Korridor

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Dante
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Re: Korridor

from Dante on 11/25/2017 12:47 PM

Ich konnte einfch nur weiterhin ihre Hand in meine beobachen, die sie nun so drehte, dass wir sie ohne Probleme ineinander verschrenken konnten.
Es fühlte sich gut an, so neu und dennoch vertraut. In den letzten Tagen hatte ich mir das eine oder andere Mal ausgemalt, wie es wäre, wenn ich einfach nur ihre Hand halten würde, aber jetzt war es Realität. Das Ganze konnte doch kein Traum sein!
Meine andere Hand legte ich an ihre Hüfte, sanft zog ich sie noch näher zu mir während ich zuhörte, was sie mir zu sagen hatte. Irgendwie musste ich mich festhalten, denn ich konnte kaum glauben, was sie nun sagte.
Endlich, nachdem sie geendet hatte, konnte ich ihr wieder ins Gesicht schauen. Ich konnte nichts anderes als Ehrlichkeit darin erkennen. Zufrieden und erleichtert lächelte ich sie an.
Meine Güte, das Zwichenmenschliche war doch wesentlich einfacher als ich gedacht hatte. Das Ganze fühlte sich alles so leicht an.
Ich wusste aber, dass es nur bei Athena so sein würde. Bei anderen würde ich wie immer meine Probleme haben. Warum das so war, war doch recht einfach zu erklären.
Sie kannte mich am besten und wusste am besten, wie sie mit mir umzugehen hatte. "Keine Sorge, ich will dir nichts beweisen." , versicherte ich ihr. Bisher hatte ich nach meinem Gefühl gehandelt und jetzt wollte ich nicht anderes tun.
Ich beugte mich zu ihr herunter und zog sie in einen Kuss. Dieses prickelnde, leichte Gefühl trat in mir wieder hervor. Ich konnte und wollte dagegen jetzt nichts unternehmen. Ich wollte den Moment einfch nur genießen.

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Athena
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Re: Korridor

from Athena on 11/25/2017 11:06 AM

Oft sagte man ja, dass man in einer Freundschaft nicht zurück stecken sollte. Beide Parteien sollten alles an dem anderen akzeptieren. Doch ich hatte mich mittlerweile schon so sehr daran gewöhnt meine eigene Geschwindigkeit abzubremsen, wenn ich in seiner Gegenwart war, dass es für mich inzwischen eine solche Normalität war, die ich nicht mehr ändern wollte. Klar, manchmal fiel es mir schwerer nicht direkt auf ihn zugestürmt zu kommen und ihn in eine solche Umarmung zu ziehen, dass ihm fast die Luft wegbleiben würde, doch irgendwie schaffte ich es doch immer.
Zwar kannte ich sämtliche seiner Reaktionen auf etwas Neues, meistens lief er einfach davor weg, doch ihn jetzt so nervös zu sehen machte mich auf eine Art und Weise traurig. Dennoch blieb ich ruhig stehen und ließ ihn machen. Als er meine Hand nahm drückte ich seine für einen kurzen Moment. Ich war hier und würde erst gehen, wenn er nicht mehr konnte. Dadurch wollte ich ihm Mut geben für das was er mir sagen wollte. Ich selbst war ebenfalls aufgeregt, jedoch noch auf eine sehr positive Weise. Am liebsten hätte ich ihn unterbrochen und ihm gesagt, dass er sich nicht zwingen musste mir zu sagen was er wollte. Doch ich hielt den Mund und wartete geduldig ab. Er war dabei sich mir etwas mehr zu öffnen und das wollte ich nicht zerstören.
Einerseits traute ich meinen Ohren nicht, aber andererseits hatte ich mir genau diese Worte von ihm gewünscht. Denn es ging mir nicht anders und diese Bestätigung zu wissen war alles was ich wollte. In seiner Hand drehte ich meine so, dass ich meine Finger mit seinen verschränken konnte, ehe ich nun meine Stimme wieder fand.
"Weißt du, ich hab mir gewünscht, dass du das sagen würdest", fing ich langsam an und machte eine kurze Pause. "Denn ich fühle ebenso. Das gestern abend war wirklich schön und es wäre toll, wenn wir das wiederholen könnten", fügte ich leise hinzu. "Aber das heißt nicht, dass ich jetzt viel mehr von dir erwarte, behalte das immer im Hinterkopf. Ich werde mich weiter an dich anpassen, du musst mir nichts beweisen. Niemals", damit wollte ich nur, dass er wusste, dass es mir nur wichtig war, dass wir vielleicht etwas mehr Zeit verbrachten und er mich möglicherweise auch zwischendurch etwas mehr an sich ranlassen würde. Ja, ich hatte schon in einigen Gebieten Erfahrung, doch das war hier vollkommen egal.

