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Re: Zukunftsplay » 1
from Jaxon on 06/10/2018 09:56 AMÜber die Frage mit dem Lieblingsbuch musste ich wirklich lange nachdenken. „Nicht direkt." antwortete ich schließlich. „Ich lese gerne Kriminalromane und Thriller. Also eher nichts für kleine Mädchen." erklärte ich. Es war mir herzlich egal, was sie von Muggelbüchern hielt, wenn sie denn überhaupt verstand, dass das welche waren. „Und du so? Oder ließt du nur Schulbücher?" ich zog die Augenbrauen hoch und betrachtete sie mit fragender Mine.
Als ich von dem Patronus – Mädchen sprach, sah sie kurz entsetzt aus, was mich wiederum schmunzeln ließ. „Du weißt schon, dass die Rede von dir war oder?" fragte ich lachend.
Erneut bildeten sich diese nachdenklichen Fältchen auf ihrer Stirn. Woran sie wohl wieder dachte? Manchmal würde ich gerne in ihren Kopf sehen können, auch wenn dieses Bedürfnis neu war und ich es nur bei ihre verspürte, war es mir seltsam bekannt. Immerhin tauchte es immer wieder auf, sobald Isis um mich herum auftauchte. Ich konnte ihren Gedanken meistens nur sehr schwer folgen und durchschauen konnte ich sie auch eher selten. Normalerweise war das kein Problem für mich, aber ihre Gefühle schienen zu heftig zu wechseln, um sie nachvollziehen zu können. Sie war... besonders. Und so sehr ich es mir auch wünschte, dass meinte ich nicht im negativen Sinne.
Als ich sie so betrachtete, bemerkte ich eine erneute Veränderung. Als sie sich zu mir drehte, sah sie zuerst noch entschlossen und konzentriert aus und im nächsten Moment wurde ihr Blick wieder leicht glasig. Entschuldigend sah ich sie an. „Tut mir leid. Ich wollte dieses Veela – Ding noch nie im Leben kontrollieren und habe deswegen auch keine Übung darin. Du bist allerdings auch die erste, die so heftig reagiert." ich zuckte mit den Schultern. Was faselte ich hier eigentlich? Ich war nicht der Typ, der sich um andere kümmerte. Es sollte mir egal sein, wie heftig sie reagierte und dass ihr das Probleme bereitete. Merlin, was war nur los mit mir? Ich visualisierte diese Veela – Anziehungskraft, stellte sie mir wie einen Teppich aus Gummi vor, der sich vor mir ausstreckte und versuchte ihn so gut es ging in mich zu ziehen, außer Reichweite des Mädchens vor mir. Fast sofort fing sie wieder an zu reden. Doppelter Schutz? Glücklicherweise erklärte sie ihren Gedankensprung, dem ich sonst unmöglich hätte folgen können. Ich schüttelte den Kopf und machte einen Schritt auf ihn zu. „Also... mein Plan ist es, dir das ganze schnell beizubringen. Desto schneller du es kannst, desto besser. Nicht, weil ich dich loswerden will, sondern eher, weil du Schutzlos durchs Leben spazierst und das bei allem, was gerade so passiert. Ich meine, die Entführung... das war schon ziemlich krass. Durftest du eigentlich zu Freya? Ich hab gehört, es war ziemlich schwer zu den Freunden zu kommen, die es so schwer erwischt hat, dass sie ins Krankenhaus kamen." ich stand nun direkt vor ihr. „Kanntest du das Mädchen und den Jungen, die gestorben sind? Quinn war glaube ich sogar Gryffindor, aber ich weiß nicht, ob du sie gut kanntest, schließlich war sie zwei Jahre älter. Und der Junge auch. Matthew glaube ich hieß er. Seine Zwillingsschwester ist in meinem Haus... Er war Ravenclaw soviel ich weiß." Eigentlich interessierte mich so etwas nicht, aber Ida redete halt viel und das hatten nun wirklich die meisten mitbekommen. Aufmerksam betrachtete ich Isis, die nun aber ganz und gar nicht so aussah, als hätte sie etwas von der Entführung mitbekommen....



