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Re: ♔ Balkon
von Kate am 20.03.2019 22:32Die ganze Situation mit der Levi-Fangroup war etwas seltsam, und doch überraschte es mich nicht. Es war mir schon klar gewesen, dass man nicht einfach so mit Levi alleine bleiben konnte, ohne dass wenigstens zwei Mädchen ihn ansprechen würden.
Fast hätte ich laut loslachen müssen, als Levi meinte, dass er langsam verstehen könne, was ich ihm vorhin im Ballsaal gesagt hatte. Stattdessen grinste ich ihn nur frech an und meinte: "Ich kann einfach nicht glauben, dass es dir erst jetzt aufgefallen ist. Hast du denn nie bemerkt, wie dich alle Mädchen anstarren?" Ja, man konnte durchaus behaupten, dass Levi jedermanns Crush war. Dann fuhr er fort und ich antwortete ihm: "Ich hätte auch nicht erwartet, dass du ein Frauenheld bist. Es hätte ja trotzdem sein können, dass du Interesse an einer hast." Ich glaubte aber kaum, dass mir Levi das unbedingt erzählen würde, selbst wenn er auf ein Mädchen stehen würde. Wir waren zwar befreundet, das auf jeden Fall, aber trotzdem waren wir nicht gerade die engsten oder besten Freunde. Solche Infos hob er sich wahrscheinlich für seinen wirklichen besten Freund auf.
Genau wie Levi drehte ich mich nun auch ihm zu, sodass wir einander gegenüber standen. Das war dann doch um einiges angenehmer, als ihn ständig von der Seite aus anzuschauen. Und erst jetzt, als wir einander relativ nah gegenüber standen, fiel mir auf, dass Levi um einiges größer war, als ich. Und das, obwohl ich High Heels trug. Fast hätte ich deswegen einen Witz gemacht, konnte mich aber gerade noch so zusammenreißen und ihm stattdessen zuhören. "Hm, na wenn das so ist, muss ich ihn wohl später unbedingt probieren. Vielleicht wird das ja sogar mein neuer Lieblingsalkohol", meinte ich lachend. Bisher lag Feuerwhiskey auf Platz 1. Aber das konnte sich ja ändern.
Dann wechselte er das Thema erneut zum Tanzen und baute dabei so geschickt ein Kompliment ein, dass ich merkte, wie ich schon wieder errötete, obwohl es hier draußen so kalt war. "Na, wenn das so ist, muss ich ja mit dir Tanzen. Ich kann doch nicht zulassen, dass du dein persönliches Highlight verpasst", antwortete ich ihm dann lachend. Mal wieder in der Hoffnung, dass er durch den Witz nicht die Röte in meinem Gesicht ansprechen würde.
Und falls das überhaupt möglich war, wurde ich noch einen Tick röter und das Atmen fiel mir schwerer, als mir Levi so unerwartet so nahe kam und dabei beinahe schon flüsterte oder murmelte. Auch ich senkte meinen Tonfall etwas und antwortete ihm. "Keine Sorge. Ich habe noch nichts geplant. Ich kann mit dir also den ganzen, lieben Abend verbringen."


Re: ♔ Balkon
von Kate am 18.03.2019 20:05Ich überlegte einige Sekunden, legte dann den Kopf etwas schief und sah Levi etwas verwirrt an. "Burbon sagst du? Hm... Ist das ein Getränk aus der Muggelwelt? Ich kenne es nämlich nicht", gab ich zu. So ging es mir oft mit Gegenständen der Muggel. Das fand ich ziemlich schade, weshalb ich in letzter Zeit immer mehr versuchte über die Muggelwelt zu lernen. Vor allem Casper war mir dabei eine große Hilfe, weil mein bester Freund ja ein Muggelgeborener war. Ich war sogar an meinem Geburtstag mit ihm auf dem Jahrmarkt gewesen. Das war definitiv etwas, was ich so schnell nicht vergessen würde.
Ich stellte mich nun ebenfalls neben Levi an das Geländer und lehnte mich mit dem Rücken leicht dagegen. Ich musste schon zugeben, dass es hier draußen, wo nur etwas Licht raus drang, ziemlich romantisch war. Dafür sorgten nicht auch zuletzt die ganze Dekoration, unter der sich auch einige Mistelzweige befanden. Ich drehte meinen Kopf wieder in Levis Richtung und lächelte ihn leicht an. "Ich werde bestimmt später nochmal darauf zurück kommen, aber danke schon mal", antwortete ich ihm auf sein Angebot mit dem Jacket. Ich musterte Levi noch einmal. Auch das Hemd alleine stand ihm super, es spannte sich perfekt um seinen Oberkörper.
