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Freya

23, Weiblich

Hogwarts [ehem.] Slytherin Jahrgang 6 Reinblut Naiv Demiguise Covenant Duellierclub Animagus Mauerblümchen Frei Mauerblümchen

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Re: Vergangenheitsplay » 20

von Freya am 21.09.2018 11:30

Ich nickte und überlegte, was ich tun sollte, wenn sie jetzt panisch werden würde. Panik war selbst am Anfang einer Schwangerschaft nicht gut. Aber ich wusste ja, was man bei einer Panikattacke tun musste. Also würde ich vorbereitet sein, falls es so weit kommen sollte. Doch anscheinend bekam sie das ganz gut alleine hin. Ich holte zittrig Luft. Ich hatte gar nicht mitbekommen, wie nervös ich geworden war.
Ich folgte ihrem Blick, aber da war einfach nichts zu sehen. Also war sie, wenn sie wirklich schwanger war, noch nicht sehr lange schwanger. Allerdings hatte ich mich mit der ganzen Thematik noch nicht so sehr beschäftigt, dass ich wusste, ab wann man überhaupt etwas sah...
Ich folgte ihren Anweisungen und schloss damit den Honigtopf. Weswegen ich eigentlich hier war, hatte ich schon wieder vergessen.
Erst als sie plötzlich rot wurde, und das scheinbar nicht vor Wut, wurde ich wieder ruhiger. Mein Herz wurde langsamer, meine Muskeln entspannten sich. War sie doch nicht so sauer, wie ich gedacht hatte? War alles wieder gut, weil ihr Matthew zurück war? Ich bezweifelte es, denn alles, was die Todesserin gesagt und getan hatte, hatte auch auf mir spuren hinterlassen. Sichtbare, aber aber auch unsichtbare. Beispielsweise sah man noch die Kratzspuren auf meinem Arm, die ich mir unter dem Folterfluch stehend selbst zugefügt hatte.
Als sie weiter redete, nahm meine Gesicht einen ähnlichen Ton an, wie ihres. Merlin! So etwas musste sie mir nicht erzählen, das wirkte doch sehr privat. „Das freut mich." ich lächelte zaghaft, denn es klang wirklich so, als hätte sich zumindest zwischen den beiden wieder alles eingerenkt und das gönnte ich ihnen auch. Sie hatte wohl eine ganze Menge abbekommen. Aber danach würde ich jetzt nicht fragen. Lieber nicht. Später. Vielleicht. Oder doch nie... wer weiß.
Ihre Frage ließ mich auf meine Lippe beißen. Ich holte zittrig Luft und nickte dann. „Ja. Um ehrlich zu sein. Es ist ein Zaubertrank, der es einem anzeigt. Durch Farben. Keine Sorge, man muss ihn nicht trinken oder so." Ich hatte das Gefühl ihr erklären zu müssen, warum ich diesen Trank kannte. „Bevor du dich fragst, warum eine Fünfzehnjährige..." mein Blick wanderte zur Uhr „...ich meinte Sechzehnjährige soetwas weiß: Ich mag Zaubertränke und meine Schwester - oder ehemalige Schwester? - hat ihn einmal gebraucht." gestand ich. Dann schlug ich mir die Hand vor den Mund. Ich konnte wirklich keine Geheimnisse bewahren! Obwohl, eigentlich sollte ich ja nur ihren Eltern nichts sagen.... „Also ich kann das. Falls du willst, meine ich. Wenn du mir nicht vertraust, verstehe ich das natürlich auch." nach dem ganzen sinnlosen Gequassel, kniff ich die Lippen zusammen. Ich sollte weniger reden. Deutlich weniger.


