Zimmer XY

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Ophelia

33, Weiblich

Hogwarts Nicholas Flamel University [ehem.] Hufflepuff Abgeschlossen Muggelstämmig Gut Orden des Phönix Hauslehrer Professor Fan Zauberstablose Magie Wortlose Magie Tollpatsch Frei

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Re: Zimmer XY

von Ophelia am 04.07.2018 16:18

Ich beobachtete, wie Vicky alle Vorbereitungen traf und dann in die Dusche trat.
Verwirrt blinzelte ich, als sich ihre Hand zum Regler bewegte. Aber wenn sie die Dusche jetzt anstellte... „Vi-" setzte ich an, doch zu spät. Das Wasser strömte bereits auf sie herab. Schreiend sprang sie zur Seite und blickte die Dusche etwas entsetzt an. Was hatte sie denn erwartet?
Bis auf das rauschende Wasser war es ganz kurz mucksmäuschenstill. Und dann konnten weder sie noch ich mehr an uns halten und wir lachten, bis es weh tat. Es fühlte sich unglaublich befreiend an.
Als wir uns wieder beruhigt hatten, trat sie zurück und begann endlich zu erklären. Ich folgte jeder ihrer Bewegungen und prägte mir alles ein.
Ich nickte und sah zu der zweiten Dusche, die ich wohl gleich in Beschlag nehmen würde. Die Vorfreude pulsierte durch meine Venen. Für nichts in der Welt hätte ich in diesem Moment einen anderen Weg eingeschlagen, als den in Richtung dusche.
Der unbeschreibliche Duft, den die Dusche nun erzeugte, waberte durch den Raum und ich sog ihn auf.
Ich klatsche Vicky ab, ging dann zu dem kleinen Korb und holte eine große Ladung Shampoo und eine Haarmaske, die meine Haare wohl nötiger als nötig haben würden. Auch vergaß ich das Duschbad nicht, denn den Schmutz musste ich ja auch irgendwie abbekommen. Bevor ich in der Dusche verschwand, drückte ich meiner Weltallerbesten Freundin noch einen Kuss auf die Wange. „Du bist keine Hexe, sondern ein Engel." beteuerte ich und machte mich dann daran, die total verdreckten Klamotten loszuwerden.
Kaum hatte ich die Dusche betreten, vollzog ich alle Schritte zur Paradiesdusche und atmete erleichtert auf, als das warme Wasser endlich meine verhärteten Muskeln entkrampfte. Ich seufzte und drehte mein Gesicht in den Wasserstrahl. Ich wusste nicht, wie lange ich so dastand, aber nach einiger Zeit erinnerte ich mich wieder an die vielen Shampooproben, die noch immer auf ihren Einsatz warteten. Während ich die dunkel - violetten Strähnen wusch, summte ich leise vor mich hin. Ich beobachtete, wie eklig grau – braunes Wasser im Abfluss verschwand und wiederholte diese Prozedur noch ein paar mal, bis das Wasser sauber blieb. Während die Maske in meine Haare einzog, schrubbte ich meinen Körper mit einer Bürste ab, was leichter war, als ich zuerst befürchtet hatte. Nachdem ich die Maske ausgewaschen hatte und somit eigentlich fertig war, blieb ich trotzdem noch stehen und genoss das warme Wasser. Zumindest solange, bis mich der Gedanke an meine Schüler wieder einholte. Wie lange stand ich schon unter dem warmen Wasser? Eine Stunde? Ich zog eines der großen Badetücher, dass ich glücklicherweise über die Duschtür geworfen herunter und umwickelte meine Haare. Nachdem ich auch meinen Körper abgetrocknet und in eines der Handtücher gehüllt hatte, trat ich nach draußen und versuchte einen Blick in den beschlagenen Spiegel zu werfen. Auch wenn ich mich nicht so ganz erkennen konnte, war ich mir ziemlich sicher, dass ich besser aussah, als zuvor. Schlimmer würde wohl kaum gehen.

