Vergangenheitsplay » 7

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Sophelya
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 7

von Sophelya am 22.04.2018 14:15

Irgendwie hatte Matt ja recht. Es war eigentlich egal, was andere dachten. Eigentlich. Bei den Slytherins war das etwas anders. "Mir ist es ganz und gar nicht peinlich mit dir gesehen zu werden." Es war diese verdammt merkwürdige Situation in der wir im wahrsten Sinne des Wortes feststeckten. Ich lächelte ihn an um meine Aussage zu unterstreichen. "Mir ist egal was irgendwer über mich denkt, aber mir ist nicht egal was meine Freunde über mich denken. Und wie du weißt, sind die ein wenig schwierig." Das war vielleicht ein bisschen untertrieben. Andererseits, hatte ich die letzten 6 Jahre mit ihnen verbracht und war, was das anging, ziemlich abgehärtet. Mit der Zeit hatte ich mir angewöhnt über ihre Engstirnigkeit wohlwollend hinweg zu sehen.
" Tja. Wenn die Todesser weg wären, würde einiges anders sein. Allerdings glaube ich auch nicht, dass Gift funktionieren würde."
Tatsächlich verabschiedeten sich die beiden Lehrerinnen und verschwanden in verschiedene Richtungen. Ich stand auf und räumte die beiden Eimer auf ihren ursprünglichen Platz, während Matt die Zauber rückgängig machte. Er schaute einen Moment vorsichtig hinaus und gab mir dann zu verstehen, dass die Luft rein war. "Sag doch sowas nicht! Nachher kommen tatsächlich noch mehr von denen auf die Idee, hier nachts herum zu spazieren.", flüsterte ich und verließ hinter Matt die Abstellkammer. "Auf zum Astronomieturm! Wenn wir dort hinten die Treppe nach oben nehmen, geht es am schnellsten." Somit gingen wir zügig durch den dunklen Korridor, über die Treppe und einige weitere Flure entlang bis zum Aufstieg des Turms. Als wir die oberste Plattform erreicht hatten, war ich etwas aus der Puste. Der Anblick, der sich uns nun bot, war die Anstrengung aber alle mal wert. "Ist das nicht wunderschön?", fragte ich begeistert. Über uns erstreckte sich der tief dunkelblaue Himmel bis in die endlose Ferne. Er war mit milliarden kleiner glitzernd-leuchtender Sterne bedeckt. Auf den ersten Blick wirkte das Sternengewirr chaotisch, doch nach einer Weile konnte man die einzelnen Sternenbilder erkennen. "Ich frage mich oft, warum der Astronomieunterricht nicht immer in der Nacht statt findet." Es hatte zwar ab und an mal eine Stunde am Abend gegeben, aber nur zu besonderen Anlässen.
Ich musste daran denken, dass wir vor einigen Minuten noch in einer super engen Abstellkammer gesessen hatten. Hier oben konnte man die Freiheit regelrecht riechen.