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Re: Zimmer XY

von Freya am 19.09.2018 10:30

Es war im Moment einfach viel zu viel, was wieder hochkam. Die Bilder des scheinbar toten Indigos, die panische Aspen und natürlich die eiskalten Augen der Todesserin, die gewirkt hatten, als wären Worte wie Liebe, Güte und Freundlichkeit lächerliche Fremdworte für sie. Vermutlich war es auch so. Allein der Gedanke an den Wahnsinn in ihren Augen, dieser Hass auf scheinbar die ganze Welt, ließ mich erschaudern. Mir war plötzlich unendlich kalt. Sie war in meinem Kopf. Sie konnte alles lesen. Jedes Geheimnis, jede Winzigkeit aus meinem Leben – sie hatte einfach auf alles zugreifen können. Mir wurde schlecht.
Die Wärme, die von Professor Van de Ferrers Körper auf mich übertragen wurde, half. Und auch die Tatsache, dass mich jemand im Arm hielt, war sehr beruhigend. Mein Herz wurde wieder langsamer, normaler und ich konnte auch wieder besser atmen. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich mich nahezu an die Professorin klammerte, bis ich mich wieder beruhigt hatte, so dass auch die ruhige Stimme des Heilers wieder zu mir durchdrang. Aber er erzählte mir auch nicht wirklich etwas neues. Das sagten sie immer. Man würde wieder gesund werden, solange man sich nur ausruhte. Ich wusste nicht, wie oft ich diesen Satz in meinem Leben schon gehört hatte. Viel zu oft, wie mir schien. Trotzdem nickte ich. Er meinte es ja nur gut und konnte nichts dafür, dass ich schon so oft hier gewesen war und diesen Satz hören musste.
Langsam ließ ich Professor Van de Ferrers los und lehnte mich wieder zurück. Das Piepsen bemerkte ich kaum, da ich immer noch fragend meine Professorin ansah, denn die Frage, wieso ausgerechnet sie hier war, hatte sie mir immer noch nicht beantwortet. Daher bemerkte ich auch das leichte Lächeln, mit dem sie den Heiler bedachte und die Röte, als er sich verabschiedete. Ich runzelte die Stirn. Vielleicht war das ihr Freund? Ihr Mann? Aber sie siezten sich.... Stand sie auf ihn? Das war seltsam und ging mich definitiv nichts an. Allerdings klärte sich damit die Frage, wieso sie hier war. Ich grinste in mich hinein – auch wenn mir eigentlich nicht wirklich nach Grinsen zu mute war – und murmelte ein leises „Verstehe..."
Auf ihre Frage blinzelte ich nur verwirrt. Sie hatte den Arzt doch gehört oder? Mir ging es gut... Oder war sie zu abgelenkt gewesen, um ihm zu zu hören? Ich runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf um die Gedanken loszuwerden. Das mit dem Heiler und meine Professorin war mir zu schräg. Dann fiel mir auf, dass sie das Kopfschütteln auch auf ihre Frage beziehen könnte, weswegen ich schnell ein „Mir geht es gut." hinterherschob. Ob das wirklich in allen Bereichen stimmte, würde ich wohl nach und nach herausfinden.
Hunger oder Durst hatte ich erstmal keinen, aber dafür einen Haufen an Fragen. „Was ist mit den anderen? Wo ist Ava? Muss ich Hogwarts verlassen?" fragte ich auch gleich drauflos.


