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Alexander

25, male

Main Character Hogwarts [ehem.] Gryffindor Abgeschlossen Reinblut Gut Orden des Phönix Duellierclub Everybody's Darling Frei

Posts: 46

Re: Vergangenheitsplay » 12

from Alexander on 10/02/2018 08:36 PM

Ich stand fokussiert da und lenkte einen weiteren Zauber ab, als sich plötzlich ein Dritter ins Geschehen einmischte. Als ich die Stimme hörte, schauten Gorden und ich zeitgleich auf. Jemand hatte dem Dickschädel befohlen den Scheiss zu lassen. Ich seufzte. Ich hätte ihm keinen Drink spendiert, wenn ich gewusst hätte, dass Darren nun auch auf der Terasse stehen würde - das war das Letzte, was ich momentan brauchen konnte. Zwei gegen einen? Ganz toll. Zu meiner Überraschung jedoch schien der Slytherin aber nicht auf Gordens, sondern tendenziell auf meiner Seite zu stehen. Naja. Seinem Blick zu urteilen, war es eher Darrens Titel als Anführer, den er verteidigen musste. Ich atmete kurz auf, als Darren Gorden in ein Gespräch verwickelte, denn obschon ich dem Dickschädel überlegen war, war so ein Kampf doch stets mit Konzentration und Fokus verbunden und ich merkte, dass eine kurze Verschnaufpause selbst mir gut tat. Als Antwort auf Darrens Befehl den Scheiss sein zu lassen, schleuderte Gorden gleich noch einen Fluch auf mich, der mich zwar überraschte, aber nicht so kraftvoll war, als dass ich ihn nicht mühelos hätte ablenken können. Gorden schien sich der Autorität von Darren zu widersetzen und wäre ich nicht Teil dieses unglücklichen Geschehens gewesen, hätte ich die ganze Sache wohlmöglich psychologisch analysiert. Doch momentan war Alles andere als Zeit für psychologische Analysen. Der Dickschädel vor mir schnaubte den Anführer an, der sich ihm nun sachte, aber gefährlich und selbstbewusst wie ein Panther näherte und seine Anweisung nochmals scharf wiederholte und den Zauberstab auf den Slytherin richtete. Ich war perplex. Und das war ich nicht oft. Ich schaute unentschlossen zwischen Darren und Gorden hin und her und wie nun auch Gorden seinen Stab von mir abwendete und ihn auf Darren richtete. "Jungs, ich denke...", wollte ich beschwichtigend ansetzen, als Gorden mich harsch anfuhr: "Klappe, Püppchen! Das geht nur uns zwei was an." Ich runzelte die Stirn. Hatte er mich gerade Püppchen genannt? Ich sah doch nicht wie ein Püppchen aus. Ich verdrehte die Augen und machte einen Schritt auf Gorden zu und setzte nochmals an - den Zauberstab gesenkt: "Gorden... ich verstehe das, wenn ich dich heute verägert habe. Aber lass' Darren da raus, er hat gar ni-..." Weiter kam ich nicht, denn ehe ich mich versah, liess Gorden einen weissglühenden Strahl auf mich schiessen, den ich mit einem Spiegelungszauber knapp ablenken konnte und eine Blumenvase zertrümmerte, die in einer Ecke stand. "Du hast keine Ahnung!", schnaubte Gorden und wandte sich an Darren, "Du bist schwach geworden, Darren.", ich glaubte in seinem Reden ein hämisches Lachen zu hören, "Den Darren, den ich respektierte, hätte sich niemals kreinkriegen lassen, von so jemandem." Er zeigte mit dem Zauberstab auf mich und ich hob instinktiv meinen hoch. Als ich merkte, dass Gorden gar nicht auf mich schiessen wollte, setzte ich abermals etwas unverständig an: "Moment...", ich kratzte mich am Kopf und schaute Darren und Gorden ungläubig an: "...du willst mir nicht sagen, dass du wegen dieser einen Situation seine ganze Persönlichkeit in Frage stellst, oder?", ich zeigte mit meinem Stab auf Darren. Gorden schnaubte mich nur an: "Du hast keine Ahnung, Knirps." Er funkelte Darren an. Ich verstand die Welt nicht mehr. Worum ging es hier überhaupt? Um eine Führungsposition oder ein emotionales Desaster? Wohlmöglich beides? Ich schwieg und der Dickschädel übernahm und näherte sich nun Darren einen Schritt: "Du fühlst dich wohl ganz krass, was? Nur weil du ein Madison bist...", er streckte den Stab in die Richtung des Anderen. Was hatten alle nur mit diesen Madisons? Ich entschloss mich dieser Familie mal auf den Grund zu gehen, denn die Reaktionen, welche dieser Name auslöste, nahmen für mich unverständlich grosse Ausmasse an. Gorden sprach weiter: "Haltest dich für etwas besseres, weil du ein paar Sprüche drauf hast. Aber weisst du was?" Er beugte sich etwas zu Darren vor: "Ohne uns bist du gar nichts." Ich runzelte die Stirn. Wie meinte er das? Was ich seither von Darren gesehen hatte, war, dass Darren der Selbstständige von der Gruppe war und die Anderen diejenigen waren, die ohne ihn nichts waren. Aber nicht umgekehrt. Ich war einen Moment durch meine Gedanken abgelenkt, doch als ich mich wieder auf den Riesen fokussierte, hatte seine Ausdruckskraft stark nachgelassen. Er schien beinahe schon etwas... benommen. Hatte Darren was gesagt? Auf jeden Fall schnaubte der Dickschädel Darren an und meinte genervt - aber nicht ansatzweise so vorlaut wie vorher: "Hmmm... Ich werde jetzt beenden, was ich begonnen habe. Wir reden später." Und somit wandte er sich wieder mir zu. "Oh Gott, nein...", flüsterte ich mir selbst zu. Dickschädel funkelte mich nun bestimmt an und lief ein paar Schritte in meine Richtung. Er schlug seinen Zauberstab in die Luft, wie es üblich war, um sich an einen speziellen Art von Schwung zu gewöhnen, den man bei gewissen Zaubern benutzte. Was hatte er vor. Warum liess er von Darren ab? Was war in diesen Augenblicken meiner geistlichen Abwesenheit geschehen? Ich ärgerte mich über mich selbst: Das hätte ich nicht verpassen dürfen! Ich umschloss meinen Zauberstab fester und war bereit mich zu verteidigen. Die Schritte meines Gegenübers wurden schneller und ich ging etwas in die Knie, um meine Abwehr zu verstärken. Während Gorden auf mich zulief, unterlief ihm ein Fehler, nämlich, dass er mit den Augenwinkeln nach Darren spähte. Eine Finte! Ich knirrschte die Zähne zusammen und als ich wusste, dass Gorden nicht mich angreifen würde, sondern wohlmöglich auf Abstand ging um Darren anzugreifen, machte ich mich gefasst auf seinen Angriff. Tatsächlich schwang er den Zauberstab nun in einer ähnlichen Handbewegung wie vorhin hin und her, während die Zauberstabsspitze rot zu glühen begann. Er marschierte immernoch geradewegs auf mich zu, doch durch seine vermehrten Blicke zur Seite erkannte ich, dass er ganz klar Darren im Visier hatte. Das Glühen seines Stabes nahm so an Intensität zu, dass das Rot Gordens Gesichtszüge gespenstig erhellte. Plötzlich blieb er stehen und starrte mich an. "Wir können das auch anders lösen.", meinte ich leise, als Gorden den Stab hob, rumwirbelte und in Darrens Richtung schoss. "Avocatio Radiorum!", rief ich diesem Augenblick, da ich damit gerechnet hatte und übernahm so mithilfe meines Stabes die Führung des Strahls und lenkte ihn mit grosser Anstrengung von Darren. Mein Zauber hatte den Nachteil, dass ich mich auf den Strahl konzentrieren musste, um ihn ablenken un umlenken zu können, was mich unvorsichtig Gorden gegenüber machte. Dieser schrie wutentbrannt auf, als er sah, dass ich seinen Zauber vereitelte und nutzte meine Fokussiertheit auf das Umlenken des Zaubers aus, indem er einen Stosszauber einsetzte, der mich in der Bauchregion traf und zwei Meter nach hinten beförderte und mich auf dem Boden aufschlagen liess. "Fuck...", keuchte ich, als ich den Sternenhimmel auf meinem Rücken liegend sah, "Was ist das für eine geistesgestörte Gruppe?" Ich machte mich daran mich aufzurappeln.

