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Re: Korridor
from Prudence on 04/29/2019 09:19 PMIch musste mich verhört haben das stand fest. Hatte er wirklich gesagt, dass er seinem Vater zur Verlobung nach dem Abschluss zugestimmt hatte? Entgeistert sah ich an und mein Gesicht wechselte die Farbe als wäre ich ein Metamorphmagus zwischen rot und weiß. Ich wusste nicht mehr was ich sonst sagen sollte als er auch noch anfing zu nicken. Es ärgerte mich etwas, dass er es mir nicht gesagt hatte aber vor allem, weil er mich nicht an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen wollte. Auf der anderen Seite freute ich mich schließlich unglaublich darüber, dass er doch irgendwie zumindest etwas für mich empfinden musste. Ich nickte vor mich hin und war wie fest gefroren steif. Alles drehte mich und auf einmal sah ich ihn in anderen Augen. Zum ersten Mal war er nicht mehr mein Cousin, den ich mal heiraten sollte sondern viel mehr der Junge für den ich Gefühle entwickelte und damit schien ich nicht mehr allein zu sein. Mein Herz begann wie wild zu schlagen und erst als er sich in den Blumentopf übergab kam ich wieder zu mir. Ich hatte nicht mitbekommen wie sehr es ihn erwischt hatte. Ich eilte zu ihm um ihn zu stützen und half ihm hoch als ich sein Grinsen sah. Ich konnte nicht anders als auch zu grinsen. „Mein Zukünftiger wird immer gepflegt, vielleicht sogar wenn er betrunken nach Hause kommt obwohl es dann schwierig werden könnte, wenn ich dabei war und wir uns eine Schüssel teilen müssen" witzelte ich und zwinkerte ihm zu. Dann wurde ich wieder ernst. „Lass uns dich in den Krankenflügel bringen. Du siehst ... zur Abwechslung... mal gar nicht gut aus. Obwohl..." ich tat so als würde ich ihn interessiert mustern. „Irgendwie hat es was...männliches". Ich musste schmunzeln obwohl mein Herz immer noch raste. Ich versuchte mich zusammen zu reißen damit er sich besser fühlte aber in echt tobte es in mir immer noch.

Re: Korridor
from Prudence on 04/26/2019 06:18 PMIch war mir sicher, dass Chandler mich irgendwann um den Verstand bringen würde. Es war nicht mehr nur, dass wir versprochen waren. Viel mehr hang ich wirklich immer mehr an ihm und in seiner Nähe begann es in meinem Magen zu kribbeln. Auf der anderen Seite verunsicherte er mich aber auch zunehmend und ich wusste einfach nicht wie er nun wirklich zu mir stand.
Die Tränen rannen immer noch über meine Wange und so konnte ich ihn noch weniger an, geschweige denn ins Gesicht sehen. Ich war verstummt und direkt ergriff er das Wort als ich ihm ihm den Rücken zugewandt hatte. Ihn dabei nicht anzusehen aber durchaus zu hören ließ meine Gefühle noch mehr durchdrehen den die Worte wurden nicht durch ihn selbst, seine Augen oder seine blutende Nase abgelenkt. Was er über Ares sagte überhörte ich einfach denn als er von einer Beziehung sprach, stockte mir der Atem. Eine Beziehung? Eine echt? Wir beide und das wo wir es beide wollten? Das konnte doch beinahe nur zu schön sein um wahr zu sein.
Mein Herz wurde immer schneller umso länger er sprach und ich hatte das Gefühl mein Magen würde sich gleich umdrehen. Alles kribbelte und mein Zittern wollte und wollte nicht nachlassen auch wenn ich es versuchte. Ich wischte die Tränen weg und hielt meine Wangen fest. Wieso tat er das nur mit mir und viel schlimmer, wieso reagierte ich so darauf. Ich war eine Madison, stark und stolz und kein kleines Teenager Mädchen das durch die Worte eines Jungen so aus der Fassung gebracht werden konnte. Oder doch?
