Vergangenheitsplay » 18

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Jakob
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Jakob am 14.11.2017 20:58

Der Weg zu Liliths sogenannten Hotel dauerte wirklich nicht besonders lange, sie liefen vielleicht fünf Minuten.
Aber auch Liliths dahin genuschelte Warnung bereitete den Jungen nicht auf das Haus vor, was er vorfand.
Obwohl Haus wohl schon zu viel war.
Das Gebäude war komplett heruntergekommen und sah genau danach aus, wofür es wohl auch wirklich genutzt wurde.
Er hatte schon geahnt, dass Lilith wohl nicht in einem fünf Sterne Hotel untergekommen war, aber das es so schlimm war hatte er nicht gedacht.
Noch einmal fühlte er sich in seinem Vorhaben bestärkt Lilith mit sich zu nehmen. Hier konnte sie schließlich kaum bleiben.
Er nickte nur bei Liliths Vorhaben und sah ihr nach, wie sie im Gebäude verschwand.
Etwas unbehaglich blieb er auf der Straße stehen.
Einige sehr merkwürdige Gestalten liefen an ihm vorbei und er wünschte sich für einen Moment er könne sich unsichtbar machen.
Irgendwie fühlte er sich komplett fehl am Platze.
Da aber Lilith nun weg war, konnte er sich nun wieder dem Brief seines Vaters wenden.
Aufmerksam studierte er die Adresse und prägte sich den Straßennahmen ein. Wenn er sich nicht vertat waren das zu Fuß nur etwa zehn Minuten und durchaus machbar.
Je länger Lilith wegblieb, desto mehr reizte es ihn den Brief zu öffnen. Auch wenn er sich geschworen hatte es nicht zu tun, so würde es ihn wohl nicht umbringen mal hineinzusehen.
Nach einem kurzen hin und her, riss Jakob den Brief tatsächlich auf und holte den zusammengefalteten Zettel heraus.
Die erste Zeile sprang ihm direkt ins Auge und er schluckte leicht.
Mein lieber Jakob.
Ich weiss, dass du das hier wahrscheinlich auch nicht lesen wirst.
Schnell warf der Junge den Brief auf den Boden neben sich.
Das konnte und wollte er sich nicht antun. Also wartete er einfach still auf Lilith und versuchte nicht an den Brief oder seinen Vater zu denken.

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Lilith
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Lilith am 07.11.2017 19:10

Auf Jakobs Aufforderung lächelte ich ihn an. „Ja mach ich, es ist wirklich gleich in der Nähe." Schnellen Schrittes ging ich voran und trat ins Freie, wo mich schon wieder sengende Hitze erwartete. Am liebsten wäre ich gleich wieder hinein gegangen. Die barocken Fassaden standen schwervor der Türe und ihre dunklen Mauern gaben noch mehr Hitze ab.
Auf die Frage meines Freundes antwortete ich ihm auch gleich. „Wir müssen nach links" lächelte ich und Zeigte mit meiner Hand auch in diese Richtung, zu der ich mich jetzt auch wandte. Es waren wirklich nicht einmal 200 Meter Luftlinie von hier weshalb ich mich wärend dem gehen zu Jakob drehte um ich irgendwie vorzubereiten. „Also bitte erschrick nicht, ich habe meine Sachen nur dort gelassen um ohne Gepäck eine schönere Unterkunft zu suchen, verstehst du?" Dass ich hier vorhatte zu schlafen würde ich ihm nicht erzählen und auch nicht, dass man hier stundenweise zahlte. Leider wusste ich welches Klientel solche Orte bevorzugte.
Mein Leben war wirklich aus den Fugen geraten, wie hatte es nur so weit kommen können? Ich mit einem Fuß schon auf der Straße, abhängig von Freunden, weil ich nichtmehr zu meiner eigenen Familie zurückkonnte. Einfach nur unverständlich.
Wie ich gesagt hatte, hatten wir das Motel nach wenigen Minuten erreicht und erst jetzt sah ich, wie schlimm es wirklich aussah. Die Farbe war schon abgebröckelt, die Wände zeigten Schimmelflecken und die Fenster waren vergittert. Naja für das erste hätte es schon genügt.
Ich wagte es nicht wirklich meinen Begleiter anzusehen zu peinlich war es mir hier zu sein und ihm sehen zu lassen wie es mir wirklich ging. „Ich geh schnell meine Sachen aus dem Zimmer holen und Zahle für die drei oder vier Stunden, dann können wir los." Schnell kramte ich den Schlüssel hervor und wandte mich in Richtung meines Zimmers.

