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Re: Charakter löschen! / Gelöschte Charaktere
von Darren am 03.12.2018 15:28Ich würde gerne einmal Percy und Tessa löschen lassen :)
~ done by Ava

We messed around until we found the one thing we said we could never ever live without. I´m not allowed to talk about it, but I gotta tell you. ´Cause we are who we are when no one´s watching and right from the start, you know I got you. Yeah you know I got you. I won´t mind even though I know you´ll never be mine.
Re: Rojanna & Darren "Captum"
von Darren am 27.11.2018 18:41Mit leichtem Entsetzen und Ekel beobachtete ich, wie irgendein Kobold Roja nun Ratten zuwarf und sie begann die Viecher zu essen. Allein der Gedanke daran sorgte dafür, dass sich mir der Magen umdrehte. Wie konnte sie so etwas nur essen? Wie konnte irgendjemand nur so etwas antun? Und was suchte sie hier überhaupt?
Die Fragen in meinem schienen einfach keine Antworten zu haben und ich schaffte noch immer nicht mich loszureißen. Wie konnte ich auch? Roja und ich waren Freunde und sie so zu sehen und dann nichts zu tun, käme einem Verrat gleich. Das würde ich niemandem antun. Nicht mal meinem schlimmsten Feind.
"Kleiner, die Show ist vorbei, also verzieh dich", brummte mich ein Mann neben mir an. Er hatte dunkles Haar und seine Augen waren fast gänzlich schwarz. Ohne lange nachzudenken nickte ihc einfach, weil mir der Typ wirklich nicht geheuer war. Mit dem wollte ich mich nicht anlegen. Dementsprechend verließ ich das Zelt zögerlich, nicht ohne noch einen Blick nach hinten zu werfen. Doch zu meiner Verwunderung war der Käfig nun leer. Sie hatten Roja weggeschafft.
Als mich der kalte Wind draußen vor dem Zelt direkt ins Gesicht traf, wurde mir mit einem Mal ganz schwindlig. Meine Gedanken drehten sich alle im Kreis und schienen in einer Spirale mich geradezu wahnsinnig zu machen. Ich brauchte eine Lösung! Ich durfte sie nicht einfach alleine lassen. In der Ferne sah ich meine Mutter, wie sie mir zuwinkte und für eine Sekunde war ich überlegt zu ihr zu laufen und es einfach ihr zu erzählen - sollten sich doch meine Eltern drum kümmern - dann aber schüttelte ich diesen Gedanken mit einer Bewegung meines Kopfes einfach davon. Ich konnte mir jetzt gerade ausnahmsweise mal keine Schwäche erlauben.
Mit festen Schritten, ganz so als wäre ich dazu befugt hier zu sein, lief ich hinter das Zelt, wo ich einen Eingang für die Mitarbeiter erwartete und tatsächlich stand das Zelt ein wenig offen dort. Ohne mich noch einmal umzudrehen, huschte ihc in das Zelt hinein und fand mich direkt zwischen diversen Käfigen wieder, aus denen mich die verschiedensten Wesen anstarrten. Ich kannte nicht mal die Häkfte von ihnen, aber sie schüchterten mich ein. Ich mochte keine Viecher mit spitzen Zähnen, so viel stand fest. So leise, wie ich konnte schlich ihc mich um den nächsten Käfig herum und probierte mich dann ertmal zu orientieren. Roja war auf jeden Fall nicht in diesem Zimmer, so viel stand fest. Gerade, als ich in das nächste Zimmer einbiegen wollte, hörte ich Schritte hinter mir und eine Stimme halte durch den Raum, die mich zusammen zucken ließ.
"Wo willst du denn hin, Freundchen?", hörte ich hinter mir jemanden sagen und ich wusste, ich musste mir schnell etwas einfallen lassen. Mein Gehirn arbeitete auf hochtouren und während ich mich umdrehte spuckte es eine Idee aus. Ich musste jetzt nur überzeugend sein. Mit dem kältesten Blick und der arrogantesten Stimme, die ich draufhatteantwortete ich dem Typen, bei dem es sich wohl um eine Art Manager handelte.
"Ich bin nicht ihr Freundchen, wie können Sie es wagen?", fragte ich den Mann und probierte dabei so gut wie möglich, meinen Vater zu spielen. Der war wirklich der einschüchterndste Mann, den ich kannte und ich konnte nur hoffen, dass ich das von ihm geerbt hatte.
"Ich bin hier um mir dieses... dieses Etwas aus ihrer Show anzugucken. Ich möchte es kaufen!", fuhr ich den Mann in typischer Reinblut Art an und hoffte nur, dass er nicht bemerkte, wie sehr meine Finger zitterten. Es schien allerdings zu funktionieren. Der Blick des anderen Mannes veränderte sich von herablassend zu ehrfurchtsvoll und mit einem geschäftigen Kopfnicken bedeutete er mir zu folgen. Nervös lief ich ihm hinterher und begann mir auf die Unterlippe zu beißen. Bis jetzt fand ich hatte mein Plan klasse geklappt, nur hatte ich noch keine Ahnung, wie es weitergehen sollte.

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Re: Rojanna & Darren "Captum"
von Darren am 20.11.2018 16:47Es waren Winterferien und meine Eltern hatten beschloßen mit mir nach Paris zu fahren. Ich hatte eigentlich in der Schule bleiben wollen, da jeder Besuch zuhause bedeutete unter ständiger Beobachtung zu stehen. Seit den Vorfällen in der Schule und denen im Ministerium hatten dafür gesorgt, dass mein Vater noch übervorsichtiger geworden war und mich seitdem immer mehr drängte den Kreisen des dunklen Lords beizutreten. Das ich das nicht wollte, spiele dabei nicht die geringste Rolle, da war ich mir sicher. Nicht, dass ich meinen Eltern gesagt hatte was ich davon hielt. Sie wären nur enttäuscht über mein Verhalten und das wollte ich beim besten Willen nicht. Und somit hatte ich dann beschloßen doch mit ihnen mitzugehen.
Die Kälte des eisigen Tages schlug mir entgegen und ich vergrub meine Hände nur noch mehr in meinem Mantel. Meine Eltern neben mir unterhielten sich über irgendwelche Sehenswürdigkeiten, die für heute noch anstanden, aber ich hörte ihnen nicht wirklich zu. Ich hatte den ganzen Morgen schon nichts anderes gemacht als mir das Kulturprogramm anzusehen. Der Eiffelturm war zugegeben ziemlich interessant gewesen, aber da ich ein wenig Höhenangst hatte, waren wir nicht lange geblieben.
"Nun sehen wir uns einen bekannten Straßenzirkus an. Was hälst du davon, mein Liebling?", unterbrach die Stimme meiner Mutter meine Gedanken. Sie strahlte mich gut gelaunt an und ich nickte einfach nur als ANtwort. Ich wusste, dass meine Mutter es nicht leiden konnte, wenn ich nicht in Sätzen antwortete, aber jetzt gerade war sie viel zu beschäftigt mit all der Kultur um uns herum.
Keine zehn Minuten später befanden wir uns auf einem großen und ziemlich überfüllten Platz auf dem sich Zauberer und Hexen aller Arten aufhielte. Ein großes, buntes Zelt war in der Mitte des Platzes aufgebaut und drum herum waren verschiedenste Attraktionen aufgebaut. Ich zog meine Augenbrauen hoch und warf meinem Vater einen Blick zu. Er schien, im Gegensatz, nicht besonders angetan von dem Gerummer zu sein und ich konnte es nachvollziehen. Große Menschenmengen machten mich immer halb wahnsinnig
"Schaut mal da hinten! Da gehen wir hin!", beschloss meine Mutter für uns alle und lief mit festen Schritten, ihre schwarzen Haare hinter ihr herfliegend, auf das Hauptzelt los, wo sie kurz vorher stehen blieb und das Schild las, welches dort angebracht war. Sie klatschte in die Hände und drehte sich mit einem gut gelaunten Lächeln zu uns um. "Ein Maledictus! Wie Skandalös!", behauptete sie, aber meines Erachtens nach wirkte meine Mutter nicht wirklich so, als fände sie das ganze Skandalös, eher als wäre das eine tolle Nachmittagsbeschäftigung.
Mit einem leichten Seufzer folgte ich meiner Mutter in das Zelt, in dem die Show wohl schon angefangen hatte. Ich konnte nichts sehen, aber irgendjemand in der Mitte des Zeltes hielt gearde eine Art Rede. Nicht wirklich darauf achtend, drängte ich mich zusammen mit meiner Familie an all den anderen Menschen vorbei und erkämpfte mir somit einen Blick ganz vorne. Als ich allerdings einen Blick in den Käfig warf, blieb mir für ein paar Sekunden die Luft weg. Dort in dem Käfig in dem der Maledictus sein sollte stand niemand anderes als Roja. Sie schien mich nciht zu bemerken, aber ich konnte meinen Blick nicht abwenden. Das musste ein Fehler sein! Was machte sie hier und warum stand sie da in diesem Käfig. Das alles ergab in meinem Kopf gar keinen Sinn.
"Gott, das arme junge Ding!", hörte ich die Stimme meiner Mutter wie aus weiter Ferne, aber was immer sie auch sagte, es interessierte mich nicht wirklich! Stattdessen klebte mein Blick an Roja, dessen Erscheinungsbild sich in dieser Sekunde drastisch änderte, bis auf dem Boden des Käfigs ein Luchs saß. Während der Rest des Zeltes in Jubel ausbrach und auch meine Mutter neben mir in amüsiertes Gekichere ausbrach, stand ich nur unbeweglich dort und betrachtete das Tier im Käfig. Ich hatte schon einmal einen Animagus gesehen, aber das hier war irgendwie etwas anderes. Das hier war eine Freundin von mir.
"Darren, komm wir gehen!", brummte mein Vater neben mir und erst jetzt bemerkte ich, dass viele der Menschen im Zelt schon wieder gehen wollten, darunter meine Eltern. Ich allerdigns konnte mich noch immer nicht losreißen.
"Geht ihr schon mal vor", murmelte ich und meine Mutter nockte nur gutgelaunt, nur um dann meinen Vater mit sich zu ziehen. Somit stand ich nun als einer der wenigen Leute noch immer im Zelt herum und beobachtete den Luchs am Boden des Käfigs.

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Re: Vergangenheitsplay » 12
von Darren am 14.11.2018 13:51Scheinbar war ich nicht der Einzige, dem Liams verräterisches Verhalten aufgefallen. Auch Alexander kofrontierte den, noch immer alles abstreitenden Liam und ich verdrehte die Augen. Ich verstand einfach nicht, was Liam an der so toll fand und wieso er sich jetzt, wie der letzte Idiot aufführen musste. Normalerweise war Liam viel zurückhaltender und ich hatte ihn noch nie dabei erwisch, wie er Mädchen blöd angestarrt hatte. Jetzt schien er aber irgendwie alle seine Manieren vergessen zu haben und das regte mich in dem Moment echt auf. Ich hatte es immer an ihm geschätzt, dass man sich mit ihm nicht schämen musste. Ganz im Gegensatz zu Gorden und Jason. Ich hätte mich fast an meiner eigenen Spucke verschlucken, als ich aus Liams Mund so etwas hörte. Die Frau hatte einen "geilen Arsch"? Mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtete ich das Gesicht meines besten Freundes und suchte darin nach einem Anzeichen für den gut erzogenen Jungen. Derjenige, der mir damals in der dritten erzählt hatte, dass er bei dem ersten Date am liebsten noch nicht einmal Händchen halten würde, weil das ja zu viel wäre. Er wäre der romantische Typ, hatte er gesagt. Alexander schien allerdings den Hintern der Frau auch bezaubernd zu finden und ich verzog das Gesicht. Gott, waren die hier alle Oberflächlich. Was genau war den so interessant an ihr?
Nur um es zu überprüfen, blickte ich die junge Dame jetzt auch an und ließ meinen Blick über ihren Körper wandern. Anders als Liam hatte ich allerings nicht das Bedürfnis gleich komplett durchzudrehen. Ihr Hintern war durchschnitt und auch ihr Gesicht war meiner Meinung nach nicht der Beachtung wert. Keine Ahnung also was Beide an ihr fanden.
