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Re: Vergangenheitsplay » 19
von Reagan am 14.01.2019 19:09Eigentlich hatte ich angenommen, dass sich unser Gespräch langsam aber sicher dem Ende zuwenden würde. Immerhin hatten Light und ich in der Vergangenheit nie viele Worte gewechselt.
Als er dann aber weitersprach, runzelte ich überrascht die Stirn. Sein Vater wollte nicht, dass er studierte? Das war seltsam. Immerhin war die Madison-Familie nicht dumm. Im Gegensatz zu manch anderen Zaubererfamilien. Warum sollte er nicht wollen, dass Light seine Bildung verfolgte. Immerhin war Wissen wichtig. Es war etwas, dass ihm nicht genommen werden konnte.
"Warum das?", frage ich dann und lasse meinen Blick nochmals über Light gleiten. Warum war sein Vater so unerträglich wie Darrens? Das lag vermutlich in der Familie. Die Jungen konnten einem wirklich leid tun.
Bei seinen nächsten Worten weiß ich nicht wirklich, was ich sagen sollte. Immerhin befanden wir uns wohl alle in dem Dilemma, unseren Eltern zu gefallen, uns aber selbst irgendwo treu zu bleiben.
"Ja, ich versteh was du meinst. Man bekommt die ganzen Regeln und die guten Manieren so eingetrichtert, dass sie irgendwann zu einem Teil von einem werden und man sie nicht so einfach ablegen kann."
Das war mir auch schon aufgefallen, obwohl ich es noch nie als etwas schlimmes gewertet hatte. So war ich einfach und die Eltern spielten bei der Entwicklung eben eine wichtige Rolle. Für unser Privileg musste man einen Preis zahlen. Ob dieser gerechtfertigt oder gar zu hoch war, musste jeder selbst entscheiden.
"Ist doch kein Problem", versichere ich ihm dann mit einem freundlichen Lächeln. "Man sollte über die sentimentalen Dinge sprechen. Wenn man das nicht tut, platz man irgendwann."
"Betrunkene Frauen sind genauso unmöglich wie betrunkene Männer. Die dir zu nahe kommen und ein Nein nicht akzeptieren wollen", erwidere ich und sehe ihn an.
"ich behalte einfach gerne die Kontrolle aber wenn du trinken willst, solltest du das tun." Vermutlich ertrug man seine Familie auch nicht anders.
"Cheers." Ich lies mein Glas an seins klirren und trank dann mein Tonic Water.
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Reagan am 14.01.2019 17:53"Ja ist er", gab ich ihm recht und streichelte Ares nochmals über das Gefieder. Er schmiegte seinen kleinen Kopf in meine Handfläche und ein Lächeln legte sich auf meine Lippen. Als sich Charles nach der Herkunft des Names erkundigte zuckte ich mit den Schultern.
"Um ehrlich zu sein, habe ich ihn gar nicht benannt"; gestand ich dann. "Eine entfernte Tante züchtet die Eulen und er kam schon mit dem Namen her. Vermutlich heißt er so, weil er manchmal ein kleiner Raufbold ist." Zu dieser Charaktereigenschaft passte der Name Ares immerhin.
Ich betrachtete Charles, wie er sich auf den Zauber konzentrierte und betrachtete die Feder. Sie war wirklich groß und füllte fast den kompletten Tisch aus. "Sieht toll aus"; murmele ich dann und stimmte ihn bezüglich des Mikroskops zu. "Wirklich beeindruckend."
Nachdem wir unsere Beobachtungen aufgeschrieben haben, zückte ich meinen Zauberstab und lies die Feder wieder auf ihre eigentliche Größe schrumpfen. Eine wirklich einfach Aufgabe. Woran das wohl lag?
Als mich Charles dann fragte, ob ich mit ihm zu der Party gehen wollte, sah ich ihn nachdenklich an. Eigentlich war ich kein großer Partygänger und doch war ich auf mehr, als es mir lieb war. Ich hielt einfach nicht viel von Jugendlichen, die bis zur Besinnungslosigkeit tranken.
"Und da fragst du ausgerechnet mich und nicht eine der vielen Mädchen, die auf dich stehen?", erkundige ich mich mit einem grinsen auf den Lippen.
Wir waren noch nie zusammen auf einer Party gewesen, was aber höchstwahrscheinlich an mir lag.
