Vergangenheitsplay » 2

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Caroline

22, Weiblich

Hogwarts [ehem.] Ravenclaw Jahrgang 5 Halbblut Gut Zauberschachclub Astronomieclub Realist Frei

Beiträge: 77

Re: Vergangenheitsplay » 2

von Caroline am 13.12.2018 19:52

Es freute mich wirklich sehr, dass sie meine Fotos sehen wollte, obwohl ich sie nicht mals danach gefragt hatte. Also schenkte ich ihr ein warmes Lächeln und nahm ihre Hände in meine. Als sie dann anfing zu reden, viel mir nach und nach weiter die Kinnlage nach unten und geschockt ließ ich ihr Hände wieder los. Wollte sie da gerade mit mir Schluss machen? Unsere Beziehung war zwar ein wenig eingeschlafen, und wir waren eher gute Freunde die Sex hatten, aber trotzdem konnte ich mir es nicht mehr ohne sie an meiner Seite vorstellen. „Zwischen mir und Charles läuft nichts!“, verteidigte ich mich sofort und schaute ihr verletzt in die Augen. „Ich meine...“ erschöpft suchte ich nach den richtigen Worten. „Er ist freundlich. Und gut aussehend, ja. Aber es ist nichts Ernstes, schließlich würde ich dich niemals betrügen!“, meine Stimme wurde nun deutlich leiser. „Aber du hast schon irgendwo Recht...“, gab ich leise zu und schaute nun auf den Boden. „Ehrlich gesagt war ich sehr sauer auf dich, wegen Celeste... Aber dann dachte ich mir, dass ich darauf kein Recht habe. Schließlich hab ich ja so ziemlich das Gleiche getan“. Erst in diesem Moment wurde mir das wirklich klar. Bei Pinar war ich zuhause und fühlte mich wohl, aber wirkliches romantisches Interesse hatte ich nicht mehr an ihr. „Es macht mich wirklich sauer, wenn du über Celeste redest“, fügte ich traurig hinzu. Sie wusste, dass ich nicht so leicht auf die Palme zu bringen war, und wenn ich sauer war, hieß das schon was. Ich würde dieser Celeste am liebsten den Kopf umdrehen. Aber trotzdem war es keine wirkliche Eifersucht, es war eher... ein Beschützerinstinkt? Egal wie Pinar zu mir stehen würde, ich würde jeden angreifen der ihr auch nur ein Haar krümmt.

   
      

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.12.2018 20:09.

Pinar
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 2

von Pinar am 13.12.2018 17:37

Ich mochte es, wenn und auch ganz besonders wie sie mich Schatz nannte. Ich nannte sie gerne Süße, da es irgendwie zu ihr passte, fand ich jedenfalls. "Hey Süße.", begrüßte ich sie also ebenfalls und erwiderte trotzdem ihren Kuss. Sie merkte natürlich, dass irgendwas nicht normal und in Ordnung war. "Kein Problem. Wirklich. Kannst du es mir später trotzdem mal zeigen? Ich würde es gerne sehen.", fragte ich sie lächelnd. Ich wollte einfach nur, dass wir beide glücklich waren. Sie schaute mir in die Augen, in denen ich mich immer verlieren konnte, eigentlich wollte ich mich schon jetzt nicht mehr von ihr trennen, aber ich musste es einfach wissen und tun. Ich ging langsam auf sie zu und drückte sie sanft an mich. "Ja, aber es ist noch nichts passiert und ich habe auch noch nichts gesagt. Aber sag mal, ist da irgendwas zwischen dir und Charles? Und sei bitte ehrlich zu mir. Außerdem weißt du bestimmt auch, dass ich öfter bei Celeste bin und ich irgendwie Interesse an ihr habe, auch wenn ich noch nicht weiß was sich überhaupt daraus entwickelt. Ich möchte nämlich auch ehrlich zu dir sein.", flüsterte ich. Das mit Celeste war kein Geheimnis und sie hatte es ganz bestimmt mitbekommen. Sie war ja schließlich nicht blöd. Sie schwärmte auch ein bisschen für Domenico und bei Noel war ich mir nicht sicher, ob er insgeheim nicht auch für sie schwärmte. Caroline war aber auch klug, hübsch, süß und einfach toll. Sie war meine erste feste Freundin und erste große Liebe gewesen. Wir kannten uns seit dem 1. Jahrgang, schliefen im gleichen Schlafsaal und waren sofort Freundinnen geworden. Ich konnte und wollte mir einfach nicht vorstellen, dass das jetzt vorbei sein sollte. 

