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Prudence

24, Weiblich

Hogwarts [ehem.] Slytherin Jahrgang 6 Reinblut Böse Duellierclub Zauberkunstclub Verwöhnt Frei

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 09.02.2019 23:34

Endlich waren wir allein und niemand schien uns mehr stören zu können wie ich dachte. Es dauerte unter Chandlers Lippen und Händen nicht lange mich wieder fallen zu lassen. Er brachte mich in kürzester Zeit wieder in den Trance-ähnlichen Zustand wie zuvor. Ich war ihm unwahrscheinlich schnell verfallen und einer seiner Blicke die sagten wie sehr er mich gerade wollte reichte aus, dass ich mich bereitwillig von diesem lästigen Kleid befreien ließ. Ich wusste, dass ich keine schlechte Figur hatte und trotz meines schlanken Körpers deutlich weibliche Kurven besaß, die einem Mann schnell den Kopf verdrehen konnten. In meiner dunkelgrünen Spitzenunterwäsche, den Kniehohen Strümpfen und den hohen farblich passenden Schuhen konnte ich wahrscheinlich sogar so mancher Männerphantasie entspringen. Ich hatte es heute Abend nicht darauf angelegt mit jemandem intim zu werden aber es gehörte für mich zu meinem Outfit wie die Frisur oder der Schmuck.
Er hatte bereits einige seiner Knöpfe geöffnet und während er seine Hände auf meinen Körper legte und wir uns immer noch leidenschaftlich küssten, begann ich auch sein Hemd Stück für Stück etwas zu öffnen. Weit kam ich dabei nicht, denn er sank an meinem Körper hinab, wobei er mich immer wieder küsste. Er traute sich direkt an eine besondere Stelle und als er sie zu liebkosen begann japste ich nur und keuchte und vergrub mit geschlossenen Augen meine Hände in seinen Haaren. Ich war mir plötzlich nicht mehr sicher, ob auch er sich zurück gehalten hatte oder ob er einfach nur ein Naturtalent war in dem was er gerade machte.

Ich stöhnte als seine Lippen mich berührten und biss mir auf die Lippen. Ich wollte es und das nur weil es Chandler war. Er hatte mir so sehr den Kopf verdreht, dass ich nicht mehr denken konnte, sondern nur noch ihn wollte. Und wieder wurden wir unterbrochen. Zwar nicht erwischt aber ich wollte jetzt nun mal ihn und niemanden sonst der uns störte. Ich knurrte regelrecht als das Geklopfe nicht aufhören wollte und wäre am liebsten an die Decke gegangen. Frustriert und genervt schlüpfte ich in mein Kleid und ließ mir schnell von Chandler noch mit dem Reißverschluss helfen und nickte mürrisch. „Wenn ich dieses kleine Biest zwischen die Finger bekommen. Die wird ihr blaues Wunder erleben das versprech ich dir" flüsterte ich Chandler noch zu. Die Stimme hinter der Tür erkannte ich sofort. Es war Ares und ich wollte gar nicht wissen, was sie ihm erzählt hatte, dass ihn so besorgte. „Ja, Ares" rief ich nur laut und deutlich genervt bevor Chandler an der Tür war. Ares fiel beinahe durch die Tür als Chandler sie öffnete und ich rollte nur mit den Augen. Ares war einer meiner engsten Freunde aber mehr war da doch nicht und was interessierte es ihn schon was ich hier mit meinem Zukünftigen machte. Er wusste schließlich von dem Versprechen.

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24, Weiblich

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 09.02.2019 22:05

Maryn die uns bei unserem aufregenden spontanen Liebesspiel überrascht hatte, wirkte zunächst sehr unsicher und entschuldigte sich. Das war wohl die natürliche Reaktion auf den kleinen Anpfiff den Chandler ihr gab. Schnell merkte sie jedoch, wobei sie uns da unterbrochen hatte und fing diabolisch an zu grinsen. Sie hatte Recht aber was machte das schon. Unsere Eltern würden uns sowieso lieber früher als später an der Seite des anderen sehen und nach einem kleinen Anschiss würden sie wahrscheinlich sogar noch die Sektkorken knallen lassen. So rollte ich nur mit den Augen und flüsterte Chandler ins Ohr. 
Ich schien ihn wohl überzeugt zu haben und so richtete er schnell mein Kleid und zog mich schließlich an Maryn vorbei mit sich. Ich warf ihr beim vorbei gehen einen vernichtenden Blick zu, den sie wusste genau wie wir Madison Frauen unsere Krallen ausfahren könnten.
Im nächsten Zimmer, in das mich Chandler gezogen hatte war es dunkel aber immerhin hatten wir im Vorfeld jedes Zimmer von Staub und Dreck befreit, sodass es einigermaßen ordentlich wirkte. Wahrend Chandler die Tür schloss lief ich weiter in den Raum hinein und sah mich um, bis ich seine Schritte hinter mir hörte. Als ich mich umdrehte war er mit geöffnetem Hemd bereits bei mir und küsste mich erneut. Er schien motiviert und voller Tatendrang und auch ich konnte es nicht erwarten dort anzusetzen wo wir gerade aufgehört hatte .

