Vergangenheitsplay » 4

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Ava

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Re: Vergangenheitsplay » 4

von Ava am 26.07.2018 19:56

Ganz so eng hätte ich das mit dem Erschrecken wahrscheinlich gar nicht gesehen wenn diese Vorgeschichte eben nicht wäre und wenn ich es nicht gerade darauf anlegte meine Gefühle zu verbergen, oder wenn man mich gut kannte, war mein Gesicht ein offenes Buch. Zumindest nahm ich es in diesem Fall an, denn mit einem Mal war Sebastian´s Grinsen wie weg gefegt und das war mir dann doch irgendwie unangenehm. Das er ein wenig zu spät war nahm ich ihm ja nicht einmal krum, denn man kannte ihn doch gar nicht Pünktlich, wenn er es doch einmal war dann machte ich mir jedes Mal ein Rotes Kreuzchen an den Kalender - nun zumindest gedanklich. Mein "Zorn" war augenblicklich verraucht als das Grinsen vom Gesicht des Ravenclaw verschwunden war und stimmte mich augenblicklich versöhnlich. Anscheinend stand dieses Treffen unter keinem guten Stern aber erst einmal abwarten. Gemessen an seinem verwirrten Blick und dem Rumgedruckse bei seiner Begründung, war mir endgültig klar das Seb sicherlich keine Frage zum Unterricht hatte. Ich hob meine Augenbraue leicht an und schüttelte schmunzelnd den Kopf. "Ach Sebastian, wenn du einen Abend am See mit mir verbringen willst dann musst du doch nur fragen, du mussst dir keine Ausrede einfallen lassen!" Musste er definitiv nicht, warum denn? Ich fürchtete nicht er könne auf dumme Ideen kommen oder mich zu irgendetwas zwingen was ich nicht wollte.
Nun sei es drum, das er sich diese Ausrede gesucht hatte, hatte mich durchaus ziemlich amüsiert und ich packte mein Notizbuch zurück in meine Tasche, lernen würden wir ja nicht bzw. es gab keine Frage, also bruchte ich meine Notizen auch nicht.
Von meine Retourkutsche war Sebastian wohl nicht so wirklich begeistert auch wenn ich über die Bemerkung er wäre heute doch schon duschen gewesen nur den Kopf schütteln konnte. Hätte mich Seb schon zu beginn des Treffens in den See geworfen, hätte ich ihn sicherlich angeschrien und wäre wütend abgerauscht. Jetzt aber hätte und würde ich  keinen Anstoß mehr nehmen. Zunächst blickte ich zu seinem Arm den er langsam um mich gelegt hatte und dann zu ihm auf, ehe ich leicht mit den Schultern zuckte. "Mach doch, ich im Gegensatz zu dir bin nämlich nicht wasserscheu.", entgegnete ich erneut zwinkernd und wartete ab ob er dieses Vorhaben nun in die Tat umsetzen würde oder nicht.

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Sebastian

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Re: Vergangenheitsplay » 4

von Sebastian am 26.07.2018 17:55

Als sie sich leicht erschreckte fand ich das schon ziemlich amüsant. Aber als sie dann ihren Kopf zu mir drehte und scheinbar mit sich rang um mich nicht einfach anzuschreien oder sonst irgendetwas zu tun verging mir das grinsen. Na ganz toll, okay, ich hätte es wirklich gerade verdient, dass sie mich anschrie und sonst was ich war ja auch wahrscheinlich sogar noch ein paar Minuten zu spät dran aber hey, wer erwartete denn von mir schon Pünktlichkeit? Dafür war ich ja nicht gerade bekannt, egal bei wem. Aber dieses Treffen fing ja wieder ganz toll an. Wahrscheinlich hatte ich jetzt wohl endgültig verkackt bei ihr und konnte mir jetzt alles andere was ich von ihr wollte auch sparen aber gut. Als sie dann nach fragte ob ich nicht wirklich eine Frage zum Unterricht hatte sah ich erst sie ziemlich verwirrte an und dann auf ihre Tasche. Oh verdammt. Ich hatte mein Alibi vergessen. Die Tasche lag ganz einsam auf meinem Bett. Ich wollte sie ja noch mit nehmen, nur war ich ja eh schon zu spät und das hätte nur weiterhin Zeit gekostet. „Äh... Naja weißt ja ich hab nie irgendwelche Bücher dabei und du als Vorzeigeschülerin hast ja eh alles doppelt mit nicht?", fragte ich und lächelte sie kurz an. Na hoffen wir doch einfach mal, dass sie mir das jetzt abkaufte. Ich würde es ja an ihrer Stelle nicht tun. Aber sie wirklichte sichtlich amüsiert darüber na also konnte ich ja wohl doch noch irgendwie eine Chance haben hier irgendwie einen angenehmen Abend zu verbringen.
Als ich dann jedoch die Retourkutsche bekam und sie mich mit Wasser bespritze verzog ich das Gesicht. „Ugh ich war doch heute schon duschen. Außerdem, war ich doch eh noch nett zu dir. Ich wollte dich aus aller erstes in den See werfen. Aber das, kann ich ja immer noch nachholen", meinte ich grinsend während ich langsam einen Arm um sie legte und kurz davor war sie hochzuheben. Jedoch hielt ich inne. Ich wusste nicht, ob sie das so toll finden würde, würde sie jetzt ins Wasser fliegen oder ob sie dann einfach wutentbrannt gehen würde. Ich hatte ja schon öfter mitbekommen, dass sie es nicht so besonders toll fand, wenn man sie einfach anfasste, weswegen ich auch bereit war, meinen Arm zurück zu ziehen und mich mit etwas mehr Abstand neben sie zu setzen. Hing jetzt alles von ihren weiteren Reaktionen ab.

