Treppen im Turm

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Darcy
Gelöschter Benutzer

Re: Treppen im Turm

von Darcy am 25.02.2018 17:38

Mit schräggelegtem Kopf betrachtete ich sie. "Was ist? Warum grinst du so?" trotzdem mich dieses Grinsen wohl beunruhigen sollte, erwiderte ich es. Was sie wohl ausheckte?
"Hm...das kann ich dir leider nicht sagen." Ich zuckte mit den Schultern. "Pukwudgie bringt meistens Heiler hervor...es steht für das Herz. Vielleicht wärst du dort gelandet? Oder Wampus... das ist der Körper. Aber dieses Haus bevorzugt wohl Krieger und ich weiß nicht, ob das so deins wäre. Ich kann das ja nicht sagen. Wir kennen uns schließlich erst ein paar Minuten." ich lächelte. Ich mochte sie trotzdem schon. "Da wäre auch noch Horned Serpent, es symbolisiert den Verstand... das scheint das Gegenstück zu Ravenclaw zu sein. Komisch eigentlich, dass ich hier in das Haus der 'Gelehrten' zu gehören scheine, während ich es dort nicht tat..." nachdenklich sah ich Bastet an. "Thunderbird oder der Donnervogel, steht für die Seele und es soll wohl Abenteurer bevorzugen." erklärte ich. Erst jetzt fiel mir auf, wie seltsam meine zwei Häuser waren. Sie passten nicht wirklich zusammen. Naja, das vielleicht schon irgendwie, aber sie waren nicht wirklich....hm. Synchron.
"Cool." sagte ich und nickte. Die Bewegung lenkte meine Aufmerksamkeit auf ihre Haare. "Ich wünschte, ich hätte so schöne Haare." ich sah an meinen Haaren herab. Ich hatte sie heute geflochten und trotzdem reichten sie mir noch bis zur Taille. Normalerweise schlugen sie leichte Wellen und machten überhaupt nie das, was ich wollte. Und ohne Momma, die mir half diese zu bändigen, war ich sowieso aufgeschmissen.
Erneut betrachtete ich sie nachdenklich. "Stimmt. Ich weiß, wo der Gemeinschaftsraum der Slytherins ist. Ein Junge, den ich kenne, seit ich ganz klein bin ist in diesem Haus. Und die Küche habe ich auch gefunden, ich bin mal einem Jungen darein gefolgt. Aber die anderen Räume....hm... Ich bin ja froh, wenn ich in meinen eigenen Gemeinschaftsraum reinkomme..." Ich warf der Tür einen wütenden Blick zu.
Ich nickte dankbar. Ich glaube, es würde mich ein bisschen weiterbringen. Ich sah traurig nach unten und reichte ihr dann kommentarlos meine Hausaufgabe. Das 'A' war ziemlich fett und schien mich auszulachen. "Hatte ich. Aber ich kann das einfach nicht. Eigentlich bekomme ich ja wenigstens immer ein 'Erwartungen übertroffen' in den Aufsätzen, aber den habe ich irgendwie in den Sand gesetzt. Die Ausführung von Angriffs- und Verteidigungszaubern liegt mir leider auch so gar nicht." gestand ich. Ich war einfach unfähig in diesem Fach.