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Reply Edited on 10/02/2018 08:40 PM.

Alexander

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Re: Vergangenheitsplay » 12

from Alexander on 10/02/2018 06:31 PM

"Das war so irre!", meinte der Hufflepuff abermals höchst begeistert, als ich in Boxershorts aus dem Bad kam und ich musste mich zusammen nehmen, um nicht rot zu werden bei all seinem Lob. Ben schien es immer noch nicht wirklich in den Kopf zu gehen, dass ich diesem Darren und seiner Gruppe die Stirn geboten hatte und wenn ich ehrlich war, fragte ich mich je länger je mehr, wie gross die Auswirkungen davon sein würden. Wohlmöglich würden sie es dabei belassen, doch was, wenn nicht? Nicht, dass ich grossartig Angst hatte vor den Jungs - ich vermutete hinter den meisten aufgeblähten Typen schwache Charakter. Doch in einem Punkt hatte der eine Junge der Clique recht: Sie waren zu viert. Ich war alleine. Maximal zu zweit, wenn Ben gerade in der Nähe war. Und obschon ich ein begnadeter Zauberer war und viele selbst kreierte Sprüche kannte, auf welche meine Feinde in den seltensten Fällen vorbereitet waren, war meine Unterzahl nichts, das ich unterschätzen durfte. Das heute war eine ziemlich mutige Nummer von mir, das musste ich mir eingestehen. Ich ertappte mich einen Augenblick, wie ich mir sogar überlegte mich bei Darren zu entschuldigen, sollte ich ihn heute bei der Party sehen. Doch relativ schnell schüttelte ich den Kopf: "Nein, das hat er verdient..." - "Was?", fragte Ben, der sich ein rosa Shirt überzog und anscheinend meine Worte gehört hatte. Ich winkte ab: "Nichts...", als ich sah, was er sich anzog, fügte ich dann noch etwas ironisch an, "Also in diesem Aufzug schleppst du allerhöchstens ein paar Jungs ab. Komm', ich helf dir..." Mit diesen Worten stand ich auf und schaute mir an, was Ben so aus seinem Zimmer mitgebracht hatte. Ich fand schliesslich ein schlichtes, aber doch sehr passendes Shirt, das ihm meiner Meinung nach sehr gut stand. "Einfach nur ein weisses Shirt?", fragte mein Freund ungläubig. "Glaub mir...", ich zwinkerte ihm zu, "manchmal ist weniger wirklich mehr..." Ben nickte und machte sich daran das Shirt anzuziehen und sich um die Hosen zu kümmern, während ich mich zu meinem Schrank begab und selbst stöberte. "Sieht das gut aus?", fragte Ben nach einer Weile und ich betrachtete ihn und nickte. Er hatte sich für schwarze Hosen entschieden, die ein paar stilvolle Löcher aufwiesen, das weisse Shirt und eine silberne Kette, die seinen Hals zierte. Während sich Ben um seine Haare kümmerte, zog ich mir ebenfalls ein weisses Shirt an und dazu eine lockere Jeans-Jacke, dazu ein paar Sneakers und Jeans. Meine Haare verstrubelte ich ein bisschen und als auch Ben soweit war, machten wir uns auf: Auf zu den Slytherins! 

Dort angekommen, war es wie ich vermutet hatte: Viele jüngere Schüler, die von der Party Wind bekommen hatten, wurden ziemlich grob zurück in ihre Schlafsääle geschickt, während die Schüler aus dem fünften, sechsten und siebten Jahrgang meistens einfacheres Spiel hatten. Wie in den meisten Fällen stand mein Freund und Mitschüler Blake an der Türe und als er mich und Ben erkannte, liess er uns ohne Weiteres passieren - auch wenn ein paar andere Slytherins nicht so erfreut waren. Wir waren nicht die Ersten und so betraten wir den bereits etwas stickigeren Raum, in welchem sich diverse Körper unter farbigem Licht und zu lautem Sound bewegten. Ben und ich blieben ein Weilchen beieinander und tanzten auf der Tanzfläche mit der einen oder anderen. Relativ schnell wurde mir klar, dass die Jeansjacke unglaublich stilvoll war, aber mir unglaublich heiss wurde, weshalb ich Ben zurief: "Bro, ich hänge meine Jacke auf!" Ben nickte nur und ich entfernte mich von der sich bewegenden Menge zur Garderobe, wo mir ein Slytherin die Jacke abnahm, aufhängte und mit einem Zauber versah, so dass sie seinen Besitzer wieder fanden. Ich bedankte mich beim etwas jüngeren Slytherin-Schüler, der für die Garderobe verantwortlich war und ging wieder Richtung Party. Eins musste man den Slytherins lassen: Sie hatten ein gutes Flair für Parties und wnen man mal in einer drin war, dann war der Service mehr als nur beachtlich. Ich drängte mich zwischen den Leuten hindurch auf der Suche nach Ben und wurde fast ein bisschen panisch, als ich ihn nicht mehr fand. Doch als ich mich etwas umblickte, sah ich ihn in der Nähe einer Couch mit einem Mädchen reden, worauf ich mich entschied, ihn dabei nicht zu stören und mich zur Bar begab. Bei der Bar entdeckte ich eine Figur, die mir doch etwas bekannter vorkam und ich schmunzelte, als es doch tatsächlich der liebe Darren war, der irgendein Gesöff runter leerte und wohlmöglich den heutigen Tag runterspühlte. Wieder hatte ich fast ein bisschen Mitleid, aber nach wie vor fand ich keinen Grund dazu so einem selbstgerechten Typen nicht die Meinung zu sagen. Entgegen meines ursprünglichen Plans sprach ich Darren nun doch nicht an, da das nach den heutigen Geschehnissen wohlmöglich zu früh war. Stattdessen bestellte ich mir einen Mojito und sagte dem Barkeeper, er sollte Darren auch einen spendieren und verschwand auf die Terasse, bevor der Barkeeper Darrens Drink fertig gemixt hatte. Die kühle Abendluft liess mich tief aufatmen. Ich mochte die Clubszene sehr, doch es tat immer wieder gut mal an die frische Luft zu gehen und einfach mal alleine zu sein. Alleine? Naja. Nicht ganz. Denn keine zehn Minuten nachdem ich draussen angekommen war, kam auch schon Dumpfbacke auf die Terasse und überraschte mich ein bisschen, indem er mir auf die Schulter tippte: "Hey, kleiner Mann. Erinnerst du dich noch, als ich sagte, dass du hier nicht reinkommst?" Ich war zwar sehr überrascht, fasste mich aber kurzerhand und erwiderte: "Ich bin ja nicht drin. Ich bin draussen. Auf der Terasse." Ich zeigte demonstrativ auf den Boden unter mir und der Muskelprotz schnaubte: "Genug mit den Sprüchen, Gryffendor!", meinte er und schubste mich etwas nach hinten. Ich seufzte: "Können wir das echt nicht lassen? Ich meine, es ist eine Party und ich habe echt keinen Bock mich hier zu prügeln." Der Riese grinste nur schelmisch: "Naja. Wenn man deinen Worten glauben schenken will, bist du ja nicht effektiv an der Party, sondern auf der Terrasse, oder?" Ich war überrascht. Dumpfbacke hatte doch etwas Schlagfertigeres rausgelassen als gedacht und mit einer bösen Vorahnung erwiderte ich: "Schlau kombiniert, Grosser..." und ergriff langsam den Zauberstab, der in meiner hinteren Hosentasche steckte. Wenn das nur mal gut ging. Der Riese lief langsam auf mich zu, worauf ich rückwärts lief und schon bald merkte, dass die Wand hinter meinem Rücken immer näher kam. Ich blieb ruhig, obschon die Situation alles andere als gut war und fragte den Jungen: "Wie heisst du eigentlich?" Der Junge antwortete gereizt: "Was interessiert dich das?!" Ich zuckte mit den Schultern: "Naja... ich will doch wissen, wer mich zur Schnecke macht." Der Muskelprotz drängte mich weiter nach hinten und hatte nun selbst den Zauberstab in der Hand, worauf auch ich ihn langsam nach vorne zog. "Gorden...", grummelte der Junge mürrisch und wir begannen uns langsam zu umkreisen. "Okay, Gorden...", meinte ich beruhigend, "...wollen wir das nicht bei einem Drink lösen?" Gorden lachte auf: "Sieh einer an! Ein Mundwerk hast du wie ein Weltmeister, aber wenn es hart auf hart kommt, bist du ein richtiges Schlappschwanz." Ich liess mich auf die Spielerei ein: "Naja...", ich glaubte zu erahnen, dass er gleich einen Zauber wirken würden, "...immerhin habe ich einen Schwanz.", provozierte ich ihn um einen Angriff auszulösen. Er schleuderte einen roten schimmernden Zauber auf mich, den ich mit "Protego" abwehrte. Er knirrschte mit den Zähnen: "Wenn ich mit dir fertig bin, sehen wir, wer hier die Eier hat." Au backe. Ich hoffte, dass das einfach gut endete. Ich stellte noch eine Frage: "Und was meint Darren zu der ganzen Aktion?" Gorden schnaubte und wurde wütend: "Ich bin nicht Darrens Schosshündchen, kapiert?! Es geht ihn einen Scheiss an, was ich mit dir mache!" Mit diesen Worten schleuderte er gleich drei Flüche auf mich, die ich sauber, aber nicht ohne Schwierigkeiten parierte. "Ich mach dich fertig.", meinte er und startete einen weiteren Angriff, während ich mich bereit machte zu reagieren.