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Matthew

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Re: Vergangenheitsplay » 7

von Matthew am 22.04.2018 20:21

Ich versuchte nicht zu lachen, während ich sie ernst ansah. „Deine Freunde haben was gegen mich? Oder diese Situation? Was würden sie denn sagen, wenn sie das hier wüssten?" ich zog, jetzt doch wieder mit einem Grinsen im Gesicht, die Augenbrauen hoch.
Ich nickte. „Da sind wir uns wohl einig. Das wäre auch zu einfach...." gestand ich.
Ich hörte es hinter mir leise Klappern, während ich uns befreite, was mir verriet, dass Sophelya hinter uns aufräumte – in sofern das in einer Rumpelkammer denn nötig beziehungsweise möglich war.
„Entschuldige, ich weiß, dass man mit solchen Sprüchen eben dieses Unglück heraufbeschwört." lachte ich, ging aber trotzdem heraus. Ich bezweifelte sehr stark, dass jetzt noch etwas passieren würde. So viel Pech konnte man einfach nicht haben. Hoffte ich zumindest.
Sophelya führte mich durch das Schloss und ich war ziemlich beeindruckt davon, wie gut sie sich auskannte und die kürzesten Wege selbst im Dunkeln ohne weitere Probleme fand. „Man merkt, dass das nicht dein erstes Mal ist." ich folgte ihr weiterhin grinsend und kopfschüttelnd.
Zum Glück war ich sportlicher veranlagt, als man es meiner Faulheit zutraute, denn die Treppen schienen für eine ganze Zeit kein Ende nehmen zu wollen und als wir endlich oben waren, schnaufte Sophelya ganz schön. „Hätte ich dich lieber tragen soll- wow!" fragte ich schelmisch grinsend, wurde aber recht schnell von dem atemberaubenden Blick abgelenkt, der sich mir bot. „Ich hatte ganz vergessen, wie wunderschön die Nacht sein kann." flüsterte ich und sah beeindruckt in den Himmel. Ich mochte Sterne. Das war etwas, das ich mit meiner Schwester gemeinsam hatte.
Ihre Frage konnte ich nur mit einem Schulterzucken beantworten. Der Anblick raubte mir immer noch den Atem. Ob sie es gesehen hatte, oder ob sie noch immer genauso gebannt wie ich den Sternenhimmel betrachtete, wusste ich nicht.
Die Luft war klar und rein, nichts im Vergleich zu der muffigen, abgestandenen Luft der Abstellkammer. Ja, hier war ich ganz bestimmt lieber als da unten eingesperrt. Plötzlich bewegte sich etwas und ich riss erfreut die Augen auf und wies mit dem Finger in den Himmel. „Schau, eine Sternschnuppe! Wünsch' dir was." ich sah sie auffordernd an. Ich selbst schloss ebenfalls kurz die Augen um meinen Wunsch gedanklich zu äußern. Ich wünsche mir, dass es noch öfter solch schöne Momente geben wird, die mir einfach den Atem rauben. Seltsamer Wunsch, aber ich liebte diese Momente einfach viel zu sehr.
Ich öffnete die Augen wieder und lächelte Sophelya an. „Ich würde jetzt sehr gerne fliegen." gestand ich. Ein seltsames Bedürfnis, aber die Windstille, abgesehen von einer leichten Brise, lud geradezu dazu ein. Außerdem würde es das Gefühl der Freiheit verstärken, welches durch meine Adern strömte.



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Sophelya
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 7

von Sophelya am 01.05.2018 21:52

Matt schien wirklich von der Aussicht beeintruckt. Zumindest verschlug ihm der Sternenhimmel für einen kurzen Moment die Sprache.
Nachdem ich die kühle Luft ein paar Mal eingeatmet hatte kehrten meine Gedanken in das Hier und Jetzt zurück. Mein Herz machte vor Schreck einen kleinen Satz, als Matt plötzlich aufgeregt in den Himmel deutete. Ich folgte seiner Geste und konnte noch im aller letzten Moment den wunderschön leuchtenden Schweif einer Sternschnuppe über den Himmel streifen sehen. "Ooh!" Ich schloss die Augen und versuchte mich auf einen Wunsch zu konzentrieren.
Wenn mir im Unterricht langweilig wurde, überlegte ich mir hin und wieder Wünsche für genau solche Fälle. Zuletzt hatte ich mir überlegt, dass die Slytherins schon seit einigen Jahren nicht mehr den Hauspokal gewonnen hatten. Es wäre ein krönender Abschluss meiner Hogwartszeit, wenn er in diesem Jahr an mein Haus gehen würde.
"Ich hoffe nur, dass wir uns nicht das selbe gewünscht haben. Dann könnten die Wünsche unmöglich beide in Erfüllung gehen.", seufzte ich. "Ich meine, stell dir mal vor, du hättest dir gewünscht nächstes Jahr Zaubereiminister zu werden und ich mir auch..", stellte ich gespielt empört fest und lachte. Etwas verträumt schaute ich mir weiter den Himmel an.
Dann unterbrach Matt die Stille. Ich fand seine Idee gar nicht so schlecht. Hier hoch oben auf der Plattform zu stehen und sich den Himmel anzuschauen war toll, aber noch etwas dichter an die Sterne zu kommen wäre natürlich ziemlich cool.
"Matt! Das ist eine spitzen Idee, die wir sofort in die Tat umsetzen sollten." Dann überlegte ich. Einen eigenen Besen hatte ich nur zuhause. Da ich nicht im Quidditchteam war, brauchte ich in Hogwarts ja auch keinen. "Hast du einen Besen? Ansonsten könnten wir uns die Schulbesen für den Flugunterricht der Erstklässler .. sagen wir mal ausborgen.", grinste ich und wartete gespannt auf seine Reaktion.

