Wohnküche
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Re: Wohnküche
von Emely am 29.12.2018 11:38"Eben deswegen müssen wir durchsetzungsfähiger werden", grinste ich und winkte Hallie hinter her. Mir war bereits klar, dass wenn die Blondine nicht mit irgendwelchem altbackenem Stuff vom Flohmarkt in den Taschen zurückkam, dass es dann Butterscotch-Toffees wären- und zwar die ganze magisch vergrößerte Tasche voll. Lächelnd über den Gedanken schüttelte ich den Kopf, als das Plopp des Disapparierens schon längst verklungen war. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet, dass Finn auch in den nächsten zwanzig Minuten schon eintrudeln müsste. Ich gab Cheasy noch ihr Fressen und gab mich danach für einen schwachen Moment meinem Ordnungswahn hin.
Erst das Klingeln an der Tür, ließ mich aufschrecken. Die Anspannung geräuschvoll ausatmend, ging ich an meinem Pullover nestelnd zur Wohnungstür. Ich hatte Finley schon länger nicht mehr gesehen, irgendwie war uns immer was dazwischen gekommen- und trotz all der verwirrenden Gefühle die sich dazu gemischt hatten, war er vor allem mein bester Freund, und den hatte ich verdammt noch eins vermisst. Der Türöffner war noch nicht wirklich durchgedrückt, da hatte ich schon die Wohnungstür aufgerissen und starrte voller Vorfreude in den Treppenaufgang. Bisher war da noch nichts zu sehen, außer den munter durch die Luft tanzenden Staubkörnchen. Aber hören konnte ich schon die Schritte auf den alten Holzstufen. Als Finn die letzte Etage zu unserer Wohnung empor schritt, war auf meinem Gesicht schon ein breites Grinsen und mit der letzten Stufe, warf ich mich ihm schon lachend in die Arme. "Ich hab dich soooo schrecklich vermisst", gestand ich immer noch lachend, ihm in bestehender Vertrautheit einen Kuss auf die Wange drückend. "Fast hätte ich dich gar nicht mehr erkannt", fügte ich witzelnd an, "So viel Zeit darf nie wieder ungesehen verstreichen. Jetzt komm aber erst mal rein!". Ich ließ ihn endlich los und stapfte voran in die warme Wohnung.

Well there's a million other girls who do it just like you,
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They want and what they like, it's easy if you do it right.
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Re: Wohnküche
von Finley am 28.12.2018 23:26Nachdem er sich mit Emely verabredet hatte, hatte er sich schon auf das Treffen gefreut. Längere Zeit hatte er sie nicht gesehen. Sie beide hatten wohl viel zu tun gehabt. Er hatte mit dem Studium angefangen, arbeitete nebenbei im St. Mungo Hospital und ertrank in Bücherkram. Aber meckern wollte er auch nicht. Alles lief gut, auch wenn es stressig war.
Der junge Mann apparierte direkt vor die Haustür. Er war schön öfters hier gewesen. Das Emely mit ihrer Schwester zusammenzog, war von anfang an klar gewesen. Er hingegen war nicht mit seiner Zwillingsschwester zusammen gezogen, aber schlimm war es nicht. Sie vertrugen sich ja dennoch gut, nur war es für sie klar gewesen - gut es war für Finley klar gewesen - dass er nicht mit Lilian zusammenziehen wollte.
Er klingelte und wartete, dass die Blondinge ihm die Tür öffnete.

Don't be afraid now, beautiful girl. Show me your courage, And then show the world, Spinning, soaring
So fast and so high, Pretend that this road, Is as vast as the sky, Pretend you are brave, And then brave you will be
I'm right here beside you
Come flying with me
Re: Wohnküche
von Hallie am 28.12.2018 23:23Als sie das mit dem Käse sagte grinste Hallie. "Alles schmeckt besser, wenn es mit Käse überbacken ist!" Mittlerweile kramte sie aus ihrem Schrank eine kleine Tasche heraus. Äußerlich war sie klein, doch innerlich hatte sie genügend Platz. Den Ausdehnungszauber hatte sie angewendet. Allerdings war sie da noch nicht so begabt wie Newt Scamander. Er hatte wohl in seinem Koffer wohnen können. Zumindest hatte sie das mal gelesen.
"Das mache ich!" Sie küsste ihre Schwester auf die Wange, ging an ihr vorbei in den Flur, griff nebenbei nach ihrem Geldbeutel, steckte ihn ein und öffnete die Haustür. "Versprechen kann ich nichts. Du weißt wie Granny ist!" Sie drehte sich nochmal um, winkte kurz und mit einem Plopp verschwand sie.



