Bibliothek

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Collin
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Re: Bibliothek

from Collin on 07/19/2017 11:06 AM

"Aber immerhin lässt du mich mit meiner hässlichen Fratze bei dir sitzen." , sagte ich grinsend. So war sie eben, unsere liebe Cara. Stets ein frechen Spruch auf den Lippen und immer schlagfertig. Mit ihr war alles sehr locker und entspannt.
"Nur ein Helferlein?", fragte ich vollkommen empört. "Ich habe wenigstens den Rang eines Gleichgesinnten verdient." Wir würden zusammen die Welt erobern und unterjochen. "Du brauchst jemanden, der dich zurück hält, wenn du mal wieder deine Tage hast.", sagte ich lachend. "Dann muss ich wieder einspringen. Und Helferlein gehört da einfach nicht hin." Ich beugte mich nach vorne, als sie wieder in ihr Buch schaute. Am liebsten hätte ich den Kopf jetzt auf den Tisc geschlagen.  "Bäääh..ich glaube ich schreibe jeden zwei Sätze und damit das Pergament wenigsten svoll wird, in extra großer Schrift.", sagte ich und während ich die Idee aussprach, wurde sie mir immer sympathischer. "Das mache ich wirklich." Ich schnappte mir ein Buch und schlug es auf. "Also.", sagte ich und tunkte meine Feder in die Tinte. "Zaubertränke sind wichtig für Berufe.", sagte ich laut während ich schrieb. "Man sollte dafür definitiv mehr dafür lernen, als ich das jemals getan habe." Ich ließ das Pergament trocknen und legte dann meinen Kopf auf den Tisch. "Slughorn wird mich zusammenstampfen, wenn er das liest.", meinte ich total enttäuscht. "Kannst du das nicht fü mich machen? Du diktierst und ich schreibe auf. Ja, das ist doch eine wunderbare Idee." Ich sah zu meiner Schwester auf und schaute sie mit dem liebsten Blick an, den ich aufbringen konnte. "Lehrer sind schrecklich. Warum müssen wir nochmal zur Schule gehen? Und wenn Dad von Slughorn entfernt, dass ich ihn diesen Wisch hier abgebe, dann kann ich mir die Standpauke meines Lebens anhören." Ich schlug meinen Kopf auf den Tisch.


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Cut, da Somemrferien sind

Reply Edited on 07/24/2017 11:32 PM.

Collin
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Re: Bibliothek

from Collin on 09/13/2017 05:51 PM

Und wieder hatte das neue Schuljahr begonnen und ich hatte keine große Lust, mich auf die ZAGs vorzubereiten. Aber das musst ja sein. Schließlich wollte ich ein guter Journalist werden.
Meinem Vater würde mein Ziel nicht gefallen. Schließlich sollte ich doch auch in die Politik gehen. Und am liebsten in seine Fußspuren stapfen. Und am besten der beste Vorzeigesohn sein, den man haben konnte. Und um dem ganzen seine Krone aufzusetzen, sollte ich wahrscheinlich der nächste Minister werden.
Aber so würe es nicht kommen. Das wollte ich nicht. Ich wollte in den Journalismus gehen, um die Welt reisen und mich den Tierwesen widmen.
Aber heute musste ich in die Bibliothek. Ich musste unbedingt meine Hausaufgaben machen. Das meiste musste ich morgen schon wieder abgeben und da konnte ich nichts vor mir her schieben. Das wäre unpassend.
Deswegen machte ich mich auf den Weg in die Bibliothek und setzte mich mit einem riesen Stapel Pergamentrollen und einigen Federn und Büchern an den tisch.