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Jakob
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Jakob am 07.11.2017 15:24

Jakob nickte daraufhin.
Das Lilith ja auch noch ihre Sachen brauchte, hatte er fast schon wieder vergessen.
Aber es war wohl nötig, denn er bezweifelte, dass sein Vater anziehsachen hatte, die ihr passten.
Und dann war da ja wahrscheinlich auch noch privates Zeugs bei, dass Lilith brauchte.
"Dann musst du aber vorgehen.", meinte Jakob an Lilith gewandt, während er die Tür des Cafes aufschob
Schließlich hatte er keine Ahnung, wo Lilith untergekommen war.
Draußen empfing sie wieder strahlender Sonnenschein und eine ziemliche Hitze.
Augenblicklich sehnte er sich zurück in die kühle Sitzecke in dem klimatisierten Cafe aus dem er gerade erst kam.
Die Straße führte von dem Cafe aus nur nach links oder nach rechts und war gesäumt von relativ dunklen Häusern im barockstil.
Ziemlich altbacken, wie er fand.
"Also wolang nun?", fragte er das Mädchen neben sich.

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Lilith
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Lilith am 06.11.2017 16:51

Ich hatte recht gehabt, wie mir Jakobs Antwort bewies, er hatte sein Geld nicht gewechselt, wieso denn auch er wollte doch wahrscheinlich in den Magischen Teil von London, bevor ich ihm über den Weg gelaufen war. Das er mir das Geld zurückzahlen wollte, quittierte ich mit einem Kopfschütteln, er lud mich zu sich ein, hörte mir zu und baute mich auf, da konnte ich ihm doch wohl einen Kaffee spendieren. Ich würde, wie ich mir fest vornahm sein Geld nicht annehmen, wenn er unbedingt wollte, könnte er ja das nächste Mal zahlen aber den Kaffee übernahm ich gerne für ihn.
Um zu zahlen musste man an den Tresen vorgehen, denn dort stand auch die alte gusseiserne Kasse die dem ganzen Geschäft noch einen zusätzlichen Scharm verlieh. Kurz musste ich an der Kassar warten den die Kellnerin bediente gerade ein anderes Pärchen welches sich gerade gesetzt hatte. Derweilen sah ich mich in dem Lokal um, ich mochte es hier wirklich, es war heimelig.
Die Kellnerin riss mich mit der Frage, ob ich noch etwas bräuchte aus den Gedanken, worauf ich ihr nur erwiderte, dass ich zahlen wollte. Dieses tat ich auch gleich und wandte mich dann wieder um, um zurück zu Jakob zu gelangen. Er hatte sich so süß um mich gekümmert und in mir stieg einmal mehr die Hoffnung, dass er mich doch so mögen würde wie ich ihn. Doch verbot ich mir diesen Gedanken gleich wieder, ich sollte aufhören mir Hoffnungen zu machen, wir waren nur Freunde! Zumindest versuchte ich das meinem Gehirn und meinem Herzen klar zu machen.
Schon war ich wieder bei Jakob angekommen und auf seine Frage hin nickte ich lächelnd. „Ja gern, aber wenn es dir nichts aus mach, ich muss noch kurz in ein Motel gleich hier in der Nähe um meine Sachen abzuholen, in Ordnung?" Eigentlich würde ich lieber alleine gehen, denn es war nicht gerade die schönste hygienischste oder sicherste Unterkunft und er sollte sich keine Sorgen oder weiß der Kuckuck was machen.

