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Scabior

23, Männlich

Main Character Hogwarts [ehem.] Slytherin Jahrgang 6 Reinblut Unentschlossen Duellierclub Astronomieclub Werwolf Badboy Frei

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Re: Bibliothek ll

von Scabior am 09.04.2019 20:08

Für eine kleine war es ziemlich still zwischen uns und der Bibliothekarin. Es hatte seine Vorteile das zu sein auf das die meisten herabschauten, denn sie taten es aus einem Grund. Angst. Sie fürchteten was dabei heraus kam eine Veela wütend zu machen, oder einen Werwolf. Und so stierte ich der Dame nach gerade als sich Amys Arme um mich legten.
Sie meinte das lieb, wir wollten uns vertragen und so sehr ich das wusste, so sehr wusste ich nichts mit meinen Armen anzustellen. Auf die Art legte man bei uns daheim Streits nicht bei, da hatte ich Lernbedarf. Also klopfte ich Amy nur etwas verpeilt auf den Rücken und war froh als sie zeitnah wieder los ließ. 
Einmal runter zu fahren wenn ich ganz oben war war schwer und ich war von Haus aus schon ziemlich nachtragend, also ließ ich sie erstmal reden. Mit verschränkten Armen lehnte ich mich an eines der Regale und wartete ab. 
"Wovor Angst?", moserte ich unter dem Stillezauber hinweg, ruhiger, aber noch sauer. "Keine Sau weiß was in der Zukunft passiert. Das ist ja das Geile dran, hm? Guck dir die ganzen Affen mit ihr'n hochherrschaftlichen Familien an. Die sind durchorganisiert bis se in die Kiste fallen. Wir hab'n Glück, sweety. Wir können machen was wir woll'n."
Seufzend kam ich zu ihr hinüber und warf mich auf den Boden um sie lange anzusehen. "Keiner sagt, mach's nich. Reis' doch rum, ist doch sicher extrem. Nur mach's nich wegen irgendwem sonst, wenn du's machst, dann mach's für dich."
Wieder stubste ich ihr Bein mit meinem Fuß an... und lächelte ihr zu. Keiner hatte es mehr verdient zu chillen als Amy.
"Oder du kommst vorher zu meiner Meute Bekloppter und drehst ein paar Dinger mit mir. Kann die Reisekasse klingeln.", erklärte ich und zwinkerte frech. "Im Sommer bin ich volljährig. Und dann mach ich dem Rudel meines Dads die Hölle heiß. Plätze sind noch frei."