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Cally
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Re: Bibliothek

from Cally on 09/13/2017 06:16 PM

Ein neues Schuljahr und das würde mit Sicherheit auch wieder den ein oder anderen Schüler geben der nicht Recht mit Büchern umzugehen wusste - das kam ja leider allzuoft vor - was irgendwie nach viel Arbeit klang. Aber es war ja nicht so als würde ich diese Arbeit unbedingt ungerne machen und ich hatte mich bewusst dafür entschieden Bibliothekarin in Hogwarts zu werden. Wenngleich ich wahrscheinlich auch bei irgendeinem nicht-magischen Unternehmen hätte anfangen können vielleicht sogar eines das sich mit Wissenschaft beschäftigte? Aber solche Überlegungen gehörten der Vergangenheit an und ich hielt mich mit einer Hand an einem Regal beziehungsweise der Leiter davor fest und hielt mir mit der Anderen die Nase zu, da mich ein wenig Staub in der Nase kitzelte.
So sehr ich Bücher liebte um so weniger schätzte ich Staub oder womöglich wurde ich auch krank aber das bezweifelte ich doch irgendwie stark denn immerhin ernährte ich mich sehr gesund und achtete fast peinlich genau darauf mich dem Wetter entsprechend anzuziehen. Ich ließ meinen Blick beiläufig durch die Bibliothek schweifen, vielleicht würde ja doch noch jemand vorbeikommen immerhin gab es zu Anfang eines neuen Schuljahres immer irgendwelche Hausaufgaben zu erledigen. Es hatte den Anschein das ich Recht behalten sollte und irgendwie war das mein Glück - denn es war doch irgendwie Langweilig geworden und so konnte ich zumindest der Höflichkeit halber fragen ob ich behilflich sein könne. Ich stieg halb von der Leiter, um dem Tisch näher zu sein und räusperte mich, ehe ich fragte: "Kann ich dir vielleicht irgendwie helfen?" Fragen kostete nichts und ich konnte nicht anders als ein wenig amüsiert zu Schmunzeln aufgrund der Masse an Pergamentrollen, ich blickte ihn noch immer fragend an wobei mir mein Amüsement inzwischen deutlich anzusehen sein dürfte. "Hast du einen Schreibwarenladen ausgeraubt?", diese Frage hatte ich mir einfach nicht verkneifen können.

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Collin
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Re: Bibliothek

from Collin on 09/13/2017 06:51 PM

Gerade als ich mich hingesetzt hatte, kam auch schon die Bibliothekarin in Sicht. Sie stand halb auf der Leiter und schien sich über mein Anblick zu amüsieren. Sollte sie nur. Ich fand das ganze gerade auch urkomisch, so vollbepackt wie ich war.
Aber das kannte ich schon von mir. Ich kam imme mit einem sehr großen Stapel an Papieren hier her um zu arbeiten.
ich überlegte kurz. "Ähm,mehr Platz wäre super.", meinte ich grinsend. Ich schaute mich auf den Tisch einmal um, er war so voll. Ich hatte nur eine kleine Nische zum schreiben.
Ihre nächste Frage brachte mich zum lachen. In der Tat wirkte das ganze ziemlich absurd viel. Ichgrinste die Bibliothekarin wieder an. "Sieht so aus, oder?" Das meiste Geld gab ich in der Tat für Pergamentrollen aus. Seufzend ließ ich mich gegen die Lehne fallen. "Ich habe so viel zu tun. Und ich weiß nicht, wo ich anfanen soll..."

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Cally
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Re: Bibliothek