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Bastet

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Re: Treppen im Turm

von Bastet am 25.02.2018 11:33

Einhörner im "verbotenem" Wald?! Ein verrückter Gedanke setzte sich in meinem Gehirn fest und ich konnte mir ein verschmitztes Grinsen nicht verkneifen.
"In welchem Haus ich wohl gewesen wäre", überlegte ich laut. "Wofür steht der Thunderbird? Bei ihrer nächsten Frage nickte ich eifrig. Ja, der Name kommt aus Ägypten aber ich wurde da auch nur geboren. Meine Mama kommt aus Groß Brittanien und mein Papa ist aber Mexikaner. Ich strich mir über meine dunklen Haare, die so untypisch für die Familie meiner Mutter waren.
Meiner Aufmerksamkeit galt dann aber so gleich wieder meiner Umgebung. "Naja, sooo was besonderes ist es nicht, aber es ist schon ein unausgesprochenes Geheimnis, wo die Gemeinschaftshäuser der anderen Häuser sind. Rawenclaw war das letzte, was ich nicht wusste." Ich kichern entfur mir. Wahrscheinlich war meine Aufregung wirklich ein bisschen übertrieben, aber ich hatte so lange gerätseltn und nun saß ich direkt davor ohne wirklich daran gedacht zu haben.
Sie hob wieder mal meine Bücher auf - upsi- und stockte beim dem, wo ich mir schon gedacht hatte, dass es nicht für mich war.
Ich lächelte sie wissend an. "Nee... Ich brauche das nicht. Du kannst es gerne auch erstmal behalten- ich habe es nur aus der Bibliothek ausgeliehen und wir müssten es dann irgendwann mal zurück geben," ich machte eine kleine Pause und fragte sie dann:" Brauchst du denn Hilfe in Verteidigung gegen die dunklen Künste? Hattest du das nicht in Illvermorny?".

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Darcy
Gelöschter Benutzer

Re: Treppen im Turm

von Darcy am 22.02.2018 19:00

Ich nickte traurig. "Naja, wenigstens scheinst du unbewusst schon mal eins gesehen zu haben. Ich hab leider auch noch nie eins gesehen. Dabei sollte es in dem Wald bei uns an der Schule wohl eine ganze Herde geben! Hier übrigens auch..." erzählte ich.
Sie schien selbst nicht ganz zu wissen, was sie hier oben tat, aber das war im Grunde ja auch total egal. Ich hatte mir gewünscht, nicht mehr alleine hier herumzusitzen und ich war nicht mehr alleine, dass war alles was zählte. Und meine Gesellschaft schien auch noch überaus lieb zu sein und in meinem Alter! Mehr konnte man sich doch gar nicht wünschen oder?
Über die Sache mit den Treppen und das sie begleitet werden musste, musste ich kurz lachen. Das hätte mir auch passieren können! Aber zum Glück kannten die meisten aus der zweiten Klasse sich schon aus, so dass ich nur mitlaufen musste.
"Ja. Meine Familie lebt teilweise da und wegen eines....Zwischenfalls haben wir dort einige Zeit lang gelebt. Ich war nur ein Jahr dort und habe jetzt zum zweiten hierher gewechselt. Bei der Auswahl bin ich mir ziemlich blöd vorgekommen zwischen den ganzen Erstklässlern..." berichtete ich. Ich überlegte kurz, was sie noch gefragt hatte.... es waren ziemlich viele Dinge aufeinmal gewesen. "Ich war im Haus Thunderbrid." ich grinste. Ich hatte es dort geliebt und mir war es sehr schwer gefallen, all das und meine Freunde zurückzulassen, aber hier war es auch nicht schlecht. "Ich bin Darcy." fügte ich dann noch hinzu. "Bastet. Ich nickte. Sagte mir etwas... "Kommst du aus Ägypten? Ich hab mal dort gelebt für ein paar Monate..." erklärte ich. Es war sehr interessant gewesen und die Kultur war so interessant!
Als sie bemerkte, wo wir waren und dass das hinter uns der Eingang zum Raum der Ravenclaws war, war sie plötzlich ganz aus dem Häuschen und zwar so sehr, dass ihr alle Bücher promt wieder herunterfielen. "Ja... Ist das was besonderes?" fragte ich verwirrt. Ich mussterte ihre Uniform. Sie war aus Gryffindor.
Erneut machte ich mich daran, die Bücher wieder aufzuheben. Diesmal erregte ein anderes Buch meine Aufmerksamkeit. Verteidigung leicht gemacht- ein Handbuch zum Thema Verteidigung gegen die dunklen Künste. Ich sah auf zu Bastet. "Brauchst du das noch? Oder kann ich mir das...leihen..." fragte ich. Wobei 'leihen' wohl mit 'behalten' gleichzusetzten war...