Re: Zukunftsplay » 1
from Jaxon on 05/31/2018 05:19 PM„Merlin oder Gott. Was denn nun, kannst du dich mal entscheiden?" lachte ich. Ihr nächster Kommentar sorgte nur dafür, dass ich noch mehr lachen musste. Lauter laufen? Wirklich? Plötzlich wirkte sie unheimlich konzentriert und als sie dann anfing, grundlos vor sich hinzu grinsen, begann ich tatsächlich an ihrem geistigen Zustand zu zweifeln – insofern ich das nicht bereits getan hatte. Dann begann sie stotternd auf meine Frage zu antworten, auch wenn sie wohl etwas Zeit brauchte, um etwas zu finden, denn ihr Grinsen verschwand wieder und der konzentrierte Ausdruck kehrte zurück. Kleine Fältchen bildeten sich auf ihrer Stirn, als sie krampfhaft etwas zu finden versuchte, was nichts mit Schule zu tun hatte. Traurig. Naja okay, meine Hobbys beschränkten sich im Grunde auch aufs Lesen und den verzweifelten Versuch, Freya Schach beizubringen. Sie war aber immer noch wahnsinnig mies in diesem Spiel. Und ich denke nicht, dass sich das ändern würde. Aber sonst bekam ich niemanden mehr dazu, mit mir eine Runde zu spielen. Oder eher sehr selten.
Bevor sie ihre Antwort vervollständigte, erhob sie sich, jedoch nicht ohne erst zur Seite zu greifen und ein Lesezeichen zwischen die Seiten zu legen. Und was für eins! Erneut entkam mir ein Lachen, denn das rosa - funkelnde Ding sah eher aus, als würde es einer dreijährigen gehören!
Bei der Abkürzung DC stockt ich kurz. Ich hatte schon davon gehört, mich aber nicht weiter damit beschäftigt. Aber wenn Isis da mitmachte sollte ich viel- was? Nein. Wieso sollte die Tatsache, dass irgendein Mädchen Mitglied dieser Organisation war mein Interesse wecken? Das war dämlich und unbegründet und doch... Ich schüttelte den Kopf. „Meines Erachtens klingt das alles trotzdem sehr unterrichtsbezogen." ich zuckte mit den Schultern. Ihre Beschreibung ihrer Art des Adrenalinkicks, ließ mich mit hochgezogenen Augenbrauen zu ihr heruntersehen. Das ganze wollte nicht so wirklich zu ihr passen. Aber es war eigentlich ganz gut für sie. Man sollte nicht nur für die Schule leben.
„Zauberschach. Lesen. Die Gänge dieses Schlosses erkunden – am liebsten Nachts." antwortete ich und zuckte mit den Schultern. „Und neuerdings helfe ich wohl auch Mädchen beim lernen. Die eine kriegt keinen Patronus hin – vielleicht kennst du sie ja." Ich lachte. „Und die andere verunstaltet das Schachspiel." ich schüttelte den Kopf.
Ohne wirklich auf meine Umgebung zu achten und etwas unbeeindruckt, ging ich durch die Tür. Der Raum unterschied sich dieses Mal deutlich von dem vor ein paar Nächten. Er wirkte größer und leerer, da die Tische und Sessel fehlten. Aber so war er idealer um etwas zu üben, vor allem Zauber. Ich lief weiter in die Mitte des Raumes und drehte mich dann zu Isis herum. „Bereit?" ich sah sie fragend an und streckte die Arme in ihre Richtung aus um ihr zu signalisieren, dass sie herkommen sollte. „Am besten du legst deine Sachen einfach in die Ecke." schlug ich vor und strich mir die Haare aus dem Gesicht.



Re: Zukunftsplay » 1
from Jaxon on 05/20/2018 10:47 PMAm Freitag hatte ich noch bis spät in die Nacht gelesen. Und als ich das letzte mal auf die Uhr gesehen hatte, war es fast vier Uhr morgens gewesen. Aufgeschreckt hatte mich eine kleine schwarze Katze, die versucht hatte möglichst unauffällig in den Schlafsaal zu gelangen. Natürlich hatte ich Freya erkannt, aber da wir nie miteinander redeten und uns am besten stillschweigend verstanden, hatte ich gar nicht erst gefragt, wo sie so lange noch gewesen war. Mir war schon des öfteren aufgefallen, dass sie nicht beim Essen anzutreffen war und nächtelang verschwunden blieb und erst in den frühen Morgenstunden zurückkehrte. Im Grunde wäre es mir nicht aufgefallen, säße ich nicht immer noch bis zu eben diesem Zeitpunkt hier und durchforstete die verschiedensten Bücher.
Wegen des langen Wachbleibens, verschlief ich den halben Samstag und entspannte mich den gesamten Abend, indem ich mit einem Mitschüler Schach spielte. Für meine Verhältnisse früh verschwand ich an diesem Abend ins Bett und am nächsten Tag machte ich mich so schnell wie möglich auf den Weg nach draußen, wo ich meine Zeit mit einem guten Buch und Literweise Kaffee verbrachte. Glücklicherweise hatte ich all meine Hausaufgaben schon erledigt und lernen musste ich im Normalfall nicht, weswegen ich alle Zeit der Welt hatte.
