Zimmer XY

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Vicky

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Re: Zimmer XY

von Vicky am 22.03.2019 21:20

(END)

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Freya

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Re: Zimmer XY

von Freya am 10.03.2019 19:42

Deiner Familie... Meiner Familie. Meine. Ich drehte diese zwei Worte mehrmals im Kopf hin und her. Meine. Der Vorwurf entging mir keineswegs, aber sie hatte schließlich recht. Ich ging von dem aus, was mir immer passiert war. Auf kurz oder lang konnten andere mich einfach nicht leiden oder wandten sich von mir ab.Und das war, bevor ich mehrere Menschen in Lebensgefahr gebracht hatte. Aber es waren immer andere Menschen, andere Situationen gewesen. Wenn ich sie mit all den anderen in eine Schublade steckte, war ich unfair. Vielleicht würden sie mir eine Chance geben, wenn ich ihnen eine gab... Meine Lehrerin schien auch nicht wirklich böse zu sein. Und ihre Familie hatte sie eigentlich ganz lieb beschrieben. Meine. Unsere. Ich gehörte wirklich zu ihnen, oder? „Und wenn Sie sich irren, Professor? Was ist, wenn ich gar nicht Ihre Nichte bin? Es ist so... surreal. Ich hab mein ganzes Leben nach Ihnen, nach Euch gesucht und jetzt... das wirkt so einfach..." Ich hatte solche Angst vor falscher Hoffnung, das ich zu zittern begonnen hatte. Die Aufregung flirrte um mich herum, wie eine Schwarm Bienen.
Einen kurzen Augenblick lang, starrte ich sie etwas verdattert an, begann dann aber zu kichern. Das Beispiel war lustig, aber ich verstand, was sie mir sagen wollte. „Verstehe." nickte ich und holte dann noch einmal tief Luft. Ich versuchte mich zu entspannen, was durch den hereinstürmenden Arzt und dessen Worte unterbrochen wurde. Ich hatte noch eine halbe Stunde. 30 Minuten um runterzukommen und mich auf etwas vorzubereiten, dem ich schon mein Leben lang entgegenfieberte. Ich musste noch so vieles wissen!
Eigentlich wollte ich dem Heiler zusichern, dass mit mir alles in Ordnung war, doch mein Blick blieb an meiner Kräuterkundelehrerin hängen, der die Augen zufielen. Wie in Zeitlupe sah ich sie fallen. „Professor Van de Ferres!" rief ich entsetzt und starrte entsetzt zu ihr herüber. Das seltsame piepsen neben mir, bestätigte mir, dass mein Puls nahezu explodierte. Der Heiler fing sie auf und legte sie kopfschüttelnd in eine nahestehendes Bett. „Was ist passiert?! Geht es ihr gut? Wird sie wieder?" meine Stimme überschlug sich fast und lieferte sich einen Wettstreit mit dem Piepsen, welches langsam wirklich lästig wurde. Mit einem milden Lächeln erzählte er mir, dass sie wohl etwas wenig geschlafen hatte in letzter Zeit und der ganze Stress wohl sein übriges tat. „Es ist wohl gut, dass ihre Mutter gleich eintrifft. Ich werden trotzdem einige Untersuchungszauber durchführen, nur um sicherzugehen. Keine Sorge, ich bekomme deine Professorin schon wieder hin." zwinkerte er mir zu, bevor er sich eben dieser wieder zuwandte. Ein Vorhang versperrte mir auf einen Wink mit seinem Zauberstab die Sicht. Ich zog meine Beine an und legte mein Kinn auf meinen Knien ab. Der Schreck hatte mich wohl wiederbelebt. Ich schloss die Augen und konzentrierte mich auf meine Atmung. Während ich mich auf den Weg der Luft in meinem Körper fixierte, wurde das nervige Piepsen wieder normal und monoton. Anschließend ging ich verschiedene Zaubertränke und ihre Zutaten durch. Diese Übung hatte ich mir schon in früher Kindheit angeeignet, um die unterschiedlichsten Situationen zu meistern, für die man ruhig und entspannt sein musste.