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Jakob
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Jakob am 06.11.2017 16:02

Jakob blickte leicht verwirrt auf, als Lilith nach seiner Hand griff.
Sie musste wohl mitbekommen haben, dass er sich irgendwie aufgeregt hatte und wollte hin jetzt wohl beruhigen.
Das war ja eigentlich wirklich süß von ihr.
Schnell verbannte er den Gedanken wieder. Da war schließlich noch diese Freundschaftssache, die er ja durchziehen wollte.
Und wenn er jetzt schon so einen Mist dachte, dass würde das wohl kaum klappen.
Auf Liliths Frage grinste er nur leicht.
Sie hatte Recht. Muggelgeld hatte er nicht dabei, aber er hatte ja auch nicht vorgehabt etwas im Muggelteil Londons zu unternehmen.
"Ich gebe dir das Geld dann demnächst zurück.", sagte er noch schnell, bevor Lilith aufstehen und bezahlen konnte.
Während Lilith nach vorne an den Tresen lief um zu bezahlen, warf er noch einen Blick auf den ungeöffneten Brief.
sollte er vielleicht doch einmal reingucken? Vielleicht stand ja etwas wichtiges drin?
Doch er konnte aus den Augenwinkeln sehen, dass Lilith bereits fertig war mit bezahlen, weshalb er denn Brief einfach nur schnell in seine Hosentasche stopfte.
"Wollen wir dann?", fragte Jakob und bekam, trotz seiner aufkommenden Nervosität, ein Lächeln zustande.

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Lilith
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Lilith am 04.11.2017 09:47

Ich konnte mein Glück immer noch immer nicht fassen, ich würde Jakob am liebsten die ganze Zeit drücken als mir ein Schatten auffiel, der über sein Gesicht huschte, was hatte das zu bedeuten? Kurze ausschnitte von unserem ersten Gespräch im Wald huschten an mir vorbei. Konnte es sein, dass er seinen Vater seit diesem Vorfall nichtmehr gesehen hatte? Ich glaubte fast nicht aber konnte es doch sein. Oder hatte er es ihm immer noch nicht verziehen, dass er ihn gerettet hatte? Ich hoffte nicht und ich hoffte auch, dass ich ihn jetzt nicht zu etwas verleitet hatte was er nicht wollte.
Dafür, dass er so in Gedanken war sprach dass er nicht einmal einen Scherz über meinen Kaffeebart gemacht hatte, immer noch fröhlich aber jetzt nachdenklich betrachtete ich ihn. War mit ihm alles in Ordnung? Er schien irgendetwas zu lesen, wobei ich ihn nicht unterbrechen wollte. Ich nahm noch ein zwei große Schlucke aus meiner Kaffeetasse und spielte ein wenig mit dem übergebliebenen Schaum, bis ich Jakob etwas murmeln hörte.
Schnell sah ich auf und erkannte gerade noch das er wütend war, bis er sein Gesicht wieder geglättet hatte. Diesmal streckte ich meine Hand aus und nahm seine in meine. Ich wusste nicht was gerade vorgefallen war, beziehungsweise, weshalb er wütend war, aber ein wenig Trost konnte auch ich ihm spenden.
Sein Grinsen brachte mich auch dazu zu lächeln. „Ich habe meinen ausgetrunken und wenn du nichtmehr willst, gehe ich schnell zahlen, weil ich glaube nicht das du dein gelt gewechselt hast oder?" Zwinkerte ich ihm zu. Ich wollte nicht Muggelgelt sagen, was mir aber beinahe herausgerutscht war. Ich hatte nur so ein Geld mit, im Nachhinein betrachtet auch nicht so gescheit, aber besser wie hier mit Gallionen zahlen zu müssen.

