Jungenschlafsaal Jahrgang 6

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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Jericho am 30.10.2017 22:43

„Das dachte ich mir schon.", meinte ich auf ihre Aussage mit dem Zickenkrieg. Das war etwas, das ich gar nicht abkonnte, wenn man wegen so etwas streitet. Ich war es gewohnt, dass man alles teilt, egal was es war. So wie ich aufgewachsen bin hatte man halt nicht viel und man tauschte einfach, oder lieh dem Anderen halt die Sachen. Sie machte ihre Haare und ich putzte mir erst mal die Zähne. Als wir beide mit allem fertig waren und bereit für den Tag da standen, begleitete ich sie noch zum Eingang ihres Hauses, damit sie ihre Sachen holen konnte, bevor wir dann gemeinsam uns auf den Weg zum Unterricht machten.



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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Jericho am 03.11.2017 19:56

Sie hakte sich bei mir ein und wir gingen ein paar Schritte, dann merkte sie an, dass ihr kalt war, das konnte ich so nicht stehen lassen. Auch wenn ich die Kälte selbst hasste, so hatte ich doch schon einmal die Winterferien in London auf der Straße verbracht und wusste wie unangenehm es war, wenn man wirklich fror. Selbst war mir nicht zu arg kalt und ich könnte es aushalten, deshalb löste ich kurz ihren Arm von mir und zog mir meine Jacke aus um sie um Lenja zu legen, bevor sie sich dann wieder bei mir einhaken konnte. Wir gingen einen Recht schnellen Schritt, damit wir bald mal beim Schloss waren. Im Warmen war es doch um einiges angenehmer wie in der Kälte.
Ich begleitete sie noch vor die Tür ihres Hauses, meinte noch kurz „Na dann, bis gleich.", zwinkerte ihr noch zu und machte mich noch auf zur Küche um eine Kleinigkeit zu futtern, bevor ich schließlich zu meinem Gemeinschaftsraum ging und dort noch etwas wartete. Circa zehn Minuten vor der vereinbarten Zeit ging ich dann vor den Eingang und wartete dort auf sie um mit ihr dann gemeinsam rein und rauf in meinen Schlafsaal zu gehen. Das einzige das mir komisch vorkam, war dass ich JoJo nirgends sah, vielleicht war sie ja auch schon in ihrem Schlafsaal. In meinem dann endlich angekommen, war ich froh, dass wir, noch, alleine waren. Ich schloss die Tür hinter mir und küsste sie erst mal. Vorhin hielt ich mich zurück, da ich die Situation immer noch als etwas angespannt empfand, doch nun wollte ich nicht weiter warten und tat es einfach.

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Lenja
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Lenja am 03.11.2017 20:10