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Alexander

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Re: Vergangenheitsplay » 12

from Alexander on 10/01/2018 10:24 PM

Ich beobachtete die ganze Situation mit Spannung und Erwartung. Meine Hand behielt ich schön auf Timothys Schulter, die immer noch ein klein wenig zitterte. Für einen ganzen Moment schien es totenstill. Darren schien sich wirklich überwinden zu müssen, denn in seinen selbstsicheren Augen schien ich innere Kämpfe dahinziehen sehen. Womit er wohl zu kämpfen hatte? Ich war mir ziemlich sicher, dass es einfach der Fakt war, dass er es als Schwäche sah sich zu entschuldigen. Dabei war Entschuldigung nur das Resultat einer Person, die Selbstreflexion betrieben hatte, was mich wieder zu dem Punkt führt, als ich Darren einen mit "Verstand Beschenkten" nannte. Naja, ich hatte ihn verbal schon ein bisschen in die Zange genommen, aber ich konnte nicht anders bei Timothy - er war so jung und unerfahren. Darren schluckte und er schluckte nochmals, bevor er dem Kleinen in die Augen schaute und sich entschuldigte. Ich staunte nicht schlecht, als er die Entschuldigung auch noch ausbaute und ein paar ermutigende Worte anhängte. Ich hatte eher damit gerechnet, dass er Timothy ein gelangweiltes "Sorry" nachwerfen würde und dann verschwinden würde, doch dem war nicht so. Während Darren sprach, gab ich etwas Druck auf Timothys Schulter. Nicht, weil ich das Gefühl hatte, dass ich Timothy schützen musste, sondern weil ich ihm gross-brüderlich bestätigen wollte, was Darren, sein Gegner und Schmäher, von sich gab: Nämlich dass er mit Übung auch irgendwann mal ein guter Duellierer werden würde. Ich konnte beinahe mit Timothy spüren, wie die Luft erleichtert aus seinen Lungen entwich, als Darren seine Entschuldigung beendet hatte. Timothy war aber nicht der einzige, dem Luft entwich, denn auch bei Darren hörte ich einen kleinen, genervten Seufzer und als er fragte, ob das so passte, konnte ich nur zufrieden nicken: "Ich muss sagen, dass ich es mir nicht besser hätte wünschen können. Du hast echt Talent darin... Solltest du vielleicht öfters machen.", meinte ich in amüsiertem, aber nicht beleidigendem Tonfall. Während sich irgendein Spast hinter Darren meldete, schaute Timothy zu mir hoch und meinte schüchtern: "Kann ich jetzt gehen?" Ich lachte auf und nickte: "Klar. Aber ich hoffe, dass du deine Lektion gelernt hast." Der junge Schüler erwiderte: "Ja, das habe ich. Ich werde mich nicht mehr an solchen Turnieren anmelden.", worauf ich ihm leicht auf den Hinterkopf schlug und ihn bisschen tadelte: "Nein, Timothy. Die Letktion bestand darin dir zu zeigen, dass man dich nicht einfach rumschubsen kann. Auch du verdienst Respekt.", ich grinste ihn schelmisch an, "Und glaub' mir: Solange ich dein Mentor bin, wirst du solange an diesen Turnieren teilnehmen, bist du gegen den Turnierleiter antreten kannst." Timothy schaute bisschen verwirrt und ich wusste, dass es noch ein Weilchen dauern würde, bis ich ihm auch dieses Selbstvertrauen eingeredet hatte, aber für den Augenblick war ich zufrieden mit der Situation: Der Slytherin hatte sich entschuldigt, Timothy war unversehrt und ich hatte meinen Job gemacht. Mein Schützling machte sich ziemlich gleich ohne grosse Umwege Richtung Ausgang auf und verschwand. Als Ben sah, dass sich das Gespräch ausfgelöst zu haben schien, kam auch er wieder etwas näher und runzelte die Stirn: "Habe ich das richtig gesehen? Alexander Cooper weist Darren Madison in die Schranken?!", seine Stimme quickste vergnügt, was mir ein Lächeln entlockte. Jedoch stand ich nicht auf Eigenlob, weshalb ich es bei dem beliess und drehte mich kurz zur Vierergruppe um, die anscheinend selbst in einem Gespräch verwickelt waren. Wohlmöglich musste Darren seinen Platz verteidigen, was weiss ich? Interessierte mich ehrlich gesagt nicht wirklich. Mein bester Freund schaute ebenfalls zu den vier und meinte etwas scheu: "Glaubst du, die lassen uns wirklich nicht rein?" Ich nickte grinsend mit dem Kopf: "Doch, doch... das werden sie. Schliesslich bin ich mit eins zwei Slytherins aus unserem Jahrgang befreundet und...", ich hob den Finger, "...ich kenne einige Türchen, die uns reinbringen können." Auf Bens Gesicht weitete sich ein Strahlen aus. Er war ein Sonnenschein auf zwei Beinen, wenn er nicht gerade vor Hunger starb oder sich die Grippe eingefangen hatte und dafür liebte ich ihn. Wir waren bereits seit meinem dritten Jahr hier ziemlich beste Freunde, als ich merkte, dass echte Freunde wichtiger waren als gute Noten. Naja, letzteres hatte sich nicht immer ganz zu meinem Vorteil entwickelt, aber wenn ich auf meine bisherige Schulzeit blickte, war ich doch ganz zufrieden. Es war abermals Ben, der mich aus den Gedanken riss: "Glaubst du, Monique wird dort sein?" Ich schaute scharf und grinste: "Ich hoffe es nicht. Das wäre ziemlich peinlich." Ben fragte verunsichert: "Für mich?" Ich lachte: "Nein, für mich. Du sabberst immer den ganzen Gang voll, wenn Monique an uns vorbei läuft.", ich fügte an, "Und nein, ich werde nicht noch einmal dein Wing-Man sein. Das war komplette Katastrophe letztes Mal." - "Ach, komm schon. Bitte.", winselte Ben. Ich schüttelte bestimmt den Kopf: "Nein, du musst dir dein Mädchen schon selbst schnappen, Grosser." Ben verdrehte amüsiert den Kopf: "Sagt der Richtige..." Ich war nicht unbeliebt bei den Mädchen, eigentlich war ich grundsätzlich eher einer der Sorte von Schüler, die die meisten mochten. Ich tanzte auch gerne an Parties und ich tanzte nicht schlecht, also hatte auch schon das eine oder andere Mädchen einen Blick auf mich geworfen. Ich klopfte Ben auf die Schulter: "Die Richtige kommt schon noch, Dude." Ben seufzte und meinte: "Ich laufe schon seit Jahren von Party zu Party und habe immer noch keine gefunden und du...", er zeigte mit den Händen auf mich und deutete damit an, dass schon einige ein Auge auf mich geworfen hatten, auch wenn ich alles andere als ein Flittchen war. Ich munterte ihn abermals auf und sagte: "Apropos Party...", ich schaute auf die Uhr, "Wenn wir jetzt gehen, haben wir genug Zeit um uns frisch zu machen." Ben  nickte wieder etwas enthusiastischer und wir zwei machten uns auf und liefen am Vierergrüppchen vorbei, wobei ich mich lächelnd verabschiedete: "Man sieht sich." Ben fügte an: "An der Party...", was mir ein Seufzen entlockte. Das war nicht sein Ernst, oder? Der Dickschädel meinte nur brummelnd: "Ihr kommt nicht bei uns rein.", worauf ich etwas schnippisch meinte: "Wenn du wüsstest, wie oft ich schon in deinem Zimmer war, um mir ein Kondom aus deinem Schuh zu nehmen, würdest du dir deine Aussage nochmals überlegen." Der Dickschädel wurde augenblicklich blass. Aha. Ich hatte richtig geraten. Ehrlich gesagt, war ich noch nie in deren Zimmer gewesen, doch ich ging davon aus, dass er wie 90% der Männer seine Kondome im Schuh versteckte. Sein blasses Gesicht liess mich innerlich aufatmen, denn ich hatte nur geblöfft um Eindruck zu machen. Einer der anderen zwei Jungs schaute den Dickschädel angeekelt an. Er schien wohl nicht der Klügste der Gruppe zu sein, aber mit Abstand der Stereoiden-Gefüllteste. Die Anderen würden es gemerkt haben, dass ich nur blöffte. Doch es ging mir ja nicht darum ihnen eins auszuwischen, sondern dem Dickschädel, der immer dazwischen sprach. Ausserdem waren die meisten Parties normalerweise öffentlich und wenn es diese nicht sein sollte... würde ich schon einen Weg finden. 
 "In dem Fall...", meinte ich lächelnd zu Darren und seinen Kumpanen, "Vielleicht bis heute Abend..." 