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Matthew

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Re: Vergangenheitsplay » 7

von Matthew am 01.05.2018 22:23

Ich musste unwillkürlich lachen, als sie mir ihre Sorge mitteilte, wir könnten uns etwas gewünscht haben, dass sich logisch ausschloss.
Ich schüttelte den Kopf und sah sie dann beruhigend an. „Das verrät mir zwar etwas über deinen Wunsch, aber ich kann dich beruhigen: Ich habe mir etwas gewünscht, was nicht deinem Wunsch entgegenwirken kann. Es sei denn, du hast dir gewünscht, dass ich tot umfalle." ich grinste sie schief an und wandte meinen Blick dann wieder den Sternen zu, die am Firmament um die Wette funkelten wie tausend Diamanten. Wunderschön.
Meine Idee mit dem Fliegen schien ihr sehr zu gefallen, allerdings sprach sie einen guten Punkt an, denn auch ich hatte jetzt gerade keinen Besen hier und wirklich keinerlei Motivation mich in meinen Gemeinschaftsraum zu schleichen um diesen zu holen. „Ich habe zwar einen, aber der ist gut verwahrt und es wäre mir jetzt einfach zu unsicher erneut in de Gemeinschaftsraum zu gehen.... Für einen Flug zu den Sternen werden es wohl auch die Schulbesen tun." Ich grinste und sah sie herausfordernd an, wohl wissend, dass die Abenteuerlust in meinen Augen aufblitze. „Lust auf ein kleines Abenteuer und das Risiko noch ein paar Schulregeln mehr zu brechen?" fragte ich feixend und wandte mich währenddessen schon zum gehen. Wir sollten schließlich keine Zeit verschwenden und ich glaubte nicht, dass sie jetzt einen Rückzieher machen würde. Sophelya wirkte nicht wie die Sorte Mensch, die sich von ein paar Schulregeln einschränken ließ. Da war sie meinem Freund Cas und meiner Schwester sehr ähnlich. Dieser Umstand wurde dadurch bestärkt, dass wir uns verbotenerweise nachts in einer Abstellkammer getroffen hatten . Natürlich kümmerte sie sich nicht um diese Regeln! Allerdings war ich Normalerweise der, der sich an die Regeln hielt, nicht, weil ich artig und ein guter Schüler sein wollte, sondern viel mehr aus Bequemlichkeit. Das jetzt war also eine ziemliche Premiere – die Male, die ich mich unerlaubt vom Schloss entfernt hatte oder mich in die Küche geschlichen hatte außer Acht lassend.
Ich stand nun am Treppenabsatz und streckte meine Hand nach Sophelya aus. Es war eine stumme Aufforderung mir zu folgen. „Natürlich nur, wenn du dich traust." lachte ich.



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Sophelya
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 7

von Sophelya am 13.05.2018 19:50

[Sorry, dass ich mir so Zeit gelassen habe <3]

Natürlich hatte Matt seinen Besen in seinem Zimmer. Und dort noch mal ganz hin, wäre wirklich zu aufwendig. Trotzdem wollte ich den Plan nicht aufgeben. Es war eh schon spät und auf ein zwei Stunden weniger Schlaf konnte ich verzichten. "Meinst du es kommt jetzt noch drauf an? Außerdem, wenn wir schon erwischt werden und Ärger bekommen, dann muss es sich auch richtig lohnen.", antwortete ich und ging ihm hinter her.
Ich hielt noch einmal inne und stemmte die Hände in die Hüften. Wenn ich mich traue? "Wenn du wüsstest, was ich mich alles traue!" Das klang etwas empört, obwohl ich genau wusste, dass Matt mich nur Ärgern wollte. Ich fasste einen Plan. Galant schob ich mich an Matt vorbei. "Wer als erstes unten den Boden der Eingangshalle berührt!", rief ich ihm auffordernd zu und beeilte mich die Treppe hinunter. "Natürlich nur wenn du dich traust." hängte ich noch euphorisch hinten dran. Um an die Besen zu kommen mussten wir auf das Außengelände, denn nur von dort kam man an die Tür, hinter der die Besen aufbewahrt wurden. Der kürzeste Weg führte durch die Eingangshalle. Mit dem kleinen Wettkampf würden wir zwar ein größeres Risiko eingehen erwischt zu werden, andererseits wären wir aber auch viel schneller unten. So schnell wie möglich, so leise wie nötig, war nun das Motto. Ich schaute noch einmal zurück um nach Matt zu sehen.

