Vergangenheitsplay » 17

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Amelia

26, Weiblich

Hogwarts [ehem.] Hufflepuff Abgeschlossen Reinblut Naiv Demiguise Covenant Mitarbeiter Fan Wortlose Magie Optimist OC Frei

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Re: Vergangenheitsplay » 17

von Amelia am 18.09.2017 00:54

Matteos Hände fuhren immer weiter meinen Körper hinab, während wir uns immer intensiver küssten. Ich taumelte leicht, überrascht davon seine Hände auf einmal auf meinem Hintern zu spüren. Es machte ganze Sache auf einmal um einiges mehr intimer und beinahe wäre ich zurückgewichen. Etwas in mir regte sich allerdings und letztendlich schmiegte ich mich nur noch enger an Matteos Körper.
Meine Hände wanderten ebenfalls langsam seinen Körper hinab und machten erst an dem Saum seines Tshirts halt. Ich zögerte einen Moment, dann schob ich meine Hände darunter. Seine Haut war warm und weich. Ein aufregendes Kribbeln zog sich meinen Körper entlang und ich ließ meine Hände wieder etwas höher wandern.
Wenn man Matteo ansah, merkte man schon, dass er muskulös sein musste, doch jetzt spürte ich das auch. Ich wusste nie, was die Mädchen aus meinem Schlafsaal immer mit ihren muskulösen Typen hatten, aber jetzt wusste ich was sie meinten. Ich könnte es nicht in Worte fassen. Aber es fühlte sich einfach gut an. Mir gefiel auch der Kontrast den unsere beiden Körper bildeten. Meine Statur war eher elfenhaft und beinahe zerbrechlich, wohingegen Matteo sich einfach stark und sicher anfühlte.
Ich stellte mich noch ein wenig höher auf die Zehenspitzen und zog ihm langsam das Shirt über den Kopf. Ich hatte das Bedürfnis ihn zu betrachten und das was ich gefühlt hatte mit dem zu verknüpfen. Meine Fingerspitzen fuhren über seine Oberarme und seine Brust und für den Moment löste ich den Kuss um meinen Fingern mit dem Blick zu folgen.

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Matteo
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 17

von Matteo am 18.09.2017 16:29

Ich dachte schon gar nicht mehr daran, ob es ihr nicht vielleicht zu schnell ging, zu viel wurde. Das einzige, an was ich denken konnte war Amelia, war ihr zierlicher Körper, der sich gegen meinen lehnte, waren ihre seidigen Haare, die so zauberhaft ihr Gesicht umflossen, ihre vergleichsweise kleinen Hände, die so perfekt in die meinen passten und natürlich ihre warmen Lippen. Ich war verrückt nach ihr und das einzige was ich wollte, war sie küssen, ganz nah bei mir spüren. Alles andere blendete ich aus. Ich dachte nicht mehr daran, das es ihr vielleicht doch etwas zu viel auf einmal werden konnte, kümmerte mich nicht darum, auf was dashier nun eigentlich zurückzuführen war, ob es alles am Alkohol lag oder ich sie vielleicht auch so interessant fand. Im Grunde war das ja auch egal, solange sie hier bei mir war und sich derartig an mich schmiegte.
Ich spürte ihre Hände, die zum Saum meine Shirts wanderten, dort eine kurze Zeit verweilten und schließlich zögerlich unter mein Shirt glitten. Ihre Finger waren kalt und ich erschauderte, wobei es ein durchaus wohliger und angenehmer Schauer war. Sie fuhr meine Muskeln mit ihren Fingern nach. Als sie ihre Lippen von meinen löste, fühlte es sich an, als wäre mir etwas weggenommen worden. Ich ließ sie mir das Shirt über den Kopf ziehen, sah ihr zuerst etwas irritiert, dann jedoch mit einem leichten Lächeln auf den Lippen dabei zu, wie sie meinen Oberkörper behutsam streichelte und ihren Händen dabei mit den Augen folgte. Ich strich ihr sanft ein paar verirrte Haarsträhnen hinters Ohr, bevor ich ihr ein paar Küsse auf Stirn und Wange hauchte und mich schließlich an ihrem Hals zu schaffen machen begann, indem ich ihre Haut küsste, neckig daran knabberte, mit der Zunge drüber leckte.

