Besenkammer

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Gwenog
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Gwenog am 31.05.2017 21:59

Ich nickte nur. Vermutlich hatte er recht. Ich war noch nie auf eine solche Art verletzt wurden und einen Moment lang hatte ich das Gefühl von Freiheit wieder, aber es war recht schnell wieder verschwunden. Wirklich geholfen hatte es mir nicht, auf diese Art meinen Frust raus zu lassen. Doch irgendwann, so hoffte ich, würde dieses Gefühl einfach wieder verebben. Diese Verliebtheit in einen Jungen, der mich behandelte, wie Dreck.
Ich schluckte schwer und ein Ausdruck von Mitleid trat in mein Gesicht. Ich hatte gewusst, dass es Wyatt nicht so gut ging. Ich hatte gewusst, dass seine Familie ihn nicht immer gut behandelte. Ich hatte die Wunden an seinem Körper gesehen. Und ich wollte gar nicht wissen, wie viele Wunden er in seinem Inneren trug. Und jetzt wurde er verheiratet und ich hatte das Gefühl, mir wurde damit irgendwie jegliche Möglichkeit genommen, ihm irgendwie zu helfen oder zumindest bei zu stehen.
Als er meinte, es wäre seine dritte Zwangsverlobung, war ich überrascht. "Die dritte?", fragte ich leise. Ich hatte es nicht gewusst. Davon hatte er nie erzählt.
Leicht zittrig blickte ich erneut auf den Brief. "7. August.", meinte ich. "Ihr heiratet in fast zwei Monaten." Ich blickte wieder von dem Brief auf und sah Wyatt an und plötzlich überkam mich wieder diese Wut. Diese Wut auf alles und jeden und diese beschissene Welt, mit der das Chaos erst kam. Ich zerknüllte den Brief und schmiss ihn in den Eimer mit dreckigem Wischwasser, in den Wyatt eben noch getreten war, damit es sich dort mit dem dreckigen Wasser vollsaugen konnte, bis man die Schrift nicht mehr sah. Auch wenn das nichts an der Tatsache änderte, dass Wyatt tatsächlich heiraten würde.
"Kann man nichts dagegen machen?", fragte ich ihn und überlegte fieberhaft, wie man das noch verhindern könnte. "Ich könnte dir Vielsafttrank brauen und dann... keine Ahnung.. nimmst du ein paar Haare von mir und trinkst den und ich erzähle allen du seist im Schwarzen See ertrunken und dann bleibst du so lange versteckt, bis alle vergessen haben, wie du aussiehst.", schlug ich vor, wohl wissend, dass das wohl nicht der entgültige Plan sein könnte. Denn auch dann wäre Wyatt nur eingesperrt.

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Wyatt
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Wyatt am 01.06.2017 02:08

Ich nickte. "Ja die Dritte. Irgendwie ist immer etwas dazwischen gekommen bei den anderen...weshalb ich irgendwie dachte, das wird deshalb in die Länge gezogen...aber anscheinend haben meine Eltern es jetzt nur noch eiliger.." murmelte ich und verzog die Lippen. 7. August. Das war wirklich gar nicht mehr so lange hin. Ich schlug die Augenlider nieder und fühlte mich komplett hilflos. Dann zerknüllte Gwenog den Brief und schmiss ihn in den Eimer. "Ganz ruhig.." murmelte ich und legte ihr behutsam die Hand auf die Schulter. "Da gibts nichts was man tun könnte...Wenn ich gehen würde...Naja Will wäre komplett alleine, das könnte ich nicht zulassen. Nachher bekommt er den ganzen Ärger ab und..-" ich brach ab. Allein die Vorstellung was mein Vater mit ihm anstellen würde aus Frust...Das war zu viel.
Erschöpft lehnte ich mich an das Regal und zog Gwen mit mir, sodass sie gegen mich gelehnt war. Ihre körperliche Nähe und ihre Wärme tat mir gut. Ich sah Gwen lange an. Ziemlichlange, sodass es auch sehr peinlich hätte werden können, aber zumindest ich hatte das Gefühl nicht. Sie hatte wirklich schöne und herzensgute Augen. Und sie war einer der wenigen Menschen die sich wirklich um mich zu sorgen schienen. Was natürlich meine Schuld war, ich ließ nicht so oft Menschen an mich heran. Nach einer Weile zog ich sie enger in meine Arme und lehnte meine Stirn an ihre. "Tu mir einen gefallen und hör auf dein Herz, auch wenn die Möglichkeit besteht, dass es gebrochen wird. Es würde mir viel bedeuten, wenn wenigstens einer von uns sein Glück findet." sagte ich leise und strich ihr über die Wange. Wenn ich die Möglichkeit nicht nutzen konnte, dann sollte sie es immerhin tun.

