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Re: Besuchereingang [Telefonzelle]
von Byron am 28.12.2018 14:55Ich wusste nicht, wie ich ihren Blick nach unserem Kuss deuten sollte, doch für mich machte er nur alles noch komplizierter. Wenn sie keinen Kontakt mehr zu mir wollte konnte ich es durchaus verstehen, doch dieser Kuss würde es für mich noch schwieriger machen, sie zu vergessen. Mal abgesehen davon, dass ich sie niemals vergessen könnte, ich hatte mich zu sehr in diese Frau verliebt um jetzt einfach aufzugeben. Und wenn sie mich nach der ganzen Sache so sehr hassen würde, warum hatte sie mir dann geholfen? Warum hat sie mich nicht einfach mit den Todessern allein gelassen, sicher wäre mir auch eine andere Ausrede eingefallen.
Faye legte einen Arm um mich und lehnte sich an mich, ich genoss ihre Nähe in diesem Moment viel zu sehr und für einen Moment war ich einfach abgelenkt und starrte sie von der Seite her an. Ich würde um sie kämpfen, das war mir jetzt noch klarer als zuvor. Der Kuss hat sich einfach viel zu echt angefühlt, als dass er nur reines Schauspiel gewesen war.
Hadley, der Todesser, sah zu Faye und musterte sie, doch er schien sie nicht zu erkennen, dennoch war ich angespannt und das musste sicherlich auch Faye bemerken, so eng wie sie bei mir stand. Aber auch sie zuckte nervös zusammen und ich hoffte, dass Hadley und die anderen schnell wieder verschwinden würde.
"Natürlich muss das gefeiert werden, Hadley", gab ich immer noch grinsend zurück, "Keine Sorge, so schnell laufe ich schon nicht über."
Es widerte mich an, ihm solche Dinge zu sagen, ginge es nach mir hätte ich mich gar nicht erst dem Dunklen Lord angeschlossen sondern dem Orden des Phönix, aber das konnte ich ihm schlecht sagen. Ich hoffte nur, dass Faye eben das erkennen würde.
Hadley und die Anderen verschwanden schließlich und disapparierten in einer kleinen Seitengasse, während ich Faye immer noch in meinem Arm hielt. Doch das einzige, woran ich jetzt denken konnte, war der Kuss. Ich drehte meinen Kopf zu ihr und sah sie an.
"Danke..", murmelte ich leise und war mir nicht so sicher, wie ich mich ihr gegenüber jetzt verhalten sollte.

Know in your heart, you're alive. Destiny is on your side.
Re: Besuchereingang [Telefonzelle]
von Byron am 28.12.2018 11:01Für einen Moment wusste ich nicht, ob die Todesser zu ihr wollten oder zu mir. Hatten sie vielleicht herausgefunden, dass sie noch lebte und ich sie nicht umgebracht hatte? Ich hoffte, dass dem nicht so war und dass sie sie auch jetzt nicht erkennen würden. Natürlich würde ich Faye jetzt nicht ansprechen, auch wenn sie meinen Blick erwiderte, nun, da sie mich ebenfalls gesehen hatte. Dann sprach mich jedoch einer der Todesser an und ich wandte den Blick zu ihm.
"Hadley", erwiderte ich und sprach ihn ebenfalls mit seinem Namen an, ohne direkt auf seine Frage zu antworten, was jedoch nur daran lag, dass ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Bevor dies den Todessern jedoch auffiel erhob Faye ihre Stimme und ich sah sie wieder an, versuchte nicht zu überrascht auszusehen. Sie bedeutete mir zu grinsen und ich spielte sofort mit, setzte mein bestes Grinsen auf und ignorierte die Todesser für einen Moment. Sie beobachteten mich und sahen etwas verwirrt aus, wie ich feststellen musste. Vermutlich war ich in dem Moment aber genau so verwirrt gewesen. Dann legte sie ihre Arme um mich und flüserte leise in mein Ohr, spätestens da wusste ich, dass sie mir helfen und mir aus der Situation heraushelfen wollte.
"Natürlich habe ich gewartet, Schatz", erwiderte ich fröhlich, auch wenn es seltsam war, sie so zu nennen. Egal wie sehr ich es mir gewünscht hatte - wir spielten es nur vor. Und dann küsste sie mich.
Es war als würde irgendetwas in mir explodieren, was anderes hatte ich nie gewollt, doch fühlte es sich weder richtig noch falsch an. In meinem Kuss lag so viel mehr als nur ein 'Danke', aber ich wusste, dass sie mich nur geküsst hatte um mir zu helfen. Andernfalls, wären die Todesser nicht aufgetaucht, hätte sie es sicher nicht getan.
Ich löste mich aus dem Kuss und sah ihr direkt in die Augen, versuchte ihr zu zeigen, wie sehr ich das wollte, aber es war eindeutig der falsche Zeitpunkt um darüber zu reden. Ich blickte Hadley wieder an und schmunzelte.
"Du hast Recht, es war nur ein kleiner Kerl, das ging recht schnell. Aber ich hatte an dem Abend ein Date mit meiner Freundin, ich hielt es nicht für notwendig noch einmal vorbeizukommen."
Dass ich mich an diesem Abend hatte vollaufen lassen musste weder Hadley wissen, noch Faye. Ich grinste Hadley gekünstelt an.
"Du solltest hier jetzt aber besser verschwinden, bevor dich jemand sieht. Ich muss zur Arbeit."