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 09.02.2019 19:12

Hätte es das Schicksal noch besser mit mir meinen können? Ich stand an die Wand gedrückt, von einem jungen Mann der mich küsste mich liebkoste und der auch noch mein Verlobter war. Was hätte ich mir schon mehr wünschen können. Zärtlich und bestimmend küsste er mich und es tat gut endlich Berührungen wie diese Zulassen zu können. Es hätte mir egal sein können wer es war aber ich war mit einem Mal froh, dass es Chandler war und niemand sonst. Ich hatte nie besonders viel Gefühle für ihn gehabt aber es sah ganz danach aus als würde sich das gerade ändern.
Hier im Flur war es warm und so ließ ich seine Jacke von meinen Schultern gleiten und hielt mich an seinen Schultern fest, während wir uns küssten. Seine Hände waren deutlich neugieriger als meine, als er sie an meine Taille legte. Zuerst war es nur ein Kuss, welcher auch einfach nur eine etwas romantischere Geste zu Silvester hätte sein können aber mittlerweile sah das ganz anders aus. Es war auch bald mehr als ein Kuss, denn begann meinen Hals zu küssen und ließ seine Lippen über mein Dekolleté wandern. Das Kleid erfüllte scheinbar seinen Zweck, denn es präsentierte die beiden auf eine unwiderstehliche Art und Weise. Auch als er meinen Busen berührte und den Rock meines Kleides hoch schob ließ ich ihn gewähren. Es war nicht mehr nur der Wunsch diese Beziehung zu festigen, sondern ein Gefühl, dass ich noch nie erlebt hatte. Ich hatte für ihn keusch bleiben müssen und warum sollte ich mich jetzt zurückhalten, wenn es doch er war? Ich konnte und wollte seine Berührungen genießen und nicht mehr länger darüber nachdenken. Ich vergaß sogar wo wir waren nachdem ich meine Augen geschlossen hatte. Hier würde uns jeder jederzeit erwischen können und auch wenn wir einander versprochen waren, so ging das hier gerade nun wirklich niemanden etwas an.
Das Chandler so fordernd und charmant sein konnte hatte ich mir im Traum nicht vorstellen können und vielleicht war ich weil ich so überrascht war so bereitwillig alles mit ihm zu tun. Ich sehnte mich nach mehr. Ich wollte mehr spüren, endlich von einem jungen Mann berührt werden und so stöhnte ich leise auf als er wieder meinen Hals küsste und ich seinen heißen Atem auf meiner Haut spüren konnte. Ich erkannte mich selbst kaum aber ich wollte ihn so sehr, dass ich leise stöhnte und es war mir nicht mal peinlich. Er konnte ruhig wissen, dass es mir gefiel, was er mit mir machte.
Lange durfte ich dieses Spiel aber nicht genießen denn auf einmal hörte ich eine Stimme die nach Chandler rief. Ich riss die Augen auf und hielt den Atem an. Ich erkannte die Stimme sofort, denn es war seine kleine Schwester Maryn. Gerade noch hätten wir es fast hier mitten im Flur auf meiner Silvesterfeier getan und schon sollte es wieder vorbei sein. Ich hätte dieses kleine Gör am liebsten geohrfeigt. Sie war schließlich keine Fünf mehr und unser Anblick hätte ausreichen müssen, dass sie sich diskret zurückgezogen hätte ohne etwas zu sagen. Ich hatte wie in Trance nicht mitbekommen, dass Chandler bereits etwas aus seiner Hose ausgepackt hatte als er sich zur Seite drehte um es wieder einzupacken und so musste ich unweigerlich grinsen. Ich warf Maryn einen finsteren Blick zu der hoffentlich Chandlers giftige Worte unterstützte und sie verschwinden ließ. Seine Hand lag noch auf meiner Taille und es wirkte nicht so als ob er mich loslassen wollte. „Lass uns hier verschwinden und uns ein ruhigeres Plätzchen suchen" flüsterte ich in sein Ohr, obwohl es wahrscheinlich mehr einem verführerischem Hauchen ähnelte.