Immer noch mit dem Buch unter dem Arm und einer Thermoskanne Kaffee in der Hand, machte ich mich gegen fünf auf den Weg zum Raum der Wünsche.
Ich hatte mir schon gedacht, dass Isis eine von der überpünktlichen Sorte war und so überraschte es mich ganz und gar nicht, sie bereits vor dem Raum sitzen zu sehen. Kopfschüttelnd schlich ich zu ihr und sah über ihre Schulter in das Buch, dass sie auf ihrem Schoß platziert hatte.
„Hast du neben Lernen und Schule eigentlich noch andere Hobbys?" fragte ich frech und schüttelte dann den Kopf über das Mädchen, bevor ich mich auf machte, um den Raum zu konstruieren, den wir benötigen würden.



Re: Zukunftsplay » 1
from Jaxon on 05/19/2018 01:18 PMWie paralysiert starrte sie mich an. Eine sehr interessante Entwicklung. Ich beobachtete, wie sie tiefer als unbedingt notwendig Luft holte. Ich hatte das wirklich noch nie bewusst ausprobiert. Natürlich wusste ich von einigen Mitschülerinnen, die diese Methodik bewusst einsetzten um die erwünschten Noten zu erlangen, aber ich hatte das noch nie getan.
Doch als sie plötzlich die Hände hob, erstarrte ich zur Salzsäule. Was in Dreiteufelsnamen tat sie denn da? Bewirkten diese Fähigkeiten wirklich so etwas? Eigentlich sollten die Menschen doch nur durchdrehen und einem beweisen wollen, wie toll sie doch waren? Vielleicht war das aber auch wie bei Alkohol und es wirkte von Mensch zu Mensch anders? Wie dem auch sei, diese Reaktion kam relativ unerwartet. Und ihre Nähe, die mir plötzlich mehr als bewusst wurde, brachte mich aus dem Konzept. Das letzte mal, dass mir jemand so nah gekommen war, war meine Ex - Freundin gewesen. Bei dem Gedanken an Neyla verspannte ich mich noch etwas mehr. Sie war eine der wenigen Personen gewesen, die ich wirklich gemocht hatte, aber dieses Ganze Blutstatus – Gehabe hatte uns auseinandergebracht.
Ich stellte meinen Blick wieder scharf und betrachtete Isis weiterhin, immer noch unfähig mich zu bewegen, der Schock saß einfach noch zu tief.
Ich wusste nicht, ob ich es kontrollieren konnte, aber ich versuchte, diese komische Fähigkeit, die mit meinen Veelagenen zusammenhing, zurückzuziehen, aber ob es funktionierte, wusste ich nicht. Als sie plötzlich über mein Gesicht fuhr, war ich mir ziemlich sicher, dass ich das nicht unter Kontrolle hatte. Oh oh. Aber wäre es ihr nicht wieder peinlich, wenn ich jetzt einfach gehen würde? Aber was wäre, wenn ich sie aufhalten müsste, bevor sie einen... nun ja in ihren Augen, einen Fehler beging? Wäre ihr das nicht noch unangenehmer? Die Sache war auch die, dass ein Teil von mir ja wollte, das sie weitermachte. Er war nicht unbedingt groß oder sonderlich stark, aber er war eben da.... Und das reichte anscheinend, um mich um ihr Wohlbefinden zu sorgen. Sehr lästig. Es war so viel einfacher, sich nicht um Menschen zu kümmern, wenn sie einem egal waren.
Verzweifelt versuchte ich , diese Fähigkeit wegzuziehen, damit sie klar denken und selbst entscheiden konnte. Und dann spürte ich ihre Lippen an meinen und die Überraschung darüber, überwältigte mich und der Schock fuhr mir durch den Körper. Was tat ich hier eigentlich? Ich wollte sie zu nichts zwingen! Das war ziemlich unfair und das mich das kümmerte war verwirrend.
Erst als ich nach hinten stolperte und ihr nachsah, wie sie ging, wurde mir langsam klar, was sie gesagt hatte. Also hatte es vielleicht doch funktioniert und ich hatte Kontrolle über mein Wesen? Das würde ich bald wissen, immerhin hatte sie zugestimmt, mir zu helfen. Ich grinste und begann, die Bücher aufzuheben, die sie vergessen hatte beziehungsweise, die ich sie hatte vergessen lassen.
