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Re: Garten
von Sadie am 01.07.2019 21:47Mein Blick folgte der Lestrange, wie sie zielstrebig auf ihren Bruder und mich zusteuerte, schon von weitem meinen Namen rufend. Ein ehrliches Grinsen trat auf meine Lippen, als sie nach der Begrüßung ihres Zwillingsbruders neben mich trat. Kommentarlos hielt ich ihr mein Glas entgegen, damit sie von dem zuckersüßen Gesöff probieren konnte. "Scheint so als sei das harte Zeug auf Baby-Partys tabu", meinte ich ironisch grinsend, nachdem Nyx einen Schluck gekostet hatte. Ich hatte mich halb von Rabastan abgewandt, immerhin hatte ich jetzt auch einen triftigen Grund dazu. Als mein Blick wieder zu dem Grüppchen um Layla und dem Nachwuchs gleiten wollte, streifte er den Eovyns, die gerade gekommen war und deren Lächeln ich erwiderte. Sie steuerte ebenfalls die Gastgeberin an, wahrscheinlich um sich für die Einladung zu bedanken. "Was geht da gerade ab? Huldigen sie dem kleinen Hosenscheißer?", fragte ich die hübsche Schwarzhaarige neben mir, eine möglichst gleichgültige Kopfbewegung zu der Szene machend, die mich trotzdem fesselte. Henry war wirklich ein süßer Fratz, aber das laut zu zugeben, vor so vielen neugierigen Ohren, würde ich sicher nicht. "Und woher kennt Layla Miles?". Die Arme leicht vor der Brust verschränkt, nahm ich das Gesicht verziehend einen weiteren Schluck der Bowle.

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Re: Garten
von Sadie am 25.06.2019 17:18Schon oft war ich auf diesem Anwesen gewesen, so wie heute hatte ich es noch nie gesehen. Natürlich war es oppulent dekoriert und es wimmelte nur so von Leuten, aber dennoch war die spürbare Stimmung eine gänzlich andere. Rabastan und ich waren gemeinsam aufgetaucht, wie es von uns erwartet wurde. Die Stimmung zwischen uns allerdings war, im völligen Gegensatz zu den Party-Vibes, immer noch stark unterkühlt. Mittlerweile hatte ich mich wohl mit diesem Schicksal abgefunden. Ebenso mit der Farce die wir jedes Mal fuhren, wenn wir in Gesellschaft waren. Rab hatte die linke Hand in meinem Rücken liegen und schüttelte mit der rechten unzählige Hände von diversen Arschkriechern, während ich gelangweilt an der Bowle in meiner Hand nippte.
Von weitem sah ich Layla, die gerade mit einem kleinen Bündel aus dem Haus zurückkam. Die Slytherin war ein paar Jahre jünger als ich und ich hatte sie mir bis zuletzt nicht als Mutter vorstellen können. Ich hatte mich selbst noch nie mit dem Gedanken eigene Belger zu haben auseinander gesetzt, weil ich mich noch viel zu jung für Nachwuchs empfand. Und so wie die Dinge zwischen mir und dem Lestrange standen, war es sowieso eine relativ utopische Vorstellung.
Ich war froh als ich Nyx und die Nott-Brüder entdeckte, so hatte ich auch gleich eine Ausrede mich dezent von Rab zu entfernen. Layla begrüßte die Neuankömmlinge und rief einen dunkelblonden Mann dazu, in dem ich meinen Exfreund erkannte. Mit einem Schlag war meine Langeweile verschwunden und ich betrachtete das Schauspiel, wie die Notts auf ihren Halbbruder trafen. Zur Not würde ich wohl gleich zur Hilfe eilen, ehe die Gemüter hochkochen würden.

