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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Ray on 03/05/2019 12:48 AMIhr Gesichtsausdruck ließ mich schmunzeln. Ich wusste, dass sie Nyx nicht besonders leiden konnte. Würde ich als Mädchen wahrscheinlich auch nicht. Und ihr böser Blick darauf gefiel mir deshalb umso besser, denn er gab mir Gewissheit, dass ich mit meiner Provokation ins Schwarze getroffen hatte. Ihr gefiel es offenbar genauso wenig, wenn ich Interesse an Frauen wie Nyx hatte, wie ich damit ein riesiges Problem hatte, wenn Mädchen, die ich mochte, meinen Bruder anhimmelten. Was das anging hatte ich einen ziemlich wunden Punkt, über den ich mich regelmäßig mit ihm stritt. „Oh und wie ich von dir Träume, Miss A“, grinsend nahm ich einen letzten Zug meiner Zigarette und löschte sie dann im Aschenbecher auf dem Tisch. Und als sie mir die Tatsache weismachte, dass das begehrteste Mädchen von Hogwarts direkt vor mir saß, verkniff ich mir sogar einen Scherz, sondern lehnte mich nach vorne auf den Tisch und senkte die Stimme. „Was für ein Glückspilz ich doch bin.“ Ich lächelte schief und sah sie ehrlich an, denn das hatte ich ernst gemeint. Doch als sie mir tatsächlich verkaufen wollte, sie könnte schwanger sein, verflog mein kurzer Anflug innerlicher Euphorie sofort. Vor allem, als sie mich so auf die Folter spannte und sich nach vorne lehnte, nur um mir entgegenzuhauchen, dass sie wirklich nur scherzte. Ich stöhnte erleichtert auf und lehnte mich zurück, um meine angespannten Nerven wieder zu lockern. „Sowas kannst du mir doch nicht antun, A“, ihren fast beleidigten Blick, weil ich an der Zigarette den Bluff ja wohl hätte erkennen müssen, ignorierte ich. Den Schock, den sie mir eben verpasst hatte musste ich erstmal verarbeiten. Auch wenn ich erleichtert war, dass es eben nur ein Scherz gewesen war. „Bist du dir da sicher?“, fragte ich dann und so langsam kräuselten sich meine Lippen wieder zu einem amüsierten Lächeln. „Ich glaube, ich habe unser letztes Mal schon wieder fast vergessen, da müsste man meine Erinnerungen mal wieder etwas auffrischen.“ Natürlich könnte ich sie niemals vergessen und es gab kaum etwas, was ich momentan eigentlich mehr wollte, als sie. Aber sobald ich die Worte ausgesprochen hatte, bereute ich sie beinahe, sodass ich noch: „Also, irgendwann mal.“, hinzufügte. Ja, das war schon wieder so eine Arschlochaktion von mir, aber gerade in diesem Moment war wieder dieser Aaron in meinen Gedanken aufgetaucht und der tiefsitzende Stich, den sie mir damit verpasst hatte, als sie lieber ihn als Begleitung mitgenommen hatte. Natürlich hätte ich sie vermutlich ordnungsgemäß fragen sollen anstatt einfach davon auszugehen, dass wir zusammen hingehen, aber trotzdem würde ich mich noch etwas von ihr zurückziehen, bis wir das geklärt hatten. Meine Vermutung zu dem Verhalten ihrer Eltern schien sie tatsächlich ein wenig zu beruhigen und der Blick, den sie mir zuwarf machte es mir schwer, ihr immer noch böse zu sein. Auch als ich aus dem Fenster die beiden Quidditchspieler sah und sie plötzlich meine Hand ergriff sah ich wieder zu ihr. Ich wusste, dass sie es ernst meinte, als sie mich versuchte zu trösten. „Danke“, antwortete ich und drückte ihre Hand kurz, bevor wir einander wieder losließen. „Ich habs einfach verbockt. Bin selbst Schuld.“ Ich zuckte gespielt gleichgültig mit den Schultern, auch wenn ich mich selbst nicht wirklich überzeugte. „Ja, da hast du auch Recht. Ich hätte einfach gerne mit meinem Abschluss zusammen den Pokal mit dem Team gewonnen, das ist alles.“ Und es hatte einen riesen Aufstand zuhause gegeben, als rauskam, dass ich von dem Team ausgeschlossen worden war. Außerdem wusste ich nicht, was die Lehrer damit bezwecken wollten. Beim Quidditch hatte ich mich stets verausgabt, dort hatte ich alles rauslassen können und war dementsprechend relativ ausgeglichen. Jetzt, wo sie mir das genommen hatten, würde ich meine schwankenden Wutausbrüche anderweitig und an anderen auslassen müssen, auch wenn diese genau der Grund meiner Suspendierung gewesen waren.
