Besenkammer

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Gwenog
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Gwenog am 05.06.2017 19:15

Die Gestalt bewegte sich weiter auf mich zu und ich konnte einfach nur zitternd da stehen und sie anstarren. Dann ging die Tür auf, doch ich realisierte es gar nicht, bis plötzlich Remus vor mir stand. Ich schrie erneut auf, weil ich damit nicht gerechnet hatte und klammerte mich dann zittrig an seinem Arm fest. Ich verstand nicht, was er sagte. Wie sollte etwas nicht real sein, das so real aussah? Ich hatte das Gefühl er würde mich belügen. Schon wieder. Doch dann blickte ich zurück zu der Gestalt von Voldemort und statt ihm schwebte dort jetzt ein Mond.
Ich verstand gar nichts mehr. Mein Gehirn brauchte richtig lange, um diese Information zu verarbeiten. Das vor mir, das war gar nicht Voldemort gewesen. Es war ein Irrwicht. Remus hatte recht gehabt. Dass war nicht real. Aber mein Herz schlug immer noch rasend schnell. Denn langsam sickerte eine andere Information zu mir durch. Remus' Irrwicht war ein Vollmond.
Ich sog scharf die Luft ein, als mir letztendlich die Erkenntnis kam. Deswegen hatte er die Wunden an seinem Körper gehabt. Deswegen war er so oft krank. Wir hatten dieses Thema schon in Verteidigung gegen die dunklen Künste gehabt und jetzt ergab es alles Sinn für mich.
Ich hatte meine Hände immer noch um Remus Arm verkrampft, ließ jetzt jedoch davon ab und verschrenkte stattdessen meine Hand mit seiner. "Remus..", murmelte ich leise, legte meine Hand vorsichtig an seine Wange und drehte dann sein Gesicht weg von dem Irrwicht, den ich auch nicht mehr ansehen wollte, aus Angst, er würde sich wieder in meine Angst verwandeln. Dann zog ich ihn an der Hand, die ich immer noch hielt, mit mir nach draußen und verschloss die Tür mit einem "Colloportus.", damit niemand mehr rein kam und noch von einem Irrwicht überrascht wurde. Das würde ich später einem Lehrer melden, denn gerade spukten mir ganz andere Dinge im Kopf herum.
Das waren heute definitiv zu viele neue, schreckliche Informationen auf einmal. Erst Wyatt, dass er ein Todesser ist und heiraten wird und jetzt Remus...
"Vollmond..", sagte ich leise. "Und die ganzen Wunden, die du hattest... Remmy...", ich wusste nicht einmal, wie ich das ausprechen sollte. Es kam mir so unwirklich vor und doch so logisch. "Wie lange schon?", fragte ich ihn schließlich. Wie lange trug er das mit sich herum und vor allem, wie lange hatte er es geschafft das Problem für sich allein zu behalten?

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Remus
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Re: Besenkammer

von Remus am 05.06.2017 18:16

Die Hände tief in den Hosentaschen vergraben, lief ich durch die Korridore, die allmählich schon dunkler wurden. Theoretisch hätte ich jetzt ganz oben im Astonomieturm sitzen müssen, bei unserem Astronomie-Club-Treffen. Aber weil ich nun mal ein Feigling war, mied ich sie besser. Ich wusste nicht genau was James ihr erzählt hatte und wir war gerade kein bisschen danach sie darüber aufzuklären, dass es eine Lüge war und nicht die Wahrheit mit der Wette.
Gerade lief ich durch den sechsten Stock, als ich weiter vorn einen gedämpften Schrei hörte. Aus der Besenkammer? Für einen Moment blieb ich unschlüssig stehen, dann eilte ich auf die Tür zu. Ich wollte jetzt in nichts unanegnehmes reinplatzen...
Ich öffnete die Tür und sah im ersten Moment nur Gwen. Ihr Gesicht war vor Angst verzerrt und erst dann fiel mir die Gestalt in der Ecke auf. Meine Nackenhaare stellten sich automatisch auf, als ich die vermummte Person sah. Es schien so surreal zu sein und gar nicht wirklich und dann kam mir Gedanke an einen Irrwicht. Schnell trat ich zu und nahm ihr die Sicht auf Irrwicht. "Hey, alles gut, alles gut..das ist nicht real...!" sagte ich eindringlich, aber hoffentlich beruhigend. Dann drehte ich mich zu der Gestalt um, die jetzt mich im Visir hatte und sich allmählich veränderte. Meine Irrwichtgestalt hatte ich noch nie zu Gesicht bekommen. Ich wollte nicht dass man irgendwas zu munkeln begann. Ich hatte nur eine starke Vermutung...die sich gerade bewahrheitete. Meine Augen wurden immer größer und größer, nur bei dem Anblick der sich mir bot. Ich war mir sicher, dass sich dieser perfekte, Kreisförmige Mond zwischen den Wolken in meinen Augen widerspiegelte. Und fast schon erwartete ich, die Veränderungen zu spüren und den Schmerz kommen. Wie erstarrt blieb ich stehen und konnte die Augen nicht von dem riesigen Vollmond wenden.