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Re: Zukunftsplay » 10
von Sadie am 01.06.2019 14:24Wie passend sein Name tatsächlich war, breitete ich jetzt nicht aus, aber er war mir schon oft ein Licht gewesen. Ich war generell nicht oft der Typ, der den Kopf in den Sand steckte, aber jedesmal wenn ich doch das Bedürfnis dazu verspürt hatte, war Light da gewesen. Statt mich also auf eine ins Nichts verlaufende Diskussion einzulassen, warf ich ihm nur ein freches Grinsen zu und schüttelte gespielt den Kopf. "Schon gut, schon gut", gab ich mich geschlagen, bevor ich meine Arme um seinen schmalen Oberkörper schlang. Wir waren einander seit Jahren so vertraut und ich genoss diese freundschaftliche Nähe sehr. "Ich werd's versuchen", nuschelte ich, auch wenn ich glaubte, dass es in den nächsten Wochen noch schwerer würde als zuvor. Jedenfalls wenn ich Rabastans Worten glauben schenken durfte und man mich in meiner gewohnten Freiheit stark einschränken würde.
Sein Ausatmen ließ mich bereits mit dem Schlimmsten rechnen, seine Worte bestätigten es nur. Ich schnappte mir die Flasche wieder, ließ meinen Kopf auf seine Schulter sinken und nahm einen großen Schluck des trockenen Rotweins. "Nicht sonderlich besser", seufzte ich die ausstehende Antwort, "Aber mein Dad hat mich nicht mit Folterflüchen gequält!". Ich war leiser geworden, hatte mich wieder aufgerichtet und sah ihn an. "Ich hab mir wirklich Sorgen um dich gemacht", meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, während meine Augen unruhig über sein ernstes Gesicht huschten. Mit geschürften Lippen, ließ ich den Kopf wieder gegen seine Schulter sinken und hielt ihm die Flasche hin. "Meine Mum hat es endlich geschafft und mich erfolgreich verschachert!", grummelte ich, als er die Flasche wieder angesetzt hatte, auch wenn ich glaubte, dass er die "freudige" Botschaft schon gehört hatte.

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Re: Zukunftsplay » 10
von Sadie am 26.05.2019 13:55"Vornehme Blässe war zu Zeiten der Renaissance", ging ich gar nicht auf seine Beschwerde ein, "Und deine Haut schreit nach Licht. Wie lange hast du das Zimmer nicht mehr verlassen?". Es war eine rhetorische Frage, denn sowohl die stehende Luft hier drin als auch die diversen Kartons von unterschiedlichen Lieferservices waren Antwort genug. Spätestens meine Umarmung ließ dann auch den letzten Ärger von ihm abfallen. "Wie dürfen nicht immer so viel Zeit verstreichen lassen ohne uns zu sehen!", murmelte ich, mich immer noch an ihn klammernd. Natürlich war es so, dass wir beide Leben hatten, in denen wahrlich genug los war, aber umso wichtiger war es eigentlich, wenigstens ein bisschen Normalität beizubehalten.
Grinsend beobachtete ich Light, wie er dicht neben mir liegend, einen großzügigen Schluck aus der Flasche nahm. "Muss ich zwingend einen Grund haben, meinen besten Freund sehen zu wollen?", neckte ich ihn, sanft mit dem Arm anstoßend. Das stimmte einerseits und andererseits gab es wirklich einiges, was ich ihm noch nicht persönlich erzählt hatte. Was nicht hieß, dass er es noch nicht bereits gehört hatte, lebten wir immerhin in den selben Kreisen. "Außerdem gibt es bei mir keinen Fusel zu trinken. Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein", fügte ich immer noch grinsend an, ihm sanft die Flasche entwendend und selbst ansetzend. "Außerdem ist mir so einiges zu Ohren gekommen und ich wollte mal nach dir sehen", ich war leiser geworden und war ich eben noch seinem Blick ausgewichen, als er mich nach dem Grund meines Besuchs gefragt hatte, fixierte ich ihn nun regelrecht. "Wie geht's dir Light?", fragte ich nach einer dramaturgischen Pause, ihm, die Antwort erahnend, die Flasche wieder hinhaltend.

