Bibliothek

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Bastet

21, Weiblich

Hogwarts [ehem.] Gryffindor Jahrgang 3 Reinblut Gut Demiguise Covenant Slug-Club Duellierclub Magische Kreaturen AG Fan Wahrsagen Prinzesschen Frei

Beiträge: 37

Re: Bibliothek

von Bastet am 15.12.2018 12:30

Oh man war das aufregend!! Ich hatte ja schon wie angestellt aber irgendwie war es heute extra nervend aufreibend. Es lag die bestimmte Spannung in der Luft, die es brauchte, um aus einem durchschnittlichen Tag einen unvergesslichen zu machen. Ich hielt das Buch fester umschlossen, nicht dass es mir noch vor der ganzen Nervosität runterfallen würde. Ich wollte gerade auf die durchaus berechtigten Fragen von Darcy antworten, als sie plötzlich einen kleinen Schrei austoß, vor dem ich mich wiederum erschreckte, ich erwähnte ja bereits, dass meine Nerven ganz schön gespannt waren, und ich schließlich fast doch das schwere Buch fallen ließ. Im letzten Augenblick konnte ich es aber noch auffagen, wobei es aber unvermeidlich einen hässlichen Knick in die Seiten bekam, von der Stelle, wo ich es gerade noch so ergreifen konnte, bevor es mit einem lauten Klatsch auf den kalten Steinboden gefallen wäre. Ich meinte auch einen kleines reißen gehört zu haben, aber daran wollte und konnte ich in diesem Augenblick nicht denken, denn im nächsten Moment, guckten uns vier unterschiedlich leuchtenede Katzenaugen vorwurfsvoll an. Kurz schoß mein Herzschlag in die Höhe, da ich kurz vermutete, dass es sich um die ekelige und mehr als seltsame Katze von Mr. Filch handelte, aber ich dann erkannte ich den Kater meiner Schwester sofort. Die andere Katze kannte ich nicht, wobei ich sie in letzter Zeit immer häufiger gesehen bei Isis gesehen hatte. Es könnte auch nur ein kleiner Streuner sein, den Isis wie nicht so alles was auf 4-Beinen lief adpotiert hatte, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, das diese Katze?, nein, auf jeden Fall, Kater noch eine wichtige Rolle, nicht nur in dem Leben meiner Schwester, aber auch in meinem Leben spielen wird. Wie versteinert starrte Darcy die beiden Fellknäule hinterher, bis sie schließlich hinter der nächste dunklen Ecke verschwanden, aber nicht bevor Leo kurz nochmal zurückblickte und mir zuzwinkerte. Ein großes Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Darcys Auffruf konnte ich nur zu gut verstehen bzw. das fragte sich fast jeder, der Leo das erste Mal zu Gesicht bekam. "Du musste dir keine Sorgen machen", flüsterte ich Darcy besänftigend zu. "Das ist der Kater meiner Schwester und dem anderen, also den Schwarzen, ist es, soweit ich das im Gefühl habe, schnurzpiep egal, was, wer und wo er Schüler rumschleichen sieht". Das wiederum erinnerte mich an diesen mysteriose Halb-Veela Slytherin mit dem meine Schwester seit kurzem abzuhängen pflegte. Ob ich das so besonders mochte, konnte ich noch nicht so sagen, aber sie schien viele glücklicher zu sein und strahlte nach jedem Treffen, daher konnte ich nur hoffen, dass er gut zu ihr war. War es vielleicht seine Katze? Ob er, also der ein bisschen versnobbte Slytherin wusste, wie oft seine Katze eigentlich bei Isis war und sich von ihr durchpampern ließ und in ihrem Bett schlief? Ob sie wusste, dass es seine Katze war? Interessant, interessant!! Mein sowieso schon breites Grinsen vertriefte sich. Jeder wusste doch, dass das Verhalten des treusten Gefährten, eigentlich nur die versteckten Gefühle von einem selbst wiederspiegelten. Ich machte mir eine gedankliche Notiz und konzentrierte mich wieder auf das hier und jetzt. "Isis hatte ihn vor ein paar Jahren hinter ein paare Büschen total geschwächt und um ehrlich zu sein, kaum noch am Leben, gefunden und aufgepäppelt. Im geht es wieder gut. Ich kicherte kurz und musste an die täglichen 5min von ihm denken, wenn es ihm, glaube ich, einfach ein bisschen zuuu gut geht. "Aber zurück zu deinen anderen Fragen, also den Zauber nimmst du am besten dann erst von mir, wenn wir nur noch einen Gang vor dem Gryffindor-Gemeinschaftsraum weg sind. Und die dicke Dame verrät niemanden. Das ist gegen ihre "meine Schüler sind meine Verbündeten"-Politik, außerdem hatte sie dann mehr mit dem Petzen zu tun, als damit die Schüler reinzulassen. Natürlich werde ich mir dann noch einen Vortrag über die Wichtigkeit von Schlaf anhören müssen, aber in dieser Zeit, kannst du dann ungehinderte durchklettern", ich beendete meinen Monolog indem ich einen ihrer Arme ergriff, ich fand ihn nicht auf den ersten Anhieb, musste ich ja gestehen, und drückte ihn sanft. "Bereit?"

