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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Annika on 03/05/2019 07:50 PMGute Antwort, dachte ich mir, während ich ihm beeindruckt zunickte. Dadurch machte er es nurnoch interessante. Von Natur aus war ich verdammt neugierig, ich steckte meine Nase auch immer gerne in Angelegenheiten, die mich nichts angingen. Ich wünschte, ich könnte in sein Gehirn eindringen, und mir seine Träume einfach ansehen, wie in einem Kino. Genauso sehr wünschte ich mir, ich würde mich daran errinern, was ich träumte. Denn das war seltenst der Fall. Und wenn ich es tat, waren es meistens Albträume, von denen ich Nachts aus dem Schlaf gerissen wurde.
Nicht Ernstes dabei, mh? Irgendwie beruhigte mich das etwas. Doch dann fing er an, über Greengrass zu sprechen. Verwirrt schüttelte ich meinen blonden Kopf. "Bist du nicht mit den Greengrasses verwandt?", fragte ich unsicher. Schon wenn ich dieses Wort, Beauxbatons hörte, könnte ich kotzen. Franzosen waren nicht wirklich meine Lieblingsmenschen. Alleine schon diese Aussprache. "Nadann hoff ich für dich, dass sie sich keinen französischen Akkzent angeeignet hat, Monsieur", zog ich ihn grinsend auf, griff nach meinem Butterbier und trank etwas. "Aber im Ernst", murmelte ich während ich das Glas wieder abstellte. "Du wirst doch nicht zwangsverheiratet, oder?", fragte ich geschockt. Klar, ich wusste wie seine Eltern drauf waren, aber so hatte ich noch nie darüber nachgedacht. Meine Eltern hatten auch nie darüber geredet, auch wenn es zu ihnen passen würde. Aber andererseits, haben sie Theo nie verheiraten wollen. Nagut, dafür haben sie ihn getötet, als er eine Muggelstämmige heiraten wollte.
"Also ich werde nur aus Liebe heiraten", das hörte sich aus meinem Mund ziemlich komisch an, vor allem weil ich erst einmal geliebt habe, und zwar war das damals Domenico. "Ich weiß, dass hört sich komisch an", bemerkte ich, bevor er etwas dazu sagen konnte. "Doch ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen, als Zwangsverheiratet zu sein. Oder nur aus Geld zu heiraten", das würde bei mir eh nie auftreten, ich war reicher als die meisten Männer, die ich kannte. "Weißt du, früher hatte ich meinen Eltern immer erzählt, ich würde dich heiraten. Damals wusste ich noch nicht, was eine Ehe mit sich bringt. Aber wenigstens waren sie einverstanden", lachte ich und errinerte mich daran, wie ich als kleines Mädchen mit meinen Eltern im Garten saß, und wir Erdbeeren aßen. Damals war alles irgendwie leichter gewesen. Irgendwie hörte ich mich wie ein hoffnungsloser Romantiker an, seitwann war ich bitte so? Hatte Aaron das aus mir gemacht? Gott, das musste aufhören! "Ist das nicht witzig?", schob ich noch hinterher, um zu betonen, dass ich der Gedanke lächerlich wäre.
"Margaret? Die ist voll die Streberin", versuchte ich ihm stirnrunzelnd klar zu machen. Aber er hatte nicht ganz unrecht, sie sah ganz okay aus. Vorallem ihr Haar sah immer so glänzend aus. Wollte ich ihm wirklich ein Mädchen vorstellen? Naja, solange es nicht Ernstes war... Es ging mich ja auch nichts an. "Du bist ja auch ein Vollidiot", scherzte ich, schüttelte aber aus schlechtem Gewissen meinen Kopf. "Spaß. Ich red' mit ihr", versicherte ich ihm lächelnd. "Aber was bekomme ich dann dafür?", fragte ich neugierig und lehnte mich zu ihm vor.
Mir gefiel nicht, wie er mit mir redete. Ich hatte ja auch gemerkt, dass er Aaron nicht wirklich mochte, aber so wie er jetzt sprach... Hörte er sich doch ziemlich... Eifersüchtig an. "Ja, hatte ich. Er ist ein Gentleman", säuselte ich übertrieben freundlich. "Wer ist nun eifersüchtig, mh?", fragte ich dann lächelnd nach einer kurzen Pause. "Nur zu deiner Information: Es lief nichts zwischen uns. Garnichts, noch nie. Falls dich das beruhigt", fauchte ich augenverdrehend.
Zustimmend nickte ich ihm zu, durchaus wechselten meine Partner ab und zu, weshalb ich ihm die Antwort nicht übel nahm. Doch tatsächlich war ich in den letzten Wochen nicht weiter als einen betrunkenen Kuss gegangen. Dann brachte er mich ziemlich zum Lachen. "Ray Junior? Niemals! Und vorallem nicht, wenn es ein Mädchen wäre", immernoch lachend schüttelte ich den Kopf.