I'm just out here chasing my dreams, girl
But it's crazy cause that dream cost me my dreamgirl
Promised you I wouldn't change before I left
now I think leaving is the one thing I regret
Cause the one thing I possess
It wasn't materials, wasn't drugs, wasn't clothes, or any part of success
It was you
And without that in my life I'm depressed
You became the new drug I couldn't get
But I wouldn't show it, instead got on that bus and left you blowing in the wind
Shit, and it's fucked up, cause every girl I'm with I see your face.
I never thought for a minute,
If you showed me a picture of my life now, that you wouldn't be in it
Took me a couple of years to say I love you, but I meant it when I said it,
It wasn't much of a romantic, but you get it
You didn't really smoke but when I rolled it up you hit it, and we lit it up
Shotgun in our kisses
And fuck these other bitches, baby, fuck these other bitches in my bunk,
staring up at all your pictures that you sent me on my birthday, remember that?
Cause I couldn't forget it,
Like I forgot yours, but I'm sorry and I said it, I admit it,
I fucked up and I lied but this is true,
I don't know what home is because I'm lost without you.
Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Ray on 03/04/2019 10:14 AMSchmunzelnd zog ich an meiner Zigarette, als sie mich Prinz Charming nannte. Diese Gespräche hatte ich vermisst in den letzten Wochen. Vor dem Ball hatten wir viel mit der Schule zu tun gehabt und dann war die Sache mit dem Ball gewesen und die freien Tage und erst jetzt viel mir auf, wie lange wir nicht mehr einfach nur zusammengesessen und irgendeinen Blödsinn geredet hatten. Erst jetzt wurde mir klar, wie sehr mir das gefehlt hatte. Natürlich war es nicht so gewesen, dass ich in den freien Tagen nicht an sie gedacht hatte, aber ich war noch zu wütend wegen dieses Aarons gewesen, um mich bei ihr zu melden. Dabei hatte ich ganz außen vor gelassen, dass ich sie möglicherweise die ganzen Tage mit ihrer Familie allein gelassen hatte, was win wahrer bester Freund eigentlich nicht hätte zulassen sollen. Aber manchmal war ich einfach ein Arsch, da hatte ich selbst leider keine guten Gegenargumente für. Annikas Frage ließ mich gleichgültig die Schultern zucken. „Ich weiß es nicht. Ich glaube, er will es eigentlich schon, aber hat Angst, dass sie ihm in der Hochzeitsnacht die Kehle aufschlitzt oder so.“ Ich grinste breit. „Zutrauen würde ich ihr sowas.“ Vielleicht fanden die beiden sich eines Tages aber auch mit ihrem Schicksal ab und sahen ein, dass es für den jeweil anderen eben keinen besseren Partner geben konnte. Wenn dieser Tag jemals eintreten würde, würde ich allerdings einen Besen fressen. Ihre nächste Frage ließ mich süffisant schmunzeln und ich hob neckend die Augenbrauen. „Eifersüchtig, Miss Yaxley?“ Natürlich würde ich niemals im Leben daran denken die Verlobte meines Bruders zu heiraten. Erstens war sie viel älter und zweitens müsste ich mein Leben lang in Todesangst und mit ihren ständigen Launen leben, bis ich mich wahrscheinlich freiwillig von der nächstbesten Klippe fallen ließ. Trotzdem gefiel es mir, dass Annie nochmal nachfragte, als ob sie der Gedanke stören würde. „Ich meine, sie war während der Pubertät so ziemlich die Traumfrau von allen Jungs aus Slytherin in der Schule“, überlegte ich, aber zwinkerte ihr dann zu. „Aber nein, natürlich würde ich das nie in Erwägung ziehen. Ich mag sie, aber zum Einen ist sie insgeheim Ragnars große Liebe wenn du mich fragst -aber sag ihm bloß nicht, dass ich das gesagt habe- und zum anderen ist sie einfach zu sehr Lestrange für mich. In allen Farben und Formen.