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Vicky

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Re: Zimmer XY

von Vicky am 01.02.2019 17:28

"Sie werden mich so sehr hassen...", hörte ich Freya vor sich hinmurmeln.
Mir zog sich das Herz zusammen, aber nur kurz.
"Mh...," fing ich an, "Weißt du eigentlich, was du uns gerade unterstellt hast? Ich weiß, ich weiß. Du hast, gerade auch im Moment, sehr viele Wunden in Sachen Selbstwertgefühl, die heilen müssen. Trotzdem würde ich dich bitten, bevor der Rest deiner Familie hier ankommt und dich mit offensten Armen empfängt, ein bisschen an deiner Einstellung zu arbeiten."
Ok, dass kam jetzt vielleicht ein bisschen schärfer heraus als beabsichtigt. Ich musste dringend schlafen. Seit wie vielen Stunden, Tagen war ich jetzt schon wach?
Ich stand vom Bett auf und betrachtete ihr blasses Gesicht.
Bevor ich wieder anfing zu sprechen, schlüpfte ich in meine Slipper, strich meinen Krankenhaus-Pulli glatt und meinen Jeansrock runter.
"Freya, sagte ich dann mit ruhiger, aber bestimmter Stimme, "Es ist für uns alle nicht leicht. Jeder, jeder, jeder hat sein Päckchen, seine Wunden und Schmerzen. Solch schlimmen Ereignisse, wie der Überfall der Todesser, kann man nur als Gemeinschaft überstehen. Und das schaffen wir auch nur, wenn jeder seine Schwächen sieht, sie akzeptiert und sich auf seine Stärken konzentriert. Wunden lecken muss sein. Wenn man dabei aber so in Selbstmitleid versinkt, dass man alle anderen mit herunter zeiht, ist es einfach nur unfair. Schließlich geben wir auch unser Bestes und versuchen stark füreinander zu sein. Das heißt nicht, dass man alles Schlechte in eine Box sperrt, aber, dass man damit arbeitet. Gülle ist Scheiße. Für Blumen, Bäume, Esspflanzen aber Dünger. Stell' dir mal vor, die Gülle wäre so in sich selber hinein gekrochen, hätte sich so unsichtbar gemacht, dass niemand - auch nicht die Gülle selber - das Potenzial entdeckt hätte. Einfach nur unfair."
Ich hatte das Gefühl, dass das, was ich gerade redete überhaupt keinen Sinn ergab. Es tat trotzdem gut, seinen Gedanken einfach freien Lauf zu lassen.
Durch das Piepsen des Monitors alamiert, stürmte Dan ins Zimmer und guckte besorgt zwischen Freya und mir hin und her. 
"Gibt es einen Notfall?", fragte er.
Als ich nur den Kopf schüttelte, fügte er hinzu: "Übrigends, ist Mrs van de Ferres in etwa 30min hier. Die Eule kam gerade an. -Vicky? Alles gut? Du siehst irgend...", brachte er noch hinaus, bevor ich ohnmächtig wurde.  