"Das hoffe ich doch", murmelte ich kaum hörbar. "Apropos Uni... Hast du dich schon irgendwo beworben?", wollte ich wissen. Da mein einer Fuß aufgrund des hohen Absatzs schon ziemlich schmerzte, schlug ich mein linkes Bein über mein rechtes, nicht wie vorher mein rechtes über mein linkes, wie ich eigentlich immer saß. Auch wenn ich mein Leben lang eine Auroren Ausbildung anfangen wollte, spielte ich mit dem Gedanken, zu studieren. Verbindungshäuser, ausgefallene Partys, eine weitere Schule, die ich übernehmen könnte... Hörte sich doch nach einer Menge Spaß an. Nur hatte ich keine Ahnung, was ich studieren könnte.
Auch, wenn ich mir sicher war, dass ich selbst Dumbledore um meinen kleinen Finger wickeln könnte, beließ ich es einfach dabei. Wahrscheinlich würde ich eh hinter Rays Rücken mit ihm reden. Ich konnte einfach nicht stillsitzen und meine Chanchen nicht nutzen, schließlich würde ich ihm einen riesen Gefallen tun. Aber ich entschloss mich einfach, erstmal nichts zu tun. Sowieso verstand ich nicht ganz, was er so toll an Quidditch fand. Ich selbst war kein wirklicher Fan. Die Spiele schaute ich nur mit, da mein ganzer Jahrgang immer Flachmänner mitschmuggelte, und alle schon bei der Halbzeit ordentlich einen sitzen hatten. Es hatte sich herausgestellt, dass ich betrunken sogar Feuer und Flamme für Quidditch war. Und natürlich hatte ich mir jedes Spiel angeschaut, um Ray laut anzufeuern. "Bitte nicht", bettelte ich, auch wenn ich natürlich wusste, dass es ein Scherz gewesen war. "Wir haben uns noch nie ein Spiel in Hogwarts zusammen angeschaut", merkte ich an. "Mit etwas Gin wirds ganz lustig".

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Annika on 03/05/2019 07:34 AMSein Schmunzeln verschlimmerte meinen Blick nurnoch. Was fand er jetzt so witzig daran? Manchmal fühlte ich mich wie ein Roboter, der die meschlichen Gefühle einfach nicht nachvollziehen konnte. Wie Sheldon Cooper. Er brachte mich jedoch wieder leicht zum Lächeln, als er sagte, er würde von mir träumen. "Und was mach ich so in deinen Träumen?", ein dreckiges Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen, dabei drehte ich eine Haarsträhne um meinen Zeigefinger.
Erst war ich mir nicht sicher, ob er das mit dem Glückspilz ernst meinte oder nicht. Aber warum sollte er Scherze darüber machen? Schließlich war es so, er konnte sich glücklich schätzen. Neugierig hob ich mein Kinn und musterte ihn. "Wie siehts eigentlich bei dir so aus? Mit den Mädchen? Schon die richtige gefunden?", die Fragen kamen eifersüchtiger herüber, als ich es geplant hatte, was wohl auch daran lag, dass ich direkt an diese Austauschschülerin denken musste. Ich hoffte einfach, dass er es nicht bemerkt hätte.
Kurz lachte ich auf, als ich seine Anspannung vergehen sah. "Tut mir leid, ich konnts mir einfach nicht verkneifen", gab ich schulterzuckend zu. "Aber wie hättest du reagiert, wenn es kein Scherz gewesen wäre?", wollte ich dann neugierig wissen und legte meinen Kopf leicht schief.
Schmunzelnd verdrehte ich meine Augen, als er mich aufzog. "Ja, ich bin mir sicher", versicherte ich ihm genervt, trotzdem lächelte ich dabei. Gerade wollte ich darauf eingehen, dass ich seine Erinnerungen gerne auffrischen könnte, als er noch ein also, irgendwann mal hinterherschob. Also, irgendwann mal? Verwirrt hob ich meine Augenbrauen in die Höhe, und wusste nicht ganz, was ich antworten sollte. Irgendwann mal? Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Im ersten Moment hörte er sich an, als würde er mich wollen, im nächsten Moment hörte es sich nach einer Abfuhr an. Vielleicht fand er mich ja nicht mehr attraktiv genug. Oder jedenfalls nicht attraktiver als Charlotte... Gespielt setzte ich ein Lächeln auf, um meine Unsicherheit zu verstecken. "Klar", nun presste ich meine Lippen aufeinander und schaute mich im drei Besen um. Als ich ihm wieder in die Augen sah, fügte ich noch "Irgendwann mal" hinzu. Schnell nahm ich wieder mein Butterbier in die Hand.
Kurz nickte ich ihm zu, als er sich bedankte. Tatsächlich konnte ich unwahrscheinlich mitfühlend sein, zu Menschen, die ich liebte. Nicht dass ich Ray liebte, es war eher freundschaftliche Liebe. Auch wenn meine eifersüchtigen Launen mich immer mehr daran zweifeln ließen, dass ich nicht irgendetwas für ihn empfand. Wenn ich ihm die Augen sah, viel alle Anspannung von mir. Er kannte mich halt auch am Besten von allen, er kannte jeden Zentimeter meiner Seele, von meiner Haut ganz zu schweigen.