Dankbar lächelte ich Jericho an, als er mir seine Jacke um die Schultern legte. Sie war gut warm. Deutlich besser, als vorhin. Ich war erleichtert, dass ich nicht mehr ganz so sehr frieren musste. "Danke.", meinte ich ehrlich. Es tat gut, dass er so aufmerksam war.
Wir brauchten nicht lange um ins Schloss zu kommen. Wir gingen recht zügig und schon bald stand ich vor der Tür meines eigenen Gemeinschaftsraumes. "Bis gleich.", winkte ich noch zu ehe ich an die Tür zum Takt vom Namen Hufflelpuff anklopfte um Einlass zu begehren.
Als ich dabei war, meine Tasche zu packen, fiel mir auf, dass ich noch immer seine Jacke anhatte. Vorsichtig zog ich sie mir aus damit ich den Umhang ausziehen konnte. Dann steckte ich die Jacke mit allen anderen Kram in meine Tasche.
Meine Zahnbürste, Zahnpasta, Bürste, Wechselkleidung und Schlafsachen packte ich in die Tasche. Noch einmal schaute ich, dass ich alles beisammen hatte.
Ich war froh, dass wir eine Stunde ausgemacht hatten, denn meine Klassenkameradinnen fragten mich, wohin ich denn wolle und ich musste ihnen deutlich machen, dass sie das nichts anginge.
Die Situation zwischen uns war mir immer noch schleierhaft. Ich konnte nicht genau definieren, was das zwischen uns eigentlich war. Und wahrscheinlich würde das noch eine ganze Weile dauern, bis ich das konnte.
Pünktlich lief ich los. Den Rucksack mit all meinen wichtigen Sachen hatte ich geschultert und so konnte ich durch das Schloss laufen. Ich war etwas aufgeregt, denn dieses Mal war ich darauf vorbereitet, dass ich bei ihn übernachten würde. Letzte Nacht war eher ungeplant gewesen.
Als ich ankam, war Jericho schon vor dem Portrait der fetten Dame und ich war ihr wirklich dankbar, dass sie heute Abend kein Ständchen trällerte.
Ich ging mit ihn in sein Schlafsaal, wir schienen alleine zu sein. Fürs erste war das gut.
Als er mich küsste, schlang ich meine Arme um ihn um den Kuss zu erwidern. Nachdem ich mich von ihn löste, nahm ich den Rucksack ab und kramte seine Jacke hervor. "Die hast du vorhin vergessen, mitzunehmen.", meinte ich lächelnd und hielt sie ihn hin.
Ich mochte seine Jacke aber ich wusste, dass ich sie nicht für mich beanspruchen konnte.

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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Jericho am 03.11.2017 22:11

Sie schlang ihre Arme um mich und erwiderte den Kuss, es zeigte mir dass die Situation inzwischen wirklich entspannter war, als vorhin. Wäre es immer noch so, wäre der Abend im Eimer. Als sie sich dann löste, stellte sie ihren Rucksack ab und gab mir meine Jacke zurück, verdammt, wie hab ich auf die vergessen können? Zum Glück dachte sie daran. „Danke, war wohl dezent abgelenkt vorhin.", meinte ich mit einem Lächeln. „Möchtest du was trinken, oder knabbern?", fragte ich Lenja, während ich Richtung Bett ging. Ich hatte ja genug da, dafür sorgte ich immer. Hier im Schloss waren die Sachen viel leichter aufzutreiben als auf der Straße. In den Sommerferien waren Süßigkeiten Geldverschwendung und so etwas holten wir uns nur ganz selten, vielleicht einmal wenn wir etwas zu feiern hatten, oder gerade viel Geld übrig hatten, sonst war das einfach nicht drin. Zwar waren JoJo und ich ein eingespieltes Team was das Geldbesorgen anging, doch das hieß nicht dass wir es einfach hatten. Nein, es war alles andere als einfach, wir konnten gerade so überleben und taten alles was nötig war um irgendwie über die Runden zu kommen. Und an ehrliche Arbeit war nicht zu denken, niemand würde jemanden nehmen, der nicht mal eine Meldeadresse hatte, es war ein Teufelskreis.

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Lenja
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Lenja am 03.11.2017 22:51

Ich kicherte kurz, als er meinte, dass er abgelenkt gewesen sei. "Das kenne ich. Das bin ich auch ganz oft." Von meinen eigenen Gedanken zwar, aber das musste er schon mitbekommen haben.
Ich war froh, dass ich nicht einfach so meine Gedanken laut aussprach, wenn ich irgendwo war und meinen Gedanken hinterher hang. So schlimm war es doch noch nicht.
Ich konnte mich immer rechtzeitig in die Realtiät zurück holen. Mein Kopf war ein sehr guter Rückzugsort für mich.
manchmal schaffte ich es dann doch nicht, mich ganz in die Realität zurück zu holen und so kam es das eine oder andere Mal vor, dass ich nicht mitbekam, dass ich angesprochen wurde oder wenn ich mit jemanden redete, was mein Gegenüber mir dann sagte. Das kam nicht ganz so oft vor, aber wenn, dann war mir das immer richtig unangenehm.
Er ging nun Richtung Bett und ich drehte mich zu ihm. Ich setzte mich etwas schräg auf das Bett, sodass ich ihn immer noch anschauen konnte. "Ähm, etwas Hunger habe ich.", beantwortete ich seine Frage. "Ich wollte vorhin eigentlich etwas bestellen. aber ich habe nichts passendes gefunden." Ich fing an, meine Stiefel zu aufzumachen und sie mir ausziziehen. Es war nur Kuchen auf der Speisekarte gewesen und darauf hatte ich wenig Appetit gehabt. Kuchen gehörte für mich eher zum Nachmittag und nicht als Nachspeise nach dem Abendbrot. "Was hast du denn alles da?", wollte ich wissen. Ich stellte meine Schuhe an die Seite und setzte mich dann richtig auf das Bett.