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Dante
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Re: Korridor

from Dante on 11/24/2017 06:12 PM

So ein Gespräch zu planen war die eine Sache. So ein Gespräch dann auch durchzuführen war eine andere. Ich konnte mich gut vorbereiten, aber es würde ganz anders ablaufen als man es sich vorgestellt hatte.
So war es auch gestern geschehen und es hatte mich aus der Bahn geworfen. Was das Ganze heute mit mir anruchten würde, konnte ich nich gar nicht sagen.
Ich nickte auf ihren Vorschlag hin. Sie war immer wo gütig zu mir. Sie bremste sich immer, wenn es mir zu schnell ging und wir konnten dann in dem Tempo weiter machen, welches mir am Besten zusagte.
Sie richtete sich so oft einfach nach mir und ich kam mir oft deswegen einfach schlecht vor. Nur weil ich unfähig war, es anders handzuhaben. Es so handzuhaben, wie normale Menschen es tun würden.
In der Nacht war ich immer wieder soweit gekommen, dass sie mich deswegen doch gar nicht wollte. Ich redete es mir immer selber ein. Aber was genau gerade in dieser Sache in ihrem Kopf vorging, konnte ich nicht sagen. "Nein, wir bleiben am besten hier.", meinte ich und schaute mich noch einmal um. Weit und breit ar hier niemand zu erkennen. Das war gut.
Ich musste mich nun selber überwinden bei dem, was nun kommen mochte. Ich wude nervös, denn so ein Gespräch hatte ich noch nie geführt.
Etwas unsicher nahm ich Athenas Hand in die meine. Ich schaute die Ganze Zeit über die Hand an, während ich mir überlegte, was ich nun sagen konnte.
Verdammt, ich sollte mich endlich überwinden und es hinter mir bringen können! Ich schluckte einmal. "Hör mal....", begang ich. Ich musste jetzt einfach reden und Athena wusste, dass sie mich einfach reden lassen würde. Ich müsste über meinen eigenen Schatten springen müssen. Doch wie genau und wie weit ich gehen konnte, wusste ich immer noch nicht. In meinem Kopf war ich schon in einem ganz anderem Szenario. "Ich weiß nicht wie ich das erklären soll....Seit dem Vorfall habe ich mich so intensiv um dich gekümmert dass da irgendetwas in mir passiert ist. Das gestern hat sich einfach....gut angefühlt. Ich würde es ....ich kann gar nicht beschreiben, was genau in mir vorgeht. In mir ist das Bedürfnis...dich einfach nicht nur als meine beste Freundin zu bezeichnen. Ich möchte mehr..." Noch immer schaftte ich es nicht, ihr ins Gesicht zu schauen. Wenn ich das tun wprde, würde ich mich zurück ziehen müssen.
In mir stieg Panick hoch denn ich konnte einfach nicht einschätzen, wie sie auf all das reagieren würde. Innerlich rechnete ich mit einer Abfuhr.

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Athena
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Re: Korridor