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Re: Bibliothek ll

von Scabior am 09.04.2019 18:34

Ganz instinktiv fletschte ich hinter den Lippen die Zähne und spürte wie meine Pupillen anfingen sich zu versteifen. Ich würde nie wissentlich auf Angriff schalten wenn es um Amy ging, aber gerade wenn es um Amy ging war Vorbereitung geboten. Bei aller Freundschaft konnten wir beide nicht vergessen was der jeweils andere war.
"Sag ma'... was genau denkst du eigentlich", begann ich ebenso leise wie sie und hielt ihren Blick sehr fest in meinem. "wovon ich red', wenn ich von uns red', hm?"
Nicht, dass ich doch schon ein Quäntchen von diesem Todesser-Verein gar nicht mal so übel fand, aber das einfach so irgendwem vorzuwerfen war schon ziemlich gefährlich. Für alle Beteiligten. Und es machte mich doppelt wütend, weil ich bisher gedacht hatte, dass ich mehr war als irgendwer, für Amy. Ohne auf die Manschettenknöpfe zu achten zerrte ich meine Ärmel hoch und zeigte ihr herausfordernd meine blütenreinen Unterarme. Es kochte in meinem Magen... und es fiel mir schwer, sehr schwer nicht einfach das nächstbeste Regal vor Wut umzuschmeißen, egal ob sie drunter landen würde oder nicht.
Stattdessen schnaubte ich ihr ins Gesicht und erhob mich um zumindest eines der runtergefallenen Bücher zu kicken auf meinem Weg den Gang entlang. 
"Nein, weißte was?!", konnte ich mich dann doch nicht zusammen reißen, blieb stehen und drehte mich wieder zu ihr um. "Komm bloß nich auf die Kiste mich anzukacken nur weil du nich den Arsch in der Hose hast hier zu bleib'n. Du willst kämpfen, ja? Was willst du dann in fuckin' Neuseeland, hm? HIER wird gekämpft. Und noch was, Madame...", wutentbrannt war ich wieder auf sie zu gekommen, bebend vor Wut über den Müll, den sie mir vorwarf. Es war schwer genug mich zu treffen, dass es ausgerechnet eine meiner besten Freundinnen sein musste. "Ich würd dir nie was tun, verdammte Scheiße nochmal, NIE.", zischte ich. "Und zwar, weil's mir scheißegal ist was die da als Grund hab'n sich die Köppe einzuschlagen, das geht mir sonstwo vorbei. Auch nicht, weil du "eine Veela" bist, guck mich an, verdammt, es gibt genug die mich abknallen wollen für eine Nacht im Monat, heul ich deswegen rum? Renn ich deswegen weg?! Einen FUCK tu ich!"
Hinter mir hörte ich das herrische Zischen der Bibliothekarin die erbost über meine Brüllerei aufgetaucht war, aber das konnte sie sich gerade nicht leisten bei mir. Mir standen vor Wut die Haare im Nacken zu Berge und diesmal fletschte ich richtig die Zähne. "Bei Morganas ARSCH, VERPISSEN Sie sich doch endlich!!!", blaffte ich ihr ins schockierte Gesicht. 

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Re: Zukunftsplay » 6

von Scabior am 09.04.2019 13:49

Ich musste nicht wirklich fragen ob er heute gekommen war oder sich doch wieder zu diesem vermalledeiten Quidditch-Spiel geschleppt hatte, als ich den Eberkopf betrat. Dafür waren die Parolen und das sanfte, schmatzende Geräusch von Knöcheln auf Fleischpampe einfach zu eindeutig. Grinsend blieb ich erstmal in der Tür stehen und schüttelte den Kopf. Ray würde ein gutes Rudelmitglied abgeben, davon war ich schon lange überzeugt, vielleicht bekam ich ihn ja doch noch dazu. 
Jetzt galt aber erstmal: Lage sondieren. Nachdem nämlich der erste Vollidiot an mir vorbei gerauscht war um den Rest seiner Kumpels lautstark aus dem Dorf zu holen war mir klar, dass die Lehrerschaft nicht lange auf sich warten lassen würde. Ich zog mich gerade soweit in den Türschatten zurück um selbst kaum gesehen zu werden.... als ein Spitzhut der besonderen Sorte am Ende der Gasse auftauchte. "Oh, shite..", entfuhr es mir sofort, gefolgt von einem gut vernehmlichen "McGonagall!" mitten in den Schankraum hinein, das seine Wirkung nicht verfehlte. 
Während die schaulustigen Vollspasten, die sich selbst nicht trauten einer großen Fresse was zu geben, auseinander stoben, schlitterte ich auf Ray zu, der immer noch perplex über etwas hing, das wohl mal McLaggen gewesen war. Ich fasste Ray an den Schultern, grinste ihn breit an und setzte einen Kuss auf seine blutverschmierte Stirn. "Begrüßungsgekuschel auf später verschob'n, beweg dein' Arsch!", zischte ich ihm zu und zwinkerte gönnerhaft auf McLaggen hinab. "Hast schon ma' beschissener ausgeseh'n, ugly."
Dann zerrte ich Ray hinter mir her auf die Theke zu. Der Kneipenbesitzer war jetzt nicht direkt ein Freund, so konnte man das nicht sagen... Aber seine Beziehung zu meiner Familie belief sich zum Glück auf genug Mauscheleien, dass er uns die Tür zum Hinterraum aufhielt, die zuschwang gerade als das McGonagalls grüne Robe in der Tür erschien. Ich zog meinen Zauberstab, murmelte ein Revelio über den Fußboden und zog die Falltür auf, die dort erschien. "Auf geht's, mate! Da will ma' nur'n Bier süffeln und dann du wieder.", flüsterte ich grinsend und nickte Richtung der verborgenen Kammer im Fußboden.