"Aus Fehlern lernt man...", meinte ich schulterzuckend. "Wenn du jetzt in eine richtige Mannschaft kommst, weißt du, wie du dich nicht verhalten darfst. Du bist sowieso für was größeres bestimmt, als für so eine lahme Schulmannschaft", argumentierte ich. Jedoch ließ der Schmerz in seinen Augen mich nicht in Ruhe, ich musste einfach irgendwas dagegen tun. "Aber wenn es wirklich das ist, was du willst, werde ich dafür sorgen, dass der nächste freie Platz dir gehört. Versprochen. Schließlich bin ich mit dem Kaptain sehr gut befreundet", kurz zwinkerte ich ihm zu. Als er das mit dem Pokol erwähnte, schoss mir plötzlich ein Geistesblitz durch den Kopf. "Hey, das könntest du auch! Darren meinte zu mir, dass der Hüter sich stark verletzt hat, und die Chanche, dass er jemals wieder auf einen Besen steigen will, gleich null ist", erklärte ich ihm schulterzuckend. Auch wenn der Hüter meiner Meinung nach nicht die spannenste Positition war, konnte man dabei nicht so viele Schüler verletzten. "Ich red mit Dumbledore, wenn du willst. Er mag mich", erzählte ich ihm, ein arrogantes Lächeln lag auf meinen Lippen.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Annika on 03/04/2019 01:31 PM„Verständlich“, antwortete ich ihm nur dadrauf, dass sein Bruder Angst vor seiner Verlobten hätte. Wenn man nicht gewusst hatte, dass ich sie nicht leiden könnte, hatte man es spätestens jetzt an meinem Gesichtsausdruck gesehen. Ich schenkte meinem besten Freund den bösesten Blick, den ich im Repertuar hatte, gefolgt von einem gefälschtem Lächeln. Langsam zog ich an meiner Zigarette. „Ich? Eifersüchtig? In deinen Träumen“, genervt verdrehte ich meine Augen und pustete den Rauch aus. Natürlich war ich eifersüchtig, und ich war auch nicht wirklich gut dadrin, es zu überspielen. Auch wenn es nicht so war, gehörte er in meinen Augen nur mir. Und das total egoistisch war war mir klar, schließlich gehörte ich in meinen Augen nicht ihm. Und naiv war es auch, schließlich war ich nicht die einzige, mit der er sich gerne mal vergnügte.
Er entlockte mir ein kleines, selbstverliebtes Lachen. Dann stützte ich einen Arm auf den Tisch, um wieder abzuaschen. „Dafür sitzt das Mädchen, das die Traumfrau von jedem Jungen auf Hogwarts ist, direkt vor dir“, sagte ich ohne ihn anzusehen. Erst als ich meine Zigarette wieder zwischen meine Lippen steckte, schaute ich ihm wieder in die Augen. Dann nickte ich langsam, als wen mir versicherte, er würde wirklich nichts von ihr wollen, „Da bin ich aber erleichtert“, auch wenn ich es ernst meinte, ließ ich es wie einen Witz klingen. Ein letztes Mal zog ich an meiner Zigarette.
Verwirrt beobachtete ich ihn, ich konnte quasi hören, wie sein Kopf am rattern war. Schon süß, wie er sich den Kopf darüber zerbrach. Dramatisch lehnte ich mich nach vorne, schaute nervös zu allen Seiten, als ob ich ihm ein Geheimnis verraten wollte. Doch dann sah ich ihn einfach nur an, mit einem gemeinen Grinsen auf den Lippen, während ich „Ja“ flüsterte. „Denkst du echt, ich würde dann noch rauchen?“, fragte ich leicht beleidigt und drückte die Zigarette aus.
Gespielt gleichgültig zuckte ich mit den Schultern. „Vielleicht. Mich vergessen die wenigsten“, säuselte ich selbstüberzeugt. Er wusste ja, wovon ich sprach. Trotzdem hoffte ich, er würde ihn nicht darauf ansprechen. Denn ich war mir nicht klar, wie er reagieren würde. Seine besten Freunde? Aber naja, es war ja nichts dabei gewesen, nichts ernstes. Wiederholen würde ich das sowieso nicht.
Kurz schenkte ich ihm ein warmes Lächeln. Ich wusste, ich könnte mich immer auf ihn verlassen. Zum Glück hatte ich einige gute Freunde, ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen würd. Ray stand in dieser Liste natürlich ganz oben, mit Beth. Tatsächlich schaffte er es, mich etwas zu beruhigen. „Ja, daran habe ich auch gedacht“, stimmte ich ihm nachdenklich zu.
Dann folgte ich seinem Blick zu den zwei Quidditchspielern aus Ravenclaw. Mein Gesichtsausdruck wurde trauriger, als ich seinen sah. Während er nun immernoch die Beiden ansah, nahm ich seine Hand in meine und drückte sie kurz. „Das mit Quidditch tut mir echt leid“, ich hoffte, er wusste, was diese Wörter aus meinem Mund bedeuteten. Denn oft sagte ich sowas nicht. „Guck einfach nicht hin, ja?“, man müsste ja nicht nochmal Salz in die Wunde streuen. Nun ließ ich seine Hand wieder los und schenkte ihm ein tröstendes Lächeln. „Du kannst dich ja auch für andere Teams bewerben, nach seinem Abschluss. Wir können jederzeit zusammen spielen, wenn du willst. Auch wenn ich wohl keine wirkliche Gegnerin für dich bin“, musste ich mürrisch zugeben.