from Athena on 11/24/2017 02:27 PM

Jetzt, da ich die Disziplin fallen ließ, schwirrten meine Gedanken wieder wirr in meinem Kopf herum. Doch vielleicht würde ich gleich zu mehr Klarheit kommen, sobald wir geredet hatten, zumindest falls wir das konnten. Innerlich war ich noch immer ein wenig besorgt um ihn, weshalb ich weiterhin aufmerksam sein würde und beim ersten Anzeichen, dass es ihm nicht gut bei der Sache ging, das Gespräch stoppen. Zwar wollte ich so schnell wie möglich wissen wo wir standen, doch bei ihm nahm ich gerne die Geschwindigkeit raus, denn das war ich bei ihm ja bereits gewöhnt und wir hatten im Prinzip auch alle Zeit der Welt. Manchmal musste ich mich wirklich zügeln, damit ich nicht durch mein komplettes Leben rannte, sondern auch das eine oder andere Mal anhielt. Darum harmonisierten Dante und ich auch so gut, denn er war mein Ruhepol, der dafür sorgte, dass ich stehen blieb oder allgemein manche Dinge ruhiger und gelassener anging als ich es so tun würde.
"Dann sollten wir einfach sehen wo uns das hinführt und du kannst mir jeder Zeit ein Zeichen geben, wenn es dir zu viel wird", beschloss ich kurz darauf. Sein Lächeln sorgte dafür, dass mir ganz warm ums Herz wurde. Mehr hatte ich auch nicht erwartet, ein Ausbund von Fröhlichkeit war er noch nie gewesen, also warum sollte sich das jetzt auch ändern? "Da es hier ruhig ist können wir hier gerne bleiben. Es sei denn du willst woandershin?", wie immer ließ ich ihm alles offen. Nicht nur um ihm entgegen zu kommen, sondern auch, weil ich weniger Probleme mit dem folgenden Gespräch hatte. Selbstverständlich hätte ich auch so nicht die volle Bibliothek oder die große Halle gewählt, denn dort konnten wir uns nicht ungestört unterhalten, jedoch an welchem stillen Ort wir reden würden war mir weniger wichtig. Hauptsache wir waren unter uns und konnten über gestern reden. Ich wusste auch noch nicht ganz was ich mir von diesem Gespräch überhaupt versprach. Vielleicht sollte ich mich darauf einfach einlassen und sehen was passierte, auch wenn das nie meine Lieblingsstrategie war.

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Dante
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Re: Korridor

from Dante on 11/24/2017 08:33 AM

Ich wadmete mich innerlich auf die Schar Schüler, die nun gleich aus dem Klassenzimmer kommen würde. Ich hasste Menschenmengen und dennoch musste ich mich jeden Tag mit ihnen auseinander setzen. Jeden Tag musste ich selber in einem Klassenzimmer hocken und einen ganzen Haufen Schüler und Lehrer aushalten.
Am liebsten saß ich ganz hinten. Problem war, dass in manchen Klassenräumen alle hinten sitzen wollten. Manche Unterrichtseinheiten waren langweilig ohne Ende und wenn man hinten saß, konnte man von anderen verdeckt werden und somit etwas mehr Freiraum genießen und zum Beispiel ein Nickerchen machen.
Aber mittlerweile hatte ich es halbwegs drauf, mir immer einen Platz zu sichen, an dem ich gerne mal alleine war. Zumindest fast alleine.
Und so verschrenkte ich nun die Arme vor meiner Brust und lehnte mich gegen die Wand als die ersten Schüler aus dem Klassenzimmer hinaus stürmten. Alle schienen es eilig zu haben, endlich den Tag zu beenden.
Für mich war er schon lange beendet. Kräuterkunde hatte ich mal wieder geschwänzt. In diesem Fah würde ich allein durch meine häufige Abwesenheit alleine schon durchfallen.
Ich seufzte leise als ich Athena auf mich zukommen sah. In mir regte sich so viel und ich konnte es nicht richtig zuordnen. Diese Ungewissheit hatte ich schon länger in mir und ich wollte es eigentlich nicht.
Ich wollt wissen, was zwischen uns nun war. Doch fiel es mir selbst bei meiner besten Freundin schwer, den Anfang zu machen.
Ich lächelte, als ich ihr Strahlen erkannte. Sie schien sich richtig zu freuen, mich zu sehen. Dieses Gefühl ruhte nicht nur auf ihre Seite. Auch ich freute mich. Auch wenn ich es nicht so offenkundig gerade zeigen konnte wie sie es tat.
Zufrieden beobachtete ich, wie der Korridor sich langsam leerte und wir nun alleine hier waren. "Hey.", begrüßte ich sie nun und lockerte meine Körperhaltung. Allerdings wusste ich nicht, wohin mit meinen Händen.
"Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.", meinte ich offen und ehrlich. "Aber ich werde es probieren. Wollen wir hier reden?", fragte ich nach. Ich hoffte, dass mir das Ganze gleich nicht zu viel werden würde. Vor solchen Gesprächen graute es mir immer aber gestern hatte ich den Schritt gewagt und nun würde ich mich dem nächsten stellen müssen.
Wenn ich jetzt einen Rückziehere machen würde, würde ich alles zerstören können.