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Re: Zukunftsplay » 10
von Sadie am 20.05.2019 21:05„Du kennst mich lange genug zu wissen, dass ich mir gerne noch ein paar Asse im Ärmel behalte und später trumpfe. Verdien's dir!", witzelte ich, mich mit einem Grinsen und herausfordernd gehobener Braue an meinem besten Freund vorbei schiebend. „Mit Chaos? Jepp, könnte mein zweiter Vorname sein", hängte ich an, wohlwissend, dass er das vorherrschende Durcheinander in seinen vier Wänden meinte. Mit geschürzten Lippen blickte ich mich kurz in dem kleinen Raum um, irgendwie wirkte es trostlos hier drin. Die Vorhänge waren in die Mitte der Fenster gezogen und hielten die letzten Lichtstrahlen erfolgreich draußen, kommentarlos zog ich den schweren Stoff zur Seite und öffnete ein Fenster, um die verbrauchte Luft hier drin raus zu lassen. Ein Blick auf seinen Schreibtisch verriet, dass der Dunkelhaarige noch bis vor wenigen Minuten über seinen Unterlagen gebrütet hatte- aber damit war jetzt zumindest für heute Schluss. Symbolisch positionierte ich die Flasche Wein in Mitten der Pergamente und drehte mich letztlich wieder zu meinem besten Freund um, nur um ihn gleich darauf in eine feste Umarmung zu ziehen. Es war ätzend, dass wir uns so lange nicht wirklich gesehen hatten, kam es mir immerhin so vor, dass mich aktuell wohl niemand besser verstehen konnte, als Light. „Ich hab dich vermisst, du Querkopf!", murmelte ich, den Griff noch einmal verstärkend, bevor ich mich wieder löste. „Machst du die Flasche auf, bevor wir uns battlen wer von uns die miesesten Monate hinter sich hat?", grinste ich sarkastisch, meiner Stimme kaum mehr Bitterkeit verleihen könnend. Es war nicht so, dass ich über das typische Gemunkel auf dem Campus hinaus wirklich wusste, ob es ihm schlecht ergangen war. Aber irgendwie hatte ich ein Gespür dafür, einen sechsten Sinn- wenn man so wollte, und alles hier drin und in seiner Mimik verriet mir, dass er locker mit dem Desaster meiner vergangenen Wochen mithalten konnte. Theatralisch warf ich mich auf sein Bett, wo ich mich an die Wand gelehnt aufsetzte und den Studenten aufmerksam beobachtet, wie er die Flasche entkorkte.

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Re: Rabastan & Sadie | Sooner or later I'll make you say 'I do'.
von Sadie am 09.05.2019 21:32Seine Worte waren schneiden und unverblümt direkt, es hatte zur Folge, dass ich mein Kinn nur noch etwas weiter vorreckte. Bedauerlicherweise konnte ich nicht leugnen, dass mein Herzschlag sich beschleunigte, als er einen kaum mehr möglichen Schritt auf mich zu tat. Das war doch bescheuert. Er machte mir gerade überdeutlich klar, was er von mir erwartete und egal wie seine Worte sich wohl anfänglich anhörten, sie hatten rein gar nichts liebevolles oder romantisches. Aber- Merlin- er sah verdammt gut aus. Alleine für diesen Gedanken gehörte ich wohl verflucht; es war, als setzte man einem Diabetes-Kranken ein Schokotörtchen vor, er wusste, dass es ihn früher oder später umbringen würde, aber es war doch zu verführerisch als dass er es nicht anrühren würde. Ärgerlich biss ich mir auf die Unterlippe, in einer schnippishen Bewegung meiner Hand meine offenen Haare über die Schulter zurückschlagend, welche der andauernde Wind sogleich wieder sanft zurück wehte. "Wie