 
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Ava

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Re: Vergangenheitsplay » 4

von Ava am 26.07.2018 16:36

Der heutige Tag bzw. Vormittag war einfach nur zum vergessen und das würde ich sehr wahrscheinlich auch Tun, wenn auch nicht zu angestrengt. Denn bereits im Bezug auf meine Kindheit hatte ich gelernt das der Wunsch bestimmte Dinge zu vergessen diese nur umso mehr im Gedächtnis verankerte - diese Lektion hatte ich auch an meine jüngeren Geschwister weiter gegeben. Während ich so am großen See saß und wartete dachte ich auch einmal mehr an meine kleinen Schwestern und meinen Bruder. Was die wenigsten in Hogwarts wussten war nämlich das meine Schwestern und ich bei unserem Bruder aufwuchsen seit ich im 2. Schuljahr war, weil wir Zuhause misshandelt worden waren. Allerdings war das Jahre her und inzwischen hatte ich mich von dem Trauma erholt wenngleich ich mich manchmal noch schwer tat Vertrauen zu fassen und auch etwas schreckhaft sein konnte. 
Weshalb ich mich innerlich dermaßen verkrampfte und leicht zusammenzuckte als sich plötzlich jemand hinter mich setzte, sicher ich hätte eigentlich damit rechnen sollen immerhin erwartete ich Sebastian ja und ich hätte mich nicht so meinen Gedanken hingeben sollen. Nicht mehr zu ändern, ich musste mich nur sehr zusammen nehmen um den Rawenclaw nicht anzuschreien ob er sie noch alle habe. Stattdessen wand ich meinen Kopf in Sebastian´s Richtung und fragte nach einem Blick auf sein Erscheinungsbild, definitiv ohne irgendwelche Bücher: "Kann es sein das du gar keine Frage zum Unterricht hast?" Nicht das ich diese Möglichkeit nicht von vorne herein in Erwägung gezogen hätte aber das machte mir wirklich nicht im Geringsten etwas aus. Dementsprechend doch eher amüsiert war meine Mimik und auch in meine Stimme klang das Amüsement deutlich mit.
Zwar war ich mir noch nicht so sicher warum der Blondschopf nicht einfach so gefragt hatte ob ich mich heute Abend mit ihm am See treffen wollte, denn dem hätte ich auch ohne diese Ausrede mit der Frage nach dem Lehrstoff, zugestimmt. Schließlich mochte ich Sebastian. Eine kleine Rache für das Erschrecken musste allerdings sein, weshalb ich ihn leicht mit dem Wasser besprizte. Natürlich wurde ich dabei selbst ein wenig nass aber das machte mir herzlich wenig aus. "Man erschreckt andere Leute nicht einfach so.", äußerte ich zwinkernd zur "Erklärung". 