"Na gut, ich komme mit. Wir können zusammen gehen"; sage ich dann und mustere ihn kurz. "Wann geht es nochmals los, sagtest du?"
Das würde sicherlich interessant werden.
Re: Salon der Madisons
von Reagan am 09.01.2019 01:08"Tanzen ist immer eine gute Idee auf solchen Veranstaltungen", stimmte ich ihm dann zu. Dort wurde man in keine unangenehmen Gespräche verwickelt. Vor allem nicht die Gespräche mit Verwandten, Familie oder gar irgendwelche Anwärter. Letzteres war das Schlimmste. Jeder war verstellt und präsentierte sich von seiner besten Seite. Keiner war echt. Nicht einmal ich. Immerhin präsentierte ich mich auch. Jedes Mal auf dieser Feier. Man verhielt sich nicht natürlich sondern so wie es die Gesellschaft von einem erwartete. Die Kunst darin war das Unnatürliche natürlich aussehen zu lassen.
Das Tanzen war etwas natürliches. Klar gab es Regeln und Schritte, die man befolgen musste, aber beim Tanzen ging es nur um den Tanzpartner und einen selber. Die Gesellschaft und die Familie zählte nicht.
Mit Darren hatte ich schon immer gerne getanzt. Wir taten es schon seit Jahren und ich konnte mit gutem Gewissen sagen, dass wir beide ein wirklich passables Tanzpaar waren. Immerhin hatten wir beide eine ähnliche Erziehung genossen.
Als er dann von den jungen Männer sah, rückte ich etwas zu ihm. Ihn der Hoffnung dann nicht angesprochen zu werden.
"Ich wünschte es wäre nicht so", flüsterte ich ihm zu und sah ihm dann in die Augen. "Sie sind alle furchtbar langweilig. Viele Große Worte und wenig Verstand." Als wir uns ansahen schenkte ich ihm ein Lächeln.
Als er zu unseren Eltern sah, folgte ich seinem Blick erneut und ich konnte verstehen, wie er sich fühlte. Gerade die männliche Seite seiner Familie war sehr einschüchternd - wenn nicht sogar angsteinflößend. Ich selbst versuchte die Gespräche auf ein Minimum zu beschränken. Natürlich ohne Unhöflich zu sein.
Zusammen durchquerten wir den Raum erneut und als wir vor unseren Vätern standen, drückte ich seinen Arm - ich hatte mich wieder bei ihm eingehakt - unauffällig um Darren zu signalisieren, dass ich ihm beistand. Immerhin wusste ich es, wie sehr er das alles hier nicht ausstehen konnte.
Das Gespräch handelte von Politik und dem Zauberreiministerium und zu gerne hätte ich mich an der Konversation beteiligt, nur würde ich die beiden Männer niemals unterbrechen oder es gar wagen, mich in ein Gespräch einzumischen. Das gehörte sich für eine Frau und dann auch noch für ein Teenager nicht.
Als sie ihre Konversation beendeten und wir von Darrens Vater begrüßt wurden, schenkte ich ihm ein höfliches Lächeln und senkte kurz etwas den Kopf.
"Es ist wie immer schön, hier sein zu dürfen", erwiderte ich und musterte ihn kurz. "Ihr übertrumpft euch jedes Jahr erneut. Es ist wahrlich bewundernswert und wunderschö" Ich lies mein Blick durch den dekorierten Raum gleiten und diese Worte waren wahr. Trotz allem konnte man dem Madisons nicht vorwerfen, dass sie keine Party schmeißen konnten. Jeder der Erwachsenen war gerne hier.
"Amüsiert ihr euch?", erkundigte sich mein Vater nun bei uns beiden. "Ich hoffe du schenkst allen jungen Männern genug von deiner Aufmerksamkeit und fixiert dich nicht nur auf einen Gesprächspartner."
Dass er diese Worte laut aussprach führt dazu, dass sich meine Wangen vor Scham leicht rötlich färbten. Es war mir unangenehm.
"Natürlich Vater", sagte ich und sah ihn dann wieder an. "Falls ihr uns dann entschuldigt, Darren und ich würden gerne etwas Tanzen."
"Klingt nach einem Plan", erwideret mein Vater und nickte kurz. Gab er mir somit seine Zustimmung für das Vorhaben?
Kurz mussterte ich Darren von der Seite um herauszufinden, wie er sich schlägt. Falls er sich unwohl fühlte, sah man es ihm jedenfalls nicht an. Das ist gut.