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Gwenog
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Gwenog am 01.06.2017 02:42

"Vielleicht steht das Glück ja auf deiner Seite und irgendjemand schafft es wieder die Hochzeit zu verhindern. Immerhin... zwei Monate hast du noch." Vielleicht würde sie von einer Treppe fallen und sich beide Beine brechen oder abhauen oder... was auch immer mit Wyatts anderen Verlobten passiert war, würde auch mit ihr passieren. Wer wusste das schon? "Und wenn ihr doch heiraten solltet und sie dich in irgendeiner Form scheiße behandelt, dann sag mir bescheid. Dann komme ich mit meinem Quidditchschläger vorbei. Ich kann scheinbar wirklich gut damit zuschlagen.", meinte ich dann. Ich wollte nicht, dass Wyatt noch mehr litt. Irgendwas in mir hoffte, dass er sie entweder nicht heiraten musste, oder sie Gefühle füreinander entwickeln würden. Sodass er zumindest kein schlechtes Leben führen musste.
Seinen kleinen Bruder hatte ich gar nicht mit bedacht. Ich hatte keine Geschwister und demnach auch niemanden, um den ich mir Sorgen machen müsste, wenn meine Eltern so wären, wie die von Wyatt. Doch ich konnte Wyatts Beweggründe dennoch nachvollziehen. Sein kleiner Bruder war immerhin wichtig für ihn und ich fand es wahnsinnig stark, dass er sich für seinen Bruder das Leben vermasseln ließ. Obwohl er nur dieses eine hatte und ich es nicht als richtig empfand.
ich mochte die Nähe zu Wyatt. Es war mir nie unangenehm gewesen. Auch nicht, als wir noch komplett unerfahren waren und nur eine Beziehung eingegangen sind, um diesen Fakt zu ändern. Da war immer diese Vertrautheit zwischen ihm und mir gewesen, die mich in seiner Nähe einfach hatte wohlfühlen lassen. Als Wyatt seine Stirn gegen meine lehnte, schloss ich automatisch die Augen. "Das werde ich.", flüsterte ich. Auch wenn es mir einen kleinen Stich gab. Zum einen, weil ich an mein Glück gerade nicht denken konnte, obwohl ich sonst immer genug Egoismus dafür besaß, zum anderen, weil ich das Gefühl hatte, dass Wyatt seines schon aufgegeben hatte.
"Tu dir mir den Gefallen und gib dich nicht auf.", sagte ich dann leise. Er war einer der wenigen Menschen, die ich mochte, zu denen ich aufrichtig sein konnte und die aufrichtig mir gegenüber waren. Und ich hatte diese Vertrautheit nie missen wollen. Und jetzt würde Wyatt in sein Unglück geschickt.
Vielleicht war es mein Mitleid für ihn, vielleicht ein Gefühl von Nostalgie, das mich übermannte oder einfach nur der Gedanke, dass ich für einen Moment einfach all das vergessen wollte. All die Probleme auf der Welt, wobei meine laschen Liebesprobleme im Gegensatz zu Wyatts eigentlich nicht einmal als solche Betitelt werden sollten. Doch schließlich überbrückte ich die letzten Zentimeter, die noch zwischen Wyatt und mir platz waren und hauchte ihm vorsichtig einen Kuss auf die Lippen. Dann zögerte ich. Ich wusste nicht, wie er darauf reagieren würde, wo wir uns schon vor einiger Zeit getrennt hatten oder ob er auf so etwas überhaupt besonders große Lust verspürte, doch selbst, wenn er mich jetzt von sich stoßen würde, wäre das nicht schlimm für mich. Das hier mit Wyatt war etwas anderes, als der Kuss mit Remus gewesen war. Bei Wyatt hatte ich nicht so eine Angst alles zu vermasseln oder dass er mich verletzen könnte. Ich fühlte mich in seiner Gegenwart einfach nicht verletzlich.

