Zukunftsplay » 10
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Gabriella
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Gabriella am 31.07.2017 01:10Ich blieb an der Ecke stehen und wartete, bis der Mann außer Sichtweite war, dann drehte ich mich erleichtert um. Nur um festzustellen, dass Diana und Wyatt nicht mehr dort standen, wo ich sie zurück gelassen hatte. Natürlich nicht. Ich hatte ja gewollt, dass sie die Chance nutzten und in die andere Richtung liefen. Als ich sie schließlich erblickte, lief ich schnellen Schrittes zu ihnen, bis ich sie eingeholt hatte. Ich wusste nicht, ob sie noch mehr gesprochen hatten, doch Wyatts letzten Satz hörte ich. "Nein.", widersprach ich prompt. Dann schüttelte ich einw enig verworrt den Kopf. "Ich meine.. Ja... Ja wir bekommen dich hier raus, aber..." Ich war Wyatt kurz einen entschuldigenden Blick zu, weil ich das hier vermutlich nur noch mehr verlangsamte, aber ich konnte nicht anders. "Ich muss erst wissen, warum du hier bist und warum die Heiler so einen großen Wert darauf legen, dass du hier bleibst.", murmelte ich. Hier raus bekamen wir sie irgendwie. Wenn auch nicht in diesem Krankenhausaufzug, aber das Problem ließ sich leicht lösen. "Ich meine, wenn sie sie hier behalten wollen, weil sie wirklich krank ist, dann helfen wir ihr überhaupt nicht, wenn wir sie da raus holen. Falls es einen anderen Grund gibt, dann sollten wir uns dennoch vorher Gedanken darum machen, wie wir sie hier raus schaffen und wo wir sie dann unter bringen.", meinte ich nun an Wyatt gerichtet. Ich dachte mit Sicherheit zu naiv, aber diese Leute hier hatten Hazel geholfen, wieso sollten sie ein unschuldiges Mädchen hier im Krankenhaus verstecken und einsperren? Das musste doch jemand bemerken? Dass ihre Eltern keinen Ton mehr von ihr sprachen, konnte ich mir ganz gut vorstellen. Würde ich wirklich psychisch krank sein und David und Delilah würden mich ins St. Mungo dafür stecken müssen, würden sie meine Existenz definitiv auch verleugnen. Ich wusste, dass ich damit eventuell kostbare Zeit schindete, aber ich wollte sicher gehen, dass wir ihr wirklich halfen, auch wenn wir definitiv die Intention dahinter hatten.
Da ich hier keine Zimmer kannte, und ich es aber auch für unklug hielt, das hier auf dem Gang auszudiskutieren, nahm ich einfach den nächst besten für alle zugänglichen Raum, in dem uns vermutlich dennoch niemand suchen würde. Die Mädchentoiletten. Ich hielt die Tür offen und nickte in den Raum. Dann musste Wyatt eben mal dran glauben, aber aktuell sahen die Kabinen leer aus und so klein waren sie ja nicht, also konnten wir uns ruhig in eine Kabine quetschen und dann einfach ruhig verhalten, wenn doch jemand rein kommen sollte.
Diana
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Diana am 31.07.2017 03:48Ich wollte erst einfach weiter laufen, doch seine Stimme brachte mich dazu stehen zu bleiben. Ich sah ihn irritiert an. Auf einmal wollte er mich hier raus holen, nachdem ich hier schon seit gefühlt einer Ewigkeit fest saß? Woher hatte er sich doch auch nicht für mich interessiert und jetzt schien er doch jemanden zu haben. Bevor ich was dazu sagen konnte, stieß das Mädchen von eben wieder zu uns. Mein Blick wanderte zu ihr. Sie widersprach Wyatt, was mich nicht wirklich wunderte. Ich wollte mich gerade umdrehen und weiter gehen, als ich ihre weiteren Worte hörte.