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Athena
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Re: Korridor

from Athena on 11/24/2017 07:59 AM

Meine disziplinierte Art sorgte dafür, dass ich mich den gesamten Tag mit dem Unterrichtsstoff beschäftigte. Immer wenn meine Gedanken zu Dante schenkten riss ich mich wieder zusammen und konzentrierte mich auf die Worte des Lehrers. Dennoch zerrte es an meinen Nerven, dass mein Kopf sich mit etwas ganz anderem beschäftigen wollte als mit dem Wichtigsten im Moment. Ich war schon einmal verliebt gewesen und da hatte ich es genauso gemacht. Meine Noten durften bezüglich der Liebe nicht leiden, denn während Gefühle verschwinden oder gar täuschen konnten, waren meine Zensuren und mein Abschluss nächstes Jahr alles was mir fest blieben. Also brachte ich mich dazu mich nicht ablenken zu lassen, auch wenn es mir wirklich schwer fiel.
Zaubertränke war das letzte Fach, welches ich für den Tag hatte. Während ich sonst immer traurig war, wenn die Stunde vorbei war, breitete sich heute eine Erleichterung in mir aus, sobald Professor Slughorn die Schulstunde für beendet hielt. Ich erwischte mich dabei wie ich mein Buch und das Pergament samt Federkiel fast genauso schnell in meine Schultasche packte wie sämtliche andere Schüler, die sich mit Sicherheit genauso sehr auf den Schulschluss freuten wie ich mich gerade. Naja, vielleicht nur fast so sehr.
"Ich hab noch was vor, wir sehen uns später im Gemeinschaftsraum", verabschiedete ich mich von meinen Freundinnen, hängte mir meine Tasche über die Schulter und war auch schon aus dem Klassenraum. Hinter mir hörte ich die beiden noch murmeln, doch das interessierte mich schon nicht mehr.
Als ich auf den Korridor trat traf mein Blick den von Dante und sofort breitete sich ein strahlendes Lächeln auf meinen Lippen aus. Die anderen Schüler meines Jahrgangs verließen den Korridor und verzogen sich in verschiedene Richtungen, während ich auf Dante zuging. Wenig später war der Gang auch schon leer und wir standen nur noch zu zweit hier.
"Hi!", begrüßte ich meinen besten Freund. Irgendwie war es inzwischen merkwürdig ihn so zu nennen, denn war er nicht schon viel mehr? Aber vielleicht würden wir uns bald Klarheit verschaffen, das hoffte ich zumindest. Inzwischen war ich vor ihm stehen geblieben und sah zu ihm auf.
"Fühlst du dich jetzt wirklich schon bereit?", fragte ich vorsichtig nach. Immerhin hatte er sonst viel länger gebraucht und gestern war deutlich mehr passiert als bei anderen Malen. Ich war glücklich, dass er hier war, dennoch machte ich mir immer noch Sorgen um ihn. Dass es ihm doch zu viel werden würde.

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Dante
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Re: Korridor

from Dante on 11/23/2017 08:23 PM

Das, was in gestern passiert war, konnte ich immer noch nicht richtig glauben. Ich hatte mich meiner besten Freundin genähert und sie geküsst.
Schon länger schwirrte der Wunsch in meinem Kopf herum und gestern hatte ich mich endlich trauen können. Zu meiner Überraschung hatte sie den Kuss sogar erwidert, damit hatte ich im Leben nie gerechnet.
In meinem Kopf hatte ich mir immer nur das schlechteste Szenario ausmalen können: Sie weist mich ab und unsere Freundschaft wäre zerstört.
Aber gestern schien der Moment doch einfach passend zu sein, auszuprobieren, was das Ganze zwischen uns nun auf sich hatte. Deswegen war ich so überrascht gewesen, dass sie mich nicht hatte abblitzen lassen.
Unsicher war ich trotzdem, da ich in diesem Bereich gar keine Erfahrungen hatte sammeln können. Bisher hatte sich einfach niemand für mich interessiert und ich wollte niemanden so nahe an mich heran lassen.
Distanz war einfach genau das, was ich immer brauchte. Ich konnte und wollte niemanden an mich heran lassen.
Wie versprochen machte ich mich nach dem Unterricht auf den Weg um Athena zu suchen.
Die Nacht über konnte ich kaum schlafen. Immer wieder wiederholte ich die Szene von gestern in meinem Kopf und jedes Mal konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen.
Es hatte sich fantastisch angefühlt, aber dennoch hatte es einige Fragen aufgeworfen. Und die wollte ich jetzt versuchen zu klären.
Direkt nach dem Unterricht wollte ich Athena abfangen, ich hoffte, dass sie noch da war. Deswegen wartete ich einfach im Korridor auf sie.