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Vicky

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Re: Zimmer XY

von Vicky am 24.06.2018 12:29

Als wir endlich bei den Duschräumen ankamen, fühlte ich eine Erleichterung, die ich noch nie in solcher Form erlebt hatte. Ab jetzt würde es nur noch bergauf gehen. Ich spürte es. Die Waschräume waren sehr, sehr sporadisch eingerichtet, dennoch auf hygenische Weise gemütlich. Kleine, boxige, gemuschelte Fenster beschienen weiße Fliesen, puderblaue Duschvorleger, geblümte Vorhänge und zwei weiß gepolsterte mini Sofas, die jeweils neben dem großzügigem Waschbeckenbereich platziert wurden. Ein Korb aus hellem Holz beeinhaltete Shampoo, Spülung, Duschgel, Peeling und Bodylotion in verschiedensten Duftrichtungen. Ich drückte Phelies Hand und hätte angefangen zu weinen, wären noch Tränen übrig. So lächelte ich die Zauberkunstlehrerin, die völlig verdreckt vor mir stand einfach nur breit an. Als sie mich fragte, wie genau der Zauber nun geht, musste ich noch breiter Grinsen. Man konnte die Ungeduld die sie ausstrahlte, beinahe anfassen. Hier ging es nicht nur um eine warme Dusche, sondern auch um einen Zauber der Zauberkünste, den der Nerd in ihr noch nicht kannte. "Dav hat den selbst entwickelt.", sagte ich zur Erklärung, als ich den Beutel mit unseren frischen Klamotten auf einen der Sofas fallen ließ. Ich zog meine smaragdgrünen Sling-Backs aus, als ich einen der Duschvorhänge beiseite schob und mich so zur Duschamatur stellte, dass Phelie gut sehen konnte. Ich stellte die rostige Dusche an und mit einem quietschendem Geräusch kam spuckend eiskaltes Wasser aus dem rostigen Hahn. -Natürlich von oben. Wie ein aufgeschrecktes Hühnchen sprang ich qieckend aus der Dusche. Für einen Bruchteil einer Sekunde war es komplett still. Dann brachen wir beide in schallendes Gelächter aus. Unser gluckesemhafts Lachen wurde von den kahlen Wänden zurück geworfen, was sich so komisch anhörte, dass ich mir den Bauch vor Kichern halten musste. Ein plötzliches Stechen im rechten Rippenbereich, holte mich in die Realität zurück. Als ich sah, dass sich eine kleine Schmutzpfütze, um mich gebildet hat, grinste ich noch einmal und stieg in die Dusche zurück. "Also", fing ich mit meiner Erklärung ein zweites Mal an, "Man muss das Wasser anstellen. Dann dreimal gegen die Amatur tippen und "Ducha Paradisíaco" sagen. Ok, probieren wir es aus." Ich hatte es kaum ausgesprochen, verwandelte sich das Wasser. Ein gleichmäßiger Strahl, sauberes, 37Grad warmes und leicht duftendes Wasser kam aus dem nun blitzblank poliertem Kopf. Das, was mich aber am meisten beglückte, war, dass das Wasser darüberhinaus glitzerte und Blumen in den buntesten Farben daraus hervor schwebten. Als ich aus der Kabine stieg, um mich für die Dusche meines Lebens nackig zu machen, hielt ich die Hand zum Abschlagen hoch. Wieder krampfte ich bei dem Schmerz, welches mein enthusiastisches Verhalten verursachte, zusammen.

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Re: Zimmer XY

von Ophelia am 23.06.2018 12:20

Ich blinzelte sie verwirrt an. Eine Menge Ärzte kümmerten sich um die Schüler. Ich hatte eine ganzen Haufen von denen schon gesehen. Welchen genau sie meinte, war mir von daher schleierhaft. Darauf wollte sie aber gar nicht hinaus und als sie das Wort Paradiesdusche in den Mund nahm, war es um mich geschehen. Mir egal, wer dieser Arzt war, her mit der Dusche!
Ich wollte gerade das Problem der Wechselkleidung ansprechen, als sie mir auch schon eine Lösung dafür bot. Ich schloss meinen Mund wieder und nickte einfach nur. Wann genau hatte sie das alles denn bitte geregelt??? Etwas überrumpelt sah ich sie an.
Sie zog mich mit sich - jedoch nicht ohne noch einen Blick auf das schlafende Mädchen zu werfen. Ich beschloss, dass mir alles egal war, solange ich nur endlich den Staub aus meinen Haaren bekam und den Schmutz von meiner Haut schrubben konnte.
Etwas verträumt und mit großer Vorfreude erfüllt, ließ ich mich von Vicky durch die langen Flure der Krankenhauses ziehen. Als wir am Zimmer des Jungen vorbeikamen, erinnerte ich mich kurz an meine Verpflichtung meinen Schülern gegenüber, aber als ich die Stimmen der Eltern hörte, beschloss ich, dass das warten konnte. Sie würden erstmal Zeit brauchen und auch ich brauchte diese um mich wieder menschlich zu fühlen.
Als wäre es das selbstverständlichste der Welt, trat meine beste Freundin in die Waschräume der Heiler und ich mit ihr. Vicky war einfach eine Geschenk des Himmels. Ich lächelte in mich hinein und sah dann fragend zu ihr. „Und, wie macht man das jetzt?“ fragte ich mit schräggelegtem Kopf. Ich konnte es kaum noch abwarten, die Wärme des Wassers zu spüren.