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Caroline

22, Weiblich

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Re: Vergangenheitsplay » 2

von Caroline am 11.12.2018 21:44

"Hey Schatz", begrüßte ich meine Freudin, als ich sie entdeckte. Langsam ging ich auf sie zu und musterte sie verunsichert. Was war denn mit ihr los? Als ich bei ihr angekommen war, nahm ich ihr Gesicht in meine Hände und küsste sie zur Begrüßung. "Tut mir leid, dass ich ein wenig zu spät bin, ich hab auf dem Weg das perfekte Motiv gefunden und konnte nicht anders..." Während des Sprechens wurde ich immer leiser, da ich spürte, dass etwas nicht in Ordnung war. Normalerweise würde ich ihr jetzt meine Kamera, die mir wie immer um den Hals hing, hingegenhalten und sie fragen, ob sie mal sehen wollte. Stattdessen musterte ich sie nochmals besorgt und schaute ihr dann in die Augen. "Du wolltest mich sehen?", fragte ich mit zittriger Stimme. Tatsächlich hatte ich panische Angst davor, dass sie herausgefunden haben könnte, dass ich ein wenig auf Charles stand. Eigentlich war es ziemlich offensichtlich, da ich rot anlief wie eine Tomate, wenn ich ihn nur sah. Pinar und ich kannten uns seit dem 1. Jahrgang, wir schliefen schließlich auch seit fünf Jahren im gleichen Schlafsaal. Als ich mich in sie verliebte, hatte ich noch garkeine Ahnung gehabt, dass ich Mädchen toll fand. Aber durch sie ist mir einiges bewusst geworden, und schließlich hatte ich mich als bi geoutet.

   
      

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Pinar
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 2

von Pinar am 11.12.2018 17:37

- Pinar & Caroline - 

Das was ich heute tun würde, fiel mir alles andere als leicht, aber es gab leider zu viele Aspekte, die mich störten und nicht mehr funktionierten. So konnte es einfach nicht weitergehen. Es störte mich noch nicht mal, das Caroline etwas schüchtern war, aber da war Charles und Celeste, an der ich Interesse hatte und in die ich mich auch so langsam etwas verliebte. Ich war bisexuell, was ich schon ziemlich lange wusste. Die Beziehung mit Caroline war wunderschön gewesen und wahrscheinlich würde ich sie irgendwie immer lieben und ich würde sie auch nicht vergessen. Jetzt wollten wir uns treffen und ich wollte nochmal schön etwas Zeit zusammen mit ihr verbringen, bevor ich es ihr dann sagen würde. Vielleicht konnten wir ja trotzdem noch Freunde bleiben. Ich hoffte es wirklich. Ich war pünktlich und wartete dann auf sie. 

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Henry
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 2

von Henry am 05.10.2018 16:44

Irgendwie schien sie mit meinem Namen nicht wirklich zufrieden zu sein. Konnte man das überhaupt sein, wenn man eine Person gar nicht kannte? Ich hätte bei ihrem Gesicht auch nicht sofort gedacht, dass sie Hazel hieß, aber der Name passte trotzdem zu ihrem Gesicht. Meine Überlegung, dass sie vielleicht einfach meinen Namen für mein Aussehen unpassend fand warf ich schnell wieder über den Haufen, als ich ihre nächsten Worte hörte. Hm, das war wohl der Grund für ihre Reaktion auf meinen Namen gewesen. Ich fuhr mir durch die Haare, als ob ich mich für mein Aussehen entschuldigen wollte. Vielleicht steckte ja eine böse Trennung hinter ihrer Reaktion, aber ich wollte nicht unhöflich sein und sie danach fragen. Immerhin kannte ich sie ja überhaupt nicht. "Kein Problem", erwiderte ich schulterzuckend und spielte in der Tasche meines Umhangs mit der Zigarettenschachtel. "Das heißt ja dann immerhin, dass es nicht an der Tagesordnung liegt die neuen Austauschschüler im Dunkeln aus der Entfernung zu beobachten ... zumindest hoffe ich das doch." Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht, was bei der Erwähnung von möglichen Strafarbeiten allerdings schnell wieder verschwand. Ich blies etwas Luft durch meine geschlossenen Zähne aus und schüttelte den Kopf. "Da du dich hier ja mit Sicherheit besser auskennen wirst als ich: welchen anderen Eingang ins Schloss hast du denn dann im Sinn?", fragte ich nach und kickte einen Kieselstein Richtung Ufer. Er kullerte ein paar Meter und landete mit einem leisen Platschen im Wasser, das sich durch die Stille zog. 