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Wyatt
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Wyatt am 01.06.2017 03:29

Ich seufzte nur. "Wenigstens hat das ganze warten dann ein Ende und das Hoffen." antwortete ich leise. Ich hatte mich schon vor Monaten geschlagen gegeben. Aber zumindest brachten mich Gwenogs nächste Worte zum lächeln. "Ich werde vielleicht darauf zurückkommen." grinste ich, auch wenn ich bezweifle, dass Gabriella das zulassen würde. Ich konnte mich gut vorstellen, dass sie sich mit dem Zauberstab gekonnt verteidigen konnte. Und das würde für keine von beiden gut ausgehen.
Aber darüber zu scherzen und zu wissen, dass ich trotzdem nicht alleine da durch musste, half mir jetzt schon ungemein. Dass sie sagte, sie würde sich auf die Liebe einlassen und auf ihr Herz hören nickte ich nur. Das war gut, sehr gut. Damit konnte ich leben. Mittlerweile hatte ich ebenfalls die Augen geschlossen, doch bei ihren nächsten Worten schlug ich sie wieder auf. "Ich werde es zumindest versuchen... " antwortete ich matt und schluckte schwer.
Vermutlich wäre ich jetzt wieder in den tiefen meiner Gedanken versunken, doch dann spürte ich Gwens Lippen auf meinen. Nur ganz zaghaft. Aber das reichte aus. Ich zögerte kaum einen Moment und zog Gwen zu mir wie ein Ertrinkender einen Rettungsring an sich zog und erwiderte den Kuss leidenschaftlich. Es fühlte sich genau so an wie früher, wenn nicht sogar besser. Ich hatte zwischenzeitlich viele Küsse gehabt und auch viel...naja anderes. Vielleicht lag es daran, dass ich mit Gwen meine ersten Anfänge hatte und mich mit ihr mehr verbindete. Aber es war ein Gefühl, wie zu Hause anzukommen. Meine Hände wanderten zu ihren Oberschenkeln und ich hob sie schwungvoll hoch, sodass sie ihre Beine um mich schlingen konnte. In der kleinen Kammer war eben doch nicht ganz so viel platz und so haten wir das früher schon hier gemacht. Auf meiner rechten Seite stach mir ein Besenstiel in den Rücken aber das blendete ich genau so aus wie die Tatsache, dass ich eigentlich verlobt war. Das hier konnte ich ohne Versprechen und verpflichtungen einfach nur genießen.

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Gwenog
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Gwenog am 01.06.2017 03:53