Ich schnaubte kurz. „Du hast keine Ahnung.", sagte ich schließlich. „Du weißt überhaupt gar nichts!" Meine Stimme wurde etwas lauter, doch ich ermahnte mich selbst. Innerlich stieg Wut in mir auf, die ich aber so gut es ging ignorierte. Sie konnte nichts dafür und was sie sagte, war ja auch irgendwie richtig. Sie kannte mich nicht und wusste nicht, wieso ich hier drin war, ging man schließlich davon aus, dass nichts ohne Grund geschah. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich meine Hand zu einer Faust geballt hatte.
Als sie schließlich Richtung Mädchentoilette ging, folgte ich ihr. Die Idee war gut, so konnte ich mit ihnen reden ohne angst zu haben, dass mich gleich wieder jemand in mein Zimmer sperren würde. Der Heiler würde sicherlich bald noch andere Leute zur Verstärkung rufen, die ihm helfen sollten, mich zu finden. Dass wir alle drei in eine Kabine gehen sollten, ließ mich kurz etwas unentschlossen dreinblicken, doch ich folgte ihr dennoch. Es würde nicht sehr lange dauern und ich musste hier weg. Als die Kabinentür schließlich zufiel sah ich zwischen den beiden hin und her. Ich konnte immer noch nicht ganz glauben, dass da tatsächlich Wyatt vor mir stand. „Sie-" Meine Stimme klang etwas kratzig, weswegen ich mich erstmal räuspern musste. „Ich weiß, dass das vermutlich jeder hier sagen würde, aber sie halten mich grundlos hier fest." Ich traute dem Mädchen nicht ganz, doch sie hatte mich gerade davor bewahrt geschnappt zu werden, obwohl sie mich nicht kannte. Ich sah zu Wyatt. „Unsere Verlobung. Der Tag, also.. du weißt, dass ich das nicht wollte." Ich hatte nichts gegen Wyatt im Gegenteil, er war wirklich sehr nett zu mir und schien mich und meine Ansichten zu verstehen. „Ich wollte weglaufen, aber meine Eltern...sie wollten das nicht. Mein Vater hat mich mit irgendeinem Fluch getroffen und ich bin erst wieder hier aufgewacht." Ich merkte wie meine Hände wieder zu zittern anfingen. Ich verschränkte meine Arme schnell, damit sie es nicht sahen. „Ich weiß nicht wie, aber sie lassen mich nicht raus. Sie tun so, als wäre ich verrückt geworden, aber Wyatt, das bin ich nicht. Mir....mir geht es gut."
„Sie waren hier. Ein paar mal. Haben mir gesagt, dass die Verlobung gelöst wurde und du kein Interesse hast noch ein Wort mit mir zu sprechen. Wieso, Wyatt?" Eigentlich war das keine gute Idee das alles jetzt anzusprechen, aber ich hatte mir diese Frage schon so oft gestellt, dass ich sie jetzt einfach nicht für mich behalten wollte. „Niemand hat sich auch nur eine Sekunde dafür interessiert was mit mir ist." Nicht mal meine Freunde waren gekommen oder hatten einen Brief geschrieben. Es schien so, als wären alle froh, dass ich endlich aus ihrem Leben verschwunden war. Als dieser Gedanke in meinem Kopf auftauchte, fragte ich mich wieder wieso ich ihnen das alles überhaupt erzählte. Sie interessierten sich sicherlich nicht, vor allem nicht Wyatt, sonst hätte er nach mir gesucht oder zumindest nach mir gefragt, aber das wollte er ja nicht. „Wem erzähl ich das hier eigentlich?", sagte ich schließlich mehr zu mir selbst, als zu den beiden. Er war nicht der Grund wieso ich hier festgehalten wurde, doch gab ich ihm irgendwie trotzdem die Schuld daran. Wäre ich nie verlobt worden, wäre ich nicht hier gelandet. Sogar meine Schule durfte ich nicht beenden. Ich hatte quasi alles verloren was ich hatte, als man mich hier eingesperrt hatte.