Re: Vergangenheitsplay » 19
von Reagan am 08.01.2019 19:32Ich beobachtete ihn, wie er sprach, das Glas an seine Lippen setzte und es mit einem Zug leerte. Als er von den Bettgeschichten anderer Leute sprach, nickte ich nachdenklich. Ja, das wollte sicherlich keiner.
"Ich hoffe, sie brechen dir nicht das Genickt"; erwiderte ich dann. "Wäre wirklich schade." Ich lächle Light zu und beobachtete ihn dann dabei, wie er sich wieder nachschenkte. Vermutlich war sein Wunsch nach dem betrunken Sein größer, als die Abneigung gegenüber dem Champagner.
Er machte sich nicht viel aus dem Blutstatus? Das war ungewöhnlich in unseren Familien. Hier drehte sich alles nur um den Blutstatus, das Benehmen und die schulischen Leistungen, beziehungsweise wie mächtig sie in ihrer Arbeit waren.
"Na dann freu ich mich, dir mit deiner Ehre behilflich zu sein", murmele ich und lächle dann, ehe ich nochmals nach den Häppchen greife.
Als er dann die Verhaltensweisen herunterbetete, verwandelte sich mein Lächeln in ein Grinsen. "Ganz genau. Dann hoffe ich mal, dass du immer nett zu den Damen bist", sage ich.
"Vielleicht macht es keinen Spaß, aber es hilft um hier zu überleben."
Irgendwann dachte mann auch nicht mehr darüber nach, da tat man es einfach. Kinn hoch, Schulter nach hinten, Haltung korrigieren. Immer höflich sein.
Aber ja, spaßig war es nicht unbedingt - vor allem nicht als Kind - aber all diese Regeln machte das Leben mit der Familie erträglicher.
Als er auf mein Angebot zu sprechen kam, nickte ich. "Kein Problem." Das war es wirklich nicht.
Light bekam mit, wie ich auf den Alkohol verzichtete und auf mein Tonic Water umstieg.
Bei seiner Frage, färbten sich meine Wangen leicht rot. "Nein nicht wirklich. Ich weiß nur, wann ich genug habe um eben nicht betrunken zu werden", kläre ich ihn dann auf und lächle. "Ich vertrage nicht wirklich viel, aber ich kenne meine Grenze. Betrunkene Frauen sind nämlich nicht wirklich nett anzusehen. Meistens blamieren sie sich nur und treffen dumme Entscheidungen."
Das meinte ich ernst. Ich hatte es nie verstanden, wie sich Leute so zutrinken konnten, dass sie die Kontrolle verloren. Das war nicht meine Art von Spaß. War es noch nie gewesen.
Re: Vergangenheitsplay » 19
von Reagan am 06.01.2019 13:49Bei seinen Aussage wandte ich kurz beschämt den Blick ab und sah in mein Glas. Spaß für Erwachsene, ha! Er behandelte mich wie ein Kind. Vielleicht war ich etwas jünger als er und bei weiten nicht so erfahren, trotzdem mochte ich es nicht, von oben herab behandelt zu werden.
"Selbst wenn ich älter wäre, bin ich wirklich nicht erpicht darauf, mir deine Bettgeschichten anzuhören. Darüber spricht man nicht...jedenfalls nicht auf einer solchen Veranstaltung"; erwiderte ich dann. War ich prüde? Vielleicht. Oder wusste ich mich einfach nur zu benehmen? Vermutlich beides. Aber nein, auf das Kopfkino von Light und irgendeiner Frau hatte ich wirklich keine Lust. Nochmals trank ich einen Schluck und lauschte seinen Worten. Vielleicht war Alkohol nicht der beste Weg, seinen Vater zu besänftigen, aber wer war ich schon um zu urteilen. Light war alt genug um zu wissen, was er tat.
"Das klingt doch nach einem Plan", stimmte ich ihm mit einem freundlichen Lächeln zu, ehe ich ebenfalls einen Schluck trank.
"In wie fern?", erkundigte ich mich dann, als er begann von seiner Ehre zu sprechen. Nicht, dass ich ihm helfen konnte, seine Langeweile zu vertreiben, nein, er interessierte sich nur auf meinen Blutstatus. Etwas, das jeder in der Zaubererwelt tat. Man wurde auf sein Blut reduziert. Egal ob Reinblut, Halbblut oder Muggelgeborene. Jeder wurde reduziert nur war die Art anders. Mir half es, , anderen hingegen nicht.