Mit diesen Worten gingen Ben und ich unseres Weges und machten uns langsam fertig für die Party.

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Alexander

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Re: Vergangenheitsplay » 12

from Alexander on 10/01/2018 08:35 PM

Ich lief nichts Gutes ahnend in die Richtung der Umkleide und hatte meine Hand bereit, um jeden Augenblick den Zauberstab zu zücken. Ich hoffte ehrlich gesagt, dass Darren nicht einer dieser aggressiven Typen war, die jetzt die halbe Halle auseinander nehmen würden, weil ich ihn so auseinander genommen hatte. Naja, er war selbst Schuld. Wer sich mit dem Schützling eines Magiers anlegte, musste damit rechnen dem Magier selbst zu begegnen. In dieser Hinsicht war ich doch wieder ein bisschen stolz auf meine Tat, denn ich hatte ja nichts als meine Aufgabe erledigt, oder? 
Während ich mehr oder wenig ruhig in die Richtung der Umkleide lief, konnte ich anhand mehrerer Blicke im Raum erkennen, dass die Jungs hinter mir irgendetwas zu tun schienen oder das Publikum etwas irritiert von den jüngsten Ereignissen war. "Darren...", überlegte ich leise vor mich hin. Der Name sagte mir was. War er irgendein Sohn eines Zauberministers oder so? In diesem Falle hätte ich mit der Staatsanwalt rechnen können, doch Darren schien nicht so aufgeweicht wie die Kinder von den meisten Zauberministern. Ich überlegte noch einige Sekunden, musste mir aber eingestehen, dass ich keine Ahnung hatte, woher mir der Name bekannt vorkam. Ich zuckte symbolisch mit den Schultern, wie ich es des öfteren tat und setzte meinen Lauf fort, als mir mein bester Freund Ben [siehe Bild in meiner Galerie] auf mich zukam und die Hand hob: "Hey Bro, alles fit im Schritt?" Ich lachte. Solche Sprüche konnte nur Ben machen. Ich runzelte die Stirn: "Naja, bis jetzt schon..." Er hob verwundert die Augenbraue: "Habe ich was verpasst? Hast du eine geschwängert?" - "What the fuck, Ben?!", meinte ich lachend, "Nein, habe ich nicht! Aber...", ich nickte mit meinem Kopf in die Richtung des Vierer-Trüppleins und Ben folgte mit seinem Blick und seine Augen weiteten sich: "Du hast dich mit Darren Madison angelegt?!" Ich schaute ihn verwirrt an: "Warum genau kennst du seinen Nachnamen nochmals?" Ben schaute mich unverständig an und boxte mir eine: "Darren Madison! Die Madisons! Du weisst schon: Eine der einflussreichsten und bekanntesten Familien überhaupt!" Für einen Augenblick hatte ich fast ein bisschen ein schlechtes Gewissen, denn so wie Ben das betonte, schien es mir, als müsste ich Darren von zwei Kilometern Entfernung erkennen. Stattdessen zuckte ich mit den Schultern und erklärte: "Naja, Familie hin oder her. Er hat ziemlich übel mit Timothy rumgespielt." Ben hakte nach: "Deinem Schüler?" Ich nickte. "Auweia... und deswegen hast du dich mit Darren angelegt?", meinte Ben etwas verängstigt. "Er ist auch nur ein Mensch.", meinte ich unbeeindruckt, "Ist ja nicht so, als würde er sich in einen Drachen verwandeln und mich verschlingen." Der Hufflepuff schien etwas nervöser zu werden: "Das war glaub keine so gute Idee, Bro..." Ich realisierte gar nicht, dass er hinter mich schaute: "Meinst du? Also ich denke..." Ben unterbrach mich: "Nein, ich denke du bekommst Besuch." Ich drehte mich zwar nicht um, verstand aber und flüsterte: "Darren?" Ben nickte und ich meinte in ruhigem Ton: "Okay. Geh am besten bisschen auf Abstand. Ich will nicht, dass du auch noch verwickelt wirst, alles klar?" Ben nickte und entfernte sich ziemlich zügig, während ich so tat, als wüsste ich nichts von Darrens Verfolgungsjagd. Es dauerte noch einige Sekunden, bis mich Darren schliesslich einholte und sich vor mich hinstellte. Er war zwar ein ganz klein wenig kleiner als ich, dafür aber etwas breiter, was ihn doch auch ein bisschen imposant machte. Ich schluckte kurz, da ich jetzt mit ner Tracht Prügel rechnete, war aber umso überraschter von dem, was der Junge sagte. Ich legte den Kopf einen Augenblick schräg und meinte dann zufrieden: "Du scheinst nicht nur ein guter Duellierer, sondern auch ein mit Vernunft Beschenkter zu sein." Ich wollte ihm instinktiv den Arm tätscheln, unterliess dann jedoch, da wir weit entfernt davon waren, dass ich auch nur ansatzweise die Lust verspürte ihn anzurühren. Stattdessen nickte ich lächelnd: "Fein, dann lass uns gleich..." Ich drehte mich um und erblickte Timothy, der aus der Umkleide kam und heftig erschrak, als er Darren sah. Sein Blick wanderte unsicher zu mir und nickte ihm zu. Er schaute mich nur noch verwirrter an, worauf ich mit Worten nachhalf und ihn zu uns winkte: "Na, komm schon." Timothy zögerte kurz und kam dann zu uns rüber und stellte sich dicht neben mich, worauf ich ihm die Hand kurz auf die Schulter legte. Darauf schaute ich Darren halb herausfordernd, halb zufrieden an: "Leg' los.", meinte ich grinsend und schubste den Drittklässer bisschen in unsere Mitte, hielt aber immer noch meine Hand auf seine Schulter und erklärte Timothy: "Ich glaube Darren will dir was sagen." Und schaute abermals zu Darren.
Aus irgendeinem Grund platzte Ben begeistert in die Situation und meinte total unpassend: "Al', heute Abend ist eine Party bei den Slyth-...", er hielt inne und merkte, dass die Situation wohl nicht die richtige war. "Störe ich?", fragte er unsicher. Timothy meinte: "Nein." und ich fügte skeptisch an: "Doch... Vielleicht ein bisschen, Ben. Können wir schnell...?", ich nickte zwischen Darren, Timothy und mir hin und her und gab ihm das Zeichen, dass wir zu dritt reden wollten. Der Hufflepuff schwieg, machte ein paar Schritte zurück und beobachtete die Situation aus sicherer Entfernung. Die drei Jungs hinter Darren schauten Ben etwas verächtlich an. Dass heute Abend eine Party war, war mir schon ein Weilchen bewusst. Ob mich die Slytherins dieses Mal jedoch reinlassen würden, wusste ich noch nicht so recht. Ich blickte Darren mit meinen blaugrauen Augen und einem Lachen ein drittes Mal an: "Und...?"