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Darcy
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Darcy am 15.11.2018 12:33

Ich strahlte sie nahezu an. Bei meiner neuen Freundin übernachten? Ein verbotenes Buch durchblättern? Regeln brechen? Das tat ich normalerweise nicht. Nie. Aber gerade das machte den Reiz aus. Sie erklärte mir ihren Plan im Flüsterton und ich nickte die ganze Zeit, als Zeichen dafür, dass ich verstanden hatte. Dass sie mich nicht sah, war mir mal wieder entfallen. Ich war es einfach nicht gewöhnt, unsichtbar zu sein. Oder zumindest fast unsichtbar. Das stand schließlich extra hinter diesem Zauberspruch. Es reichte zwar schon recht gut an echte Unsichtbarkeit heran, wies aber immer noch seine Schwachstellen auf. Wenn man sich ganz genau auf den Punkt konzentrierte, wo die Person, die sich mit diesem Zauber tarnte, stand, würde man ein Flimmern sehen und jeder, dem dieser Zauber bekannt war, wüsste sofort, was Sache wäre. Leider oder eher glücklicherweise, dachte recht selten jemand an eben diesen Zauberspruch, so dass man unerkannt blieb. Meine Tante hatte tatsächlich einmal gedacht, das läge an einem Temperaturunterschied. Damals hatte meine Cousine mir den Zauber beigebracht und nur unser Kichern hatte uns am Ende verraten. Bei dem Gedanken an meine Familie, fiel mir mal wieder auf, wie sehr ich sie doch vermisste. Bastet hatte schon von einer Schwester erzählt, die ebenfalls hier war. Wenigstens hatte sie Familie hier. Ich verspürte einen weiteren Stich, denn meine eigene Familie fühlte sich auf einmal noch viel weiter entfernt an, als noch vor wenigen Sekunden.
Um mich von meinem Heimweh abzulenken, konzentrierte ich mich wieder auf den Plan, den Bastet mir gerade unterbreitete. Er war ganz gut. „Wann genau soll ich denn dann den Zauber von dir nehmen? Und verrät das Porträt dich auch nicht?" fragte ich leise bei den Punkten nach, die mir noch etwas unklar waren. Ich wollte natürlich nicht, dass Bastet aufflog.
Als ich ein leises Geräusch vernahm, das ganz eindeutig nicht von Bastet stammen konnte, schrak ich heftig zusammen. Ein kurzes erschrecktes Einatmen, konnte ich mir nicht verkneifen. Ich hielt mir selbst den Mund zu und lugte vorsichtig um die Ecke, sehr darauf bedacht, nicht an die Rüstung zu kommen. Wenn die jetzt umfallen würde, wären wir geliefert. Das wäre ja noch schöner. Aber auf dem Gang war niemand zu sehen. Ich runzelte meine Stirn und suchte weiter den Gang ab, bis ich, näher am Boden als gedacht, zwei Paare leuchtender Katzenaugen ausmachen konnte. Die eine konnte man erahnen, die Andere allerdings nicht. Sie hatte wohl schwarzes Fell. „Katzen." wisperte ich und grinste in mich hinein. „Die haben mich ganz schön erschreckt." erklärte ich und zog meinen Kopf wieder zurück, als die beiden an uns vorbei liefen. Die eine war wirklich kohlrabenschwarz und die andere war... ein ziemlicher Mix. „Oh nein, was ist dir denn passiert du Armer?" fragte ich alarmiert, als ich sah, wie mitgenommen, aber gut genährt der eine Kater aussah. Dass er mich sehen konnte, war mir klar. Die Augen von Katzen ließen sich nicht so einfach täuschen. Tiere sahen einen generell besser.