Ich spitze meine Ohren als Liam Alexander fragte, ob der auch eine Schwäche für Blondinen hatte. Ich konnte nicht ganz sagen warum, aber es interessierte mich ungemein. Trotzdem probierte ich unbeteiligt zu wirken und spielte stattdessen lieber mit der Tischdeko herum. Seine Antwort, dass dem so wäre entlockte mir ein Naserümpfen. Gott, der war da ja genauso dämlich, wie alle anderen. Was zur Hölle war bloß so besonders an Blondinen?
Mit einem Mal wandte sich Liam an mich und sprach genau das an, von dem ich gehofft hatte, dass es niemals wieder Tischgespräch wäre. Ich setzte mich gerade auf und blickte meinen Kumpel mit leicht zusammengekniffenen Augen an. "Nenn mich nicht so!", brummte ihc ihn nur an, da ich den Namen erstens zum Kotzen fand und da ich zweitens hoffte dem Gespräch so zu entgehen. Zu meinem Glück funktionierte das, da gerade die Kellnerin kam und uns unser essen brachte.
Nur, das Liam wieder blöd anfing zu grinsen zerstörte mir meine Freude darüber. Kaum hatte ich einen Teller vor mir liegen, nahm ich mir Rührei und steckte mir eine Gabel in den Mund. So konnte das Gespräch nicht so einfach auf mich fallen, ich war ja schließlich mit essen beschäftigt. Alexander und Liam konnten es aber Beide einfach nicht lassen über die Kellnerin zu quatschen. Für einen kurzen Moment spürte ich einen Stich in meiner Brust. Irgendwie war ich ziemlich zum fünften Rad am Wagen geworden. Die Beiden unterhielten sich, wie alte Freunde und das störte mich ungemein. Liam war mein bester Freund und wenn jemand mit ihm über Mädchen reden sollte, dann war das jawohl ich. Allerdings hatten wir das die letzten Jahre nie gemacht. Ein Fehler, wie ich nun merken musste.
ALs Liam dann das mit dem One- Night- Stand erwähnte hatte ich dann genug. Scheppernd legte ich meine Gabel neben meinem Teller ab und verschränkte die Arme. Liam schien das zu ignorieren und konzentrierte sich nun aufs essen, ich allerdings konnte nicht anders als ihn mit meinem Blick zu fixieren. was laberte der denn hier für einen Mist? Er und ein One- Night- Stand? Niemals! Dafür war er viel zu romantisch veranlagt. Warum also zog er jetzt hier gerade so eine Macho Nummer ab? Wen wollte er beeindruckenß Alexander etwa? Ich warf dem Gryffindor einen bösen Blick zu, ganz als wäre das alles seine Schuld. War es ja eigentlich auch. Vorher war Liam immer normal gewesen.
Meine Wut wurde nur noch größer als der Idiot doch tatsächlich für Liam nach der Nummer des Mädchens und sie einwilligte. Das war ja wirklich hinreißend! Nun konnte Liam auch noch mit einem Muggel rummachen und somit direkt seinen Posten als meinen besten Freund abgeben. denn mein Vater würde einen Blutsverräter ganz bestimmt nicht in meinem Freundschaftskreis dulden, auch nicht wenn es Liam war. Alexander hatte es also tatsächlich geschafft mir meinen Freund komplett wegzunehmen. Was ein Idiot! Ich verwarf die Gedanken daran, als Liam nun auch mal Alexander in die Mangel nahm. Das konnte lustig werden.
Alexander wich der Frage ziemlich stark aus. Schien ja bei ihm nicht so gut zu laufen! Der Gedanke entlockte mir ein Grinsen, welches direkt wieder verschwand, als mir dieselbe Frage gestellt wurde. Warum mussten wir jetzt über mich reden?
Vor allem auf das mit der Blondine hatte ich echt keine Lust! "Ist überhaupt nicht spannend!", murmelte ich, aber mal wieder konnte Liam nicht locker lassen. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht wandte er sich Alexander zu um ihm jetzt eine der Geschichten zu erzählen, die mir am peinlichsten waren. "Letztes Jahr auf einer Party bei uns im Gemeinschaftsraum wollte Darren unbedingt mit dieser Blondine anbändeln, die da etwas verloren im Gemeinschaftsraum gestanden hat. Also ist er zu ihr hin und hat angetrunken, wie er war seine Hand ein bisschen zu tief auf ihrem Rücken plaziert. Das Mädchen hat niht lange gezögert, sich umgedreht und ihn direkt K.O. geschlagen.", erzählte Liam mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht, "Seitdem hat er gehörigen Respekt vor Blondinen"
"Habe ich gar nicht!", erwiderte ich, aber auch auf mein Gesicht hatte sich ein Grinsen gemogelt. Liam und die Anderen hatten mch seitdem damit aufgezogen und eigentlich war es wirklich lustig gewesen. Wäre ich nicht derjenige gewesen, der es abbekommen hatte. Ein wenig unangenehm war es mir trotzdem das Alexander das nun wusste und ich hatte das dringende Bedürfnis Liam genauso bloss zu stellen. Wie er mir, so ich ihm.
"Du kennst aber noch nicht Liams peinlichsten Flirtversuch!", meinte ich an Alexander genannt und Liam neben mir riss die Augen auf. "Komm schon, Darren! Nicht die Story!", quengelte er, gab allerdings nach als er mein Gesicht und damit sah, dass ich das sowas von erzählen würde. "Na gut!, jammerte er und gab sich damit geschlagen, dass er sich eine Erdbeere in den Mund steckte.
"Liam wollte vor zwei Jahren seine Herzensdame nach einem Date fragen und als sie dann mit ihm geredet hat, hat er kein Wort herausbekommen. Stattdessen hat er ihr vor Nervosität vor die Füße gekotzt. Auf ein Date wollte sie dann natütlich nicht mehr mit ihm!", erzählte ich und als ich geendet hatte brach ich bei Liams beleidigtem Gesichtsausdruck in Gelächter aus. Er stieg mit ein und ein paar Sekunden später lachtenn wir alle über meine Geschichte. Für die paar Sekunden fühlte sich alles gut an, als würden wir uns untereinander irgendwie doch verstehen. dann musste Liam weiterreden. Scheinbar wollte er den Wettbewerb mit der peinlichsten Geschichte auf keinen Fall verlieren.
"Okay, okay!", japste mein Kumpel zwischen zwei Lachern und zeigte nun anklagen auf mich, "Du kennst ja noch nciht Darrens peinlichste Geschichte von dem letzten Geburtstag seines Vaters!" Mein Grrinsen verschwand aus meinem Gesicht. Ich hatte keine Ahnung, was er meinen könnte. Der Geburtstag meines Vaters war erst diese Ferien gewesen und natürlich war Liams Familie dagewesen. Liam, Charlie und ich hatten uns ziemlich weggeknallt mit dem Whiskey den Charlie mitgebracht hatte und meine Erinnerungen an den Abend waren wirklich sehr verschwommen. Sollte ich mir also Sorgen wegen der Geschichte machen.
"Also, wir alle waren ziemlich blau und Darren hatte vorgeschlagen durch das Manor zu rennen und in der Küche vorbei zu schauen, wo auch die Angestellten sich aufhielten. Wir gehen also in die Küche und fangen an uns mit den Köchinen zu unterhalten. Darren ist irgendwie weiter nach hinten in die Vorratskammer getorkelt und ich bin dann nach zehn Minuten nach ihm gucken gegangen und weißt du, was ich da sehe?" Liam machte eine dramatische Pause und blickte von mir zu Alexander. Ich runzelte verwirrt die Stirn und kramte in meinem Gehirn nach Erinnerungen. Da war irgendwas mit der Vorratskammer gewesen, aber ich wusste nicht mehr was. Liams neckisches Grinsen machte mich jetzt wirklich nervös.
Sowohl ich, als auch Alexander schüttelten den Kopf und blickten Liam erwartungsvoll an, Alexander allersings mit einem leichten Grinsen im Gesicht. Ich persönlich war zu nervös um zu grinsen. Irgendwas sagte mir, dass Liam die Klappe halten sollte.
"Da steht unser Frauenschwram hier doch tatsächlich in der Vorratskammer und wird von dem Kellner angeflirtet. Ich habe ihn noch nie so verwirrt gesehen." Liam lachte laut, da er jetzt die Pointe seiner Story erzählt hatte, aber ich hatte nicht das Bedürfnis zu lachen. Mir war eher danach mich zu übergeben.
Liam hatte nicht den Namen des jungen Kellners erwähnen müssen, den wir für den Abend engagiert hatten, ich wusste auch so welchen er wohl meinte. Er war mir direkt aufgefallen beim essen und ich hatte meine Augen nicht von ihm nehmen können, egal wie sehr ich es versucht hatte. Es hatte mich genervt und es war der furchtbare Moment gewesen, indem mir klar geworden war, dass ich nicht ganz Hetero sein konnte. Dementsprechend hatte ich mich den Abend komplett besoffen um nicht darüber nachdenken zu müssen. Scheinbar hatte es nicht funktioniert.
"Das hast du dir jetzt aber ausgedacht", probierte ich das ganze herunterzuspielen, aber meine Stimme war nciht so stark, wie sonst. Ich biss mir leicht auf die Unterlippe und verfluchte erneut, dass wir überhaupt hier waren. "Nein, das ist mein Ernst, Mann!", lachte Liam und boxte mich freundschaftlich in die Seite. Ich wusste, dass er nicht verstanden hatte was das eigentlich zu bedeuten gehabt hatte und darüber war ich wahnsinnig froh, aber trotzdem war es mir unangenehm. Die Vorstellung, dass auch nur die Möglicheit bestehen konnte, dass einer der Beiden hier am Tisch dachte, dass ich Jungs... auch attraktiv fand, wenn auch nur manchmal und hoffentlich nciht mehr lange, machte mich nervös.
"Warum hast du das nicht mal früher gesagt? Das ist eine wichtige Info, Liam! Dann kann ich beim nächsten Mal darauf achten den Idioten nciht wieder einzustellen!", antwortete ich kühl und hoffte, dass ich damit klargestellt hatte, wie ich zu schwulen stand. Liam lachte weiterhin nur und winkte dann ab. Für ihn war das Thema scheinbar gegessen und er laberte schon wieder etwas von irgendwelchen Rummelplätzen auf die ich und Alexander gehen könnten. Irgendwie schien Liam nicht zu verstehen, dass das weder in Alexanders noch in meinem Interessa war. Dementsprechend zuckte ich nur mit meinen Schultern.
"Ich würde eigentlich gerne Charlie sehen", antwortete ich deswegen nur und mit einem Mal sah Liam wieder weniger gutgelaunt aus, ganz so als wäre ihm jetzt erst wieder eingefallen, dass er ja hier in London war um seinen Bruder zu besuchen. Seinen Bruder, der noch immer in Lebensgefahr schwebte. Es war ein paar Sekunden still und Liam legte seine Gabel und sein Messer weg, mit denen er gerade noch gegessen hatte und knette statdessen lieber seine Finger. Ich seufzte leise bei dem Anblick. Ich hatte auch nicht gewollt, dass Liam wieder unglücklich war, sondern nur dass er aufhörte über mich zu reden. Jetzt bereute ich es wieder. Ich stocherte ein wenig in meinem Essen herum und suchte in meinem Kopf nach ein paar aufmunternden Worten, nur viel mir nichts ein. Ich war niemand, der gut trösten konnte. Ich warf einen Seitenblick zu Alexander und hoffte einfach nur, dass er helfen konnte.

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Re: Vergangenheitsplay » 12
von Darren am 13.11.2018 17:30Ich verdrehte genervt die Augen und beobachtete, wie Alexander in einem der Badezimmer verschwand. Wenigstens musste ich seinen Anblick jetzt für ein paar Sekunden nicht ertragen. Liam hingegen konnte ich wohl kaum ignorieren. Er hatte manchmal diese Angewohnheit einen aus seinen braunen Augen anzugucken, dass einem ganz schwindelig wurde. Diesen Hundeblick hatte er geradezu perfektioniert. Ich seufzte tief und stieß einen Schwall Rauch in die Luft, was Liam dazu brachte die Nase zu rümpfen.