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Jakob
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Jakob am 02.11.2017 17:03

Irgendwie sorgte Liliths Freude bei ihm für ein schelchtes Gewissen.
Sie wusste ja schließlich nicht, dass er keinen Kontakt zu seinem Vater hatte und er deswegen nur hoffen konnte. dass sein Vater sie aufnahm.
Aber er wollte ihre Freude jetzt nicht wegen solchen KLeinigkeiten kaputt machen.
Sie sah so glücklich aus.
Jakob war so in Gedanken, dass er nicht mal seinen Kaffee anrührte. 
Über Liliths Schaumbart brachte er auch nur ein kurzes Grinsen zustande. 
Er würde bald seinen Vater sehen und seit zehn Jahren zum ersten Mal wieder mit ihm sprechen. Das schien ihm so surreal.
Unauffällig zog er einen der vielen Briefe, die ihm sein Vater immer schrieb und die bei ihm immer überall rumflogen, aus der Tasche.
Der Brief war weiß und mittlerweile ziemlich zerknickt, da er schon seit einem Monat ungeöffnet in seiner Tasche rumflog.
Aber die Adresse müsste eigentlich noch stimmen. Er war ja wohl nicht in den letzten Wochen umgezogen.
"Er wohnt in einem dieser Nobelviertel.", murmelte Jakob vor sich hin.
So stand es zumindest auf diesem Brief.
Aber woher hatte sein Vater so viel Geld?
Jakob und seine Mutter kamen immer nur knapp über die Runden und der Kerl konnte sich ein Haus in so einem versnobten Viertel leisten?
Jakob merkte, wie er schon wieder wütend wurde auf den Mann, der sich seinen Vater nannte.
Er wandte sich wieder Lilith und den Getränken zu, aber wirklich Lust hatte er nicht mehr auf den Kaffee.
"Ich glaub ich trinke den nicht mehr.", sagte er mit einem schrägen Grinsen in Richtung Lilith.

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Lilith
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Lilith am 31.10.2017 20:58

Ich wusste gar nicht wie ich reagieren sollte, ich war überglücklich. Grinste über beide Ohren sah ich ihn an. Er war gerade wirklich mein Retter in der Not. Ich musste nichtmehr zu meinen jetzt verhassten Eltern zurück und hatte Gesellschaft für die letzten Wochen des Sommers.
Das er das als selbstverständlich ansah verstand ich nicht, was ich ihm auch mit einem Kopfschütteln klar machen wollte. Es war doch nicht selbstverständlich einen Menschen einfach so bei sich aufzunehmen, ja gut wir waren Freunde aber das hatte ich dann doch nicht erwartet. Ich drückte ihn gleich noch einmal. Wie sollte ich ihm das nur jemals danken.
Als ich ihn dann losließ und mich näher zu ihm wieder setzte strahlte ich ihn an. Er war so ein guter Mensch und ein noch viel besserer Freund, ich konnte das Ganze noch gar nicht begreifen, als er schon wieder weiter sprach. Gespannt hörte ich ihm zu, das er die Adresse nicht genau kannte verwunderte mich ein wenig, aber nun gut man musste auch nicht immer alle Adressen auswendig kennen, oder?
Immer noch breit lächelnd sah ich ihn an und antwortete ihm auch gleich. "Ja gerne, ich meine wie du willst, aber ja. Ich weiß einfach nicht wie ich dir das Danken soll." Jetzt wurde ich doch ein wenig unsicher weshalb ich auch leiser wurde beim sprechen. Nervös lächelte ich ihn an.
Erst jetzt erkannte ich, dass ich meine Kaffeetasse überschwappen gelassen hatte, was ich nun aufwischte und mir auch gleich den ersten Schluck aus dieser nahm. Das nun nichtmehr heiße sondern warme Getränk passte jetzt genau zu dem wohligen Gefühl in meinem Bauch, welches durch Jakobs Einladung entstanden war. als ich die Tasse abgestellt hatte, lächelte ich ihn an und bemerkte erst kurz danach, das ich einen rechten Kaffeebart hatte den ich nun unter dem Aufglühen meiner Wangen beseitigte.