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Bastet

21, Weiblich

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Re: Bibliothek

von Bastet am 14.11.2018 17:27

´Ach, ja das Buch!`, dachte ich belustigt, als Darcy das unhandliche schwere Ding ansprach, welches ich immer noch wie ein Ertrickender an einer Holzplanke, umschlugen hielt.
"Wolle wir dann nicht einfach zu meinem gehen?", schlug ich flüsternd vor. "Der ist gar nicht so weit weg und da könnten wir ganz unbehelligt das Ding", ich hob das Buch ein bisschen an und berührte damit ihren Arm, sodass sie wusste wo von ich sprach, da wir ja immer noch uns der Umgebung anpassten, durchblättern. Ich denke jetzt sind sowieso nur noch wenige da und ich könnte dich, glaube ich, problemlos reinschmuggeln. Ich würde dann vorrausgehen, der fetten Dame das Passwort sagen un ein bisschen mit ihr plauschen oder so tun, als hätte ich Schwierigkeiten drüber zu klettern, und du flitzt dann, noch unsichtbar, mit durch." In der kurzen Sekunde, als meine neue Freudnin überlegte, stieß ich Stoßgebete in den Himmel, dass sie doch bitte ja sagen würde. Vor meinem inneren Auge, nicht DAS innere Auge, bildeten sich Bilder mit der wildesten Übernachtungsparty, die es jemals gegeben hatte und mit einem Buch, welches die verrücktesten Wahrheiten preisgeben wird.

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Darcy
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Darcy am 14.10.2018 14:35

Vermutlich hatte sie recht. Dieses Mal rettete uns meine Strebernatur wirklich. Wahrscheinlich würde es nicht bei diesem einen Mal bleiben. Ich kicherte in mich hinein, froh eine Freundin zu haben, mit der man all die Zauber auch mal anwenden konnte, während man Spaß hatte und die ein oder andere Regel brach.
An der Tür erklärte sie mir ihren Plan so leise wie möglich, woraus ich schloss, dass das Mädchen zwar entfernt genug war, um unsere gedämpften Stimmen nicht zu hören, aber noch zu nahe für eine normale Unterhaltung. Ich wollte keine Risiko eingehen, weswegen ich nur nickte. Erst als die Schülerin näher kam, fiel mir wieder ein, dass Bastet mich ja gar nicht sehen konnte. Hoffentlich hatte sie mein Schweigen als Zustimmung gewertet. Ihr Plan jedenfalls ging perfekt auf. Das Mädchen stellte den Namen des Poltergeistes fluchend, die Bücher zurück. Ich war mir ziemlich sicher, dass auch sie sich eigentlich in ihrem Bett befinden sollte. Wahrscheinlich hätte sie uns gar nicht verraten, da sie sich damit ja auch selbst eins ausgewischt hätte.
Kaum waren wir draußen, zog ich Bastet auch schon um die nächste beste Ecke und hinter ein paar staubige Rüstungen. „Kann ich den Zauber wieder aufheben? Oder sollen wir ihn lieber noch lassen, bis wir wirklich aus dem Schneider sind?" fragte ich leise. „Allerdings weiß ich nicht, ob ich jetzt unbehelligt zu mir in den Gemeinschaftsraum komme... Es dürfte ihr auf jeden Fall auffallen." überlegte ich flüsternd. Wirklich darauf konzentrieren konnte ich mich allerdings nicht, denn gerade fiel mir wieder ein, dass meine neue Freundin vorhin ein Buch bei sich gehabt hatte. Wenn mich denn nicht alles täuschte.... "Hast du ein Buch mitgenommen?" fragte ich deswegen immer noch flüsternd. Man wusste ja nie, wer einen vielleiht belauschte. Hier hatten die Wände sowieso Ohren und Peeves lauerte hinter jeder Ecke. Und dem wollte ich nach meiner erfolgreichen Flucht ganz sicher nicht begegenen.