"Komm Darren, das war doch alles nur ein blöder Unfall. Es tut mir wirklich leid, dass ich gelacht habe, aber willst du jetzt deswegen die ganzem Tage schmollen?", fragte mich Liam, der sich nun leicht an den Türrahmen gelehnt hatte und mich musterte. Ich biss mir bei seiner Entschuldigung nur leicht auf die Unterlippe. Er hatte ja eigentlich recht. Ich machte aus all dem hier eine viel zu große Sache. Ein wenig dramatisch rollte ich meine Augen und nickte dann.
"Ist ja schon gut", murrte ich in seine Richtung und Liam fing direkt an fröhlich zu grinsen. Scheinbar war es ihm wirklich wichtig, dass das hier erfolgreich war. Aber bei all dem Drama in Liams Leben konnte ich das wirklich verstehen. Ich hätte da auch nicht noch mehr vertragen. Liam klatschte in die Hände und machte mir den Weg ins Wohnzimmer frei, aber als ich mich an ihm vorbeidrängen wollte, hielt er mich am Arm fest. Genervt blickte ihc den Jungen an, der beide Augenbrauen hochgezogen hatte und ohne ein Wort nach meiner Zigarette griff. "Nicht hier drinnen, Mann!", sagte er bestimmt, aber ich verdrehte nur die Augen und pstete ihm provokativ den Rauch ins Gesicht, den ich noch nicht ausgeatmet hatte. Liam verzog angewidert seine Nase, schüttelte dann aber nur den Kopf.
Ich ließ mich auf das einzige Sofa im Raum fallen und suchte in der anderen Tasche, die ich noch dabei hatte nach meiner alten, ausgewaschenen Jeans- Jacke. Da ich die aber gerade nicht fand musste ich wohl oder übel mit meiner Lederjacke vorlieb nehmen. Somit war ich nun ganz in schwarz gekleidet, aber das war nicht schlimm. Ich mochte es ganz dunkel zu sein. Das war einschüchternd. Liam hinter mir schien auch in seiner Tasche zu kramen und ich konnte aus dem Augenwinkel erkennen, dass er einige Dinge in seiner Tasche hatte, von denen ich wusste, dass sie Charlie gehörten. Ich erkannte darunter den Teddybär, den er dann irgendwann Liam überlassen hatte und Charlies Lieblingstshirt von dieser Band, auf die er so stand. Er hatte es mir damals geliehen weil er der Meinung gewesen war, dass ich mehr schwarz tragen sollte. Ich hatte auf seinen Rat gehört und den Stil für mich beibehalten. Noch immer mochte ich das Tshirt.
"Du Darren, meinst du du könntest probieren nicht der größte Arsch gegenüber Alexander zu sein? Weder Gorden, noch Jason oder sogar dein Vater sind hier und ich werde es auch keinem erzählen, dass du einen Gryffindor nicht direkt umgebracht hast", unterbrach Liam die Stille und ich drehte mich ungläubig zu dem anderen Jungen um, der nun ein gerahmtes Bild in der Hand hielt. Ich runzelte die Stirn und fragte mich wirklich, was Liams Problem momentan war. Wieso konnten wir es nciht einfach dabei belassen, dass Alexander und ich uns nicht leiden konnten. Liam deutete mein Schweigen goldrichtig, denn er seufzte nur.
"Komm schon! Er hat dir doch eigentlich gar nichs getan.", gab mein Kumpel nun eine Spur genervt von sich und ich hatte das dringende Bedürfnis mich zu rechtfertigen. "Mag sein, aber er... Ich meine, ich bin eben...", ich stoppte mitten im Satz, weil ich bemerkt hatte, dass ihc mich anhörte, wie ein bockiges Kleinkind. Schnell wandte ich mich wieder meiner Tasche zu und begann darin herumzukramen, auch wenn ich eigentlich nach gar nichts suchte.
"Du bist verwirrt momentan und das ist auch okay. Sei nur für die paar Tage mal etwas netter und zeig dich von deiner besten Seite. Meinst du, du kannst das Madison?", fragte Liam und seine Stimme klang mit einem Mal samfter. Ich drehte mich verwirrt um und bemerkte, dass ich bereits leicht nickte. Liam hatte irgendwas an sich, dass ich ihn einfach nicht enttäuschen wollte. Auch, wenn das bedeutete, dass ich nun nett zu jemandem sein musste, den ich am sonsten lieber umbringen würde.
"Von mir aus", knurrte ich und blickte in Liams zufriedenes Gesicht. "Und ich bin nciht verwirrt, weswegen denn auch!", fügte ich noch hinzu um das klarzustellen. Nichts verwirrte mich!
Liam nickte nur noch einmal und verschwand dann in den anderen Teil des Raumes, wo ich ihn mit Alexander plaudern hörte, aber ich ignorierte es mal wieder. Sollten die Beiden doch ihren Spaß haben. Nur weil ich versprochen hatte mich von meiner besten Seite zu zeigen, musste ich noch lange nicht netter sein als sonst. Das konnte Liam beim besten Willen nicht von mir erwarten. Wir warteten, dass Alexander auch mal endlich fertig wurde und traten dann hinaus auf die Straße, wo uns der Alltagsverkehr begrüßte. Muggel eilten von einer Seite zur Nächsten und ich bemerkte, wie sehr ich doch diese ganze Hektik hasste. So etwas setzte mich immer schrecklich unter Druck.
Ich hörte Liams Idee zu und musste zugeben, dass etwas zu essen gar nicht so schlecht klang. Wäre es nur nicht mit dem Idioten. Dieser lächelte mich doch gerade tatsächlich an und meinte er fände die Idee toll. Am liebsten hätte ich laut geschnaubt. Da ich Liam aber eben erst versprochen hatte, dass ich mir Mühe geben würde, ließ ich es bleiben. Stattdessen zuckte ich nur leicht mit den Schultern. "Von mir aus", antwortete ich und wandte meinen Blick zu Liam, der mich aufmunternd angrinste. "Sehr schön! Dann folgt mir einfach. Ich kenne einen netten Ort, wo man Kaffee bekommt", erklärte er nun und zeigte in eine ungefähre Richtung in de wir nun wohl gehen würden. Für ein paar Minuten liefen wir alle schweigend nebeneinander, Liam zwischen mir und Alexander, und probierten nicht mit Passanten zu kollidieren. Es mochten im Endeffekt zehn Minuetn gewesen sein und wir durchquerten den geschäftigsten Teil von London, als Liam das peinliche und doch irgendwie recht unangenheme Schweigen brach. "Guck mal, Darren!", rief er auf einmal und deutete auf einen der kleinen Spielplätze, die es hier in London gab, "Weißt du noch, wie du da von der Schaukel gefallen bist, als du versucht hast dieses eine Mädchen zu beeindurcken?"
Ich zog die Augenbrauen hoch und warf dem Spielplatz einen genaueren Blick zu. Jetzt, wo Liam es erwähnte, erinnerte ich mich wirklich daran. Liam und ich hatten iher früher in den Ferien unsere Zeit verbracht. Es war ziemlich cool gewesen.
"Er hat sich dabei den Arm gebrochen!", lachte Liam an Alexander gewandt, den er jetzt wohl auch noch in dei Unterhaltung einbauen wollte. Ich hätte am liebsten schwer geseufzt, beschränkte mich aber darauf mir erneut eine Zigarette zu nehmen und diese anzuzünden. Auf Liams empörten Seitenblick erwiderte ich nur: "Du hast gesagt nicht drinnen. Und wir sind nicht drinnen"
Liam schüttelte nur den Kopf und fing wieder an irgendeine Geschichte zu erzählen über uns in der zweite Klasse. Einerseits fand ich es unangenehm, dass er es jemanden wie Alexander erzählte, andereseits war ich froh, dass Liam sich mit ALexander unterhielt und ich es dann nicht machen musste. Es musste die Story sein, wie ich es geschafft hatte einen ziemlich guten Zaubertrank herzustellen, der selbst unseren Professor überrascht hatte, während Liam neben mir es geschafft hatte einen Trank zu brauen, der die halbe Klasse mit roten Pocken in den Krankenflügel gebracht hatte. Da ich damals dabei gewesen war, brauchte ich nciht mehr zuhören und so ließ ich meine Gedanken einfach etwas abschweifen. Und ehe ich mich versah standen wir auch schon vor einem nett aussehendem Caffee.
Liam, immer noch im Gespräch, achtete gar nicht großartig darauf und trat einfach ein. Wir folgten ihm und er führte uns zielstrebig zu einem Tisch in der Ecke, wo er sich fallen ließ und uns mit einer Geste dazu aufforderte es ihm gleichzutun. Ich rutschte ganz bis in die Ecke durch und blieb dort mit verschränkten Armen sitzen. Liam hatte jetzt anscheinend auch seine Geschichte oder was auch immer beendet und es herrschte wieder ein unangenehmes Schweigen. Glücklicherweise befreite uns die Kellnerin keine zwei Minuten später.
Sie war nciht viel älter als wir und an sich ziemlich gut aussehend. Sie strahlte in die Runde ihren Block erhoben, den Stift gezückt. "Na, ihr Süßen? Was darf es denn sein?", fragte sie und zwinkerte einmal in die Runde. Auf Liams Gesicht bildete sich ein verlegenes Grinsen, ich hingegen starrte sie einfach nur emotionslos mit verschränkten Armen an. Von mir würde die auf jeden Fall nicht mehr Trinkgeld kriegen, nur weil sie flirtete. Auf so etwas viel ich nicht herein.
Liam blickte in die Runde und lächelte immer noch leicht dümmlich. Am liebsten hätte ich ihn leicht geschüttelt, damit er aufhörte sich zum Affen zu machen. "Also Leute, ich glaube ihr solltet auch das erste Menü nehmen, das ist echt gut.", sagte er und ich hatte nur eine Sache an seinem Vorschlag auszusetzen. das Leute störte mich etwas, das klang als wären wir alle Freunde. Und dem war aber sowas von nciht so. Trotzdem stimmte ich Liam mit einem Schulterzucken zu. Dieser kannte die Geste von mir schon, weshalb er es richtigerweise als zustimmung deutete.
"Also Menü 1 für euch?", fragte die Kellnerin nach und Liam nickte einfach mal als Antwort für uns alle. Die Kellnerin notierte sich das Ganze und verschwand nicht ohne uns noch einmal ein Lächeln zuzuwerfen. "Ich glaube ich weiß warum du dieses Café so gerne magst, Liam", konfrontierte ich meinen Kumpel mit hochgezogenen Augenbrauen. Dieser schaute mich jetzt mit falscher Überraschung in den Augen an. "Ich weiß echt nicht, was du meinst, Darren. Das ist einfach nah zum Krankenhaus und ich dachte es wäre praktisch, da wir dann schnell zu Charlie rüberkönnen", verteidigte sich Liam, dessen Wangen nun verrätersich brannten. Ich rollte nur genervt meine Augen und murmelte ein "Na, wenn du meinst!". Ich wusste ja sowieso, dass ich recht hatte, schließlich suchten die braunen Augen meines Kumpels schon wieder die junge Frau, oder besser gesagt, ihren Hintern. Ich konnte mir bei dem Anblick gerade nich ein entnervtes Stöhnen verkneifen, so albern fand ich das. Liam mochte ein anständiger Kerl sein, sogar der Beste, den ich kannte, aber hierbei war er, wie jeder andere Junge auch.
Naja, wie fast jeder Junge, mit ausnahme von mir vielleicht. Ich hatte nicht das Bedürfnis mir die Dame näher anzusehen, aber ich war mir noch nciht ganz sicher, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war.