Seine letzten Worte schallten in meinem Kopf und ich hielt den Atem an. Hatte er das gerade wirklich gesagt? Ich drehte mich um, sah ihn an, sah ihm in sein von Blut verschmiertes Gesicht und mein Körper begann regelrecht zu beben. Sollte ich wütend sein, glücklich, verliebt? Ich wusste es nicht mehr, außer das ich überaus überrascht war. "W...Was....Was hast du?" fragte ich erstaunt und bekam mein Mund kaum zu. Die Tränen hatten urplötzlich nachgelassen und ich wusste nicht mehr wohin mit mir oder meinen Händen. Ich sah ihn nur an, hörte wieder und wieder seine Worte und sah in diese Augen die mich schon wieder zum schmelzen brachten.

Re: Korridor
from Prudence on 04/26/2019 10:04 AMDieses Jahr schien eindeutig nicht mein Jahr zu werden wie es schien. Nach dem Debakel an Silvester hatte ich es nun auch noch geschafft, dass Chandler sich mit Ares prügelte. Ich musste Kreidebleich gewesen sein als sie sich angeschrien und geschlagen hatten. Immer mehr Schüler blieben stehen und als die beiden Jungs sich auf den Boden warfen und mit einander rangelten war ich kurz noch wie erstarrt. Es war so absurd und ich wusste nicht um wen der beiden ich mir mehr Sorgen machen sollte. Natürlich hatten Chandler und ich die Situation provoziert aber Ares konnte es offensichtlich auch nicht auf sich sitzen lassen und heizte die Situation zusätzlich an. Zu meiner Verwunderung war es jedoch nicht Ares der zum Schluss die Oberhand erlangte sondern Chandler. So hitzig, ehrgeizig und besitzergreifend kannte ich ihn überhaupt nicht und auch wenn ich es nicht gerne mochte wenn man mich als Besitz ansah, fühlte es sich doch auch unglaublich gut an zu sehen wie er um mich kämpfte. Ich konnte nicht erklären was es war aber egal was Chandler scheinbar tat, alles berührte mich mehr als wenn es ein ander Junge getan hätte.
Spätestens als Chandler Ares den Zauberstab an die Kehle hielt ich den Atem an. Zum Glück passierte nichts mehr aber den Blick den Ares mir in diesem Moment zu warf, würde ich wahrscheinlich nie vergessen. Ich rief ihm noch hinter her aber da war er bereits verschwunden und ich widmete mich Chandler. Er sah wirklich mitgenommen aus.
So vieles machte mich in diesem Moment wütend und wahrscheinlich am meisten, dass es mir auch noch irgendwie gefiel, wie Chandler um mich kämpfte. Wie konnte er nur so tun, als ob ich ihm gleich wäre wenn ich ihm dann doch ... etwas bedeutete. Hatte er das wirklich gesagt? Er musterte mich und ich verstummte als ich in sein Gesicht sah. Ich zitterte immer noch und wusste nicht wohin mit mir. Sollte ich Ares hinter her? Auf der anderen Seite hatte auch Chandler einiges abbekommen und das Blut, dass aus seiner Nase tropfte hatte sich mittlerweile einen Weg über seine Lippen gebahnt. Ich fühlte mich schlecht und das immer mehr je länger ich Chandler ansah und immer weniger an Ares dachte. Ich zitterte und Chandlers Worte machten es keinesfalls besser, denn zu all dem schaffte er mal wieder mir ein Kribbeln im Bauch zu zaubern.
Die anderen die der Situation immer noch insgeheim folgten hatte ich bereits ausgeblendet als Chandler mich zur Seite schob. Schließlich waren wir immerhin außer Hörweite der anderen und auch wenn er herum druckste, wusste ich trotzdem gut genug von was er sprach. Ich blieb vorerst still bis wir um eine Ecke in eine kleine Niesche verschwunden waren in der uns auch niemand mehr sehen konnte. Ich hatte Chandler nicht gerade den Rücken zu gedreht aber ansehen hatte ich ihn auch nicht können. Erst jetzt widmete ich mich wieder ihm. "Was dachtest du? Das ich ein Spielzeug bin, das man sich nehmen kann wenn es dir passt? Und wenn es dir zu langweilig wird dann kann man es einfach zur Seite legen?" fing ich an und das Kribbeln in meinem Bauch wich mehr und mehr einem tobendem Sturm. Ich war verletzt, gleichzeitig über seine Worte gerührt ja beinahe verliebt und zur selben Zeit unglaublich wütend. "Warum meinst du also lasse ich mich auf jemand anderen ein, der eigentlich für mich ein guter Freund ist und riskiere ihn zu verlieren? Weil du lieber spielst und ich einfach nicht weiß ob das alles nicht auch nur ein Spiel für dich ist. Es geht hier um mein verdammtes restliches Leben und wie soll ich wissen ob du es jemals ernst meinen wirst? Wie soll ich mit jemandem verheiratet sein der...". Ich konnte die aufkommenden Tränen nicht mehr zurückhalten die begannen über meine Wangen zu rinnen. Ich hatte das Gefühl zum ersten Mal mit ihm wirklich ehrlich zu reden und das ohne, dass sich jemand einmischen würde. Ich wusste, erst wenn ich das alles mit Chandler klären würde, würde ich es überhaupt schaffen auch die Sache mit Ares wieder gerade zu biegen.