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Bastet

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Re: Bibliothek

von Bastet am 07.10.2018 19:08

Ich musste mir ein Kichern unterdrücken als sie plötzlich verschwunden war, obwohl ich sie spüren konnte, denn sie hatte vorrausichtlich meine Hand ergriffen, die aufeinmal auch nicht mehr sichtbar war. Es war ein durch und durch seltsames Gefühl. Bewundernd sah ich zu, wie sie geräuschlos die Tür der verbotenen Abteilung schloss und flüsterte dann, in die Richtung aus der ihre Stimme kam:"Na zum Glück. Wissen ist stärker als Waffen, denn Wissen ist Macht", und zitierte damit meine Mutter, deren Stimme ich erschreckend gut nachgemacht hatte. Ich zog an ihrer Hand und lief mit ihr vorsichtig in Richtung Ausgang. Das Mädchen war jetzt auf den Weg in unsere Nähe und ich wollte den Abstand so groß wie möglich halten. Als wir außer Hörweite waren flüsterte ich Darcy zu, dass wir warten müssten, bis das Mädchen selber die Bibliothekstür aufmachte, wir sie kurz mit einem kleinen Puff oder so ablenken würden und dann diese kurze Zeit nutzen unbehelligt an ihr vorbei auf den Gang zukommen. Ich wusste nicht wie sie reagierte, denn wir waren ja schließlich noch immer dem Hintergrund angepasst und dann war die Schülerin schon da und drückte die Türklinke herunter. Als der Türspalt groß genug war, schnippte ich mit meinem Zauberstab und ließ einige Bücher in unserer Nähe aus dem Regal plumpsen. Es hallte wie ein Donnerschlag, in der Stille und mein Plan ging perfekt auf, denn die Rawenclaw erschrack sich zutiefst und ging um die Bücher aufzuheben. Sie fluchte etwas von "blöder Peeves" und ich biss mir auf die Unterlippe, um nicht schallend loszulachen. Ich packte Darcys Hand fester und zog sie so schnell mich meine Beine trugen, auf den Gang. Ein fettes Grinsen hatte sich auf meinem Gesicht ausgebreitet und das berauschende Gefühl von Freiheit durchströmte mich.

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Darcy
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Darcy am 11.09.2018 15:38