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Re: Zimmer XY

von Freya am 18.01.2019 17:02

Ich blinzelte sie einfach weiterhin verwirrt an... Aber warum lachte man, wenn etwas traurig war? Ich verstand den Zusammenhang nicht und kam mir seltsamerweise ziemlich dämlich vor. Allerdings war mir ein Lachen lieber, als diese blöden, unglaublich nervigen Tränen.
Ich blinzelte kurz. Rechtfertigte sie gerade die Todesser? Ich zog die Stirn in Falten, doch dann begann mein Gehirn ihre Worte zu verarbeiten. Das, was sie sagte, ergab schon Sinn. Einen recht traurigen, aber immerhin gab es einen. In meinem Kopf setzte sich das Bild von Maschinen fest, die nur das taten, was man ihnen sagte, weil sie es selbst nicht besser wussten. Woher auch. „Die meisten sind mit dieser... Ideologie aufgewachsen und kennen gar nichts anderes..." murmelte ich leise vor mich hin. Ich hatte es auch nicht besser gewusst, als Ethan zu vertrauen. Vielleicht war das ähnlich. Nur war ich aufgewacht, als etwas schreckliches geschehen war. Ich konnte mir allerdings beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese grausame Todesserin von.... neulich?... irgendwann aufwachen würde. Nichts würde sie von ihrem Weg der Zerstörung abbringen und am Ende würde sie vermutlich nur sich selbst zerstören. Das waren ziemlich düstere Aussichten....
Bei den nächsten Worten, war ich mir nicht ganz sicher, ob diese die Todesser oder mich betrafen. Vielleicht meinte sie auch beides. Die Todesser und mich. Ich war auch nie wirklich ich selbst gewesen. Manchmal vielleicht, wenn ich bei Isis war und mich niemand zu bewerten versuchte.
Erst, als sie meine Oma erwähnte, sah ich wieder auf. Ich musste schwer schlucken. Wer war ich denn? Im Grunde hätte ich wohl mal eine Katze werden sollen, hatte das aber verfehlt. Sollte ich ihr dann lieber nur in Katzengestalt unter die Augen treten?
„Oh..." mehr wusste ich dazu nicht zu sagen. Wenn alle von mir wussten.... Dann würde das ganze Kennenlernen schneller auf mich zurasen, als angenommen. Das seltsame Piepsen, das mich vorhin schon aus meinem Schlaf geleitet hatte, wurde plötzlich aufdringlicher und erfolgte in kürzeren Abständen. Ich folgte dem Geräusch und blickte auf einen Monitor, der dieses nervige Geräusch von sich gab. Es dauerte noch etwas, bis ich begriff, was das denn war. Mein Herz hatte wohl einen kleinen Aufstand der Aufregung hinter sich. Ich atmete ein paar Mal kurz durch und stellte mir vor, wie ich mich als Katze neben den anderen im Gemeinschaftsraum der Slytherins zusammenrollte und tatsächlich – mein Herz wurde wieder ruhiger. Allerdings nur sehr kurz, denn meine Tante erzählte mir, dass quasi meine gesamte neue Familie schon von meinem schlimmsten Moment wusste. Mir wurde schlagartig kalt und der Wunsch, mich zusammenzurollen – in meiner anderen Gestalt, versteht sich – wurde von Sekunde zu Sekunde stärker. Sie werden mich hassen. Wirklich wirklich hassen. „Sie werden mich so sehr hassen...." ich bekam nicht im geringsten mit, dass ich begonnen hatte, vor mich hin zu murmeln.


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Re: Zimmer XY

von Vicky am 15.01.2019 20:04

"Uhhh...", prustete ich, "es ist alles so traurig. Ich weiß gerade einfach nicht hin mit... diesen ganzen Gefühlen."

Ich holte Luft und sprach dann weiter: "Zu allem Überfluss sollte man nicht vergessen, dass auch Todesser nur Menschen sind, die nie gelernt haben, dass sie, so wie sie sind, perfekt sind.
Todesser finden in ihrer Gruppe Bestätigung - aber am aller wichtigsten haben sie einen starken Anführer.
Dadurch müssen sie nichts rechtfertigen. Nicht vor sich selber, nicht anderen gegenüber. Sie verstecken sich im wahrsten Sinne des Wortes hinter einer Maske des Bösen, um nie Gefahr zu laufen, an Ehre(...) zu gewinnen und dann alles wieder verlieren zu können. 
Ich schüttelte mich ein wenig, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen.
Es erfordert ganz viel innere Stärke einfach der zu sein, der du bist. Mit den ganzen Erwahrtungen, die alle an dich haben... .
Naja, du wirst meine Mum, deine Oma, ja bald kennen lernen. Sie ist unser "Sei du selbst - sonst gibt es Haue" - Botschafter in unserer Familie.", ich lächelte bei dem Gedanken.
"Mh...", ich überlegte kurz, "Ich wette, dass mittlerweile jeder von deinem Auftauchen weiß. Ich meine... Ich habe es meiner Mutter erzählt.", ich guckte sie kurz von der Seite an, "Ich habe ihr auch von deiner Rolle bei dem ganzem Ereignis erzählt. Ich weiß, ich weiß. Es war nicht mein Recht. Allerdings habe ich das Gefühl, dass du es selber nicht über dich bringen würdest, es ihr zu erzählen. Ich wollte nicht, dass du es in dich hineinfrisst, bist du ein Magengeschwür oder so hast.", ich fühlte mich irgendwie schlecht. Gleichzeitig wusste ich, dass ich das richtige getan habe. 