rührend", giftete ich sarkastisch, ohne meinen Blick abzuwenden immer noch funkelnd zu ihm aufsehend, mein wild schlagendes Herz dabei gekonnt ignorierend. "Du wirst der Mann sein, der keine Wahl hatte- nenn mich ruhig feministisch!", säuselte ich, mit einem süffisanten Grinsen auf den Lippen, ganz so, als hätte ich etwas besonders Amüsantes gesagt. Ich hatte es sicher nicht auf einen Krieg angelegt, aber wenn er ihn wollte, musste er mit ausgefahrenen Krallen und unfairen Tricks rechnen. Und wenn er seiner Schwester tatsächlich so nahe stand, wie es den Anschein machte, dann wusste er worauf er sich freuen konnte. Mit einem schnalzenden Geräusch, die Arme fester um meinen Oberkörper schlingend, hatte ich das Gefühl meine Augen müssten Funken sprühen. Natürlich hatte ich es nicht in Erwägung gezogen und der Gedanke daran, dass der attraktive Slytherin während unserer Ehe- oder Geschäftsbeziehung, wie auch immer-, andere Frauen am Start hatte, machte mich jetzt schon rasend. Aber Einknicken würde ich ganz sicher auch nicht. "Daran dachte ich nicht, aber ich könnte sehr wohl damit leben", murmelte ich, noch einmal mit den Fingerspitzen meiner linken Hand an der Knopfleiste seines Hemdes entlang tänzelnd- hauptsächlich, weil er das wohl so gar nicht wollte. "Und um die Pflicht der Familie gegenüber mach dir mal keine Sorgen, Liebster", säuselte ich immer noch voller ätzendem Sarkasmus, "Ich bin eine begnadete Schauspielerin, ich kann alles vortäuschen... wenn ich will!". Mit einem überheblichen Blick und erhobener Braue, musterte ich noch ein letztes Mal seine markanten und nahezu perfekten Züge, ehe ich mich umwandte und den Weg zum Salon einschlug ohne mich noch erneut zu ihm umzudrehen.

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Re: Zukunftsplay » 7
von Sadie am 07.05.2019 19:19Wieder in meine eigenen Gedanken abgedriftet, nickte ich zustimmend, meine Haare die auf dem Kissen auflagen dabei nur noch mehr zerzausend. "Das stimmt wohl", gab ich meinen Kommentar ab, ihr grinsend meinen Blick zuwendenden ohne meinen Kopf richtig zu drehen, "Bei Cliff waren meine Eltern also offensichtlich noch gewissenhafter!". Henry und ich waren wohl eher verzogen, als erzogen- jedenfalls wenn man meiner Mutter glauben schenken mochte, die in meinem Fall besonders meinen Vater dafür verantwortlich machte. "Wenn das stimmt, ist Dora zu beneiden!", murmelte ich, eine dunkle Strähne meines Haares genauer inspizierend, "Und trotzdem hätte ich lieber dich an seiner Seite gesehen!". Aber was brachte es jetzt noch daran zu rütteln, ich würde es eh nicht mehr ändern können. Hatte ich wohl auch nie. Aber dann wäre sicher vieles anders gelaufen. Seufzend ließ ich die Strähne wieder fallen und drehte mich letztlich auf die Seite, um meine Freundin anschauen zu können. Der Rauch der Zigarette schwebte noch schwer über uns und verlieh dem Raum durch die tiefen Nebelschwaden eine düsterere Atmosphäre, als würde er sich unserem Gespräch anpassen. Unweigerlich schluckte ich schwer, als sie mir den Vorteil der Ehe nannte, welchen sie für sich gezogen hatte. "Sehr aufbauend", murrte ich, mein Gesicht kurz theatralisch im Kissen vergrabend. Ich wollte ihr nicht widersprechen und altklug daher faseln, wie hoch die Wahrscheinlichkeiten waren, dass man eben doch