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Feline
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Re: Korridor

from Feline on 10/17/2017 12:15 AM

„Ist ja immerhin mein Job als deine Freundin." Erwiderte ich zufrieden lächelnd, jedoch gab ich einen ziemlich unzufriedenen Laut von mir, als er mit einer Hand durch meine Haare wuschelte und meine so mühselig zurecht gemachte Frisur zerstörte. „Heeeey!" beklagte ich mich und pustete mir eine Strähne aus dem Gesicht, welche mir wieder im Gesicht hing. Und ich hatte keine Hand frei um meine Haare jetzt in irgendeiner Weise zu richten. „Idiot." Murrte ich leise und versuchte durch Kopfschütteln meine Haare wieder in Ordnung zu bringen. Dafür werde ich mich rächen. Ich male ihm einfach in der Nacht einen Schnurrbart an. Einen richtig hässlichen. In pink. Und ich färbe ihm die Haare!
Als er irgendwas von einem Pudel erwähnte sah ich ihn fragend an. „Jonathan, ich habe keinen Pu-" noch bevor ich den Satz zu Ende bringen konnte, dämmerte es mir was, oder wen er mit Pudel meinte. Ich lächelte leicht und schüttelte den Kopf. „Nein. Ich hab den Rest der Ferien nichts mehr von ihm gehört. Und auch nichts mehr in der Schule. Scheint so als würde er mich meiden." Sagte ich langsam und zuckte schwach mit den Schultern. „Und die Zukunft als einsame Katzenlady rückt immer näher." Scherzte ich. Jedoch war mir klar, dass dahinter mehr Wahrheit steckte als mir lieb war. Denn genau genommen wollte ich nicht wirklich als Katzenlady enden. Ich wollte nicht einsam sterben um irgendwann von meinen 12 Katzen angefressen zu werden.
Vielleicht tat es schon ein bisschen weh, dass Jack mich einfach so abserviert hat, ohne einen Brief zu schreiben, oder irgendwas zu sagen, aber wenn er das so wollte, musste ich ja damit klar kommen. Außerdem ich war alt genug um das zu verkraften. Ist jetzt nicht so, dass ich mich mit 2 Liter Eis verschanze und heulend Liebesfilme gucke, während mir klar wird, dass ich alt werde, allein sterben werde. Ich werde mit 40 immer noch unverheiratet sein und auf jeder Familienfeier allein erscheinen, werde 40 Kilo zugelegt haben, habe einen miserablen Job und jedes Weihnachten werde ich einen alten, hässlichen Weihnachtspulli tragen. Nein. Sowas würde ich nie tun! Wobei dieses Szenario merkwürdigerweise ziemlich genau beschrieben ist.
„Außerdem hätte ich dich so oder so gefragt. Denn du weißt mehr mit mir anzufangen, wenn ich zu viel trinke. Und außerdem ist es mit dir lustiger." Fügte ich noch hinzu, da ich nicht wollte, dass er sich wie die zweite Wahl fühlte, denn das war er nicht für mich. Nie.
„Naja... Mein Catwoman-Kostüm ist kaputt, also können wir nicht als Batman und Catwoman gehen. Wie wäre es mit..." ich verfiel ins schweigen, während ich überlegte. Ich hatte schon gehört, dass Lily als Rotkäppchen kam. Also würde dieses Märchen ausscheiden.
„Oh! Wie wäre es mir... Was hältst du von Nightwing und Batgirl?" fragte ich ihn neugierig und sah erwartungsvoll zu ihm hoch. Eine Zeit lang unterhielten wir uns noch über mögliche Kostüme, bis spät in den Abend trieben wir uns im Schloss herum, bis ich fast neben ihm einschlief. Dann zwang Jonathan schon regelrecht mich dazu, ins Bett zu gehen. 

~ C U T ~

Reply Edited on 11/06/2017 09:53 PM.