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Re: Bibliothek ll

von Scabior am 08.04.2019 21:18

Erst einmal hörte ich nur schweigend zu und lehnte mich im Fenster zurück, die Finger abwesend auf die eigenen Knie trommelnd. Was Amy da vom Stapel ließ war genauso unkonkret wie der meiste Mist den man gerade hörte. Hierhin, dahin, dies oder jenes, hätte, könnte, sollte, Hauptsache weg. Ich verstand das nicht ganz... Natürlich verstand ich, dass Krieg anstand, man konnte es ja förmlich in der Luft riechen, aber nicht warum alle vor hatten davor weg zu rennen. 
Nachdenklich sah ich aus dem Fenster und musste darüber grinsen. "Stell dir vor es wär Krieg und keiner geht hin....", murmelte ich und musste mir ein Lachen verkneifen. "Zu den Muggeln, jetzt ma' echt, beautiful, erzähl' den Scheiß wem anders. Zurück zu den Pissern die dich in 'n Heim gesteckt und versauern ha'm lassen? Im Leben nicht. Das würd ich mir nicht geben."
Mit straff angezogener Braue stubste ich ihr Bein mit dem Fuß an, den ich auf den Fenstersims gezogen hatte. Das konnte wirklich nicht ihr Ernst sein. Erst dann zuckte ich mit den Schultern.
"Und was ist an 'n bisschen Krieg schon auszusetz'n? Bringt doch mal Bewegung in das Alles hier.", fügte ich an und legte frech den Kopf schief. "Mischt die Karten mal neu für uns alle...."
Das Letzte war zwar nur geraunt, aber todernst gemeint. Im Krieg verschob sich alles, soweit hatte er in Geschichte schon aufgepasst. Und alles war chaotisch, alles war möglich. Neuseeland, Australien, Bahamas... was wollte Amy denn schon da? Hier war Zuhause. 
Seufzend lehnte ich mich vor um leiser sprechen zu können, weil ich ihr näher war. 
"Du könntest bei mir einsteigen, bei uns. Du hast das Zeug dazu, glaub's!", versuchte ich einmal mehr sie zu überreden. "Und wenn der Punk dann abgeht, dann greifen wir uns uns'ren Teil." 

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Re: Vergangenheitsplay » 20

von Scabior am 07.04.2019 21:20

Ich bitte vielmals um Verzeihung, dieser Thread ist nur am längsten still. 



************************************



Regina & Trystan 



Waren wir mal ehrlich: Ich war kein hervorragender Schüler. Ich war nicht mal besonders gut. Ich hätte vielleicht gut sein können, wenn ich mich um irgendetwas geschert hätte. Sagte man mir zumindest regelmäßig, mein Hauslehrer mit besonders hartnäckigem Eifer. Aber ich tat es nunmal nicht und das ließ sich nicht ändern und nach sechs Jahren waren die meisten auch dahinter gekommen, dass es so war und blieb.
Aber dann passierten Fächer wie Astronomie. Oder Alte Runen. Keine Ahnung warum, aber ich hatte meinen Spaß dran. Ehrlich gesagt sogar an Muggelkunde, auch wenn meine Eltern absolut nicht gewollt hatten, dass ich das belege. Sie hielten es für Schwachsinn und kein Schwein, das die Ehre hatte reinblütig zur Welt gekommen zu sein, würde sich die Schande antun solche nichtigen Fächer zu belegen.
Ich - für meinen Teil - fand es ziemlich vernünftig zu wissen was die Muggel in ihrem Alltag so herum schleppten. Irgendwann würde der Tag kommen, an dem mein Rudel und ich über sie herfallen würden und wenn dann irgendein Scheiß passierte, nur weil ich einen Toaster nicht von einem Revolver unterscheiden konnte... das würde ich mir nie vergeben.