Ich nickte zustimmend auf seine nächsten Worte. "Oh ja, das stimmt. Wenn du nicht da gewesen wärst, hätte ich mich bestimmt auch schon vom Acker gemacht", lachte ich. Ich musste zugeben, dass ich etwas gehofft hatte die Austauschschüler besser kennen zu lernen, aber irgendwie schien es so, als seien nur ganz wenige von denen anwesend.
Ich musste breit grinsen, als er mich mehr oder weniger um einen Tanz 'bat'. "Bist du dir sicher, dass du dir das wirklich antun willst? Du darfst mir dann aber nicht böse sein, wenn ich dir mal auf die Füße trete", scherzte ich. Eigentlich war ich ziemlich begabt, was sowohl das tanzen, als auch das singen anging. Aber das wusste Levi ja wahrscheinlich noch nicht.
Mein Blick schweifte wieder in Richtung Ballsaal, als die Tür aufging und eine kleine Mädchengruppe heraus trat. Die meisten davon kicherten etwas, weshalb ich nur eine Augenbraue hochzog. Ein blondes Mädchen sah zu Levi und lächelte ihn charmant an. "Oh, entschuldige Levi, wir wollten nicht stören", meinte die Blonde nur. Nach einigen Sekunden fügte sie dann noch hinzu: "Als Wiedergutmachung tanze ich auch später mit dir." Sie zwinkerte Levi noch zu, bevor sie auf dem Absatz kehrt machte und die anderen Mädchen ihr folgten. Ich musste etwas lachen, weil es für mich beinahe schon klar gewesen war, dass es so kommen musste. "Und? Hast du schon ein Auge auf ein Mädchen geworfen?", fragte ich ihn dann mit einem breiten Grinsen.


Re: ♔ Balkon
von Kate am 18.03.2019 14:52Auf dem Weg zum Balkon hatte ich mich immer wieder etwas in der Halle umgesehen. Einfach um zu schauen, wer alles so da war. Und wie ich erwartet hatte, konnte ich auch einige meiner Freunde entdecken. Wenn diese zufällig zu mir sahen, lächelte ich sie leicht an. Dann sah ich wieder zu Levi und meinte: "Heute sieht wirklich jeder sehr schön aus, findest du nicht? Bei einigen musste ich sogar zwei Mal hinsehen, um sie zu erkennen." Das meinte ich absolut nicht böswillig. Aber einige traf man immer nur in Jeans und einem Shirt an, oder eben in der Schuluniform. Und sie jetzt alle plötzlich in schicken Kleidern oder Anzügen zu sehen, war schon eine ziemliche Veränderung.
Während ich noch immer zu Levi sah, bemerkte ich, wie er unserem Tisch noch einen Blick zuwarf. Nachdenklich sah ich auch noch einmal zurück und murmelte dann. "Schade, dass irgendwie alle nur mit sich selber beschäftigt sind. Stell dir nur mal vor, dass du alleine an einem Tisch voller Pärchen sitzen würdest...." Ich glaube, wenn das der Fall gewesen wäre, wäre ich gleich nach dem Essen gegangen oder hätte mich einfach kurzerhand an einen anderen Tisch gehockt.
Als wir endlich auf dem Balkon ankamen, atmete ich sogleich die frische Luft ein. Mir war gar nicht aufgefallen, wie stickig es jetzt schon in dem Saal war. Ich merkte erst gar nicht, wie kühl es hier draußen war, bis mich Levi fragte, ob mir kalt war. Und erst dann fiel mir auf, dass ich schon etwas zitterte. Was aber bei meinem Kleid kein Wunder war, da es ja träger-und ärmellos war. "Ja, es ist wirklich ein bisschen kalt. Aber das halte ich schon aus", antwortete ich Levi. Ich wollte auf keinen Fall wie eines dieser Mädchen wirken, die mit Absicht so taten, als wäre ihnen kalt damit ihr gegenüber den Arm um sie legte oder ihnen die Jacke anbot.
Bei seinen nächsten Worten musste ich allerdings leise kichern und meinte dann auch: "Na klar! Wie könnte ich mich mit so einer netten Begleitung auch nicht amüsieren?" Ich warf einen Blick zurück in die Halle, bevor ich nachdenklich sagte: "Hm, nur schade, dass es hier keinen Alkohol gibt. Das würde den Abend bestimmt noch amüsanter machen." Aber na gut, die meisten hier waren ohnehin noch minderjährig, weshalb es auch keine Verwunderung war, dass es hier nichts alkoholisches zu trinken gab. Aber wenigstens Sekt hätten sie ja besorgen können...


Re: ♔ Tisch 1
von Kate am 17.03.2019 22:36Ich sah dabei zu, wie sich Levi in dem Saal umsah. Er sah tatsächlich etwas verblüfft aus. Konnte es wirklich sein, dass es ihm bisher noch nie aufgefallen war, dass ihm so viele Mädchen hinterher rannten? Das konnte ich mir beinahe nicht vorstellen. Doch wenn dem so wäre, könnte ich eines mit Sicherheit sagen: Levi war nicht selbstverliebt.
