegs. Verdammt, wieso auch? Dieser Kuss war gerade alles, nachdem mein Unterbewusstsein verlangt hatte. Wir legten ihren Einkauf beiseite und vertieften den Kuss. Er war wild, aber nicht allzu stürmisch. Sanft, aber auch nicht leicht. Er war die perfekte Mischung. Sie wusste, was sie tat. Sie war die geborene Küsserin. In meinen zwanzig Jahren hatte ich zwar schon das ein oder andere Mädchen verführt, aber so gut geküsst ... Ich konnte mich an keine erinnern, die besser als sie gewesen war. Nicht einmal ansatzweise so gut. War das merkwürdig? Seinen allerbesten Kuss in diesem Zustand in einer Apotheke mit einer völlig Fremden zu haben? Vielleicht. Aber das interessierte mich überhaupt nicht. Ich wollte diesen Moment genießen, und Merlin, das tat ich mit jeder Faser meines Körpers.
Als sich unsere Lippen voneinander lösten, sah ich mit einem Grinsen zu Boden. Ich schaute auf, doch ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich wusste nur, dass dieser Kuss Lust auf mehr geweckt hatte – weitaus mehr.

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Astra

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Re: Apotheke

from Astra on 12/25/2017 01:33 AM

Irgendwie gefiel mir Andrews Art. Er wirkte sehr aufrichtig, auch was seine Gedanken anging. So einer war mir ewig nicht mehr begegnet und das war doch mal recht erfrischend. Die meisten Männer auf die ich stieß und bei denen ich mehr als wenige Sekunden verweilte, waren irgendwie genau das Gegenteil. Recht einfältig und irgendwie grob. Rufus war da anders gewesen. Nun, zu 100 Prozent konnte ich nicht sicher sein, denn er beherrschte Okklumentik leider viel zu gut. Aber seine Taten zeigten mir, dass er es wirklich ernst gemeint hatte. Der Gedanke daran versetzte mir einen kurzen Stich. Ich konnte immer noch nicht verstehen warum er einfach weg war. Das war so gar nicht typisch...
Meine Gedanken drifteten ab und ein wenig abwesend blickte ich Andrew an. Erst als er begann eine Art Satz zu formulieren, blinzelte ich und hob das Kinn an. "Shh..." machte ich leise und legte meinen Zeigefinger an die Lippen.
"Ich will kein einziges Wort von dir hören." flüsterte ich und lehnte meinen Körper vorsichtig gegen den seinen. Zur demonstration meiner Worte, legte ich meine Fingerspitze nun an seine Lippen und strich sanft darüber. Ich konnte nicht leugnen, dass mir seine Gedanken schmeichelten und dass ich es irgendwie süß fand, dass er kaum einen Satz zustandebrachte. Dass er in ganzen Sätzen reden konnte, hatte er mir ja bereits bewiesen. Es musste also an mir liegen. Er wäre eine Art Mann, den ich gleich wieder stehen lassen würde. Zumindest sagte mir das meine bisherige Männerwahl. Ich kannte seinen Blutstatus nicht und wusste nichts von seiner Familie. Ich sollte das hier nicht tun, das war nicht das was man mir beigebracht hatte. Doch auf die Vernunft wollte ich gerade nicht hören. Ich wollte jetzt ein wenig Ablenkung und vielleicht sogar Spaß haben. Also tat ich das, was ich immer tat wenn es mir nicht gut ging. Ich suchte die Nähe zu irgendjemand x-beliebigen. Ich überbrückte die letzten Zentimeter und küsste Andrew, direkt hier zwischen den Regalen der Apotheke, vor eventuellen Blicken abgeschirmt.

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Drew
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Re: Apotheke

from Drew on 12/18/2017 02:58 PM

(Ich hab ja auch sooo furchtbar lange warten müssen!  Mach dir bloß keinen Stress, alles cool )