from Cally on 09/13/2017 07:22 PM

In der Regel machte ich mich ja nicht ja nicht über irgendwen lustig oder vermittelte auch nur gar das Gefühl ich würde mich lustig machen - das war unhöflich und ich versuchte es tunlchst zu vermeiden - heute konnte ich dann aber doch irgendwie nicht anders. Ich hatte ihn auch des Öfteren schon gesehen, zumindest kam er mir ungeheuer bekannt vor, kurz kramte ich in meinem Gedächtnis und versuchte dem Gesicht einen Namen zu zuordnen.. dann machte es Klick: Sein Name war Collin und er tauchte eigentlich immer so voll bepackt auf. Nun zumindest war er gut vorbereitet was doch eigentlich sehr vorbildlich war. Als er meinte das mehr Platz super wäre überblickte ich den Tisch kurz grob und legte denn alles was er aktuell nicht brauchen würde auf einen banchbarten Tisch. Immerhin konnte er nur eine Pergamentrolle auf einmal beschriften und er sollte sich wohl erstmal klar werden womit er beginnen wollte ehe er irgendeines der Bücher benötigte. Und der Nachschub an Materialien zum arbeiten lag noch immer in greifbarer Reichweite. Ich strich mir die Haarsträhnen zurück die mir während dieses Unterfangens ins Gesicht gerutscht waren hinter die Ohren und lächelte sanft, ehe ich entgegnete: "So genug Platz müsstest du nun zumindest haben." 
Ich konnte nichts anders als zumindest kurz in sein Lachen mit einzustimmen und ich nickte bestätigend, denn es sah verdammt nach Schreibwarenladen-Überfall aus auch wenn es eigentlich nur zeigte das er ziemlich gut vorbereitet war. Als er seufzte neigte ich kurz meinen Kopf ein wenig zur Seite und runzelte bei seinen nächsten Worten leicht die Stirn, ehe ich auch nur daran dachte irgendetwas zu sagen. "Mmh.. naja ich denke du solltest mit etwas beginnen das dir relativ leicht fällt.. wenn du zuerst mit etwas für dich schwerem anfängst könnte das demotivierend wirken und der Rest würde dir vermutlich nur noch schwerer fallen. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung und du solltest vermutlich besser wissen was dich eher motiviert." Ich zuckte leicht mit den Schultern und legte eine Hand an die erste Sprosse der Leiter um mich gegebenfalls wieder an die Arbeit zu machen. Sollte irgendwas unkalr sein oder er erneut Hilfe brauchen wäre ich ja immer noch in Hörweite. 

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Collin
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Re: Bibliothek

from Collin on 09/13/2017 07:46 PM

Es nervte mich zunehmend, dass ich einfach immer mehr den Überblick über alles verlor, was ich noch zu erledigen hatte. Das war äußerst ungünstig. Wenn ich als Journalist arbeiten wollen würde, müsste ich definitv ein wenig mehr Disziplien und Organisation lernen. Schließlich konnte ich meine Texte für den Jpurnalismus nicht so vor mich her schieben und alles auf den letzten Drücker machen. So fumktionierte das ja nicht.
Struktur war schon ziemlich wichtig. Eine Schwäche definitv von mir.
Deswegen war es mir sichtlich unangenehm, als sie einfach alles unnötige auf einen Nachbartisch legte und ich somit nun mehr Platz hatte. Leicht errötet ließ ich meinen Kopf hängen. "Auf diese Idee hätte ich auch kommen können...", meinte ich leicht frustriert. Wie gut, dass wenigstens sie auf diese brilliante Idee gekommen war. Ich stapelte die Bücher alle übereinander, mit dem Rücken zu mir. So konnte ich wenigstens die einzelnen Fächer ablesen, wenn ich sie brauchte. Nur mit welchem fing ich am besten an?
Ihr Vorschlag klang plausiebel. Nur jatte ich keine Motivation. Darin lag das größte Problem. "Ich habe keine Lust, das ist alles.", meinte ich schulterzuckend und schaffte es endlich, sie wieder anzuschauen. Dann ließ ich meinen Kopf auf die Tischplatte fallen. Es tat ziemlich weh, aber das war gerade Nebensache. Am liebsten würde ich mich jetzt zurück ziehen und irgendwo schlafen. Aber das ging nicht. Schließlich musste das alles morgen schon abgegeben werden.

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Cally
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Re: Bibliothek