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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Jericho am 04.11.2017 14:32

Ich grinste nur auf ihre Aussage hin, ja das hatte ich schon mitbekommen. Selbst störte es mich keines Wegs, andere könnte es zwar nerven, aber ich hatte damit kein Problem, zumindest solange es um nichts Wichtiges geht. Selbst versuchte ich mich immer zu konzentrieren, man wusste ja nie was als nächstes kommt, gelang mir zwar nicht immer, wie gerade eben, aber ich versuchte so gut es ging in der Realität zu bleiben.
Sie setzte sich aufs Bett und meinte, dass sie etwas Hunger hätte, okay, sowas großes dass es Hunger stillen konnte, hatte ich leider nicht hier. Sie fragte dann noch was ich da hätte und ich begab mich zu meinem Vorrat im Kästchen, mal sehen. „Chips, Kekse und eine Tafel Schokolade.", meinte ich schließlich. „Für alles andere müsste ich kurz einen Abstecher in die Küche machen.", fügte ich noch hinzu und setzte mich ebenfalls aufs Bett. Den Vorrat hatte ich mir vor einiger Zeit angelegt und plünderte ihn entweder, wenn ich nicht zum Essen kam, oder JoJo hier übernachtete und sie Lust auf etwas hatte. Oder eben wenn es hieß zurück nach London über die Sommerferien, da nahm ich natürlich alles mit und plünderte nochmal die Küche um alles nicht Verderbliche abzuräumen, was ich tragen konnte. Die Vorräte reichten dann meistens für ein bis zwei Wochen. Danach hieß es wieder auf andere Art die Sachen zu besorgen. Jedes Jahr dachte ich immer wieder nach wie es wäre wenn ich immer noch im Waisenhaus wäre, verwarf den Gedanken doch immer schnell wieder, da es dort nur schlimmer wäre. Nie wieder würde ich zurück, egal was passiert.

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Lenja
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Lenja am 04.11.2017 16:55

Die Auswahl war nicht die Größte. Aber es konnte nicht jeder einen Vorrat wie ich haben, der für mehrere Wochen hielt. Und von Woche zu Woche immer größer wurde. Vielleicht sollte ich meinen Freunden etwas abgeben, die würden sich bestimmt über so etwas freuen. Oder einfach mal in der großen Halle verteilen und jeder konnte sich das nehmen, was er wollte. Oder aber ich würde den Hauselfen etwas zu guten kommen lassen. Oder ich setzte alle meine Ideen in die Tat um.
"Schokolade sollte reichen..", meinte ich und setzte mich nun richtig auf das Bett. "Ich hätte aber auch etwas von mir mitnehmen können. Ich habe eine riesen große Kiste unter meinem Bett stehen und da ist alles drin, was das Herz begehrt. Ich kann damit leider nicht so viel anfangen. Soll ich davon etwas holen gehen? Ich kann das alles eh nicht essen."
In der Kiste waren allerhand Süßigkeiten drin. Von Süigkeiten der Muggel bis hin zu einer riesen großen Auswahl an Süßigkeiten aus der Zaubererwelt. Ich wäre meine Mutter wirklich danbar, wenn sie aufhören würde, mir diesen ganzen Pakete zu schicken. Das Geld konnten wir sicherlich anders investieren. Aber sie wollte, dass es mir gut ging und ignorierte einfach meine Bitte, mir nichts mehr zu schicken.