Re: Korridor
from Prudence on 04/25/2019 09:12 AMIch bekam nicht mehr mit was mit Chandler und Anne passierte, denn Ares wich plötzlich aufgrund meiner Worte zurück. War ihm das nicht klar gewesen? Er musste doch wissen wie ich zu dem ganzen stand und das dieser Kuss nur ein Mittel zum Zweck war. Ich sah wie er schluckte und immer bleicher wurde. Sein Blick traf mich mitten ins Herz denn er war wirklich ein guter Freund und ich hatte das miese Gefühl ihn gerade zu verlieren. Was war auch in mich Gefahren. Oder hatte er etwa wirklich Gefühle für mich?
Lange blieb mir keine Zeit zum überlegen, denn es dauerte nicht lange bis Chandler auf einmal wie aus dem nichts auftauchte und Ares wegschubste. Kurz überforderte mich die Situation denn ich wusste nicht wem der beiden ich mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Chandler schrie Ares regelrecht an und für einen Moment war ich wie gelähmt. War es nicht genau das was ich wollte, das Chandler um mich kämpfte? Aber was ich sicher am wenigsten wollte war das alles auf Ares Rücken auszutragen.
Chandler schien richtig in Fahrt gekommen zu sein und versteckte es nicht sondern sprach seine Drohungen direkt aus. Ich konnte es nicht länger mit ansehen wie er auf Ares los ging wo er doch eigentlich überhaupt nichts dafür konnte. So packte ich Chandler an der Schulter und zog ihn zurück bis er mich ansehen konnte. Nun war ich es der vor Wut zu kochen begann. Was bildete er sich überhaupt ein. "Was soll das Chandler? Wenn es dir so egal ist wie an Silvester, dann brauchst du hier nicht so einen Aufstand zu machen. Und überhaupt was heißt das ich gehöre dir? Wozu soll ich dir gehören um dann einfach Links liegen gelassen zu werden wenns zu langweilig oder zu kompliziert wird?". Ich redete mich mehr und mehr in Rage und all die Gefühle die ich versucht hatte herunter zu schlucken oder zu verdrängen kamen heraus. "Hast du eigentlich eine Ahnung.... Und Familie... Was bedeutet dir das schon..." Meine Gedanken schwirrten nur so herum, sodass ich nicht mal mehr in der Lage war sie schnell genug zu orden bevor ich sie heraus sprudelten. Mein Herz raste und meine Hände begannen zu zittern. Ich fühlte mich so dreckig und nun noch mehr als zuvor. Jetzt hatte ich zugelassen, dass Ares der damit eigentlich nichts zu tun hatte zu Chandlers Zielscheibe wurde obwohl es doch mehr eine Sache zwischen ihm und mir war die es zu klären gab.

Re: Korridor
from Prudence on 03/27/2019 05:15 PMEs war als würden viele kleine Explosionen in meinem Kopf genau diesen mit einem Mal lahm legen. Ich wusste überhaupt nicht was geschah und mir wurde immer schwindlicher. Ich sah Chandler mit diesem widerlichen Schlammblut im Arm. Nicht nur, dass sie ein Schlammblut war. Noch mehr hasste ich in diesem Moment ihre blöden Sommersprossen und die ekligen roten Haare. Aber eigentlich interessierte ich mich kaum für sie. Chandler war es, der meine komplette Aufmerksamkeit auf sich zog.