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Re: Wohnküche
von Emely am 28.12.2018 12:25//Haha, true :'D
Ich nickte nur stumm, meine rechte Hand immer wieder auf und zu klappend um ihr Geplapper zu symbolisieren, ein Grinsen konnte ich mir auch dabei nicht verkneifen. Generell war Hal immer auf den Frieden zwischen ihnen bemüht gewesen und das Aufziehen hatte sich auch auf ein Minimum beschränkt. Vielleicht hatte sie es einmal übertrieben, als sie mich mit 13 dabei erwischt hatte, wie ich meinem Stofftiger mein Herz ausgeschüttet hatte.
Mit meinem Blick folgte ich der Blondine, wie sie einen der Vorratsschränke aufzog, der tatsächlich über und über mit Nudeln vollgestopft war. Ich zuckte mit den Schultern, dabei amüsiert lachend. "Sie gehen schnell, gelingen und schmecken immer!", verteidigte ich unsere Leidenschaft, die manchmal eher einem Kaufrausch glich. Nickend stimmte ich zu, den Kopf seufzend in den Nacken legend. Unsere Mum war seit wir nicht mehr Zuhause wohnten noch fürsorglicher, wahrscheinlich weil sie wusste, dass wir uns fast ausschliesslich von Pasta ernährten. Jedes Essen bei unseren Eltern glich seitdem eher einem Festtagsmenü, mit mindestens drei Gängen.
"Du wirst einen eigenen Laden haben Hallie", versicherte ich ihr mit Nachdruck, denn daran hatte ich keinerlei Zweifel. "Mach dein Studium zu ende und du wirst sehen, es wird nicht lange dauern und man wird sich um deine Klamotten reissen!". Immerhin hatte sie jetzt schon eine Fanbase. "Das sagst du", murmelte ich, beim Gedanken die Wohnung für mich zu haben immer noch nervös werdend.
Den Kühlschrank aufziehend, warf ich einen prüfenden Blick herein um Hals Frage beantworten zu können. "Käse zum Überbacken ist noch da!", rief ich zurück, als wollte ich damit ausdrücken, dass die überlebenswichtigen Dinge da waren- Nudeln und Käse um diese zu überbacken. "Sag Granny einen schönen Gruß und gib ihr nen Kuss. Und sollte sie dir ein Porzellan Kätzchen andrehen wollen, sag Nein!!!".

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Re: Wohnküche
von Hallie am 27.12.2018 16:29// ♥ / Keiner kann Nudeln richtig portionieren! :'D
Sie grinste ihre Schwester an. "Außerdem weißt du ja, dass ich dich niemals in etwas schrecklichem rumlaufen ließe!" Sie achtete schon darauf, dass ihre Schwester gut gekleidet war. Sie grinste, als ihre Schwester rot wurde, als sie über Finley sprach. "Niemals, Schwesterherz! Dafür sind Schwestern da. Um ihre kleinen Schwestern einerseits die Wahrheit vor Augen zu führen und sie andererseits etwas damit aufzuziehen!" Hallie kicherte ein wenig. Sie öffnete einen Schrank. "Also an Nudeln mangelt es uns wirklich nicht." Mit den Finger deutete sie in den Schrank, wo sich die Packungen stapelten. "Wir sollten vielleicht beim nächsten Mal nicht 10 Packungen Nudeln kaufen, wenn sie im Angebot sind." Sie schloss den Schrank wieder, drehte sich zu ihrer Schwester. "Gute Idee, denn wenn wir von Mum und Dad kommen, haben wir eh keinen großen Hunger und keine große Lust zu kochen. Wahrscheinlich werden wir gemästet!" Sie kannte ihre Mum zu gut. Sie kochte auch wahnsinnig gut und sie war wahnsinnig gut darin einem eine riesige Portion auf den Teller zu packen oder einen Nachschlag anzudrehen, obwohl man gar nichts mehr wollte, weil man kurz vor dem platzen war. Doch sie liebte ihre Mum auch dafür.
"Oh das wäre schön, wenn ich irgendwann wirklich einen Laden haben könnte." Das war wirklich ein Traum von der jungen Frau. Doch im Moment fehlte die Zeit und vor allem das Geld für eine solche Idee.
