Korridor

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Jonathan
Gelöschter Benutzer

Re: Korridor

von Jonathan am 15.10.2017 00:35

"Danke für die Tipps, ich werde sie bei Gelegenheit umsetzen.", meinte ich in einem möglichst ernsten Ton. Nicht wie ein Vergewaltiger zu wirken war oft schwierig aber das mit dem öffentlichen Entblößen war noch schwieriger. Ich hatte ein Faible dafür mein Shirt an zu warmen Tagen einfach auszuziehen und irgendwo hängen zu lassen, was auch der Grund war weshalb sie mir langsam aber sicher ausgingen. Ein paar hatte ich bei Feline gelassen aber nicht wieder bekommen, wo die anderen geblieben sind ist fraglich.
Ich schüttelte bloß grinsend den Kopf. Nein, kein Schnurrbart, definitiv nicht. Sowas ließ mich um einiges älter aussehen und das wollte ich nun wirklich nicht, schließlich blieb ich gerne bei Damen meiner Altersgruppe oder darunter ohne, dass es komisch aussah.
Mir war gar nicht aufgefallen, dass sich zwischen den Büchern wohl ein Zettel befunden hatte, der jetzt vor meinen Füßen zwischen Feline und mir am Boden herumlag. Zuerst hatte ich gedacht, dass wohl irgendwer den Zettel in einem der Bücher vergessen hatte und er unwichtig war, doch dann hob Feline ihn so gut es eben mit dem Bücherstapel in der Hand ging auf und sah mich anschließend an. Es wirkte so, als wäre sie von einem Moment auf den anderen ziemlich nervös geworden, denn nur wenn sie nervös oder unsicher war biss sie auf ihrer Unterlippe herum. Ich hörte ihr zu und legte kurz den Kopf schief. Sie machte keinen Witz, sie meinte es ernst. Feline wollte ausgerechnet mit mir zu dieser seltsamen Party gehen. Die leichte Euphorie die mich bei diesem Gedanken beschlich machte ich mir selbst aber wieder zunichte. Ich war ihr bester Freund, natürlich würde sie mich fragen ob ich mit ihr hingehe. Vielleicht hatte der Pudel sie ja versetzt oder hat sie abgeschrieben. Diesbezüglich würde ich wohl auch noch mit ihr reden müssen. "Klar, wenn du hingehen möchtest begleite ich dich gerne.", antwortete ich ruhig und schenkte ihr ein leichtes Lächeln. Das erste ehrlich gemeinte Lächeln seit Tagen, doch das musste sie ja nicht unbedingt wissen.