Ich war mir noch nicht sicher, ob es gut oder schlecht war, dass dieses kleine Mädchen solch einen Einfluss auf mich hatte. Nicht einmal Neyla hatte das gehabt und sie hatte ich mindestens hundert mal solange gekannt.
Ich stellte kopfschüttelnd das letzte Buch zurück – es hatte eine kleine Ecke, die ich mit einem einfachen Zauber wieder verschwinden ließ und sah dann abermals zu der Stelle, an der Isis verschwunden war. Dieses Mädchen... ich schüttelte zum wiederholten Male den Kopf, schnappte mir meine Sachen und lief zurück zu meinem Gemeinschaftsraum. Ich bemerkte nichts und niemanden, ich wusste nicht mal, wie spät es war oder ob noch jemand anzutreffen war – wie gesagt, selbst wenn hätte ich es nicht bemerkt, denn gedanklich war ich bei dem Mädchen, das mir wohl ein Rätsel bleiben würde. Sie widersprach diesem typischen Mädchenbild so sehr. Sie war keines dieser nervigen, kindischen, kichernden Wesen, die sich nur in Rudeln bewegten und nichts alleine konnten. Es war sehr unterhaltend, dass sie eine gewisse Schlagfertigkeit an den Tag legen konnte, dass sie frech war und sich nicht schämte etwas zu essen, nur weil es kurz den Boden berührt hatte.
Grinsend ließ ich mich in einen Sessel vor dem Kamin fallen, schnappte mir ein Buch und studierte weiter die Runen, welche in diesem zu finden waren. Ich hatte schon herausgefunden, dass es sich um ein altes Märchenbuch handelte. Die Geschichten waren relativ einfach gehalten, also ein Buch für Kinderohren.
Das sehr untypische Grinsen in meinem Gesicht verschwand den gesamten restlichen Abend nicht, doch die Blicke, die es auf sich zog, bemerkte ich gar nicht. Und ich schlief das erste Mal seit langem wieder problemlos ein und vor allem durch. Und das, obwohl mich Schokotörtchen, herumfliegende Bücher und aufgeregt glitzernde Augen in meinen Träumen verfolgten.



Re: Zukunftsplay » 1
from Jaxon on 05/18/2018 08:12 PMGespannt und mit leicht schiefem Grinsen betrachtete ich sie weiter. Ob sie sich wohl noch andere Ausreden einfallen lassen würde? Ich hoffte nicht, denn wir beide wussten ganz klar, was sie hier getan hatte.
Sie so sehr aus der Fassung zu bringen, bereitete mir mehr Vergnügen, als es das wohl sollte. Aber spielte das eine große Rolle? Für sie vielleicht schon, schließlich musste sie gerade um ihren Verstand kämpfen und nicht ich.
Kurz betrachtete ich, wie ihr Blick sich klärte und ein entschlossener Ausdruck auf ihr Gesicht trat, nur um bei meinem wiederholten Näherkommen wieder abzudriften. Mein Grinsen wurde breiter. Diese Kontrolle war durchaus faszinierend.
Ich glaube, ich hätte das Ganze noch etwas mehr ausgereizt, hätte mir ihr plötzliches Hyperventilieren keine Sorgen gemacht. Ich wollte ja nicht riskieren, dass sie umkippte. Sie einmal durchs halbe Schloss zu tragen hatte mir vorerst gereicht. Sie war nicht schwer oder etwas dergleichen. Ich war nur einfach nicht der Typ dafür und dieses Mal könnte es ja sogar Zeugen geben und das wollte ich vermeiden. Es war mir ganz recht, dass alle einen gesunden Abstand zu mir hielten, weil sie dachten, ich würde sie sonst anfallen. Oder was auch immer sie dachten.
Menschen lagen mir einfach nicht. Sie waren kompliziert und unverständlich und verwirrend. Egal wie leicht man ihre Gefühle und Stimmungen durchschauen konnte, der Grund und wie ich damit umgehen sollte, stellten mich immer wieder vor unlösbare Probleme.
Ich mochte andere Menschen einfach nicht, denn Menschen zu mögen war anstrengend und wenn ich etwas hasste, dann waren es große Anstrengungen. Ich versuchte mich auf das Buch in meiner Hand und das Einsortieren desselben zu konzentrieren und ihren Blick, den ich im Rücken spürte zu ignorieren. Es misslang mir gründlich und ich hoffte, sie wusste nicht, wie sehr ich mich von ihr beeinflussen ließ. Noch lange nicht so sehr, wie ich sie, aber genug um mich gründlich zu beunruhigen.