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Jakob
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Jakob am 31.10.2017 18:19

Ein Lächeln breitete sich auf Jakobs Gesicht aus, als Lilith wieder zu lächeln anfing und ihm um den Hals fiel.
Wenigstens schein sie das etwas aufgemuntert zu haben.
"Das ist doch selbstverständlich", murmelte er, auch wenn er wusste, dass es gerade für ihn wohl keines falls so wahr.
Er hatte noch nie irgendwem geholfen außer sich selbst. Zumindest nicht mehr seit dem Tod seines Bruders.
Der genauso lange her war, wie der Kontakt zu seinem Vater.
Er wusste nur von den Briefen, die er nie las, dass sein Vater etwas außerhalb von London lebte.
Wo genau, konnte er aber nicht sofort auf Anhieb sagen.
Doch das war egal. Er hatte es Lilith nun angeboten, jetzt musste er es auch einhalten.
Auch wenn das bedeutete den Rest der Ferien bei dem Mann zu verbringen auf den er seinen kompletten Hass und Frust über den Verlust seines Bruders konzentriert hatte.
"Also, mein Vater wohnt irgendwo hier in London. Wenn du möchtest können wir direkt nach dem wir den Kaffee ausgetrunken haben zu ihm fahren. Er hat bestimmt nichts dagegen, dass wir bei ihm bleiben.", führte der Junge aus, während er den Satz im Stillen um ein "hoffentlich" erweiterte.
Aber jemand, der ihm seit zehn Jahren täglich schrieb, wollte doch wohl den Kontakt zu ihm, oder nicht?
Sie würden es ja sehen.
Abwartend sah er Lilith an.
Fehlte nur noch ihre Meinung.

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Lilith
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 18

von Lilith am 25.10.2017 08:02

Das Jakob gleich antwortete erschreckte mich einwenig, ich hatte eigentlich gedacht, dass jetzt zwischen uns eine peinliche Stille entstehen würde, aber dem war nicht so. Er redete gleich weiter und ich hörte ihm zu.
Das meine Eltern sich entschuldigen sollten, war wahr, aber sie würden es nicht tun. Jahrelang war ich dazu erzogen worden vor Fremden ruhig zu sein und zu gehorchen, keinen Mucks zu machen. Doch zu hause war das nie so gewesen. Ich wusste wirklich nicht was sich geändert hatte, deshalb schüttelte ich auch nur stumm den Kopf.
Als nächstes führte mein Gegenüber aus, dass ich nichtmehr zu meinen Eltern sollte, aber wie? Ich hatte jetzt schon Probleme ein Motel zu finden, welches billig genug war, damit ich es mir den ganzen Sommer über leisten konnte. Was dann noch dazu kahm auser die finanziellen Probleme war, dass ich noch nicht volljährige war. Ich musste also irgendwann wieder nach hause, leider. Wärend ich meine Zigarette ausdrückte und den Aschenbecher auf den freien Tisch neben uns stellte, nickte ich jedoch, ich wollte nicht wieder nach Hause, wie ich das schaffen würde, war mir schleierhaft, aber versuchen würde ich es auf alle Fälle. Das ich aber nicht in einem Motel bleiben sollte, verwirrte mich, weshalb ich auch gleich nachfragte. "Wohin soll ich denn sonst?" Meine Stimme klang verzweifelter wie beabsichtigt aber Jakob eröffnete mir auch gleich eine Alternative.
Ungläubig starrte ich ihn an, das würde er für mich tun?! Schnell stand ich auf, touschierte den Tisch weshalb die Kaffees etwas überschwappten, was mir egal war, und umarmte ihn. "Ja liebendgerne. Du bist meine Rettung, Danke, danke, danke. Wie kan ich das jemals wieder gut machen?" Ich drückte ihn so fest ich konnte. Ich musste nicht alleine sein und auch nicht zu meinen Eltern zurück. Ich könnte ihn gerade küssen.

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