Ohne auf meine Frage zu antworten, griff sie nach meiner Hand und zerrte mich weg. Wir versteckten uns unter einen Tisch, an dessen Kante ich mir gleich erstmal den Kopf anstieß. Dummerweise genau auf der Höhe meines Ohres, was zuerst höllisch weh tat, und dann – nachdem ich vorsichtig darüber gerieben hatte – ein dumpfes Pochen hinterließ. Ich unterdrückte jegliches Gejammer, welches meinen Lippen hätte entkommen können. Bastet würde mich nicht ohne Grund hier verstecken. Bis auf das Scharren mit unseren Füßen, als wir unter dem Tisch Schutz vor etwas suchten, das ich nicht sehen konnte, ließ sich kein Laut vernehmen. Ich lauschte angestrengt in die Dunkelheit, hielt sogar den Atem an, aber da war nichts.
Gerade, als ich den Kopf zu Bastet umwandte, um ihr zu sagen, dass das wohl falscher Alarm gewesen war, ging die Tür der Bibliothek mit einem ohrenbetäubenden Quietschen auf. Ich hielt erneut die Luft an und sah mich mit weit aufgerissenen Augen um. Wenn uns jemand entdecken würde, wären wir geliefert. Dieser Gedanke schoss mir durch den Kopf, als ich sah, dass wir die Tür zu verbotenen Abteilung bei unserer überstürzten Fluchtaktion offen stehen gelassen hatten. Verdammt!
Schnell überschlug ich im Kopf sämtliche Möglichkeiten, die mir blieben beziehungsweise uns. Gerade, als ich einen Entschluss gefasst hatte, flüsterte mir Bastet leise zu. Ich nickte, zog aber die Stirn in Falten. „Dir ist schon klar, dass du gerade so ziemlich... hm, mich beschreibst?" flüsterte ich leise, und sah sie gespielt böse an. Dann grinste ich. „Allerdings würde ich uns nur ins Bett schicken und nicht verpetzen."
Mein Blick wanderte wieder zu Tür und ich erinnerte mich an meinen Plan. „Nicht erschrecken." wisperte ich, sprach den Desillusionierungszauber so leise wie möglich aus. Ich tippte Bastet auf den Kopf und sofort begannen ihre Umrisse zu verschwimmen, sich dem Hintergrund anzupassen. Es war nicht ganz so effektiv, wie ein Tarnumhang – von dem hatte ich ebenfalls gelesen, als ich mich mit diesem Zauber beschäftigt hatte – allerdings würde das in dieser Dunkelheit ausreichen. Die selbe Prozedur wandte ich auch bei mir an. „Jetzt müssen wir nur noch direktem Licht ausweichen." erklärte ich leise und grinste sie triumphierend an, bis mir wieder auffiel, dass sie das ja jetzt gar nicht mehr sehen konnte. Ich kletterte unter dem Tisch hervor und schlich auf Zehenspitzen zur Tür, wobei ich Bastets Hand fest umklammert hielt, da ich sie sonst wohlmöglich verlieren würde. Erneut zückte ich meinen Zauberstab und flüsterte diesen überaus praktischen Zauber, den ich mir erst vor kurzem angeeignet hatte. Er verschluckte Geräusche oder dämpfte sie zumindest weitestgehend. Dann schloss ich vorsichtig die Tür und nahm den Zauber wieder von eben dieser. Es wäre seltsam, wenn morgen jemand hier herkommen würde, und die Tür oder eher
der gesamte Bereich wäre gespenstisch still. „Ich bin wirklich eine kleine Streberin." murrte ich und sah wieder dahin, wo ich Bastet vermutete. „Und was jetzt? Oder wohin?" fragte ich leise. „Ist der Weg hier heraus frei?" fragte ich weiter. Vielleicht konnte sie ja irgendwie nachsehen? Ich lauschte nochmals nach Schritten oder ähnlichem, aber da war nichts, als schien die Schülerin oder der Schüler nicht in der Nähe zu sein. Aber ich wollte nichts riskieren.