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Bastet

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Re: Treppen im Turm

von Bastet am 22.02.2018 12:07

Sie mochte auch Einhörner? Uhhh!!! Wie cool ist das denn. Normalerweise wird man schnell als "mädchenhaft",kindisch oder sogar oberflächlich abgestempelt, wenn man Einhörner toll findet. "Nein, leider habe ich noch nie welche gesehen", beantwortete ich ihre erste Frage etwas traurig. "Also nicht wirklich. Meine Mutter hatte mir mal erzählt, dass ich als ganz kleines Kind eins begegnet bin, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern." So erklärt sich jedenfalls meine Familie meine Vorliebe für magische Geschöpfe.
Was ich hier oben mache? Naja, dass kann ich ihr ja schlecht einfach mal so als Wordmüll vor die Füße schmeißen. Von meinen drei älteren Geschwistern habe ich gelernt, dass einfach Gegenfragen, die beste Variante sind, Themen geschickt auszuweichen. "Was machst du denn hier oben? Du kommst aus Ilvermony? Oh, du musst mir alles erzählen! In welchem Haus warst du da? Und ja, dass mt den Treppen kann hier ganz schön kompliziert und verwirrend sein. In meinem ersten Jahr kam ich grundsätzlich zu spät, sodass die Lehrer mal bestimmt hatten, dass mich Vertrauensschüler zum Unterricht begleiten sollten. Das war mir ganz schön unangenehm", ich kicherte verlegen. "Ist es dann dein erstes Jahr hier? Ach und ich bin Bastet."
Ich hoffe, dass ich sie nicht mit meinen ganzen Fragen überrumplet hatte aber sie schien so nett und aus Ilvermony trifft man einen ja auch nur alle Mondjahre. Hogwarts schien so schnell die einzig existierense Zauberschule aber es gab ja ssooo viele andere. Dann guckte ich mich ein bisschen genauer um. Sie schien sich ja diesmal nicht verlaufen zu haben. Als meinem Blick die schlichte Tür mit dem bronzefarbenden Türklopfadler schweifte und mir dann wieder ihre Krawattenmuster einfiel, machte es auf einmal "Klick" und ein aufregendes Kribbeln durchlief mein Körper. Meine kugelrunden Augen waren nun auf sie gerichtet, als ich sie aufgekratzt ihren Arm packte und andächtig flüsterte:" Oh, bei Marlins Bart! Ist das der Rawenclaw-Turm?! Die Bücher die sie mir aufgestapelt wieder gegeben hatte, rutschten mir vom Schoß und fielen wiedereinmal polternd zu Boden.