Auf ihre Frage zuckte ich mit den Schultern. „Wenn du willst." Ich verbiss mir, meine Worte von unserem letzten Treffen zu wiederholen. Natürlich würde ich ihr helfen. Sonst würde ich es ja wohl kaum vorschlagen. Mein Grinsen, weil sie mal wieder ihre Stimme nicht unter Kontrolle hatte – sie war etwas zu hoch um gelassen zu klingen – konnte sie leider nicht sehen, da ich immer noch mit dem Rücken zu ihr dastand. Kurz herrschte Schweigen und ich glaubte, sie sammelte sich, da sie tief durch zu atmen schien. Als sie dann wieder sprach, klang sie etwas gefasster als zuvor. Interessant. „Ich werde da ein." versprach ich und stellte das letzte Buch an seinen rechtmäßigen Platz.
Ihre Frage nach meinen Hausaufgaben, brachte mich zum lachen. „Irgendwann muss ich sie ja machen, richtig?" Ich drehte mich zu ihr herum und betrachtete grinsend, wie sie die Bücher magisch zurück an ihre Plätze beförderte. Das unsere liebe, immer gut gelaunte Bibliothekarin das ganz und gar nicht gerne sah, da immer wieder Unfälle passierten, überging ich einfach mal.
Ich betrachtete das bunte, recht auffällige Buch dabei, wie es zurück ins Regal flog. „Willst du mir wirklich helfen, meine Gene besser einsetzten zu können?" fragte ich schelmisch grinsend und trat wieder auf sie zu. Ich stand nun direkt vor ihr und hörte das Buch hinter mir zu Boden fallen.
„Anscheinend hat da jemand Konzentrationsschwierigkeiten." lachte ich leise und sah zu ihr herab. „Vielleicht sollte ich wirklich üben. Stellst du dich als Versuchskaninchen zur Verfügung?" erneut lachte ich leise. Unterbewusst nahm ich war, dass ich sie unfairer Weise zwischen der Wand, dem Tisch, den Stühlen und mir eingekesselt hatte. Das war ein ziemlich gemeines Experiment, aber der Ausgang interessierte mich trotzdem. Unwillkürlich fragte ich mich, was wohl passieren würde, wenn ich nicht wollen würde, dass sie unter einer Konzentrationsschwäche leiden sollte. Aber da ich das sehr wohl wollte und deswegen meinen Genen freien Lauf ließ, würde ich das wohl vorerst nicht herausfinden.



Re: Zukunftsplay » 1
from Jaxon on 05/07/2018 07:34 PMSchmunzelnd betrachtete ich Isis, während sie versuchte sich quasselnd herauszureden. Nebenbei gesagt, verfing sie sich dabei in einem Netz aus Peinlichkeit. Letzten Endes verdrehte ich nur noch die Augen und betrachtete, wie ihr Kopf die verschiedensten Schattierungen der Farbe Rot durchlief.
Das alles, was sie erzählte, gelogen war, war mir klar. „Komisch. Vielleicht haben sie ja den Lehrplan geändert, aber ich habe diese Themen erst jetzt." ich grinste. Es war klar, dass der Lehrplan nicht geändert worden war. Dieser Lehrer würde das wohl niemals tun und das wussten wir beide. Als ihr Blick plötzlich leicht glasig wurde, seufzte ich, nahm ihr das Buch aus der Hand und legte es auf den Tisch. Als sie sich dann immer noch nicht rührte, ergriff ich vorsichtig ihre Handgelenke und drückte sie leicht nach unten, sodass sie natürlicher dasaß und nicht mehr so, als hätte sie immer noch ein Buch in der Hand. Grinsend beugte ich mich ein Stückchen nach vorne und flüsterte: „Du hättest mich auch einfach fragen können." Dann machte ich einen großen Schritt zurück, um ihr das Denken wieder zu ermöglichen. Normalerweise machte ich mir nichts aus anderen Menschen. Wie es ihnen ging war mir schlicht und ergreifend egal und ich nahm schon gar keine Rücksicht auf diese. Aber Isis schien genauso Macht über mich zu haben, wie ich über sie. Was im Allgemeinen schon nicht ganz normal war. Ja, ich hatte Veelagene, aber eigentlich waren diese nicht stark genug um einen Menschen so sehr zu beeinflussen. Meine Mutter hatte das sehr gut gekonnt, aber die war ja auch etwas näher an einer hundert prozentigen Veela dran gewesen, als ich mit meinen vielleicht fünfzig Prozent. Wenn überhaupt. Ich bewirkte diese Reaktion nur, wenn ich es sehr sehr wollte, oder wenn mich jemand sowieso schon... nun, nennen wir es mal mochte.