"Das ist sehr ehrenvoll von dir", sprach ich dann weiter. "Ich denke solange ich mich mit dir unterhalte, sollte ich sicher sein. Die Lackaffen respektieren die Gespräche meistens." Immerhin waren sie gut erzogen. All er dann auf einmal so gereizt und abwertend von Hogwarts sprach, hob ich überracht die Augenbraue.
Jeder hier wusste, dass er damals von der Zauberschule hinuntergenommen wurde und dann weggeschickt wurde. Das hat er anscheinend immer noch nicht verarbeitet.
"Okay. Dann ärger mal deinen Vater weiter. Falls du es dir anders überlegst, das Angebot steht auf jedenfalls." Ich legte meine Hand kurz mit einem sanften Lächeln auf seinen Arm, ehe ich wieder nach etwas Lachs griff und einen Schluck nahm.
Langsam breitete sich ein warmes Gefühl in mir aus und das verriet mir, dass es langsam Zeit war um auf alkoholfreies Tonic Water umzusteigen.
So trank ich den letzten Schluck aus meinem Glas und schenkte mir dann Tonic Water ein.
Re: Salon der Madisons
von Reagan am 05.01.2019 20:45Renn! Renn, solange du noch kannst! - Diese Worte schwirrten in meinen Kopf herum, als Darren mit mir sein Zimmer verließ. "Nicht nur deine Familie. Alle wichtigen Zauberfamilien", hatte ich erwidert. Trotzdem beschlich mich nun ein mulmiges Gefühl. Generell war es seltsam jemanden versprochen zu werden, den deine Eltern aussuchten. Zwar glaubte ich daran, dass meine Eltern nur das Beste für mich wollten, aber trotzdem hatten sie ihre Ideal in die man erst einmal herein passen musste.
Als Darren davon sprach, dass er er ausflippen würde, wenn er eine Frau vorgestellt bekommen würde, nickte ich. Mir würde es vermutlich auch so gehen. Zwar wusste ich immer, was mich erwartete und trotzdem hoffte ich noch darauf, dass es wenigstens jemand war, den ich halbwegs leiden konnte.
Bei seinen Worten bezüglich meines Aussehens, verzogen sich meine Lippen zu einem Lächeln. "Danke und ja, ich wünschte es wäre nicht so. Wenigstens habe ich in Hogwarts meine Ruhe."
Als er mir seinen Arm hinhielt hakte ich mich unter und zusammen verließen wir das Zimmer.
Im Salon der Madisons angekommen, lies ich meinen Blick über die Menschenmenge gleiten und erkannte meinen Vater, wie er sich am anderen Ende mit Darrens Vater und dessen Onkel unterhielt. Die Männer waren langjährige Freunde, was wohl für sich sprach. Selbst meine Mutter und Darrens Mutter trafen sich hin und wieder auf einen Tee.
"Was möchtest du tun?", frage ich dann leise und sehe ihn von der Seite an. "Wir können etwas essen, noch etwas trinken oder das Tanzbein schwingen."
Mein Blick glitt zur Uhr. Es würde noch etwas dauern, bis der härtere Alkohol serviert wurde und dann würde sich später hoffentlich die Stimmung etwas lockern. Aus den Augenwinkeln erkannte ich den nervigen Henry von vorhin, aber wieder war ich in Begleitung und so hielt er sich fern. Wenigstens hatte er Respekt.
"Hast du die Lachshäppchen probiert? Die sind wirklich gut"; lasse ich ihn dann wissen, ehe ich ihm nochmals ein Lächeln schenke.
"Oh und hast du dich heute schon mit deinen Eltern unterhalten auf der Feier?", erkundigte ich mich dann, als sie kurz zu uns herübersahen "Falls nicht solltest du das tun. Wir könnten zusammen mit ihnen reden und danach hast du sicherlich deine Ruhe", überlege ich laut.
So war es bei meinem Vater jedenfalls. Klar ich war sein kleines Mädchen aber auf solchen Veranstaltungen trank er lieber mit meinen Brüdern. Trotzdem legte er wert darauf, dass ich von selbst mit ihm sprach. Allerdings musste ich auf den richtigen Zeitpunkt warten. Er musste mit anderen Erwachsenen zusammenstehen, durfte aber kein ernstes Gespräch führen, dass nicht für meine Ohren bestimmt war.