Wyatt
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Wyatt am 02.08.2017 16:42Nein?! Wie, nein? Irritiert sah ich Gabriella an. Was sollte das? Sah sie denn nicht was ich sah?! "Die Gründe spielen doch gar keine Rolle! Sieh sie dir doch an! Wie kannst du da annehmen, dass sie ihr hier helfen?!" ich musste mich beherrschen um nicht laut zu werden. Das wäre jetzt äußerst unpraktisch. Ich atmete tief durch und folgte Gabriella schließlich zu den Toilettenräumen. Es behagte mir nicht ganz, mich auf der Frauentoilette zu befinden. Es war eigentlich nichts dabei, aber ich konnte das unangenehme Gefühl nicht abstellen. Wir quetschten uns in eine Kabine und ich verschränkte die Arme vor der Brust. Ich wollte wieder dort ansetzen wo ich aufgehört hatte, doch Diana begann schon zu sprechen.
Anfangs nickte ich nur stumm. Ja, mir war bewusst, dass sie die Verlobung nicht wollte. Es ging mir ebenso. Ich wusste gleichzeitig, dass es mich hätte schlechter treffen können, da die Entscheidung meiner Eltern ja feststand. Ich hatte keinerlei Wahl. Ich hätte alles und jeden hinnehmen müssen. Abhauen kam für mich jedoch nie in Frage.
Als sie weitersprach presste ich die Lippen zusammen und sah auf den Fliesenboden. Ihr Vater hatte sie mit einem Fluch erwischt? Ich hatte immer das sichere Gefühl gehabt, nur meine Familie sei so krank. Aber mittlerweile schwankte diese Annahme. Ich konnte sie nicht wirklich ansehen. Das schlechte Gewissen schlich sich wieder an. Ich hätte gründlicher sein sollen mit den Nachforschungen. Was hatte ich denn gedacht? Dass sie mit ihren Eltern zurück nach Amerika gegangen war? Das war vermutlich mein Wunschdenken.
Mein Mund öffnete sich langsam, vermutlich um Diana zu widersprechen. Ich hatte nie behauptet nie wieder ein Wort mit ihr zu sprechen. Was hatten ihre Eltern davon, dass sie ihr so etwas sagten? Vermutlich um ihr jeden Funken Hoffnung zu nehmen. Das war das grausamste was man jemanden nehmen konnte, wie ich fand. Ich schloss meinen Mund wieder. Ich wusste nicht, was ich darauf erwidern sollte. "Es tut mir so leid, Diana." meine Stimme klang belegt. "Ich hätte nicht... Ich meine ich hätte gründlicher sein sollen." mir wurde regelrecht übel bei dem Gedanken, dass Diana hier Monate lang eingesperrt war und ich das vermutlich hätte verhindern können. Ich versteiftemich nun automatisch und meine Miene verschloss sich. "Das ändert jetzt aber nichts. Wenn du hier raus willst, helfe ich dir. Du kannst die Hilfe annehmen oder nicht." sagte ich klar und bedacht. Ich konnte es nicht recht erklären. Manchmal passierte das einfach. Grusligerweise fiel es mir immer leichter Emotionen abzukappen.
Gabriella
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Gabriella am 02.08.2017 17:38Ich bemerkte Wyatts Blick und ich wusste, dass er wütend war, dass ich hier verzögerte, aber ich versuche mich davon nicht beirren zu lassen. "Wyatt... Leute in Krankenhäusern sehen meist krank aus. Das kannst du nicht vergleichen. Außerdem..." Ich stockte und seufzte leicht. "Die Leute hier haben Hazel geholfen. Sie haben ihr geholfen, wieso sollten sie dann so etwas tun?", fragte ich. Ich wollte einfach sicher gehen und wenn Diana mir etwas anderes sagte, dann würde ich ihr glauben. Mir blieb wohl ohnehin keine andere Wahl, denn Wyatt sah so aus, als würde er sie auch hier heraus holen, wenn sie ihm versichern würde, dass es ihr hier blendend ging.