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Re: Vergangenheitsplay » 20

von Freya am 11.09.2018 14:23

Insofern das überhaupt möglich war, wurde sie noch blasser. Bei den Muggeln hatte das mal als königliche oder zumindest adelig gegolten. Allerdings musste ich eher an ein Gespenst denken, als an eine Prinzessin, was allerdings eher an ihrem panischen Gesichtsausdruck lag. Sonst könnte ich mir Amelia sehr gut als Adelige vorstellen. Doch das spielte gerade keine Rolle. Geistesgegenwärtig, wie ich es mir in letzter Zeit eher selten zutraute, schob ich ihr den Eimer näher, der nun in meiner Reichweite war und ihn den sie sich wohl vorhin schon einmal übergeben hatte. Glücklicherweise hatte sie die Beweise dafür verschwinden lassen. Ich kam zwar erstaunlich gut da mit klar, allerdings war es deswegen noch lange nicht das schönste, was ich mir vorstellen konnte.
Auf ihre Antworten nickte ich nur. „Daraus lässt sich noch lange nichts sehr eindeutiges schließen... Es sind nur Hinweise." murmelte ich. Mir lag der Zaubertrank, der es eindeutig beweisen könnte bereits auf der Zunge, allerdings traute ich mich nicht, es ihr anzubieten. Vermutlich würde sie lieber unwissend sterben, als mir die Aufgabe, herauszufinden ob sie tatsächlich schwanger war, anzuvertrauen.
„Kann ich dir dabei helfen?" fragte ich unsicher. Irgendwas musste ich ja tun, um wenigstens ein bisschen Buße zu tun. Auch wenn das noch lange nicht ausreichen würde. Niemals. Aber sie sah wirklich nicht so aus, als wäre sie dazu gerade vollends in der Lage und falls sie sich doch nochmals übergeben müsste, sollte sie vielleicht lieber in der Nähe des Eimers bleiben....
Ihre etwas zickige Erwiderung, ließ mich zurückweichen, bis ich gegen ein Regal stieß, aus dem zum Glück nichts herausfiel. Das hätte mir gerade noch gefehlt. Im Grunde hatte ich doch die Ganze Zeit darauf gewartet, dass sie unfreundlich wurde. Die ganze Freundlichkeit, mit der sie mich behandelt hatte, seit ich den Laden betreten hatte, war mir sowieso nicht geheuer. Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Wenn sie mich endlich anschreien und ihre Wut herauslassen würde, würde ich besser damit klarkommen. Zumindest besser, als mit dem Warten auf den Ausbruch. Allerdings schien sie nicht zu wissen, was ich eigentlich mit der Frage bezweckt hatte und ich hatte das dringende Bedürfnis, es ihr zu erklären. Danach konnte sie mich bestimmt erst recht nicht mehr leiden. Vielleicht würde es die ganze Anspannung etwas lösen. Also holte ich tief Luft und plapperte einfach los, etwas, das ich sehr selten tat. Eigentlich war ich, wenn überhaupt, für meine stille, schüchterne Art bekannt. „Ich weiß, dass man auf Gerüchte eigentlich nicht viel geben sollte und so, aber ich habe gehört, dass du auf der Abschlussfeier ziemlich viel getrunken hast und dich jemand weggebracht hat und du warst wohl die ganze Nacht nicht da, also nicht in deinem Bett. Ich weiß das nur, weil ich am nächsten Morgen getarnt zum Zug bin und auch während der Fahrt so geblieben bin und darüber haben sich zwei Mädchen aus deinem Haus unterhalten, neben denen ich im Zug geschlafen habe und deswegen wollte ich nur sichergehen, dass du weißt wer.... also falls du schwanger bist..." ich senkte den Blick und sprach nun auch die letzten Worte aus, mein Kopf glühte in leuchtendem Rot. „Ich habe mir nur Sorgen gemacht, dass du vielleicht nicht weißt, wer der Vater ist. Es ist nämlich blöd, nicht mit seinen richtigen Eltern aufzuwachsen." die letzten Worte rutschten mir eher ausversehen heraus, aber das spielte jetzt auch keine Rolle mehr. Ich blinzelte die Tränen weg. Den erneuten Blick zum einzigen Fluchtweg, konnte ich mir mal wieder nicht verkneifen. Blöder Fluchtinstinkt.