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Bastet

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Re: Bibliothek

von Bastet am 05.09.2018 16:47

Nur Sekunden später griff ich nach Darcys Arm und zog sie mit mir unter einen der vielen Tische der zahllosen Leseecken. Keine Sekunde zu spät. Fluchend sah ich, dass aber immer noch die Gittertür zur verbotenen Abteilung verräterisch offen stand. Für einen kurzen Moment war alles still. Wie ausgestorben. Fahles silbernes Licht schien durch die hohen Fenster der Bibliothek und beleuchte gerade mal so viel, dass man ausmachen konnte, dass irgendwo irgendwas rumstand. Selbst das Gemurmel der Bücher hat für diesen einen Moment aufgehört.
Ein plötzlicher gleißendes Licht mir meine Sicht raubte und ein Donnerschlag das Gehör. Tatsächlich hatte sich bloß die Eingangstür zur Bibliothek mit einem schrillen Quietschen geöffnet und jemand hatte seinen Zauberstab aufleuchten lassen. Ich atmete erleichtert aus, als ich alles wieder "normal" wahrnehmen konnte. Ich sog begierig neue Luft ein. Ich musste meine Luft schon eine Weile angehalten haben. Ich guckte schnell zu Darcy rüber, um zu gucken, wie es ihr ging. Ich glaube ich hatte ihr schon einen recht großen Schreck eingejagt. Zum einem hatte ich genau vor ihren Augen eine Vision und zum anderen hatte ich sie mit Gewalt unter einen Tisch gezogen. Ich hoffte sie würde mir verzeihen bzw, hatte jetzt keine Angst vor mir. Ich weiß nicht wie ich aussehe, wenn ich eine Vision hatte. Meine Schwester meinte mal, dass es überhaupt nicht schlimm sei und ich einfach nur wie eine Salzsäule erstarre, wie in diesen kurzen Moment, wenn dir jemand mit einer Bratpfanne etwas rüberzieht, du dann kurz in der Luft stehen bleibst und dann umfällst. Nur ohne das Umfallen. Da soll ich dann immer keuchend "aufwachen". Naja. Ob sie mir irgendwas gruseliges oder gar peinliches verschwiegen hat kann ich nicht mit hundertprotzentiger Sicherheit sagen, denn sie ist schließlich meine Schwester und sie hat mich lieb und möchte nicht, dass ich mich irgendwie unwohl fühle. Ich werde schließlich noch öfter Visionen haben. Mit meinem Patenonkel ist es genau das gleiche. Nur, dass er noch meinte, dass ich manchmal, mit den Augen so hin und her gucke, als würde ich ein sehr spannenedes Battle zwischen Jägern zu gucken. Ich meine das hört sich ja wirklich relativ harmlos an im Vergleich zu Sachen, die ich mir so vorgestellt hatte. Aber, wie schon erwähnt. Den beiden kann man in diesem Bereich nicht so ganz glauben. Auch wenn es "harmlos" aussieht, muss es grässlich genug sein, dass manche Kinder nicht mehr mit mir befreundet sein wollten, nachdem sie es mitangesehen hatten. Ich hoffte, bei Merlins Bartlänge, dass es ihr nichts aussmachen würde.
Ich rückte noch ein bisschen Näher an Darcy heran und flüsterte dann so leise wie nur möglich:" Wenn wir hier bleiben und keinen Mucks machen, kommen wir heil aus der Sache. Es dürfte nur so eine ganz verrückte Rawenclaw-Mega-Streberin sein, die jetzt noch lernt, um morgen wieder allen im Unterrich eine Nase vorn zu sein." Ich lauschte, ob die Luft rein ist. Die Schritte waren schon fast soweit entfernt, dass man sie kaum noch hören konnte. "Würde sie uns entdecken, würde sie uns ganz klar verpetzen aber da sie was auf der anderen Seite der Bibliothek sucht und dann nur was hier in der Nähe, nicht direkt hier, hatten wir echt Schwein." Ich untergrückte ein hysterisches Kichern. Dabei kniff etwas schmerzhaft in meine Rippen. Ich guckte an mir runter, soweit es denn eben geht, wenn man zu zweit unter einem Einzeltisch gequetscht ist. Das Mondlicht schien gespenstisch auf in einem Lederband eingestanzten goldene Schriftzug. 

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Darcy
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Darcy am 12.08.2018 10:03