Die Kabine war ziemlich eng für drei Leute. Das hatte ich irgendwie nicht bedacht. Ich kam nicht umhin, dass mir sofort die Panik die Kehle hoch kroch, doch ich versuchte das zu ignorieren und ballte nur die Hände zu Fäusten, um das Zittern zu verbergen. Wie dumm war ich eigentlich, dass ich genau eine enge Klokabine vorschlug, wenn ich Angst vor engen Räumen hatte? Wobei Angst noch untertrieben war.
Ich versuchte mich darauf zu konzentrieren, was Diana erzählte. Doch dann vermischte sich meine Panik mit einem anderen unguten Gefühl. Mir gefiel die Art nicht, wie die beiden miteinander umgingen. Was komplett bescheuert war. Diana war hier anscheinend gefangen und Wyatt wollte ihr natürlich helfen. Das war richtig. Und dass er ein gutes Herz hatte, wusste ich ja schon.
"Wenn du hier raus willst, solltest du dir vorher etwas anderes anziehen.", meinte ich und versuchte das Zittern auch aus meiner Stimme zu verbannen. Schließlich war das nur eine Klokabine, ich würde hier ganz schnell wieder raus kommen. "Der Aufzug würde nur noch mehr Aufmerksamkeit erregen.", setzte ich zur Erklärung noch hinzu. "Wir... Könnten tauschen.", murmelte ich dann. Vielleicht wollte sie auch keine Hilfe von uns, aber zu dritt wäre das wesentlich einfacher, als allein und nach mir suchte niemand, also würde ich in dem Aufzug vermutlich weniger auffällig sein.
Diana
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Diana am 09.08.2017 15:45Ich sah Wyatt irritiert an, als er mich vor seiner Freundin verteidigte. Ich wusste nicht, wann sich das letzte mal jemand für mich eingesetzt hatte. Ich wollte erst etwas sagen, entschied mich dann aber meinen Mund zu halten. Sie pochte immer noch weiter drauf, dass es vielleicht einen Grund hat, wieso ich hier war. Ich schwieg weiterhin, merke aber, wie ich immer wütender wurde. Ich mochte es nicht, dass sie über mich sprachen, als wäre ich nicht anwesend oder ein Kind, welches sowieso nichts verstehen würde.
Seiner Reaktion zur Urteilen, schien er wirklich nichts von alldem hier gewusst zu haben. Das Vertrauen in meine Eltern hatte ich schon vor einer Weile verloren und eigentlich, hätte ich ihnen die Geschichte mit Wyatt nicht glauben sollen und doch hatte ich es. Ich hatte alles geglaubt, was sie mir bei ihrem letzten Besuch gesagt hatten, dabei war es doch eigentlich offensichtlich, dass sie gelogen hatten. Sie hatten mich hier schließlich eingesperrt und waren nicht wieder aufgetaucht. Sie interessierten sich doch sowieso nicht für mich, richtig?
Ich wusste nicht so recht, was ich auf seine Entschuldigung erwidern sollte, weswegen ich mich dazu entschied, einfach nichts zu sagen. Ich war nicht Feuer und Flamme ihn wieder zu sehen, doch irgendwas in mir freute sich darüber. Und Merlin, er bot mir sogar seine Hilfe an hier raus zu kommen. Ich wand meinen Blick kurz auf den Boden. Ich musste wirklich ernsthaft darüber nachdenken, ob ich ihm vertrauen sollte. Was wenn das alles hier nur ein Test war und meine Familie mich an einen noch schlimmeren Ort bringen würde. Ich hob meinen Blick wieder und sah zu dem dunkelhaarigen Mädchen. Sicherlich wäre sie nicht hier anwesend, wenn das ein Plan meiner Eltern sein würde. Sie würden nicht noch mehr Leute in diese Sache einweihen wollen, dafür war ihr Ruf viel zu wichtig für sie.