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Matthew

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Re: Vergangenheitsplay » 7

von Matthew am 13.05.2018 22:24

[Alles gut ]

 

Sie hatte Recht. Es spielte keine Rolle mehr. Ich grinste und zuckte mit den Schultern. Ob es wirklich so schlau war, im vorletzten Schuljahr plötzlich sämtliche Regeln auf einmal zu brechen, wusste ich nicht, aber da ich sonst eine weiße Weste hatte, vermutete ich, dass meine Strafe nicht ganz so heftig ausfallen würde, wenn ich denn davon ausging erwischt zu werden, was ich nicht tat. Ich wusste nicht, wie es mit Sophelya und ihrer Weste so stand, aber das war ihre Sache.
Noch ein bisschen breiter grinsend, zog ich die Augenbrauen nach oben. Sie traute sich also eine Menge ja?
Als sie dann plötzlich an mir vorbei eilte und ein Wettrennen vorschlug, musste ich leise Lachen. Es war ziemlich unfair, dass sie jetzt schon einen kleinen Vorsprung hatte, trotzdem ging ich darauf ein. „Klar traue ich mich!" erwiderte ich und setzte ihr nach. Ich nahm mehrere Stufen auf einmal, wich einigen Trickstufen aus, blieb jedoch immer hinter ihr. Ich hatte schon früher meine Schwester manchmal absichtlich gewinnen lassen, um ihren Stolz nicht zu verletzten und ihr den Spaß nicht zu nehmen. Ich musste allerdings gestehen, dass ich mich bei Sophelya eigentlich gar keine Gedanken darum machen brauchte, sie immer vor mir zu lassen, denn das schaffte sie ganz gut alleine. Sie war wahnsinnig schnell. Und leise. Ich war gerade ein Treppengeländer heruntergerutscht, als ich zum wiederholten Mal in dieser Nacht einen Lichtschein am Ende des Ganges bemerkte. Zum Glück war ich gerade einmal vor Sophelya gewesen, wodurch ich sie schnell an der Hand packen und sie mit mir hinter einer Statur verstecken konnte. Eine Hand hatte ich auf ihren Mund gelegt, damit sie nicht vor Schreck schrie.
Ich ließ sie erst los, als Peeves, perlweiß und gackernd, an uns vorbeigeschwebt war. „Entschuldige, aber auf den hatte ich jetzt nicht so die allergrößte Lust." lachte ich leise.



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Sophelya
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 7

von Sophelya am 16.05.2018 21:27

Matt blieb eine Weile hinter mir. Ab und an schaute ich mich nach ihm um. Plötzlich sauste er jedoch an mir vorbei. Fröhlich grinsent rutschte er das Treppengeländer hinunter und ergatterte sich dadurch den forderen Platz. Ein ziemlich lustiger Anblick.
Da ich mal wieder den Fehler gemacht hatte, mich schon am Anfang zu verausgaben, fehlte mir nun die Energie Matt wieder einzuholen. Trotzdem bemühte ich mich mein Tempo zu halten. Dann wäre ich fast in Matt hinein gelaufen, denn dieser war so abrupt stehen geblieben, dass ich Mühe hatte abzubremsen. Ehe ich verstand was los war, nahm Matt meine Hand und zog mich hinter die nächste Statue. Bevor ich irgendetwas sagen konnte legte sich seine Hand auf meinen Mund. Natürlich begriff ich sofort, dass nun nicht der richtige Moment für irgendwelche Fragen war. Ungefähr eine Minute standen wir so da. Durch den Sprint schlug mir das Herz bis zum Hals, Adrenalin tat das übrige. Dann schwebte Peeves den Gang entlang. Ich bildete mir immer ein, dass Peeves eine Spur weißer war als die übrigen Gespenster. Vielleicht weil er im Gegensatz zu den anderen nie wirklich gelebt hatte. Jetzt war das zumindest ein großer Vorteil, denn in dem dunklen Gang war er Matt wohl sofort aufgefallen.
Als Matt mich los ließ, atmete ich erstmal tief durch.
"Du hast mich erschreckt! Aber..Nicht so schlimm. Puh. Das war ganz schön knapp.", grinste ich ihn an. Vielleicht war es besser den Rest des Wegs langsam zu gehen. "Da du uns gerade vor einem Zusammentreffen mit Peeves bewart hast, steht dir der Sieg zu! Ist bestimmt klüger unser Glück nicht noch mehr auf die Probe zu stellen. Zumindest nicht mehr innerhalb des Schlosses." Mein Puls normalisierte sich und wir gingen vorsichtig weiter. Durch unser kleines Wettrennen hatten wir schon den größten Teil des Wegs geschafft und standen nur einen Augenblick später draußen. Ich schaute mich ersteinmal um. Es war immerhin nicht auszuschließen, dass der Wildhüter hier herum lief.
Niemand war zu sehen, und außer einiger Grillen und einem Kauz war nichts zu hören.
"Ich glaube, es ist besser direkt an der Mauer entlang zu gehen.", schlug ich vor und berührte die Wand. Die Steine fühlten sich kalt an. Nach 100 Metern kam bereits die Tür hinter der die Besen gelagert wurden.
"So. Da wären wir." Erst jetzt kam mir ein ziemlich ärgerlicher Gedanke. "Meinst du die Tür ist mit einem speziellen Zauber geschützt?", fragte ich Matt.