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Re: Vergangenheitsplay » 12
von Darren am 12.11.2018 16:36Liam ignorierte gekonnt meinen verheißungsvollen Seitenblick und starrte stattdessen zu Dumbledore, der den Neuankömmling begrüßte und ihm auch erstmal ein Bonbon anbot. Ich merkte, wie sich meine Hände zu Fäusten ballten und das Leder meiner Tasche ein wenig in meine Haut drückte. Es war ein unangenehmes Gefühl, aber ich war einfach wütend darüber, dass Liam mich dermaßen hintergangen hatte. Wenn er einfach jemanden gebraucht hatte, der mit uns kam, dann hätte er nur mich fragen müssen und ich hätte ihm jemanden besorgt. Dann hätten wir jetzt nicht mit Alexander Cooper zusammen nach London gemusst. Knapp konnte ich mir ein leises Stöhnen verkneifen
Missgelaunt wandte ich meinen Blick und somit meine Aufmerksamkeit wieder zu Dumbledore und Alexander, der jetzt ein bisschen verlegen ausschaute, da Dumbledore ihn auf seinen Perfektionismus hingewiesen hatte. Ich verzog nur meinen Mund und warf wieder einen Seitenblick zu Liam, der mich immer noch ignorierte. Scheinbar schien ihn dieses Gesrpäch tatsächlich zu interessieren. In meinem Kopf machte ich mir augenblicklich eine Notiz Liams Kopf mal wieder gerade zu rücken und ihn daran zu erinnern, dass er einen Ruf zu verlieren hatte. Und dazu gehörte nunmal auch mit wem man so rumhing. Mal ganz abgesehen, dass wir hier von Alexander sprachen. Einem Idioten, der... ja was eigentlich.
Eine kleine Stimme in meinem Kopf ergänzte meinen Satz etwas vorlaut: der dir das Leben gerettet hat, der nur seine Freunde verteidigen wollte, der nur ungewollt in das Drama gerutscht ist, was du dein Leben nennst.
Ich schüttelte leicht den Kopf und beendete den Satz für mich mit einem: der mir auf die Nerven geht und warf ihm daraufhin einen kalten Blick zu als wäre er Schuld an meinen komischen Gedanken. Vielleicht war er das ja.
Ich zuckte leicht zusammen, als Dumbledore als Alexanders zukünftige Freunde bezeichnete. Ich wollte natürlich nicht dem Schulleiter wiedersprechen, aber das würde niemals passieren. Ich und Alexander als Freunde? Eher würde ich vor meiner ganzen Familie zugeben, wer ich wirklich war. Liam neben mir nickte nur leicht und brachte ein müdes Lächeln zustande, was mich etwas ärgerte. Er sollte gefälligst aufhören mit Alexander zu sympathisieren!
Ich war dann doch relativ erleichtert als Dumbledore endlich den Teleporter erklärte, da das bedeutete, dass es jetzt endlich mal losgehen würde. Ich hörte dem alten Mann zwar nicht wirklich zu, dafür fand ich sein Büro viel zu interessant, aber irgendwer von den anderen würde sich das schon behalten, Liam war intelligent, auf den könnte ich zählen.
Ich sah auf einmal, dass Alexander etwas blasser wurde. Anscheinend sollte er den Anfang machen, was mich ungemein freute. Ich hatte es schon immer gehasst per Kamin zu reisen, mir wurde fast immer schlecht dabei und im Endeffekt stieß ich mir mindestens an einem Sims den Kamin pro Reise. Darauf konnte ich wirklich dringend verzichte. Ich beobachtete, wie Dumbledore dem braunhaarigen weitere Tipps gab und dieser nun näher an den Kamin trat. Ich blickte in sein Gesicht auf der Suche nach einem Anzeichen für Unsicherheit, aber das Einzige was ich fand war so etwas wie Entschlossenheit in seinen Augen. Verdammt, es schien so als wäre er wirklich fest entschlossen das hier alles durchzuziehen.
Plötzlich drehte sich Dumbledore zu uns um und benannte jedem von uns eine Eigenschaft. Die Weisheit für Liam fand ich passend und mochte sein, dass Alexander Warmherzig war, aber ich und Furchtlos. Am liebsten hätte ich bitter aufgelacht. Wenn ich etwas nicht war, dann war das Furchtlos. Ich hatte die letzten Nächte schlecht geschlafen vor lauter Furcht vor dieser unheimlichen Dementorfrau und wann immer ich meiner Familie gegenüber trat bekam ich Panik, dass sie mir anmerken würden das etwas mit mir nicht stimmte. Ich stellte mir das Gesicht meines Vaters vor, sollte er erfahren das sein einziger Sohn so einer Geistesverwirrung zum Opfer gefallen war. Bei dem Gedanken daran konnte ich wirklich nur hoffen, dass diese furchtbare Phase bald wieder vorbei sein würde. Alles andere würde ich nicht ertragen.
Aus dem Augenwinkel nahm ich war, dass Dumbledore Alexander nun in die Flammen geschubst hatte und der Gedanke, ob unser Schulleiter nicht ein bisschen schrullig war, drängte sich mir auf. Aber wenigstens vertrieb das meine negativen Gedanken und ich blickte zu Liam, der sich ein Grinsen nicht verdrücken konnte. Scheinbar erheiterte ihn das Ganze ungemein.
"Wer möchte denn als nächstes?", fragte Dumbledore mit immer noch diesem verschmitzten Grinsen auf dem Lippen und ich tauschte einen Blick mit Liam. Er zuckte nur die Schultern, weswegen ich ohne große Umstände vortrat, meine Tasche fester packte und vor das Feuer trat. Bevor ich meinen Fuß hineinsetzen konnte, ergriff Dumbledore noch einmal meine Schulter und hielt mich somit zurück. "Ich bitte dich darum, Darren. Gib dem Jungen eine Chance. Du wirst es nicht bereuen.", murmelte Dumbledore so leise, dass Liam uns unmöglich hören konnte. Verwirrt wandte ich meinen Blick auf zu den Augen hinter der Halbmondbrille. Meinte er das gerade ernst? Es schien so, denn Dumbledore lächelte nun nicht mehr sondern blcikte mich durchdringend an. Da ich nicht das Gefühl hatte, dass er damit aufhören würde, nickte ich leicht und Dumbledore nickte zufrieden. "Na dann viel Spaß", sagte er und ohne Vorwarnugn verpasste er auch mir einen Schubs, sondass ich in das grüne Feuer stolperte, wo sich alle meine Atome neu zu ordnen schienen. Natürlich erst nachdem sie in alle möglichen Richtung gewirbelt worden waren. Augenblicklich wurde mir schlecht. Das Gefühl hin und her geschleudert zu werden, hielt nur einige Sekunden an, dann kippte ich aus dem Kamin heraus nach vorne und landete anstatt auf dem harten Boden auf etwas überraschend Weichem. Mir entwich ein überraschtes "Uff", damit hatte ich nicht gerechnet. Mein Gehirn brauchte ein paar Sekunden um zu realisieren, dass ich nicht auf einem Kissen gelandet war, sondern auf keinem anderen als Alexander. Mein Kopf brauchte nicht so lange um rot anzulaufen. "Oh mein Gott", knirrschte ich und probierte mich mit meinen Armen hochzustemmen, aber in genau dieser Sekunde purzelte Liam hinter mir aus dem Kamin und landete noch zusätzlich auf uns. Sein Gewicht drückte mich noch weiter herunter, sodass nun mein Gesicht keine fünf Zentimeter von Alexanders entfernt war. Ich hatte das Gefühl jede Einzelheit in seinem Gesicht sehen zu können. "Uppsi!", hörte ich Liam über mir sagen und spürte, wie er probierte sich so zu drehen, dass er sich aufrichten konnte und mich dabei nur noch mehr belastete. Meine Arme schrien danach nachgebn zu dürfen, aber der Gedanke daran, wie peinlich es wäre, wenn ich noch mehr zusammensacken würde, sorgte dafür, dass ich nicht nachgab. "Liam...!", knurrte ich zwischen meinen Zähnen hindurch und hoffte, dass Liam den Wink verstehen und sich verdammt nochmal beeilen würde. Das war doch wirklich ein toller Anfang für unsere Reise. So nah hatte ich dem Idioten eigentlich nie kommen wollen.
Ich probierte zu ignorieren, dass ich den Atem des Gryffindors auf meiner Haut spüren konnte, aber mein Gesicht verfärbte sich schon wieder rot und zwar nicht nur vor Anstrengung. Endlich rollte sich Liam von meinem Rücken und auf den Teppich neben mir. Ich hörte ihn neben mir leicht lachen, dann stieß ich mich abrupt vom Boden ab und sprang auf meine Beine. Alexander auf dem Boden ignorierte ich geflissentlich.
"Man, was für ein Blid!", grinste Liam und deutete vage auf mich und Alexander. Wütend stieß ich die Luft durch einen Schnauber aus und hob abrupt meine Tasche vom Boden auf. Ich tat einen Schritt auf Liam zu, der noch immer nicht zu verstehen schien, dass das gerade die schlimmste Situation meines Lebens gewesen war.
"Ach halt´s Maul, Liam!", fauchte ich meinen Kumpel an, drehte auf dem Absatz um und stürmte durch die erste Tür, die ich erreichen konnte, wo ich die Tür geräuschvoll ins Schloss warf. Zu meinem Glück fand ich mich in einem Schlafzimmer wieder, wo ich meine Tasche aufs Bett feuerte und mich direkt hinterherwarf. Ich hatte jetzt schon keine Lust mehr auf den Ausflug und wir waren gerade mal fünf Minuten hier. Ich konnte mir das beim besten Willen nicht für Tage vorstellen!
Denn mehrer Tage mit jemandem zu verbringen, den ich nicht leiden konnte und von dessen Gesicht ich gerade nur wenige Zentimeter entfernt gewesen war, war nicht gerade das, was ich mir unter Spaß vorstellte.
Ich tat das hier alles für Liam und für seinen Bruder Charlie! Das musste ich mir einfach immer und immer sagen, dann würde schon alles irgendwie aushaltbar sein. Missmutig zog ich meinen Zauberstab heraus und ließ aus der Stabspitze eine kleine tintenähnliche hervorbrechen, die mitten im Raum einfach in der Luft hing und nichts tat. Eigentlich war der Zauber dafür gedacht andere Zauberer und Hexen zu verletzen indem der Inkling - so nannte man die kleinen Figuren - in ihre Blutbahn drang und sie langsam lähmte. Ich hatte den Zauber noch nicht weit genug perfektioniert, als das das funktionieren würde. Mein Inkling konnte gerade mal in der Luft herumhängen und seine Gestalt passend zu meinen Gedanken verändern, aber es war eben auch ein ziemlich dunkler Zauber. Ich sollte den noch gar nicht beherrschen. Mittlerweile hatte ich auch eigentlich keine Lust mehr ihn noch mehr zu verfeinern. Ich fand den Inkling niedlich und irgendwie hatte ich es mir zur Angewohnheit gemacht ihn ab und zu einfach so heraufzubeschwören, wann immer ich in irgendeiner Form nicht gut drauf war. Zumindest, wenn ich keinen Stift und kein Papier zum zeichnen hatte. Ich blickte die Gestalt an, die gerade passend zu meinen Gedanken die Form einer Regenwolke angenommen hatte. Tintentropfen regneten herab auf den Boden der Wohnung, wo sie ohne eine Spur zu hinterlassen im Teppich versickerten. Ich beobachtete für einige Zeit die blauen Tropfen, dann plötzlich veränderte sich der Inkling und ich blickte auf die tintenfarbene Shilouette von Alexander. Erschrocken sog ich die Luft ein und starrte auf das Abbild des Jungen, den ich so sehr verabscheute. Warum war da jetzt sein Schatten aus meinem Inkling geworden? Er war doch gar nicht in meinen Gedanken! Oder etwa doch? Mit einem wütenden Schlenker ließ ich den Inkling zu tausend tropfen Tinte zerbersten, die gegen die Wände regneten, wo sie einfach verschwanden, als hätte es sie nie gegeben.
Noch immer heftig atmend ließ ich mich auf mein Bett fallen, wo ich für einige Sekunden meine Haare raufte. Warum musste mir immer so etwas peinliches passieren? Ich nahm meine Hände wieder aus meinen, nun völlig durcheinander liegenden, Haaren und griff in meine Jackentasche. Ich ertastete die Zigarettenschachtel und zündete mir mit einem leichten Schlenker meines Zauberstabes eine von ihnen an. Noch immer vollkommen geladen, nahm ich einen Zug und stieß den Qualm aus. Vielleicht würde wenigstens das helfen mich zu beruhigen.