"Das weiß ich, aber es ist doch besser, wenn du alleine bist." Sie zwinkerte ihrer Schwester zu. "Außerdem wollte ich wirklich was besorgen und Granny würde sich wirklich freuen." Hallie zog den schlabbrigen Pullover aus und warf ihn achtlos in eine Ecke, ehe sie ihren Schrank öffnete und einen engeren, warmen Pullover rauszog, wo ihre Granny nicht denken würde, sie trug einen Kartoffelsack. "Soll ich dir was mitbringen? Brauchst du was?"



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Re: Wohnküche
von Emely am 27.12.2018 13:48//Ist okay ❤🤗
Nickend lehnte ich an der Arbeitsfläche. "Weißt du was Hal, mach du nur. Es wird eh gut, ich vertrau' dir und deiner künstlerischen Ader!", grinste ich, die Hände um die heiße Tasse geschlungen. Ich hatte schon viele Teile, die Hallie mir im Laufe der Zeit genäht hatte. Am besten war es, wenn meine Freundinnen mich immer fragten, wo ich meine Sachen kaufte und ich stolz verkünden konnte, dass es ein Unikat sei. So hatte ich meiner Schwester aber auch schon diverse Aufträge und ein kleines Plus in ihrer Kasse beschert, weil die Mädels nur zu gerne Modell stehen wollten.
Ein tiefes, klagendes Seufzen entwich meiner Kehle und ich schirmte mit einer Hand meine Augen ab, während Hallie die Gunst der Stunde nutzte, mir einen Kuss auf die Wange zu drücken. Ja, eventuell war ich in Finn verschossen. Aber da musste ich wohl durch, denn ich würde keinesfalls durch unangebrachte Gefühle eine Freundschaft auf's Spiel setzen, an der ich hing. "Ach sei doch still Hal!", forderte ich, konnte aber weder das Grinsen noch die Röte in meinen Wangen verhindern. "Pasta ist wirklich nicht die Herausforderung", stimmte ich zu, ohne auf den Rest einzugehen. "Außerdem haben wir dann sicher auch noch was über und können uns Morgenabend Nudelsalat zaubern", grinste ich mit wackelnden Brauen. Denn wenn ich eins wirklich nicht konnte, dann war es Nudel portionieren.
"Du kannst mich ja dann irgendwann an deinem Gewinn teilhaben lassen, wenn du mit deinem eigenen Laden durchgestartet bist", meinte ich grinsend und ohne von meinem Tun aufzublicken, den gefalteten Stoff stapelnd und zurück in die Tasche packend, "Immerhin hast du dann das Geld gespart, das du sonst in einem Bügelservice investieren müsstest!". Ich war mir immer sicher gewesen, dass meine Schwester irgendwann ein eigenes Modelabel haben würde und ihr Zeug im eigenen Laden vermarkten würde. "Das liegt daran, dass er sich zu wenig bewegt", philosophierte ich, was ich unserem Dad schon seit einigen Jahren vorbetete, "Und eventuell daran, dass er auch nicht mehr der Jüngste ist!". Wir kicherten Beide, bevor ich mir in freudiger Erwartung auf das Mousse bereits über die Lippen legte.
Hallie trug ihre Sachen bereits in ihr Zimmer, während ich unsere leeren Taschen wegspülte, um sie gleich weg zu räumen. "Nochmal Hal, du musst nicht gehen!", rief ich der Blonden hinterher. Bei unserem vorherigen Gespräch, welches Gedanken in meinem Kopf los getreten hatte, versetzte der Gedanke mit Finn alleine in dieser Wohnung zu sein mich in nervös kindliche Aufregung. Ich war schon oft mit ihm alleine gewesen, aber die Gefühle für ihn hatten sich irgendwie verändert und das machte mir irgendwie Angst, als könnte ich mir selbst in seiner Gegenwart nicht trauen.

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Re: Wohnküche
von Hallie am 24.12.2018 17:07//Ich muss mich wieder entschuldigen ._. ich habe es wieder nicht gesehen :(
"Doch das ginge. Vielleicht mache ich das Innenfutter der Kapuze und der Taschen in rot, dann hast du da noch ein bisschen Pepp drin", meinte sie mit einem Lächeln. "Warte nur ab, dass wird bezaubernd." Hallie versorgte gerne ihre Schwester mit Kleidungsstücken. Sie wusste zumindest, dass ihre Schwester sie regelmäßig tragen würde. Außerdem machte sie immer ihrer Schwester eine Freude. Emely freute sich immer ehrlich darüber und zeigte dies auch indem sie die Sachen trug. Daher machte es Hallie nichts aus für ihre Schwester etwas zu entwerfen und zu nähen.