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Amelia

26, Weiblich

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Re: Vergangenheitsplay » 17

von Amelia am 18.09.2017 17:26

Ich wollte gar nicht lachen, aber es war einfach ein Reflex, als Matteo mich begann am Hals zu küssen und ich sogar seine Zunge auf meiner Haut spüren konnte. Entschuldigend sah ich ihn an, jedoch mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. Ich war mir sicher, dass meine Wangen glühen mussten, aber mittlerweile war mir das sehr egal. Ich sah Matteo für einen langen Moment an und zog ihn sanft zu mir herunter um ihn zärtlich zu küssen.
Irgendwo draußen hupte ein Auto, woraufhin irgendwo anfing ein Hund zu bellen. Irgendwie holten mich diese Geräusche wieder zurück auf den Boden. Ich hauchte Matteo einen Kuss auf die Wange und verschränkte meine Hände wieder mit seinen. "Das war echt schön..." sagte ich leise und mit einem Lächeln auf den Lippen. Ein wenig verträumt blickte ich Matteo an und hob dann sein Shirt vom Boden auf und drückte es ihm entgegen. "...Aber ich würd an dieser Stelle lieber nicht weitergehen." fügte ich noch leiser hinzu und warf ihm einen kurzen unsicheren Blick zu.
Mein Herz schlug immer noch heftig von den letzten Stunden und ich wollte nichts überstürzen. Ich wollte das alles erstmal auf mich wirken lassen und dieses gefühl in mir abspeichern.

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Matteo
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 17

von Matteo am 24.09.2017 22:12

Sie kicherte leise, als ich ihren Hals zu liebkosen begann, was mich nicht unbedingt irritierte und doch etwas ablenkte. Es war eigentlich nicht normal, dass man dabei so kicherte, meistens genossen die Damen es einfach nur, seufzten wöhlich, stöhnten vielleicht leise, aber kichern taten höchstens die, für die soetwas eine ganz neue Erfahrung war. Aber da eben genau dies auf sie zutraf, war es ihr gestattet und zugestanden.
Sie hatte mich gerade wieder zu sich gezogen, ihre Lippen auf die meinen gelegt, ich spürte die Wärme ihres Körpers, der sich gegen den meinen lehnte, da löste sie sich ganz plötzlich von mir, teilte mir mit, dass es echt schön gewesen sei, bückte sich runter, um mein Shirt wieder aufzuheben und hielt es mir hin. Zimlich verwirrt blickte ich sie an. Also nun verstand ich wirklich gar nichts mehr. Gerade hatte sie es mir noch ausgezogen, nun hielt sie es mir schon wieder vor die Nase und erklärte mir, dass sie lieber nicht weiter gehen wollen würde. Warum hatte sie dann gerade überhaupt damit angefangen?
Sicher, ich wollte sie zu nichts drängen, wollte nicht aufdringlich sein und sie nötigen es mit mir zu tun, aber etwas seltsam, ja vielleicht unangenehm, fand ich das nun schon. "Alles klar ...", meinte ich schließlich, nahm mein Shirt und trat einen Schritt zurück. Einige Augenblicke lang sah ich sie verständnislos an, dann zog ich mir mein Shirt wieder an. Nun standen wir da und irgendwie war die Situation mehr als skuril.