Nun war ich an der Reihe wegen seiner Antwort zu lachen. "Ach so, sie wissen also nicht, was sie verpassen. Und du weißt es?", scherzte ich und zwinkerte ihm zu. Flirtete ich hier gerade etwa mit Levi? Ich konnte es nicht sagen, weil ich eigentlich ziemlich schlecht im Flirten war. Jedenfalls schätzte ich mich selber so ein. Wirklich versucht hatte ich es nämlich nur sehr selten.
Doch es schien beinahe so, als wäre ich hier nicht die Einzige, die flirtete. Nach Levis Kommentar musste ich auch erst einmal leise lachen. "Na, dann scheinen diejenigen, die die Sitzordnung erstellt haben, ja alles richtig gemacht zu haben." Und dem konnte ich wirklich nur beipflichten. Wie ich schon am Anfang des Abends gedacht hatte: Ich war froh neben Levi zu hocken und nicht mit einem wildfremden Jungen, mit dem ich mich am Schluss vielleicht noch nicht einmal verstanden hätte. Und dann hätte ich es nur bereut auf diesen Ball gegangen zu sein.
Als Levi vorschlug, spazieren zu gehen, überlegte ich einige Sekunden lang, bevor ich sagte: "Ja, warum eigentlich nicht? Von mir aus können wir auch jetzt schon gehen. Es scheint noch eine Weile zu dauern, bis das Essen serviert wird." Es waren sowieso noch nicht alle Gäste da. Und man musste auch zugeben, dass an unserem Tisch sowieso alle nur mit einem Gesprächspartner beschäftigt waren und es sie somit bestimmt nicht stören würde, wenn wir uns etwas zurück ziehen würden.
"Wie wäre es, wenn wir zum Balkon gehen würden?", fragte ich Levi, ehe ich aufstand und mein ausladendes Kleid etwas richtete. Ich checkte noch einmal, ob es wirklich saß und ging dann auch schon mit Levi los.


Re: ♔ Tisch 1
von Kate am 17.03.2019 20:26Ich konnte mir ein leichtes Grinsen einfach nicht verkneifen. Es sah ganz so aus, als wäre ich nicht die Einzige hier, die bei netten Worten sofort rot anlief. Aber auch ich verkniff mir einen Kommentar deswegen; ich wusste schließlich gut genug, wie unangenehm es war darauf angesprochen zu werden. Gerade meine engsten Freunde taten das sehr gerne, um mich etwas zu nerven. Am liebsten würde ich sie dann immer verhexen, aber so war ich dann doch wieder nicht.
Ich stellte mit einem Lächeln fest, dass Levi erst etwas herumdrukste, bevor er mit der Sprache heraus rückte. Und nach seiner Antwort musste ich erst einmal etwas lachen: "Levi, das kann doch nicht dein Ernst sein. So gut, wie jedes Mädchen, das ich kenne, steht auf dich. Einige Mädchen würden bestimmt mit Flüchen nur so um sich werfen, um jetzt hier neben dir zu sitzen." Nach einer kleinen Pause, in der ich mich kurz im Saal umsah und einige Mädchen musterte, die ganz eindeutig zu Levi sahen, fügte ich dann noch hinzu: "Naja, was soll ich sagen: Da war das Glück dann wohl auf meiner Seite."
Alles was ich gesagt hatte, meinte ich auch vollkommen ernst. Wenn ich nur die Blicke einiger Mädchen hier im Saal sah, lief es mir schon eiskalt den Rücken runter. Wenn Blicke töten könnten.... Man sah ihnen allen ganz eindeutig an, dass sie wohl gerade ziemlich eifersüchtig waren, aber was soll's. Davon würde ich mir bestimmt nicht meinen Abend vermiesen lassen.
Levi lenkte das Gespräch nun allerdings auf mich und jetzt war ich an der Reihe etwas herum zu druksen. Auch die Röte bahnte sich wieder einen Weg in mein Gesicht. "Naja", bekam ich erst nur heraus. Dann fuhr ich allerdings fort und sah Levi dabei wieder in die Augen: "Ich glaube eher, dass mich die meisten Jungs nur als Freundin sehen und nicht wirklich an mir interessiert sind." Das glaubte ich wirklich. Ich war schließlich mit so gut wie jedem wenigstens oberflächlich befreundet, aber mehr lief da meistens auch nicht... Naja, bis vor kurzem jedenfalls. Da hatte ich ja meinen ersten Kuss gehabt. Und das auch noch ausgerechnet mit Amos Diggory. Aber ich war mir noch nicht einmal sicher, ob man das wirklich als Kuss bezeichnen konnte. Außerdem hatte ich seitdem kaum was von Amos gehört, was wahrscheinlich auch daran lag, dass er nicht mehr auf Hogwarts war...