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Sebastian

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Re: Vergangenheitsplay » 4

von Sebastian am 26.07.2018 15:32

Erstaunlicher weiße verlief dieser Tag mehr als Ruhig. Überraschender Weise hatte ich weder verschlafen, noch etwas vergessen oder war wie fast immer zu spät. Vielleicht gab es ja wirklich noch Hoffnung für den völlig verpeilten Jungen, der ich nun einmal war. Oder eher nicht, denn wie hieß es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel. Na ganz toll. Keine Hoffnung. Egal. Mehr oder weniger gelangweilt saß ich also heut ein allen Fächern und starrte mehr oder weniger vor mich hin. Es war so verdammt langweilig und unnötig. Was interessierte es mich denn, wann ich was brauchen würde oder was ich tun sollte, wenn ein Werwolf vor mir stand. Unnötig. Langweilig. Mir egal.
Dennoch wurde ich langsam etwas nervös. Vor einigen Tagen hatte ich Ava gefragt, ob sie eventuell heute Abend Zeit hätte sich mit mir zu treffen. Natürlich hatte ich einen Sinnlosen Vorwand gesucht, der war ob sie mir vielleicht etwas erklären konnte. War sehr unauffällig, oder eher auffällig? Wir hatten vielleicht nur ein zwei Fächer zusammen. Aber egal. Ich hatte ja auch nicht wirklich ein Problem eigentlich wollte ich einfach nur mit ihr zusammen am See sitzen und über belanglose Sachen sprechen. Naja vielleicht doch nicht allzu belanglos. Oder doch. Vielleicht sollte ich erst einmal sehen, was für eine Laune sie hatte und ganz nett fragen, wie denn ihr Tag bisher war.
Als ich beinahe panisch am Ende der letzten Stunde aufsprang und einige verwirrte Blicke erntete sah ich mich kurz um und alle packten langsam ein. Egal. Mir egal. Ich wollte einfach raus. Also verlies ich das Klassenzimmer lief zum Gemeinschaftsraum und hoch in meinen Schlafsaal. Wo ich beinahe hektisch meine schuluniform auszog und sie gegen etwas viel bequemeres eintauschte. Eine einfache schwarze Hose und einen ebenfalls fröhlich schwarzen Pulli. Warum denn auch auffällig bunt herumlaufen? Wurde überbewertet. Kurz strich ich mir durch die Haare. Waren nicht zu retten. Egal. Mein Blick fiel auf die Uhr. Verdammt, fast schon zu spät. Vielleicht sollte ich mich beeilen. So ein bisschen vielleicht.
Also machte ich mich auf den Weg zu Ava. Wir hatten uns am Ufer des Sees verabredet wo ich sie auch schon sitzen sah. Sollte ich so gemein sein und sie ins Wasser werfen oder es vielleicht lassen? Naaah. Als ich endlich hinter ihr stand und ihr kurz zu sah, wie vertieft sie ihn das essen ihres Apfels war lächelte ich leicht und legte hockte mich hinter sie „Hallo", meinte ich grinsend als sie leicht zusammen zuckte. Herrlich.

 
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Re: Vergangenheitsplay » 4

von Ava am 25.07.2018 20:51

Sebastian & Ava - Start of Something...