Jonathan
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Re: Korridor

from Jonathan on 10/16/2017 10:54 PM

Ich grinste sie an. "Das weiß ich doch, du hilfst mir immer wo du kannst.", sagte ich und versuchte so gut es ging den Bücherstapel auf einer Hand zu balancieren, damit ich ihr kurz durch die Haare wuscheln konnte. Sie würde mich zwar dafür hassen aber dieses Risiko nahm ich auf mich. Mit einem Pudding ließ sich das wieder beheben.
Als sie schon anfing es als eine dumme Idee zu verkaufen fragte ich mich für einen Moment, ob sie mir überhaupt zugehört hatte oder mit den Gedanken irgendwo anders gewesen war. "Ja klar, außer du führst lieber deinen Pudel Gassi." Ich konnte es mir wirklich nicht verkneifen ihn 'beiläufig' zu erwähnen, denn so würde ich wohl oder übel erfahren was eigentlich aus ihm geworden ist. Hoffentlich Hackbraten. Oder er hatte das Land verlassen. Oder ein Drache hatte spontan Hunger. Wäre mir alles recht.
Auf ihre überschwängliche Freude hin musste ich lächeln. Ich würde nie behaupten, dass sie leicht zu begeistern wäre aber wenn man wusste wie man mit ihr umgehen musste, dann konnte man ihr selbst mit kleinen Dingen eine Freude bescheren. Eine meiner Lieblingsaufgaben.
Moment... das war nicht ihr Ernst, oder? Kostüme? Das letzte mal als ich ein Kostüm anhatte musste ich Catwoman aka besoffene Feline heim tragen, wobei sie von mir verlangt hatte ich sollte ihr Handschellen anlegen weil sie böse war. Das Polizistenkostüm habe ich daraufhin verbrannt, die Handschellen hab ich aber behalten, nur falls ich sie mal brauchte. "Kostüme? Uh... Nein ich bin in dieser Hinsicht umkreativ.", erwiderte ich schulterzuckend, was nicht sonderlich hilfreich war. Es gab viele Kostüme aber - Moment hatte sie Partnerkostüme gesagt? So richtig zusammenpassend? Wow, das war wirklich eine große Herausforderung, schließlich musste es zusammenpassen aber es durfte nicht so aussehen als wären wir mehr als nur beste Freunde.

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Feline
Deleted user

Re: Korridor

from Feline on 10/15/2017 01:51 AM

„Ich helfe wo immer ich kann." Erwiderte ich und konnte ein kurzes amüsiertes Schnauben nicht unterdrücken. Es war nicht neues, dass Jonathan exhibitionistisch veranlagt war. Jeden Sommertag den er auf unserer Farm verbrachte, war er den Großteil der Zeit oben ohne. Während er sich um sein Pferd kümmerte, meinem Opa mit den anderen Tieren half, oder allgemein an irgendwas arbeitete. Er zog sein Oberteil aus und ließ es immer irgendwo liegen. Mittlerweile besaß ich mehr seiner Shirts, als ich eigene hatte. Naja so war ich mir zumindest sicher, dass er Kleidung zum Wechseln hatte. Und ich hatte genug Nachthemden, denn sie waren um ehrlich zu sein, ziemlich bequem. Natürlich würde ich ihm das niemals sagen. Und zugegeben, manchmal erwischte ich mich, wie ich ihn anstarrte. Länger als ich es eigentlich wollte. Ich hoffte einfach, dass er nichts von meinen schmachtenden Blicken bemerkte. Tja, manche Gewohnheiten, oder altbekannte Gefühle legte man wohl nie ab. Auch wenn man es versuchte, denn ich wollte diese Freundschaft nicht aufs Spiel setzen. Auch wenn es hieß, dass ich jedes Mal dabei zusehen musste, wie er was mit einer anderen hatte. Also nicht wortwörtlich.
Er schwieg und hörte sich in aller Ruhe an, was ich vor mich hin plapperte, was mich nur noch nervöser machte. Wieso sagte er nichts?
„Also... Wirklich.. Es, es ist eine dumme Idee, v-vergiss einfach was ich gesagt hab... Ich werde einfach a-absag- Warte. Du willst mit mir dahin?" ich blinzelte ihn überrascht an, als er zusagte. Einen kurzen Moment lang konnte ich nicht anders, als ihn sprachlos anzustarren. Er wollte wirklich mit mir dort hingehen. Wären meine Arme nicht voller Bücher hätte ich mich ihm an den Hals geworfen. Vielleicht war es aber auch gut so, dass wir beide die Arme voll hatten, so konnte ich nichts Unüberlegtes tun. „Okay! Cool, ja... Ja das ist super. Wirklich, ich freue mich!" erwiderte ich fröhlich. Ich bezweifelte, dass man das nun ein Date nennen mochte. Immerhin war ich für ihn ja nur die beste Freundin.
„Dann... dann brauchen wir ja Kostüme." Sagte ich nachdenklich und spitzte kurz die Lippen. „Hast du eine Idee? Naja... Einfach irgendwas? Oder... Sowas wie Partnerkostüme?" fragte ich.

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