Ich hatte Wyatt immer noch nicht geantwortet, als das Mädchen schließlich das Wort ergriff. Automatisch sah ich an mir runter. Ich trug noch immer dieses weiße Nachthemd, welches alle Patienten hier trugen. Sie hatte recht, sollte ich hier raus wollen, dann sicherlich nicht mit diesem Aufzug. „Ich weiß nicht wohin.", gab ich schließlich von mir. Richtig. Wohin sollte ich denn? Zu meinen Eltern ja ganz bestimmt nicht und zu meinen Freunden noch weniger. Und zu Wyatt. Auch wenn er jetzt wirklich ehrlich zu sein schien, würden seine Eltern das hier alles niemals dulden. Sie würden meinen Eltern sofort erzählen, was los war. Ich sah wieder zu dem Mädchen. Ich kannte sie nicht. Niemals würde ich zu ihr gehen.
Wyatt
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Wyatt am 11.08.2017 22:08Ich wusste nicht, weshalb Diana nicht geholfen werden sollte, wenn sie doch zum Beispiel Hazel geholfen hatten. Es war schließlich ein Krankenhaus. Hier wurde doch Leuten geholfen. Aber ich wusste auch, dass ihre Eltern sehr einflussreich waren, ebenso wie meine. Durch Beziehungen wäre es sicher möglich. Mit den richtigen Leuten, konnte man eigentlich alles schaffen. Ich glaubte ihr sofort, dass sie Nichts schlimmes getan hatte und dass sie nicht hierhergehörte.
Ich rechnete es Gabriella hoch an, dass sie anbot die Kleidung mit Diana zu tauschen. Aber wie wollte sie selbst dann nach draußen gelangen? Gab es hier keine Notausgänge oder Feuerleitern?
Wohin... Ich wusste wohin ich ging, wenn ich Hilfe oder Zuflucht brauchte. "Wir gehen zu Echo." beschloss ich. "Bei ihm bist du sicher, glaub mir." versicherte ich ihr. Es war die einzige Möglichkeit, die ich sah. Bei mir ging es nicht, bei Gabriella auch nicht. Ansonsten gab es keine Menschen denen ich vollkommen vertraute. Vielleicht noch Gwen, aber ich wollte sie da nicht mitreinziehen.
"Also..?" ich sah die beiden fragend an. Ich hatte hier in der Toilette immer noch Bedenken. Wenn jetzt jemand reinkam und hier suchte? Von hier aus konnten wir nicht wegrennen, falls es nötig sein sollte.
Gabriella
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Gabriella am 12.08.2017 02:12Ich schien weder Diana, noch Wyatt so ganz mit meinen Worten zu begeistern, aber ich hatte meine Bedenken und ich wollte niemandem Schaden zufügen. Diesmal nicht. Schließlich bemühte ich mich wirklich. Oder ich versuchte es zumindest. So ganz wusste ich noch nicht, ob mir das gelang. Scheinbar nicht, denn sonst würde Diana mich nicht so wütend anblicken und Wyatt hätte mich nicht so angefahren.
Doch so ganz konnte ich nicht darüber nachdenken, denn ich hatte immer noch dieses beklemmende Gefühl von diesem viel zu engen Raum. Schließlich schlug Wyatt seinen Trauzeugen vor, den ich noch nicht wirklich kennen gelernt habe. Naja... Er hatte mir mal Kleidung aus Wyatts Schrank gereicht, aber mehr auch nicht... Ich war ziemlich froh, dass wir diese Sache auch geklär hatten. Schließlich nickte ich nur. "Gute Idee.", murmelte ich, dann öffnete ich die Tür zur Toilette und schob Wyatt kurzerhand nach draußen. "Mich kennen sie nicht, in dem Aufzug falle ich weniger auf, als du.", meinte ich noch zu Diana und zog mir dann mein Shirt über den Kopf, damit sie es schließlich aziehen konnte. Am Ende stand ich in der Krankenhauskleidung da und Diana in meinen Klamotten. So würde es zumindest einfacher für sie werden, hier raus zu kommen.