Doch auch hier sollte ich kein Glück haben. Liam riss auf einmal die Tür auf und blieb im Rahmen stehen. In seinen Augen sah ich so etwas, wie Reue aber auch etwas wie einen Vorwurf. Liam konnte es überhaupt nicht ausstehen, dass ich rauchte und jedesmal, wenn er mich dabei erwischte, rümpfte er die Nase. Jetzt aber schien ihm etwas anderes wichtiger.
"Man Darren, tut mir leid! Komm bitte wieder mit ins Wohnzimmer.", murmelte er und ich warf einen Blick an ihm vorbei, sodass ich Alexander hinter ihm im Wohnzimmer sehen konnte, der nun so tat als hätte er nciht gerade noch zu mir herüber gesehen.

We messed around until we found the one thing we said we could never ever live without. I´m not allowed to talk about it, but I gotta tell you. ´Cause we are who we are when no one´s watching and right from the start, you know I got you. Yeah you know I got you. I won´t mind even though I know you´ll never be mine.
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Darren am 08.11.2018 16:44Ein paar Stunden später stand ich mitten auf dem Quidditchfeld, meinen Besen in der Hand, und gab meinem Team wichtige Befehle. Es war nicht mehr lang bis zum ersten Spiel und das war ausgerechnet gegen Gryffindor. Niemand wollte hier gegen die Gryffindor Manschaft verlieren, aber dieses Jahr war ich gerade zu versessen darauf, diese doofen Goldroten wegzuputzen.
Die Hälfte meines Teams gähnte mittlerweile oder blickte sich in der Umgebung um und ich konnte es ihnen noch nicht einmal verübeln. Seit einer viertelstunde erklärte ich ihnen die Strategie und sie wollten alle nur noch in die Luft. Einer unser Treiber hatte bereits angefangen mit seinem Schläger imer wieder leicht gegen das Bein des anderen zu schlagen. Als es so aussah, als könnte dieser jede Sekunde zurückschlagen und zwar nicht so leicht, hielt ich es für eine gute Idee mein Team jetzt doch mal in die Luft zu lassen. Ich pfiff also in meine kleine, silberne Trillerpfeife und mit neuer Lebensfreude erhoben sich meine Teamgefährten mit ihrem Besen vom Boden.
Ich ließ sie sich erstmal einspielen und teilte uns dann in Teams auf. Es war ein ziemlich ausgeglichenes Spiel, aber schon nach kurzer Zeit schwiffen meine Gedanken ab und ich konnte nicht anders, als Schuldgefühle wegen Liam zu empfinden. Wie hatte ich mich bloß so beschissen ihm gegenüber verhalten können. Schließlich war er, wie er ja gesagt hatte, immer für mich da. Und ich ließ ihn hängen. Ich schüttelte innerlich meinen Kopf. Das Gespräch war aber auch denkbar ungünstig verlaufen.
Hätte er nicht diese eine kleine Sache ausversehen angesprochen, dann hätte ich mich vielleicht anders verhalten. Aber es hatte mich so aus dem Konzept gebracht, dass er mich so beschimpft hatte. Auch, wenn er scheinbar nicht mich gemeint hatte. ABer wen konnte er denn sonst so beleidigen? Und warum sollte Liam es wagen jemanden derartig anzugreifen?
Meine Gedanken wurden mit einem Mal weggewischt, als mich ein Klatscher mit voller Geschwindigkeit im Gesicht traf. Ich sog scharf die Luft ein und musste mich an meinen Besen klammern um nicht herunterzufallen. Mein komplettes Team schien wie angewurzelt in der Luft zu hängen und sie starrten abwechselnd von mir zu unserem Treiber, der nun mit großen Augen auf mich blickte und langsam seinen Schläger sinken ließ. Ebenso langsam fasste ich an meine Wange, die höllisch brannte und schaute meinem Treiber dann direkt in die Augen. Er schrumpfte unter meinem Blick und ich wusste, dass alle nur darauf warteten, dass ich ihn anschreien und zur Schnecke machen würde.
"Tut mir wirklich leid, Darren...", murmelte er kleinlaut und tauschte einen Blick mit seinem Partner, der nur auf den Boden blickte und so unbeteiligt, wie nur möglich schaute. Er wollte da wohl nicht mit reingezogen werden."Das sollte dir besser nicht im Spiel passieren, Maddox", gab ich ganz ruhig von mir, während der Schmerz in meiner Wange dafür sorgte, dass ich die Zähne zusammenkneifen musste. Ich hatte doch ganz vergessen, wie unangenehm es doch war, Klatscher ins Gesicht zu bekomen. Die meisten schauten mich nun verwirrt an, da sie anscheinend darauf gewartet hatten, dass ihc mir ebenfalls einen Schläger nhmen würde und unserem Treiber mal zeigen würde, was ich davon hielt.
Es war an sich eine verlockende Vorstellung, aber erstens war er ein Slytherin und somit in meinem Team und zweitens gab es da andere Menschen, die ich lieber dem Schläger vorstellen würde.
"Trainiert ihr weiter, ich gehe kurz etwas trinken", entschuldigte ich mihch, noch immer alle Blicke auf mich gerichtet, und steuerte meinen Besen in Richtung Boden, wo ich ihn gegen die Tribüne lehnte und mir aus meiner Flasche einen tiefen Schluck gönnte. Das Wasser tat gut und sorgte dafür, dass ich wieder ein bisschen klarere denken konnte. Die Schmerzen ließen nebenbei auch noch nach. "Hey Darren", ertönte eine Stimme hinter mir und ich erschreckte mich so stark, dass ich mich glatt verchluckte und wie verrückt husten musste. Immer noch unter Hustern, drehte ich mich um und blickte in Liams leicht besorgtes Gesicht.
"Alles gut?", fragte er bei meinem Anblick und ich versuchte ihm mit einem Daumen nach oben zu zeigen, dass mir nichts fehlte. "Was machst du denn hier, Liam?", brachte ich unter Prustern hervor und nahm noch einen Schluck aus meiner Flasche, welcher glücklicherweise dabei half meine Atmung wieder zu normalisieren. Er schenkte mir ein leichtes Grinsen und in mir bahnte sich schon die Hoffnung an, dass er mir vielleicht schon verziehen hatte. Liam war die Art Mensch, bei der das normalerweise recht schnell ging, aber ich würde es ihm auch nicht verübeln, wenn er mich noch immer hassen würde. Verdient hatte ich es.
"Ich wollte mit dir reden", gab Liam zu und ich nickte automatisch. Ich wollte nicht, dass er schon wieder glaubte, dass ich keine Zeit für ihn hatte. Ja, ich war gerne alleine und vielleicht war ich auch ein Egoist, aber für Liam hatte ich Zeit.
"Und ich mit dir.", gab ich zu und biss mir ein wenig auf die Unterlippe. Dann deutete ich auf die Trainingsbank neben uns und wir setzten uns. Für ein paar Sekunden beobachteten wir Beide, wie einer unser Jäger einen perfekten Wuf in einen Punkt verwandelte, dann drehte ich mcih so, dass ich Liam anblicken konnte. Immer noch fielen mir die Augenringe auf, aber er sah nicht mehr so niedergeschlagen aus, wie vorhin in der großen Halle. Vielleicht gab es ja sogar gute Neuigkeiten.
"Es tut mir leid, dass ich so ein Arschloch war! Ich würde dich jederzeit nach London begleiten und wenn du möchtest können wir so früh, wie möglich aufbrechen, wie du willst", entschuldigte ich mich bei meinem besten Freund.
Liams Augen leuchteten auf und ein leichtes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen.
"Wirklich? Du kommst mit?", fragte er und ich bestätigte es ihm mit einem Lächeln, "Dann kann ich Charlie ja doch sehen" Ich freute mich für meinen Freund, stoppte aber kurz. Soweit ich mich erinnerte, mussten wir zu dritt sein und Gorden hatte ziemlich überzeugend klar gemacht, dass er nicht mitkommen würde und ich war mir sicher, dass Jason dieselbe Meinung hatte. Einfach, weil es Gordens war. Dementsprechend fehlte uns noch jemand, der uns begleitete. Ich war mir für einen Moment unsicher, ob ich ihn darauf aufmerksam machen sollte, schließlich schien er zum ersten Mal seit Tagen wieder etwas fröhlicher. Ich entschied mich dafür, es brachte ja nichts es später von Dumbledore zu hören.
"Nichts für ungut Liam, aber uns fehlt noch eine Person", sagte ich vorsichtig, aber zu meiner Überraschung ließ sich Liam nicht davon beirren. Im Gegensatz, er sprang jetzt auf und zog mich hinter sich hoch. Mit hochgezogenen Augenbrauen blickte ich in das Gesicht des Jungen, den ich schon so lange kannte, dass aber nun immer noch viel zu blass war. Die wenigen Sommersproßen, die er hatten ließen ihn nun so aussehen, als wäre er krank und auch die leicht geröteten Augen sorgte nicht dafür, dass ich meinen immer ruhigen besten Freund in ihm erkannte. Irgendwie wirkte alles falsch.
"Ach, da mach dir mal keine Sorgen. Ich habe jemanden gefunden!"
"Ach ja? Wen denn?", fragte ich interessiert nach, aber Liam schüttelte nur leicht den Kopf. "Das wirst du dann noch sehen", sagte er und nickte bedächtig mit seinem Kopf, ganz so als wäre ihm das gerade erst eingefallen. Irgendwas sagte mir allerdings, dass er nie geplant hatte mir zu sagen, wer uns begleiten würde. Mir sollte es recht sein. Ich woltle Liam nicht schon wieder aufregen und wie schlimm konnte es schon sein?
Vermutlich würde er Michael aus dem Jahrgang über uns gefragt haben oder aber Tamara mit der er sich schon immer gut verstanden hatte. Beide Optionen waren mir recht. Michael war relativ umgänglich, seine Ansichten vielleicht etwas drastisch, aber ansonsten kamen wir klar. Tamara ud ich hatten nicht wirklich etwas miteinandern zu tun. Ich hatte sie auf einer Party mal geküsst, das musste in der fünften gewesen sein, aber danach hatte Liam mehr interesse an ihr gezeigt und ich hatte sie sowieso nicht sehr anziehenf gefunden. Darum hatte ich sie ihm gelassen. Ob da mal etwas gewesen war, konnte ihc nicht so genau sagen. Liam und ich, wir redeten fast nie über Beziehungen oder Gefühle. Auch in diesem Punkt wusste ich recht wenig über meinen besten Freund. Ich war mir noch nicht einmal sicher, ob er schon seinen ersten Kuss gehabt hatte. Vermutlich schon, schließlich war er sehr gutaussehend, aber erzählt hatte er nichts.
"In Ordnung!", erwiderte ich somit und schnekte ihm eines meiner seltenen Lächeln. Liam schien es auf jeden Fall zu freuen. "Sehr gut, dann sehen wir uns später", murmelte Liam und damit verabschiedete er sich. Ich wollte eigentlich noch irgendwas sagen, aber in dieser Sekunde riefen meine Teamkollegen nach mir und ich wusste, ich könnte erst nach dem Training wieder mit ihm reden. Somit schwang ich mich auf meinen Besen und beendete erstmal das Training.
Am kommenden Samstag standen Liam und ich schon um sechs Uhr morgens in Dumbledores Büro und warteten darauf, dass wir nach London durften. Nicht zum ersten Mal an diesem Morgen gähnte ich herzhaft und ich konnte sehen, dass Liam neben mir es mir gleichtat. Es war für meinen Geschmack einfach viel zu früh. Meine Reisetasche neben mir, stellte ich nun auch noch meinen Rucksack auf den Boden. Wer auch immer noch mit uns kommen würde, ließ sich auf jedne Fall ganz schön Zeit.