"Die Hoffnung stirbt nicht.", sagte ich leise. "Oder zumindest als aller letztes. Wenn die Hoffnung weg ist, ist nichts erfreuliches mehr übrig. Selbst wenn du heiratest, bleibt immer noch Hofnung auf ein gutes Leben für dich übrig. Und wenn du nicht hoffst, dann hoffe ich für dich." Dagegen würde er nichts tun können und ich wünschte ihm so sehr ein schönes Leben.
Ich musste ein wenig schmunzelnd. "Mein Angebot steht so lange, bis du es einlöst.", erwiderte ich. Ich kannte seine Verlobte nicht, doch ich würde es zur Not auh ohne Schläger schaffen ihr die Hölle heiß zu machen, wenn sie Wyatts Leben noch mehr kaputt machte.
Als er sagte, er würde es versuchen, erwiderte ich nichts weiter darauf. Es war ein Anfang, dass er es zumindest versuchte und ich glaubte fest an ihn. Wie viel schlimmer konnte es nach seinem Vater noch werden?
Ich hatte nich einmal richtig Zeit, komplett von Wyatt zurück zu weichen, da zog er mich schon wieder zu sich. Und in diesem Moment verflogen auch jegliche Gedanken um Remus oder Sorgen um alles andere. Jetzt waren es nur Wyatt und ich. So wie es früher immer gewesen war.
Als er mich hoch hob, umschlang ich mit meinen Beinen automatisch seine Hüfte. Mit meinen Händen fuhr ich zu seinem Hemd und fing an an den oberen Knöpfen herum zu fummeln, um sie auf zu kriegen. Nachdem ich die ersten zwei dann auch auf hatte, dauerte mir das aber schon viel zu lange, also riss ich den Rest seines Hemdes einfach auf. Ein paar Knöpfe landeten auf dem Boden, aber das störte nicht. Das Hemd könnten wir Später mit einem Reparo einfach wieder reparieren.
Es war etwas anderes, das meinen Blick auf sich zog, als ich Wyatt das Hemd von den Armen streifte und bei Seite werfen wollte. Ich unterbrach den Kuss prompt, umklammerte stattdessen Wyatts linkes Handgelenk und starrte mit purem Entsetzen auf das Mal, das dort auf seinem Arm deutlich zu sehen war.
"Bei Merlin.", hauchte ich, während ich meine Beine wieder auf dem Boden abstellte. "Wyatt, du...?" Ich wagte es kaum auszusprechen. 'Du bist ein Todesser?', hatte ich fragen wollen. Aber die Worte blieben mir im Hals stecken. Mir wurde plötzlich wahnsinnig übel und gleichzeitig hatte ich das Gefühl gleich wieder anzufangen zu heulen. Warum war ich nur in letzter Zeit so nah am Wasser gebaut. Doch Wyatt hatte so viel durchgemacht, musste noch so viel durch machen und jetzt auch noch das. Meine Hand fuhr zu seiner Wange, während ich meinen Blick von dem Mal löste und stattdessen wieder ihn ansah. "Was haben sie mit dir gemacht?", fragte ich, was eher eine rethorische Frage war, denn das Resultat von allem war jetzt deutlich in Wyatts Haut eingraviert. Das hier war Schlimmer, als all die Wunden, die ich vorher an ihm gesehen hatte.

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Wyatt
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Wyatt am 01.06.2017 15:20

Ich schüttelte den Kopf. "Nein, sicher nicht. Ich hab beim ersten Treffen irgendwie die Kontrolle verloren und sie hasst mich jetzt. Sehr sicher. Ich sehe es an ihren Blicken." sagte ich überzeugt und seufzte leise. Es war ja so. Warum sollte ich das verleugnen? Das Leben welches ich dann führen würde, wäre vermutlich weniger schmerzhaft aber immer noch engeengt. Ich würde einen Ring an meinem Finger tragen müssen un dann wäre es sicher kein Geheimnis mehr. Die Schüler von Hogwarts fanden so etwas leider sehr schnell heraus.
Seit einer langen Zeit wie ich fand, war mein Kopf von lästigen Gedanken befreit und mein Körper erfüllt von Gefühlen. Weder Ansgt noch Verzweiflung waren darunter und von mir aus konnte das eine Weile so andauern. Doch das tat es natürlich nicht. Gerade weil mein Kopf so wunderbar leer war, vergaß ich eine fundamentale Sache. Meine Hände ruhten gerade auf Gwens Hüfte, als ich merkte wie sie sich versteifte. Überrascht und irritiert sah ich sie fragend an und folgte dann ihrem Blick. Sofort fror mein Inneres ein und ich ließ von Gewog ab. Wehement schüttelte ich den Kopf auf ihre nicht ausgesprochene Frage ob ich ein Todesser sei, obwohl das Indiz dazu sichtbar auf meinem Arm prankte. Es wurde geziert von etlichen Kratzspuren, Versuche, in der Verzweiflung es zu entfernen. Die meisten unbewusst im Schlaf hinzugefügt. Ich erwartete, dass sie sich von mir abwandte und die Kammer verließ. Wer hätte das nicht gemacht? Die meisten wären wohl direkt zur Schulleitung gegangen oder hätten es anderen erzählt. Was verständlich war. Vielleicht hoffte ich auch ein kleines bisschen, dass mich jemand enttarnen würde. Allein für das Mal auf meinem Arm würde ich sicher nach Azkaban kommen oder nicht? Das wäre tatsächlich eine Art von Freiheit.
Aber Gwenog tat nichts der gleichen. Sie kam wieder näher und ihre Berührung und ihr Blick und einfach die Tatsache, dass sie immer noch da war, brach irgendwas in mir auf. Mein Körper krümmte sich und sackte in sich zusammen. Alles was ich als Schutz um mich errichtet hatte bröckelte und kam zum Vorschein, auch Emotionen von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie in mir getragen hatte. Ich wusste nicht, wann ich das letzte Mal geweint hatte. Denn dafür hatte es unter dem Dach meines Vaters nicht weniger Strafe gegeben. Mein Körper zitterte als alles der letzte Jahre aus mir herausbrach und Gwen jetzt wirklich eine Art Rettungsring für mich war, da ich mich ohne sie sicher nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Ich konnte nicht sagen wie lange es dauerte bis ich mich wieder beruhigt hatte, aber wir waren immer noch in der Kammer und draußen hörte ich Stimmen von Schülern, die mich wieder zurück in die harte Realität holten. Doch ein kleines bisschen besser fühlte ich mich. Weniger angespannt und geladen. Ich hatte neuen Gefühlen Platz geschaffen. Ein wenig beschämt fuhr ich mir über mein Gesicht und sah dann Gwen an. "Danke..." brachte ich leise und matt hervor, obwohl dieses Wort nicht einmal ansatzweise beschrieb, wie ich mich gerade fühlte.