from Cally on 09/13/2017 09:01 PM

Ich warf unauffällig einen Blick auf sein leicht gerötetes Gesicht und biss mir leicht auf die Unterlippe, ich hatte ja nur helfen und ihn nicht in Verlegenheit bringen wollen. Irgendwie klang er frustriert und das Tat mir Leid auch wenn ich daran wohl kaum die Schuld trug. Aber ich würde mich hüten irgendwas dazu zu sagen konnte die ganze Situation eigentlich nur noch schlimmer machen wobei sie in seinen Augen wohl bereits ziemlich aussichtslos oder ähnliches zu sein schien. Ich verweilte zunächst in meiner Position halb am Boden und halb auf der Leiter während mein Blick nachdenklich auf Collin ruhte, wenn ich ehrlich war dann wusste ich im ersten Augenblick nicht Recht was ich Tun sollte oder überhaupt konnte. Also ging ich zunächst wieder meiner Arbeit nach wenn auch einige Regalreihen tiefer als zuvor. Mein Vorschlag schien auch nicht Recht zu helfen was irgendwie logisch war wenn es ihm denn grundsätzlich an Motivation fehlte. Und irgendwie auch an Struktur wenngleich er grundsätzlich durchaus gut vorbereitet und organisiert wirkte. Ich zuckte leicht zusammen als ich seinen Kopf auf die Tischplatte fallen.. nun eher knallen hörte und sprang leichtfüßig von der Leiter, woraufhin ich kurz verschwand - ich hatte da eine Idee.
Kurze Zeit später stellte ich ein Tablett mit einer Kanne, einer Tasse und ein wenig Gebäck auf dem Tisch ab natürlich darauf achtend nichts zu verschütten oder ihm irgendwie Schaden zuzufügen. Ich schenkte ihm eine Tasse des Tee´s ein und forderte ihn auf zu trinken. "Keine Ahnung ob der dir hilft aber mir hat er immer geholfen wenn ich unmotiviert war und du kannst mir ja einfach zuhören während du trinkst." Ich zog mir einen Stuhl heran und ließ mich darauf nieder, ehe ich die Beine überkreuzte und dann leise zu sprechen begann. "Ich weiß das es manchmal echt schwer ist die nötige Motivation für etwas aufzubringen womöglich kommen einem Hausaufgaben in einer Zeit wie dieser auch unnötig vor. Könnte ich definitiv nachvollziehen mir ging es oft nicht anders aber ich denke das wenn man ein Ziel vor Augen hat dann ist es leichter Motivation aufzubringen. Was möchtest du später denn unbedingt einmal machen? Fakt ist in jedem Fall das du was immer es sein mag nicht realisieren kannst wenn du dich jetzt nicht zusammenreißt! Ich könnte mir auch durchaus manchmal etwas besseres vorstellen als in dieser Bibliothek zu stehen Regale zu entstauben und Bücher zu sortieren. Wenn du ein Ziel hast, etwas aus deinem Leben machen möchtest dann musst du jetzt die Arschbacken zusammen kneifen und dich an deine Hausaufgaben setzen egal wie wenig Lust du gerade dazu hast. Alles klar? Wenn du irgendwelche Fragen hast ich bin auf de Leiter direkt hinter dir aber dazu musst du jetzt erstmal mit was anfangen." Ich wartete seine Reaktion gar nicht ab sondern erhob mich vom Stuhl und begab mich wieder auf die Leiter.

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Collin
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Re: Bibliothek

