Vergangenheitsplay » 25
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Jane
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 25
von Jane am 12.02.2019 18:21- Yorrick & Jane -
Ich hatte es nicht bereut in Beauxbatons zur Schule gegangen zu sein, genauso wenig hatte ich es bereut hierher gekommen zu sein. Ansonsten hätte ich nämlich wahrscheinlich nicht im Ministerium angefangen und ich hätte meinen wundervollen Mann Yorrick nicht kennengelernt. Manchmal wünschte ich mir sogar auch in Hogwarts und vielleicht ja sogar Gryffindor gewesen zu sein. Das wäre bestimmt auch ziemlich cool gewesen, auch wenn Frankreich und ganz besonders Paris natürlich auch wunderschön war, manchmal vermisste ich es natürlich auch, aber meine zwei Schwestern waren ja mittlerweile zum Glück auch hier. Jeder hatte Stärken und Schwächen und niemand war perfekt, auch Yorrick nicht, aber für mich war er perfekt. Zwar hatten wir keine Kinder, aber die Hochzeit war wirklich perfekt, unbeschreiblich, unvergesslich und wunderschön gewesen und ich liebte ihn wirklich sehr. Jetzt hatte ich das Essen und eine kleine Überraschung pünktlich natürlich für meinen Mann vorbereitet. Jetzt wartete ich darauf das mein Mann endlich von seiner Arbeit im Ministerium zurück kam, da auch er im Ministerium arbeitete.
Re: Vergangenheitsplay » 25
von Chester am 18.01.2019 00:06(Ich liebe das PB * - *)
- T h r e a d f r e i -

Re: Vergangenheitsplay » 25
von Lexie am 17.01.2019 23:02Ich verzog gespielt entsetzt das Gesicht. "Das war das erste und einzige Mal, dass ich nachsitzen musste. Damit prahle ich normalerweise nicht", erwiderte ich grinsend. Professor Flitwicks enttäuschenden Gesichtsausdruck hatte ich genau vor meinen Augen, genauso wie das riesige Pflaster, das zwei Tage lang auf der Nase des Jungen geklebt hatte, damit seine Nase nach dem grauenhaften Sturz wieder grade zusammen wuchs.
Nur widerwillig löste ich mich von ihm, allerdings spürte ich jetzt auch den kalten Wind, der mein relativ kurzes Kleid ein bisschen aufbauschte und mir einen Schauer über den Rücken jagte. Ich zupfte ein kleines bisschen am Rock und lächelte Chester an. Meine Wangen hatten bestimmt die Farbe von Tomaten angenommen, aber ich hoffte einfach dass das im Mondlicht nicht zu sehen war. Ches konnte vermutlich jetzt schon spüren, dass meine Beine sich anscheinend zu Wackelpudding verwandelt hatten. Ich schlang meine Arme um seinen Körper und kuschelte mich an seine Brust. Sein vertrauter Durft stieg mir in die Nase, und erst jetzt wurde mir bewusst wie sehr mich dieser Geruch beruhigte. Wie lange hatte ich jetzt darauf verzichtet, weil ich ihn angelogen hatte? "Hmmm...", murmelte ich nur zurück. Ja, wir sollten reingehen. Es war bitterkalt hier draußen, und außerdem war die Sperrstunde auch schon lange eingetreten. Aber ich fühlte mich so an ihn gekuschelt viel zu wohl, um mich auch nur einen Zentimeter weiter zu bewegen. Bei seinen nächsten Worten schnaubte ich nur und hob den Kopf, um ihn anzusehen. "Ich habe mittlerweile genug Aufprall-Methoden ausprobieren können, die meinen Kopf schützen. Außerdem würde ich vermutlich dann nichts davon vergessen ... ich vergesse doch nie etwas, erinnerst du dich?", meinte ich grinsend und tippte mir mit dem Zeigefinger gegen die Schläfen. Ich wäre manchmal wirklich dankbar, ein paar Erinnerungen zu vergessen, aber diese hier ... die Erinnerung würde ich nie wieder hergeben wollen.

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Re: Vergangenheitsplay » 25
von Chester am 17.01.2019 21:58