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Re: Zimmer XY

von Freya am 06.01.2019 15:05

Als sie ihre Mutter erwähnte, wurde mir klar, dass ich nicht nur eine Tante hatte. Ich hatte eine ganze Familie. Eine Großmutter. Wer gehörte denn noch dazu? Hatte ich... Geschwister? Mehr Tanten, Onkel, einen Großvater?
Als sie weitersprach, nickte ich nur. Privatlehrer. Sie schien mehr als freundlich gewesen zu sein.
So wie meine Lehrerin über sie sprach, mussten sie eine sehr gute Beziehung gehabt haben. Es klang fast schon traumhaft. Es machte mich nur noch trauriger, sie nicht kennenlernen zu können. "Sie hätte mich niemals freiwillig verlassen, oder?" sprach meinen Gedanken dann laut aus. Ich seufzte wieder. Es war ziemlich unfair, was alles passiert war. Todesser waren einfach nur grausam. "Wieso haben die Todesser das getan?" fragte ich leise.
Mit dieser Aussage, beantwortete sie ein Frage, die mir auf der Seele brannte. Meine neue Familie schien riesig zu sein. Sechs Geschwister! Sechs! Das bedeutete.... so viele Onkel und Tanten... Vielleicht auch Cousins und Cousinen... Ich schluckte. Das waren viele Leute, die Erwartungen an mich stellen würden, viele Leute, die ich kennenlernen würde... Und dabei hatte ich es nicht mal geschafft, zwei Leute zufrieden zu stellen...
Was sie dann sagte, verwirrte mich ziemlich. Wovon sprach sie? Ich zog die Augenbrauen zusammen und sah sie fragend an. Dann machte es erneut 'klick'. Ich war diese Nichte! Die 12.?! Das bedeutete.... 11 Cousins oder und Cousinen. Wow. Und dabei hatte ich immer noch Schwierigkeiten damit, zu begreifen, dass die Frau vor mir, meine Lehrerin, auch meine Tante war. Vielleicht würde ich etwas brauchen, um all diese Informationen zu verarbeiten. "Weiß schon jemand bescheid? Muss ich irgendwo hin? Kommt jemand her?" meine Stimme überschlug sich fast und dann verstummte ich ganz. Das erste, was meine leibliche Familie über mich erfahren würde, wäre, dass ich die halbe Schule den Todessern ausgeliefert hatte! Das war kein guter erster Eindruck....
Meine trübseligen Gedanken wurden durch ein plötzlich auftauchendes Geräusch unterbrochen. Es dauerte etwas, bis ich begriff, wer dieses Geräusch verursachte und was genau es war. Meine Tante, daran würde ich mich wirklich noch gewöhnen müssen, lachte. Wieso, blieb für mich allerdings schleierhaft. Ich starrte sie einfach fragend an, in der Hoffnung, sie würde es gleich erklären.


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Re: Zimmer XY

von Vicky am 08.12.2018 21:06

Als meine Nichte mir ein Taschentuch reichte und dann schluchzent um den Hals fiel, konnte ich nicht anders, als mitzumachen. Als wir uns beide endlich wieder beruhigten, wühlte mich die Frage nach dem Charakter meiner toten Schwester und ihres Mannes sofort wieder auf. 
"Weißt du, ich kann mich selber gar nicht so genau an die beiden erinnern. Ich war 9, als die beiden entführt wurden. Es tut mir richtig doll leid. Ich verspreche dir, dass spätestes meine Mutter dir das Ohr abkauen wird.", ich lachte leicht, "Woran ich mich erinnere, ist, dass sie mir immer bei den Hausaufgaben geholfen hat. Wir hatten den gleichen schrulligen Privatlehrer. Was ich auch nie vergessen werde, ist, dass sie ziemlich oft mit mir in die Muggelwelt gefahren ist. Sie meinte dann immer, dass Magie manchmal an den unmagischsten Orten zu finden ist.", ich merkte, wie ich abschief und fing mich wieder. Hier ging es um ihre Trauer, nicht um meine. "Du hast jetzt eine ganz neue und sehr, sehr große Familie. Ich allein habe 6 Geschwister!", ich lächelte. "Ist bestimmt total komisch, auf einmal so viel Privates über eine Lehrerin zu erfahren.", ich überlegte kurz, "Du kennst jetzt sogar meine 12. Nichte, die eigtlich die erste ist, weil irgendwelche Todesser-Deppen ihre Eltern entführt haben!", meine Wangen liefen puterrot an. Seit mehr als 48h stand ich unter absolutem Druck. Der Gedanke an meine Schwester, die ich nie wirklich kennen lernen werde, sorgte nicht nur dafür, dass sich mein Herz krampfhaft zusammen zog, sondern auch dafür, dass sich ein merkwürdiges Kribbeln ausbreitete. Ich merkte förmlich, wie irgendwas in mir platzte, als ich plötzlich schallend losprusteten musste.