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Gwenog
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Gwenog am 01.06.2017 15:53

"Vielleicht ist das auch einfach ihr Alltagsblick.", versuchte ich es so. Manche Menschen sahen einfach immer böse aus, auch wenn sie gar nicht wütend waren. Vielleicht legte sich das auch irgendwann bei ihr. Vielleicht würden die zwei sich am Ende richtig gut verstehen, wenn sie anfängliche Schwierigkeiten aus der Welt schafften. Oder jemand müsste dieses Mädchen einfach eliminieren, bevor es eine Hochzeit gab.
Ich bemerkte Wyatts Reaktion nicht, als ich auf das Todessermal an seinem Arm blickte, doch als ich ihn wieder an sah, schmerzte mir sein Blick. Und dann tat er etwass, das ich so noch nie bei ihm erlebt hatte. Er fing an zu weinen. Sofort schloss ich ihn in eine Umarmung, hielt ihn einfach nur fest und strich ihm behutsam über den Rücken. Ich sagte kein Wort, sondern ließ ihn einfach nur weinen, während ich krampfhaft versuchte nicht dasselbe zu tun. So sehr schmerzte es mir, Wyatt so leiden zu sehen.
Auch als er sich beruhigt hatte, fand ich noch keine Worte, sondern blickte ihn einfach nur an. Ich bemerkte seinen beschämten Ausdruck, aber mich störte es nicht. Ich hatte in letzter Zeit gemerkt, wie gut es manchmal tat, einfach alles raus zu lassen und Wyatt machte noch so viel mehr durch, als ich. Das war eigentlich überhaupt nicht vergleichbar mit meinen Pillepalleproblemen.
"Dafür brauchst du dich nicht bei mir bedanken, Wyatt.", sagte ich leise. "Ich bin für dich da. Und daran wird weder dieses Mal etwas ändern, noch irgendeine Hochzeit."

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Wyatt
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Wyatt am 01.06.2017 16:48