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Darcy
Gelöschter Benutzer

Re: Treppen im Turm

von Darcy am 19.02.2018 22:36

Irgendetwas traf mich hart am Kopf. "Autsch!" rief ich etwas überrascht und rieb mir den Kopf. Das etwas, war ein Buch gewesen, nein, sogar gleich drei! Sie wären einfach auf mich gestürzt und kurz hatte ich den Poltergeist Peeves in Verdacht gehabt, doch da ich eine Entschuldigung vernahm, konnte das nicht der Fall sein. Ein Mädchen, etwa in meinem Alter, stand vor mir und sah mich entschuldigend an. Ich schüttelte den Kopf. "Es ist bestimmt nicht mal deine Schuld. Ich ziehe das Unglück heute einfach magisch an." Das sanfte streichen an meinem Arm erinnerte mich an meine Mutter, die das auch immer tat, wenn ich traurig war oder mir weh getan hatte. Dabei fiel mir ein, dass ich auch meinen Eltern noch meine Note beichten musste... 
Ich drehte mein Armband zwei Mal. Das war eine neue Angewohnheit von mir, die ich hatte, seit Nici mir eben dieses Armband geschenkt hatte. Ich tat es immer, wenn mir etwas unangenehm war, oder mich etwas nervös machte. 
Um etwas zu tun zu haben, hob ich die Bücher, die nun vor mir lagen, vorsichtig hoch. Das erste, dass ich sah war ein Buch über Einhörner. Ich grinste. "Die sind so schön." Vorsichtig strich ich über das Cover. "Hast du schon mal eins gesehen?" fragte ich neugierig. Das wollte ich schon immer mal- ein Einhorn sehen. Aber ich hatte mal gelesen, dass diese sehr scheu seien und sich nicht gerne zeigten. Ich reichte ihr die Bücher und erst da fiel mir auf, dass sie gar nicht hier her gehörte. Als schon noch nach Hogwarts, aber nicht hier nach oben. Ich legte den Kopf schief und fragte dann:" Was machst du eigentlich hier oben? Haben die Treppen mal wieder die Richtung geändert? Das ist ziemlich anstrengend hier... In Ilvermony gab es so etwas nicht... Ich bin schon einmal fast zu spät zu Zaubertränke gekommen, weil die Treppe nach unten plötzlich nach oben führte und länger wurde... Das war seltsam." erzählte ich. Oh weh! Hoffentlich nervte ich sie nicht mit meinem Gequassel. "Ich bin übrigens Darcy und du?" Jetzt, wo ich nicht mehr total allein war, ging es mir gar nicht mehr so schlecht. 

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Bastet

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Re: Treppen im Turm

von Bastet am 19.02.2018 18:39

Das zweite Schuljahr machte mir richtig Spaß. Nur wenn ich daran denke, dass ich irgendwann mal nicht mehr jeden Tag von der "fetten Dame" begrüßt werde und ich abends in mein atemberaubendes Himmelbett, gleich neben einem Fenster mit einer fantastischen Aussischt über das Hogwarts-Gelände, versinke, bildet sich ein dicker Kloß in meinem Hals. Doch heute war noch nicht der Tag der Abschlussprüfungen, dachte ich und biss dann energisch in meinen sau leckeren Muffin.