[sorry wenn ein paar fehler drin sind, bin auf der arbeit
]

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Annika on 03/04/2019 08:37 AMEr entlockte mir sogar ein leises Kichern, als behauptete, er würde gleich rotanlaufen. „Musst dich doch nicht dafür schämen, Prinz Charming“, zog ich ihn neckend auf und lehnte mich an meinen Stuhlrücken an. Für einen Momemt würde ich ganz still und musterte ihn auffällig, dabei lächelte ich immernoch leicht.
Als er über Nyx sprach, schüttelte ich leicht meinen Kopf. Ich kannte die Geschichte der Beiden, und ehrlich gesagt konnte ich sie nicht leiden. Das lag wohl größtenteils an ihrer Beziehung mit Ray. „Denkst du echt, die werden jemals heiraten?“, fragte ich skeptisch, während ich mich wieder vorbeugte, um die Asche meiner Zigarette in den Aschenbecher fallen zu lassen. Dann lehnte ich mich wieder zurück und nahm einen Zug. „Würdest du?“, fragte ich dann ausdruckslos, weißer Rauch stieg vereinzelnd aus meinem Mund aus. „Mit ihm tauschen?“, diesmal pustete ich ihm den Rauch direkt ins Gesicht.
Als er mich fragte, ob ich es ernst meinte, und dabei ziemlich überrascht aussah, blickte ich ihm ebenfalls überrascht in die Augen. „Klar. Wieso sollte ich so etwas aus Spaß sagen?“, hackte ich dann etwas gereizt nach. Ich hasste es einfach, wenn ich aufeinmal gemein zu anderen war, vorallem zu Ray. Aber mittlerweile sollte er sich daran gewöhnt haben, dass ich das nicht so ernst meinte. Kurz schluckte ich bei dem Gedanken, er könnte Kinder haben. Das wäre schön einwenig komisch für mich. Spontan beschloss ich, ihn einwenig auf den Arm zu nehmen. „Wo wir schon dabei sind...“, wieder beugte ich mich zu ihm vor, meine Stimme wurde leider. „Ich bin überfällig“, log ich ihm eiskalt ins Gesicht, innerlich war ich schon am Lachen. Der Arme, ich wusste echt nicht, was er an mir fand, geschweige denn wie er es mit mir aushielt. Aber anderer Seits müsste ihm eigentlich klar sein, dass ich niemals rauchen würde, wäre ich schwanger.
Gleichgültig zuckte ich mit den Schultern, als er meinte, ich würde Jarik ziemlich gut kennen. Dann nahm ich mein Butterbier wieder in die Hand, um daraus zu trinken. Als ich es wieder abstellte, legte ich ein höhnisches Lächeln auf. „Es geht so, ich erinnere mich nicht an viel“, ich hoffte einfach, er würde es dabei belassen. Meine Gedanken wechselten ständig zwischen ‚Reib es ihm unter die Nase‘ und ‚Zettel keinen Streit an‘, letzteres überwog nun.
Zustimmend nickte ich ihm zu. Ja, das war ziemlich komisch von Ihnen gewesen. Ob irgendwas vorgefallen war? „Nein, eigentlich nicht“, dachte ich laut. Es hätte gut seien können, dass ein Slytherin seinen Eltern von Aaron erzählt hatte, und dieser dann meinen Eltern, aber darauf hätten sie mich angesprochen. Oder? Erst jetzt kam mir dieser Gedanke in Sinnen. Aber Aaron war doch sowieso ständig mit Arbeiten beschäftigt, und wenn ich wieder zur Schule ging, könnten sie es doch eh nicht verhindern. „Nein, eigentlich nicht“, wiederholte ich mich nun lauter und sicherer.
Auf sein ‚Nicht schlecht‘ hin grinste ich leicht arrogant und warf meine Haare über meine Schulter. Dann zog ich nochmal an meiner Zigarette. „Es wäre mir eine Ehre, dich an meiner Seite zu haben“, stellte ich klar und pustete den Rauch aus. Auch als er mich als die Teufelin betitelte, wurde mein stolzes Grinsen nicht weniger. Was einige als Beleidigung aufnehmen würden, nahm ich als Kompliment. „Danke“, arrogant hob ich mein Kinn und tippte auf meine Zigarette, damit die Asche in den Aschenbecher fallen konnte.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Annika on 03/03/2019 11:18 AMKurz lachte ich auf, als er behauptete, die Weiber seines Bruders würden ihn belästigen. Als er mir zuzwinkerte, hielt ich kurz inne. Irgendwie fand ich es mega attraktiv, wenn er das tat. Dann schaute ich kurz auf den Tisch, bevor ich ihn wieder anlächelte und "Kann ich gut verstehen, bei einem gutaussehendem jungen Mann wie dir", ich tat es ihm gleich und zwinkerte ihm ebenfalls grinsend zu. "Oh, wie lieb von ihm", bemerkte ich gleichgültig. "Grüß ihn zurück. Hat er nicht langsam das Bedürfnis, eine Frau zu finden? Ich meine wie alt ist er nun? 30?", fragte ich interessiert.