Re: ♔ Tisch 1
von Kate am 16.03.2019 22:48Ich war, wer hätte es gedacht, schon sehr früh in dem großen Ballsaal gewesen, da ich sogar früher mit dem Richten fertig gewesen war, als geplant. Und ich musste sagen, dass ich ziemlich stolz auf das Ergebnis war. Ich schminkte mich ja so gut wie nie und trotzdem war mir mein Make-Up wirklich gelungen, sogar ohne Leanas Hilfe. ich schaute mich kurz in dem Saal nach ihr um, aber es sah noch nicht so aus, als wäre meine Zwillingsschwester schon da. Und von Lyle wusste ich noch nicht einmal, ob er kommen würde.
Nachdem ich einige Minuten damit vergeudet hatte nach bekannten Gesichtern Ausschau zu halten, machte ich mich auf dem Weg zu dem Tisch, an dem ich heute den Abend verbringen sollte. Levi saß schon da und ich freute mich wirklich ihn zu sehen, weshalb ich ihn vielleicht auch eine Spur zu enthusiastisch begrüßte. Ich war irgendwie erleichtert neben einem Freund am Tisch zu hocken, und nicht neben einer wildfremden Person. Auch wenn der Ball natürlich dazu da war, um neue Kontakte, vor allem mit den Austauschschülern, zu knüpfen.
Ich hatte mich neben Levi gesetzt und sah dabei zu, wie sich unser Tisch vervollständigte. Nur noch mit Pinar und Levi hatte ich wirklichen Kontakt, den Rest kannte ich nur vom Sehen. Auch Pinar begrüßte ich dementsprechend freudig. Ich sah, dass diese mit Celeste da war. Anscheinend stimmten also die Gerüchte, dass die beiden ein Paar waren. Und ich freute mich wirklich für sie, weshalb ich ihr ein breites Grinsen schenkte und ihr zuzwinkerte.
Es war eine Weile ruhig gewesen, da sich vor allem die Pärchen miteinander unterhielten. Doch dann brach Levi die Stille zwischen uns, um mir ein Kompliment zu machen. Ich lief augenblicklich rot an, was mir in so einer Situation blöderweise immer passierte. Ich hoffte einfach mal, dass es Levi nicht auffallen würde und sagte deshalb auch schnell: "Wie lieb, danke! Aber ich kann das Kompliment wirklich nur zurück geben. Du siehst noch besser aus, als sonst ohnehin." Levi stand sein Anzug wirklich hervorragend und ich musste zugeben, dass dieser ihn sogar noch eine Spur attraktiver machte. Generell sahen Männer in Anzügen einfach noch besser aus. Aber das war sowieso ein Phänomen, das ich mir bis heute nicht erklären konnte.
Um das Gespräch nicht sofort wieder ins Nichts versinken zu lassen, fragte ich Levi auch noch: "Sag mal, wieso hast du eigentlich keine Begleitung? Du hättest doch bestimmt so gut wie jedes Mädchen abbekommen können." Ich hatte schon viele Mädchen in den Gängen gehört, die nur so über Levi geschwärmt haben. Es schien beinahe so, als habe jedes Mädchen in Hogwarts ein Auge auf ihn geworfen.


Re: Zukunftsplay » 16
von Kate am 09.02.2019 15:03Mir fiel auf, dass Chandler anfangs noch etwas abwesend war. Ganz klar beschäftigte ihn etwas, aber ich konnte einfach nicht ausmachen, was es war. Aber wenn ich Glück hatte, würde ich das vielleicht noch raus bekommen. Vielleicht würde er es mir ja auch einfach so erzählen? Ich bezweifelte es zwar, aber eine wenigstens kleine Chance musste ja bestehen.
Nach einigen weiteren Augenblicke kam Chandler anscheinend wieder in der Gegenwart an. Und zum ersten Mal während unserem Gespräch musste ich wirklich und ehrlich lachen, als er unsere Kindheit ansprach. Ich vergrub mein Gesicht für einige Sekunden in meinen Händen, bis ich mich wieder beruhigt hatte. Dann ließ ich meine Hände wieder sinken und meinte mit einem breiten Lächeln: "Wie könnte ich das nur vergessen! Und ja, ich muss zugeben, dass du einen ziemlich guten Prinzen abgegeben hast. Aber ich war auch keine schlechte Prinzessin." Damals haben wir uns wirklich sehr oft gesehen und immer miteinander gespielt, während unsere Eltern zum Beispiel am Esstisch saßen. Da wir im selben Alter gewesen waren und uns auch immer super verstanden hatten, hatte ich mich immer gefreut, die Madisons besuchen zu können. Naja, jedenfalls bis meine Eltern heraus gefunden hatten, dass die Madisons dem dunkeln Lord verschrieben waren. Ich fragte mich manchmal, ob sie versucht hatten meine Eltern ebenfalls auf ihre Seite zu ziehen...