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Amelia

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Re: Vergangenheitsplay » 17

von Amelia am 02.10.2017 21:28

Ich hatte den Moment oder wie auch immer man das nennen konnte, nicht kaputt machen wollen. Doch genau das hatte ich wohl gerade getan. Ich strich mir über die Arme und fröstelte leicht. Jetzt, wo Matteo so weit weg stand, war mir gleich viel kühler. Oder es war einfach das Unbehagen.
"Tschuldige..." sagte ich leise. Ich hatte mich einfach mitreißenlassen, aber weiter als jetzt wollte ich wirklich nicht gehen. Soweit wagte ich mich dann doch nicht. Ich dachte eigentlich er würde das verstehen können, aber sein Blick ließ mich Anderes vermuten.
Ich biss mir auf die Unterlippe und blickte auf meine Schuhe. "Es ist schon ziemlich spät, ich glaube ich sollte langsam wirklich nach Hause gehen." sagte ich ruhig und sachlich. Eigentlich war das nicht mein Plan gewesen. Aber ich wollte jetzt auf einmal doch ganz gerne zurück. Ich hatte genug für einen Abend erlebt. Ich wollte das alles nicht bereuen. Ich wollte es so wie es war in Erinnerung behalten.
Ich wandte mich zögernd zur Tür und schritt langsam die Treppen herunter.
Matteo musste mich gar nicht mehr so weit bringen. Meine Eltern hatten gar nicht bemerkt, dass ich weg war. Das war auch ganz gut so. Ich schälte mich aus den engen Klamotten und kuschelte mich unter die Bettdecke, zusammen mit meinem Tagebuch und meiner To-Do Liste. Ich hätte jetzt gerne jemanden mit dem ich reden könnte. Doch mein Bruder war schon ausgezogen, Liam war abgehauen und naja...Sonst wusste ich nicht recht mit wem ich reden sollte. Mein Blick glitt durch das Fenster hinüber zu James Haus welches meinem ganz nah war. Vielleicht würde ich morgen früh einfach mal rübergehen. Vielleicht tat ich das wirklich. Das hatte ich seit Jahren nicht getan.

 

(Hab das jetzt mal geendet, das geht schon viel zu lange xDD)

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Katy
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 17

von Katy am 08.10.2017 22:54

Diese Sommerferien gingen als schlimmste Hogwartsauszeit meines Lebens in die Geschichte ein. Ich hatte meiner Mutter beim Sterben zusehen dürfen und jetzt stand ich da. Auf ihrer Beerdigung und nahm anteilnahmslos die Beileidsbekundungen entgegen. Das durfte nur ein verdammter Albtraum sein, anstatt die Wirklichkeit. Meine Mutter war schon länger krank und irgendwo war es absehbar gewesen, dass sie nicht mehr lange zu leben gehabt hatte. Und doch machte es die Trauer, oder eher die Ohnmacht, nicht besser. Ich hatte von ihr gelernt, dass man selbst in den schlimmsten Zeiten tapfer und mutig sein musste. Doch gerade wusste ich nicht wo mir der Kopf stand. Vielleicht lag das auch an der Tatsache, dass ich von meinem Vater und meinem Bruder erfahren hatte. Noch bis kurz zum Schluss hatte ich fest damit gerechnet, dass ich ein Einzelkind war, doch dann hatte meine Mutter mir auf dem Sterbebett diese Enthüllung gemacht. Noch wollte es nicht in meinen Kopf gehen, dass sie mir ein Teil meiner Familie komplett verschwiegen hatte. Klar, einen Vater hatte ich, das war mir schon selbst klar gewesen, doch noch hatte ich die neuen Informationen nicht ganz verarbeitet. Wie durch einen Schleier nahm ich die Trauergäste wahr und nickte nur monoton zu den Beileidsbekundungen. Ich wollte hier weg und doch wusste ich, dass ich nur in eine andere Situation gebracht werden würde, denn man hatte mir gesagt, dass mich nicht das Waisenheim erwartete, sondern eine Familie, die mich aufnahm. Ich konnte mir unschwer vorstellen wer das sein würde. Im Grunde konnte ich froh darüber sein nicht meine letzten Jahre als Minderjährige im Waisenheim untergebracht zu werden und doch wusste ich nicht recht was ich von dieser ganzen Sache halten sollte. Also stand ich da nun in einem schwarzen engen Kleid, welches mir nur bis zu den Knien reichte, und verabschiedete noch den letzten Gast. Auf einmal spürte ich einen Blick auf mir. Als ich den Blick hob erkannte ich einen Mann mittleren Alters und nehmen ihm einen Jungen stehen, der nicht viel älter sein konnte als ich selbst. War das also meine neue Familie? Normalerweise wäre ich sofort auf die beiden zugegangen und hätte sie in ein Gespräch verwickelt, nur um sie näher kennen zu lernen, denn waren wir mal ehrlich: Es war doch ein neues Abenteuer, in das ich mich nun stürzen konnte. Doch die Frohnatur und Abenteuerlust, die meinen Charakter geprägt hatte, wurde von einem Schleier der Trauer überlagert, weshalb ich mich nur langsam in Bewegung setzte und auf die beiden zuging. Wie waren unsere Eltern überhaupt auf die Idee gekommen zu verschweigen, dass wir Geschwister waren? Oder wusste der Junge etwa was davon? Diese Fragen kreisten durch meinen Kopf, als ich vor ihnen stehen blieb. Was sagte man in so einer Situation am besten? 'Hallo, nett euch kennen zu lernen?' 'Ein Stück Kuchen gefällig?' Nein, das war alles unpassend und lapidar, weshalb ich den ersten Schritt meinen Gegenübern überließ, immerhin waren sie auch gekommen um mich abzuholen.