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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Jericho am 04.11.2017 18:13

Ich reichte ihr die Schokolade und machte es ihr gleich und setzte mich aufs Bett. Ihre nächste Aussage ließ mich sie etwas verdutzt ansehen. Sofort kam mir JoJo in den Sinn mit den Worten, dass Lenja in Saus-und-Braus lebte. Es schien immer mehr zu stimmen, es war etwas, womit ich nie mithalten könnte. Das Leben das ich führte, wäre nichts für sie. „Nein, danke, schon okay. Ich brauch nicht viel.", erwiderte ich etwas daneben auf ihre Aussage. Eine ganze Kiste? Wenn das so viel war wie ich mir gerade vorstellte könnten davon sowohl JoJo als auch ich einen ganzen Sommer überleben. Verdammt. Wie konnte man so viele Süßigkeiten horten? Ich sollte nicht weiter darüber nachdenken, es brachte nichts, ich wusste dass sie mehr hatte, schon bevor ich mich auf das eingelassen hatte, das konnte ich ihr jetzt nicht zur Last legen, das wäre unfair.
Ich zog meinen Pullover aus und warf ihn neben das Bett, dann ließ ich mich richtig ins Bett fallen und sah Lenja wieder an. „Also, was machen wir, Engelchen?", fragte ich sie dann mit einem Grinsen.

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Lenja
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Lenja am 04.11.2017 18:44

Ich nahm die Schokolade entgegen. Meine Aussage mit der Kiste schien ihn zu überraschen. Ein ungutes Gefühl befiel mich und ich ließ die Schokolade ersteinmal geschlossen. "Ich habe ein schlechtes Gewissen weil ich so viel habe. Wir können uns das eigentlich nicht leisten aber meine Mutter will nicht, dass ich so etwas mitbekomme. Ich mein, ich bekomm wirklich nicht alles mit. Aber dass wir so wenig Geld haben schon. Deswegen will ich das lieber alles verteilen. Und meine Mutter hört einfach nicht auf, mir sowas zu schicken." Ich seufzte einmal. Der Gedanke an meine Mutter machte mich traurig. Aber davon wollte ich mich jetzt nicht unterkriegen lassen. Ich wusste nicht, warum ich ihn das erzählen musste. Es lastete schon länger auf mir und bisher konnte ich kaum jemanden davon erzählen. Meinen Eltern war so etwas unangenehm.
Jericho zog seinen Pullover aus und legte sich hin. Ich drehte mich zu ihn sodass ich ihn anschauen konnte. Dann lächelte ich ihn an. "Gute Frage. Hast du eine Idee?", wollte ich wissen.

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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Jungenschlafsaal Jahrgang 6

von Jericho am 04.11.2017 19:12

Als sie mir dann von ihren Problemen erzählte, war ich etwas überfordert, ich wusste nicht wie ich darauf reagieren sollte, da mir die Situation unbekannt war. Ich hatte nie Eltern die mir Sachen geben konnten. Aber ich schien sie falsch eingeschätzt zu haben, sie hatte wohl doch nicht so viel, zwar sicher noch hundertmal mehr als ich, aber reich war ihre Familie wohl doch nicht. Ich musste kurz überlegen und mir eine passende Antwort zurechtlegen, was sagt man auf sowas? „Deine Mutter will halt, dass du es gut hast, so sind Eltern nun mal, deswegen würde ich mir darum nicht so viele Gedanken machen. Aber die Idee mit dem verteilen gefällt mir. Wenn du wirklich zu viel hast, ist es besser als alles wegzuschmeißen.", meinte ich dann schließlich. Das mit den Eltern war, was ich halt öfters mal von anderen Leuten gehört hatte, deswegen wiederholte ich das einfach nur, viel mehr konnte ich dazu nicht sagen. Anscheinend gab es ja doch Eltern denen ihre Kinder etwas bedeuteten.
„Ich hätte da so ne Idee.", sagte ich und grinste sie an, bevor ich mich aufsetzte und sie in einen Kuss zog.

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