Tatsächlich schafften wir es bis zum Ausgang, auch wenn mein Herz dabei raste wie verrückt. So einen Ausbruch aus einem Krankenhaus hatte ich noch nie gestartet. Einmal hielt uns ein Heiler an und fragte mich, ob ich befugt sei zu gehen. Schließlich trug ich noch die Krankenhauskleidung. Ich tischte ihm irgendeine Ausrede auf, dass ich nur ein wenig Spazieren gehen wollte, mit meinen Geschwistern, die extra für mich aus Kanada angereist waren und gar nicht weit weg gehen würde und schließlich redete ich so lange auf ihn ein, bis er uns einfach gehen ließ. Ich mochte das Krankenhaushemd nicht. Es schmeichelte mir nicht wirklich... Aber zumindest hatten wir Wyatts ehemalige Verlobte aus einem Krankenhaus geholt. Und jetzt hoffte ich einfach, dass Echo sie bei sich aufnahm, denn sonst hatten wir ein echtes Problem.
Gabriella
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Gabriella am 16.08.2017 01:25Wyatt brachte Diana und mich zu Echo. Ich hätte seinen besten Freund gern unter anderen Umständen kennen gelernt, wobei man das so richtig Kennenlernen nicht nennen konnte. Wyatt erklärte ihm kurz die Sachlage und Echo stimmte zu, Diana bei sich zu behalten. Ich rechnete ihm das hoch an und war gleichzeitig wahnsinnig froh, dass unsere einzige Option geklappt hatte. Wenn Wyatts bester Freund nur ein wenig so tickte, wie er selbst, denn war Diana dort mit Sicherheit in guten Händen.
Schließlich mussten wir wieder zurück, denn sonst würden uns Wyatts Eltern und meine Tante und Onkel doch noch suchen. Allerdings steckten die noch Knietief in Vorbereitungen. Ich entdeckte Blumensträuße auf den Tischen und Delilah, die immer wieder einen in die Hand nahm und dann wieder weg legte, weil sie ihn nicht als gut genug betrachtete. Ich wusste, dass Delilah einen guten Geschmack hatte und wenn sie mich nicht gerade ärgern wollte, würde sie mir einen guten Blumenstrauß aussuchen, der auch zu meinem Kleid passte. Allerdings war das gerade meine geringste Sorge. Uns schien jedenfalls niemand zu vermissen und auch nicht zu bemerken, was vielleicht auch gut war, denn mein Aufzug hätte sicherlich Fragen mit sich gebracht. Wyatt und ich gingen hoch in sein Zimmer und das erste was ich tat, war mich umzuziehen, mit den Klamotten, die Wyatt mir aus seinem Schrank gab. In letzter Zeit hatte ich irgendwie recht oft seine Kleidung an. Was mich allerdings nicht im Geringsten störte. Ich fand seine Klamotten recht bequem.