Re: Vergangenheitsplay » 19
von Reagan am 03.01.2019 22:56Es freute mich, dass er zu Lächeln begann, als er mich sah. Das hatte er früher nie., aber vermutlich war ich da auch nur die nervige kleine Schwester von Lorenzo und Ean gewesen.
Bei seinen Worten verdrehte ich jedoch grinsend die Augen. "Natürlich hast du das"; murmelte ich und lies mein Blick nochmals über sein demoliertes Gesicht gleiten. Das hatte sicherlich weh getan. "Genauso wie ich das Kleid nur für dich angezogen habe", erwidere ich ironisch. Wir beide wussten, dass das Lügen von uns waren. Tatsächlich hatte meine Mutter bestimmt, dass ich das schulterfreie Kleid und die Haarperlen tragen würde und ich hatte keine Lust gehabt, mit ihr zu diskutieren.
Als er auf meine Vermutung mit dem Besen zu sprechen kam und dann die wahre Geschichte zu seinen Wunden enthüllte, hob ich skeptisch eine Augenbraue.
"Bist du sicher, dass du sie nur verteidigt hast? Oder hast du dich vielleicht einfach nur an sie herangemacht und es war ihr Freund der dich verprügelt hat?" Ein Schmunzeln legt sich auf meine Lippen.
Diese Vermutung war gar nicht mal so weit her geholt. Immerhin war Light bekannt für seine Frauengeschichten. Wenn ich meinen Brüdern und seiner Verwandtschaft glauben schenken konnte. Etwas das als Junge natürlich ging. Würde ich das machen, würde ich nur meine Ehre und meinen guten Ruf verlieren. Tja, manchmal war die Welt doch immer noch ziemlich ungerecht.
Ich strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und und überlegte gerade, ob ich nochmals etwas Lachs essen sollte. Dieses Vorhaben wurde von -nennen wir in Henry - unterbrochen.
Ich war einen Schritt auf Light zugegangen, aber ich hatte nicht gedacht, dass er direkt einen Arm um mich legen würde. Nicht, dass ich damit ein Problem hatte, es kam nur überraschend. Sein Duft stieg mir in die Nase und als er mir antwortete, brauchte ich einen kurzen Moment um darauf zu reagieren.vielleicht
"Klar doch"; sagte ich dann und schenkte ihm dann nach und dann auch mir. "Wein und Whisky habe ich nicht. Das wird glaub ich erst später ausgeschenkt." So war es die Jahre davor jedenfalls gewesen.
Als ich bemerkte, dass Henry sein Vorhaben aufgegeben hatte, löste ich mich von Light und seufzte erleichtert.
"Ich schwöre dir, wenn ich mich heute noch mit einem weiteren diesen Lackaffen unterhalten muss, dreh ich durch", erkläre ich ihm dann und trinke einen Schluck von dem Champagner.
Zum Glück hatte ich das Theater nur wenn ich zu Hause war. In Hogwarts wurde ich zum Glück noch davon verschont.
"Du weißt, dass es einen Zauber gibt, der das mit den Wunden richtet?" Ich sehe ihm direkt in die Augen. "Wenn du willst mach ich das kurz", bot ich an. Es war keine große Sache und vielleicht verbesserte sich die Laune von seinem Vater.
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Reagan am 03.01.2019 12:03Es war wie immer unglaublich angenehm mit Charles zusammen zu arbeiten. Aus dem einfachen Grund, dass wir unsere Aufgaben immer recht schnell und zuverlässig lösten.
Als Charles sich so über den kleinen Ares zu freuen scheint, legt sich ein Lächeln auf meine Lippen. "Ja, das ist Ares mein Tyto", beantworte ich seine Frage, ehe ich einmal kurz über seine geschrumpften Federn streiche.
Ich habe ihn damals von meinem Vater bekommen und Ares lag mir wirklich sehr am Herz. Er war mir immer treu ergeben und ich wusste, dass ich mich zu 100 Prozent auf das Tier verlassen konnte.
Wie erwartet hatte sich Charles ebenfalls schon mit der Aufgabe beschäftigt und da er die selben Zaubersprüche benutzen würde, gestaltete sich das alles als wirklich einfach.
"Ja, das sind wir", stimmte ich ihm zu. Das waren wir wirklich. Beide wissbegierig und intelligent.