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Re: Zimmer XY

von Freya am 09.09.2018 14:40

Irgendwie fühlte sich alles schwer und zur gleichen Zeit betäubt an. Es war unangenehm, da doch irgendetwas schlimmes passiert war und ich mich nicht bewegen konnte. Die Maske der Todesserin und die Erinnerungen an den Schmerz kehrten zurück. Augenblicklich fühlte ich mein Herz schneller schlagen. Panik durchflutete mich. Wo war sie? Wo war sie hin? Von wo würde der nächste Angriff erfolgen? Oder war ich schon tot? Fühlte sich das so an? War ich wegen des Verrats in der Hölle gelandet und musste auf Ewig dieses seltsame Nichts ertragen?
Durch meine panischen Gedanken vernahm ich ein seltsames Geräusch und eine seltsam bekannte Stimme. Sie war nicht bedrohlich, zumindest konnte ich sie etwas ungefährlichem zuordnen. War ich etwa sicher? War es endlich vorbei? Ich versuchte die Augen aufzuschlagen und vernahm eine ruhige, recht sachliche Stimme. „Sie wacht auf. Wahrscheinlich ist sie etwas irritiert. Machen Sie sich keine Sorgen." Sie? Wer war sie? Wer sorgte sich um mich? Ava? Meine Mom? Ich blinzelte verwirrt und sah in das lächelnde Gesicht eines mir unbekannten Mannes. „Willkommen zurück." lächelte er und ich sah ihn verwirrt an. Zurück? „Was?" fragte ich leise, mit sehr kratziger Stimme, während er einige Sachen zu prüfen schien. Er nickte immer wieder und als ich daraus nicht schlau wurde, ließ ich meinen Blick durch das Zimmer wandern. Ein Krankenhaus. Ich hatte so viel Zeit in diesen Räumen verbracht, dass ich es sofort identifizieren konnte. Also war ich tatsächlich sicher. Pure Erleichterung durchfuhr mich. Aber was war mit den anderen Schülern gewesen? Hazel? Indigo? Der Junge, den ich kaum kannte, dem ich allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit mein Leben schuldete? Ich sah mich weiter um, als würde ich sie gleich in den anderen Betten entdecken können, allerdings war die einzig andere Person, die ich neben dem Heiler ausmachen konnte, meine Kräuterkundelehrerin.
„Hallo." murmelte ich etwas unsicher und versuchte mich an einem wackligen Lächeln. Was machte sie denn hier? Sie war nicht meine Hauslehrerin und dass sie meine Lieblingslehrerin war, konnte sie nicht wissen. Es sei denn, Isis hatte geplappert und dafür würde ich sie umbringen... Und selbst wenn – das würde sie noch lange nicht motivieren, zu mir zu kommen, wenn andere – vielleicht sogar aus ihrem eigenen Haus - auch Leid erlitten hatten. „Was machen Sie hier?" fragte ich leise und räusperte mich anschließend. „Also, es ist nicht böse gemeint... Ich frage mich nur... warum Sie ausgerechnet bei mir sind?" ich versuchte das so freundlich zu sagen, wie möglich, da ich mich wirklich freute, sie zu sehen, allerdings war meine Stimme immer noch mehr als kratzig. Hatte es mich vielleicht doch schlimmer erwischt als ich im Moment dachte? Oder versuchten sie mir die Nachricht, dass ich von der Schule geflogen war etwas zu versüßen? „Werde ich ausgeworfen?" fragte ich mit zittriger, tränenerstickter Stimme, als mir dieser Gedanke kam. „Bestimmt, oder?" wimmerte ich. Natürlich, ich hatte so viele Leben in Gefahr gebracht! Ich hatte so viele durch meine dumme Naivität gefährdet! Ohne, dass ich es kontrollieren konnte, begann ich zu weinen. Was hatte ich nur getan? Was würden meine Eltern nur sagen? Wo waren sie überhaupt?