Im Frühling vor circa 3 Jahren

Heute war wohl einer dieser berühmt, berüchtigten Tage an denen man besser im Bett geblieben wäre, an dem absolut alles schief lief, was überhaupt nut schief gehen konnte. Zuerst hatte ich total verschlafen - was total untypisch für mich war - um mich fertig zu machen brauchte ich dann auch eine gefühlte Ewigkeit. Dann war ich nach einem kleinen zusammemstoß auf der Treppe um ein Haar ebendiese hochgefallen, ein Glück konnte ich mich gerade noch fest halten. Dem entsprechend schon völlig durch den Wind kam ich schließlich endlich im Klassenzimmer für Zaubertränke an. Die Bemerkung das es schön sei das ich mich doch noch entschieden hätte zum Unterricht zu erscheinen, ließ ich einmal unkommentiert. Zumal die Bemerkung nicht einmal von Slughorn gekommen war, sondern von einer Mitschülerin. Wenngleich diese Bemerkung meine Laune natürlich nicht gerade verbesserte, die ohnehin nicht sonderlich blendend war. Und die konnte auch gar nicht besser werden, da den ganzen Tag noch weitere Missgeschicke folgten - die einen kleiner und die anderen eben größer.. Nach Unterrichtsschluss war ich demnach fix und fertig und wollte mich einfach nur noch in meinem Bett verkriechen. Allerdings war das nicht möglich, da ich heute noch mit Sebastian verabredet war, kein Date oder sowas, meinem Kenntnissstand nach hatte er eine Frage den Unterrichtsstoff betreffend. Zugegeben etwas verwundert war ich schon immerhin hatten wir nicht so viele Fächer zusammen, dennoch dachte ich mir nichts weiter dabei und würde zu dem Treffen gehen. Darüber hinaus waren wir Freunde, verstanden uns gut, standen uns nahe. Also selbst wenn er eigentlich nur über etwas reden wollte könnte ich damit leben auch wenn er keinen Vorwand gebraucht hätte. Wie dem auch sei, schlug ich vor dem Treffen den Weg zu meinem Schlafsaal ein, denn ich wollte aus meinen Klamotten raus. Irgendwie fühlte ich mich in den Klamotten die ich trug ziemlich eklig, zumal ich mich beim Mittagessen etwas becklekert hatte. Das Maleur war mit einem Schwung meines Zauberstabs beseitigt aber ich fühlte mich nun irgendwie als würde das Unglück daran haften. Echt albern, das war mir bewusst aber man konnte andereseits ja nie wissen und vielleicht halfen neue Kleider ja tatsächlich die kleine Pechsträhne zu beenden. Zumal Peeves sich seit einer Weile in meiner Nähe herumtrieb und das war niemals ein gutes Zeichen! Deshalb beeilte ich mich auf den letzten Metern etwas und horte ein Scheppern hinter mir, als ich wohlbehalten im Gemeinschaftsraum ankam und die Tür hinter mir geschlossen hatte. Ein Blick auf die Uhr verriet mir zumindest das ich zu dem Treffen gar nicht zu spät kommen konnte und deshalb duschte ich auch noch bevor ich in einen dünnen Pulli und einen Rock mit Strupfhose darunter schlüpfte. Da beim Duschen nichts schief gelaufen war und ich auch noch immer ausreichend Zeit hatte, war meine Laune schon deutlich besser und so machte ich mich leicht pfeifend zum großen See auf, meine Schulsachen hatte ich in einer Umhängetasche und fühlte mich durchaus gut vorbereitet. Ich ließ mich auf dem Gras am Seeufer nieder und wartete auf Sebastian, der noch nicht da war aber das war in meinen Augen auch nicht schlimm denn wir waren erst in einer guten Viertelstunde zum Treffen verabredet. Ich betrachtete meine Spiegelung im Wasser und kaute geistesabwend an meinem mitgebrachten Apfel, wartete geduldig und grüßte ein paar Freunde die vorbeiliefen.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.07.2018 14:42.

Dakota
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 4

von Dakota am 02.05.2018 10:35

Ja, ich hatte mir die Rede meiner Mutter verdient. Auch den Blick meiner Schwester hatte ich verdient. Mit einem Blick volle Reue biss ich mir auf die Unterlippe. Ich blickte meiner Mutter hinterher, bevor ich mich schließlich wieder zu meiner Schwester drehte. "Ihr seid sauer, oder?", fragte ich sie schließlich und zog die Stirn in Falten. "Ich meine, ich denke mal das ist euer gutes Recht" Kurz räusperte ich mich. Ich war echt schlecht in dieser Entschuldigungs-Nummer. Nicht, weil es mir nicht leid tat. Sondern weil ich generell schlecht in allem war, was negative Gefühle beinhaltete. Ich war das Paradebeispiel für jemanden, der den ganzen Tag ach so glücklich wirkte und sich Abends den Kopf zerbrach, dies aber niemals offen zugeben würde. 
"Naja, ich hatte viel Arbeit", sagte ich und merkte bereits selbst, dass es sich mehr nach einer Entschuldigung anhörte als nach einer Antwort, was meine Situation vermutlich nicht verbesserte. "Ich hab viel gesehen. Bin viel rumgekommen. Aber zu Hause ist und bleibt es am schönsten" Ich zuckte die Schultern bevor ich meine Tasche mit einem lauten Poltern auf den Küchentisch fallen ließ. "Uuuuuund -", begann ich udn meine Stimme wurde sofort wieder freudiger. "-Ich hab dir sogar was mitgebracht" Ich strahlte Linnea an als ich in meine Tasche griff, in welcher ich kurz herumkramte bevor ich ein zusammengerolltes Stück Papier hinauszog, welches ich ihr entgegenstreckte. Nun gut, ich hätte mir vermutlich schon die Mühe machen können, es ordentlich einzupacken, aber meine Familie kannte mich gut genug um über meine nichtvorhandenen Verpackungskünste Bescheid zu wissen. Außerdem kam es ja ... nicht immer auf die Verpackung an. "Habe ich in Ägypten gekauft", erklärte ich mit einem noch immer viel zu breiten Lächeln auf den Lippen als ich ihr die unschön verpackte Goldkette in die Hand drückte, für die ich mehr Geld ausgegeben hatte, als ich eigentlich  gehabt hätte. Das goldene Kettchen mit der Möglichkeit, ein kleines Foto hineinzupacken, hatte ich durch Zufall auf einem Straßenmarkt gefunden und die Verkäuferin um ein gutes Achtel des Preises heruntergehandelt bekommen. In der Innenseite klebte ein uraltes Foto von Linnea und mir, auf welchem sie vielleicht drei Jahre als war und ganz offensichtlich lieber spielen als mit ihrer Schwester für ein Foto posieren wollte. Dennoch gehörte es irgendwie zu meinen Lieblingsfotos und ich hatte es die ganze Zeit bei mir getragen. 