alleine starb. Ein Ring am Finger war da keine Garantie. Aber generell versuchte ich mir das Klugscheißen zu verkneifen, wenn ich es denn konnte. "Dann freu ich mich lieber auf einen Vollrausch und klebrigen Kuchen!", nuschelte ich durch das Kissen zurück, von dem Nyx süßliches Parfum ausging. Erst mit unserem Themenwechsel blickte ich wieder zu der Dunkelhaarigen, die mittlerweile auf dem Bauch lag. Ihre wirklich deutliche Meinung zu Amerika ließ mich aufrichtig lachen, es war genau der Stimmungswechsel den unsere Konversation gebraucht hatte. "Das war sehr bildlich", lachte ich immer noch. Light hatte mir viel aus seiner Zeit in Ilvermorny erzählt, dabei waren die heimischen Mitschüler nur deutlich besser weg gekommen. "Aber sei mal ehrlich, dumm sind diese Sugar-Daddy-Pläne nicht. Du heiratest nen steinalten Typ, der eh nichts mehr im Bett auf die Reihe kriegen würde und dessen Lebenserwartung gering ist- notfalls wird ein bisschen nachgeholfen-, er kratzt ab, du bist reich und hast den Rest deines Lebens deine Ruhe als 'trauernde' Witwe!", überlegte ich laut weiter, einfach nur um den Gedanken noch ein bisschen auszuspinnen. "Aber Neuseeland bin ich selbstredend auch sofort am Start, sag nur wann es losgeht!", noch hatte ich kein genaues Ablaufdatum meiner Narrenfreiheit und daher auch noch nicht wirklich Druck. Bisher war alles nur eine hypothetische, sehr weit her geholte, Planung. "Das kriegen wir vor deinem potentiellen Hochzeitsdatum hin!".

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Re: Rabastan & Sadie | Sooner or later I'll make you say 'I do'.
von Sadie am 22.04.2019 15:40Wieso auch immer, es schien ihn zu erleichtern, dass ich meinen eigenen Kopf behalten hatte und nicht Nyxs Denkweisen ohne diese zu hinterfragen direkt teilte. Einen Teufel würde ich allerdings tun, darauf jetzt hier einzugehen. Das Haus war hellhörig und die Anwesenden sowieso und wenn ich eins tatsächlich nachhaltig gelernt hatte, dann dass es besser war die hübsche Hexe zur Freundin zu haben. Daran wollte ich auch sicher nicht rütteln. Wenn ich schon Teil dieser Familie wurde, war es sicher von Vorteil wenn mich wenigstens ein Mitglied mochte. Zwei, wenn ich Bella mitzählte und die zählte sich bekanntlich selbst nicht gerne zu den Lestranges.
Der Wind um uns herum hatte zugenommen, was unweigerlich die Gänsehaut auf meiner Haut verstärkte. Aber das lag sicher nicht ausschließlich an den sinkenden Temperaturen, Rabastans abgeklärter Blick als er mich losgelassen hatte trug ebenfalls dazu bei. Seine Frage überrumpelte mich. Ich hatte mir noch keine Gedanken gemacht, wie meine Zukunft mit ihm aussehen könnte. Wie mein Leben als Frau von Rabastan Lestrange sein würde. Zwar hatte ich mich als Teenager oft bei Tagträumereien erwischt, in denen ich seine Freundin war. Aber mit dem Alter , wachsender Menschenkenntnis und zunehmendem Verständnis von Beziehungen, konnte ich meine Fantasievorstellungen als absolute Utopie verbuchen... und irgendwann hatte ich aufgehört zu träumen. Meine Stille wahrscheinlich richtig interpretierend, sprach der attraktive Slytherin weiter, ohne meine Antwort abzuwarten. Meine Arme vor der Brust verschränkend, hielt ich seinem Blick stand, egal wie sehr mich das was er sagte auch einschüchterte. Ich fiel ihm nicht ins Wort, ich