“ Nein, aus ihr uns mir würde ganz sicher nie und nimmer etwas werden. Den Klotz am Bein konnte mein Bruder gerne behalten. Ich hob entschuligend die Hände, als sie bestätigte, dass sie es mit Kindern ernst meinte. „Tur mir Leid, find ich cool, dass du dir über sowas schon Gedanken machst. Die meisten Mädchen rasten bei den Thema ja völlig aus“, ich lächelte sie an und zog an meiner Zigarette. Es stimmte, dass die meisten Mädchen in unserem Alter überhaupt nicht gut auf das Thema zu sprechen waren, dabei war völlig klar, dass die meisten von ihnen irgendwann mit drei Bälgern an der Seite von irgendeinem reinblütigen Zauberer aus reicher Familie enden würden und sich plötzlich über nichts anderes mehr Gedanken machen würden. Natürlich galt das nicht für alle Hexen, aber das war leider die Last, die man neben all den Freiheiten zu tragen hatte, die man hatte wenn man in eine der alten mächtigen Reinblutfamilien hereingeboren worden war. Auf meinen Scherz zu den Kindern wurde sie plötzlich ernst und lehnte sich nach vorne. Als sie meinte sie sei überfällig, fiel mir kurz alles aus dem Gesicht. Was wollte sie mir gerade sagen? Sofort dachte ich an das letzte Mal zurück, als wir was gehabt hatten, was ungefähr vor einem Monat gewesen sein musste und fing an zu rechnen. Dann überlegte ich, ob sie vielleicht noch andere Jungs in der Zeit davor oder danach gesehen hatte, aber sie hatte mir nichts erzählt. Das taten wir auch nur gelegentlich wenn es gerade passte, aber ich erzählte ihr auch nicht von jeder einzelnen und sie mir nicht von jedem Kerl. Das war auch gut so, manche Dinge musste man ja nicht wissen. Aber jetzt überlief mich ein kalter Schauer und ich wusste nicht, was mir lieber war. Ich oder irgendein anderer. Vielleicht...vielleicht sogar dieser Aaron?! Vielleicht hatte er sie auch angefasst, ohne dass sie es wollte? Aber den Gedanken musste ich verwerfen, das konnte ja erst eine Woche her sein. Andererseits, vielleicht war es schon vorher vorgefallen und damit hatte er sie erpresst, um mit ihr zu dem Ball zu gehen? Man musste mir meine fieberhaften Gedanken ansehen, denn ein leichtes Grinsen bildete sich auf ihren Lippen. Moment mal, sie würde darüber nicht lachen und mein Blick viel auf ihre Zigarette in der Hand. „Du machst einen Scherz...oder?“, fragte ich zaghaft, aber noch nicht voll überzeugt. Egal, was ihre Antwort war, ich musste echt besser aufpassen. Am Ende kam noch so eine wie Charlotte an und hing mir sowas an und so ein Balg hätte ich wirklich nicht gerne am Hals. Wir wechselten das Thema zu Jarik, aber ihre Antwort beruhigte mich nur wenig. „Vielleicht erinnert er sich ja“, meinte ich nur trocken aber zwang mich dann zu einem Lächeln. Es war ihre Sache und wenn sie mir davon erzählen wollte, dann würde sie das tun. Ansonsten blieb ich einfach der Gentleman und beließ es dabei. Als ich sie fragte, ob irgendetwas vorgefallen war, dass der Grund für das noch seltsamere Verhalten ihrer Eltern sein könnte, schüttelte sie den Kopf. „Vielleicht haben sie nur irgendetwas Beunruhigendes im Tagespropheten gelesen und reagieren deshalb über“, überlegte ich dann, um sie ein wenig zu beruhigen. „Stets zu Diensten“, bekräftigte ich mein Angebot und grinste breit, als sie mein Kompliment mit einem „Danke“ annahm. Auch das mochte ich wieder an ihr, sie nahm Komplimente einfach an, weil sie wusste, dass sie ehrlich gemeint waren. Eine Frau war so viel schöner wenn sie ihre eigene Schönheit erkannte und stolz darauf war, als sich immer hässlich zu fühlen und keine Selbstakzeptanz zu haben. Ein Blick nach draußen ließ meine Laune allerdings wieder sinken. Zwei Ravenvlaws in Quidditchuniformen liefen am Fenster vorbei und betraten gegenüber einen Laden. Ich vermisste Quidditch, das Team und vor allem die Spiele. Doch damit war seit Anfang des des Schuljahres endgültig Schluss. Und das nur, weil ich mich wieder nicht zurückhalten konnte. Immer hatten meine Eltern dafür gesorgt, dass ich mit einem blauen Auge und Nachsitzen oder Strafarbeit davongekommen war. Doch dieses Mal hatten die Lehrer auch beide Augen nicht zurdrücken können, sondern hatten gemeint, mal ein Exempel statuieren zu müssen.