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Re: Zimmer XY

von Freya am 21.11.2018 17:09

Es war seltsam. In meinem Kopf bewegten sich ihre Worte, wie einzelne Puzzleteile, die sich nur sehr langsam und ganz schwer zusammensetzen ließen. Das Bild, das am Ende dabei herauskam, ließ mich erzittern. Alles, was ich geglaubt hatte zu wissen, war schlicht und ergreifend falsch. Meine Eltern waren niemals Todesser gewesen. Sie waren gut. Ich spürte die Tränen auf meinen Wangen, sie schienen langsam eine permanente Spur zu hinterlassen – kein Wunder bei der Menge an Tränen, die ich in letzter Zeit vergossen hatte – und trotzdem musste ich leicht lächeln. Ich spürte meine Lippen zittern, denn trotz allem bedeutete es, dass ich sie niemals kennenlernen würde.
Ich nickte und zog zwei Taschentücher aus der Packung, eines für meine.... Tante und eines für mich. Und dann überraschte ich mich selbst. Ich tat etwas, von dem ich wusste, dass ich es im Normalfall nicht tun würde – ich fiel meiner Professorin um den Hals und weinte einfach weiter. Ich wusste nicht, ob ich glücklich oder traurig war. Vermutlich war es beides. „T-tut mi-r le-leid." schluchzte ich, während ich versuchte, mich wieder in den Griff zu bekommen. Das war einfach alles etwas viel, auch, wenn es teilweise sogar positiv war. Immerhin würde sie mir von meinen Eltern erzählen können. Das war so viel mehr, als das, was ich bis jetzt bis jetzt hatte. Außerdem war sie Teil meiner Familie. Ich hatte eine Familie. Es gab sie. Eine richtige Familie!
Zitternd ließ ich die Professorin wieder los und wischte die Tränen mit dem Taschentuch ab, welches ich bis eben noch in meiner Hand zerknittert hatte. „Professor?" flüsterte ich leise und starrte weiterhin auf meine Finger, die nun wieder an der Bettdecke nestelten. „Können Sie mir von ihr erzählen? Und von ihm?" fragte ich und sah dann doch vorsichtig auf.


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Re: Zimmer XY

von Vicky am 16.11.2018 13:32

Ohne es verhindern zu können, stiegen mir Tränen in die Augen. "Deine leibliche Mutter, war meine älteste Schwester. Sie wurde zusammen mit ihrem Mann von den Todessern entführt - als Strafe, da mein Vater sich nicht von ihnen erpressen lassen hat. Wir wussten, dass sie zu dem Zeitpunkt schwanger war. Wir haben ihre toten Körper zugeschickt bekommen, haben aber nie erfahren, was mit dem Baby passiert ist. Du bist das Baby!", ich schniefte. "Tut mir leid!", ich lachte, "hast du vielleicht ein Taschentuch für mich über?"