Allerdings hatten sich in den letzten Stunden einige Dinge angesammelt, die mir auf dem Herzen lagen und aktuell wusste ich gar nicht, wo ich anfangen sollte. Schließlich atmete ich kurz tief durch und ließ mich auf Wyatts Bett sinken. "Hazel und ich waren vorhin bei mir Zuhause.", murmelte ich schließlich, ohne groß zu Zögern. Ich hatte in letzter Zeit immer das Gefühl, dass mir so viel Zeit meines Lebens fehlte und die würde ich nicht mit herumdrucksen verschwenden. Naja zumindest würde ich es versuchen. "Ich war bei ihr und wir haben einen Toast getoastet und dann meinte sie, sie würde gern ihren richtigen Namen kennen und daraufhin haben wir Delilahs und Davids Schlafzimmer nach Geburtsurkunden durchsucht... Wir haben es im Prinzip auch gefunden, aber auch noch ganz andere Dinge." Ich schluckte schwer. Ich wusste gar nicht, wie ich das erzählen sollte. Wyatt hatte gerade seine ehemalige Verlobte aus einem Krankenhaus befreit und hing vermutlich mit seinen Gedanken gerade ganz wo anders. Vielleicht konnte er mir gar nicht richtig folgen und vielleicht wäre das auch gut so. "Ich dachte immer meine Eltern wären durch einen Unfall gestorben... Sind sie auch irgendwie... Aber der Unfall war geplant.", sagte ich ziemlich leise und schluckte schwer. "David... Hat den Unfall geplant. Und er hätte auch fast Hazel damit umgebracht. Er denkt zumindest sie ist tot. Und ich wette er wäre mich auch gern los geworden." Ich schloss kurz die Augen und stand wieder auf, weil ich gerade nicht still sitzen konnte. "Wyatt... Vielleicht ist es keine gute Idee, wenn du mich heiratest." Ich wusste, der Gedanke war fast irrsinnig. Meine Tante und mein Onkel würden darauf bestehen mich zu verheiraten und ich wusste nicht, ob Wyatts Eltern bescheid wussten, aber mir kamen gerade ganz andere Gedanken in den Kopf, die es mir egal werden ließen, wie viel ich dafür aufbringen müsste, um die Hochzeit zu stoppen. Ich hatte eine Familie voller Mörder und ich wollte nicht, dass sie sich irgendwann an Wyatt vergriffen.
Wyatt
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Wyatt am 16.08.2017 02:36Ich war sehr erleichtert, dass Echo einwilligte und Diana aufnahm. Ich wusste nicht, was ich sonst getan hätte. Die neuesten Ereignisse hatten sich nur so überschlagen und meine Kopf schwirrte nur noch. Ich war froh, dass niemand von uns Notiz nahm, als wir bei mir zu Hause ankamen. Wir gingen schnurstracks nach oben in mein Zimmer und schlossen schnell die Tür.
Ich hatte die Vorhänge meistens zugezogen, nur ein Spalt breit Sonnenlicht kam hindurch. So lebten vermutlich auch Vampire, wie in einer Höhle. Es war relativ aufgeräumt, ab und zu lagen ein paar Kleidungsstücke oder Bücher herum. Die Möbel waren aus dunklem, robusten Holz. Mit dem Fuß schob ich ein Kochbuch unter mein Bett. Es wusste immer noch kaum einer, dass ich das gerne tat und irgendwie war es Gewohnheit, dass ich das verheimlichte. Vielleicht würde ich Gabriella später mal damit überraschen.
Ich reichte Gabriella nun frische Klamotten und drehte mich wie ein Gentlemen um, als sie sich umzog. Auch, wenn meine Klamotten sie fast versinken ließen, fand ich es unheimlich anziehend sie darin zu sehen. Es hatte noch kein Mädchen etwas von mir getragen und es gefiel mir irgendwie. Ich war nie besitzergreifendm aber es war schönes Gefühl, dass sie irgendwie zu mir gehörte.
Ich suchte mir ebenfalls ein neues Shirt heraus und zog mich gerade um, als Gabriella begann zu sprechen. Ich drehte mich alarmiert um, denn ihr Tonfalls gefiel mir gar nicht. Mir fiel wieder ein, dass sie vorhin ja aus einem Grund zu mir gekommen war. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich sie so abgewürgt hatte.
Ich biss die Lippen zusammen, setzte mich neben ihr auf mein Bett und hörte ihr zu. Ich wusste, ihre Familie war kompliziert und wie meine nicht die Beste, doch das hatte ich nicht erwartet.