Mir fiel auf, dass ich ihre Frage vorhin ignoriert hatte, naja eigentlich hatte sie mir auch nicht wirklich Zeit gelassen um zu antworten und im Grunde wäre es ihr in diesem Zustand wohl auch nicht aufgefallen, wenn ich gar nicht geantwortet hätte, aber ich tat es trotzdem, jetzt wo wieder etwas Abstand zwischen uns lag und ihr Kopf wieder etwas freier war. „Ich musste meine Arithmantik Hausaufgaben erledigen und die ganzen Spinner aus meinem Haus machen solchen Lärm im Gemeinschaftsraum, dass ich flüchten musste und die Bibliothek ist immer ein guter, ruhiger Ort um so etwas schweres zu erledigen." erklärte ich. „Außerdem konnte ich mir hier besser darüber Gedanken machen, wie ich dir helfen kann, was dein Patronus – Problem angeht." sagte ich und grinste sie an. Das entsprach nicht ganz der Wahrheit. Ich hatte schon gewusst, wie ich ihr helfen konnte, aber das spielte keine Rolle. „Also sag mir einfach, wann du Zeit hast für eine zweite Trainingsrunde." forderte ich. Und dann, nur um sie zu ärgern und weil es erstaunlich viel Spaß machte, streckte ich eine Hand nach ihr aus und strich ihr eine Strähne hinters Ohr. Noch etwas sehr untypisches für mich. Ich grinste, zog spielerisch die Augenbrauen nach oben, ignorierte das Kribbeln meiner Fingerspitzen an den Punkten, an denen sie Isis' Haut berührt hatten, und drehte mich um, um mein Buch zurück an seinen Platz zu bringen.



Re: Eigene Änderungen
from Jaxon on 04/23/2018 10:34 PMIch wollte nur kurz bescheid geben, dass ich den Avatar von Jaxon wechsle

(zu Austin Butler)



Re: Zukunftsplay » 1
from Jaxon on 04/21/2018 03:57 PMMehr als ein bisschen verwirrt ließen die Mädchen mich zurück. Ich steckte die Blume mit in die Vase, die auf dem Tisch stand, und aß dann möglichst ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen auf.
Doch erst als Freya grinsend die Halle betrat und Isis ihr nicht folgte, wagte ich es aufzustehen und das Weite zu suchen. Das waren sowieso erstmal genug Menschen für einen Tag.
Ich ging schnell in den Gemeinschaftsraum und erledigte meine Aufgaben – es brachte mich auf andere Gedanken, die seltsamerweise sonst immer wieder zu dem verzweifelten Mädchen schweiften, das unbedingt einen Patronus erschaffen wollte.
Ich brütete gerade über der Hausaufgabe für Arithmantik, als die anderen aus meinem Haus hereinkamen und es sehr unruhig wurde. Vielleicht hätte ich doch zu erst diese Aufgaben machen sollen, aber an die anderen Unruhestifter hatte ich gar nicht mehr gedacht. Ich brauchte sowieso noch dieses eine Buch um das hier sinnvoll hinzubekommen, also packte ich meine Sachen und lief ohne weitere Umwege zur Bibliothek. Dort angekommen setzte ich mich in eine ruhige Ecke, zog das Buch, welches ich brauchte aus dem Regal und setzte meine Arbeit fort. Es war trotz des Buches recht kompliziert und beanspruchte mehr Zeit, als ich gedacht hatte, aber nach einiger Zeit war ich mit dem Ergebnis zufrieden und begann meine Sachen wieder zusammenzupacken.
Kurz bevor ich die Bibliothek verließ, fiel mein Blick auf einen mir seltsam vertrauten Rücken.
Das war unverwechselbar Isis. Sie schlief auf ein paar aufgeschlagenen Büchern und kurz überlegte ich tatsächlich, sie einfach schlafen zu lassen, aber wer weiß, was mich letztendlich dazu trieb, dennoch zu ihr zu gehen.
Als mein Blick auf die Bücher fiel, musste ich kurz schmunzeln. Daher wehte also der Wind. Na mal sehen, ob ihr das gleich peinlich sein würde. Vielleicht hatten sie das aber gerade auch einfach nur im Unterricht und sie musste eine Aufgabe erledigen? Aber ich sah nirgendwo ein Blatt Pergament oder Feder und Tinte. Anscheinend war es das gewesen, was Freya ihr vorhin so dringend hatte erzählen wollen.