Ich fragte mich,warum es mich so freute, dass Chandler meinem Vorschlag zustimmte mit in die Küche zu gehen. Wahrscheinlich war ich wirklich so naiv, wie alle immer behaupteten. Aber ein kleiner Teil von mir wünschte sich einfach, dass Chandler auf unserer Seite stand und sich bisher einfach nicht getraut hatte zu rebellieren. Was ich ihm wahrscheinlich auch nicht vorwerfen konnte, bei solchen Eltern... Schnell rief ich mir aber wieder ins Gedächtnis, dass ich mir keine Hoffnungen machen sollte und lieber weiter auf der Hut bleiben sollte. Trotzdem lächelte ich Chandler an, bevor wir uns auf den Weg in die Küche machten. Wir liefen einige Treppen runter, während wir weiter redeten. Als wir wieder auf Flynch zu sprechen kamen, erkannte ich auf Chandlers Gesicht ein kleines Lächeln. Verwirrt und etwas misstrauisch hob ich eine Augenbraue. "Wieso lächelst du denn bitte? Freut es dich etwa, dass dein Cousin im Krankenhaus ist?", fragte ich geradeheraus. Mich wunderte es selbst, woher ich den Mut genommen hatte ihm das ins Gesicht zu sagen. Aber er konnte ruhig wissen, dass ich ihm trotz allem nicht ganz vertraute.
Dann sprach er allerdings schon weiter und ich nickte währenddessen leicht. Das waren doch mal etwas bessere Neuigkeiten. "Das hört sich wirklich schon viel besser an; das freut mich für ihn. Oh, und ich hatte ganz vergessen, dass er ja jetzt ein Quidditchprofi ist. Das ist eine zeimlich beeindruckende Leistung", meinte ich mit einem leichten Lächeln. Schließlich schafften es nur eine handvoll Hexen und Zauberer in ein professionelles Quidditchteam aufgenommen zu werden. Auch, wenn er 'nur' auf der Ersatzbank war, war das trotzdem eine krasse Leistung.
Nach diesem Thema kamen wir allerdings wieder auf mich zu sprechen; besser gesagt über meine Zukunft. "Naja, um ehrlich zu sein, weiß ich es noch nicht genau. Ich habe mir überlegt vielleicht Drachenkunde an der Nicholas Flamel Uni zu studieren, weil ich ja ganz begeistert von magischen Tierwesen und auch vor allem von Drachen bin... Andererseits überlege ich mir auch, vielleicht Musik an einer Muggeluni zu studieren. Lyle meinte, dass das auch zu mir passen würde", plapperte ich drauf los. Erst nach einigen Sekunden fiel mir auf, dass ich das mit der Muggeluni vielleicht hätte besser nicht sagen sollen. Schließlich wusste ich immer noch nicht auf welcher Seite Chandler stand. Aber andererseits konnte er mir in Hogwarts nichts antun und ich war ohnehin schon als Blutsverräter abgestempelt. Dennoch fuhr ich schnell fort, um vielleicht davon ablenken zu können: "Und du hast Recht. Hier in Hogwarts hat man nunmal kaum Verpflichtungen und man hat auch immer seine Freunde um sich.. Das ist außerhalb dieser Mauern leider nicht so."
Anschließend kamen wir wieder zu Lyle zu sprechen und zu dem Thema konnte ich nur sagen: "Naja, kann sein... Aber ich bin froh, dass er bei uns ist und nicht in einem Krankenhaus. Hier kann ich ihn auch etwas im Auge behalten." Und das stimmte auch. Ich sah in regelmäßigen Abständen immer nach Lyle, einfach um mir zu versichern, dass er immer noch hier war.
Nun kamen wir endlich in den Kerkern an und standen auch schon vor dem Gemälde, das in die Küche führte. Von hier aus konnte ich zum Eingang meines Gemeinschaftsraumes blicken und ich konnte gerade noch sehen, wie Casper davor stand. Als ich ihn ansah, drehte er sich gerade noch um und winkte mir zu, was ich ihm nach tat. Dann wanderte sein Blick allerdings zu Chandler und ich konnte sehen, wie er die Stirn runzelte. Na super, ich könnte mir später bestimmt erst mal etwas von ihm anhören. Da Cas selber muggelstämmig war und dazu auch noch alles von mir über die Madisons wusste, gefiel es ihm bestimmt nicht, dass ich hier gerade mit Chandler unterwegs war. Wenn man nicht so gut, wie ich wüsste, dass Cas und ich nur befreundet waren und er über Chandlers Eltern Bescheid wusste, hätte man vielleicht annehmen können, dass er die Stirn runzelte und so drein blickte, weil er eifersüchtig war. Es war schließlich schon sehr oft vorgekommen, dass uns Leute gefragt hatten, ob wir zusammen waren, einfach nur, weil wir immer zusammen unterwegs waren. Aber die meisten konnten ja nicht ahnen, dass das Alles rein platonisch war.