Ich höre wie Bastet neben mir scharf die Luft einzieht, als ich das Gitter aufstoße. Ja, auch ich war wahnsinnig nervös. Doch nichts passiert. „Man sollte meinen, dass sie das hier besser schützen." meckerte ich leise vor mich hin. Auch wenn dieser fehlende Schutz unser Glück war. Nicht auszumalen, wieviele Hauspunkte man für so eine Aktion einbüßen würde. Mehr als ich durch gutes Gelingen im Unterricht wieder gutmachen konnte, schätzte ich.
Bastet grinste und ich erwiderte ihren Blick. Wir waren einfach verrückt und überdreht. Kurzum: Wir waren gerade komplett wahnsinnig. Wenn ich später daran zurückdenken würde, würde ich mich wohl an dieses aufgeregte Kribbeln erinnern und ich würde den Kopf über mich selbst schütteln. Im Grunde war ich nichts sonderlich mutig, aber in diesem Moment traue ich mich eine ganze Menge. Ich tippe mal, der plötzliche Mut wurde durch Bastets Anwesenheit ausgelöst.
Und dann passierten mehrere Dinge gleichzeitig. Meine beste Freundin betrat den abgesperrten Bereich. Der Alarm blieb aus, aber sie erstarrte trotzdem. Sie war komplett starr. Oh nein! Wenn das ein Sicherheitszauber war, der jeden erstarren ließ, der diesen Teil der Bibliothek unerlaubt betrat, hatten wir ein ernsthaftes Problem! „Finite!" flüsterte ich leise und richtete meinen Zauberstab auf Bastets Rücken, doch nichts geschah. Bei Merlin!
Ich holte tief Luft und trat dann ebenfalls mit einem Fuß in den Raum. Ich konnte ihn weiterhin bewegen, nichts geschah. Ich beugte mich etwas vor . Ich wagte es nicht, gänzlich den Raum zu betreten – und zog Bastet vorsichtig aus dem Raum. Ihre Augen waren weit aufgerissen und glasig, während ihre Pupillen sich hin und her bewegten. Davon hatte ich schon mal gelesen. „Du bist eine Seherin?" flüsterte ich ehrfürchtig. Das war sowas von cool und ich wollte das auch schon immer können! „Was siehst du?" fragte ich leise und kam mir dabei komplett bescheuert vor, aber ich wusste schließlich nicht, wie die Gabe bei ihr funktionierte. Ich hatte damals gelesen, dass sie bei jedem in anderer Form auftrat.

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Bastet

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Re: Bibliothek

von Bastet am 10.08.2018 19:26

Ok, als Darcy einfach so die Gitter anfasste, dachte ich schon, ich würde einen Herzinfarkt bekommen, aber als sie dann ihren Zauberstab zückte und mit "Alohomora" versuchte, die Schlösser aufzubekommen, hätte ich schwören können gleich tot umzufallen. 
Ich starrte sie ungläubig an. Wie hätte sie denn nur so leichtsinnig sein können. Ein Alarm würde unser Ende gleichsetzen und wir hätten als Ausgestoßener der Zauberwelt mit einem nichtmal 2. Klasseabschluss irgendwo in der drögen Muggelwelt leben müssen. Ich dachte wir hätten einen Plan. Ich bezweifelte, dass sie wirklich so schau war. "Dann hätte sie sich doch bestimmt daran erinnert", dachte ich vollkommen aufgelöst. Als sie dann schulterzuckend und grinsend mir einfach so, völlig unüberlegt und ungeschützt den Vortritt lassen wollte... Wusste ich, Darcy war verrückt!
WIE ICH! Ich musste mich sehr, und ich meine wirklich sehr bemühen, ihr nicht quietschend in die Arme zu springen. "Oh mein Gott, du hast es geschafft", flüsterte ich völlig aufgelöst. Ich drehte mich zum von dunkel bis schwarz werdenen, absolut anziehenden Schatten der verbotenen Abteilung um. So aufgeregt war ich das letzte Mal, als ich mit Isis ein noch nicht, offiziell, entdecktes ägyptisches Grab betreten hatte. Wäre das damals fürs Fernsehen mitgedreht worden, hätte ganz sicher unten im Bildschirm in einem Dauerlaufband gestanden "Do NOT try this at home!" Wie auch hätte ich ich mich dann gefragt, solang du nicht in Zentrum der Wüste, ungefähr 10m unter den aber Trilliarden Tonnen Sand, ein Loch gebraben hast, was natürlich nicht irgendwie irgendwo liegt, nein. Es mus proportional des bestimmten Winkels zum Sonnenstand der letzten 5 Tage des Jahres um 11.11Uhr ausgreichtet sein. Denn da ungefähr befand sich die letzte Ruhestätte eines hochwohlgeborenen Ägypters. Achso, und du musst dann natürlich dieses Loch noch zu Hause nennen.
Aber im Nachhinein würde ich es wirklich keinem besonders ans Herz legen. Vorallem nicht, wenn du ein Namensvetter von ägyptischen Göttern bist und du so ausversehen eben diese heraufbeschwörst, wenn ihr euch gegenseitig ruft. Bereuhen allerdings, tue ich es kein bisschen.
Oh bei Merlin, war ich gespannt. Ich holte nochmal tief Luft, straffte meine Schultern und schickte Darcy ein wahrscheinlich total irre aussehendes Grinsen über meine Schulter, als ich dann mit geschlossenen Augen über die Schwelle trat. Ich wartete gespannt. Nichts passierte. Das war ja viel zu gut um war zu sein. Und in diesem Moment legte sich ein Film vor meine Augen und ich war gezwunden dem kurzen Filmchen der Vorhersage zuzugucken, bevor ich, keuchend, wieder normal sehen konnte. Erschrocken dreht ich mich zu Darcy um. Hoffentlich war es noch nicht zu spät.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.08.2018 11:54.