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Re: Vergangenheitsplay » 12

from Alexander on 10/01/2018 06:55 PM

Ich schaute dem Jungen geradewegs in die Augen, während dieser seinen Zauberstab direkt in mein Gesicht streckte. "Wow, wow...", meinte ich nur schmunzelnd und drückte den Stab sanft aber mit Bestimmtheit auf die Seite, so dass er auf der Höhe meiner linken Schulter war, "Ganz ruhig, keinen Grund gerade handgreiflich zu werden, Grosser..." Ich wusste nicht wirklich, ob mein Gegenüber nervös war, doch so wie der Typ zaubern konnte, hätte er mich schon längst angegriffen, wenn er das wirklich gewollt hätte. Ausserdem war es meine Strategie meinen Feinden meine Zähne in Form eines Lächelns zu zeigen, also tat ich das auch bei diesem aufgeblasenen Kerl: "Um deine Frage zu beantworten...", meinte ich in ruhigem und amüsierten Ton, "Mein Name ist Alexander. Freunde können mich auch Alex nennen, was bedeutet, dass ich für dich momentan mit Alexander und nur mit Alexander anzusprechen bin." Ich erhaschte aus meinen Augenwinkeln, wie die zwei Jungs, die etwas hinter dem Typen standen ihre Gesichter erstaunt verzogen. Anscheinend war es sich das Grossmaul nicht gewohnt, dass ihm jemand die Parole bot. Doch das war mir eigentlich ziemlich egal, denn Timothy war mir in diesem Augenblick um einiges wichtiger als dieser... wie hiess er eigentlich? Ich stellte ihm die Frage nicht, sondern erklärte in äusserst freundlichem, aber scharfen Ton: "Um nochmals auf die Entschuldigung zurück zu kommen...", ich verdrehte amüsiert die Augen, "Sieh es einfach so: Du kannst dich jetzt kurz dafür entschuldigen, dass du dem Kleinen unnötigerweise eine verpasst hast, als er schon entwaffnet war und wir vergessen die ganze Geschichte oder du kannst dir das Leben schwer machen und dich in tausende Diskussionen verfangen, die eigentlich gar nicht nötig wären." Ich zuckte mit den Schultern und schaute die zwei Jungs hinter dem Kerl an, die mich grimmig versuchten anzustarren und runzelte die Stirn: "Schaut ihr immer so verkrampft?" Schliesslich widmete ich mich dem mittleren Typen wieder zu und meinte locker: "Aber weisst du was? Ist deine Entscheidung.", ich grinste ihn an und zuckte abermals mit den Schultern, "Ich für meinen Teil habe noch ein paar andere Dinge zu erledigen...", mein Tonfall wurde schärfer, "...zum Beispiel einen Drittklässler wieder aufzumuntern die Zauberei nicht ganz hinzuschmeissen..." Mit diesen Worten drehte ich mich um und wollte weglaufen, als mich einer dieser Spasten hinter dem Grossmaul anfuhr: "Niemand lässt Darren einfach so stehen!" Ich runzelte die Stirn und drehte mich nochmals um: "Darren?'" Ich meinte zufrieden: "Naja, es gibt ja bekanntlich immer ein erstes Mal. Wenn ihr mich also entschuldigen würdet..." So drehte ich mich um und zeigte mit meinem Stab auf den Kerl, der immer noch bäuchlings auf dem Boden lag und jammerte: "Sobrium." Aus der Nase des Jungen kam ein grüner Nebel, der in meinem Zauberstab verschwand. Ich ging gemächlich Richtung Umkleidekabine, wissend, dass mich die Jungs anstarren würden und unwissend, was wohlmöglich passieren würde. Würden sie angreifen? Mir folgen? Mich zur Rede stellen? Ich hatte Darren keine Chance gelassen zu reden und meine Worte so schnell abgefeuert wie er seine Flüche. Konnte gut sein, dass er mich nochmals ansprechen würde. Ob ich Angst hatte? Naja, ich war schon auch nervös, aber in solchen Situationen musste man einfach über seinen Ängsten stehen - um der Schüler Willen. Für Timothy.

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Reply Edited on 10/01/2018 07:04 PM.