Um dann Cas' Blick auszuweichen, kitzelte ich schnell die Birne auf dem Gemälde und trat dann schnell in die Küche ein, als das Gemälde aufschwang.


Re: Zukunftsplay » 16
von Kate am 08.02.2019 19:21Ich beobachtete Chandler unauffällig. Er wirkte so nervös, was bei mir ja auch der Fall war. Mittlerweile fragte ich mich sogar, warum wir uns das beide antaten. Aber keiner von uns machte Anstalten zu gehen, was eigentlich ziemlich seltsam war. Vor allem für mich. Normalerweise war ich immer die erste gewesen, die die Beine in die Hand nahm, sobald ich einen meiner Verwandten oder einen Madison sah. Aber wo ich jetzt schonmal den Mut aufgebracht hatte in seine Nähe zu kommen, konnte und wollte ich nicht mehr gehen. Ein kleiner Teil von mir musste einfach herausfinden, ob Chandler tatsächlich so war, wie alle anderen seiner Verwandten.
Ich versuchte weiterhin zu lächeln, als auch er in meinen Witz mit einstieg. Na, das war doch schon einmal ein Anfang, oder? "Naja, loyal bist du auf jeden Fall. Und höflich auch... Naja, natürlich soweit ich das beurteilen kann. Das warst du zumindest mal", meinte ich. Wenn man genau zugehört hatte und eins und eins zusammen zählen konnte, dann wusste man, dass in meiner Aussage noch etwas anderes mitschwang. Man hörte raus, dass ich annahm, dass er mittlerweile nicht mehr so nett wie früher war. Aber was wusste ich schon. Eigentlich hatte ich auch kein Recht dazu, das zu denken. Aber wie hätte ich auch etwas anderes denken können, wenn er immer nur mit Todessern unterwegs war.
In mir herrschte ein wahres Gefühlschaos. Ich war erstaunt ihn zu sehen und irgendwie freute es mich sogar. Andererseits war ich ihm gegenüber auch misstrauisch und nervös. Ich hatte ihn schließlich nur als kleinen, süßen Spielkameraden gekannt. Und mittlerweile war er zu einem jungen, durchaus attraktiven, aber dennoch kühlen Mann herangewachsen.
Ich wippte etwas auf meinen Zehenspitzen auf und ab, das habe ich schon als kleines Mädchen getan, wenn ich aufgeregt oder nervös war. Auf seine Antwort hin meinte ich dann nur: "Wenn du schon nicht in den Krankenflügel willst, dann lass mich wenigstens etwas Gefrorenes aus der Küche holen, das du dann auf deine Hand legen kannst." Es fühlte sich irgendwie so an, als müsse ich mich auf irgendeine Art dankbar erweisen, weil er mir geholfen hatte das Tagebuch des kleinen Mädchens wieder zu bekommen. Und seine Hand sah mittlerweile wirklich schrecklich aus. Ich konnte kaum hinschauen, ohne dass mir sofort die Tränen in die Augen stiegen. Meine Geschwister und Eltern hatten Recht: Ich war oft einfach zu mitfühlend. Wahrscheinlich könnte ich niemals jemandem richtige Schmerzen zufügen.
Es fiel mir seltsamerweise ein Stein vom Herzen, als er anfing mir zu erzählen, was bei ihm in letzter Zeit so passierte. Naja, ich war mir sicher, dass es nur ein winziger Bruchteil von der ganzen Geschichte war. Dennoch war es ein Anfang. "Es freut mich wirklich, dass es dir gut geht", meinte ich etwas zu schnell und biss mir dann auf die Unterlippe. Ich hätte das wirklich nicht sagen sollen. Ich war ihm wahrscheinlich auch völlig egal. ich konnte mir gut vorstellen, dass er all die Jahre kein einziges Mal an mich gedacht hatte. Was ich vielleicht hätte auch so tun sollen. Bei seinen nächsten Worten sah ich ihn dann etwas geschockt an: "Also ist es wahr? Flynch ist im St. Mungos?" Es platzte einfach so aus mir heraus. Flynch und ich waren uns zwar nie sonderlich nahe gewesen, trotzdem mochte ich ihn und er war schließlich einer der besten Freunde meines Bruders. Er hatte mir schon immer etwas Leid getan. Er hatte es nicht verdient in so einer schrecklichen Familie aufzuwachsen. Und dass er jetzt auch noch im St. Mungo's war... Naja, sagen wir es mal so: Es minderte mein Mitleid nicht gerade.