Als sich unsere Blicke trafen, gestattete ich mir zum ersten Mal, sie richtig anzusehen, darauf bedacht, nicht aufdringlich zu wirken. Ihre Schönheit blieb unverändert, konnte ich nicht einen einzigen Makel an ihr ausmachen. Sie war perfekt, beinahe zu perfekt, mit dunkelbraunem Haar und ebenso dunkelbraunen Augen, die etwas ausstrahlten, dass ich nicht so recht deuten konnte. Es war irgendetwas ... Geheimnisvolles, und wenn ich eine Sache auf dieser Welt unwiderstehlich fand, dann war es das.
Ich sah das Lächeln auf ihren Lippen, doch ihre Worte prallten nahezu an meinen Ohren ab, bis ich eine Berührung an meiner Hand vernahm; es war nur ein winzig kleiner Hauch von Körperkontakt, von dem wahrscheinlich niemand beurteilen konnte, ob er nun durch Zufall oder Absicht geschah, doch er reichte allemal, um mir wieder vollste Aufmerksamkeit einzuflößen.
Ich wusste zwar nicht wieso, aber ich mochte es, wenn und vor allem wie sie meinen Namen sagte. Andrew. Als würde sie mich schon lange kennen, viel, wenn nicht sogar alles über mich wissen. Ich formte ein Lächeln, das noch in derselben Sekunde erstarb.
Ich hatte ihr meinen Namen nicht verraten. Woher kannte sie ihn? Oder ... hatte ich es etwa doch getan? Ich konnte mich nicht daran erinnern, aber ich wusste ja auch nicht einmal, was ich gestern zum Frühstück gehabt hatte.
Mehr als ein leises »Ich« brachte ich nicht heraus, da sie weitersprach und damit meinen eher traurigen Versuch, etwas zu sagen, unter ihrem nächsten Satz begrub. Passend, denn ihre Worte ließen mich ohnehin sprachlos zurück.
Sie war sich bewusst, dass ich sie schön fand. Wie? Ich hatte keinen blassen Schimmer, doch ich war mir absolut sicher, dass es keine Vermutung, keine Selbstüberzeugung war – zumindest nicht ausschließlich. Sie wusste es. Woher auch immer.
Mir blieb keine Zeit zum Weiterdenken, schon gar nicht zum Handeln, trat sie noch in derselben Sekunde ein wenig näher, wieder mit diesem wundervollen Lächeln.
»Vielleicht ... Du solltest ... Ich weiß nicht ...« Ich wusste nicht einmal mehr selbst, was ich sagen wollte. Ich vergaß sogar vollkommen, sie zur Rede zu stellen. Ich hoffte nur, dass sie noch ein bisschen näher kam ...

Reply Edited on 12/18/2017 04:04 PM.

Astra

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Re: Apotheke

from Astra on 12/17/2017 01:36 AM

(Hatte vorhin schon geantwortet...ich hasse es wenn das Wlan dann genau abbricht wenn man absendet... ._.)

"Es wäre wirklich nicht nötig gewesen..." sagte ich hochmütig, aber ziemlich besänftigt durch die ständigen Gedanken in seinem Kopf, wie schön ich war. Wer hörte das nicht gerne? Naja, obwohl ich es ja nicht direkt hörte. Aber trotzdem.
Ich ordnete meine Utensilien wieder auf meinem Arm, in den Gedanken schon wieder ganz woanders. Zumindest bis sich mein Gegenüber erhob und mich jetzt um einige Zentimetere überragte. Ich verzog leicht die Lippen. Einerseits fand ich es attraktiver, die zierliche, kleinere neben einem Mann zu sein. Andererseits... Ich mochte dieses Machtgefühl über anderen zu stehen.
Widerwillig sah ich also zu ihm hoch und das erste mal so richtig in sein Gesicht. Seine Wangen waren immer noch leicht gerötet, was ihm gut stand. Dies war eine rein objektive Feststellung.
"Das mit dem Schubsen stimmt jedenfalls nicht..." murmelte ich und meine Lippen kräuselten sich zu einem kleinen Lächeln. Für einen Moment kam mir Rufus wieder in den Sinn, der sich gerade woanders sicher prächtig amüsierte.
Wie durch Zufall, berührten meine Fingerkuppen die Hand meines Gegenübers. "Also...Andrew..." ich blickte ihm direkt in die Augen. Seinen Namen hatte ich irgendwo in seinem Geist erfasst. "Sag mir doch mal ins Gesicht wie schön du mich findest." schlug ich leise lächelnd vor und trat ein wenig näher. Was auch immer ich da tat. Es fühlte sich endlich mal wieder nicht wie ein Fluch an am Leben zu sein oder wie eine Last die ich mit mir herumtrug.