Alexander

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Re: Vergangenheitsplay » 12

from Alexander on 09/30/2018 10:04 PM

Ich pustete mir in die Hände und schaute wohlmöglich so nervös drein, wie Timothy sein musste. Der Drittklässler war seit einigen Tagen bei mir in einer Duelliergruppe, die aus sechs jüngeren Schülern bestand, denen ich ein paar Kniffe beibringen sollte. Naja. Was sind schon Kniffe? Hier in Hogwarts durfte man die ganz coolen Dinge meistens eh nicht ausprobieren und zudem waren gewisse Zauber, die ich regelmässiger verwendete noch um einiges zu schwierig für die Kleinen. Dennoch machte man, was man konnte.
Timothy war heute so wagemutig gewesen sich als Freiwilligen für durchmischte Duellpartien zu melden, was ich zuerst ziemlich toll fand, nun aber bereute. Sein Gegner war nämlich ein Slytherin mit dunklen Haaren aus dem 6. Jahrgang und sein Blick schien den kleinen Timothy zu durchbohren gleich zwei Dolchen. Ich machte mir wirklich Sorgen um den Kleinen. Timothy war wirklich nicht der beste Duellierer und auch wenn wir in den letzten Tagen extreme Fortschritte gemacht hatten, fürchtete ich, dass ein Sieg noch nicht in Reichweite für meinen Schützling stand. Timothy schaute kurz nervös zu mir rüber, worauf ich nur nickte und zwei Sekunden danach ein Stossgebet in den Himmel schickte, dass Timothy die Ruhe bewahren würde. Denn auch wenn die Überlegenheit des älteren Schülers fast schon definitiv schien, konnte er dennoch zeigen, wie er sich verbessert hatte. Parieren, einen sauberen Angriff starten und Zauber ablenken - das konnte er und für dieses Duell verlangte ich auch nichts weiteres von ihm, als dass ich ein, zwei schön aufgestellte Zauber sah - auch wenn diese den Älteren wohl kaum beeindrucken würden.
Der Pfiff! Meine Augen weiteten sich und entgegen meiner Hoffnung verkrampfte sich der Junge extrem und stand schon beinahe paralysiert da. Ich wollte beinahe etwas rufen, da wurde er auch schon vom ersten Spruch etwas nach hinten geschbubst. Ich knirrschte mit den Zähnen: "Komm' schon Timothy. Kühlen Kopf bewahren..." Nichts da. Der Junge stand angewurzelt wie ein alter Baum im Verbotenen Wald und liess es zu, wie der andere Junge ihm einen Fluch nach dem anderen um die Ohren warf. Ich betrachtete den dunkelhaarigen Jungen: Er war gut. Sehr gut sogar. Die Zauber sehr schnell und zielsicher gesprochen. Doch für meinen Geschmack ging er mir zu harsch mit Timothy um. Natürlich: Es war ein Duell, aber es war ja nicht das Ziel hier wirklich jemanden zur Schnecke zu machen. Ich knirrschte abermals mit den Zähnen, als Fluch Nummer drei den Jungen traf: "Komm schon..." Meine Hand ergriff instinktiv den Zauberstab und meine Augen funkelten den älteren Jungen an: "Was für ein Arsch...", meinte ich leise, als ich sah, wie er Timothy weder Raum ncoh Zeit liess und Spruch Nummer vier auf ihn abfeuerte und den Jungen nach hinten taumeln liess. Was für ein arrogantes Schwein! Nach dem vierten Rückschlag, glaubte ich zu sehen, dass Timothy sich langsam sammelte, doch es war bereits zu spät: Sein Zauberstab flog nach einem weiteren Spruch in weitem Bogen durch den Raum und fiel gute zehn Meter hinter ihm mit hellem Ton auf den Boden. Ich schnaubte: "Fuck!"
Mr. Sullivan, einer unser Duellierlehrer, der neben mir stand, meinte etwas irritiert: "Wie bitte?" Ich winkte verlegen ab: "Ehm... Ach nichts...", wurde dann aber durch einen weiteren dumpfen Ton und das überraschte Gemurmel einiger Mitschüler auf Timothy aufmerksam, der nun am Boden lag. Ich brauchte einen Moment um zu verstehen, was genau passiert war, doch als ich den Slytherin mit erhobenem Stab sah, war die Situation glasklar. Ich drängte mich vor und stürzte zu meinem Schützling, der mit Tränen in den Augen da sass. Mr. Sullivan und die anderen Zuschauer standen etwas perplex rum, weshalb ich etwas gereizt meinte: "Kann mir bitte jemand helfen?! Holt die Sanität!" In der Zwischenzeit beugte ich mich zu Timothy runter und meinte in beruhigendem Ton: "Hey... Alles gut, Grosser. Das war kein fairer Kampf." Dieser begann nun vollends zu schluchten und meinte: "Es war überhaupt kein Kampf, weil ich nicht kämpfen kann." Ich seufzte und schüttelte den Kopf. Das war genau der Satz, den ich Timothy gestern stundenlang ausgetrieben hatte. Und kaum hatte er langsam etwas Selbstvertrauen musste so ein Vollidiot von Slytherin Alles kaputt machen! Apropos Vollidiot: Ich erhob mich, als sich Mr. Sullivan um den Jungen begann zu kümmern. 
Ich strich Timothy kurz über die Haare und meinte: "Ich komme nachher noch kurz bei dir vorbei, okay?" Der Junge nickte mit wässrigen Augen und ich sah, wie einige seiner Jahrgangs-Mitschüler am Rande standen und ihren Kollegen anglotzten. Ich schnautzte sie an: "Habt ihr nichts Besseres zu tun?!", meinte ich etwas harsch und klopfte Timothy ein letztes Mal auf die Schulter: "Bin gleich bei dir. Aber zuerst...", mein Blick wandte sich zum Slytherin um, "...muss ich noch ein kleines Hühnchen rupfen." 
Mit diesen Worten verliess ich Timothy und Sullivan, die in die Umkleide gingen und steuerte direkt auf das Arschloch zu, um welchen sich mittlerweile drei Schüler in seinem Alter hingestellt hatten - keine Ahnung, ob Freund oder Feind. Ich stand mitten in das Grüppchen und stellte den Jungen zur Rede: "Ich störe ja nur sehr ungern bei der Feier des Tages, aber... Hast du sie noch alle?! Timothy ist ein Drittklässler!", ich gestikulierte energisch, "Er kannte drei Viertel der Sprüche nicht einmal, die du verwendet hast!" - "Selber Schuld, wenn er sich im Duellierclub meldet.", meinte irgendein Junge, der dort stand, worauf ich ihn abschätzig anschaute: "Wie war das?" Ich schaute die Gruppe an: "Ich glaube, ihr habt den Sinn dieses Clubs nicht verstanden! Es geht darum zu lernen und nicht einander allen Mut auszutreiben!" Ich blickte wieder den Schwarzhaarigen an: "Ich kenn dich zwar nicht und es ist mir momentan auch scheiss egal, wer du bist, aber ich will, dass du dich bei Timothy entschuldigen gehst. Der letzte Spruch war nur noch Blossstellung für ihn!" Ich zeigte mit dem Finger Richtung Umkleide, worauf der andere Junge begann zu lachen: "Was bist du, so 'ne Art Schutzengel für untalentierte Schüler?" Ich schaute den Typen scharf an und meinte nur: "Kann ich sein, wenn ich will." Mit diesen Worten hob ich den Zauberstab und meinte nur leise: "Vertex Vertiginis" Der andere Junge wollte den Zauberstab heben, doch mein Zauber hatte schon längst begonnen zu wirken und liess ihn die Welt kreuz und quer sehen, so dass er vor Schwindel in der Gegend begann rumzutaumeln und über eine Bank stolperte und bäuchlings auf den Boden klatschte. Ich mochte es nicht, wenn Leute antworteten, dich ich nichts gefragt hatte und wandte mich also wieder genervt an den Vollidioten: "Kannst jetzt du mir bitte mal auf meine Fragen antworten?" Normalerweise war ich nie so harsch, doch seit ich die Jüngeren als Schützlinge hatte, war in mir so ein Vaterinstinkt wach geworden... ich weiss, klingt komisch, aber glaubt mir, wenn ich sage, dass ich normalerweise ganz ein lieber bin.

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Re: Vergengenheitsplay » 22

from Alexander on 08/15/2018 08:23 PM

Ich setzte mich auf meinen Besen und schaute Flynch nun direkt an, der vor mir war. Ich schmunzelte nur, als er von seiner Verabredung redete und sang vor mich hin: „Eine Verabredung um Artikel zu bearbeiten, sagt er...", ich verdrehte amüsiert die Augen. So wie ich Flynch kannte, würde er nicht nur den Artikel bearbeiten. Ich zuckte nur mir den Schultern und meinte: „Naja, wenn die Zeit noch reicht, kannst mal bei mir im Zimmer vorbeischauen, dann können wir gemeinsam an die Party. Und klar: Nimm Merle ruhig mit.", meinte ich gespielt einverstanden. Ich hätte auch gern wieder einmal Zeit mit Flynch zu zweit verbracht, denn wir hatten eine Phase, wo es noch nicht per sè um Frauen ging und damals hatten wir noch mehr zu zweit unternommen. Mit der Zeit wurden aber unsere Dates zahlreicher und die Verpflichtungen dringlicher, weshalb wir schon seit einigen Wochen nichts mehr zu zweit gemacht hatten. Und ich weiss nicht, ob da jetzt komisch klingt: Aber irgendwie vermisste ich Flynch ein bisschen. Und dass Merle heute Abend auftauchen würde, würde mich zwar nicht wahnsinnig stören, aber eine Freude war es auch nicht wirklich. Merle war ja ganz okay. Naja, Flynch hatte es auch schon mit ganz anderen getrieben, die mir dann ziemlich auf den Keks gegangen waren, als sie mir im Club vorschwärmten, was für ein toller Typ Flynch sei. Ich hasste das. Ich kannte Flynch wohl besser als alle diese Mädchen und da wollten SIE MIR vorschwärmen, wie toll er war?! Ich bitte dich. Das war manchmal einfach nur lächerlich. Aber nun ja: Ich stand zu Flynch und wenn Flynch ein Mädchen geangelt hatte, würde ich mich wohl oder übel zufrieden geben müssen, dass fünfte Rad am Wagen zu sein. Ich wollte Flynch einfach wieder einmal für mich haben und nicht ständig mit irgendeiner dahergelaufenen Jungfrau teilen müssen.
Was das Volllaufen anging, schüttelte ich nur lachend den Kopf: „Du weisst, dass ich Alkohol gut vertrage. Du bist derjenige, der unter dem Tisch liegen wird..." In meiner Stimme klang ein herausfordernder Ton, denn ich wusste, dass Flynch ein geübter Trinker war und keineswegs nach zwei drei Shots blau war. Aber das war ich auch nicht. Als Flynch seinen kleinen Cousin erwähnte, grinste ich: Chandler, der kleine Racker. Er hatte mich einfach mal unverfrohren gefragt, ob ich auf Flynch stehe, weil ich meinen Arm freundschaftlich um ihn gelegt hatte, wie wir das noch öfters taten. Flynch und ich hatten früher generell gerne "rumgeschwuchtelt", wenn ich das etwas abschätzig sagen darf. Da hatten wir immer extra schwul getan und uns so verhalten, als würden wir gleich übereinander herfallen wollen. Jedoch hatte sich das in der letzten Zeit geändert. Irgendwie wäre es mir unangenehm gewesen, wenn wir so taten, als wäre was zwischen uns. "Denn da war nichts zwischen uns. Es könnte nichts zwischen uns sein. Gar nichts.", log ich mich selbst an und murmelte halblaut vor mich hin und wurde etwas rot, als ich bemerkte, dass ich das ausgesproche hatte. Gott sei Dank verstand wahrscheinlich niemand den Kontext, da ich den wirklich heiklen Teil des Gedankens nicht ausgesprochen hatte und Gabriel, ein Slytherin, das Wort ergriff und sich vor uns stellte. "Jungs, cool, dass ihr es einrichten konntet." Gabriel war nicht nur ein hervorragender Quidditch-Spieler, sondern auch ein begnadeter Sänger, weshalb seine Stimme sich sehr gut auf dem Feld ausbreitete. "Ich habe mir dieses Mal erlaubt, die Gruppen einzuteilen, um ein bisschen Abwechsung reinzubringen...", grinste er, da wir normalerweise selbst die Gruppen machten. Gabriel räusperte sich: "Wir können keine ganze Quidditch-Mannschaften bilden, da wir dafür zu wenig sind, aber in einer etwas kleineren Form gibt das ein klasse Spiel." Er nahm die Liste und las vor: "In der ersten Gruppe sind Lyle, Alex, Lucas, Brian, Sebastian und ich." Ich seufzte auf und gab Lyle einen Handschlag. Schön, dass wir immerhin gemeinsam in der Gruppe waren, denn dass sie mich und Flynch getrennt hatten, nahm ich Gabriel schon ein bisschen übel. "Der Rest auf die andere Seite.", meinte Gabriel und ich sah, wie Finn sich zu Flynch gesellte. Da hatten wir es wieder: Die zwei F's meines Untergangs. Lyle und ich gingen noch kurz zu den zwei und meinten grinsend: "Na dann viel Glück euch zwei...", Lyle doppelte nach: "Ihr werdet es brauchen...", am Satzende sang er schon ein wenig und wir gaben uns einen Handschlag in Form einer Brofist und liessen diese dann übertriebenst "explodieren", bevor wir unsere Besen nahmen und auf unsere Feldseite gingen. Gegen Flynch und Finn anzutreten... das konnte ja noch etwas werden.
 