Dennoch antwortete ich ihm: "Naja, mir geht es auch relativ gut. Die Schule ist zwar ziemlich anstrengend, aber dennoch geht die Schulzeit für mich viel zu schnell um... Am liebsten würde ich noch einige Jahre in Howarts verbringen." Zumal meine besten Freunde ja auch noch ein Jahr lang hier sein werden. Und ich auch noch nicht wusste, was ich nach meinem Abschluss machen sollte. Ich hatte mir überlegt vielleicht Drachenkunde zu studieren, weil mich magische Geschöpfe, und vor allem Drachen, schon immer interessiert hatten. Aber dann war da auch noch meine Leidenschaft für die Musik... Lyle hatte mir mal vorgeschlagen, dass ich an einer Muggeluni auch Musik studieren könnte, was sich auch ziemlich verlockend angehört hatte... Da fiel mir ein, dass mich Chandler ja auch noch nach Lyle gefragt hatte: "Ja, Lyle geht es auch ziemlich gut. Er hat sich zwar nach den Ereignissen letztes Jahr etwas verändert, aber das legt sich allmählich wieder."


Re: Zukunftsplay » 16
von Kate am 08.02.2019 17:39Wenn ich Chandler eine Sache im Gesicht ablesen konnte, dann war es, dass er nicht wusste, wie er mit mir umgehen sollte. Ich hätte ihm am liebsten gesagt, dass es mir genauso ging. Wir hatten uns schließlich nie wirklich gestritten, und trotzdem hatten wir seit Jahren keinen Kontakt mehr. Ich wusste so gut, wie gar nichts über ihn. Ich konnte mich nur noch an unsere gemeinsame Kindheit, die durchaus schön gewesen war, erinnern. Das war's dann aber auch. Und das machte das Alles nur noch komplizierter.
Ich wusste auch nicht, was ich davon halten sollte, dass er dem Jungen die Nase gebrochen hatte. Natürlich hatte er das wegen dem Tagebuch gemacht, trotzdem hätte ich so etwas nicht von ihm erwartet. Wenn er gleich dazu in der Lage war, dann wusste ich auch nicht, was er sonst noch so in seiner Freizeit tat.
Ich versuchte diese unangenehme Situation durch einen kleinen Witz etwas zu lockern: "Naja, nett und loyal muss ein Hufflepuff schließlich sein." Ich lächelte ihn schief an und fragte mich auch gleichzeitig, wieso er denn so höflich sprach. Aber das war wahrscheinlich auch einfach seine Art mit der Situation umzugehen. Chandler war schließlich auch schon früher immer sehr höflich gewesen.
Ich hob kurz überrascht die AUgenbrauen, als er meinte, dass ich das doch wusste. Das hörte sich ziemlich vertraut an. Naja, zumindest würde es sich so für einen Außenstehenden, der unsere Situation nicht kannte, anhören. Ich konnte gar nicht darauf reagieren, da hatte sich Chandler nämlich auch schon dafür entschuldigt. "Du musst dich doch nicht entschuldigen; du hast schließlich nichts Falsches gesagt. Es stimmt ja auch", meinte ich dann noch.
Ich hatte nur einige Sekunden lang seine Hand abgetupft, da nahm er mir auch schon da Tuch aus der Hand. Ich hätte mir denken müssen, dass er sich nicht mehr von mir verarzten lassen wollte. Es war dumm gewesen, das zu machen. Ich entfernte mich einige Schritte von ihm, weil ich ihm schließlich auch nicht auf die Pelle rücken wollte. "Nichts zu danken. Und ich würde an deiner Stelle in den Krankenflügel gehen", meinte ich mit einem etwas schmerzverzerrtem Gesicht. Zum einen, weil ich es nicht mitansehen konnte, wenn andere verletzt waren, und zum anderen, weil es mich doch irgendwie verletzt hatte, dass er so abweisend war. Gleicheitig regte ich mich darüber auf, dass ich so empfand. Ich hatte schließlich kein Recht dazu verletzt zu sein. Ich hoffte nur, dass es Chandler nicht auffiel.
Am liebsten wäre ich jetzt auch gegangen, aber irgendwie konnte ich mich nicht von der Stelle rühren. Ich musste wissen, wie es ihm ging. Deshalb fragte ich auch: "Wir haben uns schon ziemlich lange nicht mehr gesehen. Ist alles in Ordnung bei dir?" Lyle hätte mich jetzt wahrscheinlich weggezogen, wenn er das mitbekommen hätte. Er hielt mich ohnehin für naiv, weil ich immer noch hoffte, dass meine Verwandten und auch die Madisons wieder zur Besinnung kamen. Und wahrscheinlich war ich auch naiv.