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Drew
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Re: Apotheke

from Drew on 12/15/2017 11:43 PM

Ich musste wie ein kompletter Vollidiot aussehen, wie ich hier vor dieser schönen Frau in der Hocke saß und das Zeug aufsammelte, das meinetwegen heruntergefallen war. Ich wettete, meine Wangen waren rot. Sie fühlten sich zumindest heiß an, was gut an der draußen herrschenden Kälte hätte liegen können, doch ich wusste ganz genau, dass dem nicht so war.
Ich rechnete fest damit, dass auch sie mir jede Sekunde mitteilen würde, was für ein unaufmerksamer Trottel ich doch war. Aber stattdessen schaute ich ziemlich überrascht drein, als ich ein kurzlebiges Lächeln auf ihren Lippen erspähte, das ziemlich niedlich aussah. Nicht jeder schien gleich zutiefst gekränkt, wenn man ihn mal versehentlich anrempelte. Obwohl ich zugeben musste, die alte Lady von draußen ordentlich erwischt zu haben.
Gerade wollte ich die letzten Gegenstände zusammensuchen, als sie sich auf einmal von selbst in die Luft erhoben und direkt in die Arme der Frau schwebten. Ich erkannte den Zauberstab in ihrer Hand. Am liebsten hätte ich mir mit der flachen Hand gegen die Stirn geschlagen. Wäre mein Kopf für den Rest der Nacht noch großartig zu gebrauchen, hätte ich auch auf die Idee kommen können.
»Das wäre gar nicht nötig gewesen, wenn ich ein paar Augen im Kopf hätte«, lachte ich etwas betreten. Ich richtete mich wieder in voller Größe auf, wodurch nun ich derjenige war, der auf sie herabblickte, da sie doch etwas kleiner als ich war. »Echt, tut mir leid. Ich nehme mal an, von einem Kerl durch die Apotheke geschubst zu werden, stand nicht gerade auf deiner Freitagnachtplanung.«
Ich hatte mir heute zwar mehr als nur einen Scotch gegönnt, aber nach Alkohol roch ich zum Glück nicht, was diesem Gryffindor-Jungen aus meiner Schulzeit zu verdanken war, der immer dabei gewesen war, wenn wir etwas Alkohol in den Gemeinschaftsraum geschmuggelt hatten. Er hatte diesen Zauber gekannt, mit dem man Gerüche neutralisieren konnte, der sich damals immer als sehr nützlich erwiesen hatte – und sogar heute noch hier und da einen guten Dienst leistete, wenn man ihn mal brauchte.

Reply Edited on 12/18/2017 12:08 PM.

Astra

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Re: Apotheke

from Astra on 12/15/2017 03:10 AM

Ich hatte meine Hände in den Tiefen meiner Manteltaschen vergraben. Meine zierlichen Finger spielten mit dem Ehering darin, der sich wie immer eiskalt anfühlte. Naja. Das war nicht ganz immer der Fall gewesen. Ein einziges Mal hatte er sich nicht wie ein Fremdkörper angefühlt. Es war in der letzten Nacht gewesen, die Rufus und ich zusammen verbracht hatten. Dabei war nicht einmal etwas sexuelles passiert. Wir hatten erst geredet und dann hatte er mich einfach nur im Arm gehalten. Ich hatte diese Ehe das erste Mal akzeptiert und sogar gewollt. Und seit dem nächsten Morgen hatte ich nichts mehr von ihm gesehen oder gehört. Ich hatte mich durch Quellen erkundigt,  aber er schien wie vom Erdboden verschwunden. Mittlerweile hatte ich jede Möglichkeit akzeptiert. Aber viel sinnvoller erschien mir, dass er mich verlassen hatte. Es passte nicht in das Bild welches ich von ihm hatte, doch ich wusste dass ich kein guter Mensch war. Natürlich würde er bei einer besseren gehen. 
Ich war anders als sonst sehr oft zu hause gewesen. Ich hatte das Haus kaum verlassen. Doch jetzt gab es einen Anlass nach draußen zu gehen. Mein Amortentia neigte sich dem Ende und ich brauchte dringend Nachschub. Vor allem jetzt. Meinen  Ring ließ ich in der Tasche.
Ein Gefühl der Geborgenheit empfing mich als ich den Leuten betrat. Ich atmete tief durch. Ich liebte diesen Geruch von Kräutern über alles.
Eine Zeit lang schlich ich mich durch ein paar Gänge. Ich entspannte mich mit jeder einzelnen Minute. Und dann, wurde ich umgerissen. Meine Zutaten fielen mir aus der Hand und ich hielt mich gerade so an einem Regal fest. Empört öffnete ich den Mund und starrte auf den Mann am Boden. Ich wollte gerade etwas ärgerliches erwidern, da erhaschte  ich einen Gedankenschnipsel von ihm. Atemberaubend schön. Nun.... Ich reckte stolz mein Kinn und lächelte einen Moment. Natürlich. Ganz vergessen. Ich war wunderschön. Ich wille jedoch nicht warten bis er alles stümperhaft aufgesammelt hatte. Mit einem Schwenker meines Zauberstabes, flog mir alles wieder direkt in die Arme. "So geht's doch viel besser, nicht?" Fragte ich hochmütig und lächelte kurz auf ihn herab. 