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Re: Zimmer XY

von Freya am 12.11.2018 15:38

Ich runzelte etwas skeptisch die Stirn. Ich erkannte eine Lüge, wenn ich sie hörte. Normalerweise. 'Belüge einen Lügner nicht.' schoss es mir durch den Kopf. Allerdings klang das eher wie eine Halbwahrheit und etwas sagte mir, dass ich dieser nicht auf den Grund gehen wollte. Früher oder später müsste ich das allerdings herausfinden. Aber fürs erste reichte mir ein 'später'.
Ich blinzelte meine Lehrerin etwas irritiert an. Ihre Worte besorgten mich etwas, allerdings war ich auch so viel... Zuwendung gar nicht gewöhnt. Hatte ich das denn überhaupt verdient? Sowohl die Schonung, die sie mir zukommen ließ, als auch die Zuwendung? Die mich, um ehrlich zu sein, sogar etwas überforderte. Ich hatte nie gelernt, mit so etwas umzugehen. Um mich nicht zu sehr auf diese Unsicherheit, die in mir aufkam, zu konzentrieren, lenkte ich meine volle Konzentration auf ihre Worte. An der passenden Stelle, nickte ich vorsichtig und stählte mich innerlich auf die nun wohl folgenden unschönen Geschehnisse. Ich würde sie nicht unterbrechen, egal, wie schlimm es werden würde. Das wusste ich schon jetzt. Ich musste es wissen, sonst würde ich wohl unbekümmert in eine Kettensäge laufen, wenn ich es anders erfuhr, als jetzt, abgeschieden und in Sicherheit. Mir war es tausende Male lieber, wenn mir meine freundliche und warmherzig lächelnde Professorin all das Unheil der Welt zu Ohren trug, als wenn es diese bösartige Todesserin tat. Der Gedanke an sie, ließ mich erneut schaudern.
Ich nickte erneut und erhob dann zitternd meine Stimme, um ihr eine ordentliche Antwort zu geben. Eigentlich war es eher eine Frage. „Natürlich... Es würde bestimmt helfen, die anderen Verantwortlichen zu erwischen." Meine Stimme war nicht sehr viel mehr als ein zittriges Flüstern, aber ein Teil von mir hatte schreckliche Angst, mit der Todesserin zusammen in Askaban eingesperrt zu werden. Vermutlich würde sie mich an diesem Ort gar nicht so lange quälen können, da ich dort schneller eingehen würde, als eine Wasserpflanze in der Wüste.
Als sie weitersprach, horchte ich auf und sah hoffnungsvoll zu ihr. ...wenn wir wieder in Hogwarts sind ... Nicht falls. Ihre nächste Aussage bestätigte meine Hoffnung. „Ich muss nicht nach Askaban." flüsterte ich, und die Erleichterung triefte aus jedem Wort und stand mit ziemlicher Sicherheit auch in meinen Augen geschrieben. Ich spürte selbst, wie sich meine Züge aufhellten und ich meine Lehrerin anstrahlte. Leider brachten ihre nächsten Worte einen heftigen Dämpfer mit sich. Ich senkte den Blick und versuchte die Tränen zu unterdrücken, aber es war nicht möglich. Ava war fort. Ich blinzelte und versuchte, meine Finger zu fokussieren, die sich um die Bettdecke verkrampft hatten. Ich nickte, ohne wirklich zuzuhören. Sie waren fort. Meinetwegen. Ich schluckte schwer und versuchte mich wieder auf die Worte meiner Lieblingslehrerin zu konzentrieren. Leider schien das nicht zu funktionieren, denn ihre Worte ergaben keinen Sinn. „Okay?" flüsterte ich und sah sie verständnislos an. Mein Kopf brummte, als wäre da etwas, das ich verstehen müsste, aber ich konnte es nicht. Wir hatten als das gleich Muttermal.... Moment. Wie war das bitte möglich, wenn wir nicht...? Ich riss die Augen auf und starrte die Frau neben mir an. Aber wer war sie dann? Meine Mutter konnte sie nicht sein. Dafür war sie zu jung. Oder? Ich überschlug das kurz im Kopf, aber es ging nicht auf. „Schwester..." murmelte ich gedankenversunken. Ja, das könnte tatsächlich sein. Ich runzelte die Stirn und suchte dann ihr Gesicht nach weiteren Merkmalen ab. Allerdings fand ich nichts... Ich blinzelte und sah sie dann fragend an. „Wer sind sie?" nach erneutem irritierten Blinzeln hängte ich noch ein „Also, für mich." mit heran, um zu verdeutlichen, was genau ich meinte.


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