Es war gerade Abendbrot in der großen Halle und ich saß mit meiner Schwester und Freunden am Gryffindor-Tisch, als mich plötlich wieder dieses seltsame Gefühl überkam. Ich konnte es nicht genau bennen oder gar beschreiben. Am Anfang hatte ich sogar richtig Angst davor gehabt, doch mittlerweile habe ich mich daran schon gewöhnt. Meine Granny meinte mal, dass es eine Gabe der Wahrsagung sei und, dass das was ganz Besonderes ist. Ich wusste noch nicht so, was ich von dieser Gabe halten soll, denn wenn ich nicht dem "Bauchgefühl" nach gebe, wird es ganz schon unangenehm  und ich fühle mich, als würde ich gegen einen Orkan laufen. Mit Eissplittern. Ich fuhr erschrocken zusammen, als Isis mich behutsam am Arm berührte. Ihre dunklen Augen durchbohrten mich und bevor ich es wirklich verstand, hatte sie. Ich drückte meine Schwester zum Abschied und rannte los. Dem Gefühl hinterher. Beim Laufen merkte ich etwas rundes in meinen Umhangtaschen. Ich blieb kurz stehen und mit einem riesen Grinsen blickte ich auf die mit flüssiger Schokolade gefüllten Schokoträumchen. Isis musste sie mir bei unserer Umarmung mit eingesteckt haben. Bei diesem Gedanken war ich schon drei Ecken weiter geschlittert als ich plötlich vor der Bibliothek stand. Einer meiner absoluten Lieblingsorte. Was ich hier wohl sollte? Es war alles still. Bloß die Bibliothekarin lächelte mir zu, witmete sich dann aber wieder einem riesen Papierwust, der auf ihrem sowieso schon überfüllten Tisch lag. Das Drängen hatte nachgelassen aber ich wusste, dass ich hier schon richtig war. So schlenderte ich die Regale lang und zog mal dies mal jenes Buch raus. Jedes hielt ich in der Hand und wartete für einen Augenblick. Ich lauschte jedes Mal tief in mich hinein. Am Ende hatte ich drei Bücher. "Geschichte der Zauberei und die Rolle der Muggel" war das erste. Das hatte fast ISIS gebrüllte, als ich in einen neuen labyrinthartigen Gang gebogen war. Eine Stimme verriet mir, dass ihre nächste Klausur oder Hausaufgabe darüber gehen wird. Bei dem zweiten, zwinkerte mir die Bibliothekarin verschwörerisch zu. Es war ein Handbuch über Einhörner. Ich liebe magische Geschöpfe. Vor allem Einhörner, Mondkälber und Phönixe. Und ich leihe mindestens immer ein Buch über Tiere aus, wenn ich in diesem Bücherpalast bin. Beim dritten Buch war ich mir zu einem total unsicher worüber es überhaupt geht bzw. warum ich es ausgewählt hatte aber zum anderen war ich mir deswegen total sicher, dass es das richtige Buch ist, was ich finden sollte. Warum mich also dieses Gefühl hierher geführt hatte. Ein bisschen ratlos stand ich dann einige Minuten später wieder im Flur. Ich hatte keine Ahnung, was ich jetzt machen sollte. Es war kein Sog mehr da, der mich in eine bestimmte Richtung oder zu einer Handlung zog. Mein Füßen gingen dann aber von alleine los und trugen mich nicht, wie ich erst dachte, zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum, sondern weiter bis zum fünften Stockwerk hoch und dann setzte auch wieder das Gefühl ein und ich stürmte immer schneller eine nicht endenwollende Wendeltreppe hoch. Als ich endlich oben total erschöpft und atemlos ankam, stolperte ich fast über meine eigenen Füße, so überrascht war ich, das die Stufen so plötlich endeten und obendrein da jemanden sitzen zu sehen. Meine Bücher jedoch rutschten aus meinen Armen und fielen genau auf das Rawenclaw-Mädchen. "Oh entschuldigung!!!" Ich betrachtete das Mädchen genauer. Ihre Haare waren zerzaust, ihre Augen rot und verquollen und sie zitterte leicht. "Oh nein, du weinst doch jetzt nicht wegen mir, oder?! Hab ich dir weh getan?" Ich streichelte ihr Arm, so wie vorher Isis meinen Arm berührte hatte. Hoffentlich wirkt es bei ihr auch so gut wie bei mir.