Ich wusste nicht was ich tat aber ich hatte das Gefühl ihm zeigen zu müssen wie sein Leben ohne mich ausschauen würde. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich schließlich fest davon entschlossen ihn zu heiraten. Als ich ihn aber so sah den Blutsverräter war ich mir auch nicht mehr sicher ob meine Eltern dem ganzen überhaupt noch zustimmen wurden. Das wäre vielleicht der logische Schluss gewesen, weshalb es mich so traf. Genau genommen war es aber sein Blick. Der Blick den er ihr und nicht mir zu warf. Ich kochte vor Eifersucht und war verletzt. Ich sollte an ihrer Stelle stehen und ich sollte diejenige sein, um die er den Arm legte nach allem, was an Silvester geschehen war.
Mein Blut brodelte und ich hörte das schnelle rauschen in meinen Ohren, ehe ich mich umdrehte und Ares einfach küsste. Es war falsch und ich spürte es noch Sekundenbruchteile, bevor sich unsere Lippen küssten. Er war nicht der richtige um Chandler eifersüchtig zu machen. Wohl wahr, dass er wohl derjenige war, der aber Chandler am meisten zur Weißglut bringen konnte. Meine Lippen lagen auf seinen und nach einem kurzen Zögern von Ares Seite, legte er schließlich auch die Hände an meine Taille. Ihm schien der Kuss keinesfalls zu missfallen, was mich erstaunte und sehr beunruhigte aber jetzt gab es kein zurück mehr. Wenn ich Chandler wirklich eifersüchtig machen wollte oder was das hier auch immer wahr, musste es echt aussehen. So fuhr ich mit der Zunge über seine Lippen und auch er lehnte sich immer weiter in den Kuss. Irgendwann löste sich Ares von mir und sah erst mir in die Augen, bevor er den Blick zu Chandler drehte. Ich folgte seinem Blick, leckte mir nochmal provokant über die Lippen und funkelte Chandler wieder böse an. Er schien alles andere als amüsiert über die kleine Darbietung zu sein und ich konnte nur hoffen, mein Ziel damit erreicht zu haben. Noch passierte nichts aber ich wollte etwas nach helfen, als ich eine Hand auf Ares Brust legte und die andere auf seine Schulter um meinen Mund neben sein Ohr zu ziehen. Ich wusste selbst kaum was ich da tat und schon gar nicht, weshalb es ausgerechnet Ares sein musste. "Es tut mir leid, ich wollte dich da nicht mit rein ziehen. Aber danke, dass du mitspielst" flüsterte ich und schielte nebenher zu Chandler. Meinen Körper hatte ich etwas an seinen geschmiegt und wartete gespannt, was gleich passieren würde. Meine Worte waren an Ares gerichtet und keinesfalls irgendwie eine weitere Aufforderung aber wenn ich eine nicht allzu schlechte Schauspielerin war, würde es genau danach ausgesehen haben.

Re: Korridor
from Prudence on 03/22/2019 07:11 PMDie Sache mit Silvester hing mir noch lange nach. Nicht nur an den Tagen danach an denen es mir körperlich alles andere als gut ging. Die Jungs hatten mich nach Hause gebracht und auch wenn sie versucht hatten es zu verbergen, so konnte ich doch die Blicke sehen, die sich gegenseitig zu warfen. Die wenigsten davon waren gegen mich gerichtet. Scheinbar hatten sie alle mehr oder weniger verstanden was passiert war und verurteilten mehr Ares und Chandler als mich. Dennoch fühlte ich mich miserabel und das lag nicht nur am Alkohol. Chandler hatte mich geküsst und beinahe hätte ich sogar mit ihm geschlafen. Es schien alles so perfekt bis seine dreckige Schwester sich eingemischt und Ares auf uns aufmerksam gemacht hatte. Noch bis heute hätte ich ihr dafür am liebsten immer wenn ich sie sah den Kopf abgerissen aber so einfach war das wohl nicht. Ich sagte nichts und zog mich zurück. Ich fühlte mich schrecklich verletzt und irgendwie dreckig, dass ich mich so einfach auf Chandler eingelassen hatte. Irgendwie schien ich mich tatsächlich ein wenig in ihn verliebt zu haben, worauf ich alles andere als scharf war.