Also versank ich in unserer neusten Lektüre für Muggelkunde während der Rest der Klasse eifrig mit dem Professor über irgendwelche unwichtigen Dinge diskutierte. Nur hin und wieder sah ich auf, wenn ein interessanter Satz fiel... oder wenn das feuerrote Haar auf dem Platz vor mir sich wieder regte und die hübschen Haarspitzen auf der Kante meines Tisches hängen blieben. Regina Swan.... unsere kleine Vorzeige-Streberin, war natürlich aufmerksam und gewissenhaft an der Diskussion beteiligt. Wie immer. Heiliger Arsch der Morgana, dieses Mädel...
"Na, wartest auf die nächste Möglichkeit uns alle mit dein'm Genie zu blenden, foxy?", raunte ich ihr deswegen spitz grinsend zu, wohlwissend, dass sie mit zu den wenigen gehörte die nah genug war um es zu hören.

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Re: Bibliothek ll

von Scabior am 07.04.2019 21:01

"Oh, sie ist gnädig mit mir! Geheiligt sei'n die Götter voll der Gnade!", witzelte ich mit verdrehten Augen und lehnte mich an das Regal in das ich gerade willkürlich ein Buch gestopft hatte. Ich verschränkte die Arme und musterte Amy wie sie voller Geduld und Empathie für die Bücher herum wedelte und wuschte und genau das erreichte was für meine Strafarbeit geplant war. Wenn die Bibliothekarin das raus fand würde sie Schnappatmung bekommen. Aber wir konnten es ja als Solidarität verkaufen, auch wenn ich nicht im Geringsten zuhörte oder mir einen der Sprüche konkret merkte. In diese Situation würde ich wahrscheinlich nie wieder kommen also wozu Speicherplatz verbraten?
Nachdenklich beobachtete ich Amy trotzdem. Das hier war ihr letztes Schuljahr, nächstes Jahr müsste ich mich allein mit dem ganzen nervigen Zeug rum schlagen müssen. Allein dieser Gedanke stimmte mich milde, so zog ich meinen Zauberstab und drehte ihn über den restlichen Büchern auf dem Wagen. Gesäubert, reapiert und geordneter Weise später hatte ich immer noch nichts gesagt, aber den Arm um Amys Schulter gelegt und ging mit ihr die Reihen entlang um ihre heißgeliebten Bücher in jedem Gang mit ihrem hübschen Zauberspruch im Regal verschwinden zu lassen. "War wohl das Letzte mal, dass du mir'n Lehrer geben konntest, hm?", schmunzelte ich sie dann an irgendwie ruhiger als sonst an und warf mich weit hinten mit ihr in eins der Fenster. "Was hast du denn vor, so mal als Erstes, dearie? Ist ja nicht mehr weit hin, ich hab ja noch 'n Haufen Zeit."
Das Buch hatte ich nicht vergessen. Und es hing mir schwer nach. Klar, Amy hatte gemeint das wäre nicht ihr Plan, aber wer wusste das schon? Irgendwie... gefiel mir der Gedanke nicht, dasssie und ich vielleicht irgendwann aneinander geraten könnten.