Nach der Frage hielt Hallie sofort ihre Tasse zu Emely. Ein großer Klecks Sahne landete in ihrer Tasse. "Lecker", meinte sie und nippte an ihrer heißen Schokolade. Die Sahne leckte sie dann von ihrer Oberlippe ab. Hallie betrachtete ihre Schwester. "Oh Sweetheart! Du bist ja ein bisschen in Finley verschossen." Hallie grinste und küsste ihre Schwester kurzer Hand auf die Wange. "Das wird schon. Pasta mag jeder! Und man kann nicht so viel dabei falsch machen. Sicher machst du einen tollen Eindruck. Wobei du den bei Finnie längst hinterlassen hast." Sie zwinkerte ihrer kleinen Schwester zu und freute sich ehrlich für sie. Hoffentlich sah Finley das genauso wie sie. Aber sie vermutete schon. Irgendwie war er immer viel hier gewesen, hatte immer viel mit Emmi gemacht, also schätzte sie schon, dass auch er Interesse hatte.
Beim Aufräumen wollte sie das einfach nur schnell erledigt haben, doch Emmi nahm alles wieder raus und faltete es neu. "Ach Emely, hätte ich nicht dich, müsste ich den Stoff erst wieder bügeln, bevor ich nähen kann!" Böse nahm Hallie dies nicht. Sie kannte die Macke von ihrer Schwester. Sie war genau das Gegenteil wie die von Hallie. Denn Hallie konnte kaum Ordnung halten. "Ja sie hatte vor einer Stunde angerufen. Dad hat sich den Rücken verknackst und läuft nun leicht nach vorne gebeugt. Mum sagt es sieht aus als wäre er ein Rentner. Irgendwie witzig und doch auch nicht. Aber wir sollen dennoch kommen. Sie freuen sich schon. Ich habe mich direkt erkundigt ob es Nachtisch gibt und es gibt Mousse au chocolat. Da kann man nicht meckern oder?" Sie nahm den Nähkorb und brachte ihn ins Zimmer.
Währenddessen redete sie weiter. "Ich glaube ich appariere gleich in die Winkelgasse. Ich könnte noch ein paar Stoffe gebrauchen. Danach besuche ich mal Granny, dann hast du freies Haus mit Finley."



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Re: Wohnküche
von Emely am 28.10.2018 12:59//Nicht schlimm, kein Stress 
Lächelnd lehnte ich mich an den hohen Apothekerschrank, von dem Mum der Meinung gewesen war, dass wir sowas unbedingt in der Küche brauchen würden. Mittlerweile war das Ding vollgestopft mit Nippes, von dem wir sonst nicht wussten wohin damit. Wie etwa die grauenhaften Porzellankatzen, die Grandma auf dem Flohmarkt ersteigert hatte, um sie uns als Einweihungsgeschenk zu überreichen, die aber leider gegen jeglichen guten Geschmack gingen, sodass sie nur rausdurften wenn Granny zu Besuch kam. "Ich weiß", erwiderte ich zuckersüß, meiner großen Schwester zuzwinkernd.
Einen Schluck von dem heißen Kakao nippend, drehte ich mich zum Kühlschrank, um darin nachzusehen ob noch Sprühsahne da war. "Wie würde ein einfacher dunkelblauer Stoff als Obermaterial aussehen? Der vielleicht identisch mit der Grundfarbe des Pünktchenstoffes wäre. Ginge das oder hältst du das für zu eintönig?", fragte ich, ohne mich umzudrehen, in den offenen Kühlschrank, bis ich die Dose mit der Sahne fand und mir davon eine ordentliche Portion auf die heiße Schokolade sprühte. "Du auch?", fragte ich Hallie, die nicht aufgesehen, aber das Geräusch wahrscheinlich erkannt hatte. Während ich auf die Antwort meiner Schwester wartete sprühte ich mir einen großzügigen Klecks auf den Zeigefinger, der sofort in meinem Mund verschwand. Nickend versuchte ich mir den Rock vorzustellen, wie meine Schwester ihn gerade beschrieb. Nur fehlte es mir dazu wieder an der Kreativität. Ich lebte mich lieber an Leinwänden aus und sah zu, wie aus einzelnen Strichen irgendwann ein Bild entstand, von dem ich selbst nicht mal wusste, es so im Kopf gehabt zu haben. "Ich mag Spitze, die lässt sich toll kombinieren", stimmte ich zufrieden zu, wissend dass ich es mir nicht vorstellen musste um zu wissen, dass es mir nachher auch gefiel. Hallie kannte mich immerhin seit 18 Jahren.