Ich beobachtete wie er seine Feder vergrößerte und notierte nebenher den Vorgang in Stichpunkten. "Mach sie noch etwas größer. Sonst ist es langweilig", wies ich ihn an. "Ist bestimmt interessant wie es wird, wenn sie den Tisch bedeckt." Ihm Normalfall wurden Objekte nicht so groß gemacht, aber warum denn nicht? Somit wurde die Aufgabe wenigstens interessanter, denn bis jetzt kam sie mir überraschend Banal vor. Recht ungewöhnlich.
Bei seinen Worten hob ich überrascht die Augen. "Wirklich, eine Party? So kurz vor den Prüfungen?" Das war ungewöhnlich. Für uns Ravenclaws. Zwar gab es immer mal wieder Partys aber meistens erschienen wir nur auf welchen, als selbst welche zu schmeißen.
"Interessant. Gehst du hin?", erkundigte ich mich dann.
Die meisten Partys die ich besuchte, waren irgendwelche Familienverantstaltungen. Da war es meistens aber recht langweilig. So sollte ich es eigentlich ausnutzen, wenn direkt vor meiner Nase eine veranstaltet wurde.
Re: Vergangenheitsplay » 19
von Reagan am 03.01.2019 11:53Ich übernehme den Thread mal :)
| Light & Reagan | Weihnachtsfeier | Haus der Madisons | vor ein paar Stunden - früher Abend |
"... und das ist genau der Grund, warum ich Jakob den dritten als einer der schlimmsten englischen Könige befinde. Immerhin war ein Befürworter der Verbrennungen."
Ich weiß nicht, wie lange der junge Mann vor mir schon auf mich einredete. Was ich weiß ist, dass ich schon vor einer gefühlten Ewigkeit aufgehört hatte, zuzuhören. Er war ein Schwätzer und wollte mit Wissen beeindrucken, das er nicht besaß.
"Sein Name war Jakob der Vierte", sage ich dann. "Genauer gesagt Jakob der Erste, denn so wurde er nach seiner Krönung genannt."
Ich konnte schon jetzt den tadelnden Blick meiner Mutter auf mir spüren. Es gehörte sich nicht, einen Mann zu verbessern.
Doch, wenn er nur dummes Zeug sprach dann schon.
Da ich aber keinen Ärger mit meiner Mutter wollte, schenkte ich ihm ein freundliches Lächeln, dass den Worte ihre Schärfe nahm.
"Ist aber auch schwer, bei den ganzen Namen den Überblick zu behalten", sage ich dann und sein zuvor kurz verunsichertes Gesicht hellte sich nun wieder auf. Das war es jedenfalls für ihn. Nicht für mich. Ich konnte die komplette schottische und englische Königslinie auswendig herunterbeten. Danke hierfür Mom! Was es mir brachte wusste ich zwar nicht, aber nun gut. Gerade eben hatte es seinen Zweck erfüllt.
"Wenn ihr mich entschuldigen würdet", sage ich dann und ohne ihn ein weiteres Mal zu Wort kommen zu lassen, drehe ich mich um und sehe zu, dass ich schleunigst den Raum durchquere.
Das war schon der vierte Junge Mann, den meine Mutter heute anschleppte. Langsam war es wirklich genug. Mein Blick glitt durch die Menge und da ich kein vertrautes Gesicht erkannte, mit dem ich gerade meine Zeit verbringen wollte, beschloss ich einfach zum Buffet zu gehen und mich über die Lachssandwiches herzumachen. Nachdem ich meinen knurrenden Magen beruhigt hatte, beschloss ich dass mir ein Glas Champagner nicht schaden konnte. Zwar war ich keine große Trinkerin, aber auf solchen Festen kam man nicht darum herum, weil einem ständig ein Glas in die Hand gedrückt wurde.
Irgendwann würde ich den Champagner unauffällig gegen Tonic Water umtauschen und das war meine Strategie um ohne Skandale und ohne Kater aus diesen Festen zu gehen. Ich hatte mir gerade gerade nachgeschenkt und den Champagner in ein paar großen Schlucken getrunken, als ich ein bekanntes Gesicht neben mir vernahm. Ein demoliertes Gesicht.
"Na sieh mal einer an, wenn das nicht Light Madison höchstpersönlich ist", sage ich dann mit einem Lächeln auf den Lippen. "Hast du dich extra so hübsch gemacht?" Meine Stimmlage bekommt einen leicht ironisch, stichelnden Unterton.