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 09.02.2019 16:23

Seine Lippen waren so weich und so zart und die Art wie er mich berührte und mich an sich zog ließ mein Herz höher schlagen. Er kam meinem Wunsch erneut nach und küsste mich wieder. Ich meinte Darrens oder veilleicht auch sogar Jariks rufe vernommen zu haben aber das konnte auch genauso gut einbildung sein. Selbst wenn, sie es sahen uns riefen. Sie wussten selbst gut genug, das Chandler und ich einander versprochen waren und was sprach also dagegen. Wieso konnten sich andere aus unserer Familie nicht vorstellen, dass man auch in einer arrangierten Ehe einen liebevollen Partner finden konnte der einen glücklich machte. 
Ich wollte doch nur glücklich sein und meine Familie stolz machen und so wie alles gerade schien, standen die Chancen nicht schlecht es zu werden. 
Der zweite Kuss um den ich gebeten hatte und den er mir schenkte war noch gefühlvoller und fühlte sich noch echter und wahrhaftiger an. Ich hatte bevor ich hier her gekommen war und bevor ich mich umgezogen hatte nie gedacht, dass diese Nacht mein Leben so verändern würde. Umso länger der Kuss andauerte umso weiter verfiel ich dem Spiel unserer Lippen und unserer Zungen. Ich verfiel seinem Blick, seiner Stimme, seinem Geruch und die Art wie er mich schließlich gegen das Geländer drückte. Mir wurde immer heißer und das trotz des kalten Windes, der hier oben meine Haare immer wieder durcheinander brachte. Das kalte Geländer drückte sanft gegen meinen Rücken und mein Körper schmiegte sich an seinen. Spätestens jetzt zogen wir definitv Aufmerksamkeit auf uns denn das hier war kein gewöhnlicher erster Kuss mehr. Es war ein Vorgeschmack darauf, was uns in den nächsten Jahren erwarten würde und ich war mehr als bereit. Ich hatte noch keinen Freund und hatte mich auch für Chandler aufgehoben so wie man es von einem Mädchen meines Standes erwarten würde. So war ich unerfahren aber er schien deutlich besser zu wissen was er tat und bevor wir noch in der morgigen Ausgabe des Tagespropheten erschienen würden und damit wahrscheinlich sogar noch unsere Familien stolz machen würden, hauchte Chandler mit etwas ins Ohr und schon im nächsten Moment waren wir verschwunden. Natürlich machte es das noch offensichtlicher aber ich dachte nicht darüber nach sondern ließ  mich mitreißen. Bereitwillig ließ ich mich gegen eine Wand drücken, was mir ein seufzen über die Lippen brachte. Egal was passieren würde, es war Chandler und so war alles legitim. Ich war bereit für ihn und wenn er es wollte würde ich ihm gehören. Für meine Familie. Für unser Blut.