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Darcy
Gelöschter Benutzer

Re: Treppen im Turm

von Darcy am 17.02.2018 14:54

Den Tränen nahe ließ ich mich auf den Treppen nieder. Heute war einfach nicht mein Tag. Zu erst hatte ich verschlafen. Dann wollte ich mich eilig anziehen und da mein Umhang irgendwie in meinem Himmelbett verheddert war, ist er gerissen und ich musste ohne gehen. Das war nicht unbedingt warm und widersprach glaube ich auch der Vorschrift. Meine Bücher hatte ich dann auch nicht mehr finden können und als mir wieder einfiel, dass ich sie schon gestern abend in meine Tasche gepackt habe, waren auch schon wieder kostbare Minuten vergangen. Außerdem hatte ich den halben Turm auf den Kopf gestellt, wofür meine Mitschüler sich wohl noch bedanken würden... Aber zum Aufräumen hatte ich einfach keine Zeit mehr gehabt. Und als wäre das nicht schon genug gewesen, war gerade das Frühstück von den Tischen verschwunden, als ich die große Halle betrat. Unterzuckert und dementsprechend gelaunt hatte ich dann irgendwie die ersten Stunden überstanden und das Mittagessen heruntergeschlungen, als gäbe es nie wieder etwas. Ich hatte mich schrecklich verbrannt, aber das war mir dann auch egal gewesen. 
In Verteidigung gegen die dunklen Künste, gab es unsere Hausaufgabe zurück, nur meine war irgendwie verschollen gewesen und als mich der Professor beim Abendbrot in der großen Hall wiedersah und mir die Aufgabe überreichte, die er wiedergefunden hatte, wünschte ich, sie wäre verschwunden geblieben. Ein dickes 'Annehmbar' prangte darauf. Ich hatte sie gleich mit den anderen zusammen nach oben gebracht. Zum Glück hatte keiner außer mir die Note gesehen. Ich war gnadenlos unbegabt in diesem Fach! Ich war dann nochmal losgegangen um Sam zu fragen, ob er mir helfen könnte. Das tat er öfter seit wir uns in der DC kennengelernt hatten, denn er war gut in diesem Fach und hatte auch schon mehr schulische Erfahrung als ich. Aber er war....nun ja, beschäftigt gewesen und ich wollte ihn nicht stören. Stattdessen war ich etwas in der Bibliothek umhergestreift um mir ein bisschen etwas anzueignen. Ich musste wohl eingeschlafen sein, denn als die Bibliothekarin mich etwas angesäuert weckte, war es stockdunkel draußen und laut ihr begann die 'Sperrstunde' in wenigen Augenblicken. Also war ich zurück nach oben und wollte eigentlich nur noch ins Bett, aber die Tür machte mir mit ihrem Rätsel einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich war es eher eine Aufgabe und als hätte die Tür es gewusst, ging es um irgendetwas aus Verteidigung gegen die dunklen Künste. Und ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung. Nun saß ich seit bestimmt zwanzig Minuten hier und wartete, dass die Tür ein anderes Rätsel nahm. Sie änderte es ja schließlich stündlich. Glaubte ich zumindest. Ich war so müde und es war kalt so ohne Umhang und am liebsten würde ich wirklich einfach weinen. Dieser Tag heute machte mich wirklich fertig.

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Nathan
Gelöschter Benutzer

Re: Treppen im Turm

von Nathan am 10.10.2017 08:19

Ravenclaw war berühmt für seine fleißigen Schüler, vielleicht war ich deshalb auch in diesem Haus gelandet, denn für mich war Ehrgeiz das wichtigste im Leben und dieser Charakterzug sorgte dafür, dass ich mir viel Wissen aneignete. Doch in den vergangenen Jahren hatte ich sämtliche Bücher ausgelesen, kannte alle Zaubersprüche, die man hier lernte und war auch mit dem Stoff schon weiter voran als meine Mitschüler. Gut, manche waren genauso veranlagt wie ich, weshalb sie vermutlich ähnlich weit waren, aber diese waren eher das Gegenteil. Eigentlich fehlte nur noch, dass ich mir besondere Fähigkeiten aneignete, doch manche konnte man nur mit einer gewissen Veranlagung besitzen und andere waren so schwer zu erlernen, dass ich damit hätte früher anfangen müssen. Im Grunde konnte ich mit meinem Wissen so oder so auskommen, weshalb es nicht zwingend notwendig war mich noch weiter mit Dingen zu beschäftigen, die ich nur schwer lernen konnte. Und doch hatten sie einen gewissen Reiz, denn so würde ich wieder mehr zu lernen haben.
"Das kann ich nur zu gut verstehen. Mein Lieblingsort ist die Bibliothek, auch wenn sie manchmal ziemlich voll ist. Aber die Bücher sind dort fast alle sehr interessant und man kann durchs Lesen so viel lernen", absichtlich lenkte ich das Thema wieder von den anderen Schülern ab, denn ich wollte nicht so taktlos sein zu erwähnen, dass sie wohl die Lebenden nur noch beobachten konnte, da sie selbst nicht mehr lebte. Es gab einige Geister, die diese Tatsache als Schwäche hatten und ich wollte ihr nicht zu Nahe treten. 
"Der Unterricht ist vorbei und um ehrlich zu sein hab ich heute nicht mehr viel vor. Leider. Die Bücher sind ausgelesen, ich habe gelernt und die Hausaufgaben sind auch erledigt", manchmal war es schon unglaublich was ich hier faselte. Doch während andere ihre Freizeit mit ihren Freunden verbrachten wusste ich nicht recht was mit mir anzufangen. Ich mochte die Ruhe und Einsamkeit, da mir die Mitmenschen zu häufig auf die Nerven gingen mit ihren leidigen Problemen, doch alleine zu bleiben konnte auch schnell langweilig werden. In meiner Schultasche befanden sich auch nur noch wenige Bücher, etwas Pergament und die letzten gemachten Aufgaben. 