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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Ray on 03/03/2019 11:50 PM„Ach hör doch auf“, scherzte ich weiter und verstellte meine Stimme, während ich eine wegwerfende Handbewegung machte. „Gleich werde noch rot“, grinste ich und nahm einen Schluck Butterbier. „Werde ich ihm ausrichten“, meinte ich wieder ernsthaft und schmunzelte dann, als Annika den Beziehungsstatus meines Bruders ansprach. „Naja, er ist ja streng genommen seit knapp 4 Jahren verlobt“, grinste ich und zählte kurz die Jahre nach. „Ja, müssen jetzt 4 Jahre sein, aber ich bezweifle, dass er Nyx jemals vor den Traualtar kriegt.“ Bereits noch während ihrer gemeinsamen Schulzeit hatten mein Vater und Mr. Lestrange die beiden aneinandergekettet und mit 22 Jahren hatten die beiden schließlich dem Druck ihrer Väter nachgegeben und sich zumindest schonmal verlobt. Das war nur jetzt bereits wieder vier Jahre her und ich hatte erst vor kurzem meinen Bruder in einer seiner sehr seltenen Gesprächslaunen erlebt, in der er mir von diesem Arrangement erzählt hatte. „Ich verstehe immer gar nicht, wieso er sich ständig über sie aufregt, ich habe ihm auch gesagt, ich würde sofort mit ihm tauschen“, ich grinste breit. „Das fand er gar nicht lustig.“ Mein Bruder und Nyx waren so eine Sache für sich. Die beiden bekriegten sich ständig und ließen kaum ein gutes Haar aneinander aus, aber insgeheim wusste jeder, auch sie selbst, dass sie wie für einander geschaffen waren. Jedenfalls kam ich nicht umhin das zu bemerken, wenn die beiden mich nachts in Nott Manor stundenlang wachhielten und die Tatsache, wie zufrieden Ragnar am nächsten Morgen immer wirkte. Zufrieden und so zerknautscht, als hätte er nicht eine Sekunde Schlaf bekommen. Und genau deshalb verstand ich nicht, wieso sie einander das Leben immer zur Hölle machen mussten. Bei dem was Annika als nächstes sagte, verschluckte ich mich beinahe am Butterbier. „Dein Ernst?“ Ich sah sie schief an. Ich hatte mich nie damit auseinandergesetzt, denn eigentlich war es die Aufgabe meines Bruders unsere Linie fortzuführen, womit er ganz sicher scheitern würde. „Naja, ich meine“, ich fuhr mir mit der Hand über den Nacken und tat so, als würde ich das tatsächlich in Erwägung ziehen. „Vielleicht hab ich ja schon welche, von denen ich nichts weiß.“ Ich warf ihr einen neckenden Blick zu, doch riss mich dann wieder zusammen. Wenn sie das eben wirklich ernst gemeint hatte, war sie eine der wenigen Personen in meinem Leben, der ich nicht so vor den Kopf stoßen wollte. Rächen tat sie sich allerdings gut genug damit, indem sie Jarik ein wenig zu detailliert beschrieb, als mir lieb war. Provozierte sie mich nur, oder meinte sie das ernst? Oder erzählte sie nur das, was ihr Freundinnen erzählt hatten, mit denen Jarik etwas gehabt hatte. Mein bester Freund hatte mir später wohl noch so einiges zu erzählen, das schwor ich ihm. „Du scheinst ihn ja ziemlich gut zu kennen“, meinte ich nur und es fiel mir schwer, meine fröhliche Miene aufrechtzuerhalten. Diese Möglichkeit, die beiden könnten sich nahe gekommen sein, störte mich einfach zu sehr, um so zu tun, als wäre mir das alles gleichgültig wie sonst. Was sie über ihre Eltern erzählte ließ mich die Stirn runzeln. „Das klingt sogar für die ziemlich schräg“, gab ich zu und zog skeptisch die Augenbrauen hoch. „Nichtmal zu Beth? Das ist krass.“ Ich kannte ihre Eltern und ich wusste um das schwierige Verhältnis zwischen ihnen und meiner besten Freundin, doch hinter dem was sie erzählte musste mehr stecken. „Ist denn irgendetwas vorgefallen?“ Vielleicht hatten auch sie Wind von ihrem Gryffindordate erfahren und reagierten einfach ein bisschen über. Oder dieser Bastard hatte ihr tatsächlich etwas angetan und sie wollten sie nur beschützen? Annika hatte inzwischen eine Zigarettenschachtel aus der Tasche geholt und bot mir eine an. Dankend nahm ich mir ebenfalls eine und zündete sie mir mit dem Zauberstab an. Die Art wie sie ihre Zigarette zwischen die Lippen klemmte fand ich unglaublich sexy und ich nahm einen tiefen Zug, während ich sie beibachtete, wie sie ihre anzündete. „Nicht schlecht“, antwortete ich beeindruckt und lächelte schief. „Wann auch immer du den Plan umsetzen willst, ich bin dabei!“ Ich hegte zwar selbst keine Mordgelüste gegenüber ihrer Familie, aber eine wütende, tobende Annika, die mit Todes- und Folterflüchen um sich schoss, wie ein blonder Todesengel konnte nur sexy sein, also würde ich mir das sicher nicht entgehen lassen. „Du bist die Teufelin, Annie“, sagte ich und zog süffisant und mit einem schiefen Grinsen an meiner Zigarette.