Ich schüttelte den Kopf. "Unwahrscheinlich wirklich. Die Sache ist auch, ich weiß nicht das Geringste über ihr Leben. Ich hab zwar irgendwie mitbekommen, dass sie noch einen Zwilling hat, was ich anfangs irgendwie kompliziert fand...aber ich hab nie gefragt was dahintersteckt. Ich kann aber jetzt auch nicht einfach so auf sie zukommen..." zumindest sträubte sich etwas in mir dagegen. Ich würde mit diesem Menschen schon mein restliches Leben verbringen, da musste ich das nicht auch die letzten Monate meiner 'Freiheit' tun...
Irgendwie fand meine Hand Gwens und hielt sie fest. Ich nickte auf ihre Aussage hin, dass sie für mich da war und auch in Zukunft da sei würde. Es musste nicht mehr gesagt werden. Ich beruhigte mich langsam wieder und atmete tief ein und aus. "Du bist viel zu gut für diese Welt..." murmelte ich leise und lächelte leicht. Wenn ich mir jetzt sofort jemanden aussuchen müsste de ich heiraten würde, würde meine Wahl sicher auf Gwen treffen. Nicht etwa, weil ich romantische Gefühlefür sie hegte. Das was ich gerade fühlte ging noch viel tiefer. Und irgendwie hatte ich die Gewissheit, dass wir uns niemals verletzen würden, eben aus diesem Grund. Außerdem passte auch sonst irgendwie alles...
Dennoch würde ich es vermutlich nicht tun. Ich wollte für Gwen ein glückliches und unbeschwertes Leben haben. Nicht gefesselt an einen Mann mit so viel Narben. Einen mit Grübchen un einem netten Lächeln. Einer, der sie vielleicht mit Muggelsachen erfreuen konnte und sie bei jedem Spiel anfeuern würde.
Auf den Gängen war es wieder still geworden. "Wir könnten jetzt die Chance nutzen und aus der deprimierenden Kammer rausgehen..." murmelte ich mit einem kurzen Lächeln. Was würde ich nur machen wenn ich meinen Abschluss hatte und ich einen Rückzugsort brauchte?... Aber vielleicht war es auch gar icht die Besenkammer. Vielleicht war Gwen einfach mein Rückzugsort...

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Gwenog
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Gwenog am 01.06.2017 17:38

"Doch das kannst du.", widersprach ich ihm. "Du kannst es versuchen und entweder sie stellt sich gut an oder sie tut es nicht. Wenn du sie dann immer noch nicht leiden kannst, dann ist es eben so, aber zumindest hast du es dann versucht.", meinte ich. Ich wüsste beispielsweise auch nicht, ob ich überhaupt jemals wieder ein Wort mit Remus wechseln wollte. Er hatte mich ziemlich verletzt. Ich hatte zwar keine Ahnung, was Wyatt gemacht hat, dass er sie anscheinend verärgert hatte, aber... das hier war Wyatt. Den konnte man doch gar nicht nicht gern haben.
Als er nach meiner Hand griff dürckte ich sie leicht. ein leichtes Lächeln trat auf meine Lippen. "Du bist glaube ich auch der einzige, der das so sieht.", murmelte ich ebenso leise. Ich glaube, außer ihm würde mich sonst niemand als 'zu gut für diese Welt' bezeichnen. Die meisten verfluchten mich wohl eher oder ignorierten mich oder redeten ab und an mal mit mir. Vermutlich hatte ich mir das auch irgendwie selbst zu verschulden. Ich hing normalerweise mit meinen Gedanken nur beim Quidditch und machte mir keinen Kopf um mein Umfeld.
Als Wyatt dann vorschlug wieder nach draußen zu gehen, nickte ich langsam. Dann hob ich sein Hemd vom Boden auf, holte kurzerhand meinen Zauberstab aus meiner Tasche, murmelte ein Reparo, wodurch die Knöpfe wieder zurück an das Hemd flogen und reichte es ihm dann. Es wäre vielleicht doch ganz gut, wenn er mehr an hatte, als nur die Hose.
"Wollen wir den Rest des Tages den Unterricht schwänzen und... irgendwas anderes machen?", fragte ich ihn dann und überlegte, was man denn in Hogwarts so groß machen konnte, außer Quidditch zu spielen. Bei Merlin, ich war so durch. Ich hatte echt keine anderen Hobbys, außer diesem...

-----------> Thread frei

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.06.2017 22:04.

Collin
Gelöschter Benutzer

Re: Besenkammer

von Collin am 20.09.2017 21:04

Ich konnte gar nicht so schnell reagieren, wie sie mich irgendwohin zog. Ich stolperte mehr hinter ihr her als dass ich ging. Ich hatte nur kurz Zeit um mich umzuschauen. Besenkammer? Hatte ich richtig gesehen?
Ich hörte, wie sie die Tür verriegelte und schon hatte sie mich in einen Kuss gezogen. Ich war von allem noch etwas überrumpelt, dennoch legte ich meine Arme um sie um sie zu küssen.
Hier war es ziemlich dunkel und es roch komisch, aber das störte mich gerde nicht im geringsten.

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