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Re: Vergangenheitsplay » 20

von Freya am 09.09.2018 14:11

Da sie es mir abnahm, vermutete ich doch immer noch eine sehr geübte Lügnerin zu sein. Oder ich glaubte es doch selbst genug um auch andere davon zu überzeugen. Auch wenn ihr Blick mich zweifeln ließ. Was mich wirklich interessierte war eher, wie es ihr ergangen war. Also, nachdem ich ihr Leben durch meine naive Dummheit zerstört hatte. Denn das hatte ich mit ziemlicher Sicherheit. Allerdings traute ich mich einfach nicht, sie zu fragen, wie es ihr ging. Ich wollte nichts sagen, was die Anschuldigungen herausforderten. Oder beschleunigten. Vielleicht würde ich dem ja auch entkommen. Ich war einfach ein riesiger Feigling, der zu gerne vor Problemen davonlief. Das war schon immer so gewesen. Es war unendlich tief verwurzelt.
Ihre Worte brachten mein Blut zum Kochen. Aufmerksam war ich ganz sicher nicht. Das dürfte sie wissen. Sonst wäre mir vieles nicht entgangen. Wie zum Beispiel die Tatsache, dass meine 'Freund' ein Todesser war, der versuchen würde, mich und meine Mitschüler zu ermorden. Ich schluckte schwer, denn der Verrat schmerzte immer noch.
Als sie in der Bewegung erstarrte, legte ich den Kopf schräg. Dadurch, dass ich mittlerweile viele Wochen, ja sogar Monate, als Katze verbracht hatte – ein besseres Versteck gab es einfach nicht – waren meine Sinne geschärft. Ich konnte das Entsetzten in ihren Augen sehen. Was hatte ich denn gesagt? Ich zog die Stirn kraus und durchdachte meine letzten Worte nochmals.
Als sie wieder die Stimme erhob, sah ich rasch wieder zu ihr. Ihre Worte waren pure Erlösung. Wenigstens ein kleiner Teil meiner Schuld hatte sich damit aufgelöst. Vielleicht war es der geringste Part, aber immerhin. Sie waren also wieder zusammen, aber warum war sie dann so.... Als ich sah, wie sie ihren grübelnden Blick zu ihrem Bauch lenkte, machte es plötzlich 'Klick'. „Oh – OH!" stieß ich auf und lief um den Tresen herum, um zu sehen, ob ich das richtig zusammengezählt hatte.
„Ist dir öfter übel in letzter Zeit? Also ganz plötzlich? Fressattacken? Reagierst du manchmal Gefühlstechnisch heftiger als gewöhnlich?" sprudelte es aus mir heraus. Meine Stimme klang ziemlich geschäftig, aber ich war einfach ziemlich oft mit meiner Adoptivmutter auf Arbeit gewesen, als ich noch klein war. Außerdem war ich ziemlich anfällig für Krankheiten aller Art, weswegen ich auch einen Großteil meiner Zeit in ärztlicher Behandlung verbracht hatte. Irgendwann hatte ich mich dann mit allerhand Fachwissen bereichert. Etwas anderes gab es eben nicht zu tun. Durch dieses neue Ereignis, ließ sich ziemlich leicht verdrängen, dass Amelia mich vermutlich hasste... Ob das bei ihr allerdings auch der Fall war, war fraglich. Obwohl sie wahrscheinlich andere Sorgen, als ein kleines, naives, dummes Mädchen hatte, wenn sie tatsächlich ein Kind erwartete. „Haben du und Matthew.... äh." ich spürte, wie ich feuerrot wurde. „Vergiss es. Das geht mich nichts an. Ich bin bestimmt die letzte, mit der du darüber reden willst..." nuschelte ich in meinen nicht vorhandenen Bart, trat wieder einen Schritt zurück und senkte den Blick. Was hatte ich mir gerade nur gedacht? Als ob sie ausgerechnet mir sowas erzählen würde.


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Re: Vergangenheitsplay » 20

von Freya am 09.09.2018 00:24

Amelia wurde plötzlich schrecklich blass und ich dachte schon, es wäre wegen mir. Klar, alles Leid, das ihr widerfahren war, hatte ich zu verschulden. Doch dann drehte sie sich um und übergab sich geräuschvoll in... ich hoffte mal, dass sie sich in etwas übergab. Erstaunlicherweise machte es mir nicht halb so viel aus, wie ich immer gedacht hatte.
Sie drehte sich zu mir um und sah ehrlich gesagt immer noch nicht wirklich besser aus. Besorgt betrachtete ich ihre ziemlich ungesunde Gesichtsfarbe.
Ihre Versicherung, dass alles hier Keimfrei sei brachte mich zum Schmunzeln. Wenn das mal mein einziges Problem wäre...
Verwirrt blinzelte ich sie an. Ihre Frage, wie es mir ging, verwirrte mich. War das ein Trick? Würde das Donnerwetter gleich noch kommen? Immer noch grübelnd wandte ich mich zu einem Regal in meiner Nähe und zog ein paar Minzdrops heraus. „Gut." log ich und biss mir auf die Lippe, während ich zu ihr zurückging. Eigentlich war ich eine fantastische Lügnerin und dieses 'Mir geht es gut' hatte ich nun eigentlich schon so oft wiederholt, dass ich mir zeitweilig nicht mehr sicher gewesen war, ob es gelogen war. Doch kaum hatte ich einen Fuß in die Schule gesetzt und den ersten bösen Blick kassiert, war mir klar geworden, dass ich mein Spiegelbild immer noch belog, was meine Gefühlslage anging.
Ich reichte ihr etwas schüchtern die Minzdrops. „Das ist seltsam, weil du hier arbeitest, aber die sind für dich. Überdeckt den Geschmack. Außerdem hilft Minze gegen Übelkeit. Naja, zumindest, vorläufig. Trotzdem solltest du dich untersuchen. Nicht, dass du doch krank bist. Oder schwanger." den letzten Satz hängte ich spaßeshalber mit dran, schlug mir dann aber - über mich selbst entsetzt - die Hand vor den Mund. „Entschuldige... ich weiß, dass Matthew... Es tut mir leid!" sprudelte es aus mir hervor. Wie konnte ich nur vergessen, dass ich Schuld hatte an ihrem Beziehungs – Aus?! Ich blinzelte gegen die Tränen an, die sich in meinen Augen gesammelt hatten. Ich war wirklich schrecklich. „Ich... ich kann gehen, wenn dir das lieber ist..." nuschelte ich mit gesenktem Kopf. Meine Fußspitze, die Kreise auf dem Boden zog war plötzlich schrecklich interessant. Oh Merlin! Wie hatte ich nur denken können, dass alles wieder normal werden könnte?