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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Ray on 03/03/2019 09:49 AMNatürlich wusste sie das. Ich mochte es, wie wohl sie sich in ihrer Haut fühlte und konnte rein gar nichts Negatives daran entdecken, wie die Leute, die behaupteten, sie sei viel zu arrogant. Ich fand es tausend mal attraktiver als die Weiber, die ständig an sich selbst herumnörgelten oder behaupteten sie seien zu fett, nur um Komplimente zu bekommen. Annika tat das nie. Sie bekam die Komplimente ganz von allein. An meinen Leiden nahm sie nur wenig Anteilnahme. „Wirklich, die belästigen mich geradezu!“ Ich zwinkerte ihr zu und dachte an die Gute von gestern. So viel wie die geredet hatte war es mir schleierhaft, wie Ragnar, der sonst kein wirklicher Mann der Worte war, Gefallen an ihr gefunden haben konnte. Entweder war er Jenseits von gut und böse gewesen, oder er hatte ein Mittel gefunden, sie zum Schweigen zu bringen. Manchmal brachte er aber auch Studentinnen mit, bei denen sogar mir die Kinnlade herunterfiel. Und obwohl Ragnar nicht gerade der Typ war, der gerne teilte, hatte er bisher nie ein Problem damit gehabt, wenn mir die Frühstücksbegegnungen auch gefielen. Solange er mit ihnen fertig war. Die einzig wirklich heikle Situation war noch immer die Tatsache, dass seine Verlobte mir damals als ich 13 war und das erste Mal wirklich alkoholisiert gewesen war, die Unschuld genommen hatte, einfach weil sie daran so ihren Spaß hatte und weil sie wusste, dass es Ragnar vollkommen auf die Palme bringen würde. Dass ich eigentlich nur von ihr benutzt worden war, um meinem Bruder eins auszuwischen, war eigentlich etwas, dass mich hätte traumatisieren sollen. Ich musste immer innerlich grinsen wenn ich an die Geschichte dachte. Denn mich hätte es wirklich schlimmer treffen können, immerhin hatte sie nicht ohne Grund ihre Awards gewonnen und ich hatte einige Freunde, die heimlich Fotos von ihr besaßen und. Nun, als die Verlobung dann offiziell wurde, hatte ich natürlich dafür gesorgt, dass das aufhörte. Es ging immerhin um den Stolzmeines Bruders. „Ich soll dich übrigens von ihm grüßen“, fiel mir noch ein und dachte mir nichts weiter dabei. Zwar hatte ich immer mal die Situation gehabt, wenn ich mal ein Mädchen mit nach Hause geschleppt hatte, dass die dann plötzlich nur noch meinen Bruder mit seinen ‚hinreißenden Engelslöckchen und den blauen Augen“ oder was denen sonst noch gefiel angafften, aber Annika war meine beste Freundin und sie fand das bestimmt nicht so. Oder sie hatte es mir zuliebe nie gezeigt. War auch besser so, denn das hätte mich dann wirklich auf die Palme gebracht. Ich grinste, als wir über Jarik sprachen. „Er braucht nur einen guten Wingman, dann ist alles gut“, nahm ich meinen Kumpel in Schutz, doch ich wusste was sie meinte. Dann jedoch hielt ich inne und mein Grinsen wurde etwas weniger. „Ach ja, und das...?