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Feline
Gelöschter Benutzer

Re: Korridor

von Feline am 14.10.2017 21:20

So wie es schien teilte er meine Meinung im Bezug auf die staubigen Bücher. Das Niesen war zudem auch eindeutig, dass diese Bücher durch und durch viel zu staubig waren. Was ist wenn jemand eine Stauballergie hatte? Aber das wollte ja nicht mein Problem sein. Über den Staub konnte ich mich beklagen so viel ich wollte, niemand würde etwas daran ändern.
Eigentlich war ich nicht mal ein Fan von Honig, er klebte, war schlecht für die Zähne und besaß eine unangenehme Süße, die ich einfach nicht mochte. Da lobte ich mir doch Nutella, das hatte eine Süße, die haute dich gleich um und versprach dir Diabetes, wenn du dieses 200 Gramm Glas leer löffelst. Nicht so wie Honig. Honig war hinterhältig. Ich wäre ja für eine Abschaffung von Honig, aber dann müsste man die Bienen los werden und was würde das bringen? Nur den Weltuntergang, nichts allzu bewegendes oder schlimmes.
Es war wirklich schon lächerlich, dass ich ihm Vorschläge machte. Immerhin ist mit mir bisher ja niemand wirklich ausgegangen, da die meisten Typen komischerweise ganz schnell das Weite suchten. Ich hatte es mittlerweile aufgegeben das alles zu hinterfragen und mich damit abgefunden, dass ich die zukünftige Dorf-Katzenlady werde.
„Das ist vielleicht ein guter Anfang. So wirkst du nicht gleich ganz wie ein Vergewaltiger." Sagte ich und lachte leise. „Und vielleicht solltest du auch auf öffentliches Entblößen verzichten, wirklich sowas verschreckt die Leute." Meinte ich nachdenklich.
Oh, stimmt. Wir beide hatten ja einen starken irischen Akzent wurde uns zumindest nachgesagt. Das vergaß ich gern, denn für mich klang es, als würden wir ganz normal reden. Alle anderen hatten in meinem Sinne einen Akzent. Aber darüber ließe sich auch streiten.
„Okay, dann vergessen wir das mit dem Schnurrbart." Sagte ich und lachte kurz auf. Schnurrbärte waren auch so ein Thema für sich, sie machten aus den meisten Männern irgendwelche gruseligen Typen. Ich musterte ihn einen Moment nachdenklich und überlegte. Das war doch Blödsinn, er musste doch rein gar nichts an sich ändern. Er hatte vielleicht einfach nur ein wenig Pech. So war doch das Leben. Ein ständiges auf und ab von Glück. Mal hatte man es, mal nicht. Es hüpfte nun mal gern von Person zu Person.
Zu seinen Füßen bemerkte ich einen kleinen beigefarbenen Zettel. Etwas umständlich balancierte ich die Bücher auf meinem einen Arm und beugte mich nach unten um nach den Zettel zu greifen. Das war die Einladung, die ich von Professor Slughorn zugeschickt bekommen hatte. Ich hatte eigentlich überlegt nicht hin zu gehen, immerhin hatte ich keinen Partner und die meisten Leute kamen ja eh mit Partner und ich würde mich dort sicher total blamieren. Fragend sah ich zu Jonathan und dann wieder auf die Einladung.
„S-Sag mal..." murmelte ich und biss mir kurz auf die Unterlippe. „Magst du vielleicht... Mit mir zur Halloweenparty gehen? A-also das ist... Naja für Leute, die in diesem merkwürdigen Slug-Club sind und da ich komischerweise dabei bin, warum auch immer, ich bin total uninteressant... Hab ich auch eine Einladung... Und ich wollte eigentlich nicht hingehen. Aber... Naja, also... hast du vielleicht Lust dahin? Mit mir? Du musst nicht, es kann natürlich sein, dass du was Besseres vor hast. Es... Es ist wirklich nicht wichtig." Plapperte ich fast schon nervös.

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Jonathan
Gelöschter Benutzer

Re: Korridor

von Jonathan am 14.10.2017 18:28

"Danke.", nuschelte ich während ich kurz das Gesicht verzog. Wieso mussten alte Bücher immer so staubig sein? Dieses Klischee könnte man doch sicher mit ein paar Handgriffen aus der Welt schaffen. Wäre eine gute Idee um das Nachsitzen sinnvoller zu gestalten: Bücher abstauben.
Da Feline lachte und den Kopf schüttelte vermutete ich einfach mal, dass ihr dieser "andere" Tonfall entweder nicht aufgefallen ist oder sie es einfach nicht weiter beachtete. Vielleicht bezog sie es ja auch auf die komische Vorstellung und nicht den Fakt, dass so etwas wie nackt und mit Honig beschmiert herumzulaufen vielleicht anziehend wirken könnte. Andere würde das vermutlich zutiefst verstören aber die Vorstellung hatte irgendwie was.
Ich musste lächeln als sie versuchte mir Vorschläge zu machen um wieder besser bei den Frauen anzukommen. Ausgerechnet Feline, die so gut wie keine Erfahrung damit hat überhaupt bei irgendwem gut anzukommen. "Ich versuch mal ein bisschen weniger aufdringlich zu sein, vielleicht stehen nicht so viele darauf einfach so von einem Fremnden gepackt und in eine Abstellkammer gezogen zu werden.", murrte ich mit einem Hauch Sarkasmus in der Stimme. Ich würde sowas nur bei jemandem machen mit dem ich schon öfter was hatte und nicht als Flirtversuch, das verstand sich hoffentlich von selbst.
Akzent und Schnurrbart? Das klang fast so als wollte sie mich zum Italiener machen. "Ich weiß nicht, ein Italienischer Akzent gelingt mir glaub ich nicht, reicht schon der irische Einschlag. Das mit dem Schnurrbart hab ich mal ausprobiert, kam aber nicht so an. Die dachten alle ich wäre so ein schmieriger Produzent von irgendwelchen Pornoheftchen.", erwiderte ich kopfschüttelnd. Der Teil mit dem Schnurrbart stimmte, das hatte ich ziemlich früh mal getestet nur um zu sehen ob sowas ankommen würde.