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Re: Vergangenheitsplay » 20

von Freya am 08.09.2018 17:37

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02.09.1976
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Wie jedes Jahr war ich mehr als froh, dass niemand wusste, wann ich Geburtstag hatte. Selbst meine Adoptivfamilie hatte das regelmäßig vergessen. Nur Ava hatte mich jedes Jahr um Mitternacht geweckt, mit mir Süßigkeiten aus dem Honigtopf verputzt und leise für mich gesungen. Doch Ava war fort wegen allem, was ich getan hatte. Ich schüttelte den Kopf um die Schuldgefühle und den Verlust meiner Schwester, die ich sehr vermisste, zu verdrängen. Es war schon recht spät – es dämmerte schon – und ich gab nun wirklich jegliche Hoffnung auf, dass mir doch noch irgendjemand gratulieren würde. Doch selbst Isis hatte ich nichts gesagt, also konnte ich es ihr auch nicht vorwerfen. Ich sah das Mädchen im Spiegel an, dass sich krampfhaft weigerte sich einzugestehen, dass es doch zur Abwechslung mal ein Fünkchen Aufmerksamkeit wollte.
Ich seufzte, spritzte mir nochmal etwas Wasser ins Gesicht und machte mich dann auf den Weg zurück in den Gemeinschaftssaal der Slytherins. Auf dem Flur sah ich mich kurz um und lief dann schnellstmöglich und mit gesenktem Kopf nach unten. Zwar hatte ich es gewagt, mich auf der Abschlussfeier blicken zu lassen – ohne Isis hätte ich das jedoch niemals getan – allerdings hieß das noch lange nicht, dass ich mich wieder traute ganz normal durch die Schule zu schlendern. Eigentlich war ich nie sonderlich gerne aufgefallen, aber nach der Sache im letzten Jahr, wollte ich am liebsten unsichtbar werden, sobald ich genötigt war, allein durch die Gänge zu streifen. Das vertraute Kribbeln meines Körpers erinnerte mich daran, dass ich einfach in Katzengestalt durch die Gegend spazieren könnte. Als ich in der Eingangshalle ankam, war diese wie ausgestorben und die Tür war noch offen...
Kurz sah ich zwischen der Tür und dem Gang zu meinem Schlafsaal hin und her, gab mir dann aber einen Ruck und ging nach draußen. Die Luft war schwer vom Regen, der wohl in der Nacht kommen würde, aber im Moment noch angenehm warm. Ich atmete tief ein und lief einfach ein Stück über die Wiese. Ich hatte gar nicht bemerkt, wohin mich meine Beine trugen, bis ich vor dem Tor stand, dass Hogwarts vom Dorf trennte. Ethan. Die Erinnerung versetzte mir einen Stich und ich verdrängte den Gedanken. Ich wusste, warum ich hier her gelaufen war. Wenn meine Schwester mir keine Süßigkeiten aus dem Honigtopf besorgte, musste ich mir eben selbst etwas holen. Ich sah mich um und verwandelte mich dann schnell in die schwarze Katze, in deren Gestalt ich mich um einiges wohler fühlte, da die wenigsten mich so kannten. Ich schlüpfte zwischen den Stäben des Tores hindurch und tapste dann recht schnell ins Dorf und in Richtung Honigtopf. Gedanklich lobte ich mich selbst dafür, dass ich immer ein bisschen Geld dabei hatte.
Zuerst überlegte ich, in eine Gasse zu huschen, um mich zurückzuverwandeln, aber dann öffnete sich die Tür des Ladens und ein Kunde trat aus. Kaum, dass er fort war, schlüpfte ich durch den Spalt der sich schließenden Tür und verschwand hinter ein paar Regalen. Erleichtert seufzte ich, was sich in dieser Gestalt als ein leises Maunzen äußerte.
Ich sah mich kurz um, aber so weit ich es sehen konnte, war der Laden leer. Ich befand mich zwischen Verkaufstresen und einem Regal mit Berties, war also auch von der Straße nicht sonderlich gut zu sehen. Perfekt. Das altbekannte Kribbeln und Ziehen zog sich durch meinen Körper, als ich wieder in meine menschliche Gestalt wechselte. Ich kicherte leise, da das Kribbeln wirklich heftig war und immer noch einen kurzen Moment im Magen zurückblieb, auch nach der Rückverwandlung.
Ich strecke mich und drehte mich währenddessen herum, um nach Schokofröschen und Neuheiten Ausschau zu halten. Als ich mich umdrehe, entdecke ich eine Neuheit und diese raubt mir dem Atem. Ich schnappe erschrocken nach Luft und stolpere dann rückwärts. Mein Arm knallt gegen ein Regal und ich spüre, wie ich vor Schmerz kurz das Gesicht verziehe. Vor mir steht Amelia Bones. Die einzige Person, die mich noch mehr hassen dürfte, als ich mich selbst. Seit wir zurück waren, war ich ihr großzügig aus dem Weg gegangen. Ich wollte nicht, dass sie mir klar machte, was für ein schrecklicher Mensch ich war, auch wenn sie jedes recht dazu hatte. „Es tut mir unendlich Leid!" rief ich schnell und schnappte dann etwas ängstlich dreinschauend nach Luft. Mir war nach wegrennen zu Mute und das Kribbeln verriet mir, dass ich mich bereit machte, mich wieder zu verwandeln. Das würde die Flucht erleichtern.... Den Blick zur Tür konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Aber gegen meinen Fluchtinstinkt kam ich nun mal nicht an.