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Linnea
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 4

von Linnea am 24.04.2018 23:27

Ich hörte den Schlüssel in der Tür, aber ich hatte damit gerechnet, dass es Daddy ist. Vielleicht brauchte er etwas aus der Garage? Meine Mum schob gerade ein Blech Kekse in den Ofen und ich stelle unsere Eieruhr. Eigentlich blöd, dass man sie Eieruhr nannte. Wie ein Ei sah sie nicht aus. Ich drehte sie in meinen Händen, stellte sie dann aber auch ab. 

Mir eine wohlbekannte Stimme wünschte einen guten Morgen und ich drehte mich um. Sofort tauchte ein Lächeln auf meinem Gesicht auf. "Ducky", rief ich glücklich und ließ mich natürlich umarmen. Meine Mum hielt meiner Schwester erstmal eine Predigt. Irgendwie fand ich aber das Mum recht hatte. Ich freute mich sehr Dakota zu sehen, aber sie war schon lange nicht mehr hier gewesen und viel geschrieben hatte sie mir auch nicht. Irgendwie hatte ich manchmal das Gefühl gehabt, dass ich ihr nicht wichtig war. Diese Stimmung überdeckte meine eben noch euphorische Laune.

War das ihr ernst? "Na ja du hast mich ja auch zwei Jahre nicht gesehen. Wäre ja komisch, wenn ich mich da nicht verändert hätte." Ich spielte etwas mit meinen Locken und konnte schwer verbergen, dass ich doch irgendwie enttäuscht war. Meine Mum schien ihre Ausrede auch nicht wirklich zu beachten. "Gut. Es sind ja auch endlich Ferien." Ich ging wieder zur Theke und rollte etwas Teig aus. Natürlich naschte ich auch und Mum schnalzte mit der Zunge. "Linni! Du verdirbst dir den Magen", hörte ich sie sagen und ich rollte nur mit den Augen. "Dann ist das ja mein Problem", bemerkte ich an und stach aber dann auch ein paar Kekse aus, damit sie zufrieden war. "Ach eigentlich ist alles immer noch wie immer." Ich hatte keinen Freund, ich ging noch zur Schule und irgendwie war das halt Alltag.

"Und bei dir? Haben wir etwas verpasst?" Die Überraschung war meiner Schwester in jedem Fall gelungen. Daddy würde sich sicher auch freuen. Und genau deswegen verließ Mum die Küche.

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Dakota
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 4

von Dakota am 24.04.2018 12:14

Ja okay, ich hätte mich öfter melden können. Ich wäre vermutlich nicht daran gestorben, einen Brief mehr im Monat zu versenden und im Nachhinein hatte ich die mir nun bevorstehende Standpauke auch gewiss verdient, als ich das erste Mal seit über zwei Jahren meinen Schlüssel in die Tür meines Elternhauses steckte. Mit einem leisen Klacken öffnete sich das Schloss und ich schob mich durch die Tür in den Hausflur, versuchte so wenig Geräusche wie möglich zu machen als ich leise die Tür schloss und den Stimmen folgte, bis ich im Türrahmen der Küche stand. 
"Guten Morgen", rief ich euphorisch und breitete die Arme aus als ich meine Mutter und meine Schwester  anstrahlte. "Ratet mal wer wieder zurück ist." Kurz trippelte ich von einem Fuß auf den anderen, bis ich beide in eine innige Umarmung schloss, die ich den ganzen Tag so hätte halten können. 
Selbstverständlich folgte sofort der Du-hättest-dich-öfter-melden-müssen-Monolog meiner Mutter und ich stupste ihr kurz auf die Nase, um sie zu besämpftigen. "Du weißt doch auch ohne einen Brief, dass ich dich liebe.", verteidigte ich mich selbst und merkte auch ohne ihren Blick sehen zu müssen, dass der Richter auf "Schuldig" plädierte.
"Verdammt, du bist schon wieder gewachsen!", sagte ich schließlich zu meiner Schwester gewandt, die ich das letzte Mal mit vierzehn in natura gesehen hatte - ja, den Award zur besten Schwester hatte ich mir definitv nicht verdient, aber zu meiner Verteidigung war ich wirklich, wirklich, wiiiiirklich im Stress gewesen! "Wie gehts dir? Was hab ich verpasst?", fragte ich schließlich und ließ mich am Küchentisch nieder, als wäre ich nie weg gewesen, als meine Mutter mit den Worten, ich hätte mich ja ruhig einmal ankündigen können, dann hätte sie etwas vorbereitet, lostigerte um meinen Vater aus dem Keller zu holen. "Dann hätte ich euch ja die ganze Überraschung kaputt gemacht", sagte ich mit einem Schulterzucken zu meiner Schwester.