Re: Vergangenheitsplay » 25
von Lexie am 17.01.2019 21:06Ich lächelte leicht. "Professor Flitwick hält mich bestimmt eh schon für komplett verrückt. Zumindest, seit ich in der zweiten Klasse versucht habe, einen Gryffindor aus unserem Jahrgang mit 'Wingardium Leviosa' auf den Kronleuchter zu setzen ... Hat nicht funktioniert", fügte ich hinzu und lachte bei der Erinnerung an das verdutzte Gesicht unseres Mitschülers. Aber er hatte Recht, vielleicht sollte ich wirklich mal jemanden um Hilfe bitten. Oder vielleicht einfach ein paar Bücher durchwälzen, vielleicht ist sowas ja schonmal vorgekommen ...
Chesters Worte sorgten wieder dafür, dass mein Herz sich überschlug. Vor ein paar Wochen hatte ich vergeblich auf diesen Kuss gewartet, aber jetzt würde es geschehen. Das war kein Traum. Das hier, das war der Moment auf den ich gewartet hatte. Chester war mindestens einen Kopf größer als ich, deswegen stellte ich mich auf die Zehenspitzen und schlang die Arme um seinen Hals, damit mein Gleichgewichtssinn mir keinen Strich durch die Rechnung machte. In meinem Bauch schien mittlerweile irgendwas Purzelbäume zu schlagen, und als sich unsere Lippen berührten wurde die angenehme Wärme in meinem Inneren zu einer Hitzewelle, die auf meiner Haut einen angenehmen Schauer hinterließ. Ich hatte hiervor schon ein paar Jungs geküsst, aber kein Kuss war bisher wie dieser hier gewesen. Auf diesen Kuss hatte ich eine gefühlte Ewigkeit gewartet. Ich versuchte mir alles genau einzuprägen, um mich später ganz genau daran erinnern zu können, aber meine Gedanken waren wie leer gefegt. Da war nur noch Chester, seine weichen Lippen und seine Hände auf meiner Haut.

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Re: Vergangenheitsplay » 25
von Chester am 17.01.2019 12:09

Re: Vergangenheitsplay » 25
von Lexie am 17.01.2019 00:24"Es ist ... seltsam", gab ich zu und legte den Kopf schief. "Vielleicht werde ich auch einfach komplett verrückt, wer weiß. Aber in den letzten Wochen, da ... da habe ich um dich herum immer so einen merkwürdigen Nebel gesehen. Als würde mir jemand mitteilen wollen, dass du etwas zu verbergen hast. Ich weiß nicht mehr, wann das genau angefangen. Nach dem Abend auf der Party auf jeden Fall. Wegen diesem Nebel ist mir immer fürchterlich schwindelig geworden und ... naja ... ich war in den letzten Wochen quasi Stammgast im Krankenflügel. Die Heilerin muss mittlerweile glauben, dass ich von irgendetwas abhängig bin oder so" Ich kicherte leise und schüttelte den Kopf. Dass ich in sein Gesicht sehen konnte, ohne dass die Bilder auftauchten, beflügelte mich. Ich hatte in den letzten Wochen viel zu viel Zeit damit verbracht, ihm aus dem Weg zu gehen, und jetzt konnte ich mich an seinem Gesicht gar nicht mehr satt sehen. "Jetzt ist es jedenfalls weg. Vielleicht habe ich es mir ja doch nur eingebildet ...", ich zuckte mit den Schultern.
Der Spitzname, den er mir verpasst hatte, löste ein Kribbeln in meinem ganzen Körper aus. Als hätte er damit einen Schalter umgelegt, der mein Herz schneller schlagen ließ. Wie hatte ich jemals daran glauben können, über ihn hinweg zu kommen? Es genügte ja schon ein einziges Wort und ich war Wachs in seinen Händen.
Mein Herz schlug sogar noch einen Satz schneller, als Chester auch von der Schaukel aufstand und zu mir kam. Seine Finger hinterließen eine brennende Spur auf meiner Wange, das gleichzeitig ein warmes Gefühl in meinem Bauch auslöste. Als hätte jemand in meinem Inneren eine Kerze angemacht, die mich von innen wärmte. Bei seinen Worten konnte ich gar nicht anders, als ihn strahlend anzulächeln. Mein altbekanntes, sonniges Lexie-Lächeln. "Aber nur wenn du dich morgen auch noch daran erinnerst.", flüsterte ich. Mein Blick huschte von seinen Augen zu seinen Lippen. Ich legte eine Hand an seine Wange und strich leicht mit dem Daumen über seine weiche Haut.

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Re: Vergangenheitsplay » 25
von Chester am 16.01.2019 23:59