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 09.02.2019 14:47

Während die anderen das neuen Jahr kaum erwarten konnten und die Zeit die verging von ihnen laut mitgezählt wurde, hatte ich das Gefühl sie würde um uns beide stehen bleiben. Um so weiter die Sekunden verstrichen, umso näher kam er mir. Die Gläser mit dem prickelnden Schaumwein wurden überflüssig und wurden schnell auf das Geländer gestellt. Mein Herz schlug immer schneller und ich atmete immer nervöser als mein Blick zwischen seinen Lippen und seinen Augen hin und her wechselte. Konnte sich das Blatt so schnell ändern? Vor einiger Zeit noch würdigte Chandler  mich kaum eines Blickes und nun würden wir uns küssen? Die Rufe der anderen als die Glocken der Stadt den Jahreswechsel verkündeten hörte ich kaum mehr. Es war wie ein dumpfes rauschen als seine Lippen meine trafen und ich meine Augen schloss. Gewiss war das nicht mein erster Kuss aber der erste Kuss mit Bedeutung. Wir hatten schließlich noch Zeit bis unsere Verlobung offiziell wurde und erst recht bis wir heiraten würden. Umso mehr erstaunte es mich, dass wir uns jetzt schon so nahe kamen. Alle Anzeichen standen dafür, dass er tatsächlich Gefühle für mich entwickelte und ich musste gestehen, dass es auch mir nicht anders ging. Es waren beim besten Willen noch keine starken Gefühle aber es reicht aus, dass der Kuss mir eine Gänsehaut verpasste und mein Körper vor Glücksgefühlen zu kribbeln begann. 
Ich wusste, dass wir spätestens jetzt die Aufmerksamkeit einiger anderer Gäste und wahrscheinlich auch einiger unserer Verwandten auf uns gezogen hatten. Chandler zog mich schließlich immer enger an sich und Gott er war so ein verdammt guter Küsser. Nicht nur das es Chandler war sondern auch wie er es tat ließ mich in seinen Händen schmelzen wie Butter. Als sich sogar unsere Zungen berührten war ich ihm verfallen allein nur weil ich davon was er hier gerade tat nicht genug bekommen konnte und so seufzte ich leise. 
Er löste und es war beinahe frustrierend, dass er nicht weiter machte. Ich hing noch gierig an seinen Lippen und auch nachdem er sich von mir gelöst hatte, brauchte ich eine Weile, bis ich die Augen aufschlagen konnte. Er hatte sich gelöst aber nur unsere Lippen. Seine Stirn lag noch auf meiner als ich die Augen öffnete und ihn regelrecht schwach an lächelte. "Das wünsche ich dir auch" hauchte ich und war froh, dass er mich hielt da ich sonst von diesem wahnsinnigen Kuss beeindruckt wahrscheinlich zusammen gesackt wäre. Er hatte mich so an sich gedrückt, dass ich seinen Körper spüren konnte und streckte mich direkt nochmal zu ihm um ihn ebenfalls zu küssen.

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 09.02.2019 10:08

Die Stadt unter uns wirkte wie ein Meer aus Lichtern. Die Silouetten der Häuser spiegelten sich im tiefen schwarz der Themse unter uns. Es war Dezember und deshalb herrschte eine klirrende Kälte in einer sternenklaren Nacht wie dieser. Auf dem Dach des alten Kontors, hatten wir natürlich ebenfalls nicht darauf verzichtet viel zu schmücken. Ein paar Weihnachtsbäume standen an verschiedenen Stellen plaziert und waren mit grünen und silbernen Kugeln, Sternen und Stechpalmen verziert. 
Bereits als wir die Treppe nach oben kamen, hatte Chandler seine Hand fester um meine Taille gelegt und wirkte tatsächlich etwas so als würde er sein Revier markieren. Es irritierte mich schon etwas woher der seltsame Sinneswandel kam aber ich konnte keine andere Erklärung für diesen Sinneswandel finden, weshalb ich mich darauf einließ. Ich genoss es einfach und freute mich. 
"Ich find auch, diese Nacht scheint ganz besonders schön zu werden" meinte ich auf seine Frage und war mir bewusst, dass es eindeutig auf mehr bezogen war als nur auf den Anblick der Stadt. Seine Hand die zärtlich meinen Rücken berührte und dieser Blick mit dem er mich ansah, ließen mich diese Dinge nicht nur denken sondern auch gleich noch sagen. 
Gerade hatte Chandler die Karten auf den Tisch gelegt und unsere gemeinsame Zukunft angesprochen, als ein Kellner vorbei kam und allen Sektgläser brachte. Er kam auch zu uns und bevor ich antworten konnte hatten wir beide neue und volle Gläser in der Hand. Ich sah ihn erst mal nur an, bis die anderen Gäste hinter uns laut und fröhlich begannen zum neuen Jahr herunter zu zählen. "Zehn...Neun...Acht..." riefen sie sich laut zu als ich endlich wieder Worte fand. "Ich glaube auch, dass wenn wir uns darauf einlassen und unser Schicksal akzeptieren, eine schillernde Zukunft uns beide erwarten könnte" sagte ich leise aber dennoch hörbar, während ich mich immer tiefer in seinen Augen verlor. "Sieben....Sechs...Fünf...Vier" riefen die anderen in der Zwischenzeit weiter und ich war mir nicht mehr sicher ob sich mit dem Wechsel der Jahre nicht auch einen Wechsel in der Beziehung zwischen uns geben könnte. Erwartungsvoll sah ich an. "Drei...Zwei....Eins...".