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Lucien
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 17

von Lucien am 23.10.2017 17:59

| Ich entschuldige mich für diese Verspätung. Aber mein Zeitmanagment lässt zurzeit ein wenig zu Wünschen übrig. |

Lucien hatte sich noch nie ernsthaft mit seiner Familie auseinandergesetzt. Er war einfach immer der bemüht, perfekte Sohn gewesen und hatte getan was man ihm sagte, zumindest bis er eigenen Ehrgeiz entwickelt hatte. Bis er wusste dass er an der Seite des Dunklen Lords stehen wollte, wusste dass er der beste werden wollte. Er wollte unentbehrlich sein, er wollte dass man sich an ihn erinnerte. Immer und zu jeder Zeit. Und er war sich sicher, irgendwann, da würde er es erreichen. Aber heute, durfte er einmal nicht den Ignoranten Eisprinzen spielen, zumindest wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, welcher ihm heute Morgen im Eilverfahren mitgeteilt hatte, dass er eine Schwester habe. Überraschenderweise war dies nicht einmal ein Schock für Lucien, eher spürte er auf einmal die Last einer weiteren Seele auf seiner Schulte. Er konnte niemanden gebrauchen, der ihn aufhielt oder in seinem Vorhaben bremste. Erst recht keine Schwester, die aus einer Affäre entstanden war. Warum sollte Lucien auf die Beerdigung ihrer Mutter gehen? Er sah darin keinen Sinn, er sah keinen Grund für nächsten Liebe, geschweigeden Unterstützung, die Frau die gestorben war, war ihm völlig unwichtig. Er kannte Sie nicht, ihr Tod hätte genauso gut sein Verschulden sein können. Dennoch konnte er sich nicht wehren, sein Vater war einer der bestimmensten Leute die er kannte. Und so endete Lucien, in einem schwarzen Anzug, etwas Abseits auf einem Friedhof. Mit seinem Vater. Von weitem beobachtete er die kleine Trauerfeier und bei all dem was er hier sah, kam in ihm ein Gefühl der Übelkeit auf. Es war als würde irgendetwas in ihm, diese darstellung der Trauer abgrundtief hassen und einfach abstoßen. Luciens Blick war fest auf das Junge Mädchen gerichtet, er tippte stark darauf dass sie Jünger war als er. So Jung und schon musste sie den Verlust der Mutter ertragen und dann hatte sie auch noch Luciens Vater. Vielleicht brachte er doch ein kleines Fünkchen Mitgefühl für die kleine auf, die in Schwarz sogar ziemlich gut aussah. Luciens Blick war so eisig und desinteressiert wie immer, eigentlich sah er nie anders aus. Er durfte sich schon öfter anhören dass er, wenn er lächelte oder lachte, aussah wie eine Horrofigur. Vielleicht nicht sein schlechtestes Merkmal. Aus halber Strecke des Mädchens, dessen Namen ihm sein Vater noch nicht verraten hatte, zumal Lucien auch nicht wirklich viel gefragt hatte, setzte er sich in Bewegung und Lucien folgte ihm einfach. Er hörte dumpf wie sein Vater sich als Malachai Carr vorstellte und auch Luciens Namen nannte, aber darauf achtete er nicht. Sein Blick glitt über das Mädchen. Laut den Worten seines Vaters war ihr Name Katherine. Lucien musste Schmunzeln, Katherine Carr. Klang zumindest nicht uninteressant. Ein kleiner Teil von ihm, wünschte sich gerade sehnlichst, dass sie kein Ponyliebendes, Barbietraumaus Gutmädchen war. Er schaffte es, den Blick von ihrem Körper abzuwenden und ihr ins Gesicht zu sehen, sie hatte ähnlichkeit mit Malachai, keine Frage. Wenn man so wollte, hatte sie sogar ein wenig Ähnlichkeit mit Lucien. Er hörte seinen Vater Beileidsbekundungen aussprechen und konnte sich ein Grinsen nicht Verkneifen. Mitgefühl von Malachai Carr? Ihm war sowas völlig Fremd, Mitgefühl kannte er von seinem Vater nicht. Er war also doch keine Kalte Maschine, gut zu wissen. Lu könnte dies sicher irgendwann zuseinem Vorteil nutzen. ''Wie war Sie so?'' waren nun Luciens erste Worte und dafür, dass es ihn eigentlich nicht Interessierte, fand er, dass er doch recht nett geklungen hatte. Wenn auch etwas unsensibel. Er hörte seinen Vater weiter darüber sprechen, dass Katherine, oder Katy, wie er sagte, ruhig bei ihnen Wohnen könne, in der Zeit außerhalb von Hogwarts. Lucien hatte das Gefühl als wolle sein Vater jemandem ein Ferienhaus Schmackhaft machen, als wäre Katy nur ein Gast der bald wieder verschwinden würde. Der bittere beigeschmack in seiner Stimme, ließ Lucien einfach nichts gute Vermuten. 