“ In diesem Moment kam der Wirt wieder und brachte unser Butterbier. Ich hatte es nicht so interessiert klingen lassen sollen, doch die Worte waren schneller raus, als ich hatte überlegen können. Eigentlich war es absurd, wenn sie was mit Jarik gehabt hätte, hätte eich davon gewusst, ganz sicher. Oder? Streng genommen wusste sie ja auch nicht jede kleine Einzelheit von mir. Wir hatten uns immer nur das erzählt, von dem wir das Gefühl gehabt hatten, der andere sollte es einfach wissen. Ich versuchte meiner Miene wieder einen neutralen Gesichtsausdruck zu verpassen und nahm mir vor, mir nachher Jarik selbst einfach mal vorzuknöpfen. Natürlich hatte ich immer klargestellt, dass Annika und ich „nur“ Freunde waren, immer mal...oder in letzter Zeit auch ziemlich häufig...eben Mal im Bett landeten, aber ja eigentlich nicht mehr dabei war. Doch immer häufiger erwischte ich mich dabei, wie es in mir eine unglaubliche Eifersucht weckte, wenn ich von ihren anderen Kerlen erfuhr. Leider kam der Wirt dazwischen, sodass wir danach einfach das Thema wechselten. „Oh man“, ich schüttelte den Kopf. Ich kannte ihre Situation zuhause und wusste, wie sehr es sie immer fertig machte, dort zu sein. „Du hättest jederzeit auch zu mir kommen können, das weißt du, oder?“ , Wenn du nicht zu beschäftigt warst, mit diesem Gryffindorabschaum‘, hallte es in meinem Kopf, doch ich bereute es schon gleich wieder, dass auch nur gedacht zu haben. Das hier war Annika, sie musste einen Grund gehabt haben, mit diesem Idioten zu dem Ball gegangen zu sein. Vielleicht hatte er sie mit irgendetwas erpresst? Wenn das so war dann würde der Kerl den morgigen Schultag nicht überleben, das schwor ich mir. „Ach ja? Lass hören!“ Ich prostete ihr mit dem Glas zu und lehnte mich zurück, gespannt, welche Zauber sie dieses Mal gelernt hatte. Kurz überlegte ich, ob hinter ihrem leeren Ausdruck noch mehr steckte, als die übliche Frustration nach einem Wochenende mit ihren Eltern.
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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Ray on 03/02/2019 10:31 PMEin paar Minuten später öffnete sich die Tür des Pubs und augenblicklich wandte sich so ziemlich jedes Augenpaar um mich herum der Tür zu. Oder besser der Person, die durch diese Tür getreten war. Ich setzte ein breites Grinsen auf und ließ mir nicht anmerken, wie sehr ich den Anblick genoss, wie sie durch den vollen Raum auf mich zukam. Ich hatte das schon so oft gesehen und trotzdem konnte ich mich nie an ihr sattsehen. Was eigentlich verrückt war, wenn man bedachte, dass ich sie fast täglich sah und wie viele andere Mädchen ich schon nach kurzer Zeit langweilig fand. Und wieder einmal konnte ich mich glücklich schätzen, ihr bester Freund zu sein, denn mir entgingen nie die neidischen Blicken anderer Kerle, wen ich wie selbstverständlich ständig mit ihr herumhing. Sie ließ sich auf dem Stuhl mir gegenüber nieder, nicht ohne dabei ‚dezent‘ ihren Oberbau in Szene zu setzen. Das ließ mein Grinsen noch breiter werden. „Auch schön, dich zu sehen“, gab ich zurück und nahm den Fuß von der Tischkante, damit mein Stuhl wieder in eine normale Position nach vorne fiel. Erst ihr Kompliment lenkte meinen Blick für eine Sekunde nach unten, bevor ich sie wieder ansah. „Das kann ich nur zurückgeben.“ Ich winkte dem Wirt zu und signalisierte ihm, dass wir zwei Butterbiere haben wollten. „Gibt eigentlich nicht viel zu erzählen“, überlegte ich dann und kratzte mich am Kinn. „Mein Bruder hängt den ganzen Tag im Ministerium und wenn er nicht im Ministerium herumhängt, ist er bei irgendwelchen Weibern, oder ich muss mich mit irgendwelchen von diesen Weibern morgens beim Frühstück herumschlagen, während er noch pennt.“ Erst gestern Abend hatte mich eine der Errungenschaften meines Bruders mal wieder völlig ausgefragt und auf Krampf versucht, sich bei mir einzuschleimen. Die hatte doch tatsächlich gedacht, Ragnar würde es mit ihr ernst meinen und hatte wohl schon die Hochzeitsglockwn läuten hören. Meistens hatte ich dann den ehrenvollen Job, diesen Damen dann zu erklären, dass sie besser verschwanden bevor er wach wurde und sie hier immer noch herumlief. „Du kennst ihn ja“, schloss ich kopfschüttelnd. „Ansonsten war ich ein paar Mal mit Jarik unterwegs, aber keine große Sache.“ Ich zuckte mit den Schultern und sah sie dann mit einem Hauch Hintergedanken an. „Und bei dir so?“ Es sollte möglichst unauffällig klingen, aber ich musste mich wirklich zusammenreißen, um nicht auch nur ein winzig bisschen Neugier herausscheinen zu lassen.