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 08.02.2019 16:49

Oft hatte ich mich früher gefragt, weshalb man mir Chandler aufs Auge gedrückt hatte. Er war sicher sehr intelligent und auch nett aber doch kein Vorzeige Madison wie vielleicht Jarik, der wenn ich zugeben müsste dazu auch noch in meinen Augen deutlich attraktiver war. Aber es sollte wohl nicht sein und so wie sich dieser Abend entwickelte merkte ich zum ersten Mal, dass auch Chandler sehr charmant sein konnte und sich zur Abwechslung mal nicht scheute zu flirten oder gar ab und an etwas Körperkontakt zu riskieren. 
Bei der Sache mit der Zeitung konnte ich ihm nur mit rollenden Augen zustimmen. Es nervte so sehr, dass alle meinten man müsse diese elendigen Nichtsnutze von Schlammblütern in den Teams und Kursen lassen um den Anschein zu wahren, sie wären uns gleich gestellt. Zu Halbblütern sagte ich meist nichts aber nichts konnte an eine Familie wie unsere heran kommen. Eine über Jahrhunderte rein gebliebene Blutlinie, welche zwar in vielerlei Hinsicht als "böse" angesehen wurde aber gleichzeitig, wie ich fand für Loyalität, Ehre und Stolz stand. Ich wusste, dass es nicht alle so sahen aber Chandlers Verhalten gerade beruhigte mich, dass er es vielleicht auch so sah wie ich. "Ich drücke dir die Daumen, dass du nächstes Jahr endlich alleine den Laden leiten darfst und dir dann niemand mehr im Weg steht, damit du da mal für Ordnung sorgen kannst". Ich zwinkerte ihn mit meinem verführerischsten Grinsen an, dass ich finden konnte.
Es war in der Tat mein Plan einmal Alchemie zu studieren. Das lag zwar noch in weiter Ferne aber es war nie früh genug sich beim Dekan bereits bemerkbar zu machen. Als Chandler wieder begann mir Honig ums Maul zu schmieren, wäre ich beinahe für einen Moment skeptisch geworden, da ich ihn so nicht kannte aber vielleicht hatte er über die Feiertage etwas in mir entdeckt, was ihn hatte umdenken lassen. "Oh, Chandler. Du bist wirklich ein Charmeur" trällerte ich und wusste selbst nicht so recht, weshalb ich mich so aufführte. Normalerweise brachten mich Jungs nicht so aus der Fassung aber spätestens als er sein Glas abstellte und mir dann die Strähne aus dem Gesicht strich, merkte ich wie mein Herz zu schlagen begann. So kannte ich ihn nun wirklich nicht aber ich musste zugeben, dass es mir ausgesprochen gefiel und er wusste wohl gut genug wie er ein Mädchen um den Finger wickeln konnte. "Vielen Dank" meinte ich nur mit ruhiger Stimme und lächelte ihn sanft an. 
Gemeinsam machten wir uns auf den Weg die Treppe nach oben um uns das Feuerwerk anzuschauen, was in wenigen Minuten stattfinden sollte. Die meisten anderen Gäste waren bereits schon oben versammelt und standen in kleinen Grüppchen oder als Paare beieinander. Chandler hatte mittlerweile seinen Arm um meine Taille gelegt und mich an sich gezogen. Mein Herz schlug immer schneller, und es machte mich noch nervöser, dass er mich so nervös machte. Eigentlich war es doch genau das, was sich alle erhofften. Ich hatte mich damit abgefunden ihn zu heiraten und mir deshalb umso mehr gewünscht, dass wir uns einfach damit arrangieren würden und ich wenigstens eine Chance darauf haben würde irgendwann glücklich zu sein in meiner zukünftigen Ehe.
Als wir oben angekommen waren, stellten wir uns etwas Abseits zur restlichen Meute an das Geländer. Es war eine atemberaubende Sicht über die Stadt und die Themse. Überall waren so viele Lichter und vieles war noch von Weihnachten hübsch geschmückt. "Du solltest wirklich Journalismus machen. Ich denke der Tagesprophet könnte jemand so talentiertes wie dich mit ausgesprochen viel Erfahrung für dein Alter sicherlich sehr gut gebrauchen" stimmte ich ihm zu und genoss immer mehr den Arm den er um mich gelegt hatte.  