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Hazel

25, Weiblich

Hogwarts [ehem.] Gryffindor Jahrgang 7 Halbblut Unentschlossen Demiguise Covenant Magische Kreaturen AG Treiber Just Me Frei

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Re: Vergangenheitsplay » 2

von Hazel am 03.10.2018 20:18

Mir war bewusst, dass mein Anblick und meine Reaktion auf ihn wohl sehr skurril wirken musste. Deshalb wunderte es mich auch, dass er so ruhig blieb und mir einfach antwortete. Ich an seiner Stelle hätte vermutlich schon die Flucht ergriffen oder hätte ganz offen gefragt warum ich so seltsam war. Aber stattdessen verriet er mir seinen Namen. Henry. Ich schluckte schwer und schüttelte kaum merklich den Kopf. Warum hatte ich eigentlich gefragt? Hatte ich mir ernsthaft etwas aus seiner Antwort erhofft? Ich presste die Lippen aufeinander und wandte meinen Blick für einen Moment ab um meine Enttäuschung und den Schmerz zu verbergen.
Ich atmtete tief durch und fasste mich wieder. "Hazel." antwortete ich mit leise, sodass meine Worte beinahe vom Wind verschluckt wurden. Ich richtete mich etwas mehr auf und ein schüchternes Lächeln trat kurz über meine Lippen. "Tut mir leid für mein Auftreten. Du siehst nur jemandem schrecklich ähnlich den ich...mal gekannt habe." erklärte ich mein Verhalten und ignorierte den Schmerz in meinem Innern. Jetzt, wo ich mit Sicherheit wusste, dass es nicht Tony war und dass dieser Henry real war, viel es mir schwerer ihn anzusehen.
Ich strich mir die Haare zurück und sah ihn dann doch wieder an. Ich konnte gar nicht anders. Ich fragte mich unwillkürlich ob es sich genau so anfühlte ihn zu berühren wie bei Tony.
Ich schüttelte den Gedanken ab und bekämpfte die Röte in meinen Wangen. "Davon abgesehen...Die Sperrstunde hat tatsächlich schon angefangen also sollten wir am Besten nicht den Haupteingang zurücknehmen, sonst bekommen wir noch Strafarbeiten und darauf kann ich gleich am Beginn des Schuljahres gut verzichten." Themawechsel. Ich wollte dem Fremden nicht gleich auf die Nasebinden, dass er haargenau so aussah wie mein verstorbener Freund...

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Henry
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 2

von Henry am 03.10.2018 14:20

Irgendetwas hatte dieses Mädchen an sich, dass mich dazu brachte ihr jetzt nicht einen meiner üblichen, sarkastischen Sprüche an den Kopf zu werfen. Ihr Gesicht kam mir merkwürdig bekannt vor, so als ob ich sie schon einmal gesehen hatte ... nur war das mehr als unwahrscheinlich. Vor dem Essen in der Großen Halle waren wir noch nie aufeinander getroffen, und selbst da hatte ich sie noch nicht unter den Schülern gesehen. Vielleicht kam sie mir auch einfach nur bekannt vor, weil ich sie mit jemandem verwechselte ... ?
"Henry", erwiderte ich nur, mit deutlicher Verwunderung in meiner Stimme. Seltsam, wie sie da stand und mich nur anstarrte, um mich dann nach meinem Namen zu fragen. Machten die Mädchen in England das so? In dem Jahr würde ich mich wohl noch öfter über das eine oder andere hier wundern ... Ich musterte sie weiter, bis mir auffiel dass ich sie wohl der Höflichkeit halber auch nach ihrem Namen fragen sollte. "Wer bist du denn?", fragte ich deshalb stirnrunzelnd. Bildete ich mir das nur ein, oder sah es wirklich so aus als würde sie gleich in Tränen ausbrechen? Vielleicht war das auch nur der Mondschein, der mich austrickste. Aber ihr Gesicht sah für einen winzigen Moment sehr traurig aus ...