Ein tiefes, bewusst lang gezogenes Seufzen entwich mir. "Vielleicht... ach keine Ahnung", murmelte ich, meine Schuhspitzen musternd, "Wäre das nicht seltsam, wenn ich ihn mögen würde mein ich? Finley ist mein bester Freund!". Das wenn war völlig überflüssig und längst nicht mehr zutreffend. Es war eine Tatsache, vor der ich mich gerne versteckte. Daher das vorsichtige Rantasten, wie Hallie die Sache einschätzte und auf die Weise vielleicht einen Rat einholend, um den ich nicht explizit gefragt hatte.
"Kochen ist ne super Idee, Hal!", gab ich begeistert zurück, zum einen hatte ich immer hunger und zum anderen, machte es mir auch noch Spaß. "Pasta?".
Ohne zu antworten machte ich mich daran, meiner Schwester zur Hilfe zu kommen, dabei leicht kritisch beäugend, wie sie den noch nicht gebrauchten Stoff ungefaltet zurück in die Tüte stopfte. Schnaubend nahm ich ihr die Tüte aus der Hand, zog den weichen Stoff wieder hervor und legte ihn ordentlich zusammen, bevor ich ihn wieder verstaute, dabei bereits grinsend. Mein Ordnungsfanatismus hatte teilweise schon zwangsneurotische Formen, über die ich hin und wieder sogar mitlachen konnte. "Aber um nochmal auf's Thema zurück zu kommen, du musst nicht gehen, du störst uns nicht!", meinte ich, ein paar Garnrollen in den Kasten zurücklegend. Ich hatte meine Schwester gerne um mich herum und Finn störte sie bestimmt auch nicht. "Hat Mum schon angerufen? Wir sollten doch Morgen zum Essen zu ihr und Dad, oder hab ich da was Falsches im Kopf?", fragte ich meine Schwester, ihr das Köfferchen mit dem Nähzeug über den Tisch anreichend.

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Re: Wohnküche
von Hallie am 26.10.2018 18:08//Ich habe es nicht gesehen
Tut mir leid!
"Du bist ein Schatz", sagte sie, küsste ihre Schwester auf die Wange und nahm den dampfenden Kakao. Es war immer so gewesen, dass Emely ihre größte Stütze gewesen und ihre beste Freundin gewesen war. Nachdem Emely Hogwarts abgeschlossen hatte, zogen die Schwestern sofort zusammen und auch wenn Hallie wusste, dass sie ihrer Schwester mit ihrer Unordnung sicher auch mal auf die Nerven fiel wusste sie, dass ihre Schwester immer an ihrer Seite sein würde, egal ob postalisch oder körperlich.
Auch das zweite Stück Kuchen war nun in Hallies Magen verschwunden. Sie leckte sich kurz über die Lippen. "Das war genau das was ich brauchte."
Während sie weiter nähte, machte Emely einen Stoffvorschlag. "Oh ja. Der war wirklich schön und er war mit so einem weichen Flaum beschichtet. Genau das Richtige für diese Jahreszeit. Und von außen? Welche Farbe schwebt dir da vor? Ich würde das Cape einfarbig halten. Aber das Innenfutter von Taschen oder auch die Lasche von Taschen könnte man wieder in Blau machen." Hallie war sofort Feuer und Flamme, dass Cape von Emely nahm schon in ihrem Kopf Formen an. Der Rock würde für Hallie ein leichtes werden. "Vielleicht kann ich über die Naht etwas schwarze Spitze setzen und auch an ein paar anderen Stellen? Das wäre unauffällig und sähe aber gewollt aus." Sie wusste nur nicht ob das Emely gefiel und ob sie dies auf ihrer Arbeit so tragen durfte. Aber eigentlich war ihre Chefin sehr nett. Sie war schon etwas älter, aber manchmal glaubte Hallie, dass das erst den Charme des Cafés ausmachte.