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Re: Vergengenheitsplay » 22

from Alexander on 08/14/2018 11:28 PM

Ich kam etwas ausser Atem in der Garderobe an, wo mich bereits meine anderen Freunden der Gryffendor-Truppe grinsend begrüssten: "Musste da jemand seine Fähigkeiten unter Beweise stellen?", meinte Finn, der ebenfalls einer meiner ersten freunde hier in Hogwarts gewesen war und der ein unglaubliches Talent mit Tieren aller Art hatte. Als Antwort auf seine Frage schmunzelte ich nur so vor mich hin, denn jeder hier drin wusste, wie ich es liebte meine Begabung punkto Magie spielen zu lassen. Stattdessen meinte ich nur beiläufig und mit einem breiten Grinsen: "Naja, gewisse sind halt begabt und andere...", ich schaute Finn an, "sind anderswertig begabt." Bei meinen Worten schweifte mein Blick kurz über seinen nackten Oberkörper, wie er es bereits die letzten drei Mal getan hatte, was mich dazu zwang, mich mit dem Rücken zu ihm zu drehen. Ich durfte das nicht tun. Ich durfte mich auf keinen Fall verraten. Das Schlimmste war es seit einer Zeit mit den Jungs unter der Dusche zu sehen, da man gewisse Stellen nicht mehr so gut verstecken konnte, die sich allenfalls regen könnten. Dies war auch der Grund, weshalb ich die letzten Male oft bei uns im Gryffendor-Schlafsaal geduscht hatte unter dem Vorwand, dass ich für Duellierkämpfe üben musste und es sich noch nicht lohnen würde zu duschen, da ich ohnehin wieder schwitze. In letzter Zeit lief so oder so einiges grausam schief mit mir. Ich wusste nicht, woher das kam, aber seit einer Weile reagierte ich immer stärker auf mein eigenes Geschlecht. Ich hatte zwar schon immer eine gewisse Freude verspürt mich mit den Jungs zum Spass zu prügeln oder ein bisschen zu kämpfen, doch damals war es noch nicht so... wie soll ich sagen... erotisch? Ich schüttelte den Kopf bei diesen Gedanken und zog nun auch mein Shirt aus und merkte gar nicht, wie Flynch reinkam und sich ziemlich direkt neben mich setzte und sich ebenfalls begann umzuziehen. Stattdessen hielt Finn uns alle auf Trab: "Wer kommt heute Abend an die Party, Jungs?", grinste er und brachte mich dazu ihn nochmals anzuschauen. Fuck, konnte er denn nicht einfach sein dummes Shirt anziehen? Meine Augen schweiften kurz und ungewollt über seinen Oberkörper, der stahlhart war und ich überlegte mir in diesem Moment ernsthaft, ob ich einen Zauberspruch entwickeln sollte, der verhinderte, dass ich stahlhart werden würde. Finn war so einer dieser "hässliche-Entlein-Personen" gewesen, der anfangs ziemlich pummelig und unbeliebt war. Mit jedem Jahr aber veränderte er sich, gewann an Stärke und Schönheit und seit letztem Jahr hatte er auch ein Sixpack, was zwar schön für ihn war, mich aber seit guten drei Wochen immer wieder dazu zwang mich zusammen zu reissen. Gott sei Dank merkte anscheinend niemand etwas von meinen Problemen, da der Fokus auf Finn war, der dafür bekannt war, dass er alle bei den Parties zu einem Wettsaufen herausforderte. "Klar bin ich heute Abend dabei.", meinte ein Slytherin namens James und auch einige andere meinten, dass sie sich die Party, die dieses Mal von den Ravenclaws organisiert wurde, nicht verpassen würden. Und glaubt mir: Nur weil es Ravenclaws sind, die eine Party organisieren, heisst es nicht, dass es langweilig wird. Im Gegenteil: Ravenclaw-Parties waren meistens einer der raffiniertesten Parties im ganzen Schuljahr. Was mich angeht, bin ich zwar ein Partygänger, doch ich mag es Kontrolle über mich zu haben und lass' mich nur sehr ungern komplett gehen... Aber gegen Spass bin ich jedenfalls nicht, weshalb ich auch zustimmte: "Jepp, bin auch dabei." und dabei merkte, dass mein guter freund Flynch neben mir war und ebenfalls gerade oben ohne da stand. Ich klopfte ihm kurz auf die Schulter und meinte einfach: "Jo." und konzentrierte mich darauf meine Schuhe anzuziehen. Flynch und Finn: Die zwei F's, die mir momentan am meisten Probleme bereiteten. Anders als bei Finn zählte ich Flynch zu meinen wirklich tiefen Freunden, die so ziemlich alles von mir wussten. Naja, bis auf das eine. Anstatt also Flynchs Körper zu begutachten, antwortete ich ihm auf die Frage, die er mir stellte und meinte: "Klar bin ich bereit. Ich hoffe du auch, denn ich habe letztens einen Zauberspruch kreiert, mit dem ich Illusionen von Schnätzen herauf beschwören kann." Ich grinste ihn an und noch während ich das tat, lehnte sich Finn - natürlich immer noch oben ohne - über meine Schulter und meinte grinsend zu Flynch: "Gott sei Dank sind ja keine Zauber im Quidditch erlaubt." Ich fühlte mich in diesem Moment wirklich etwas unwohl. Finn, der hinter mir stand, Flynch der vor mir stand: Es war, als würde man mich zwischen zwei Wänden einquetschen. Also löste ich mich aus dieser Position und zupfte mein Shirt etwas zurecht und begab mich auf den Weg zum Übungsplatz mit den Anderen. Um mich herum wurde über die Party geschwärmt. Ich hörte Dinge wie: "Sie sollen Shots aus Drachenblut haben!" oder "Sie werde ich heute definitiv nageln." oder aber auch "Wetten, dass ich beim Karaoke besser bin als du?" Ich musste bei all diesen Dingen etwas schmunzeln. Das war das Hogwarts, wie ich es kannte: Auf der einen Seite todernst, auf der anderen ein magischer Zirkus mit verspielten Schülern. Wir schnappten unsere Besen auf dem Nachdrausseweg und ich meinte zu Flynch, der neben mir war: "Kommst du heute Abend auch?" Ich suchte meinen Besen und nahm ihn in die Hand, "Denn wenn ja, wollte ich fragen, ob ich mich allenfalls bei dir fertig machen kann...", ich verdrehte die Augen, "Sie renovieren die Gryffendorzimmer und ich habe keinen Bock mich dort umzuziehen, während irgendwelche Maler Ornamente an die Wände malen." Wir betraten den Quidditchplatz undn ich fügte dann an: "Natürlich nur, wenn du nicht anderswertig Besuch in deinem Gemach hast.", zwinkerte ich ihm zu. Ja, ja... Flynch war schon immer ein kleiner Frauenaufreisser. Ich hob interessiert die Augenbraue: "Von wem hast du mir letztens erzählt? Einer Anne? Oder war es Lucy?", ich lachte, "Was wurde aus ihr? Ist da was draus geworden oder war das einfach ein weiteres Vögelchen in deinem Nest?" Flynch war bekannt, dass er kein Geheimnis aus seinem Sexleben machte, schon gar nicht vor mir. Wir hatten bereits das Masturbieren gemeinsam entdeckt, obschon das damals wirklich sehr heterosexuell war, was ich von mir in diesem Augenblick nicht mehr behaupten konnte. Aber nichtsdestotrotz: Flynch und ich hatten einiges gemeinsam durchgemacht. Wir vertrauten einander. 