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Hazel

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Re: Vergangenheitsplay » 2

von Hazel am 02.10.2018 15:07

Ich fühlte mich unbehaglich, während ich ihm nachging, aber die Neugierde und das Verlangen siegten schließlich. Es war unheimlich. Als ob er von den Toten wieder auferstanden war. Ich hatte Zombieromane und Filme schon immer gemocht, aber ich wollte keinesfalls, dass es sich als mein Leben herausstellte.
Ich stand schließlich im Schatten und wagte nicht einmal zu blinzeln, weil ich Angst hatte sein Anblick würde verschwinden. Ich fröstelte und zog meine dünne Jacke enger um mich herum. Der Junge, wer auch immer er war, steckte sich eine Zigarette an und ich kräuselte unwillkürlich meine Nase. Tony hatte nicht geraucht, das hätte er auch niemals, da war ich mir sicher. Dennoch konnte ich mich nicht einfach abwenden und gehen, so sehr ich es auch wollte. Ich konnte nichts dagegen tun, als mir heiße Tränen in die Augen schossen.
Ich verlor jedes Zeitgefühl, während ich so dastand und nicht-Tony anstarrte. Und dann drehte er sich um, als habe er meinen Blick gespürt und sah mir direkt ins Gesicht. Für einen Moment spürte ich wie meine Gesichtszüge entgleisten, bevor ich mich wieder fassen konnte. Die Ähnlichkeit jagte mir einen Schauer über den Rücken und als er Sprach, hallten Tonys letzte Worte in meinem Kopf. Er war nicht Tony. Es gab deutliche Unterschiede. Wie er sprach, was er sagte, wie er sich bewegte. Und trotzdem zog es mich einfach zu ihm hin.
Ich presste die Lippen aufeinander und ging langsam auf ihn zu, als er sich ebenfalls auf mich zubewegte. Vielleicht sollte ich mich ertappt fühlen, doch ich war viel zu gefesselt von seinem Blick, der so viel dunkler war als der von Tony. Ich schüttelte auf seine Frage den Kopf. Ich brachte noch kein Wort heraus. Vertrauensschüler hätten ihn schon sehr viel eher aufgehalten.
Als wir uns schließlich gegenüberstanden, neigte ich meinen Kopf und erwiderte seinen musternden Blick. Es war wirklich unheimlich. Meine Hände zitterten leicht und ich verschränkte sie schnell ineinander um das zu kaschieren. Ich überging seine weiteren Fragen ebenfalls und runzelte leicht die Stirn. "Wer bist du?" fragte ich leise und ein wenig heiser. Ich brauchte all meine Widerstandskraft um nicht die Hände nach ihm auszustrecken.

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Henry
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 2

von Henry am 01.10.2018 23:27

Der See war überraschend friedlich. Eigentlich hatte ich gedacht, dass das Wasser permanent in Bewegegung sein würde, zumindest nach allem, was angeblich darin hauste. Aber vielleicht hatten selbst diese Wesen mal Ruhe, wenn die Stille so friedlich über den Ländereien lag ... 
Trotzdem hatte ich plötzlich wieder dieses Gefühl, so als ob der Blick von jemandem sich förmlich in meinen Nacken brannte. Vielleicht war es diese leicht paranoide Art, die ich an mir hatte, vielleicht aber auch nur wieder eine dieser merkwürdigen Visionen, die ich zur Zeit immer öfter hatte. Jedenfalls brachte mich das Gefühl - woher es auch immer stammte - dazu, mich kurz umzudrehen. Und - tatsächlich! Dort stand jemand im Halbdunklen, ein ganzes Stück entfernt. Im Schatten des Schlosses, aber im Mondlicht doch gut zu erkennen. Vorsichtig richtete ich mich auf und hielt die Zigarette zwischen meinen Lippen fest, um mit meiner Hand vorsichtig nach meinem Zauberstab zu tasten. Warum zur Hölle starrte sie mich so an? Merlin, das war doch nicht schon wieder ein Versuch meines Vaters, mich auch außerhalb des Landes zu kontrollieren? 
Ich zog die Augenbrauen nachdenklich zusammen, nahm die Zigarette aus meinem Mund und bließ eine Rauchwolke aus, bevor ich etwas lauter rief: "Bist du eine dieser Vertrauensschüler, die mir direkt am ersten Abend eine Predigt darüber halten will, dass ich mich jetzt nicht mehr hier aufhalten darf?" Ich nahm noch einen Zug an der Zigarette, ließ sie dann achtlos zwischen die Kiessteine fallen und trat kurz darauf, damit sie nicht ausversehen das Gras ein paar Meter weiter durch einen Funken in Brand steckte.
Neugierig ging ich ein paar Schritte näher an das Mädchen heran, dass sich immernoch nicht bewegt hatte. Ihr Gesicht kam mir auf seltsame Weise sehr bekannt vor, aber ich wusste nicht woher. Nachdenklich fuhr ich mir durch die Haare und musterte sie. Vielleicht war sie ja wirklich eine Angestellte meines Dads, die mich beobachten sollte. "Ist das eure Art hier in Hogwarts? Wie ihr neue Schüler begrüßt?", harkte ich nach, als sie noch immer nichts sagte. Nein, eine Angestellte meines Vaters hätte mich schon längst angefahren, endlich wieder ins Schloss zurück zu kehren. Dieses Mädchen hatte so etwas anscheinend gar nicht im Sinn. Sie wirkte eher so ... als hätte sie einen Geist gesehen. Merkwürdig.