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Re: Zukunftsplay » 1

von Freya am 21.04.2018 15:37

Ob man das sehr gemerkt hatte? „Noch offensichtlicher wäre es wohl nur mit blinkender Werbetafel gewesen." lachte ich.
Isis schien ein paar Minuten wie versteinert und man konnte fast schon die kleinen Rädchen in ihrem Kopf rattern hören.
Ich wollte sie gerade fragen, ob ich ihr denn helfen konnte, als sie sich plötzlich umdrehte und ging. „Dir auch noch einen schönen Tag." murrte ich leise und trat meinen Rückweg zu meinem Essen an. So wie ich sie kannte, war sie jetzt in der Bibliothek und durchstöberte sämtliche Bücher, die auch nur einen noch so kleinen Fakt über Jaxon haben könnten.
Glücklicherweise war zwar mein Essen noch da, mein Sitznachbar jedoch verschwunden. Es wäre seltsam, das erste mal nach Jahren mit ihm zu sprechen und dann auch noch über eine meiner... nennen wir es mal Freunde.
Ganz in Ruhe ließ ich mir mein Essen schmecken und beschloss, Isis vielleicht später einmal aufzusuchen. Nicht das sie wieder irgendwen anstarrte, den sie lieber nicht anstarren sollte.... Ich schmunzelte in mich hinein, während die Halle sich langam leerte.