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Re: Bibliothek ll

von Scabior am 07.04.2019 16:58

Es gab einen Grund warum ich Amy mochte. Warum ich sie anflirtete, gerade wenn die anderen sie komplett ignorierten. Zu sagen wir wären Seelenverwandte wäre wahrscheinlich Quatsch, ihr Leben und meins ließ sich nicht vergleichen. Sie als Waise im Heim, ich als verwahrloster Proletensohn, das waren unterschiedliche Paar Schuhe. Aber wir waren uns in einem gleich: Wir bemitleideten uns nicht selbst dafür, wir kamen damit klar. Wir waren stark genug. Deswegen mochte ich sie. Deswegen grinste ich sie die ganze Zeit an.
"Sobald 'ne Aufgabe um die Ecke dümpelt, die mich auch nur einen Ticken int'ressiert, dearie, werd ich meinen Einfallsreichtum aus der Kiste prügeln, versprochen.", zwinkerte ich ihr auf ihre Spitze zurück und widmete mich wieder der Schwarte in meinen Händen. Ganz überzeugt war ich ja doch noch nicht, obwohl ich ja verstand was sie meinte. Ein wenig angeekelt rümpfte ich die Nase und schnaubte auf das Leder hinab. "Was auf'm Kasten ham Viele. Und was weiß ich denn? Immerhin steht bald dieses Gefasel an, wo sie hier herum wuseln wie die Weihnachtselfen und Werbung machen wie grandios doch ihre Ausbildungsmöglichkeiten sind."
Abfällig warf ich Amy das Buch zu und musterte sie ein letztes Mal bevor ich den Bücherwagen in Gang setzte. Half doch alles nichts, am Ende musste der Scheiß gemacht werden oder ich säß nächste Woche noch hier. Dass Amy es gut meinte, mit ihrer Haushaltsfibel, das war mir schon klar. Aber das war alles zu viel BUCH für mich heute. Da bekanm ich Kopfschmerzen.
"Lässt du mich jetzt echt diesen Schinken hier durch wälz'n?! Sag mir einfach den Spruch, wir kloppen das hier zusamm' und such'n uns 'ne nice Ecke zum chill'n?!", lamentierte ich genervt und steckte die Bücher einfach irgendwohin wo Platz war. 

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Re: Bibliothek ll

von Scabior am 07.04.2019 15:39

Es ist doch nicht viel anders als bei räudigen Straßenkötern, nicht? Wäre Amy nicht wer sie war, vielleicht hätte ich ihr den Kommentar übel genommen, aber dazu gab's keinen Grund. Sie kam aus der gleichen Regenrinne wie ich, wir wussten das beide und deswegen machte es mir absolut nichts aus. Also grinste ich weiter vor mich hin und ließ die Süße ihre Sätze abspulen, die so unglaublich nach den Sozialarbeitern in ihrem Heim klangen, dass ich mir einfach vorstellen musste wie oft sie das schon selbst gehört hatte. 
"Wenn de glaubst, dass dir das 'n paar Extrapunkte für Shufflehuff einbringt, dearie...", mutmaßte ich unverhohlen fröhlich zu ihr hinüber bevor ich kritisch schnalzte und den Kopf schüttelte. Seufzend klopfte ich auf die alten Schwarten auf die ich mich stützte und erhob mich um den ganzen Bücherstaub nicht in die Fresse zu kriegen.
"Da ist man hier eingepfercht in den magischsten Ort der Welt....", höhnte ich dann mit erhobener Braue und einem Blick auf die Regale. "Und trotzdem hat noch kein Schwanz 'nen Zauber erfunden, der das von selbst regelt... Bloody hell, arm dran sind'se schon."
Ohne mich weiter daran zu machen irgendetwas zu arbeiten glitt meine Hand seitlich in Amys Tasche und zog das Buch heraus, das sie eben noch gelesen hatte. Musste ja was Interessantes sein, wenn sie es sofort vor mir versteckte. Misstrauisch linste ich zu ihr hinüber als ich las um was es da ging. "Da denkt man ma' kennt einen.... Läufst Gefahr 'n guter Mensch zu werden? Auroren- und Fluchbrecherausbildung. Lies doch was Anständiges.", murmelte ich und musterte sie lange.