from Collin on 09/13/2017 09:45 PM

Das ganze hier war doch ziemlich aussichtslos. Wie konnte ein Mensch nur so extrem unmotiviert sein? Wie konnte ein Mensch überhaupt so leben wenn er nur schlafen wollte? War ich krank, dass ich so oft nur ans schlafen dachte? Stimmte etwas mit mir nicht? Oder hatte ich bisher noch nicht das gefunden, was ich wirklich als Antrieb brauchte? Wahrscheinlich brauchte ich einen ziemlich heftigen Tritt in den Hintern um mal aufzustehen um irgendetwas zu machen.
Man hätte meinen können, dass die kommenen Prüfungen Antrieb genug sein sollten, aber irgendwie hatte mich mein Ehrgeiz noch nicht gepackt.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich mittlerweile aufgegeben hatte. Selbst die freundliche Bibliothekarin, denn ich konnte so erade eben noch erkennen, dass sie einfach so verschwand. Vielleicht wollte sie sich nicht mit meiner mangelnden Arbeitsmoral anstecken? Oder sie hatte die Nase voll von meinem Gejammer. Es hätte alles sein können und ich würde es wahrscheinlich eh nie erfahren.
Frustriert und enttäuscht und zugleich sauer auf mich selber schnappte ich mir ein Buch. Ich schlug es willkühlich auf einer Seite auf und legte es mir über den Kopf als ich ihn wieder auf den Tisch gebettet hatte. Ein kleines Nickerchen würde meine Laune wahrscheinlich anheben.
Doch dann hörte ich wieder Schritte und ich ließ das Bch auf den Tich fallen. Ich machte es zu und schob es bei Seite. Cally war mit eine Tablett und allerlei Köstlichkeiten wieder gekommen. Sie setzte sich direkt zu mir und goss eine Tasse Tee ein. Ich nahm sie dankend an, umschloss sie mit beiden Händen und nippte daran. Die Wärme tat mir sichtlich gut und ich hatte das Gefühl, dass ich wacher wurde.
Ich schaute zu Cally und hörte mir ihren Vortrag an, sie schien zu wissen, worum es ging und ich musste erst einmal schlucken. Ich war nicht der einzige, dem es an Motivation fehlte. Ich war sichtlich erleichtert.
Ich nickte um ihr zu signalisieren, dass ich verstanden hatte. Und schon war sie wieder verschwunden. Ich braucte ien Weile, bis ich alles sacken lassen konnte. Und es verstand. Doch ahnte ich, worun mein Problem wirklich lag.
Ich trank noch einen Schluck von meinem Tee und seufzte. Ich hatte das Gefühl, so klar zu sein im Kopf, wie ich es schon lange nicht mehr war.
"Ich denke, dass es in Wirklichkeit nicht an meiner Motivation liegt.", meinte ich leise. "Ich denke, es liegt daran, dass ich meinen Vater eins auswischen will." Und damit würde ich wahrscheinlich gar nicht mal daneben liegen. Ich tat wirkich fast alles, um ihn zu wiedersprechen und um genau das zu sein, was er nicht wollte. Allzu gesund war das Verhalten nicht...

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Cally
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Re: Bibliothek

from Cally on 09/13/2017 10:29 PM

Es war nun vielleicht nicht die feine englische Art gewesen einfach abzuhauen und das weder bevor noch nachdem ich ihm den Kopf gewaschen hatte, wobei ich nur hoffen konnte das es ihm irgendwie helfen würde - und auch wenn er mich anschreien würde das ich ja keine Ahnung hätte wäre mir das so ziemlich egal gewesen. Irgendwie hatte ich das Gefühl das er gerade irgendwen brauchte der ihm in den Arsch trat und wenn auch nur dabei herauskam das ihm irgendwas klar wurde. Der Tee war einfach ein altes Rezept meiner Mutter und ich hatte wenn ich ehrlich war nicht mal den kompletten Überblick was in diesem war, ich wusste nur mit Sicherheit das nichts giftiges darin war und sich Rosenblätter darin befinden mussten. Aber ich hatte nicht gelogen mir hatte dieser Tee stets geholfen und das bei fast allem, sogar bei Liebeskummer bei dem angeblich ja nur Schokolade half. Aber das mit dem Kummer war bei mir ja generell so eine Sache denn eigentlich kannte kein Mensch mich betrübt oder nur in Ansätzen schlecht gelaunt - ich trug eigentlich immer ein Lächeln auf meinen Lippen und war eine Optimistin und Romantikerin. Und wenn doch einmal Sorgenfalten mein Gesicht zierten dann war diese Besorgnis aufrichtig und ich bemühte mich immer eine Lösung zu finden. 
Ich musste derart in Gedanken versunken gewesen sein, das ich um ein Haar von der Leiter gefallen wäre als Collin plötzlich zu sprechen begann und ich konnte mich gerade noch an der Leiter festklammern, woraufhin ich mich zunächst einmal auf der Leiter zurück lehnte und versuchte meinen Herzschlag wieder zu regulieren und zu Atem zu kommen. Dann kletterte ich langsam und vorsichtig wieder die Leiter herunter und blickte Collin zunächst Schweigend und mit nachdenklicher Miene an. Vielleicht wollte er ja noch irgendetwas anderes sagen, also wartete ich ab und legte mir meine weiteren Worte gedanklich zurecht. Ich wählte die Worte bewusst mit Bedacht denn ich wollte ihm ja nicht zu nahe treten und atmete einmal tief durch. "Wenn du deinem Vater eins auswischen willst.. heißt das dann das du schlechter in der Schule werden willst einfach weil er erwarten würde das du gut bist? Aber.. selbst wenn das so ist.. so bist du nicht hier in Hogwarts für deinen Vater, sondern ausschließlich für dich. Dein Vater hat seinen Abschluss und macht schon was er immer machen wollte, hat wahrscheinlich hart dafür gearbeitet. Und willst du wirklich all deine Ziele und deine schulische Ausbildung in den Sand setzen nur um deinem Vater einen reinzuwürgen?", fragte ich sanft und trat vorsichtig ein paar Schritte näher. Kurz überlegte ich ihm eine Hand auf die Schulter zu legen aber das erschien mir unangebracht da wir uns kaum kannten also lächelte ich einfach nur zaghaft und wie ich hoffte aufmunternd.