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Re: Besuchereingang [Telefonzelle]
von Byron am 25.12.2018 21:03Jeden Tag dachte ich an den Abend, an dem Faye herausgefunden hatte, was ich war. An den Abend, an dem ich ihr alles erzählt hatte, an dem sie gegangen war, ohne dass ich danach etwas von ihr gehört hatte. Bis heute nicht. Ich fragte mich, was sie getan hatte, während ich mich die Nacht im Pub betrunken hatte - hoffentlich nahm Leo mir das nicht so übel.
Selbst im Ministerium hatte ich sie nicht mehr gesehen. In ihrer Abteilung konnte oder wollte man mir keine Auskünfte geben, egal wie oft ich nach ihr gefragt hatte.
Auch bei den Todessern verlor man kein Wort über sie, also schienen sie nicht zu wissen, dass ich sie am Leben gelassen hatte. Dennoch machte ich mir Sorgen um sie und es machte mich verrückt nicht zu wissen, wo sie war und wie es ihr ging. Ich hatte ihr noch so viel sagen wollen, auch wenn ich mir ziemlich sicher war, dass sie mir nach all dem nicht mehr zuhören wollte. Meine einzige Hoffnung auf Hilfe hatte ich selbst zerstört, indem ich sie all die Zeit lang angelogen hatte, weil ich ihr kein Wort erzählt hatte. Doch sie schien gleichermaßen niemandem zu erzählen, dass ich nun ein Todesser war und dem Dunklen Lord diente, wenn auch unfreiwillig. Doch Heathers Leben war mir wichtiger als mein eigenes, genau wie Fayes Leben wichtiger war als meines, doch hatte ich nun auch Heather in Gefahr gebracht, da ich Faye gerettet hatte. Sollten die Todesser jemals herausfinden, dass ich Faye nicht umgebracht hatte, so wie es mein Auftrag gewesen war, dann war es Heather, die sterben würde, bevor ich getötet werden würde.
Ich wusste nicht warum, aber im Laufe der kurzen Zeit, die ich Faye nicht mehr gesehen hatte, fing ich an, ab und an den Besuchereingang zu beobachten, in der Hoffnung, sie dort zu sehen. Vielleicht wollte sie mir aus dem Weg gehen - ich würde gut verstehen warum - und nutzte daher nicht den Haupteingang, schließlich hatten wir uns dort oft getroffen.
Ich stand in einiger Entfernung und blickte zur Telefonzelle, als ich eine in Schal und Mütze vermummte Frau erblickte. Vielleicht war sie es, vielleicht war sie es nicht, ich war mir nicht sicher. Als sie näher kam und ich mich der Telefonzelle ebenfalls näherte, erkannte ich sie jedoch. Ihre Augen. Ich spürte, wie mir das Herz in die Hose sank, doch neben ihr erkannte ich auch weitere, vermummte Personen hinter ihr...