"Mit 30 möchte ich schon Kinder haben", diese Worte klangen irgendwie falsch aus meinem Mund. Auch wenn es mir die meisten nicht glauben würden, war ich ein Familien Mensch. Ich hatte nur Pech mit meinen Eltern gehabt, aber ich selbst würde eine tollte Mutter werden, da war ich mir sicher. Ich würde soviel anders machen, als meine Eltern, und meine Kinder würden intelligente, begabte und gutaussehende Zauberer werden. Meine guten Gene musste ich doch einfach weitergeben, nicht?
Unbeieindruckt schüttelte ich meinen Kopf, als er sagte, Jarik bräuchte nur einen guten Wingman. Mir entging nicht, wie sein Grinsen weniger wurde, er wollte mich sogar etwas dazu fragen, jedoch kam dann der Wirt mit unserem Bier. Vielleicht war es auch besser so, es war eine ziemliche gemeine Intrige von mir gewesen. Schließlich war er mir ja auch wichtig, ich wollte ihn nicht wütend machen. Trotzdem ging ich nochmal auf das Thema ein: "Er sieht zwar garnicht so schlecht aus, aber er ist ein hoffnungsloser Fall. Auch wenn er untenrum gut bestückt ist, ist er ein hoffnungsloser Fall", ich wurde nichteinmal rot, während ich das ausprach. Unschuldig trank ich einen weiteren Schluck und konnte nur so ein breites Grinsen verstecken.
Als ich das Glas wieder abgestellt hatte, wischte ich mir kurz über meine Oberlippe, um den Schaum zu entfernen. "Ja, ich weiß. Das ist echt lieb von dir. Aber meine Eltern... Ich weiß auch nicht, sie waren so komisch. Sie wollten mich nichtmals zu Beth lassen", Beth und ich waren schon vor Hogwarts befreundet gewesen, durch unsere Eltern. Ich war mit ihr aufgewachsen, und als wir dann beide nach Slytherin kamen, wurden wir beste Freunde. "Sie waren noch komischer als sonst. Als wäre irgendwas passiert, sie wollten mich ja nichtmals rauslassen, wenn sie dabei gewesen wären", murmelte ich. Außerdem war ich mir nicht sicher gewesen, ob er mich nach der Sache mit Aaron mit offenen Armen empfangen hätte. Okay, eigentlich war ich mir sicher gewesen, aber es wäre bestimmt komisch für uns gewesen. Bei dem Gedanken, wie es seien würde, Tag für Tag neben ihm aufzuwachen, wurde mir einwenig warm ums Herz.
Schließlich holte ich meine Zigarettenschachtel aus meiner Tasche und bat Ray eine an, während ich mir selber eine zwischen die Lippen steckte. "Ich hab' die ganze Zeit nicht rauchen können. Die erste hab' ich mir für dich aufgehoben", murmelte ich und zündete sie mit einem rosa Feuer an. Tatsächlich würde ich mich nicht als abhängig bezeichnen. Ich mochte es nicht, von irgendetwas, oder irgendwem, abhängig zu sein. Die letzten Tage hatte ich problemlos ausgehalten, ich hatte auch garkeine andere Wahl. Wüssten meine Eltern, dass ich rauchen würde, würden sie mich umbringen. Anhand meines Gesichtes konnte man erkennen, wie ich es genoss, an der Kippe zuziehen. Scharf zog ich Luft nach und starrte an die Decke, während ich langsam den Rauch auspustete. "Ich habe Avada Kedavra perfektioniert", murmelte ich dann, nachdem ich mich kurz umgeschaut hatte. Es wäre kein wirklicher Vorteil, würde uns jemand belauschen. Aber das ist mir irgendwie zu wenig. Ich habe mir überlegt, was wäre die schlimmste Folter? Also für mich wäre es, immer wieder an einem qualvollenm Tod zu sterben. Der Tod alleine wäre viel zu schön für sie. Man könnte Stupor, und dann Rennervate benutzen. Aber irgendwie ist das auch zu viel Arbeit. Vielleicht verfluche ich sie auch einfach", grinste ich vor mich hin.

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Re: Vergangenheitsplay » 15
from Annika on 03/02/2019 11:18 PMÜberrascht hob ich meine Augenbrauen. Aaron hatte tatsächlich seinen Mut zusammengefasst, und sich selbst angeboten. "Und wieso, Mr. Chapman, denken Sie, Sie wären für diesen Posten gemacht?", stocherte ich neugierig nach. Seine Antwort hatte mich überrascht, aber natürlich war es genau das, was ich wollte. Dass er sich selbst vorschlug. Dass er mal über seinen Schatten sprang.
Aaron entschuldigte sich dafür, dass mein Bruder gestorben war. "Brauchst dich nicht entschuldigen", versicherte ich ihm. Einen Moment lang lag mein Blick auf seiner Hand, die er auf meine Schulter gelegt hatte. Seine Hand war warm, und es fühlte sich tatsächlich... Richtig an?