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Re: Bibliothek ll

von Scabior am 07.04.2019 14:50

Noch bevor die angepisste Dame mit ihrem Lesebrillchen fuchteln und mich anschschen konnte schwebte ein mir wohlbekanntes Stimmchen zu mir hinüber. Automatisch sah ich zu Amy und ein kleines Grinsen legte sich auf meine Lippen. Ich mochte die Kleine, sie roch genauso nach Schlamm wie ich, ohne diesen Button namens "macht nur Ärger" auf der Stirn pappen. War ich überrascht sie hier zu sehen statt draußen bei den Anderen? Nicht so wirklich. Bücher waren irgendwie ihr Ding, also ließ ich die Arme sinken und wartete ab. Vielleicht konnte das hier ja noch halbwegs passabel werden heute.
"Oh, ich weiß es auch nicht, Miss Amy...!", flötete ich ihr in meiner schönsten theatralischen Verzweiflung entgegen und warf mich über den Bücherwagen um mir ans Herz zu greifen. "Immer nur Leid und Qualen die über mich kommen! Wenn es doch nur jemanden gäbe, der mich Einsicht und Rechtschaffenheit lehrte!"
Der Bibliothekarin platzte fast eine Ader, ich konnte es sehen und musste mich so dermaßen zusammen reißen nicht komplett in Lachen auszubrechen und damit den Bücherwagen umzuschmeißen. Stattdessen grinste ich weiter Amy an und zwinkerte ich zu. "Nich' so die Backen aufblasen, beautiful... Sonst wähl'n se dich noch zum schönsten Ochsenfrosch im Frosch Chor.", raunte ich durch den Raum und kratzte einen Fleck vom Buch neben meinem Arm. Leider gingen damit auch Teile der Beschriftung mit ab, aber das war deren Bier, ich sollte ja sauber machen.... oder?

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Re: Bibliothek ll

von Scabior am 07.04.2019 14:09

Wenn Ihnen so viel an Ihrer Bildung liegt, Mr. Scabior, dann kann ich das als Ihr Hauslehrer doch nur unterstützen, nicht wahr?
Ich hasste es wenn sie diesen Ton anschlugen, dieses gehässige "Ich nehm dir die Story nicht ab, Freund, aber gut, dann piss ich dir zurück ans Bein". Mir wäre es lieber gewesen die schrien mich an oder knallten mir die Strafe einfach vor den Latz wenn, aber so lief das nie. Es war immer dieses von oben herab von dem sie ganz genau wussten, dass es einen zermürbte... 
Den kompletten Sonntag eingesperrt in der Bibliothek und die eingegangenen Bücher der letzten Woche einsortieren und auf mögliche Mängel überprüfen, Sauberkeit, Ordnung, Stille. Gut, es gab Schlimmeres. Pokale putzen oder Wildhüterzeug unterstützen. Aber draußen schien die verdammte Sonne zum ersten Mal richtig seit Frühling war und hier drin...
"Bloody hell...", stöhnte ich leise als man mich vor den gigantischen Bücherwagen schob und mich machen ließ. Genervt hob ich das oberste Buch auf und las: Eine kurze Geschichte der Trollaufstände. "Jop, wahnsinnig spannend. Der Dreck hat doch schon damals keinen interessiert."
Mit einem Seufzen schmiss ich die Schwarte zurück auf den Wagen sodass es leicht staubtze und sah mich um. Die Bibliothekarin war schon wieder abgedackelt, nur hier und da sah ich ein paar Streber, die sich freiwillig in diesen Muff setzten. Und jetzt? Wohin mit dem Kram? Ungeniert breitete ich die Arme in Richtung der Bibliothekarin aus und rief durch den Raum. "Wohin mit dem ganzen toten Holz, Ma'am?! Mein' Sie, ich hab 'n Register verschluckt oder riech wohin das Zeug kommt?!"
Ihrem Blick nach zu urteilen hätte sie mich am liebsten geköpft. War mir recht.

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