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Matthew

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Re: Vergangenheitsplay » 7

von Matthew am 18.05.2018 20:55

Zuerst wirkte sie etwas verschreckt, aber dann schien sie zu verstehen. Wie konnte man das angesichts dieses durchgeknallten kleinen Geistes auch nicht?
„Sorry." murmelte ich, nachdem ich sie wieder losgelassen hatte. „Aber der Schreck, wenn der uns gesehen hätte, wäre um einiges größer und unerfreulicher gewesen." lachte ich leise.
Ich nickte und machte eine halbe Verbeugung. „Vielen Dank, was für eine Ehre." Zum Glück wussten die meisten hier schon, dass ich einen Knall hatte. Und Ida hatte ihr das bestimmt nicht vorenthalten. Erneut nickte ich, dieses Mal allerdings etwas ernster. Ich wollte unser Glück auch nicht weiter herausfordern. Ein drittes Mal gerade so zu entkommen war dann doch recht unwahrscheinlich und ich bezweifelte, dass uns das gelingen würde.
Als wir es problemlos nach draußen geschafft hatten, atmete ich erleichtert aus. Mein erster Blick galt erneut den Sternen, die nun um einiges weiter von uns entfernt waren, aber immer noch atemberaubend hell funkelten. Sophelya schien andere Dinge im Kopf zu haben, als wieder mal die Sterne zu betrachten, denn sie sah sich erstmal um. Im Nachhinein, war das eine sehr gute Sache, da wir jetzt zwar das Schloss verlassen hatten, aber immer noch entdeckt werden konnten. Vom Wildhüter und natürlich auch von jedem beliebigen Menschen, der einen Blick aus dem Fenster warf.
Auf ihren Vorschlag hin, drückten wir uns an der Wand entlang. Die Steine waren eiskalt, aber der Wind, der uns zweifelsfrei um die Ohren pfeifen würde, sobald wir uns auf den Besen befanden, würde wohl noch etwas unangenehmer sein. Ich war gerade mehr als froh, dass ich nicht nur einen Pullover, sondern auch noch eine Jacke trug. So war mir sehr warm – fast zu warm, was allerdings auch an unserem kleinen Abwärtssprint liegen könnte.
Die Tür hinter der die Besen gelagert wurden, war schnell erreicht und auf die Frage der Sicherheit hin, zuckte ich mit den Schultern. „Das werden wir gleich wissen." antwortete ich dann und zückte meinen Zauberstab. „Alohomora." flüsterte ich und ein leises, klickendes Geräusch verriet, dass die Tür entriegelt war. Erleichtert sah ich wieder zu Sophelya und grinste. „Du hast die Ehre." sagte ich und deutete auf die Tür. Sie dürfte sich meinetwegen zuerst einen Besen aussuchen, es waren sowieso nur Schulbesen und nichts besonderes, um das man sich großartig streiten konnte.