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Linnea
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 4

von Linnea am 23.04.2018 22:05

Posting von Dakota und Linnea.

Nice to meet you ... again!

Gestern war ich nach einem recht langen Halbjahr endlich nach Hause gekommen. Ich hatte die Ferien schon herbeigesehnt gehabt, wollte ich doch endlich meine Eltern wiedersehen. Gemeinsam mit meiner Mum stand ich in der Küche und backte Kekse. Nicht, dass sie nicht schon genügend für Weihnachten gebacken hätte. Ich glaube, dass sie einfach auch mit mir gemeinsam backen wollte, daher standen wir nun gemeinsam in der Küche.

Neben mir stand eine dampfende Tasse Kakao. Mein Das machte den Besten und bevor er die Dekoration für den Weihnachtsbaum aus dem Keller holte, hatte er mir noch einen Kakao gemacht. Ich konnte mich also nicht beklagen. Ich naschte etwas von dem Keksteig, um nur wieder zu hören, dass ich noch Bauchschmerzen bekommen würde. Wer konnte schon bei Teig widerstehen? Also ich defintiv nicht. Fast schon provokativ, rollte ich etwas vom Teig zu einer Kugel und steckte sie mir wieder in den Mund. Nebenbei stach ich ein paar Monde und ein Rentier aus. Die letztere Stechform hatten wir erst gekauft. Als ich die gesehen hatte, musste ich sie haben und meine Eltern konnten mir selten etwas abschlagen. Zumindest wenn es um Kleinigkeiten ging. Bei größeren Dingen hatte ich den Dreh dann doch noch nicht so sehr raus.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.04.2018 22:06.

Merlin
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 4

von Merlin am 09.03.2018 14:52

Ich ignorierte die Schritte, die sich mir näherten. Das war eines der positiven Dinge im Schloss. Die meisten Schüler hörte man schon von weitem kommen. Beinahe beschloss ich aufzustehen und zu verschwinden, ganz gleich wer da war, doch die Person war alleine, also war es kein Pärchen. Das reichte shcon aus, um mich an meinem Platz zu halten.
ich hatte die Hände ineinander verschränkte und stierte zu einer der Rüstungen. Vor ein paar Minuten war eine Maus durch eine kleine Öffnung darin verschwunden. Ich fragte mich, ob ein Leben als Maus nicht ein Schöneres wäre. Sicher, als Maus hatte man sehr viele Feinde und man konnte sich kaum zur Wehr setzen. Dennoch konnte sich die Maus in den kleinsten Lücken verkriechen. Hatten die Dinger eigentlicht ein Langzeitgedächtnis? Wenn nicht, dann wäre auch dies sehr reizvoll für mich.
Als die Person die näherkam mich begrüßte, sah ich widerwillig hoch. Gwenog Jones. ich konnte mich an kein Gespräch mit ihr erinnern. Entweder war es zu öde gewesen, als das es wert wäre sich daran zu erinnern, oder es war einfach noch nicht dazu gekommen. Ich schüttelte den Kopf auf ihre Frage. Das einzige auf das ich vielleicht wartete, war, dass der Tod mich holen kam. Das wäre wirklich eine Erlösung.
"Kein Date abbekommen?" fragte ich ein wenig spöttisch. Ich interessierte mich nicht wirklich für andere Schüler außerhalb meines winzigen Freundeskreises. Aber die Gerüchte bekam man ab und an schon mit. Alleine war sie jedenfalls nicht.

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