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Annika & Ray || Im Drei Besen
from Ray on 03/02/2019 09:31 PMMorgen fing die Schule wieder an. Nach dem King & Queen Ball vor einer Woche hatten wir alle ein paar Tage schulfrei, in denen die meisten Schüler nach Hause gefahren waren. Auch ich hatte ein paar Tage zuhause verbracht, auch wenn mein Bruder und meine Eltern kaum da gewesen waren. Die Wochen vor dem Ball war viel los gewesen und ich hatte mal wieder einfach ein paar Stunden am Tag für mich gebraucht. Abends war ich immer mal mit Jarik in der Nokturngasse gewesen und wir hatten uns ordentlich vollaufen lassen. Heute morgen war ich schließlich wieder zurück nach Hogwarts gekommen und wollte mich Annika im Drei Besen treffen. Wir kannten und schon seit Ewigkeiten und waren seit langer Zeit schon beste Freunde und gelegentlich auch mal mehr. Ich konnte ihr blind vertrauen und sie mir ebenfalls, doch seit dem Ball war ich mir nicht mehr so sicher. Sie hatte ein großes Geheimnis um ihre Begleitung gemacht und eigentlich hatte ich wortlos angenommen, dass wir zusammen hingehen würden, doch als ich sie dann ein paar Tage vorher gefragt hatte, welche Farbe ihr Kleid hätte, damit ich wissen würde, was ich anziehen soll, hatte sie mir erzählt, jemand anderes hätte sie bereits gefragt. Ich hatte mir meinen irritierten Blick damals verkniffen und so getan, als würde mich das gar nicht überraschen, geschweige denn weiter interessieren, doch eigentlich hatte es mir sehr wohl einen Schlag ins Gesicht verpasst. Ich hatte mir dann eben eine andere Begleitung gesucht, was mir nicht allzu schwerfiel und war stattdessen mit Charlotte Beaufort, einer blonden Austauschschülerin aus Beauxbatons hingegangen, von der bereits nach einem Monat in Hogwarts so ziemlich jeder Kerl etwas wollte - und da Charlotte offenbar mit dem auf „nicht leicht zu haben“ Getue nicht so viel anfangen konnte - auch bekam. Jedenfalls hatte es mir einen weiteren imaginären Faustschlag verpasst, als Annika schließlich ausgerechnet mit diesem Gryffindor-Spinner ankam. Nach dem Ball hatten wir uns nicht mehr gesehen, ich hatte irgendwann mit Charlotte im Arm und einer Flasche heringeschmuggelten Feuerwhiskey in der Hand das Weite gesucht und war erst spät am nächsten Tag in irgendeinem Korridor nahe des Westflügels aufgewacht. Und da ich Annika an dem Tag im Abendzug nach Hause nicht gesehen hatte, musste sie wohl bereits den am Vormittags genommen haben, sodass ich nicht dazu gekommen war, sie auf den Ball anzusprechen. Und jetzt wartete ich hier im Drei Besen, den Fuß gegen den Tisch gestemmt und kippelte mit dem Stuhl während ich durch das Fenster nach draußen schaute.
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![[ehem.] Slytherin](https://static2.yooco.de/n/ee/408293/images/usergroups/orig/e87c12c7744df3d23b520d143dffb70e.png)










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