Vorsichtig rüttelte ich sie wach. „Vielleicht solltest du lieber in deinem Bett schlafen. Oder musst du noch mehr herausfinden?" ich wies auf die Bücher vor ihr.



Re: Zukunftsplay » 1
from Jaxon on 03/30/2018 12:26 PMIch sah ihr nach, als sie in ihrem Gemeinschaftsraum verschwand. Das war schon ein seltsames Mädchen. Seltsam, aber faszinierend. Ich schüttelte den Kopf – ob über mich oder über sie war mir selbst nicht ganz klar, dann wandte ich mich um und machte mich selbst auf den Weg in mein Bett. Ich fühlte mich nun doch endlich mal müde genug um zu schlafen.
Ohne noch groß irgendetwas anderes zu machen, fiel ich in meine Bett und fiel zum ersten Mal seit langer langer Zeit wieder in einen ruhigen, traumlosen Schlaf, den ich ganz sicher Isis zu verdanken hatte.
Am nächsten Morgen war ich mir nicht mehr sicher, ob das gestern Abend alles wirklich passiert war. Naja, das es passiert war, da war ich mir ziemlich sicher, nur ob es wirklich so geschehen war, wie ich es in Erinnerung hatte...
Ich schaffte es zum Frühstück zu gelangen, ohne mich über die Sticheleien von Ida zu ärgern oder einer gewissen Person aus meinem Haus zu begegnen. Und das alleine versetzte mich in eine recht gute Stimmung, die für mich recht unüblich war. Wie immer saß ich neben einem Mädchen, das einen Jahrgang unter mir war. Wir hatten noch nie wirklich miteinander gesprochen. Einerseits, weil ich nicht wirklich gesprächig und sie denke ich mehr als ein bisschen schüchtern war.
Sie hob plötzlich den Kopf, was ihr meine Aufmerksamkeit einbrachte und schien per Handzeichen jemanden dazu aufzufordern, sich zu beeilen. Jetzt erinnerte ich mich auch wieder an ihren Namen. Freya. Ich sah zu der Person, der sie zu verstehen geben wollte, aus dem Knick zu kommen - oder war es doch nur ein Gruß gewesen? - und erstarrte. Isis saß verträumt dort. Kannten sie sich etwa? Jetzt, wo ich Isis betrachtete, war mir auch klar, was Freya erreichen wollte. Isis sollte aufhören zu träumen. Ich sah sie grinsend an. Anscheinend schien der Schlafmangel ihr mehr zu schaffen zu machen als mir.
Als sie langsam den Kopf hob und verwirrt in die Gegend starrte, als hätte sie gerade jemand aus einem Dornröschenschlaf erweckt, konnte ich mir ein leises Lachen einfach nicht verkneifen. Das wiederum brachte mir die Aufmerksamkeit meiner unmittelbaren Umgebung ein, da sie mich noch nie Lachen gehört hatten. Na super.



Re: Zukunftsplay » 1
from Jaxon on 03/15/2018 11:52 PMIch betrachtete sie dabei, wie sie die Augen schloss und anscheinend konzentriert versuchte, an etwas schönes zu denken. Was war denn daran so schwer?
Als sie verbissen die Lippen zusammen presste, runzelte ich die Stirn. Das sah jetzt nicht unbedingt nach einer schönen Erinnerung aus. Ich wollte gerade etwas sagen – sie zurück ins hier und jetzt holen, da sie immer unglücklicher zu werden schien, und das konnte ich jetzt wirklich nicht gebrauchen und sie schon gar nicht – als sie plötzlich einen Satz nach vorn machte und flüchtete. Was war denn jetzt los? Irritiert betrachtete ich das zitternde Mädchen vor mir. War das Wut oder Trauer? Anscheinend eine Mischung aus beidem. Ich war noch nie schlecht darin, Stimmungen zu erkennen, aber wie ich damit jetzt umgehen sollte, wusste ich auch nicht.... Sie achtete gerade nicht sonderlich auf mich, also könnte ich vielleicht einfach verschwinden?
Am liebsten hätte ich das wirklich getan, vor allem jetzt, da sie sich auf das Sofa flüchtete und sich zusammenrollte, wie ein misshandelter Hund der gleich erwarten musste, von seinem Herrchen geschlagen zu werden. Aber das kam mir falsch vor. Eigentlich war mir das ja immer egal, aber dieses Mal hatte ich das Gefühl, richtig handeln zu müssen. Etwas tief in mir, konnte die kleine Gryffindor nicht hier zurücklassen.