Noch immer hatte Liam mir nicht verraten, wer mitkommen würde. Scheinbar hielt er es für wahnsinnig lustig mich im unklarem zu lassen. Ich nahm es ihm allerdings nicht besonders übel. Er war momentan viel zu fertig mit seinen Nerven. Gestern war ein Brief gekommen, der uns migeteilt hatte, dass sich Charlies zustand noch verschlechtert hatte und das hatte Liam natürlich sehr getroffen. Er war den ganzen Tag kalkweiß gewesen und ich hatte ihn die Nacht über weinen hören. Somit hatte ich ihn dann nicht weiter belästigt, er konnte seine Ruhe wirklich vertragen.
"Ein Bonbon ihr Beiden?", unterbrach Dumbledore meine Gedanken und hielt uns mit einem netten Lächeln eine Schale mit irgendwelchen Toffees entgegen. Mein Magen machte allein bei dem Anblick einen Purzelbaum. Es war noch viel zu früh, als dass ich über Essen nachdenken wollte. Dementsprechend verneinte ich freundlich und blcikte Liam dabei zu, wie er sich das Bonbon in den Mund steckte. AUch Dumbledore hatte es mit einem zufriedenen Lächeln beobachtet, dann drehte er sich um und blickte zur Tür seines Büros. "Nun ich glaube nun sind wir vollständig", sagte der Schulleiter mit einem warmen Lächeln.
In der Sekunde, in der sich die Tür öffnete, wusste ich warum Liam mir nicht gesgt hatte, wer mit uns kam, denn dann hätte ich niemals zugestimmt. Da im Türrahmen mit seiner Tasche in der Hand stand niemand anderes als Alexander.
Ich atmete tief ein und warf Liam einen Seitenblick zu. Wie kam er denn darauf den mitzunehmen?

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Re: Vergangenheitsplay » 12
von Darren am 05.11.2018 21:14Wütend beobachtete ich, dass er nicht, so wie ich es gerne gehabt hätte, auch wütend geworden war und einen Streit vom Zaun gebrochen hatte, sondern stattdessen mit dieser latent, sarkastischen Art geantwortet hatte, die mich schier wahnsinnig machte. In meiner Welt klärte man die Dinge mit Duellen, nicht mit klugen Antworten, was vielleicht der Grund war, dass ich meist auch nur von Vollidioten umgeben war. Ich kniff also meine Augen einfach zusammen und zog ein wütendes Gesicht. Meine Arme verschränkte ich vor der Brust. Sein dämliches, nettes Lächeln hätte ich ihm am liebsten aus dem Gesicht gewischt, aber ich hielt mich zurück. Er war es wirklich nicht wert! Warum redete ich überhaupt noch mit ihm? Wieso war ich mit ihm gekommen? Was war so besonders an diesem einen Jungen, dass er scheinbar alles auf den Kopf stellte, was ich kannte? Erneut hätte ich ihm am liebsten die Pest an den Hals gewünscht. Als er dann auch noch seine Hand auf meine Schulter legte und mich Mate nannte, juckte es mich wirklich in den Fingern! Er konnte sich nicht alles erlauben, das hier nicht! Ich knirrschte leicht mit den Zähnen und blickte dem Gryffindor hinterher, der endlich in seinem Schlafsaal verschwand. Er konnte wirklich von Glück reden, dass die Tür zwischen uns war, sonst hätte ihc ihm auf jeden Fall jetzt eine geknallt.
Leise vor mich hin fluchend, drehte ich mich nun von der Tür weg und ärgerte mich furchtbar darüber, dass er jetzt das letzte Wort gehabt hatte. Ich war normalerweise derjenige, der das Sagen hatte. Ich war der aus der Reinblüterfamilie! Was bildete sich der Idiot bloß ein?
"Was guckst du denn so blöd?", fauchte ich einen Gryffindor an, der gerade aus seinem Schlafsaal getreten war um vermutlich aufs Klo zu gehen. Kaum hatte ich ihn so angestaucht, drehte er sich um und verschwand hastig wieder in seinem Schlafsaal. Wenigstens der hatte verstanden, dass man sich nicht mit einem Madison anlegte. Im gegesatz zu manchen anderen Idioten. Innerlich schwor ich mir, dass ich Alexander diesen Respekt auch noch einflößen würde, koste es was es wolle. Er würde schon sehen, was er davon hatte und vor allem mit wem er es zu tun hatte.
Endlich kam ich in meinem Schlafsaal an und ließ mich dort leise wieder ins Bett fallen. Diesmal wurde niemand wach und so konnte ich ungestört einschlafen. Nur um direkt wieder in unruhige Träume zu fallen, die viel zu viel mit gesichtslosen Frauen und Dementoren zu tun hatten.
Sechs Tage später saß ich im Gemeinschaftsraum der Slytherins und rieb mir zum gefühlt hunderten Mal die Augen. Ich war mehr als nur müde, da ich die netzten Nächte furchtbar schlecht geschlafen hatte. Die Dementoren und ihre Anführerin ließen mich einfach nicht in Ruhe geschlafen und so war ich jeden morgen fix und fertig beim aufwachen und somit auch ziemlich reizbar. Vor zwei Tagen hatte sich das Ganze dann an Jason und Gorden entladen, da die Beiden mir so dermaßen auf die Nerven gegangen waren, wie sie da so gestanden und in einer Tour über die Dementorenangriffe spekulieren mussten. Eigentlich war ich ja wirklich ganz froh gewesen, dass sich die Situation zwischen mir und den Beiden wieder entspannt hatte, aber bei ihrem Gerede hatte ich an all die unheimlichen Träume und das noch unheimlichere, wirklich geschehene Ereignis denken müssen und war quasi ausgeflippt. Ich hatte sie zum ersten Mal in meinem Leben angebrüllt und nachdem sich auch noch Liam eingemischt hatte, hatten dann einige noch ältere Schüler uns davon abhalten müssen uns erneut zu duellieren. Ich war dann einfach verschwunden und hatte mir geschworen, dass ich mit diesen Idioten niemals wieder reden würde. Die konnten mich dochmal, die und ihre dämliche Dummheit. Liam hatte danach versucht mich aufzuheitern, aber ich hatte ihm gesagt, dass er mich auch alleine lassen sollte. Er hatte es verstanden und ich war wirklich froh gewesen, dass er sich nicht auch noch mit mir gestritten hatte. Vor allem nachdem ich einen Tag später seinen Vater in der Schule gesehen hatte.
Schon in der Sekunde in der ich Liams Vater auf dem Gang gesehen hatte, hatte ich gewusst, dass etwas nicht stimmte. Lionel Michaels war niemand, der seinen Sohn einfach so in der Schule besuchte. Ich hatte seinen Blick auf dem Flur aufgefangen und in seinen Augen gesehen, dass da wirklich etwas absolut nicht stimmte. Denn in seinen Augen war nicht die gewohnte Finsternis, die ich von ihm kannte, sondern etwas was ich bei ihm noch nie gesehen hatte, etwas menschliches: Trauer. Der fast zwei Meter große Mann, der sich nur in schwarz kleidete und von dem damals einige meiner Albträume gehandelt hatten, sah doch tatsächlich aus, als hätte er auch eine andere Seite, als die des dunklen Todessers.
Er hatte mich auch nicht begrüßt, wie ich es gewohnt war und war stattdessen einfach an mir vorbeigegangen und vom Schulleiter empfangen worden. Und wenn schon Dumbledore mit involviert war, dann musste da wirklich ganz fatal etwas nicht stimmen. Ich war den Beiden gefolgt, musste dann aber vor einem Klassenraum halten, in den sie verschwanden und auch fast zwanzig Minuten nicht mehr rauskamen. Ich war mir schon reichlich dumm vorgekommen, wie ich da so einsam gestanden hatte, aber als sich dann die Tür öffnete, hatte ich mir gewünschte, dass ich noch etwas länger alleine hätte sein können.
Denn als Liam heraustrat, sah ich dass seine Augen gerötet waren ganz so als hätte er... geweint. Er hatte hinter sich geblickt und schien auf seinen Vater zu warten, der nach Dumbledore aus dem Raum trat. Auch dieser schien aufgewühlt zu sein und ich hatte nicht anders gekonnt als mich von Geländer abzustoßen, an dem ich bis gerade noch gelehnt hatte, und auf Liam zuzugehen, der sich schon zum gehen abgewandt hatte. "Liam, was ist los?", hatte ich besorgt gefragt, nachdem ich seinen Arm gepackt hatte und ihn somit gezwungen hatte stehen zu bleiben. Widerwillig hatte er sich umgedreht und mich mit schmerzverzerrten Gesicht angeblickt, Tränen hatten noch immer in seinen Augen geglitzert. Ich hatte bei dem Anblick schlucken müssen, da ich Liam noch nie so gesehen hatte. In all den Jahren in denen wir schon in Hogwarts gewesen waren, hatte er nicht einmal geweint und ich hatte auch nicht gedacht, dass ich ihn jemals so sehen würde. Liam hatte nur geschnieft und mit brüchiger Stimme einen Satz gebildet. "Charlie ist verletzt... Er liegt im... Koma. Es waren diese scheiß Auroren!", hatte er zwischen schniefen hervorgebracht und er hatte mir so leidgetan, dass ich für eine Sekunde überlegt hatte ihn in den Arm zu nehmen. Aber Liam hatte sich einfach umgedreht und war verschwunden und hatte mich mit meinen Gedanken alleine gelassen.
Noch immer konnte ich das nicht ganz fassen, auch vier Tage später nicht. Ich hatte seitdem nicht mehr mit Liam gesprochen, aus dem einfachen Grund, dass er alles und jedem aus dem Weg zu gehen schien. Im Unterricht saß er mit steinerner Miene vor mir und redete nicht und blickte mich auch nicht an. Es war ein komisches Gefühl ihn so zu sehen, aber ich konnte ihn verstehen.
Charlie Michaels war Liams großer Bruder und die Beiden standen sich unheimlich nah. Er war nur drei Jahre älter, als wir und schon immer hatte ich ihn cool gefunden. Damals, als er noch nach Hogwarts gegangen war, hatte ich ihn regelrecht bewundert und unbedingt so sein wollen, wie er. Mit seinen längeren, schwarzen Haaren und dem edgy Look, den er irgendwie hatte, war er das krasse Gegenteil von Liam. Nur in einer Sache glichen sie sich: Sie waren beide furchtbar nette Menschen. Ich konnte also kaum glauben, dass tatsächlich irgendwelche Auroren ihn verletzt hatten.
Ja, Charlie war immer in schwarzmagische Machenschaften verstrickt gewesen, schon einfach wegen seines Vaters, aber er hatte nie hinter all dem gestanden. Er war eher ein Freigeist gewesen und hatte sich meist aus dem Staub gemacht, wenn es zu gefährlich geworden war. Das hatte ihm häufig Probleme mit seinem Vater eingebracht, aber er hatte es immer schon geschafft sich irgendiwe daraus zu entziehen. Das er jetzt tatsächlich von einem Auror erwischt worden war klang so falsch und unfair.