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Collin
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Re: Bibliothek

from Collin on 09/14/2017 09:34 AM

Ich dachte, dass ich Cally verschreckt hatte. Ich hatte ehrlich gesagt die Hoffnung aufgegeben, dass sie wieder zurück kommen würde. Schließlich hatte sie wahrscheinlich besseres zu tun als einem Schüler gerde beistand zu leisten.
Aber so langsam kam ich meinem eigentlichem Problem näher und ich musste mich wohl oder übel damit auseinander setzen. Schließlich konnte das ja so, wie ich es jetzt handhabte, nicht weiter gehen lassen. Es kostete einfach eine enorm große Menge an Energie. Auch wenn ich immer genug Federn, Tinten und Pergamentrollen hatte, so musste ich mich zusammen reißen. Es war das letzte Schuljahr und ich wollte gänzlich versagen.
Wobei ich bisher immer geschafft hatte, meine Hausaufgaben rechtzeitig abzugeben, nicht eine hatte ich augelassen. Nicht immer waren sie wirklich gut geworden, aber wenigistens hatte ich nicht gäntlich den Überblick über das verloren, was ich noch machen und erledigen musste. Damit ließ sich doch schonmal gut arbeiten.
Aber ich musste ja nicht überall Ordnung schaffen, mein Zimmer zu Hause war das reinste Chaos, ganz oft hatte ich Wäscheberge meiner Schwestern bei mir und sie mussten sich alles zusammen suchen. Aber das störte mich ncht im geringsten. Das Zimmer war meinn Rückzugsort und ich genoss es, dass ich wenigstens da alles soweit schleifen lassen konnte, wie ich wollte.
Ich schaute Cally an, als sie wieder zurück kam und ar doch etwas verwundert. Ihr schien es wirklich am Herzen zu liegen, dass ich wenigstens meine Hausaufgaben in den Griff bekommen würde.
Und darum war ich ihr ziemlich dankbar. Aber eigentlich war das Thema Hausaufaben schon längst vergessen. Wir sprachen gerade über die Ursache allen Übels. So langsam kamen wir dem eigentlich Problem immer näher. Und sie schien zu wissen, was sie zu sagen hatte, auch wenn sie nachdenklich wirkte.
"Ich weiß, das ist nicht gerade klever von mir.", gestand ich. Und ich musste es mir selber eingestehen. "Aber ich habe das Gefühl, dass ich weiter in eine Richtung von ihn gedrängt werde wenn ich wirklich gut in der Schule werde. Da bleibe ich wirklich gerne durchschnittlich und ziehe keine besondere Aufmerksamkeit auf mich." Aufmerksamkeit in vielerlei Hinsicht war nicht mein Ding. Am liebsten würde ich die Tatsache, dass ich der Sohn einer Berühmtkeit war, sofort unter den Teppich kehren, darauf herum trampeln und so gut es ging nicht sichtbar machen. Aber so ging das nunmal nicht und ich musste damit zurecht kommen. "Mein Vater will, dass ich in die Politik gehe. Aber das will ich nicht. Er ist enttäuscht, dass ich Journalist werden will....", murmelte ich und nahm mir eine Feder. Ich inspizierte sie haargenau, schaute mir jede einzelne Faser an. Schon ironisch, dass ich in der Schülerzeitung keinerlei Probleme hatte.

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