Nervös strich ich mir die Haare aus dem Gesicht. Aber was sollte ich dann tun? Bevor ich wirklich darüber nachgedacht hatte, hatte mein Mund sich schon selbstständig gemacht und sehr unsensible Worte geformt. „Fang jetzt bloß nicht an zu heulen. Du solltest an etwas schönes denken. Das ist noch der einfache Part." Jap, das war mit ziemlicher Sicherheit nicht sehr hilfreich.
Als sie dann tatsächlich schluchzte, war ich mit meinem Latein vollkommen am Ende. Und jetzt? Sollte ich sie jetzt trösten? Aber das hatte ich noch nie getan und es auch eigentlich niemals vorgehabt... Ich versuchte mich daran zu erinnern, was meine Mutter getan hatte, wenn ich traurig war, aber die Erinnerungen lagen zu weit zurück und verblassten bereits wie Tinte auf Papier, die man zu lange der Sonne ausgesetzt hatte. Da war etwas mit heißer Schokolade gewesen... Aber das war wenig hilfreich – wo sollte ich die denn jetzt herbekommen? Fast im selben Moment hätte ich mir am allerliebsten mit der flachen Hand gegen die Stirn gehauen. Wir befanden uns im Raum der Wünsche.
Ich raffte meinen Mut zusammen und setzte Projekt Trösten in Gang. Ich setzte mich zu ihr und zog sie vorsichtig von der Lehne weg in meine Arme. „Ähm...." ich räusperte mich und klopfte ihr sanft auf die Schulter. „Das wird schon irgendwann... Es muss ja nicht immer alles gleich klappen..." versuchte ich es dann. Da das ziemlich armselig war, hielt ich lieber die Klappe und konzentrierte mich stattdessen darauf, auf dem Tisch vor mir eine Tasse mit dampfenden Kakao erscheinen zu lassen. Glücklicherweise funktionierte es und der süßliche Schokoladengeruch erfüllte schnell den ganzen Raum. „Ich hab mal...hm...gehört, dass Schokolade in solchen Situationen Wunder bewirken soll." sagte ich Schulterzuckend und deutete auf die Tasse hin. Hoffentlich würde es helfen, denn wenn ich mit einem noch weniger anfangen konnte, als mit kreischenden, kichernden Mädchen oder eher Mädchen im Allgemeinen, dann waren es weinende Mädchen. Ich war immer der Erste, der in solch einer Situation die Flucht ergriff.
Erleichtert betrachtete ich, wie sie Tränenlos nach der Tasse griff und trank. Na wenigstens etwas. Ich hatte das Gefühl, dass ich besser nicht sprechen sollte, weswegen ich die Stille auch dankend annahm und gar nicht erst in Erwägung zog, diese zu durchbrechen.
Isis wirkte plötzlich noch erschöpfter und müder, als zuvor. Ich glaubte sogar, sie könnte jeden Augenblick einschlafen... Eins war jedenfalls klar: Den Patronus würden wir heute nicht weiter üben können. Wir hätten es wahrscheinlich auch ohne den Schlafmangel ihrerseits nicht geschafft, da sie viel zu negativ aufgeladen war.
Als sie wirklich wegzunicken schien, seufzte ich leise. Hoffentlich war sie so leicht, wie sie aussah... Ich stand vorsichtig auf und nahm sie auf die Arme, wie ein Kleinkind, das man ins Bett trug nachdem es im Bett der Eltern eingeschlafen war. Zumindest kam so etwas häufig in den Muggelfilmen vor.
Warum ich das tat, wusste ich nicht. Jeden anderen hätte ich einfach alleine in diesem Raum zurückgelassen. Und selbst wenn ich es nicht getan hätte, hätte ich ihn einfach neben mir her schweben lassen. Der Zauber war nun wirklich nicht schwer, aber ich hatte das Gefühl, dass ihr das nicht gut tun würde. Ich würde auch nicht aufwachen wollen und feststellen müssen, dass ich ein paar Meter über der Erde schwebe. Verdammt nochmal! Was kümmerte mich das?! So etwas ging mir normalerweise total am Arsch vorbei! Normalerweise, fände ich es sogar amüsant, wenn jemand so aufwachen würde und vor Panik wild mit den Armen rudernd versuchen würde herauszufinden, was ihn in diesen Zustand versetzte. Aber 'Normalerweise' schien bei diesem Mädchen wohl nicht zuzutreffen.
Ich spähte in den Gang vor dem Raum der Wünsche und stellte erleichtert fest, dass dieser immer noch still und menschenleer war.




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