Ich erhob mich nun von dem Sessel, in dem ich gesessen hatte, und verscheuchte all die bösen Gedanken an Charlie. Stattdessen machte ich mich auf den Weg um nach Liam zu suchen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es seinem Bruder ging und außerdem hatte ich nun wirklich viel zu lange nicht mehr mit ihm geredet. Also suchte ich in der Bibliothek, auf den Fluren und sogar im Krankenflügel, aber nirgends war das Gesicht meines Freundes zu sehen. Erst als ich einen Blick in die große Halle warf, entdeckt ich die Gestalt meines Freundes. Er saß alleine an einem der Tische und hockte scheinbar über irgendwas. Sein Gesicht hatte er von mir abgewandt, sodass ich nicht sehen konnte, wie er sich fühlte. Mit einem weiteren Blick nahm ich allerdings auch noch jemand anderen wahr, jemanden auf den ich wirklich keine Lust hatte: Alexander. Ich wünschte ich hätte behaupten können, dass ich die letzten Tage keinen Gedanken an ihn verschwendet hatte, aber es war nicht so. Öfter, als mir lieb gewesen war, waren meine Gedanken zu unserem Gesrpäch abgedriftet und dann meist zu der Stelle an der er seine Hand auf meine Schulter gelegt hatte. Noch immer hätte ich kotzen können, bei dem Gedanken daran und so besserte meine Laune sich nicht wirklich, als ich ihn da sitzen saß mit einer Horde von anderen Schülern, darunter auch Slytherins. Diese blicken mich fast augenblicklich an, als ich eintrat und ich sah, dass einer der anderen etwas zuflüsterte, aber ihc ignorierte sie Beide und wandte meinen Blick ab. Stattdessen lief ich lieber in Richtung Liam und tippte ihm leicht auf die Schulter, als ich bei ihm angekommen war. Er wirbelte mit solch einer Geschwindigkeit herum, dass ich verwirrt einen Blick nach hinten tat. "Ich habe gesagt du sollst mich in Ruhe lassen, du scheiß Schwuchtel!", brüllte er mich an und ich torkelte einen Schritt zurück. Für eine Sekunde blieb meine ganze Welt stehen, dann hatte ich das Gefühl, dass sie zusammenbrach. Mein Magen verkrampfte sich und ich schmeckte den unangenhemen und beißenden Geschmack von Magensäure in meinem Mund.
Das konnte einfach nicht sein! Woher wusste er das? Das war mein Geheimnis! Ich hatte es nie irgenjemandem erzählt, ich würde auch eher sterben, als es jemandem zu erzählen! Wie konnte Liam es also wissen, wie konnte er es laut durch die Halle schreien? Das hätte niemals irgendwer wissen dürfen! Niemand durfte wissen, dass Darren Madison auch eine Schwäche für Jungs hatte!
In dieser Sekunde veränderte sich Liams Gesichtsausdruck von wütend zu überrascht.
"Ach du bist es, Darren", murmelte er leise und drehte den Kopf wieder weg.
Ich fing in diesem Moment erstmal wieder an zu atmen. Die Tatsache, dass er es nicht wusste, ließ mir einen Stein vom Herzen fallen und meine in Scherben liegende Welt setzte sich langsam wieder zusammen. Alles war gut! Ich war noch immer Darren Madison, der perfekte Sohn, der Vorzeige Reinblüter und nicht die Definition von Schande. Ich ließ mich erleichtert, aber immer noch gerädert auf die Bank neben Liam fallen und blickte ihn von der Seite an. Seine Augen waren wässrig und immer noch geschwollen. Außerdem sah er aus, als würde er nicht genug schlafen.
"Ist alles okay bei dir?", fragte ich vorsichtig und ich bemerkte sofort, dass ich nicht Herr der Lage war. Liam und ich redeten normalerweise nicht über unsere gefühle und noch nie hatte ich jemanden trösten müssen. Ich wusste noch nicht einmal, wie das gehen sollte.
"Nein, natürlich nicht man!", fuhr mich Liam wütend an und das in einer Lautstärke, dass es die halbe Halle mitbekommen musste. Er wandte sich erneut ab und ich sah, dass er probierte sich unauffällig eine Träne aus dem Gesicht zu wischen. Ich blickte ihn an und hatte für eine Sekunde die Idee, ihm meine Hand auf die Schulter zu legen um ihm zu symbolisieren, dass ich für ihn da war, aber ich wusste nicht, ob er das wollen würde. "Aber was kratzt es dich? Du hast dich die letzten Tage ja auch nicht für mich interessiert!", pampte Liam plötzlich weiter und ich biss mir betroffen auf die Unterlippe. Er hatte leider recht.
Die ganzen letzten Tage war ich so gefangen in meinen Albträumen gewesen und in meiner Wut über Alexander, dass ich ihn ein wenig links liegen lassen hatte. Das tat mir jetzt leid.
Und ohne darüber nachzudenken legte ich nun doch meine Hand auf seine Schulter und drückte sie einmal kurz. Anders als erwartet schlug Liam meine Hand nicht weg, sondern ließ zu, dass ich ihn tröstete. Auch, wenn ich dabei vielleicht nur einen mittelmäßig guten Job machte. Plötzlich drehte sich Liam wieder zu mir und blikcte mir direkt in die Augen, die noch immer etwas rot waren, aber ansonsten noch immer so haselnußbraun, wie immer.
"Ich darf nach London fahren um ihn zu sehen und soll zwei andere mitnehmen. Ich meine Jason und Gorden werden wohl nicht mitwollen, aber kannst du bitte mitkommen?", fragte er und er sah mich dabei so hoffnungslos an, dass ich mich ein bisschen bedrängt fühlte. Eigentlich konnte ich darauf verzichten nach London zu fahren und Charlie zu sehen. Ich hatte es noch nie gut vertragen Krankenhäuser zu besuchen. Aber für Liam würde ich es schon tun.
Leider schien Liam mein Schweigen anders zu interpretieren, denn sein Blick verhärtete sich und er stand mit einem Mal abrupt auf und lief ein paar Schritte davon. Als ich gerade aufgestanden war um ihm zu folgen, blieb er stehen und funkelte mich noch einmal an.
"Danke, Darren!", fauchte er wütend, "Ich meine ich weiß, dass ich wahrscheinlich eh nicht hätte gehen dürfen, da ich niemand dritten gefunden hätte, aber gut zu wissen, was für ein Scheiß Egoist du bist! Ich war auch immer für dich da oder wäre es zumindest gewesen!"
Mit diesen Worten wirbelte er herum und aus der Halle heraus und ignorierte mein lautes "Liam, warte!". Das ich noch ein "Ich komme doch mit!" hinten dran hängte, bekam er schon nicht mehr mit. Etwas geplättet blieb ich mitten in der Halle stehen und wünschte mir ich hätte ihn nicht die letzten Tage ignoriert, wie der größte Arsch.

We messed around until we found the one thing we said we could never ever live without. I´m not allowed to talk about it, but I gotta tell you. ´Cause we are who we are when no one´s watching and right from the start, you know I got you. Yeah you know I got you. I won´t mind even though I know you´ll never be mine.
Re: Vergangenheitsplay » 12
von Darren am 04.11.2018 16:14Ich nickte leicht, da mich das mit Liam natürlich auch interessierte, aber gleichzeitig verzog ich leicht das Gesicht, da Alexander nun schon zum widerholten Male mir mit seinen nassen Haaren Wasser ins Gesicht geschleudert hatte. Missbilligend nahm ich den Saum meines Umhangs und rieb mir das Wasser von der Wange. Alexander schien das alles gar nicht mitzubekommen, er war viel zu eifrig damit beschäftigt mir wegen der Ruhe in den Gängen zu zu stimmen. Als er mir daraufhn auch noch einen Blick zuwarf hätte ich am liebtsen die Augen verdreht. Der sollte jetzt bloß nicht so tun, als könnte er das alles nachvollziehen. Deshalb wandte ich meinen Blick einfach starr nach vorne auf den Flur, riss meinen Kopf aber ein paar Sekunden später überrascht wieder in seine Richtung. Was hatte er da gerade sagen wollen? Das man jemanden an solchen Tagen gebrauchen konnte um damit umzugehen? Und wen schlug er dafür vor, etwa sich selbst? Ich unterdrückte mir das abwertende Schnauben, dass sich in meiner Kehle breitgemacht hatte und blickte ihn nur mit hochgezogenen Augenbrauen an. Das war ja lächerlich! Da würde ich lieber noch mal mit den Dementoren kämpfen, als die Erfahrungen mit ihm zu verarbeiten!
Er verbesserte sich auch keine zwei Sekunden später und ich ließ es ihm durchgehen, da meine Motivation mich mit ihm zu unterhalten, gleich null war. Ich bereute es mittlerweile schon wieder mit ihm mitgegangen zu sein und hatte eigentlich nur vor, ihn den Rest des Weges zu ignorieren, aber das Schweigen wurde irgendwann fast schon physisch unangenehm. Fast so, als würde uns eine Mauer trenen, obwohl wir nbeneinander liefen. Dementsprechend stellte ich meine Frage.
Er räusperte sich und ich machte mich innerlich schon bereit auf eine Art Vorlesung oder eine herablassende Antwort. Schließlich konnte es ja sein, dass der Kerl der totale Nerd war oder irgendwas in der Art. In der Sekunde ging mir irgenwie zum ersten Mal auf, dass ich eigentlich gar keine Ahnung hatte, wen ich da vor mir hatte, oder besser neben mir. Vor unserem Streit die letzten Tage war er mir nie aufgefallen und dementsprechend wusste ich nicht mal, zu welcher Art Leuten er gehörte. Aus diesen Beobachtungen hätte ich eigentlich geschlossen, dass er ein Streber war, der am liebsten nur Bücher las und ansonsten mit niemandem redete, aber das passte einfach nicht. Er hatte einen zu guten Körperbau, als dass er ein Versager sein könnte. Nicht, dass er nicht trotzdem einer war, aber naja.... Es passte eben nicht zu einem Nerd.
Ich wandte meine Aufmerksamkeit seiner Antwort zu und gab ihm in meinen Gedanken recht. Sollte es jemand geschaft haben, die Barriere zu öffnen, dann waren wir hier nicht so sicher wie gedacht. Allerdings glaubte ich eigentlich nicht daran. Da musste mehr hinter stecken. Das wäre ja viel zu einfach.
In dieser Sekunde bemerkte ich, dass Alexander nicht, wie gedacht, nur einen kurzen Blick auf mich geworfen und dann, wie sonst auch immer, wieder weggeschaut hatte, sondern noch immer mein gesicht anblickte. Er schien mich zu mustern und aus irgendwelchen Gründen hatte ich das Bedürfnis zu erröten. Ich konnte es wohl einfach nicht leiden angestarrt zu werden. Trotzdem musterte ich ihn jetzt auch genauer, denn wie mir schon aufgefallen war, so richtig viel wusste ich nicht über ihn. Mein Blick schien fast automatisch an seinen Augen hängen zu bleiben. Sie wirkten freundlich und in dem Licht sahen sie graublau aus. Ich persönlich mochte diese Augenfarbe, was vielleicht daran lag, dass ich nur braune Augen hatte. Meine Mutter sagte zwar immer, dass meine Augen bei weitem das Schönste an mir waren und das meine Wimpern länger wären, als ihre. Aber ich hatte schon immer andere Augenfarben hübscher gefunden. Ich ließ meinen Blick höher wandern und betrachtete seine Haare, die vom schwimmen noch nass waren, aber die wohl normalerweise braun und vielleicht ja sogar weich waren.
Erst jetzt viel mri auf, wie merkwürdig diese Gedanken klangen und ich riss meinen Blick los um wieder auf den Gang zu starren und Alexanders zweiter Theorie zuzuhören, welche er mitten im Satz abbrach, als eine Schülerin den Gang entlang lief. Auch ich würdigte Alexander nun keines Blickes mehr, da ich keine Lust hatte mir in den nächsten tagen anzuhören, dass ich nachts mit einem Gryffindor duch die Gänge streifte. Was das für Bilder in den Köpfen meiner Mitschüler erzeugen könnte...
Ich bemerkte mit leichter Schdadenfreude, aber mehr Erleichterung, dass auch Alexander die Begegnung mit dieser horror Frau anscheinend nicht so einfach wegstecken konnte, seine Theorie allerdings schien mir nicht so schlüssig.
"Ich glaube nicht, dass es eine Möglichkeit gibt sich in einen Dementor zu verwandeln", antwortete ich knapp, ohne ihn anzublicken. "Schwarze Magie kann zwar eine Menge, aber eben doch nicht alles", überlegte ich laut, hielt dann aber schnell den Mund. Schließlich war es eigentlich verboten in meinem Alter schon schwarze Magie zu beherrschen, mal ganz abgesehen davon, dass man in schlimme Verrufung kam, wenn man so zaubern konnte.
"Aber es ist natürlich eine Möglichkeit", antwortete ich schnell auf seine Frage hin und mir entging nicht, dass er mich schon wieder von der Seite her ansah. Ich biss mir auf die Unterlippe um nicht genervt zu seufzen. Was hatte der denn jetzt für Probleme? Glaubte der etwas, wir würden jetzt Freunde werden? Das konnte er aber sowas von knicken. Nur, weil wir jetzt durch Hogwarts zusammen liefen und ich ihn noch nicht mit einem Fluch belegt hatte, waren wir noch lange nicht sowas, wie Freunde. Ich wollte nur nicht komplett alleine sein, das war alles.