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Re: Zimmer XY

von Vicky am 21.06.2018 17:41

"Mal was anderes... .", ich lächelte verschwörerisch, "Du hast bestimmt schon den hübschen Arzt kennen gelernt, der sich um die meisten unserer Schüler kümmert, richtig?! Auf jeden Fall hat der mir versprochen, dass ich die Duschen benutzen darf. Er hat mir außerdem verraten, wie man die Duschen so verhexen kann, dass sie zu Paradisduschen werden. Und ich nehme dich jetzt mit. Falls du keine Wechselklamotten hast - kein Problem. Dav und ich waren ein bisschen im Krankenhausshop einkaufen. Ich habe uns matchy matchy Pullis gekauft. Außerdem gab es ein gepunktetes Kleid und einen Jeansrock. Und um das ganze abzurunden," ich hielt zwei Paar dunkelgraue Slipper hoch, " Tadaaa." Ohne sie irgendwie zur Sprache kommen zu lassen, zog ich sie mit mir. Auch wenn ich unwohl bei dem Gedanken war, Freya allein zu lassen, brauchte ich einfach einen kurzen Moment Pause. Ich wusste ja, dass wenn etwas wichtiges passiert, die Ärtzte und Schwestern des St. Mungo's sofort bei ihr wären.

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Re: Zimmer XY

von Ophelia am 17.06.2018 21:31

Vicky trat zu mir, als ich das Muttermal erwähnte. Sie mochte Sterne, wenn ich mich recht erinnerte... Wenn das Mädchen nun aufwachen würde, würde es den Schrecken ihres Lebens bekommen. Obwohl, sie schien eine ganze Menge durchgemacht zu haben, so heftig würde sie bei so etwas wohl eher nicht mehr erschrecken. Oder gerade deswegen?
Ich versuchte mir vorzustellen, wie es mir ergehen würde. Denn auch wenn mir etwas ähnlich schreckliches passiert war, sogar erst vor ein paar Stunden, konnte man die Situation schlecht miteinander vergleichen. Gerade wenn man bedachte, wie viel jünger das Mädchen war. Ich richtete meinen Blick auf Vicky, deren Gesichtsausdruck ich nicht so recht deuten konnte. „Was ist los Vicky?" fragte ich besorgt. Vielleicht bildete ich mir das aber auch nur ein und es war gar nichts... Immerhin war ich seit gut vierzig Stunden auf den Beinen. Die Nebenwirkungen des Zaubertrankes hatten mich zwar wieder einigermaßen erweckt und der stetige Stress unter dem ich stand hielt mich wohl auch wach, aber alles in allem, würde ich nicht mehr viel auf meine Einschätzungen und Bewertungen anderer geben. Meine eigene Verfassung war einfach nicht die beste. Ich wollte auch eigentlich nur kurz nach Vicky sehen und dann schnell ins Bett verschwinden, schließlich musste ich noch eine ganze Menge verarbeiten... zum Beispiel die Begegnung mit dem wohl gefährlichsten Werwolf der Gegend. Nicht, dass alle anderen ungefährlich waren, nur brachte Fenrir Greyback brachte die ganze Spezies auf ein neues Level. Ich schüttelte mich kurz, als mir allein bei dem Gedanken an diese... Kreatur ein kalter Schauer über den Rücken lief.
So bald Vicky mir versichert hatte, dass alles in Ordnung war, würde ich den schnellsten Weg in mein Bett nehmen.