Darcy
Gelöschter Benutzer

Re: Bibliothek

von Darcy am 15.07.2018 13:36

Wir betraten das Heiligtum und der Geruch der alten, teilweise vergilbten Seiten schlug uns entgegen. Ich liebte diesen Geruch! Und dazu hatte ich noch den Schokoladig – süßen Geschmack der Schokolade im Mund und meine neue beste Freundin an meiner Seite. Der Tag hatte so schrecklich katastrophal begonnen und endete jetzt so fantastisch. Vielleicht versuchte das Universum mich gerade für den Start in den Tag zu entschädigen? Wenn das der Fall war, dann hatte es ins Schwarze getroffen. Ich grinste Bastet glücklich an und hüpfte leicht neben ihr her. Das hatte ich schon lange nicht mehr getan, dabei war das früher so üblich für mich gewesen – ja, fast schon ein Erkennungsmerkmal! Aber auf Hogwarts war ich bis jetzt einfach noch nicht glücklich genug gewesen.
Als Bastet plötzlich wie zum Gruß die Hand hob um einem unsichtbaren Etwas in einem der dunklen Gänge zu winken, blieb ich irritiert stehen und starrte in den Gang hinein. „Ist da jemand?" fragte ich leise und sah mich um. Ich konnte niemanden sehen.
Doch Bastet zog mich recht schnell weiter. Vielleicht hatte sie den Büchern ja auch nur gewunken oder einer verirrten Eule? Ich redete schließlich auch sowohl mit Dusk als auch mit meinen geliebten Büchern.
Wir blieben erst wieder vor dem Gitter stehen, das uns von den schlimmsten und grausamsten der kleinen Schätzchen trennte. Es wirkte nahezu unüberwindbar. Ich seufzte frustriert und versuchte es trotzdem mal mit einem leichten Rütteln. In dem Moment, in dem ich die Hände an die Gitterstäbe legte, durchfuhr mich die Angst, dass sie mit einem Alarmzauber belegt sein könnten, aber nichts geschah. Ich atmete erleichtert aus. Das hätte auch verdammt schiefgehen können!
„Ja. Die stehen nur ein paar Gänge weiter. Die meisten kann ich allerdings schon auswendig..." gestand ich leise und sah auf den Boden vor mir. Hoffentlich würde sie mich jetzt nicht genauso hänseln, wie es einige andere getan hatten. Ich wurde schon oft als Besserwisserin und Alles - besser - Könnerin beschimpft. Seitdem gestand ich nicht mehr gerne, dass ich vieles einfach so konnte und ein photographisches Gedächtnis besaß. Theoretisch konnte ich alles, wenn ich es erst einmal gelesen hatte. Praktisch im Grunde auch, nur in diesem einen dämlichen Fach scheiterte ich da auf ganzer Linie....
„Ich probiere jetzt einfach mal was." flüstere ich und zücke meinen Zauberstab. „Alohomora." wispere ich gegen das Schloss. Und tatsächlich öffnet sich die Tür mit einem leisen Quietschen. Triumphierend grinsend öffne ich die Tür gänzlich. „Die meisten Menschen denken immer kompliziert, weswegen sie die einfachsten Dinge dann außer Acht lassen." ich zucke mit den Schultern und deute an, dass sie den Vortritt haben kann. Ein nervöses, aufgeregtes Kribbeln befällt mich, während die Neugier durch meinen Körper strömt.

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