Re: Zukunftsplay » 16
von Kate am 08.02.2019 16:11Ich ahnte schon, dass Chandler die ganze Sache mindestens genauso unangenehm war, wie mir selber. Das erkannte ich daran, dass er einige Augenblicke nichts mehr sagte, als er mich entdeckte. Und ich konnte es ihm nicht übel nehmen; mir ging es schließlich ebenso. Früher waren wir schließlich sehr gut befreundet gewesen, bevor sich seine ganze Familie den Todessern angeschlossen hatte. Danach hatten sich meine Eltern von unseren Verwandten und den Madisons abgeschottet, was wahrscheinlich das Richtige gewesen war. Ich war froh darüber, dass meine Eltern nicht genauso waren, wie der Rest der Reinblüter. Unwillkürlich fragte ich mich, ob Chandler auch schon zu den Todessern gehörte oder er bisher noch nicht aufgenommen wurde. Und irgendwie hoffte ich auch, dass Letzteres der Fall war. Vielleicht war es für ihn ja noch nicht zu spät... Schließlich stellte er sich im Moment auch den anderen Slytherins. Ob das aber daran lag, dass er ein gutes Herz hatte oder weil er einfach von ihnen genervt war, konnte ich nicht sagen. Das würde sich vielleicht ja noch herausstellen.
Ich wandte mich wieder dem Jungen zu, als der sein großes Mundwerk öffnete und wieder einen gehässigen Kommentar von sich ließ. Ich wusste augenblicklich wieder, warum ich mich normalerweise von solchen Leuten fern hielt. ich konnte sowas einfach nicht gebrauchen. Vor allem nicht, weil mich die meisten von ihnen Blutsverräter nannten. Ich konnte sie allesamt nicht leiden.
Dennoch brachte ich kein Wort raus. ich war nicht gut darin andere zu beleidigen, und hatte es auch nie sein wollen. So war ich einfach nicht. Deshalb war ich auch froh, dass mir Chandler zu verstehen gab, dass ich mich vorerst nicht weiter einmischen sollte. Er war schließlich besser in sowas. Ich war das nicht gewöhnt. Schließlich herrschte in unserer Familie nur Frieden, im Gegensatz zu der Familie Madison. Um die kursierte ja ein schlimmes Gerücht nach dem anderen. Zuletzt hatte ich mitbekommen, dass Flynch anscheinend wegen seinem Vater im Krankenhaus war, was mich ziemlich geschockt hatte.
Ich sah zu, wie Chandler erst mit Worten versuchte, das Tagebuch wieder zu bekommen, was aber ganz klar fehl schlug. Kein Wunder. Mit solchen Leuten konnte man schließlich nicht vernünftig reden. Was dann passierte, schockte mich aber sehr. Ich konnte für einige Sekunden nichts machen und sah nur mit offenem Mund zu, wie Chandler den Jungen volle Kanne auf die Nase schlug und dieser sofort zu bluten begann. Dann konnte ich mich jedoch wieder von meiner Starre lösen und schnappte mir schnell das Tagebuch, welches auf dem Boden gelandet war. Ich packte es schnell in meine Tasche, während ich dabei zusah, wie sich die 3 Slytherins vom Acker machten.
Dann sah ich wieder zu Chandler, der mich ebenfalls ansah. Ich konnte seinen Blick nicht deuten. Irgendwie fühlte es sich so an, als müsste ich jetzt etwas sagen, weshalb ich etwas kleinlaut meinte: "Danke... Das... Das war ziemlich mutig von dir." Ich merkte, wie sich meine Wangen augenblicklich rot färbten, weil mir die Situation noch immer ziemlich unangenehm war und ich nicht genau wusste, was ich mittlerweile von Chandler halten sollte. Wie auch? Ich hatte ihn ja schon ewig nicht mehr gesehen. Und unsere schöne Kindheit machte das Ganze dann auch nicht besser.
Ich strich mir gerade eine meiner braunen Strähnen, die mir ins Gesicht gefallen waren, hinter das Ohr, als ich bemerkt, dass Chandlers Hand, mit der er den Jungen geschlagen hatte, etwas blutete. Ich wusste nicht genau, ob es das Blut von dem anderen Jungen war, oder Chandlers eigenes. Dennoch kramte ich ein Taschentuch aus meiner Tasche, richtete meinen Zauberstab darauf und murmelte einen Zauberspruch, der das Tuch befeuchtete. Dann ging ich einige Schritte auf Chandler zu und murmelte währenddessen: "Lass mal sehen." Ich nahm vorsichtig seine Hand und wischte mit dem Tuch sanft das Blut weg. Ich musste sofort daran denken, wie ich Chandler auch früher, als Kind, schon verarztet hatte, wenn er sich weh getan hatte, weshalb sich mein Herzschlag auch sofort beschleunigte und ich schwer atmete.




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