hätte es vermutlich auch nicht direkt gekonnt. Irgendwie passte das was er sagte, nicht zu der Art wie ich ihn gerade im Bezug auf uns eingeschätzt hatte. Das was er schilderte käme dem was ich von unserer Zukunft erwartete sehr nahe, hätte ich denn was gesagt. Vor meinem inneren Auge flimmerten Bilder auf, wie ich mit ihm über Lieferkartons von chinesischem Essen saß, während wir einander von unserem Tag erzählten, wie wir Händchen haltend durch die Winkelgasse liefen und auf einer Veranstaltung wie dieser, lachend die Köpfe zusammen steckten und die anderen Gäste verhöhnten. Kitschig, ohne jede Frage, aber die Gedanken daran fand ich alles andere als abschreckend. Und das sollte er eigentlich auch wollen, würden die Umstände andere sein? Schwer zu glauben. Es war als litt ich nach einer Kollision an einem Schleudertrauma, so wenig konnte ich gerade folgen. Nur der letzte Wortteil schaffte es, mich zu einer Reaktion zu bewegen. „Falls du glauben solltest, ich ließe mich wie ein Heimchen am Herde einsperren, dann bist du definitiv der Naivere von uns!", meine Stimme war gefährlich ruhig und ich durchbohrte ihn fast mit meinem Blick, herausfordernd einen kaum mehr möglichen Schritt auf ihn zu machend. Ich würde weder mein liebgewonnenes Studium aufgeben, noch würde ich irgendwas an meiner Lebenseinstellung ändern oder irgendwann nichts weiter mehr sein als Ehefrau. „Bisher konnte ich ganz gut selbst entscheiden, was ich verdient habe und was nicht. Nicht verdient habe ich, dass du mich für so schwächlich hältst, mit einem Leben wie diesem nicht klar zu kommen, stillschweigend alles zu akzeptieren und nicht in der Lage zu sein, selbst Entscheidungen zu treffen! Ich bin in den selben Kreisen groß geworden wie du, glaubst du ich wüsste das alles nicht? Vielleicht will ich auch aktiver werden, dann könnte das was du prophezeist, ebenso gut auf mich zu treffen.". Mir war das Leben als Todesserin nicht mehr fremd, ich war damit groß geworden und schon lange hieß es die Zeiten würden sich ändern, ich wusste was es bedeutete. Aber das machte mir keine Angst, der Gedanke daran mein Leben aufzugeben allerdings schon.
Ich hatte verstanden, was er mir sagen wollte und ein Teil von mir hatte auch realisiert, dass er sich, wenn auch auf sehr indirekte Weise, nur dafür entschuldigen wollte, mir die Wahl genommen zu haben- als hätte ich je eine gehabt. Der andere, deutlich überwiegende Teil fühlte sich einfach nur gekränkt und auch wenn ich wusste, dass ich es im Gegenzug nicht so einfach hatte, wollte ich ihn ebenfalls in seiner Ehre verletzen. „Aber um auf deine eigentliche Frage zurück zu kommen, wie ich mir das hier vorstelle", ich deute mit einer knappen Geste meines Zeigefingers zwischen uns hin und her, „Wir sollten es wenigstens schaffen uns als Partner anzusehen- eine Art Geschäftspartner, wenn du so willst- und bei allem andere, was ich deiner Meinung nach verdiene, bin ich sicher nicht zwingend auf dich angewiesen!". Meine Stimme klang nach wie vor stark unterkühlt und ich funkelte ihn weiterhin provozierend an. Ich hatte nie vor, es zu handhaben wir Ragnar und Nyx und trotz einer baldigen Ehe nebenher diverse Andere haben- aber ich würde auch ganz sicher nicht auf Körperlichkeit verzichten, nur weil er mich nicht auf diese Weise wollte.