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Re: Vergengenheitsplay » 22

from Alexander on 08/14/2018 03:32 PM

„Defodio!”, schrie ich und machte einen Satz zurück, als ein Steinwall den Boden durchbrach und meinen Trainingspartner Blake einkesselte. Ich sah meinen Duellierpartner zwar nicht mehr, hörte aber ein ironisches Lachen: „Dein Ernst, Alex? - Diruptionis periculum maximum!” Ich hob die Augenbraue, da ich diesen Zauberspruch noch nie gehört hatte, doch ehe ich die Worte vom Latein ins Englische übersetzen konnte, wurde der Steinwall auf allen Seiten rissig und explodierte von innen heraus, so dass mir Felsbrocken entgegen flogen und das Publikum laut aufschrie. Auch unser Lehrer wirkte instinktiv einen Schutzzauber, um das Publikum vor dem Geröll zu schützen und die Brocken auf den Boden plumpsen zu lassen. Noch ehe ein Felsbrocken mich erreichen konnte, hob ich den Zauberstab und meinte mit schelmischen Grinsen: „Artificium Speculi!“, was so viel wie „Spiegeltrick“ bedeutete und die Felsbrocken dazu brachte zurück zum Absender zu fliegen und ein kleiner Stein Blake an der Seite traf. Blake lag am Boden und keuchte ein bisschen und war bereits daran sich aufzurappeln, als Mr. Peterson, unser Duellier-Lehrer, den Kampf abpfiff und zu versammelter Mannschaft meinte: „Das ist der wahrscheinlich der Grund, weshalb nur gewisse Zaubersprüche hier im Unterricht gebraucht werden sollten…” Er schaute Blake und dann mich an und meinte dann doch schmunzelnd: „Aber nichts desto trotz ein fabelhafter Kampf.” Seine Augen glänzten kindlich. Man merkte, dass der neue Duellier-Lehrer einer der jüngeren Sorte war, was für Leute wie Blake und mich sehr vorteilhaft war. Mr. Peterson erlaubte es und nämlich als einer der ersten Professoren unsere eigenen Zaubersprüche einzusetzen. Naja. Sagen wir es mal so: Blake, mir und ungefähr 20 weiteren Schülern aus dem 7. Jahrgang war es erlaubt eigene Zaubersprüche zu kreieren und einzusetzen. Das hatte den einfachen Grund, dass wir sehr gut in Latein waren und die Sprache beinahe fliessend sprechen und anwenden konnten. Dennoch bestand auch so nock ein Restrisiko, denn ihr wisst ja, was man über Magie sagt: Sie kann sehr eigenständig sein. Mr. Peterson löste die Trainingsstunde für heute auf und griff Blake und mir stark, aber mit väterlicher Fürsorge an die Schulter: „Gute Arbeit, Jungs. Versucht nächstes Mal aber bitte keine elementare wie den Erdwall einzusetzen und den vor allen in die Luft zu sprengen…”, er schmunzelte uns zwei an, „Ich habe schon so nicht den besten Ruf als Lehrer im Lehrerzimmer und der Hausmeister…”, er schaute zur Brandspur der Explosion, „...ist auch nicht gerade der grösste Fan vor mir. Und ich bin gerade mal drei Wochen hier.” Er lächelte uns schon fast ein bisschen flehend an, worauf ich antwortete: „In Ordnung.” Auch Blake nickte voller Zustimmung. „Gut…”, meinte Peterson erleichtert und kratzte sich am Kinn, „Jetzt müssen wir nur noch die Schweinerei hier aufräumen.” Kimberly und zwei Freundinnen von ihr winkten uns aus der Entfernung zu und schmunzelten verlegen, worauf Blake und ich ihnen zurück winkten. Wir waren hier nicht die Unbeliebtesten und der Fakt, dass wir auch noch so Kämpfen konnten, machte uns für viele weibliche Geschöpfe noch attraktiver. Es hatte ein Zeit gegeben, da hatte ich es sehr auf Mädchen gehabt, doch in letzter Zeit sprachen sie mich nicht mehr so an. Sie waren so dramatisch, so emotional und manchmal einfach kaum auszuhalten. Im Gegensatz dazu war mir die Gesellschaft von Jungs ein wahrer Segen geworden: Ein Fläschchen Bier und etwas zum Quatschen und gut ist. Auch Blake mochte ich, doch der war seit zwei Wochen mit einer zusammen, was ihn ein Stück an die Verpflichtung band sich mit ihr zu treffen… weshalb er weniger Zeit mit uns Jungs verbringen konnte. Als Peterson fragte, ob wir ihm kurz helfen wollten das Chaos in Ordnung zu bringen, war das Blakes und mein Stichwort und die nächsten zehn Minuten lehrte uns Peterson einen Spruch, mit dem man Gras nachwachsen lassen konnte und wir reparierten alle verbrannten Stellen des Rasses. Als wir fertig waren, bedankte sich der junge Lehrer: „Danke, Jungs. Sieht ja fast wie neu aus…”, er hob grinsend eine Augenbraue, „...Stimmt es eigentlich, dass es hier in Hogwarts immer noch diese geheimen Hausparties gibt?” Sein Blick glänzte voller Nostalgie an seine eigenen Jugendjahren, bevor er dem Orden des Phönix beigetreten war. „Ehm… ja, gibt es.”, meinte Blake, da er ebenfalls annahm, dass Peterson uns den Spass als Letzter verderben würde. Peterson schwelgte in Erinnerungen und meinte scheu: „Als Lehrer kommt man dort aber wohl nicht mehr rein, was?” Blake und ich lachten und ich meinte etwas verlegen: „Ich denke nicht… Sorry.”, wobei ich mir auf die Unterlippe biss. Peterson winkte ab: „Recht so. Geniesst jeden Moment des letzten Jahres hier…”, er seufzte, „Das Leben dort draussen ist um einiges undankbaren und härter als hier…” Er klopfte uns beiden auf die Schulter: „Also, bis zum nächsten Mal!”, mit einem Grinsen verliess er den nun fast perfekt ergrünten Rasen und Blake meinte: „Er ist einfach der geilste Lehrer, den wir je hatten.” Ich nickte: „Du sagst es. Warum können wir nicht überall so coole Lehrpersonen haben wie…” Ich wollte gerade ein paar Fächer aufzählen, als mir einfiel, dass ich mich mit Flynch und den anderen Jungs vor der Party heute Abend verabredete hatte, um ein häuserdurchmischtes Quidditch-Training zu halten. „Fuuuuck.”, meinte ich und schlug mir auf die Stirn und erblickte die Uhr, die bereits 16:52 anzeigte. Blake schaute mich verwirrt an: „Um 17:00 wollten ein paar Andere und ich trainieren!”, meinte ich und sprintete los mit den Worten: „Sorry Blake, ich muss los!” - „Kein Ding.”, waren die letzten Worte, die ich hörte, bevor ich meine Trainingstasche packte, die noch immer auf der Bank lag und Richtung Quidditch-Feld und deren Garderoben rannte.

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