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 07.01.2019 13:11

Ich musste ebenfalls lachen, als Chandler mich mal wieder komplett falsch verstanden hatte. „Nein, ich meine ich werde es ihr wirklich verkaufen, nicht dass das sie mir das glauben soll" erklärte ich man dann. Ich musste an meinen anderen Cousin Jarik denken. Ich fragte mich nicht zum ersten Mal, warum man mich ausgerechnet Chandler versprochen hatte. Wenn es jemanden in meiner Familie gab, der viel besser zu mir passen würde, wäre es wahrscheinlich er gewesen. Wir hatten viel mehr gemeinsam als Chandler und ich. Wir liebten Partys und es war uns wichtiger die Familienehre zu wahren und unsere Verwandten stolz zu machen als sich so dagegen zu wehren wie Flynch. Ich versuchte nicht mehr länger darüber nachzudenken und schenkte ihm ein gleiches Lächeln als er ebenfalls mit mir anstieß. Sein zwinkern irritierte mich dann jedoch etwas. Versuchte er gerade mit mir zu flirten? Das kannte ich so gar nicht von ihm und ich wusste auch nicht wirklich ob er das gerade ernst meinte.
Clubleiter der Schülerzeitung, natürlich wie hatte ich das vergessen können. Chandler war in dieser Hinsicht sehr ehrgeizig und das war eine der wenigen Eigenschaften, die mich an ihm wirklich interessierten. „Das wirst du sicher. Seit du die Leitung übernommen hast, hat sich der Niffler so weiter entwickelt. Er ist viel ansprechender und tiefgründiger geworden. Sie wären dumm, wenn sie dir diesen Posten nehmen würden". Ich trällerte ein Kompliment nach dem nächsten und schmierte ihm nur so den Honig ums Maul. Ich war mir nicht sicher ob er wirklich mit mir flirten wollte aber wenn, dann würde ich ihm dabei nicht im wege stehen. Früher oder später würden wir uns schließlich sowieso miteinander arrangieren müssen, wieso also nicht heute bereits damit anfangen? So seltsam es auch klingen mochte aber irgendwie gefiel mir der Gedanke sogar, dass er tatsächlich an mir interessiert war.
„Ich hab mich sowieso schon immer gefragt, was dieses Schlammblut Anne und dieser Noel bei euch überhaupt wollen. Sie haben doch eh keine Ahnung von unserer Welt. Nur weil sie in Hogwarts angenommen wurden, heißt das nicht, dass sie auch echte Hexen und Zauberer sind. So jemand kann doch keine vernünftigen Artikel schreiben" ergänzt sie mit abfälligem Ton und rollenden Augen. Allein der Gedanke daran machte mich schon wieder wütend und ich war froh, dass er das Thema wieder auf uns und unsere Familie lenkte.
„Das werden wir sicherlich" antwortete ich und grinste ihm keck zu. „Ich werde aber hoffentlich sehr beschäftigt sein mit meinem Umzug nach London. Ich arbeite schon an meiner Bewerbung für die Nicholas Flamel auch wenn ich mir sicher bin, dass ich sowieso genommen werde. Als ob die es sich trauen eine Madison abzulehnen" meinte ich noch und war mir dabei wirklich sicher. Ich wusste, dass meine Mutter bereits im Kontakt mit dem Dekan stand und in der nächsten Ferienwoche hatten wir uns verabredet um eine geeignete Wohnung für mich zu finden.
Ich nahm also ebenfalls mein Glas und folgte Chandler zur Treppe. Das wäre wirklich nett von dir, danke Candy. Solange kann ich deinen Wein halten" bedankte ich mich mit einem ebenso koketten grinsen. Ich nahm nochmal einen Schluck und wartete dann bis Chandler mit der Jacke zurück kam. „Weißt du schon, was du studieren wirst? Ich schwanke noch zwischen Zaubertränke und Alchemie" meinte ich noch als er wieder kam und ich noch seinen Wein in der Hand hielt.