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Katy
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 17

von Katy am 23.10.2017 18:36

[ Das ist gar kein Problem. Ich bin da sehr geduldig und warte immer bis was kommt. ]

In meinem Kopf machte kaum noch etwas Sinn. Es fühlte sich alles an wie ein Traum. Ein verdammter Albtraum, so unrealistisch und doch so real. Ich hatte schon vergessen wie viele Tränen ich vergossen hatte, während ich mich gefangen in einer Endlosschleife fühlte. Inzwischen fühlte es sich an als hätte jemand kurz an meinem Weltbild gerüttelt und es war in tausend Teile zersprungen. Hier stand ich nun, die Scherben zu meinen Füßen und keine helfende Hand, die sich mir entgegen streckte. Bald prallten jegliche Beileidsbekundungen an mir ab. Meinte das überhaupt jemand ernst? 'Es tut mir schrecklich leid.' 'Ich kann mir gar nicht vorstellen was das für ein Verlust ist!' 'Ein Kind sollte seine Mutter nicht so früh verlieren.' Das waren alles Sätze, die ich inzwischen zur Genüge gehört hatte und die sich wiederholten wie ein Sprung in der Platte. Kaum öffnete sich der nächste Mund wusste ich schon was mir derjenige sagen wollte. Ich war froh, dass wir endlich durch waren und sich die versammelte Mannschaft in alle Winde zerstreute. Doch auf mich wartete noch mehr als nur das. Sobald ich bei meiner neuen, alten Familie angekommen war, stellte der Mann sich schon vor und wieder strömte mir Beileid entgegen. Bei ihm fragte ich mich jedoch was er mir hier vorspielen wollte. Dachte er wirklich, dass ich mit ihm uns seinem Sohn heile Familie spielen wollte? Nach allem was passiert war? Er hatte meine Mutter nur benutzt, während sie ihn wirklich geliebt und er ihr somit das Herz gebrochen hatte. Doch ich wollte nicht im Waisenhaus versauern, weshalb ich beschloss ihm eine Chance zu geben. Etwas anderes hätte meine Mutter nie gewollt. Mein Blick wanderte zu Lucien, meinem Bruder, der mich ebenfalls zu mustern schien. Wie der Vater so der Sohn. Die beiden ähnelten sich sehr, was mir natürlich auch sofort auffiel. Ich wusste nicht recht was ich von den beiden halten sollte, sie wirkten so distanziert, kühl und gar nicht wie die Menschen, die in meinem Umfeld waren. Da unterschieden wir uns gänzlich. Auf die Worte meines Vaters achtete ich nur mit halbem Ohr und nickte alles nur ab. 
"Sie war herzlich, einfühlsam und liebevoll", sagte ich an Lucien gewandt. Alles was du nicht zu sein scheinst. Die letzten Worte dachte ich mir nur, da ich es schaffte sie rechtzeitig runterzuschlucken. Ich wollte nicht jetzt gleich einen Geschwisterstreit anfangen, auch wenn ich mir nicht einmal sicher war ob er sich daraus überhaupt was machen würde. Unser Vater lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf sich und ich nickte erneut.