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Re: Zimmer XY

von Vicky am 17.06.2018 18:51

Ich nickte traurig, und musste Ophelia Recht geben. Wer keine Hilfe möchte, den kann man nicht dazu zwingen. Sie reichte mir ein Taschentuch, woraufhin ich mir geräuschvoll die Nase putzte. Unter normalen Umständen, wäre mir das super peinlich. Die schlafende Freya und Phelie gaben mir aber das Gefühl, als könnte ich in ihrer Anwesenheit alles tun. Das keiner von beiden das Gesicht verzog, obwohl meine Körperhygiene gerade die eines Orgs entspricht, war vermutlich der Hauptgrund. Die Hufflepuff seufzte und ging dann zu Freyas Bett herüber. Ich wollte ihr gerade von der super News erzählen, dass wir uns in den Schwesterduschen für die Begegnung mit den Eltern zurecht machen dürfen, als Phelie mich auf einen sternförmigen Flecken auf Freyas Schulter aufmerksam machte. Schlagartig war ich hellwach. Mein Herz raste. Nein, nein, nein... das ist bestimmt nur Zufall. Das kann einfach nicht sein. Ich schüttelte den Kopf, als könnte ich damit die schockierenden Gedanken vertreiben und lächelte die Hexe aufmunternd an. Meine Freundin wusste, dass ich Sterne über alles liebte, und wollte mich einfach nur aufmuntern. Es ist bestimmt nichts. Ich trat an das Bett heran, um mir das Muttermal ebenfalls anzugucken.

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Re: Zimmer XY

von Ophelia am 16.06.2018 14:07

Ich wusste nicht, wann ich gelernt hatte, meine Gefühle so gut zu verstecken und zu begraben. Vermutlich nach Lucas' Ermordung. Jedenfalls saß meine Maske perfekt – ob sie den Blicken meiner besten Freundin aushalten würde, wusste ich allerdings nicht.
Ihre Erleichterung konnte ich ihr leider nicht lange gönnen und ich wollte sie auch nicht im Anschein schwelgen lassen, dass alles in Ordnung war, wenn es das nicht war.
Der Tod des Mädchens beraubte Vicky ihrer Erleichterung recht schnell. Sie sah von einer Sekunde zur nächsten aus, als hätte ihr jemand übel mitgespielt. Im Grunde war ja auch genau das passiert. Jedoch schienen meine nächsten Worte ihr den Rest zu geben. Ich hatte nicht gewusst, dass sie den Croft – Jungen gut gekannt hatte. Seine Verwandtschaft, klar. Aber ihn selbst? Er war mir maximal durch gute Schulnoten aufgefallen und das er teilweise den selben Wortlaut in Tests und Aufsätzen gebrauchte, den ich auch im Unterricht nutzte. Und das ohne, dass ich jemals gesehen hätte, wie er mitschrieb. Ich eilte zu Vicky und stützte sie, damit sie nicht einfach umkippte. Ihrem Gesicht und dessen Blässe nach zu urteilen, könnte dieser Fall demnächst eintreffen. Trotzdem musste ich ihr noch die letzte Nachricht überbringen, und auch diese konnte sie nicht aufmuntern. Wie auch? Sie schien bestürzt und das war mehr als verständlich. Wenn man sich nicht mehr auf die Personen verlassen konnte, die immer bei einem waren, die einen immer lieben sollten – komme was wolle – auf wen sollte man sich denn dann verlassen? Ich seufzte leise. Als ich wieder zu Vicky sah, gefror mir das Blut in den Adern. Ich hatte sie noch nie weinen sehen. In meinen Augen war sie immer der stärkste, unerschütterlichste Mensch der Welt gewesen. Ich strich ihr vorsichtig über die Schulter und reichte ihr ein Taschentuch. „Es gab erstmal keine weiteren Anweisungen, die noch nicht befolgt wurden. Wir sollen das hier nur in den Griff bekommen und zu sehen, dass es den Schülern körperlich und seelisch bald wieder besser geht." erklärte ich. „Das mit der Traumatherapie ist eine sehr gute Sache. Wer sie braucht und auch annimmt, sollte das vermutlich machen. Im Grunde sollten alle das machen, aber wir dürfen niemanden zwingen." seufzte ich und sah wieder zu dem Mädchen, als es sich wieder unruhig bewegte.Die Decke hatte sie wohl schon lange weggestrampelt und das etwas zu große Nachthemd verrutschte auch. Seufzend stand ich auf, um sie wieder zuzudecken. Ich zog gerade die Decke wieder nach oben, als mir etwas an ihrer Schulter auffiel. „Das ist ja niedlich. Das Muttermal auf ihrer linken Schulter sieht aus wie ein Stern." ich lächelte und sah zu Vicky. Es war nicht wirklich eine Aufmunterung, aber vielleicht würde es ja helfen, sich auf andere Dinge zu konzentrieren.