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Re: Zukunftsplay » 10
von Sadie am 20.04.2019 20:52

Anfang des Sommers | Lights Wohnheimzimmer
Die Straßenlaternen, welche den Weg über den Campus säumten, gingen gerade nacheinander an und tauchten das weitläufige Gelände in ein diffuses Licht. Ich machte mir gar nicht erst die Mühe auf meine Armbanduhr zu sehen, dem Fortschritt der Dämmerung nach zu urteilen ging es wohl auf Neun zu. Theoretisch hatte ich längst daheim sein sollen, mein letzter Kurs war am Nachmittag gewesen und selbst mit der drauffolgenden Lerngruppe wäre mein langes Fernbleiben nicht gerechtfertigt gewesen. Aber es war mir egal, ich war mir ziemlich sicher, dass Rabastan mich nicht vermisste. Und selbst wenn, ich vertrat die Auffassung, dass ich ihm keiner Rechenschaft schuldig war. Zwar wohnten wir mittlerweile seit einigen Wochen zusammen, aber an unserem zwischenmenschlichen Verhältnis hatte sich noch nichts geändert. Langsam glaubte ich auch, dass sich daran nichts mehr ändern würde, egal ob wir nun verlobt oder letztlich schon verheiratet waren. Er faselte großspurig von den Veränderung, die unserer Gesellschaft bevorstanden und erklärte damit seine Art mit mir umzugehen und ich rebellierte. Selbst meine anfänglichen Flirtversuche hatte ich eingestellt, ich hatte mich wohl damit abgefunden, dass daraus nichts wurde. Ich lebte quasi mit meinem Verlobten in einer nicht immer ganz stillen Koexistenz und das auch nur, weil ich mich derzeit in meiner Freiheit noch nicht einschränken ließ, wie man an meinem abendlichen Spaziergang sah. Es roch schwach nach Sommer in der milden Luft, eine Tatsache die mich bis vor einem Jahr immer noch erfreut hatte, wie an so vielem. Es kam mir ewig her vor. Mindestens genauso lange, kam es mir vor, hatte ich meinem besten Freund nicht mehr gesehen. Ich wusste, dass auch Light es in den letzten Monaten nicht einfach gehabt hatte, allerdings hatten wir nie Zeit gehabt da wirklich drüber zu reden. Wir hatten uns immer nur kurz gesehen, meistens zwischen Tür und Angel, und seit der Bekanntgabe meiner Vermählung auch gar nicht mehr. Es war also überfällig. Und nur ein willkommener Grund mehr nicht nach Hause zu müssen. Ein kleines Grinsen stahl sich trotzdem auf meine Lippen, als ich vor der Wohnheimzimmertür stand und klopfte. „Zimmerservice", flötete ich gegen die noch verschlossene Tür, die keine Sekunde später geöffnet wurde und mich dazu veranlasste, die Flasche Wein anzuheben und grinsend zu schütteln.

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Re: Rabastan & Sadie | Sooner or later I'll make you say 'I do'.
von Sadie am 15.04.2019 20:29Sein Brummen deutete ich als Zustimmung, wie zu erwarten. Es war mir auch ganz klar, dass Rabastan sich in der Beziehung seiner Zwillingsschwester und seines besten Freund in der wahrlich ungünstigsten Rolle befand. Natürlich war es nicht zwingend notwendig, dass man Partei zwischen den Beiden ergriff, wir waren Erwachsene, jedenfalls den biologischen Zahlen nach. Dennoch hatte sich mein Verhältnis zu Ragnar mit Bekanntgabe der Verlobung und der unausgesprochenen Verzweiflung meiner Freundin, die sich bereits in Kleinigkeiten spiegelte, verändert. Natürlich mochte ich den Blonden noch und es gab auch Dinge, die würden sich zwischen uns wohl auch nicht ändern, dennoch waren wir lang nicht mehr so eng, wie wir es vorher gewesen waren. Nur Rab konnte wohl nicht so einfach Position beziehen.