An diesem Tag war ich mir Ares beim Mittagessen gewesen, von welchem wir uns gerade entfernten. Wie immer hang ich mehr meinen Gedanken nach und bekam gerade etwas Smalltalk zu stande, als wir um eine Ecke bogen. Mein Herz blieb stehen und fiel mir tonnen schwer in die Magengrube. Das konnte nur eine Einbildung sein. Es war unmöglich, dass Chandler, mein Chandler mit einem Schlammblut wie ihr Körperkontakt hatte und das freiwillig. Was mich daran viel mehr verletzte war aber nicht das sie ein Schlammblut war, sondern das ich es sein müsste die er so zärtlich umarmte und der er den Arm umlegte. Jeder Muskel in mir spannte sich vor Wut an, als ich ihn anstarrte und so hörte ich auch nicht, was Ares von sich gab. Ich konnte nichts sagen, mein Kopf war außer den Gedanken, was ich beiden antun wollte nur noch leer. Natürlich hätte ich mich umdrehen können und gehen können oder etwas abfälliges sagen können aber das war alles nicht möglich. Wie in einer Kurzschlussreaktion, drehte ich mich zu Ares, griff ihm an die Schultern und zog ihn zu mir. Ich zog ihn so stürmisch auf mich, dass ich dabei mit Schwung gegen die Steinwand knallte und schon hatte ich sein Gesicht in meinen Händen. Ein leerer Blick in seine Augen, der so viel sagen sollte wie "Bitte mach einfach mit" und schon hatte ich seine Lippen auf meine gezogen und küsste ihn stürmisch.

Re: Oberstes Stockwerk
from Prudence on 03/22/2019 01:39 PMDas neue Jahr hatte so perfekt begonnen und jetzt das. Ich hatte überhaupt keine Lust mehr und auch nicht auf Ares auch wenn es nicht seine Schuld gewesen war. Ich hörte kaum mehr hin was er da sagte und bemerkte wohl vielleicht auch deshalb nicht, dass er mir gerade mehr oder weniger seine Zuneigung gestehen wollte. Eigentlich wollte ich einfach nur noch weg aber das war wohl genauso wenig möglich, da es schließlich meine Party war und es nur auffallen würde, dass etwas nicht stimmte wenn ich Chandler vorhin noch vor aller Augen geküsst hatte und nun allein und total aufgelöst nach Hause gehen würde. So schüttelte ich noch einmal den Kopf und sah dann auf zur Tür durch die Chandler gerade abgehauen war als würde ich ihm nichts bedeuten. „Ja, du hast wahrscheinlich recht. Lass uns gehen und was trinken" murmelte ich, stand auf und verließ schnellen Schrittes das Zimmer, wobei ich Ares hinter mir her zog. Damit war der Abend für mich gelaufen. Ich ließ den Alkohol in Strömen fließen, bis ich von Ares und meinen anderen Cousins nach Hause gebracht werden musste.
(Thread frei)

Re: Oberstes Stockwerk
from Prudence on 03/04/2019 12:25 PMDas Jahr hätte so gut anfangen können. Ich mit Chandler endlich vereint und eine deutlich bessere Zukunft vor mir. Dafür, dass Chandlers Schwester Maryn das alles versaut hatte, würde ich sie ordentlich büßen lassen. Ich würde sie spüren lassen wie es sich anfühlte jemandem beinahe das Leben zu versauen nur weil man eine bockige und dumme kleine Göre war. Als Ares mich aber fragte ob ich glücklich sei und das Chandler heute mal nett zu mir war kam ich ins Stocken. Natürlich hatte er recht aber konnte ich das zugeben. Er schien keine Ahnung zu haben wie es war, wenn der Druck der Familie auf einem lastete. Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn man mich mit ihm Verloben wollen würde, da wir uns seit Jahren sehr nah standen. Zu unserem Unglück war es aber nicht so und so musste ich mich an den Strohhalm klammern, den Chandler mir heute Abend gereicht hatte. Ich konnte spüren wie Ares merkte, dass ich ins Grübeln kam aber schnell schüttelte ich den Kopf. Er sagte so liebe Worte von denen ich mir wünschte, dass sie von Chandler kamen aber gerade als ich mich von seinen Worten berühren lassen wollte, mischte sich Chandler wieder ein.