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Re: Zimmer XY

von Vicky am 16.06.2018 10:31

(Leider weiß ich nicht, wer Quinn ist. Ihr Profil wurde, glaube ich, auch schon gelöscht, weshalb ich nicht nachgucken konnte. :( )



Der Pfleger ratterte allgemeine Floskeln herunter, die so viel verhießen wie, St Mungo's tut was es kann. Als der schmächtige Zauberer fast am Ende seines Berichts war, kam Pheli rein. Sie machte dem Pfleger deutlich, dass sie übernehmen kann, was er mit einem dankbarem Blick zur Kenntnis nahm und aus dem Raum eillte. Ich war so froh, dass es ihr gut ging und sie körperlich unversehrt war. Wenn wir später mal allein bei einer Tasse Tee zusammen saßen, musste ich unbedingt tiefer hinter ihre zuversichtlichen Maske gucken. Ich wusste zum Beispiel immer noch nicht, woher, wie, warum und überhaupt sie diesen Werwolfkratzer hat. Ich drückte ihren Arm, als sie damit begann, mich auf den neusten Stand zu bringen. Ich stand von meinem Hocker auf, obwohl mir alles weh tat, weil ich das Gefühl hatte, dass ich gleich ein bisschen... als bräuchte ich ein bisschen Höhe, um von den Neuigkeiten nicht sofort zum Boden gerissen zu werden. Dass es Sam wieder gut geht und den anderen Gryffindors wenigstens so gut ging, dass die verletzten in Hogwarts lagen, verwandelte meine verkrampften Mundwinkel zu einem kurzen Lächeln. Als ich von Quinns Tod erfuhr, erschlafften meine Gesichtszüge. Es gab also doch Tote. Ich entschied, dass wir den Eltern zusammen gegenübertreten sollte. Dann kam etwas, was ich nicht für möglich gehalten hatte. Die Worte "Es gab noch einen Toten, Matthew Croft", ließ meine Beine wegknicken. Zum Glück konte ich mich am Bettgestell von Freya festhalten. Matty tot?!  Viele würden annehmen, dass er "nur" Kräuterkunde bei mir hatte. Das ist so aber nicht ganz richtig. Er hatte Kräuerkunde als UTZ Kurs, wodurch wir uns seit etwa einem Jahr jeden Tag gesehen hatten. Auch war er im Unterricht unglaublich motiviert und angagiert. Nach dem Unterricht hatte er mir oft noch stundenlang Löcher in den Bauch gefragt. Da er auch Wahrsagen und Zaubertränke als Abschlusskurse hatte, hat es oft damit geendet, dass ich ihm mit einer meterlangen Buchempfehlliste in die Bibliothek geschickt habe und ihm am nächten Tag säckeweise Bücher aus meinem eigenen Bestand mitbrachte. Des Weiteren ist der Minister ein sehr guter Freund meines Vaters, seine bezaubernden Mamis kenne ich aus dem Orden, weshalb ich weiß, dass Matti auch innerhalb seiner Familie mehr als geliebt und geschätzt wurde. Eine riesige Welle an Schuld wollte mich übermannen. Hatten die Familien nicht den Lehrern das Wohlergehen der Schützlige übertragen? Habe ich jetzt schon in meinem ersten Jahr komplett versagt. Tränen traten mir in die Augen. Meine beste Freundin berichtete außerdem von Freyas Schicksal. Wie kann man denn so sein? - Sein Kind einfach so liegen lassen, nur weil es zu viel Vertrauen in das Gute im Mensche hatte. Die Tränen liefen nun unaufhörlich, ohne dass ich es wirklich bemerkte. "Was machen wir denn jetzt? Hat Dumbledore irgendwelche Anweisungen gegeben, wie wir uns weiter verhalten sollen?". Ich zog Phelie mit mir auf die Plastikstühle. "Ich wollte meine Mutter fragen, ob sie die Schüler in den nächsten Monaten betreuen kann. Auch meine Brüder haben ein bisschen Ahnung von Traumatatherapie. Was meinst du?" Ich sprach mit zittriger Stimme, obwohl ich versuchte, die ganzen Emotionen in kleine Packete zu schnürren, um sie dann tief in meinem Innersten zu verstauen. Ich brauchte einfach einen klaren Kopf. Um die Päckchen kann ich mich später auch noch kümmern.