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Drew
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Re: Apotheke

from Drew on 12/15/2017 12:45 AM

»Passen Sie gefälligst auf, wo Sie hintreten, Sie unachtsamer Troll!«, entrüstete sich eine alte Hexe, die soeben gute drei Schritte nach hinten gestolpert war.
»Entschuldigen Sie vielmals, Miss«, war alles, was ich zu meiner Verteidigung sagen konnte, ehe mir die alte Frau schon ihre schwere Handtasche gegen den Oberarm schlug. Ich brachte nur ein Seufzen heraus, als ich dabei zusah, wie sie auf dem Weg davonstöckelte. Es war wirklich nicht meine Absicht gewesen, sie einfach so anzurempeln, aber ich hatte das Gefühl, dass sie irgendwie aus dem Nichts vor mir aufgetaucht war. Anscheinend hatte ich mir einen Scotch zu viel genehmigt, denn obwohl ich noch Herr all meiner Sinne war – nun gut, mehr oder weniger, wie dieser Zusammenstoß soeben bewiesen hatte –, spürte ich, dass mir allmählich ein wenig taumelig zumute wurde. Höchste Zeit fürs Bett also, aber ich war nicht ohne Grund in die Winkelgasse gekommen: Eine wichtige Mission wartete darauf, von mir in Anspruch genommen zu werden.
Na ja, wichtig ist relativ. Es ging darum, dass ich gerade meine Jacke übergeworfen und den Tropfenden Kessel verlassen hatte, als er mich überkam: Heißhunger. Heißhunger auf diese lilafarbenen Bonbons, von denen ich nicht genau wusste, was sie waren, aber die einem dabei halfen, bei leichten Krankheiten den Erholungsprozess ein kleines bisschen zu beschleunigen. Sie schmeckten ein wenig nach Salbei, doch sie waren nicht mit diesen gewöhnlichen Muggelbonbons zu vergleichen (die, nebenbei erwähnt, auch gar nicht übel waren, nur eben nicht so gut wie das magische Äquivalent). Sie waren gut gegen Halsschmerzen, die ich dank der kalten Temperaturen ohnehin schon seit den letzten beiden Tagen verspürte, also würde ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Es war zwar schon ein wenig mehr als eine halbe Stunde nach Mitternacht, doch Merlin sei Dank hatte die Apotheke an manchen Tagen für Notfälle geöffnet – und, hey, das war ein Notfall. Zumindest ein kleiner.
Ich hastete über die Pflastersteine zur Apotheke hinüber, um die Tür zu öffnen, deren kleines Glockenspiel zur Begrüßung zu klimpern begann. Ich warf der blonden Hexe hinter der Theke ein flüchtiges Lächeln zu – sie kam mir irgendwie bekannt vor; war sie nicht einst auch eine Gryffindor zwei Jahrgänge über mir gewesen? – und bog in Gedanken in eine Regalreihe ein, als es schon wieder geschah. Rums.
Ich hörte, wie irgendetwas zu Boden ging, nachdem ich wieder mal grandioses Taktgefühl bewiesen und beinahe die Person vor mir zu Boden gerissen hatte. Ich verfluchte mich innerlich dafür.
»Verdammt, sorry«, sagte ich schnell, ging sofort in die Hocke und begann rasch das zusammenzulesen, was ich soeben besonders feinfühlig aus den Armen meines Gegenübers geschmettert hatte. Unwillkürlich sah ich mit entschuldigendem Blick nach oben, als meine Augen die ihren trafen. Für einen Augenblick starrte ich die junge Frau über mir mit halb geöffnetem Mund an. Wüsste ich es nicht besser, hätte ich behauptet, sie wäre eine Erscheinung meines Scotch gewesen, doch sie war real. Und atemberaubend schön. Ohne es zu realisieren, biss ich mir fest auf die Unterlippe, eine dumme und verräterische Angewohnheit meinerseits, wenn auch immer ich in Verlegenheit geriet. Ich hatte es schon oft versucht, aber dagegen unternehmen konnte ich nichts, zumal es mir die meiste Zeit gar nicht auffiel. Wie gerade jetzt.