Re: Vergangenheitsplay » 25
von Lexie am 16.01.2019 23:13Ich biss mir auf die Lippe. Damit nichts mehr zwischen uns steht. Er war so ehrlich gewesen, und ich ... ich ... ich log ihn an. Immernoch, und immer wieder. "Der Nebel ist weg", ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich laut gesprochen hatte. Meine Wangen liefen sofort hochrot an. Das hätte ich liebend gerne noch vor ihm verheimlicht ... obwohl es mir immer noch Angst machte. Vielleicht sollte ich doch noch einmal zum Krankenflügel gehen und das abchecken lassen ...
Ich überlegte grade, wie ich am besten anfangen sollte, bis er nachfragte. Und weil ich Idiotin mich verhaspelt hatte, würde er mich vermutlich hassen. Oder eher meine Familie. Bei seinen Worten lachte ich auf. Frustriert. Kalt. "In meiner Familie ... wird das Lügen groß geschrieben", erwiderte ich leise und schüttelte den Kopf. Dann sah ich ihn an. "Ich erzähle es dir, aber du ... du musst mir versprechen, dass du nicht anders über mich denken wirst, in Ordnung? Dann ... dann wird nichts mehr zwischen uns stehen, und dann sind wir quitt. Auch wenn das Risiko hoch ist, dass du mich hassen wirst ..."
Ich wartete einen Moment, damit er antworten konnte, aber ich hätte wohl so oder so angefangen. Ich wippte ein bisschen mit der Schaukel hin und her, um sie in Bewegung zu setzen, weil ich nicht still sitzen konnte. Nicht jetzt. "Mein Dad ... er ... gehört zu den Todessern. Ich habe das nie jemandem erzählt, weil es einfach ... furchtbar ist. Aber es ist nicht so, dass er es freiwillig macht. Also ... das hat er nicht immer.", meine Stimme wurde wieder unnatürlich schnell, so wie sie immer, wenn ich furchtbar nervös war. Ich holte tief Luft und setzte neu an. "Am Anfang ist er einfach mit darein gerutscht, weil meine Großeltern ein Teil des Ganzen sind. Die Averys ... die perfekten Gefolgsleute des dunklen Lords", flüsterte ich spöttisch und schloss die Augen. "Als ich noch klein war, hat es da Aufstände gegeben. Von meinen Eltern gegen all die Machenschaften, in die sie hineingezogen wurden. Mein Dad wollte das nicht, aber er ... er konnte nichts dagegen tun" Ich wischte mir vorsichtig eine Träne von der Wange, die sich aus meinem Augenwinkel gestohlen hatte. Die Bilder tanzten wieder so lebendig vor meinen Augen, als wäre ich wieder an diesem Ort und als könnte ich die Stimme meiner Schwester wieder neben mir hören. Die letzten Worte, die ich von ihr gehört hatte. "Ich ... ich habe eine Schwester. Also, hatte", ergänzte ich und lächelte schwach. "Wir wurden von den anderen Todessern entführt, quasi als Druckmittel gegen meinen Dad, damit er tat, was sie von ihm wollten. Mich haben sie da raus geholt, aber meine Schwester ..." Ich presste die Lippen zusammen und schüttelte den Kopf. Den Satz ließ ich unbeendet. Chester würde auch so wissen, was mit ihr passiert war. "Meine Familie hat sie komplett verschwiegen. Mein Bruder und ich sollten immer so tun, als ob sie nie existiert hätte und als ob die Machenschaften von meinem Dad meinen Bruder nicht auch langsam mit in diese ... diese Sekte ziehen würden. Aber das tun sie. Und das weiß niemand. Außer dir jetzt" Ich schniefte einmal und lächelte schwach. "Bitte hass mich nicht", fügte ich hinzu.
Ich hopste von meiner Schaukel und landete wie durch ein Wunder auf beiden Füßen, ohne wegzuknicken. Vielleicht hatte dieses Geheimnis ja all die Jahre lang meinen Gleichgewichtssinn behindert? Ich schaute zu Chester und presste die Lippen zusammen. "An dem Abend von der Party hast du ... du hast mir erzählt, warum du angefangen hast dich zu prügeln. Dass du eifersüchtig warst, weil ich mit einem der Austauschschüler gesprochen habe. Wir haben ... geredet. Und zwar darüber, dass wir beide ziemlich große Idioten sind." Ich starrte auf den See und lächelte schwach. Nicht weit von hier war die Wiese, auf der wir an dem Abend gesessen hatten. "Du ... du hast gesagt, das du mich nicht küssen wolltest, falls du dich am nächsten Morgen nicht mehr ganz genau daran erinnern würdest. Da hast du also richtig entschieden."
Ich drehte mich zu ihm um und sah ihn flehend an. "Es tut mir leid, dass ich dir nichts erzählt habe. Ich dachte nur ... irgendein Teil von mir dachte, dass ich mir das alles nur eingebildet habe, weil du dich nicht daran erinnern konntest. Oder dass da nur der Alkohol aus dir gesprochen hat und du es gar nicht so meinst. Es tut mir leid. Bitte hass mich nicht", fügte ich hinzu. Ich hatte das Gefühl, als hätte mir grade jemand meinen letzten Schutz geraubt. Ich hatte ihm alles erzählt, alles, was ich jemals vor ihm verborgen hatte. Es stand nichts mehr zwischen uns. Und trotzdem hatte ich das Gefühl, dass all das zu viel für unsere Freundschaft sein könnte ...

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Re: Vergangenheitsplay » 25
von Chester am 16.01.2019 22:42

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