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Re: Zimmer XY

von Ophelia am 10.06.2018 10:04

Ich beschloss, lieber zurück zum Empfangstresen zu gehen und nach Vicky zu fragen, anstatt durch das Krankenhaus zu irren in der lächerlichen Hoffnung, sie zufällig zu finden. Ich fragte außerdem noch nach allen anderen Schülern und deren Eltern. Die Dame erzählte mir alles, was ich wissen wollte. Vicky war immer noch bei einer Schülerin. Freya. Dieses Mädchen schien ihr aber auch keine Ruhe zu lassen. Sie war ihr glaube ich wirklich ans Herz gewachsen. Eigentlich sollte so etwas nicht passieren, denn wir mussten neutral bleiben, aber wir waren im Endeffekt doch auch nur Menschen. Mir selbst erging es nicht anders mit der kleinen Bastet oder Indigo. Beide sehr aufgeweckte, interessierte Menschen. Auch wenn sie ziemlich verschieden waren. Bastet war ein kleines, freches Ding, dass sich gerne für Dinge einsetzte, die ihr etwas bedeuteten. Und Indigo... nun, ich denke, es war seine Ausstrahlung, die mich faszinierte. Und Amelia Bones. Sie war unglaublich schlau, bereitete mir aber so manches Mal Kopfschmerzen, da sie sich zu sehr auf ihr schulisches Leben konzentrierte. Auch wenn manche Schüler wohl dachten, wir würden sie nicht mehr bemerken, sobald sie den Klassenraum verließen, wir waren immer noch für sie verantwortlich und ich sah Amelia deutlich öfter in der Bibliothek, als unter Menschen. Auch wenn das in letzter Zeit nachgelassen hatte. Das hatte mich gefreut, denn sie schien sich auf andere Dinge zu konzentrieren, was noch lange nicht hieß, dass sie die Schule links liegen ließ. Sie schrieb noch immer Bestnoten nur wirkten ihre Texte nun irgendwie... lebendiger. Gerade, als ich darüber nachdachte, wie es wohl dazu gekommen war, fiel mir wieder ein, dass sowohl Indigo, als auch Amelia an dieser schrecklichen Sache zu leiden gehabt hatten und ich nahm mir fest vor, später einmal nach ihnen zu sehen. Schließlich gehörten beide meinem Haus an. Matt. Das war der Grund, warum sie sich geändert hatte. Zumindest meinte Ida vorhin, sie wären zusammen. Glaubte ich zumindest. Auch er war involviert gewesen. Er war gestorben. Ermordet von seelenlosen Monstern. Ich würde definitiv nach Amelia sehen müssen. Das arme Mädchen.
Ich trat in den Raum, den die Empfangsdame mir genannt hatte und sah Vicky vor dem Bett des schlafenden Mädchens in einem Stuhl sitzen. Sie fragte den Pfleger gerade über den Zustand der anderen aus. Er war gerade soweit mit dem erklären, dass ich dort ansetzten konnte. „Sie können wieder ihrer Arbeit nachgehen. Es gibt denke ich viel zu tun. Ich kann sie weiter informieren." erklärte ich und ließ den Heiler aus dem Raum eilen.
„Hey. Du siehst müde aus." begrüße ich meine beste Freundin, trat zu ihr und strich ihr über die Wange. Mein Blick auf das Mädchen ließ mich seufzen. „Allerdings siehst du nicht halb so schlimm aus wie die Kleine. Was haben diese Monster nur getan?" ich schüttelte bestürzt den Kopf.
Dann holte ich erneut tief Luft, denn nun musste ich weitere schlechte Neuigkeiten überbringen. „Ich mache mal weiter, wo der Pfleger gerade aufgehört hat. Sam Wood wurde geheilt. Ihm geht es soweit gut. Emmeline ist bei ihm. Die restlichen aus deinem Haus befinden sich im Krankenflügel in Hogwarts." soweit die besseren Nachrichten, was ihre Gryffindor – Schützlinge betraf. Jetzt die Bombe. „Quinn..." der Name der Gryffindor kam mir nur schwer über die Lippen. „... sie hat es nicht lebend geschafft. Du bist zwar ihre Hauslehrerin, aber wenn du möchtest, kann ich es übernehmen mit ihren Eltern ihre Sachen zu holen. Ich glaube, morgen kommen sie vorbei." Ich schluckte. „Es gab noch einen Toten. Matthew Croft. Ravenclaw. Er hatte glaube ich Kräuterkunde bei dir belegt. Wir kennen seine Eltern. Er ist der Neffe des Ministers... seine Familie und seine engsten Freunde sind nur ein paar Räume weiter. Unter anderem Amelia Bones. Hufflepuff. Sie war unter den Entführten. Eigentlich sollte sie untersucht werden, aber sie weigert sich von seiner Seite zu weichen." erzählte ich leise weiter. Und jetzt die zweite Sache. „Freya... sie kannte einen der Entführer. Ein Junge glaube ich. Sie hat ihn gemocht und ihm unwissentlich zu viel erzählt... Ihre Eltern geben ihr die Schuld an allem, was geschehen ist. Sie haben ihre Schwester heute von der Schule abgeholt und nach Ilvermony geschickt." ich machte eine kurze Pause und sah zu Vicky, hoffend, dass das, was jetzt kam nicht zu viel für sie war. „Wusstest du, dass Freya ein Pflegekind war? Ihre 'Eltern' wollen sie nicht wieder bei sich aufnehmen. Sie werden nicht herkommen. Sie ist allein." während ich erzählte, betrachtete ich das unruhig schlafende Mädchen. Die ganze Sache war grausam. Als hätten diese Kinder nicht schon genug durchgemacht.