Ich schenke mir nochmals nach und mustere ihn kurz. Er war Darrens älterer Cousin und laut dem Tratsch hatte er ganz schön für Unruhe gesorgt.
"Bist du vom Besen gefallen oder warum siehst du so demoliert aus?", erkundige ich mich dann. Ich kannte ihn auch schon mein ganzes Leben, aber er hatte sich früher eher mit mit meinen älteren Brüdern als mit mir beschäftigt. Es wundert mich, dass sein Vater ihn hier so hat aufkreuzen lassen. Vielleicht kam seine schlechte Laune daher.
Aus den Augenwinkeln sah ich wie Henry - oder war der Name Harald oder Hector gewesen? - mit zwei Gläsern in der Hand auf mich zugesteuert kam. Nicht doch. Nicht noch eine sterbenslangweilige Geschichte über irgendwelche Monarchen mit denen er anscheinend verwand war.
Reflexartig trat ih einen Schritt auf Light zu und verringerte unseren Abstand, in der Hoffnung, dass es den Kerl davon abhalten würde, mich erneut in ein Gespräch zu verwickeln. Zu meinem Glück schien es zu funktionieren und ein triumphierendes Lächeln legte sich auf meine Lippen.
Dann lag mein Blick wieder auf Light und wanderte zu seinem leeren Glas. "Champagner?", fragte ich ihn dann.
Re: Vergangenheitsplay » 7
von Reagan am 29.12.2018 23:00Es war Samstagmittag und das Wochenende war fast schon wieder vorbei. Noch einmal ausschlafen, bevor es Montag wurde und das normale Leben in Hogwarts wieder weiterging. Nur war das Wochenende nicht wirklich erholsam, wenn man ein strebsamer Ravenclaw war. So ging es mir jedenfalls. Die Wochenenden dienten zur Vorbereitung auf Prüfungen und den Unterrichtsstoff der kommenden Woche. Noch dazu waren manche der Hogwartslehrer berüchtigt dafür, gerade über das Wochenende einen Berg an Hausaufgaben aufzugeben.
Gerade vor Weihnachten blieb da nicht viel Zeit um sich zu entspannen und da ich eine vorbildliche Schülerin war, würde ich auch diesen Samstag nicht faulenzen, sondern zusammen mit Charles meine Zauberkunstaufgaben erledigen. Wir hatten dafür zwar noch eine knappe Woche Zeit, aber ein echter Ravenclaw wäre kein Ravenclaw wenn er seine Aufgaben nicht am frühestmöglichen Zeitpunkt erledigt.
Als ich in die große Halle kam, sah ich Charles schon an unserem Haustisch sitzen und als sich unsere Blicke trafen, verzogen sich meine Lippen zu einem Lächeln.
Wir hatten uns eigentlich schon immer recht gut verstanden, aber erst im letzten Jahr hatten wir uns angefreundet und seitdem immer öfter Partnerarbeiten zusammen erledigt.
"Hey", begrüßte ich ihn und erwiderte seine Umarmung, ehe ich mich neben ihn fallen lies. Natürlich kam er direkt zu Sache. Ich nickte und holte mein Exemplar vom Lehrbuch der Zaubersprüche hervor und schlug die Seite auf.
"Es geht darum, die Größe von einem Gegenstand und einem Lebewesen zu ändern. Erst muss es groß und dann ganz klein werden", las ich unsere Aufgabe vor.
"Ich habe Ares aus der Eulerei mitgebracht", sage ich dann und setzte dann meine winzig geschrumpfte Schleiereule auf den Tisch. Sie hatte nur noch Mausgröße. "Und ich habe schon mal ausprobiert, wie der eine Zauber funktioniert. Das sollte nicht zu schwer für uns sein. Immerhin muss man nur einen Erfahrungsbericht schreiben und die Zaubersprüche erläutern, die man verwendet hat. Ich habe mich für Reducio entschieden", erkläre ich dann. "Funktioniert gut." Ich schenke ihm ein Lächeln. "Und zum vergrößern würde ich Engorgio empfehlen". Ich schlage mein Buch auf der passenden Seite auf.
Ja, ich war ein Streber. Aber daran war nichts schlechtes.


![[ehem.] Ravenclaw](https://static2.yooco.de/n/ee/408293/images/usergroups/orig/8059db243fb1068b97082fb6dd7272e8.png)










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