Reply Edited on 12/15/2017 01:36 AM.

Ivar
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Re: Apotheke

from Ivar on 10/04/2017 09:14 PM

Seine Frage, welches Haus ich damals besucht hatte, brachte mich zum schmunzeln. "Lassen wir das. Ich habe nie viel darauf gegeben, welches Haus ich besucht habe." Ich konnte diese verdammte Häuserrivalität nicht ab, habe ich noch nie abgekonnt. Ich hatte mich damals nie mit beteidigt. Mein Hauptaugenmerk war auf ganz andere Dinge gerichtet. Schon früh hatte ich mich für Drachen interessiert. Da hatte ich keine Zeit, mich in unsinnigen Streitereien zu begeben.
In der Schule war es immer ein großes Thema gewesen, in welchem Haus man war. Und noch heute wollten Eltern , dass ihre Kinder in das vermeintlich beste Haus kamen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam der Apotheker zu uns. Hatte er es also geschafft, sich zu uns zu bequemen. Mein Grsprächpartner bezahlte zuerst. Ich konnte es ihn nicht verübeln.
Als er bezahlt hatte, reichte ich den Apotheker sein Geld, steckte alles in meine Hosentasche und wandte mich Richtung Ausgang. "Na dann, schönen Tag noch.", meinte ich an den anderen Kunden gewandt und verließ die Apotheke. die frische Luft tat mir gut. Und irgendwie würde ich es schaffen, nach Hause zu kommen. Nur apparieren würde jetzt etwas schwerer werden.

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Ivar out
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Jason
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Re: Apotheke

from Jason on 10/04/2017 07:46 PM

Der Apotheker regte mich so langsam wirklich auf, denn man sollte doch annehmen, dass wenn man Kundschaft hatte, man sich auch um diese kümmerte. Wir waren beide noch ehrenhaft, dass wir hier so lange auf diesen Kerl warteten, anstatt einfach zu gehen. Einige meiner Freunde hätten da sicher keinen Skrupel gehabt. Diesen hatte ich auch nicht, aber ich musste mein Geld doch auch irgendwo loswerden, also was gab es besseres als dies beim Einkauf zu tun? Also beschloss ich noch eine Weile länger zu warten, einfach nur um mal ausnahmsweise eine gute Tat zu vollbringen, anstatt alle nur wie Dreck zu behandeln. 
"Ja, ich war ebenfalls auf dieser Zauberschule. Soll ich fragen in welchem Haus oder lassen wir das sein?", inzwischen sah ich wieder zu meinem Gesprächspartner. Als Schüler war es üblich, dass man einen Fremden immer nach dem Haus fragte, wenn man das nicht schon kannte. So konnte man entweder auf freundlich tun oder eine gekonnte Feindschaft ausleben, wenn das Haus nicht zum eigenen passte. Wobei diese Feindschaft ja auch eher zwischen Gryffindor und Slytherin bestand, denn die anderen Häuser waren da eher neutraler gesinnt. So hatte ich es jedenfalls zu meiner Schulzeit erlebt und jetzt war das Haus nicht mehr ganz so von Belang, denn man ordnete den anderen nicht mehr dadurch ein, sondern nur ob der andere einem sympathisch war oder nicht. Meine Schulfeindschaften pflegte ich dennoch noch gerne, denn nichts ging über eine wundervolle Feindschaft, in der ich meine schlechte Laune gänzlich auslassen konnte wie ich wollte. 
Kurz darauf beendete der Apotheker, der sich dann doch mal zu uns bequemte, unseren Smalltalk, was mich auch erleichterte, denn in dieser Art von Gespräch war ich noch nie besonders gut gewesen. Ich nahm mir mal das Recht heraus zuerst zu bezahlen, denn irgendwo hatte ich auch länger an der Theke gestanden. Nach dem Bezahlen packte ich alles in meine Tasche und war etwas zufriedener gestimmt.

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