"Ich hab sonst auch keinen Platz wo ich wohnen kann. Aber seien Sie sich versichert, ich werde nur in den Sommerferien bei Ihnen wohnen, Weihnachten verbringe ich weiterhin in Hogwarts", versprach ich ihm. Momentan brachte ich es nicht übers Herz ihn zu duzen oder gar Vater zu nennen. Bis vor Kurzem hatte ich keinen Vater gehabt und auch keinen gebraucht. Er war mir fremd und ich machte mir nicht die Illusion, dass ich wirklich herzlich willkommen bei ihnen war. Immerhin zerstörte ich damit den üblichen Familienalltag und war eine Person mehr, um die man sich kümmern musste. Selbstmitleid war jedoch auch nicht drin, dafür war ich zu stolz, vielleicht doch etwas was ich von diesem Mann vor mir geerbt hatte. Mein Erzeuger. Ja, so würde ich ihn vorerst nennen. Für einen kurzen Moment sah ich mich auf dem Friedhof um und erkannte, dass so gut wie alle Gäste bereits gegangen oder gerade im Gehen waren. Ich hatte hier also nichts mehr verloren. Von meiner Mutter hatte ich mich bereits verabschiedet, also drehte ich mich wieder zu meinen beiden Verwandten um. Mein dunkles Haar wirbelte bei der ruckartigen Kopfbewegung etwas nach vorne, jedoch machte ich mir nicht die Mühe es wieder in den Nacken zu schieben, sondern prüfte nur nach ob meine Tasche noch über meiner Schulter lag und sah die beiden dann wieder an.
"Von mir aus können wir gehen", erklärte ich mich bereit den Friedhof zu verlassen.

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Domenico
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 17

von Domenico am 26.11.2017 22:50

Ich war wie so oft wieder mal draußen und war auf dem Quidditch Feld. Ich mochte Quidditch schließlich und spielte ja auch für mein Haus als Sucher, aber beruflich würde ich wahrscheinlich was mit Drachen machen oder Lehrer für Pflege magischer Geschöpfe werden, was nicht so gefährlich wäre, da ich später auch eine eigene Familie wollte. Wenn hier wie jetzt niemand trainierte war man verschont von dummen Sprüchen und hatte seine Ruhe. Solange man mich nicht nervte hatte ich aber auch ganz gerne Gesellschaft. Vielleicht würde auch noch jemand kommen. Man wusste ja nie. 

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Piper
Gelöschter Benutzer

Re: Vergangenheitsplay » 17

von Piper am 26.11.2017 23:09

Gähnend griff ich nach meinem Besen und warf meinen roten Schal über die linke Schulter. Eigentlich hatte ich gar keine Lust gehabt, das Schloss zu verlassen, aber da es stürmte und regnete, würde wohl niemand das Quidditchfeld nutzen.
Seit ich das Auswahltraining für die Mannschaft verpasst hatte, nutzte ich viele Gelegenheiten, das Feld für mich allein zu haben und einfach ein wenig zu üben.
Doch als ich mit wehenden Haaren auf das Feld trat, sah ich bereits jemanden unter den linken Pfosten stehen. Ich runzelte die Stirn und blieb mit verschränkten Armen stehen.

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