Schockiert sah ich Gabriella an. Es war geplant? Ihre Eltern wurden mutwillig umgebracht? Und Hazel sollte auch sterben? Das war krank. Das war total krank. Ich legte den Arm um sie, um Gabriella vielleicht ein wenig Trost zu spenden. Falls ich das überhaupt konnte. Doch ihre letzten Worte, ließen mich augenblicklich verstiefen. "Denkst du das wegen deiner Tante und deinem Onkel?" fragte ich trocken und sah auf den Boden. Vielleicht nahm sie das ja auch nur als Vorwand.
"Das wäre kein Grund für mich, dich nicht zu heiraten." sagte ich ernst und presste die Lippen zusammen.
Gabriella
Gelöschter Benutzer
Re: Zukunftsplay » 10
von Gabriella am 16.08.2017 03:11Ich fand es irgendwie niedlich, dass Wyatt sich umbdrehte, als ich mich umzog, obwohl wir vorheinander nichts verheimlichen brauchten. Er wusste, wie ich ohne Kleidung aussah. Es hätte mich auch nicht gestört, wenn er hingesehen hätte, aber ich rechnete ihm das trotzdem irgendwie an.
Sein Zimmer war dunkel und irgendwie hatte ich das Gefühl, es passte zu der Stimmung aktuell. Ich wollte Wyatt eigentlich nicht noch mehr Sorgen bereiten und noch mit meinen belasten, aber so traurig es auch war... Ich hatte sonst niemanden, den ich davon erzählen konnte und ichmusste mit jemandem darüber reden. Außerdem wollte ich nicht, dass er ebenfalls mutwillig verletzt wurde.
Ich schüttelte leicht den Kopf. "Nein Wyatt, du verstehst nicht... Sie haben sie umgebracht. Meine Mum ist ein Muggel, mein Dad für sie ein Blutsverräter und sie haben sie umgebracht. Was denkst du, was sie mit mir machen werden und mit Hazel, wenn sie herausfinden, dass sie noch lebt und ich davon wusste? Was denkst du, was sie mit dir machen werden?" Ich schluckte schwer und schüttelte dann erneut meinen Kopf. "Ich kann mir meine Familie nicht ausschen, aber ich kann dich da raus halten." Ich hob meinen Blick und sah ihn an. "Ich will nicht, dass sie dir weh tun. Oder Schlimmeres. Damit könnte ich nicht leben. Meine Familie ist krank und es sieht so aus, als würde mein Onkel nicht einmal davor zurück schrecken, seinen eigenen Bruder zu töten. Dann erst recht nicht bei jemandem, der mir etwas bedeutet. Im Gegenteil... Vermutlich würde es ihnen sogar Freude bereiten.", meinte ich trocken zum Ende hin. Ich konnte es mir gerade ziemlich gut vorstellen.
"Außerdem will ich nicht, dass du mich heiratest, weil du es musst. Ich nehme dir dein ganzes Leben weg und ich will nicht, dass du in 20 Jahren neben mir aufwachst und mich als das Mädchen siehst, wegen der du nie die Chance auf ein besseres Leben hattest." Ich presste kurz meine Lippen aufeinander. "Als wir heute Diana da aus dem Krankenhaus geholt haben, da..." Ich stockte kurz. "Irgendwie ist mir bewusst geworden, wie wenig Zeit du hast, um dich irgendwie aufzuprobieren, neue Erfahrungen zu sammeln, Herzen zu brechen oder dich zu verlieben und du wirst nie solche Erfahrungen machen können, wenn du dich jetztewig an mich bindest." Ich seufzte leise. "Ich hätte theoretisch Beweise, um David eventuell nach Askaban zu schaffen. Danach würde die Story an die Öffentlichkeit geraten und dein Vater würde dich niemals mit mir verheiraten. Ich würde ein schlechtes Licht auf eure Familie werfen und du wärst mich los." Ich blickte ihn unschlüssig an. Allein der Gedanke, dass Wyatt mit einem anderen Mädchen sein Leben verbrachte, versetzte mir einen Stich, aber ich wollte nicht, dass er Teil einer Familie wurde, die ihre eigenen Familienmitglieder einfach umbrachte.
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