[Freya out]


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Re: Zukunftsplay » 1

von Freya am 01.04.2018 13:17

Verzweifelt versuche ich Isis wieder in die Realität zu holen. Ich komme mir mächtig bescheuert vor, wie ich hier sitze und winke, als würde ich eine lästige Fliege verscheuchen wollen.
Wäre ich nicht so gut mit ihr befreundet - es war ein ständiger Wechsel zwischen freundschaftlicher Zuneigung und Hass, aber im Grunde hatten wir uns lieb – hätte ich sie einfach weiter den Typen neben mir anstarren lassen. Selbst er lachte schon und das war mehr als selten. Wenn ich es mir recht überlegte, hatte ich dieses Geräusch noch nie von ihm gehört...
Endlich wurde sie wach und starrte nun zwischen mir und Jax hin und her. Das durfte doch nicht war sein! Erneut gab ich ihr zu verstehen, dass sie das lassen sollte und glücklicherweise, schien sie zu begreifen. Oder auch nicht. Anscheinend dachte sie, ich wollte, dass sie hier her kam... Egal, wenigstens gaffte sie jetzt nicht mehr so blöd.
„Hey..." erwiderte ich und ließ mich dann eher weniger gerne von meinem noch fast gänzlich unberührten Frühstück wegziehen. Bevor ich sie daran hindern konnte, bedankte sie sich bei meinem Sitznachbarn und... und zauberte eine Blume hervor, die sie ihm reichte. Ich sah ihm an, dass er deutlich verwirrt war, doch mehr konnte ich nicht sehen, da Isis mich mit sich fort zog.
Außerhalb der Halle konnte ich endlich lachen. „Was...was war das denn?" kicherte ich. „Wofür hast du dich denn gerade bedankt?" ich lachte immer noch, versuchte jedoch, mich wieder zu beruhigen. Vergeblich. Ich atmete drei mal tief durch, sah dann zu ihr und erklärte ihr immer noch schadenfroh grinsend, was das Handzeichen zu bedeuten hatte. „Du solltest nur aufhören, ihn anzustarren. Es hätte nur noch gefehlt, dass du anfängst zu sabbern. Ich wollte nicht, dass du dich total blamierst. Ich wollte eigentlich gar nichts von dir." ich zuckte die Schultern. „Verübeln wird es dir wohl aber keiner. Ich war auch etwas außer Betrieb hier oben -" ich deutete auf meinen Kopf „- als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Aber da er eine halbe Veela ist, ist das wohl normal." ich zuckte mit den Schultern, sah sie aber immer noch grinsend an.


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Re: Geheimgang

von Freya am 02.02.2018 01:26

Ich hörte meiner Professorin aufmerksam zu. Das war alles sehr spannend, aber langsam bekam ich Hunger. Und damit meinte ich nichts zu naschen...
Sie schien es auch bemerkt zu haben und begann schnell alles einzupacken- jedoch nicht ohne mir die restlichen Küchlein eingepackt mitzugeben. Die könnte ich ja mit zu Ethan nehmen. Moment mal... hatte sie gerade etwas von Abendbrot gesagt? Verdammt! Ethan! Ich musste mich ja noch aus Hogwarts rausschleichen... "Ja. Da kann ich!" sagte ich hastig und packte das Essen in meinen Umhang. "Ähm...aber ich muss erst nocht etwas....äh... erledigen." stammelte ich und sah meine Lehrerin entschuldigend an, die sich mittlerweile einem Bild zugewandt hatte, dessen 'Bewohner'- ein Esel- sie begrüßte. Sehr sehr seltsam... Ich hielt kurz inne und betrachtete die Szene recht skeptisch, bevor ich mich schüttelte um wieder klar denken zu können. "Aufwiedersehen!" rief ich nochmals, bevor ich den Gang zurücksprintete und inständig hoffte, dass Ethan noch auf mich warten würde...
Auf dem Hinweg hatte ich gar nicht bemerkt, wie lang der Gang gewesen ist, aber er schien sich endlos in die Länge zu ziehen. Ich dachte an Professor Ferres und das ich sie ganz schön stehen gelassen hatte, aber ich hatte es eilig...Und trotzdem tat es mir leid. Das war sonst ja nicht so meine Art.
Hoffentlich würde keiner bemerken, dass ich beim Essen fehlte. Naja, im Allgemeinen war ich ja recht unauffällig, also würde mich wohl eher niemand vermissen.
Ich trat aus dem Geheimgang wieder in den offiziellen Bereich der Schule und war wirklich mehr als froh, als ich bemerkte, dass die Meisten schon beim Essen waren. Also konnte ich mich einfacher davonstehlen. Ich warf noch einen letzten Blick über meine Schulter, aber die Professorin blieb verschwunden, bevor ich mit schnellen Schritten den Weg in Richtung Ausgang in Angriff nahm.


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