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Cosma
Gelöschter Benutzer

Re: Treppen im Turm

von Cosma am 09.10.2017 20:56

Tatsächlich war es für Cosma sehr befremdlich, dass sie jemand erkannte. Die meisten achteten gar nicht groß darauf oder kannten sich zu wenig mit der Geschichte Hogwarts aus um groß Wissen über die Geister und deren Namen zu wissen. Doch wirkte der junge Mann sehr nett und war Cosma doch im selben Alter wie er wohl zur Zeit war, gestorben. "Ich? Oh nein, nicht wirklich. Ich sehe nur gerne dem Altag der Schüler und auch der Natur zu. Hier oben ist es zum Beispiel sehr ruhig, da kann man das richtig genießen.", noch immer etwas distanziert ließ sie ihren Blick auf ihm ruhen. "Und was treibst du hier? Noch viel zu tun?" Sie hatte als Schülerin immer viel gelernt und gelesen, ihre Tage gingen schnell vorbei und vielleicht war er ja auch so gepolt.

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Nathan
Gelöschter Benutzer

Re: Treppen im Turm

von Nathan am 09.10.2017 08:09

Da ich mich sehr für Geister interessierte, so wie für so ziemlich alles, was man sich so beibringen und anlesen konnte, wusste ich nahezu alles über die verschiedenen Geister im Schloss und wer wie hieß. Mit einigen hatte ich schon häufiger gesprochen und war mit ihnen sogar irgendwie befreundet, wenn man das über Tote überhaupt sagen konnte, jedenfalls verstand ich mich mit ihnen gut und sie hatten immer nette Worte für mich übrig. Natürlich gab es unter der toten Gesellschaft auch welche, die mich eher mieden, aber das war eben auch nicht anders als bei den Lebenden, nur dass ich zu den Lebenden nicht so viel Kontakt hatte. 
Aus diesem Grund erkannte ich Cosma auch auf den ersten Blick, als ich sie sah. Bisher hatten wir uns noch nicht gesehen, weshalb ich neugierig auf dieses Geistermädchen war. Sie galt als schüchtern und normalerweise hatte ich echt Probleme was Frauen anging, aber merkwürdigerweise war dies bei Geistern nicht so stark vorhanden wie bei den Lebenden, was es mir natürlich auch gleich leichter machte ihr Lächeln zu erwidern.
"Hallo, Cosma", begrüßte ich sie ebenfalls und fragte mich wie sie es wohl fand, dass ich ihren Namen kannte. Nicht viele interessierten sich für die Geisterwelt, viele ignorierten die Toten, die hier herum schwebten, was mich irgendwie traurig machte. Für den Moment war vergessen, dass ich einen langweiligen Resttag vor mir hatte, denn diese Begegnung konnte sicher sehr interessant werden. "Hast du gerade etwas beobachtet?", damit deutete ich zum Fenster, aus das sie noch wenige Sekunden vor meinem Auftauchen gesehen hatte. Meine Neugier konnte ich nur schwer zügeln, doch ich gab mir Mühe, denn ich wusste wie man sich fühlte, wenn man schüchtern war und nicht mit vielen Leuten sprach. Bei mir lag es nicht an der Schüchternheit, sondern einfach daran, dass ich nicht wusste was ich mit den Leuten um mich herum groß reden sollte. Hier galt ich als der Einzelgänger, der ich ja auch war, und dadurch wurde ich sowieso weites gehend ignoriert.

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