Es fühlte sich einfach so an, als würde er es wirklich ernst meinen. Obwohl ich an vielen Menschen und Handlungen zweifelte, bestand hier keinerlei Zweifel. Warum war er nur so nett? Ich presste meine Lippen aufeinander und nickte kurz, um ihm zu verdeutlichen, dass es okay sei. "Es ist lange her. Es wird Zeit, weiter zu leben", murmelte ich leise. "Du weißt ja, wie es sich anfühlt", direkt als ich das gesagt hatte, bereute ich es auch schon. War das Taktlos gewesen? Ich wusste es wirklich nicht, ich hoffte einfach nicht darauf, und verhielt mich ganz normal.
"Aber um zurück auf meine Frage zu kommen", lenkte ich schnell vom Thema ab. "Du hast mir nicht wirklich erzählt, was du in dem Moment dachtest, als ich dir zugelächelt habe - Über mich", arrogant hob ich mein Kinn und schaute zu ihm hoch. "Sah ich gut aus", scherzte ich dann grinsend, ein kleines Kichern verließ sogar meine Lippen.
Verlegen biss er sich auf die Unterlippe, er schaute sogar auf den Boden. Wieso war ich immer so? Immer verletzte ich meine Mitmenschen. Ich war wohl einfach kein soziales Wesen. "Ist schon okay. Ich habe das nicht böse gemeint, okay?", erklärte ich sanft und versuchte Blickkontakt aufzubauen. "Manchmal sage ich Sachen, die ich garnicht böse meine, und sie kommen einfach so rüber. Ich weiß auch nicht, warum ich so bin, ich wünschte es wäre nicht so", gab ich schulterzuckend zu. "Wieso bist du eigentlich so nett?", sprach ich dann meine Gedanken laut aus. "Selbst zu Jemandem wie mir. Du hast Nichts, und trotzdem wirkst du so... Ausgelassen. Als könnte dich nichts runterbringen. Du bist einfach immer freundlich. Zumindenst zu mir".

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Annika on 03/02/2019 10:57 PMNatürlich entging mir nicht sein Blick auf meine Oberweite, dadurch entlockte er mir ein kurzes Grinsen. "Ich weiß", antwortete ich schulterzuckend auf sein Kompliment. Wann sah ich mal nicht gut aus? Kurz lächelte ich dem Wirt zu, als Ray für mich ein Butterbier mitbestellte. Eigentlich mochte ich es nicht, wenn Jungs für mich bestellte, ich war eine eigenständige Frau, die das selbst auf die Kette bekam, aber Ray wusste sowieso genau, was ich wollte. Und ihm konnte ich sowieso nichts übel nehmen.
Skeptisch hob ich eine Augenbraue. Ray hatte nicht viel zu erzählen? Das kam nicht oft vor. Gespannt hörte ich ihm dann zu, als er doch einwenig erzählte. "Oh du Armer", stöhnte ich sarkastisch, als er mir erzählte, er müsste sich mit den Abfällen seines Bruders rumschlagen. Sein Bruder schleppte bestimmt schöne Mädchen ab, die in Rays Beuteschema fallen würden. Aber ob Ray sich auf diese einlassen würde? Da war ich mir nicht so sicher, schließlich hatten diese Mädchen etwas mit seinem Bruder gehabt.
Kurz nickte ich, als er sagte, ich würde seinen Bruder ja kennen. Ja, ich kannte ihn ziemlich gut. Natürlich nur von Ray aus. Als wir kleiner waren stand ich mal auf ihn, aber das ging schnell vorbei. Er war mir dann doch zu alt, außerdem fing es dann an, zwischen Ray und mir komplizierter zu werden. Immer häufiger machten wir rum, wenn wir betrunken waren. Von Zeit zu Zeit wurde es immer intimer und öfters, sogar auch wenn kein Alkohol im Spiel war. Ich hatte wohl auch leichte Gefühle für ihn entwickelt, aber das würde ich ihm niemals sagen. Schließlich war ich nicht besonders gut darin, Gefühle zu zeigen.
Jarik... Ob Ray wohl wusste, dass ich einen One-Night-Stand mit ihm gehabt hatte? Ray war ziemlich gut mit Jarik befreundet, ebenso wie ich. Und dann hatten wir einmal zu viel getrunken, eins führte zum Anderem... Es war ein Fehler gewesen, wir Beide hatten nichtmals darüber gesprochen. Ich ging also nicht davon aus, dass er es wusste. Aber selbst wenn, ging es ihn ja eigentlich nichts an. Trotzdem kitzelte es in meinen Fingern, ich liebte es einfach zu sehr, kleine Spielchen zu spielen und Leute zu manipulieren.
"Und habt ihr ein paar Weiber aufgerissen? Jarik ist nicht besonders gut darin", ein leises Lachen kam aus meinem Mund heraus. "Ebenso wie im Küssen", fügte ich unschuldig hinzu und musterte ihn neugierig. Gott, wie gespannt ich auf seine Reaktion war. In diesem Moment kam der Wirt wieder. Er stellte uns die Gläser auf den Tisch, uninteressiert murmelte ich ihm "Danke" zu und trank direkt aus meinem Glas, ich war am verdursten.