Sein folgender Kommentar ließ mich schmunzeln. Nyx mochte eine wirklich einnehmende Persönlichkeit sein und wusste diese auch manipulativ einzusetzen, wie keine zweite. Am Ende glaubte man immer, eine freie Entscheidungen nach eigenen Ansichten getroffen zu haben, dabei handelte man genauso wie die Dunkelhaarige es geplant und auch gewollt hatte. Allerdings hatte ich seit Kindesbein an einen ziemlich starken Willen und die Hexe wäre nicht die Erste gewesen, sich daran die Zähne auszubeißen. „Nur von dem, von was ich mich auch überzeugen lassen wollte", erwiderte ich selbstsicher, dabei offen lassend ob das jetzt gut oder schlecht war. Der Vorteil den ich wohl vor vielen anderen hatte war einfach, dass Nyx meine Freundin war. Und doch hatte sich in Rabastans Aussage wieder gezeigt, wie er mich einfach sah. Es war schwer aus der Rolle des kleinen Mädchens rauszukommen, wenn er doch selbst oft genug Zeuge davon geworden war, wie sein bester Freund meine völlig betrunkene Wenigkeit von Partys nach Hause gebracht oder viel mehr getragen hatte. Denn so stark mein Wille auch war, das Einschätzen meiner eigenen Grenzen war immer schon ein Knackpunkt; der mir wohl auch in meiner neuerlichen Beziehung mit dem gutaussehenden Slytherin zum Nachteil wurde.
Ein schwacher Wind hatte sich aufgebäumt und ließ die Blätter an den Bäumen des Gartens geräuschvoll in der Dämmerung tanzen. Die feine Gänsehaut die sich auf meine nackten Arme legte, hatte mit der anziehenden Frische allerdings weniger zu tun. Vielmehr lag es an den ernüchternden Tatsachen, die mit der Brise davon getragen wurden. Ein Wunder, genau das bräuchten wir. Bedauerlicherweise sah ich dieses als die selbe Art Ammenmärchen an, wie den Glauben an eine höhere göttliche Macht. Ich wiederholte das Wort leise, abschätzig, sprach es aus wie ein Schimpfwort. Mein Blick verweilte noch einen Moment auf den flackernden Lichtern im Gartenpfad, ehe ich mich Rab zuwandte und meinen Standpunkt klar machte. Als er nach meinen Handgelenken griff spürte ich es wieder überdeutlich. Ich würde meine Meinung vertreten können so viel ich wollte, ob er sie teilte stand nur auf einem ganzen anderen Blatt Pergament. Und selbst wenn ich hier eine formvollendete Show hinlegte, ich blieb in seinen Augen immer das hilfsbedürftige Ding, dass man besser nach Hause brachte ehe es noch in irgendwelche Dummheiten geriet. Der Ärger in meinem Bauch wuchs wieder in rasantem Tempo auf die doppelte Größe an, aber ihm die Genugtuung zu geben und das zu zeigen wollte ich auch nicht. „Noch ehrlicher als das?", fragte ich und nickte auf die Verstrickung unserer Hände, in der die seinen meine ganz eindeutig auf Abwehr hielten. Meine Stimme war deutlich kühler als zuvor, ebenso wie mein Lächeln an dem ich weiterhin festhielt. Ich wand meine Handgelenke um sie aus seinem Griff zu befreien, ihm stattdessen sein leeres Glas provokativ wieder in die Hand drückend. Zwar hatte ich den unerwünschten Körperkontakt beendet, aber ich wich nicht einen Schritt zurück, wobei das jetzt nichts mehr mit meinem kleinen Flirt zu tun hatte, vielmehr hatte es etwas Herausforderndes angenommen. „Seien wir vollkommend ehrlich! Mir fehlt der Nerv und die Zeit unnütz auf der Stelle rumzutreten!", bestätigte ich seine Frage ruhig, dabei meine Schultern unbeteiligt zuckend, als sei mir egal, was er mir gleich an den Kopf knallen könnte. War es nicht, aber das würde ich trotz der angedachten Ehrlichkeit nicht einräumen. Streng genommen, könnte ich mir die Wahrheit auch einfach selbst ansehen. Ich beherrschte die Legilimentik mittlerweile wirklich sicher, aber wollte ich tatsächlich sehen, was er dachte? Einerseits war da diese unbändige Neugier, aber andererseits würde ich mich selbst wahrscheinlich nicht froh damit machen können.

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![[ehem.] Slytherin](https://static2.yooco.de/n/ee/408293/images/usergroups/orig/e87c12c7744df3d23b520d143dffb70e.png)









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