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Sophelya
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 7

von Sophelya am 19.05.2018 10:14

Hinter der Tür war es dunkel. "Lumos", befahl ich und sorgte dafür, dass wir etwas sehen konnten.
Vor uns waren mehrere Besen ordentlich aufgereiht. Am Anfang die einfachen Schulbesen, weiter hinten die etwas moderneren Modelle, die den Schülern bei Bedarf für die Quidditchspiele gestellt wurden. Wobei die Dinger auch aus dem letzten Jahrhundert stammten. Modern war also eigentlich nicht das richtige Wort. Trotzdem entschied ich mich für einen von ihnen. Mein Blick viel auf etwas Rotes, das an der Wand hing. Jemand hatte seinen Pullover an einem der Haken vergessen. Das kam mir ziemlich gelegen, da ich Dummchen ja keine Jacke dabei hatte. Vorsichtig nahm ich den Pulli an mich und betrachtete ihn kritisch. "Na toll. Griffindor." Es wiederstrebte mir, auch nur daran zu denken, dieses Ding anzuziehen. Frieren wollte ich allerdings auch nicht und zog ihn von einem genervtes Seufzen begleitet über. "Das bleibt ebenfalls unter uns ja?", fragte ich Matt lachend. Sicher war es selbst ihm bekannt, dass Griffindors und Slytherins sich spinnefeind waren. Zumindest was Quidditch und den Hauspokal anging. Als wir wieder draußen waren, hielt ich kurz inne. In mir kam die Erinnerung an meine erste Flugstunde hoch. "Sag mal erinnerst Du dich noch an deinen ersten Besenflug?.." Mir war dank der Erinnerung etwas flau im Magen. "Bei mir lief es eigentlich ganz gut, hatte zuhause schon öfters üben dürfen. Leider hatte ein anderer Schüler seinen Besen nicht im Griff. Der schoss wie eine Rakete empor und traf mich an der Stirn. Ich wurde erst im Krankenflügel wieder wach. Mit einer riesigen Beule. ", erzählte ich. Das war natürlich viele Jahre her gewesen und inzwischen war Fliegen ein Kinderspiel. Ein wenig Konzentration und schwupps, hatte ich den Boden hinter mir gelassen. Ein absolutes Freiheitsgefühl breitete sich in mir aus. Ich drehte eine Schleife und sah dann nach Matt. " Das war eine wirklich tolle Idee!"

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Re: Vergangenheitsplay » 7

von Matthew am 19.05.2018 12:36

Nachdem ich endlich etwas sehen konnte, betrachtete ich die Besen eingehend. Nun gut, den normalen Schulbesen schenkte ich keine sonderliche Beachtung, da ich schon auch etwas anderes anstrebte, als bloß geradeaus zu fliegen. Die Besen für die Quidditchspieler, die nicht mit dem Glück gesegnet waren, einen Besen ihr eigen zu nennen, waren auf jeden Fall akzeptabler.
Nachdem sie sich einen ausgesucht hatte, griff ich nach dem neusten, den ich entdecken konnte. Neu im Gegensatz zu den anderen.
Sophelya schien kurz mit sich zu hadern, griff dann aber doch nach dem Pullover eines Gryffindorspielers. Ich zuckte mit den Schultern. „Ich hab nichts gegen Gryffindor. Wenn es ums Gewinnen geht schon, aber im Grunde hat man dann doch was gegen alle anderen Häuser oder?" ich grinste sie wieder schief an. „Ich hätte dir ja meinen geben können, aber dann wäre das ja auch Ravenclaw und immer noch nicht Slytherin." erwiderte ich. Immerhin hatte ich zwei.
Der Pullover passte Sophelya erstaunlicherweise, auch wenn er etwas locker saß. „Ich schätze mal, dass der nicht James Potter gehört. Obwohl... er ist ja relativ... nun ja, klein und eben ideal als Sucher." ich zuckte mit den Schultern.
Als sie von der ersten Flugstunde erzählte, musste ich grinsen. Auch ich hatte schon Übung gehabt und trotzdem hatte das ganze in einem Desaster geendet. Als sie dann davon erzählte, wurde mir klar, dass sie davon direkt betroffen gewesen war. Schuldbewusst grinste ich sie an. „Tut mir immer noch leid... Ich war früher etwas unaufmerksam, wenn ich mich mit meiner Schwester in die Haare bekommen habe." ich grinste entschuldigend. Ich hatte mit Ida herumgealbert und nicht nachgesehen, wohin ich flog und hatte dann jemandem vom Besen gestoßen. Anscheinend Sophelya. Das hatte vielleicht Ärger gegeben. „Sorry." sagte ich nochmal und folgte ihr dann nach draußen.
Ich beobachtete sie kurz beim Fliegen, dann kam ich hinterher. Ich liebte es ebenfalls. Ich machte erstmal einen Looping und flog dann neben ihr her. „Ich hab nur gute Ideen." grinste ich sie herausfordernd an. „Was glaubst du, wie hoch kommen wir?" fragte ich und deutete aufwärts.



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