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Vicky

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Re: Zimmer XY

von Vicky am 09.06.2018 20:18

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In Freyas Krankenzimmer angekommen, ließ ich mich total erschöpft in einen der unbequemen Plastikstühle fallen, die an der Wand standen. Ich war so müde, dass sich dieser stahlharte Hocker wie ein Wasserbett anfühlte. Allein die Sorge um die Gesundheit meiner Schüler hielt mich davon ab, in einen ohnmächtigen Schlaf zu kippen. Die Jungs und Mädchen, die Eliana und ich aus diesem ekligem Keller gerettet haben, waren nun in sehr guter, ärztlicher Betreuung. Ich hofte, dass die Lehrerschaft von Hogwarts auch seelische Betreuungskurse auf die Beine stellen kann, wenn sich der erste Schrecken gelegt hat. Ich reckelte mich, um meine verkrampften Gliedmaßen zu lockern, als Freya im Schlaf anfing zu weinen. Ich stand auf und ging an ihr Bett. Ich strich ihr eine Strähne aus der Stirn und wunderte mich wieder einmal, um die familiären Gefühle, die in mir aufstiegen, wenn ich mich mit Freya beschäftigte. Sie erinnrte mich an... . Nein, damit kann ich mich jetzt nicht auch noch rumschlagen. Ein Pleger kam ins Zimmer und brachte mir eine dampfende Tasse Kaffee. Dankbar lächelte ich ihn an, als er die Monitore und Schläuche checkte, mit denen das zarte Mädchen wie ein Muggel Astronaut aussah. Aus seinem mitfühlenden Grinsen, entnahm ich, dass ich wohl so schlecht aussah, wie ich mich fühlte. Ich hatte aufgegeben, wie aus einem harmlosen Abend, an dem ich endlich genug Motivation gesammelt habe, um die Tests zu kontrollieren, ein 48h Überlebenskampf wurde. Ich hatte seit drei Tagen nicht mehr geduscht und an meinen Klamotten klebte Dreck, Pflanzensekret und Blut verschiedenster Leute. Allerdings nahm ich das gar nicht wirklich war, als ich an meinem Becher nimmte und mich mit kratziger und schleppender Stimme den Pfleger nach dem Zustand der Schüler erkundigte und welche Eltern schon eingetroffen sind.

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