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Feline
Gelöschter Benutzer

Re: Korridor

von Feline am 14.10.2017 00:32

Die Bücher waren doch staubiger als erwartet, denn als ich meine restlichen Bücher in Jonathans Arme drückte glaubte ich eine recht große Staubwolke zu sehen, welche über uns beide rieselte wie der Schnee in der Winterzeit. Wäre mit Sicherheit romantischer, wenn es wirklich Schnee wäre und die Umgebung nicht aussähe wie ein Kerker. Jedoch, die größte Romantik die zwischen Jonathan und mir mal herrschte waren die Minuten, in denen er mich nach Hause schleppen musste, weil ich viel zu betrunken zum Laufen war, dann hatte ich mir den Kopf irgendwo angestoßen und es hat geblutet. Er war dann gezwungen mich noch zusätzlich zu verarzten. Spätestens als ich mich auf seine Schuhe übergab, war es mit großer Romantik vorbei. Und vermutlich würde es auch nie zu mehr Romantik kommen.
Als er durch die Staubwolke niesen musste lächelte ich leicht. „Gesundheit?" gab ich nur lächelnd eine Antwort darauf. War es denn so schwer die Bücher staubfrei zu halten? Man konnte doch sicher einmal die Woche mit einem Staubwedel über die Regale gehen? Oder vielleicht gab es dafür ja auch einen Zauber. Ein Anti-Staub Zauber.
Ich lachte leise und schüttelte den Kopf. Sein Grinsen hatte irgendwas anderes an sich, etwas neues mir unbekanntes. Er hatte mich vorher doch noch nie so angesehen? Naja, vielleicht spielte sein Kopfkino nur wieder mit und er hatte ein wirklich, wirklich amüsantes Bild im Kopf. Zugegeben, es wäre sicher ein lustiger Anblick. Wie ich nur mit Honig bedeckt über den Hof hüpfte und den Brunftschrei eines Elches nachahmte. Es würde eher Leute verschrecken und verstören, als Partner anzulocken. Aber vielleicht hatte ich einfach ein Talent dafür... Andere abzuschrecken.
„Vielleicht musst du deine Jagdtaktik ändern?" mutmaßte ich nachdenklich und nahm ihm ein paar weitere Bücher ab. „Vielleicht mit einem Akzent reden! Und dir einen Schnurrbart aufkleben?" fragte ich und grinste ihn fröhlich an.

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Jonathan
Gelöschter Benutzer

Re: Korridor

von Jonathan am 13.10.2017 23:07

Es war nach wie vor lustig Feline zuzusehen wie sie unbeholfen versuchte nichts fallen zu lassen. Auch wenn Unbeholfenheit eigentlich nicht lustig sein sollte, es erheiterte meine Stimmung trotzdem ein kleines bisschen. Ich hatte erst aufgehört innerlich darüber zu lachen, als ihr der Stapel Bücher fast umfiel, denn das hätte vermutlich in einem Chaos geendet.
Scheinbar hatte Feline meine Hilfsaktion als Angebot, mir die ganzen Bücher auf einmal in die Hand zu drücken gesehen und so blieb der Stapel staubiger alter Wälzer während sie sich den Schuh band an mir hängen. Leider staubte das alte Zeug ziemlich, weshalb mir bereits nach wenigen Sekunden die Nase juckte und ich mich zusammenreißen musste um nicht zu niesen und dabei Feline unter dem Stapel zu begraben. Glücklicherweise nahm sie mir die Hälfte davon schnelll wieder ab, jedoch konnte ich nicht verhindern doch zu niesen, als es erneut staubte.
"Das werde ich auf jeden Fall mit Interesse verfolgen.", erwiderte ich mit einem leicht anzüglichen Grinsen. Normalerweise hielt ich mich bezüglich solchen Sachen ihr gegenüber zurück aber da ich momentan wirklich Pech mit den Frauen hatte blieb die Zurückhaltung leider auch aus.
Ich schüttelte kurz den Kopf und richtete den Stapel den ich am Arm hatte während ich mir locker eine Strähne aus dem Gesicht pustete. "Nein, im Moment ist diese wehrlose Beute ziemlich eigenwillig.", murmelte ich und seufzte leise, als mir die Strähne wieder ins Gesicht fiel. Vielleicht lag es ja daran? Vielleicht passte meine Frisur nicht oder mein Auftreten?