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Re: Vergengenheitsplay » 22
von Byron am 09.12.2018 23:31Kurz nachdem ich die Hand gehoben hatte, kam der Mann zu mir herüber, der seine Schicht begonnen hatte. Er nahm sofort das leere Glas zur Hand und fragte, ob ich noch etwas trinken wolle und ich nickte daraufhin.
"Einen Whiskey", erwiderte ich kurz angebunden, als er erwähnte, dass ich bisher noch nie hier gewesen war. Meine Familie lebte zwar in London, aber ich war noch nie in diesem Pub um etwas zu trinken geschweige denn in diesem Studentenviertel.
"Nein, nicht wirklich", erwiderte ich ehrlich, "Ich hatte nur bisher nie einen Grund gehabt herzukommen."
Ich deutete auf das leere Glas in seiner Hand, welches schon das ein oder andere Mal nachgefüllt wurde, auch wenn es die Gefühlslage in meinem Kopf nicht veränderte, sondern vermutlich nur verstärkte und meine Probleme nicht verschwinden ließ. Wie auch? Ich schaffte es ja nicht mal bei vollem Verstand.
Ich hatte nicht das Gefühl, dass dieser Abend irgendetwas in meinem Leben ändern würde, dennoch brauchte ich das, ich hatte versucht an etwas anderes zu denken als an die Morddrohung meiner Eltern. Wie konnten sie auch nur daran denken, meine Schwester umzubringen, wenn ich kein Todesser werden würde? Sie ist noch jung, hat ihr Leben noch vor sich und geht gerade mal nach Hogwarts.. Sie wusste nicht einmal etwas davon und hielt die beiden noch immer für die besten Eltern, die sie haben könnte aber ich wusste, dass es nicht so war. Ich wusste wie kaltherzig und egoistisch die beiden waren.
Welchen Vorteil hatten sie mit mir als Todesser? Das fragte ich mich, seit das Dunkle Mal auf meinem Unterarm prangte und ich hatte noch immer keine Antwort darauf..

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Re: Häuser und Wohnungen
von Byron am 02.12.2018 22:54Huhu, könnte ich eine Wohnung für Byron haben? :3

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Re: Vergengenheitsplay » 22
von Byron am 01.12.2018 00:05Ein Todesser zu sein war nicht unbedingt einfach - erst recht nicht, wenn man das eigentlich gar icht wollte, doch ich hatte keine andere Möglichkeit gehabt. Ich musste das Leben meiner Schwester schützen, egal was ich dafür tun musste, selbst wenn ich dafür dem Dunklen Lord meine Treue schwören musste. Und dass hatte ich getan, nun musste ich tun, was er sagte, kommen, wann er es wollte und das erledigen, was erledigt werden musste. Ich fragte mich oft, wie egoistisch das war, was ich tat - ich tötete und folterte Menschen (oder zumindest half ich meistens nur dabei) nur um das Leben eines einzigen Menschen zu retten. Aber sie war meine Schwester, ich konnte sie nicht einfach im Stich lassen.
Doch an diesem heißen Tag im August - den ich nicht hätte besser verbringen können, als in der Bar, in der ich mich öfter aufhielt - fragte ich mich erneut was richtig und was falsch war.
Hatte ich in meinem Leben je eine richtige Entscheidung getroffen? Wann hatte ich den falschen Weg eingeschlagen, sodass ich nun dort war, wo ich eben war. Wann hatte ich die Kontrolle über mein eigenes Leben verloren?
Ich saß vor einem zur Hälfte mit Whiskey gefülltem Glas und starrte es einfach nur an, als würde es mir gleich alle Antworten auf meine Fragen geben, aber das würde natürlich nicht passieren. Nur ich selbst kannte die Antworten, nur ich selbst konnte entscheiden, was ich von nun an tat. Ich selbst musste entscheiden, ob das Glas nun halb voll oder halb leer war. Seufzend trank ich es komplett in einem Zug aus, ohne weiter darüber nachzudenken.
In diesem Moment betrat ein junger Mann die Bar und übernahm die Schicht seiner Kollegin. Ich war mir nicht sicher, ob Leo mich in der dunklen Ecke der Bar gesehen hatte, aber er hatte auch nicht unbedingt viel Zeit zum Plaudern, wenn er arbeiten musste. Da ich aber so oder so etwas bestellen wollte hob ich die Hand, um seine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen.

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