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 06.01.2019 14:30

Ich war im Gegensatz zu vieler meiner Verwandten im gleichen Alter, was die Liebe oder Beziehungen mit Anderen anging, ein relativ unbeschriebenes Blatt. Flirten war aber dennoch wie ich glaubte einer meiner Stärken, weshalb mir mehr Ruf voraus eilte als überhaupt wahr war, doch das wusste niemand. Natürlich war ich Chandler versprochen aber das hatte ich nicht schon immer gewusst. Als Gerüchte über mich zu kursieren begannen, wurde ich schließlich des besseren belehrt als mein Cousin Flynch von seinem eigenen Vater mit dem Cruciatus Fluch gefoltert wurde. Anschließend hielt ich mich mehr zurück, auch wenn ich meinen Eltern sowas nie zu trauen würde. Seitdem beschränkten sich meine Flirts mehr oder weniger ausschließlich auf Chandler, der leider eher selten darauf ansprach.
„Grazie mille! Was Maryn nicht weiß macht sie nicht heiß. Ich kann es ihr ja als Second Hand Ware verkaufen" antwortete ich und bedankte ich mich grinsend und nahm meinen Gin Tonic entgegen. Auf der Party waren bereits jetzt schon einige attraktive Jungs welche mich deutlich mehr interessierten als Chandler aber ich musste mich zurückhalten, was nur durch eine anständige Menge Alkohol möglich war.
„Und hast du schon Vorsätze für das neuen Jahr? Schon Pläne für die letzten Sommerferien?" fragte ich höflich und stieß mit seinem Weinglas an. Das Getränk war bitter und schmeckte doch so gut, und spiegelte dadurch auf seltsame Weise meine aktuellen Gefühle äußerst gut wieder. Ein Blick viel auf die Uhr und ich bemerkte, dass es nur noch eine halbe Stunde bis Mitternacht war.
„Sollen wir auf die Dachterasse gehen? In einer halben Stunde werden wir von dort das Feuerwerk so viel schöner sehen können" schlug ich deshalb vor und schaute ihn fragend an. Es würde so romantisch sein und irgendwie hoffte ich, dass Chandler es auch so sehen würde. Ich hatte mich schon länger damit abgefunden ihn heiraten zu müssen also warum sollte ich ihm dann nicht näher kommen. Wenn es an diesem Abend schließlich etwas gab was ich nicht wollte, dann um 12 Uhr zwischen den Pärchen allein zu sein.

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Re: Oberstes Stockwerk

von Prudence am 06.01.2019 13:26

Ich merkte bereits dass sich jemand näherte weshalb ich nicht zu sehr erschreckte, als auf einmal ein paar Lippen, etwas sehr nahe an meinem Gesicht sagten. Ich lächelte als ich Chandlers Stimme erkannte und drehte mich zu ihm um. „Hey! Danke dir. Schön, dass du gekommen bist" begrüßte ich ihn wie immer künstlich überschwänglich, umarmte ihn und gab ihm rechts und links Wangenküsse in der Luft. Ich trat an seine Seite und hakte mich bei ihm ein. „Dann lass uns mal was zu trinken für dich besorgen" schlug ich vor und tätschelte seine Hand. Dann bemerkte ich seinen Trenchcoat, nahm ihn ihm ab und drückte ihn dem nächst besten Kellner in die Hand. Ich hatte schon fast damit gerechnet Chandler hier anzutreffen auch wenn ich es ihm nicht wirklich abkaufte, dass er wirklich freiwillig hier war. Ich kannte Chandler nun schon seit vielen Jahren und auch wenn ich noch nicht herausgefunden hatte, wie er zu mir stand, so wusste ich doch gut genug, dass er kein Typ für solche Partys war. Das war eher der Job von Flynch und vor allem von Light. Ihn hatte ich heute eher erwartet und hoffte auch noch, dass er kommen würde. Da von den anderen aber noch keiner aufgetaucht war, musste ich mich mit Chandler zufrieden geben und schleppte ihn an die Bar. Dort ließ ich ihn wieder los und winkte einen Kellner her. „Also Candy... Du siehst gut aus heute? Gefällt mir, was du mit deinen Haaren gemacht hast" merkte ich an und zupfte an einzelnen seiner Haarsträhnen. Chandler war sicher nicht unattraktiv aber er war nicht wirklich mein Fall. Damit müsste ich mich wohl zufrieden geben und wahrscheinlich hätte es mich auch schlimmer treffen können. Chandler war interessant und wahrscheinlich würde ich ihn sogar irgendwann lieben wenn wir nur lange genug verheiratet sein würden aber als er so neben mir stand viel es mir schwer mir vorzustellen auch körperliche Zärtlichkeiten mit ihm auszutauschen. Ich wollte mir von meinen Gedanken nichts anmerken lassen und bestellte mir deshalb schnell einen neuen Drink.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.01.2019 13:27.
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