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Feline
Gelöschter Benutzer

Re: Korridor

von Feline am 13.10.2017 22:54

Ich merkte nur wie sich der Schnürsenkel meines linken Schuhs langsam anfing sich zu lösen. Scheint so, als wollte mir das Schicksal heute das Leben schwer machen und es darauf anlegen, dass ich stolper und mir das Genick brechen werde. Bei meinem Glück wird das natürlich so enden. Vielleicht würde ich noch jemanden mit ins Verderben reißen, vielleicht sogar einen Lehrer. Und in meinem Tod wird mir dann noch Nachsitzen aufgebrummt. Ab und zu fiel mir eine Haarsträhne ins Gesicht und kitzelte meine Nase und durch verzweifeltes pusten und prusten versuchte ich sie irgendwie aus meinem Gesicht zu bekommen. Verdammt, ich bräuchte ein weiteres paar Hände. Denn meine Nase fing an zu jucken, als gäbe es keinen Morgen. Vorsichtig tappte ich weiter, bis ich merkte wie langsam anfing der obere Teil meines Bücherstapels zur Seite zu rutschen und sich zu verabschieden.
„Oh nein, oh nein, nein, nein, nein." Murmelte ich leise zu den Büchern und versuchte sie weiter zu balancieren, bis mir jedoch mein gewünschtes zusätzliches Händepaar zur Hilfe kam. Etwas überrascht hob ich den Kopf und blickte zu Jonathan, welcher mir freundlicherweise die Bücher abgenommen hatte. Vermutlich war er sogar länger hier und hatte sich darüber amüsiert, wie ich hier herum stolperte. Zuzutrauen wäre es ihm.
„Natürlich, immerhin sind wir vom Aussterben bedroht." Sagte ich und lächelte ihn breit an. „Hab vor gehabt mich demnächst nur mit Honig beschmiert auf den Hof zu stellen und mit meinem Brunftschrei versuchen ein Partner anzulocken." Fügte ich grinsend hinzu und stellte meine restlichen Bücher auf den Stapel ab, den er in den Händen hielt. Ich bückte mich nach unten um mir die Schule zuzubinden. Als ich mich aufrichtete schob ich mir die restlichen Haare aus dem Gesicht, rieb mir die juckende Nase und nahm ihm dann wieder die Hälfte der Bücher ab.
„Und du? Auf der Jagd nach wehrloser Beute, die sich dir sofort hingeben wird?" fragte ich nach und sah zu ihm hoch. Er schien mies drauf zu sein, auch wenn er lächelte als wäre alles in Ordnung sprachen seine Augen eine ganz andere Sprache.

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Jonathan
Gelöschter Benutzer

Re: Korridor

von Jonathan am 13.10.2017 19:49

Die Zeit nach den Ferien war eine Mischung aus deprimierend, langweilig und seltsam. In letzter Zeit klappte absolut garnichts, ich konnte ab und zu viel zu schlecht schlafen und mein Glück bei den Frauen hatte ich wohl gemeinsam mit meiner Motivation irgendwo verloren. So demotiviert wie ich war schlurfte ich durch die Gänge, war gerade noch so nett genug um anderen auszuweichen und bekannte Gesichter halbwegs freundlich zu grüßen. Von Feline und Charlie hatte ich in den letzten Tagen ziemlich wenig gesehen, was meine Stimmung nicht gerade besserte. Bei Charlie war es normal, schließlich hatte er alle Hände voll zu tun weil seine Freundin Theater machte aber bei Feline war es nicht so egal. Normalerweise sah ich sie jeden Tag, doch diesmal fast die ganze Woche nicht.
Seufzend bog ich um die Ecke, wo mir ein paar Schüler aus der Richtung entgegenkamen in der sich der Raum befand in dem die Zaubertränke zusammengemischt wurden. Ich achtete nicht weiter darauf wer oder was mir entgegenkam, bis mir etwas sehr auffälliges entgegenschwankte. Eine ziemlich kleine Person, die durch das Gewicht der Bücher die sie trug noch zusätzlich niedergedrückt wurde und versuchte den Stapel nicht fallenzulassen während sie anderen Schülern auswich. Ich blieb stehen und beobachtete sie eine Weile. Ohne Zweifel handelte es sich hierbei um Feline, was ich nicht nur an den Schuhen sondern auch an den hin und wieder zur Seite schwingenden roten Haaren erkannte. Als sie beinahe den Stapel fallen ließ griff ich dann doch ein und nahm ihr geschickt die Hälfte der Bücher auf einmal ab. "Na was haben wir den da? Ein seltenes Exemplar des Felinitus Buchius, der sich bereit macht für die Paarungszeit?", scherzte ich während ich die Bücher locker auf meinen Armen balancierte und grinste dabei, so als wäre meine schlechte Laune mit einem Mal verflogen. Zugegeben, sie hatte sich gebessert aber so schnell ging das bei mir nunmal nicht.