Mein Blick fiel von Ares zur Tür wo ich ihn ermahnend ansah. Was er dann aber sagte, erschütterte mich. Ich wusste nicht wie ich das für mich interpretieren sollte. War er auf einmal doch nicht an mir interessiert oder war er sich einfach so sicher, dass ich ihm gehören würde, dass er Ares damit aufzog? Ich war verwirrt, etwas verletzt, hatte schuldgefühlte und immer noch Ares vor mir stehen, der mich immer auf Händen tragen wollte im Gegensatz zu Chandler. „Cha...", ich hatte das Bedürfnis ihn etwas zu fragen als er schon verschwunden war. Frustriert und etwas wütend sah ich den beiden hinter her auf die nun leere offen stehende Tür. Dann wandte ich mich zu Ares. „Bitte, du darfst sowas nicht sagen. Es,... es ist egal was ich will, wieso verstehst du das nicht? Ich will nicht wie Flynch in einem Krankenbett im St.Mungos enden und dafür bleibt mir nichts anderes übrig. Und wenn ich die Chance habe zukünftig nur ansatzweise mein Leben zu ertragen, dann werde ich mich immer auf Chandler einlassen auch wenn es nur ein dünner instabiler Strohhalm ist, den er mir reicht". Es war einfach zu viel es nur auszusprechen und so musste ich mich zusammen reißen nicht einfach loszuheulen.

Re: Oberstes Stockwerk
from Prudence on 02/11/2019 01:14 PMWas sollte das hier nur für ein Abend werden. Er hatte doch so gut und normal angefangen und war mit einem Mal hoch romantisch und liebevoll geworden mit einer Wendung, die mein ganzes Leben nicht nur hätte verändern sondern auch um ein vielfaches hätte erleichtern können. Wenn Chandler und ich zusammen finden würden, würde alles viel leichter werden und man müsste sich nicht mehr länger mit der Zukunft abfinden sondern könnte sich endlich darauf freuen. Nachdem was ich heute Abend erfahren durfte war er nämlich nicht nur aus guten Hause und besonders intelligent, sondern auch noch unwahrscheinlich charmant und schien ein herausragender Liebhaber werden können. Damit würde es nicht schwierig werden, die Blutlinie der Madisons fort zu führen.
Das Schicksal meinte es aber anscheinend nicht gut genug mit uns und hetzte uns seine kleine Schwester auf den Hals. Sie fand es wohl witzig uns nicht nur dabei zu stören, sondern auch noch zu petzen und einen guten Freund in so eine missliche Lage zu bringen. Dieses kleine Miststück würde früher oder später noch merken was es hieße, mit jemandem verlobt zu werden der sie nicht liebt und hätte sich dann gefreut wenn es so gut mit demjenigen laufen würde wie gerade bei Chandler und mir. Ich nahm mir vor mal mit Chandlers Mutter darüber zu sprechen, wer eigentlich ein geeigneter Kandidat für sie sein könnte. Ich würde nicht darauf warten, bis sie mich nochmal in so eine Lage bringen würde. Da hatte sie sich definitiv mit der falschen angelegt.
Ganz besonders von Ares hätte ich erwartet, dass er mich unterstützen würde, wenn ich die Chance hatte mit Chandler anzubandeln. Er hatte zwar keine so strengen Eltern aber er kannte unsere Familie gut genug und hatte auch mitbekommen, was mit Flynch passiert war, der sich gegen das Versprechen stellen wollte. Dass er so abfällig war und mich verurteilte, kam so überraschend, dass ich ihm eine saftige Standpauke verpasste. Ich war nicht zimperlich, da ich gerade durch Chandler zweimal ziemlich heiß gemacht wurde und zweimal fallen gelassen wurde. Ich war frustriert und mehr als geladen, dass hier anscheinend jeder meinte sich in meine privatesten Angelegenheiten einmischen zu können, obwohl mir die Vorschriften von meinen Eltern eigentlich schon mehr als genug reichten.