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Re: Vergangenheitsplay » 2

von Hazel am 01.10.2018 23:01

Ich konnte mich noch ganz genau an das kleine Figürchen aus meiner Kindheit erinnern. Es war ein hölzerner Dalmatiner mit einem roten Halsband und einem stetig lächelnden Gesicht. Als Kind hatte ich ihn immer und immer wieder zum einknicken gebracht, doch er hatte sich jedes Mal wieder nach oben gekämpft und mich aus großen Hundeaugen fröhlich angesehen. Es hatte mir Spaß gemacht ihn immer wieder auf den Boden zu drücken und zu beobachten wie er es anstellte wieder aufrecht zu stehen. Später fand ich heraus, dass es ein Steh-auf-Männchen war und meine Moms erzählten mir, dass man im Leben immer wieder aufstehen musste, wenn man am Boden war. Auch wenn es einem nicht halb so leicht fallen mag wie diesem kleinen Hund. Ich hatte diesen Rat in den letzten 1 1/2 Jahren oft im Kopf gehabt und mich so gut es ging daran gehalten. Aber mittlerweile hatte ich das Gefühl, eine unsichtbare Hand würde mich immer und immer wieder mit eisernem Griff auf den Boden drücken. Das einzige was ich tun konnte, war nach Luft zu schnappen und zu hoffen, dass der Schmerz bald nachlassen würde.
Aber Tonys Tot schien mir den Rest gegeben zu haben. Die eine Hälfte der Sommerferien hatte ich an seinem Krankenhausbett verbracht, die zweite Hälfte in meinem eigenen dunklen Zimmer. Meine Moms mussten mich schließlich zwingen nach Hogwarts zu gehen. Ich hatte nicht wieder herkommen wollen. In den letzten Monaten hatte ich mehr und mehr Erinnerungen mit Tony an diesem Ort geschaffen und ich wusste nicht ob ich es aushalten könnte jetzt durch diese Korridore ohne ihn zu gehen.
Immer wenn ich meine Augen schloss sah ich sein herzliches, liebevolles Gesicht vor mir. Es machte mich wahnsinnig. Ich hatte das Gefühl mein Leben war verflucht.
Und als ich schließlich an meinem Haustisch Platz nhm und geistesabwesend meinen Blick durch die große Halle gleiten ließ, verstärkte sich dieses Gefühl nur noch. Wie elektirisert saß ich auf meinem Platz und starrte an den Tisch für die Austauschschüler. Dieser Junge hatte Tonys Gesicht. Er hatte sein Profil, seinen Rücken und auch ein wenig die Art wie er sich bewegte. Ich blinzelte mehrmals, sah jedoch nicht weg. Ich wurde tatsächlich verrückt.
Nach der Feier trugen mich meine Füße ganz automatisch hinter dem Schüler her. Mir fielen Details auf. Unterschiede. Ganz feine, aber sie waren da.
Ich folgte ihm bis zum See und blieb in einiger Entfernung stehen. Ich war geschockt und sprachlos und misstrauisch. Aber vor allem verspürte ich tiefe Sehnsucht.

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