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Feline
Gelöschter Benutzer

Re: Korridor

von Feline am 13.10.2017 15:05

Der Alltag nach den Ferien kehrte wirklich schnell wieder ein, ich vergrub mich in Hausaufgaben, Büchern und anderen Schularbeiten, die anstanden. Immerhin wollte ich auch dieses Jahr mit guten Noten abschließen, daher war es mit Sicherheit nur von Vorteil, wenn ich damit gleich anfange. Ich musste zusätzlich für die ganzen UTZ-Kurse lernen, welche dieses Jahr anstanden. Ich Trottel hab mir natürlich gleich fünf ausgesucht, anstatt wie viele andere mit dreien einfach zu leiden. Nein, stattdessen litt ich mit fünf UTZ-Kursen, stillschweigend vor mich hin.
Aber stress musste ich mir doch nicht jetzt schon machen, das konnte ich erst am Ende des Jahres, wo die Prüfungen anstanden. Vermutlich wäre ich in dieser Zeit ein nervliches, gereiztes Wrack, welches ihren Kaffee mit Whiskey mischt um die Tage zu überleben. Von Jack hatte ich nach den Ferien nichts mehr gehört, auch in der Schule habe ich ihn nicht mehr gesehen, oder er war mit anderen Leuten unterwegs und da wollte ich mich nicht einfach einmischen. Vermutlich war ich abgeschrieben und es hätte einfach nicht sein sollen. Vielleicht fand er ja sein Glück mit einer anderen? Zumindest wünschte ich ihm das, er war immerhin wirklich nett und hatte es verdient. Jungs sind eh doof. Ich vergrab mich lieber in Büchern, werde eine alte Jungfer, oder eine verrückte Katzenlady. Damit konnte ich leben, denke ich mal.
Ich kam gerade von meiner Zaubertränkestunde und balancierte einen viel zu großen Stapel, dicker, alter, staubiger Bücher auf meinen Armen. Vorsichtig und Schritt für Schritt tappte ich mich voran, bedacht darauf in keinen anderen Schüler zu laufen, um ihn nicht zu belästigen. Jedoch versperrten mir die ganzen Bücher die Sicht, sodass ich mich eher wie eine Blinde voran tasten musste.

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James
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Re: Korridor

von James am 25.06.2017 19:52

"Na umso besser..." grinste James auf Gabriellas Entgegnung nur und sah sich betont gelassen nochmal die Steintür an.
Da...in der Mitte der Platte stutzte er dann schließlich.
Da war ein Riegel, den er vorher noch nie bemerkt hatte, den man einfach herausziehen konnte.
Ein merkwürdig schmatzendes Geräusch ertönte, als der Gryffindor es probierte und dann fuhr die Steinplatte wirklich zurück und gab den Ausgang frei.
"Siehst du?" grinste James triumphierend und kletterte schnell als erster aus dem engen, stickigen Gang.
"Also hopp...ich hoffe, Hazel ist noch da"


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Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.06.2017 20:08.

Gabriella
Gelöschter Benutzer

Re: Korridor

von Gabriella am 25.06.2017 18:18

Ich hörte bei James' ÜBerlegungen nicht einmal mehr hin, saß nur da und summte mein Lied vor mir her. Hier war es zumindest schon etwas breiter, aber ich wollte nicht wieder zurück gehen müssen. Ich hätte einfach von Anfang an die Treppe nehmen sollen. Das wäre einfacher gewesen und dann wäre ich jetzt vermutlich auch schon da.
Sein Gerede vonwegen ob ich abkratzen würde, kommentierte ich nur damit, dass ich das Summen für einen Moment unterbrach, weil mir James gerade gewaltig gegen den Strich ging.
"Wenn du diesen Gang hier nicht augenlicklich aufbekommst, dann vielleicht schon!", sagte ich, lauter als beabsichtigt. Zumindest schaffte James es mich wütend zu machen und damit verflog schon einmal mein Schwindel ein wenig. Wenn ich auch immer noch Panik hatte, dass ich gleich keine Luft mehr bekam. Ich fühlte mich eingekerkert und ich mochte das Gefühl nicht. James sollte den Gang einfach öffnen und dann wäre es in Ordnung. Und ich würde nie wieder eine seiner bescheuerten Abkürzungen nehmen.

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