"Leider wurde ich dazu verdonnert, nach Hause zu müssen. Irgendwie ging es mir die Tage nicht so gut...", gab ich schwerenherzens zu. Ich sprach nicht gerne über meine Gefühle, aber mit Ray darüber zu reden war manchmal ganz befreiend. "Meine Eltern machen mich fertig. Naja, wenigstens hab ich ein paar neue Zaubersprüche gelernt. Die könnten mir ganz hilfreich dabei sein, den Mord an meinen Eltern zu vertuschen", scherzte ich halbherzig, mein Gesichtsaudruck war immernoch leer.

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Re: ♔ Tisch 8
from Annika on 03/02/2019 10:19 PMGeschmeichelt von seinem Kompliment schenkte ich ihm kurz ein Lächeln. "Danke. Diese Frisur hat mich eine Stunde gekostet. Ich wäre zu Boden zerstört, würde ich heute nicht gut aussehen", antwortete ich ihm, während wir auf den Tisch zusteuerten. Aaron war ein wahrer Gentleman, ich bedankte mich mit einem Nicken bei ihm, dass er den Stuhl für mich nach hinten gezogen hatte.
Jedoch war ich einwenig verwundert, dass er Domenico garnicht richtig bemerkt hatte. Er wusste bestimmt, dass wir zusammen gewesen waren. Auch wenn zwischen uns nichts mehr war, dachte ich, Aaron wäre... Ich weiß nicht, eifersüchtig? Also ich wäre nicht erfreut, würden wir hier mit Aarons Ex an einem Tisch sitzen. Ich hätte das als ziemlich unangenehm empfunden. Schließlich war zwischen uns ja... Irgendwas. Sonst wären wir hier nicht zusammen auf dem Ball. Oder begleiteten sich Freunde etwa auf einen Ball? Okay, mit Ray war ich sogar ein paar Mal auf einem gewesen, aber er war ja auch mein bester Freund.
Tatsächlich schien er etwas eifersüchtig gewesen zu sein, als ich nebenbei erwähnt hatte, ich würde mit Aaron hier hin gehen. Aber das Recht darauf hatte er garnicht. Schließlich waren wir kein Paar. Er hatte versucht, seine Eifersucht zu verstecken, aber abgesehen davon, dass ich ihn zu gut kannte, war ich einfach gut darin, Leute zu durchschauen.
Ich schob den Gedanken bei Seite und drehte meinen Kopf zu Aaron. "Da hast du Recht", stimmte ich ihm zu und schaute mich kurz um, bevor ich wieder zu meiner Begleitung sah. "Das Thema ist einfach perfekt für uns, findest du nicht?", meine Hand legte ich auf sein Knie und drückte es kurz, während ich lächelte. Mit uns meinte ich eher mich, ich glaubte nicht, dass sich Aaron für soetwas interessierte. Aber er war mein Date, also musste es ihm wohl oder übel gefallen.

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Re: Vergangenheitsplay » 15
from Annika on 03/02/2019 10:09 PMIch fühlte mich geschmeichelt, als er mir zustimmte, dass der Titel zu mir passen würde. "Aber eine Königin braucht auch einen König, nicht?", fragend hob ich mein Kinn und entschied mich dazu, einwenig mit ihm zu spielen. Die Arme legte ich hinter meinen Rücken, umfasste mit einer Hand meine andere, und fing an um ihn herum zu laufen, während ich mein Kinn anhob. "Wer denkst du, würde es schaffen, eine Frau wie mich zufrieden zu stellen? Wer wäre es würdig, meine Hand halten zu dürfen? Geschweige denn den Thron neben mir zu besteigen?", sprach ich wieder mit einem Mitteraltigen Ton in der Stimme. Während ich um ihn herum lief musterte ich ihn genausten von oben bis unten. Schließlich blieb ich wieder vor ihm stehen und schaute zu ihm hoch. "Was denken Sie, Ritter Chapman? Fällt Ihnen da irgendjemand ein?"
"Aha", murmelte ich leise, als er anfing zu erzählen. Gespannt hörte ich ihm zu und nickte immermal zwischendurch. Tatsächlich errinerte ich mich daran, dass ich ihm zugelächelt hatte. Es sah einfach zu süß aus, wie er den Porlock streichelte. Außerdem hatte ich es bis heute nicht geschafft, so nah an einen heran zu kommen. Ich war einfach nur begeistert gewesen, bei dem Gedanken schmunzelte ich leicht. Mein Lächeln verschwand jedoch wieder, als er sagte, meine Freunde hätten behauptet, dass ich niemals lächeln würde. Streng schaute ich ihm in seine Augen und versuchte seinen Blick zu deuten. Irgendwie war es ja schon verletzend, wenn deine eigenen 'Freunde' soetwas über dich erzählten. Meine Freunde sollten doch vorallem die Jenigen sein, die mich lächeln sahn. Aber naja, sie hatten schon Recht gehabt. "Das stimmt", sagte ich nach einer kurzen Weile, indem ich Aaron einfach nur gefühlslos in die Augen gesehen hatte. Dann wendete ich meinen Blick ab und lächelte leicht, ich wollte nicht, dass er dachte, ich wäre nun sauer, oder verletzt. "Tatsächlich war diese Zeit nicht einfach für mich gewesen. Mein Bruder war gestorben", informierte ich ihn nickend, schaute ihm wieder in die Augen und zuckte daraufhin mit den Schultern. "Aber wie du siehst, lächel ich mittlerweile öfters", bestätigte ich ihm mit einem aufgesetztem Lächeln. "Zumindenst wenn ich mich mit dir unterhalte", fügte ich noch leise hinzu.