   
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Gwenog
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Gwenog am 05.06.2017 15:29

Der Alkohol verblasste langsam. Mein Gemütszustand war ohnehin schon wieder weniger froh, seit Wyatt den Raum der Wünsche verlassen hatte und jetzt verflog auch noch der Alkohol und die Realität wurde präsenter und präsenter.
Eigentlich hätte ich heute ein Treffen im Astronomieclub gehabt, aber da ich den mit Remus belegt hatte und ich im Moment überhaupt nicht in der Verfassung war, ihn auch nur anzusehen, beschloss ich nicht zu dem Treffen zu gehen, sondern mir stattdessen meine Zeit irgendwie anders im Schloss zu vertreiben.
Wyatt und ich waren echt eine ganze Weile im Raum der Wünsche gewesen. Mittlerweile dämmerte es schon draußen. Ich streifte ein wenig unschlüssig durch die Gänge, während meine Gedanken wieder zurück zu weniger schönen Dingen flogen. Das dunkle Mal an Wyatts Arm hatte mir Angst gemacht. Nicht nur, weil er jetzt ein Todesser war, sondern weil es mir wieder bewusst gemacht hatte, wie viel macht sie hatten, wie einfach sie Leute in ihre Kreise zogen. Plötzlich zeigte der Alkohol jedoch eine ganz andere Wirkung, als die aufheiternde. Mir wurde speiübel und ich hatte das Gefühl, mich jeden Moment zu übergeben. Damit ich mich nicht mitten auf den Flur erbrach, rannte ich schnell zu der nächsten Tür die ich fand und lief in den Raum hinein.
Drinnen schloss ich die Tür hinter mir, doch die Übelkeit verflog wieder langsam. Glücklicherweise. Ich wollte mich nicht übergeben. Ich hasste es.
Die Besenkammer, in der ich gelandet war, war dunkel. Hier drinnen gab es kein Fenster und kein Licht kam hier rein. Ich hatte nichts gegen Dunkelheit, aber eine komplette Finsternis mochte ich trotzdem nicht. Ich bewegt mich ein Stück von der Tür weg, während ich meinen Zauberstab suchte, um mir etwas Licht zu machen.
Schließlich fand ich ihn, murmelte ein "Lumos" und... schrie vor Angst auf. Vor mir stand eine vermummte Gestalt in einem schwarzen Umhang gehüllt. Die Gestalt sah genauso aus, wie ich mir Voldemort immer vorgestellt hatte. Es eiskalter Schauer lief mir über den Rücken, denn daran zu denken, dass das hier nur ein Irrwicht war, der in dieser Kammer hauste, kam mir gar nicht in den Sinn. Ich war starr vor schreck, als sich der Irrwicht in Gestalt von Voldemort auf mich zu bewegte und dann nach meinem Arm griff. Ich wimmerte leicht, doch ich hatte viel zu sehr Angst, um irgendetwas zu machen.

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Sirius
Gelöschter Benutzer

Besenkammer

von Sirius am 20.05.2017 23:25

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