"Schwesterherz du wirst ja rot. Magst du Finley etwa doch etwas mehr?" Hallie war das nur recht. Sie wollte, dass Emely glücklich wurde und wenn es eben Finley war, wäre es Hallie recht. Sie kannte Finley nicht so gut, aber er war immer nett zu ihr gewesen. "Ach Kindo ist auch nicht so toll. Da kann man ja gar nicht reden und so. Kocht doch eine Kleinigkeit zusammen? Dann habe ich wenigstens auch etwas davon." Sie grinste ihre Schwester etwas schelmisch an. "Und Essen mag ja jeder!" Sie versiegelte eine Naht und zog dann den Stoff von der Nähmaschine. "Ich glaube heute bekomme ich das Cape nicht mehr hin... Ich räume das alles mal weg." Sie hatte durchaus eine Ordnung, wenn sie die Sachen wegpackte, nur wenn sie arbeitete eben nicht und ok sonst auch nicht unbedingt, aber sie gab sich ja Mühe nicht mehr so unordentlich zu sein. "Hilfst du mir etwas?"



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Re: Wohnküche
von Emely am 18.10.2018 21:45Das Kuchenstück fixierend, schlich sich ein Grinsen auf meine Lippen. "Ja lecker oder", meinte ich, noch auf dem ersten Bissen kauend. Es wäre gelogen zu sagen, dass das mein erstes Stück heute gewesen wäre. Aber durch das ganze Gerenne im Cafè redete ich mir gerne ein, alle Kalorien am Ende des Tages bereits abtrainiert zu haben. Mich zum Herd umdrehend, rührte ich durch die noch dampfende Schokomilch, schnappte Hallies Tasse vom Tisch und füllte sie wieder mit Kakao auf, bevor ich auch mir eine befüllte. "Wird es", versicherte ich leicht schmatzend, mich meiner Schwester wieder zugewandt an der Küchenzeile lehnend und mit der Gabel sachte an meine Unterlippe klopfend, "Es ist innovativ und multifunktional!". Wie nahezu alles was meine Schwester entwarf. Ich betrachtete mir erneut das Cape, in Gedanken bereits zu Outfits kombinierend. "Da sag ich doch nicht nein", lächelte ich, "Der dunkelblaue Stoff mit den kleinen weißen Pünktchen den wir letztes Mal auf dem Markt in Notting Hill gesehen haben, erinnerst du dich, der würde sicher toll als Innenstoff aussehen!", träumte ich bereits begeistert. Einen Großteil meiner Lieblingskleider waren durch Hals Hände entstanden und außer dem Stoff und einem Küsschen hatte mich das nie was gekostet.
"Ich vertraue dir da total", meinte ich ehrlich, mir das letzte Stück Kürbiskuchen in den Mund schiebend. Eine meiner Jeans hatte sie mit einem bunten Patch geflickt und damit unter meinen Freundinnen fast einen Trend losgetreten. Hallie hatte einfach einen Blick für Design- und sie kannte mich und meinen Geschmack. Da konnte ja kaum was schief gehen.
An einem hartnäckigen Farbklecks an meinem Fingernagel blickend, wich ich dem zweideutigen Blick meiner Schwester gekonnt aus, während mir die Farbe in die Wangen schoss. Sie las in mir wie in einem Buch und das schon seit wir Kinder waren, Dementi jeglicher Art waren völlig für die Katz. Das Thema war jedoch heikel- und das wusste meine Schwester auch. Ich mochte Finn, das war im Großen und Ganzen kein Geheimnis. Das ich ihn vielleicht aber etwas mehr mochte als es eine Freundschaft verlangte hingegen schon. Und genau das machte mir Angst... "Ach hör schon auf du Clown", grinste ich verlegen, die Hitze in den Wangen noch deutlich spürend, den Blick aber selbstsicher wieder hebend, "Du kannst selbstverständlich bleiben, du hast noch nie gestört!". Sondern mich eher von dummen Ideen abgehalten, fügte ich im Stillen hinzu. "Zur Not können wir aber immer noch in mein Zimmer gehen!". Mein Blick glitt ebenfalls auf die rhythmisch stichelnde Nadel, die immer wieder in rasanter Geschwindigkeit im Stoff verschwand, denn Hallie mit ruhiger Hand in die richtigen Bahnen lenkte. Ich zuckte die Schultern. "Ich hab nichts konkretes geplant. Das Kinoprogramm gibt nicht sehr viel her, das Wetter ist noch ganz schön, aber es wird bald dunkel... ich weiß es ehrlich nicht. Vielleicht hat Finn ja eine Idee. Oder fällt dir noch was ein- was ich dann, wenn's ne gute Idee ist, später als meine deklariere!", ein weiteres freches Grinsen formte meine Lippen.

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