Wiederholt zuckte ich mit den Schultern. "Wieso tut es dir leid?", wollte ich wieder mit starrer Miene wissen. "Dein tut mir leid bringt mir nichts. Warum sagen Menschen das? Um ihr Mitleid auszudrücken?", verwirrt legte ich meinen Kopf schief. In diesem Moment fühlte ich mich wie ein Roboter, der die Gefühle der Menschen nicht begreifen konnte. "Davon kann ich mir auch nichts kaufen. Es ist so wie es ist, du kannst nichts dafür und kannst es nicht ändern", erklärte ich ihm gleichgültig.

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Re: Annika & Ray || Im Drei Besen
from Annika on 03/02/2019 09:53 PMDer King & Queen Ball war wirklich wunderschön gewesen, und Aaron war eine gute Begleitung gewesen. Er machte mir Komplimente, brachte mich zum Lachen - Jedoch entging mir nicht das Lachen der Anderen, als sie mich mit Aaron sahen. Mir war wohl nicht bewusst gewesen, was das für Auswirkungen auf meinen Ruf hatte. Ich dachte, ich hatte mir schon soviel Respekt und Annerkennung gewonnen, dass niemand etwas dagegen sagen konnte. Tatsächlich bemerkte ich jedoch den ein oder anderen kritischen Blick. Vor allem drehte sich mein Magen um, als ich auf dem Ball darauf angesprochen wurde.
Überraschenderweise ging es mir aber noch schlechter, als ich meinen besten Freund mit der Ausstauschülerin Charlotte tanzen gesehen habe. Diese kleine Göre dachte sich wirklich, sie wäre irgendwas. Alleine wenn ich ihren französischen Akkzent hörte, bluteten meine Ohren. Und das Kleid, welches sie trug, stand ihr ja so garnicht. Aber was hatte ich denn auch erwartet? Schließlich hatte ich mir auch ein anderes Date als Ray gesucht - Naja, Aaron hatte mich gefragt, anders als Ray. Und es war ja auch so, dass Aaron mich glücklich machte. Aber warum machte es mich unglücklich, Ray mit einer anderen zu sehen?
Über die freien Tage hatte ich alles versucht, um in Hogwarts bleiben zu können, doch leider bestanden meine Eltern darauf, dass ich nach Hause kommen musste. Die ganze Zeit lang hatte ich mich in mein Zimmer verkrochen, wo ich Zaubersprüche lernte. Den Rest meiner Freizeit verbrachte ich damit, auf meinem Bett zu liegen und die Decke anzustarren. Einmal betrank ich mich sogar ganz in meinem Zimmer, ganz alleine. War ziemlich deprimierend. Ich fühlte mich in unserer großen Villa wie in einem kalten, riesigem Gefängnis. Eingesperrt mit den zwei schlimmsten Menschen auf diesem Planeten.
Deshalb war ich auch ziemlich froh, wieder in Hogwarts zu sein, und soetwas normales wie ein Butterbier mit meinem besten Freund unternehmen zu können. Als ich die schwere Tür aufstieß, kam mir die warme Luft und der süße Geruch vom Butterbier entgegen. Ich streifte meinen langen, schwarzen Mantel ab und hing ihn am Kleiderständer auf. Ich trug lange, schwarze Stiefel mit hohem Absatz, einen schwarz-grün karrierten Rock, der mir gerade so über den Hintern ging, und eine schwarze Bluse, auf der mein Vertrauensschülerabzeichen strahlte. Kurz sah ich mich im drei Besen um, so ziemlich jedes Augenpaar lag auf mir, und ich legte ein warmes Lächeln auf, als mein Blick Rays traf. Mit gehobenem Kinn ging ich auf ihn zu und setzte mich ihm gegenüber.
"Schön dich zu sehen", säuselte ich zur Begrüßung und lächelte wieder für einen Moment. Dann musterte ich ihn nickend. "Du siehst gut aus", bemerkte ich, während ich mir mit einer Hand durch meine Haare fuhr. In diesem Moment entschloss ich, einfach so zutun, als wäre alles normal zwischen uns. Als hätte ich seine eifersüchtigen Blicke nicht gesehen, und wäre selbst nicht eifersüchtig gewesen. "Wie waren deine Tage so? Erzähl mir alles", grinste ich neugierig und beugte mich leicht zu ihm vor. Wahrscheinlich hatte er einen ziemlichen guten Ausblick, schließlich hatte ich meine Bluse so weit aufgeknöpft, wie es nur ging. Aber das machte mir nichts aus, schließlich gab es nichts, was er nicht schon gesehen hatte.

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