Ich hatte Ares jedoch mit meiner Darbietung etwas getroffen, denn er wirkte auf einmal geknickt und unsicher, was ich mit gemischten Gefühlen war nahm, denn er hatte ja eigentlich keine Schuld und wie er selber sagte, sorgte er sich nur um mich. Bevor ich aber antworten konnte, mischte sich Chandler wieder ein. Er hatte recht mit dem was er sagte und es war klar, dass er sich nicht zurückhalten würde wenn man im unterstellte, mich zu etwas gedrängt zu haben das ich nicht wollte. Dennoch war es der Stimmung nicht gerade förderlich und die Situation spitzte sich mehr und mehr zu, je mehr sie sich gegenseitig provozierten. So warf ich Chandler einen flehenden und mahnenden Blick zu. Nur zu gern hätte ich das ganze schließlich schneller geklärt und wäre einfach mit ihm verschwunden. Nach dieser Sache war mir sowieso nicht mehr nach feiern zumute auch wenn ich das eigentlich immer gerne tat. Anschließend wandte ich mich an Ares und legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter. Maryn ignorierte ich, da ich bereits einen Plan hatte wie ich es ihr zurückzahlen würde und dann würde ihr das Lachen schnell vergehen. „Alles gut Ares, mach dir keinen Kopf. Ich weiß schon was ich mache und wenn ich irgendeine Chance habe später glücklich zu sein, dann werde ich sie nutzen, dass verstehst du doch oder?" sagte ich leise und als ich meinte wie ich irgendwann glücklich sein könnte, viel mein Blick unweigerlich auf Chandler und auch ihm schenkte ich ein kleines schmunzelndes Lächeln.

Re: Oberstes Stockwerk
from Prudence on 02/10/2019 12:16 AMMaryn konnte wirklich ein Biest sein aber ich würde es ihr heim zahlen, dass stand fest. Wer wusste schon, wem sie es noch alles erzählt hatt. Wahrscheinlich standen hinter der nächsten Ecke auch noch der ganze restliche Clan. So wie wir Frauen in der Familie gerne mal die Diva gaben und die Krallen auspackten, so waren die Männer stolz und auch wenn sie nicht alle so wirklich hinter der Familie standen, so schützte man sich gegenseitig und keiner würde es zu lassen wenn man mir weh tun wollte.
Genauso stolperte auch Ares hier zur Türe rein als ich noch meine Haare richtete. Er ignoriterte Chandler und kam direkt auf mich zu um mir den Arm um zu legen und mich direkt besorgt auszufragen. Ich rollte nur weiterhin genervt mit den Augen wand mich aus seinem Arm. Ich wollte gerade einfach nur noch das mich eine Person so berührte und das war Chandler. Ich konnte es bereits jetzt kaum erwarten bis er wieder meine Lippen mit seinen berührte. Ares war unglaublich gutaussehend und liebevoll aber er war nunmal nicht der, dem ich versprochen war. "Was kümmert dich das?" blaffte ich ihn an und merkte, wie böse das klang. Er hatte es aber schließlich schnell genug verstanden und mussterte mich als hätte ich gerade sonst was abartiges gemacht.
Ich sah wie mittlerweile beinahe alle Augen auf mich gerichtet waren und Chandler schien sich wohl raushalten zu wollen und dafür war ich dankbar. Ich konnte mich sehr gut selber verteidigen und was die anderen beiden hier gerade aufführten war einfach nur noch albern und peinlich. So wandte ich mich an Ares. Maryn würde ich fett später noch genug zurück gekommen. Natürlich war er besorgt und daran war nichts auszusetzen aber seine abfällige Art wie er mit mir sprach und wie er mich ansah trieben mich zur Weißglut. "Als aller erstes, geht dich das hier überhaupt nichts an. Was interessiert dich, mit wem ich hier allein in einem Raum bin. Zweitens was hörst du denn auch auf diese Mistgöre, in ihr Steckt doch der Teufel persönlich. Ich weiß ja nicht, was sie dir erzählt hat aber dachtest du wirklich, dass ich mich so schlecht selber wehren kann? Und drittens. Was ist so schlimm daran. Ob heute oder in 2 Jahren? Was ändert es wenn es der gleiche ist?". Ich holte kaum Luft und wahrscheinlich war ich auch ziemlich unfair aber er hatte mich grade in einem meiner glücklichsten Augenblicke gestört und sich dann noch gemeint als ein Bruder oder ähnliches aufzuspielen.


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