In dieser Sekunde viel mir zum ersten Mal auf, dass wir gar nicht mehr durch die Gänge liefen, sondern vor einer Tür angehalten hatten. Einer Tür, die zu den Gryffindros gehörte. Ich war geradewegs ins Territorium der Idioten marschiert. Innerlich hätte ich mir am liebsten selber eine geknallt. Sollte mich hier jemand sehen, dann war das Getuschel schon mal vorprogrammiert. Ich ließ mir allerdings nichts anmerken, wäre ja noch schöner, sondern biss einfach die Zähne zusammen und zuckte nur angestrengt mit den Schultern, als er mir schon wieder Wasser ins Gesicht spritzte. In dieser Sekunde hätte ich ihn wirklich wahnsinnig gerne einmal kräftig geschüttelt, wel er mir so auf die Nerven ging, aber ich hielt mich zurück. Das brachte ja eh nichts.
Stattdessen musste ich mich nun zusammenreißen um nicht über seinen Kommentar leise zu lachen. Liam würde sich wahrscheinlich ziemlich wundern, wenn ich him das erzählen würde. Und wahrscheinlich wäre es ihm gar nicht so wichtig, dass ich Alexander erwürgt haben könnte. Der wirkte momentan eher so, als fasziniere ihn die Art des Gryyfindors. Trotzdem war das ein netter Witz und ein kleines Grinsen bildete sich widerwillig auf meinen Lippen. Verdammt, wieso musste der hier jetzt so einen auf witzige machen? Und warum genau hatte ich gerade nicht mehr das Bedürfnis ihn zu erwürgen? Das war doch dämlich! Ich blickte in sein Gesicht und mein Blick wandterte wieder zu seinen Augen, von denen ich mich aber schnell wieder losriss. Was interessierte mich schließlch seine Augenfarbe?
"Ich hätte dich nicht auf so langweilige Art umgebracht", entfuhr es mir und ich war überrascht über meine eigene Antwort. Warum genau hate ich ihm nicht eine Beleidigung vor den Kopf geworfen, sonder war nun auf seinen Witz eingegangen? Das klang gar nicht nach mir. Aber um für einen Moment mit mir selber ehrlich zu sein, bis jetzt hatten meine Reaktionen, die ihn betrafen noch nie großartig Sinn ergeben. Irgendwie verlor ich dann immer meine Strategie und diese Respekteinflößende Aura. Stattdessen fehlten mir machmal die Worte und ich reagierte entweder überhaupt nicht, oder aber ich übertrieb. Ich konnte mir selber nicht erklären, warum das so war, aber ich wusste, dass es seine Schuld war und mich nervte.
"Außerdem wärst du mir sowas gar nicht wert", setzte ich noch hinten dran. Ich hatte wirklich keine Lust mehr auf dieses Getue! Er war en Gryffindor und dann auch noch ein Idiot dazu! Hier war kein Humor angebracht, sondern Abneigung. Ich konnte mir vorstellen, dass meine Reaktionen mein gegenüber wirklich verwirren mussten, aber das war mir nur recht. Sollte er doch mal verwirrt sein von meinen Handlungen, nicht immer nur andersherum. Ich warf meinen besten, arroganten Blick in seine Richtung, wollte aber nicht wirklich in sein Gesicht dabei blicken. Er sollte schließlich nicht glauben, dass ich ihn gerne ansah oder ähnliches. "Wieso sollte ihc schließlich meine Zeit mit jemandem vergeuden, der ganz offensichtlihc so ein Idiot ist, wie du!", fauchte ich hinterher und merkte, dass ich mich besser fühlte, weil ich mich wehren, mich verteidigen konnte, aber andereseits war da nicht die gewohnte Genugtuung, die ich sonst immer verspürte und das machte mich nur noch geladener.

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Re: Vergangenheitsplay » 12
von Darren am 01.11.2018 18:06Ich war in dieser Sekunde wirklich froh, dass da Alexander vor mir stand und nicht jemand anders. Somit war enttäuscht ein ziemlich schlechtes Wort es auszudrücken. Seine Gegenwart war mir auf jeden Fall hundertmal lieber als die einer Gesichtslosen Hexe, die immer noch durch mein Gedächtnis geisterte und dafür sorgte, dass meine Hände zitterten.
Ich zuckte leicht zusammen, als er mein Zeichenbuch ansprach, welches ich ja immer noch in der Hand hielt. Das hatte ich vor lauter Schreck komplett vergessen. Jetzt blickte ich einfach nur hinab auf meine Hand, ganz so als habe ich das Buch noch nie gesehen, ebenso wenig wie den Stift, den ich mit der anderen Hand umklammert hielt. Die Tatsache, dass er mich fragte, ob ich Tagebuch schrieb, warf mich noch etwas mehr aus der Bahn, als der Schreck von vorher.
"Ich schreibe nicht... Das ist nicht...", stammelte ich und biss mir gleich darauf auf die Unterlippe, als ich merkte, dass ich stammelte. Aber der Schreck von gerade steckte mir noch immer tief in den Knochen, genauso wie der Traum von vorhin. Da funktionierte mein Kopf noch nicht so richtig. Ich seufzte leicht und blickte den Gryffindor an, der weder lachte noch sich über mich lustig machte. Er schien eindeutig nicht auf eine Konfrontation aus zu sein. Trotzdem konnte ich ihn nicht glauben lassen, dass ich Tagebuch schrieb. Wie peinlich wäre das denn? Darren Madison, der Sohn des eiskalten Markus Madison, schreibt Tagebuch. Ich konnte mir schon Gordens Gesicht vorstellen. Allerdings hatte ich auch noch nie zugegeben, dass ich zeichnete. Das war eines meiner gut gehüteten Geheimnisse. Allerdings konnte ich das wohl eher verkraften, als das mit dem Tagebuch.
"Das ist mein Zeichenbuch", murmelte ich ohne ihn dabei anzusehen. Es war mir eben einfach unangenehm und ich hatte keine Lust mir seine Kommentare dazu anzuhören. Ja, vielleicht war es komisch, dass ich gerne zeichnete, aber ich war gut und ich liebte es dabei mich auszudrücken.
Ich überlegte eine Sekunde, ob ich ihm folgen wollte. Schließlich mochten wir uns ja an sich nicht. Aber es schien mir die bessere Alternative zum alleine durch die Flure zu wandern. Egal, wie sehr ich das normalerweise liebte, heute Nacht schien irgendwie alles verhext zu sein, jeder Schatten dunkler, jedes Geräusch bedrohlich. da wollte ich ungern alleine herum wandeln. Und wie ich heute gesehen hatte, war Alexander ein begnadeter Zauberer, der mir zur Not zur Hilfe kommen konnte. Dementsprechend nickte ich und setzte mich auch langsam in Bewegung. Es war merkwürdig neben ihm zu laufen, wo wir uns doch heute Nachmittag noch an die Gurgel gehen wollten, aber jetzt, wo niemand hier war schien das kein Problem zu sein. Vielleicht waren wir einfach beide freier, wenn niemand dabei war. Zumindest bei mir war es so. Ich war immer ein wenig anders drauf, wenn Gorden, Jason und Liam mir nicht hinterherliefen. Ich nickte bei seiner Feststellung konnte aber seine Frage nicht so recht beantworten. Ich hatte ja selbst keine Ahnung, was Liam im Schilde geführt hatte.
"Keine Ahnung", antwortete ich also mit einem Schulterzucken, "Habe ich mich auch gefragt"
Für eine Sekunde herrschte Stille, in der mir wieder bewusst wurde, dass ich ier gerade neben Alexander Cooper durch die nächtlichen Korridore schritt, den ich doch eigentlich gar nicht leiden konnte. Das noch komischere war allerdings, dass ich momentan nciht mal so viel daran auszusetzen hatte. Klar, ich würde es jetzt nicht als angenehm bezeichnen oder jemals hier nach wieder widerholen wollen, aber momentan fand ich es besser, als mit meinen Gedanken allein zu sein.
Ein leichtes Lächlen stahl sich auf mein Gesicht, als Alexander mich fragte, was ich hier noch so spät machte. Für mich war das wirklich noch nicht spät. Da hatte ich schon um ganz andere Uhrzeiten hier in den Gängen gestanden. Nachts im Schloß herum zu wandern beruhigte mich einfach immer und ich tat es seit ich in der zweiten Klasse war. Das war damals häufig der einzige Zeitpunkt gewesen, an dem ich wirklich allein gewesen war. Sonst war ich ja immer von den Idioten flankiert gewesen. Schon damals hatte mir das nicht gefallen.
"Es ist ruhig hier", gab ich eine vage Antwort und ergänzte nach einem kurzen Seitenblick ein "Normalerweise zumindest". Zu meiner eigenen Überraschung hatte ich letzteres aber nicht, wie gewöhnlich mit einem gemeinen Unterton, gesagt sondern es ganz einfach festgestellt. Heute war vielleicht einfach ein merkwürdiger Tag. Kurz dachte ich danach ihm die Gegenfrage zu stellen, aber die erübrigte sich bei dem Anblick seiner, noch immer nassen, Haare. Er kam natürlich vom schwimmen. Somit hüllten wir uns Beide wieder in Schweigen und liefen einen halben Korridor in kompletter Stille entlang. Dann kam mir allerdings eine Idee, oder besser gesagt eine Frage formte sich in meinem Kopf. Ich lämofte ein wenig mit mir selbst, da ich nicht den Eindruck vermitteln wollte, dass ich scharf darauf war mit ihm zu reden. Denn das war Unsinn!
"Diese Dementoren heute, wie konnten die aufs Gelände? Ich dachte das wäre unmöglich.", gab ich von mir, den Blick starr nach vorne gerichtet und die Hände wieder in meinen Umhangstaschen, in denen ich meinen Zauberstab, mein Zeichenbuch, den Stift und noch die Zigaretten vom Vormittag spürte. Ich spielte eine Sekunde lang mit dem Gedanken mir eine anzuzünden, verwarf den Gedanken aber wieder. Ich hatte schließlich vorgehabt damit wieder aufzuhören. Zur Stressreduzierung zu rauchen war nämlich nicht besonders gesund. Außerdem war ich mir fast sicher, dass ich mir dann nur wieder irgendeine Predigt von Mister Perfekt neben mir anhören musste. Rauchen passte wahrscheinlich auch nicht in sein rosiges Leben.
Schließlich wurde er ja geradezu verhätschelt von seinem Vater, mal ganz zu schweigen von seinem einfachen Familien- und Privatleben. Wahrscheinlich erwartete keiner irgendwas von ihm.
In dieser Sekunde hätte ich kotzen können vor lauter Ungerechtigkeit. Wieso hatten Leute, wie er es immer so einfach? Wieso musste ich mich verstellen und immer mitspielen und trotzdem war es nie genug. Ich merkte, wie ich meine Hände in den Taschen zu fäusten ballte und probierte den Ärger einfach herunterzuschlucken. Es brachte ja doch nichts. Selbst wenn ich dem Idiot jetzt vor lauter Wut sein hübsches Gesicht einschlagen würde, wäre ich danach schließlich immer noch gefangen in meinem eigenen Familiendrama. Mit ziemlicher Überraschung stellte ich fest, dass ich Alexander gerade zugesprochen hatte hübsch zu sein. Ich schüttelte leicht den Kopf und warf ihm einen Seitenblick zu, nur um schnell wieder nach vorne zu blicken. Das war doch alles idiotisch! Der Gryffindor war nichts anderes, als ein Idiot und der Rest hatte mich nicht zu interessieren. Nein, der Rest interessierte mich nicht!

We messed around until we found the one thing we said we could never ever live without. I´m not allowed to talk about it, but I gotta tell you. ´Cause we are who we are when no one´s watching and right from the start, you know I got you. Yeah you know I got you. I won´t mind even though I know you´ll never be mine.


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