Vergangenheitsplay » 16
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Severus
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Severus am 22.09.2017 23:13Ich grinste kurz und richtete mich wieder auf, als Fea sich erschrack. Sie hatte wohl nicht damit gerechnet, dass sie hier jemand entdecken würde, oder dass jemand erkennen würde, dass es sich bei dem Buch um schwarze Magie handelte. Dabei war doch bekannt, dass ich mich selber für dunkle Magie interessierte. Ich kannte sehr viele Bücher aus diesem Zweig der Magie, dieses, was sie nun hatte, kannte ich auch schon.
Ich schüttelte kurz den Kopf, als sie mich darauf ansprach, dass mir so kalt sei. Ich untrdrückte ein Lachen. "Ja, ist mir.", beantwortete ich ihre Frage kurz und knapp und schaute auf das zugeschlagene Buch.
Ich werwiderte ihre Begrüßung. Allerdings ließ ich das winken bleiben, ich müsste meine Hände hervor holen und da ich nicht wollte, dass sie kalt wurde, ließ ich es lieber bleiben."Hi." Ich lächelte ihr einmal zu. "Seit wann liest du das Buch?", wollte ich wissen und deutete nickend auf das Buch. Ich konnte all ihre Fragen erst beantworten, nachdem sie ihren Monolog geendet hatte. Sie ließ mir keine andere Wahl. Ich ließ mich auf den Hintern plumpsen, dann setzte ich mich in den Schneidersitz hin. Allmälich wurde mir etwas wärmer und so konnte ich meine Arme aus ihrer Haltung lösen.
Über meine Ferien wollte ich jetzt ieber nicht sprechen. Sie waren jedes Jahr das gleiche. Nur hin und wieder gab es ein paar Tage, die etwas Hoffnung brachten. Und diese Tage waren mir zu wenig. "Aber mir geht es gut.", meinte ich. "Und wie ist mit dir?" Bei dem Buch würde ich nicht locker lassen, ich würde so lange fragen, bis ich die Antwort hatte. Ich wusste, dass es ein schwarzmagisches Buch war. Da konnte sie mir wer weiß was erzählen.
Feandil
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Feandil am 22.09.2017 22:41Gerade war ich bei einen sehr Interessanten Kapitel über Blutmagie. Damit konnte man ja einiges anstellen und man brauchte nur ein bisschen Blut. Ich verschlang regelrecht die Seiten und bekam so, ganz untypisch, nichts von meiner Umgebung mit. Okay normalerweise hatte ich immer einen Zauber der mich alarmiert näherte sich jemand mit. Doch seitdem ich Jack hatte verlies ich mich auf den doch der war ja bei Jerry.
Jedenfalls erschrak ich fast zu Tode als plötzlich Severus neben mir war und was über schwarze Magie quasselte. Sofort schlug ich das Buch zu und starrte ihn an. Wie hatte er das so schnell rauslesen können? „Ist dir wirklich so kalt?", fragte ich ein wenig verwundert und ignorierte seine Frage.
Er stand mir mit einen Wintermantel gegenüber und ich hatte gerade mal eine leichte Jacke an, da der Wind schon kalt war, doch die Sonne einen schon noch wärmte. „Ach und Hiiii.", grinste ich ihn winkend. „Lange nicht mehr gesehen wie geht's, wie waren die Ferien?", plapperte ich einfach weiter und lies ihn nicht zu Wort kommen, bis ich mit halbwegs sicher war das er das Buch nicht mehr ansprechen würde.
Vielleicht hatte ich ja Glück und er war mit mir überfordert und würde gehen. Normalerweise war ich ja nicht so aber wenn ich jetzt das Buch wegräumte würde ich wieder die Aufmerksamkeit auf dieses ziehen und es würde erst darauf deuten das es Schwarzmagisch ist. Was er ja nicht denken soll.
Severus
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Severus am 22.09.2017 22:25Die Schule hatte gerade wieder angefangen und ich musste mich erst noch einmal daran gewöhnen, in so einer großen Menschenmenge zurecht zu kommen. In einem vernünftigen, weichen Bett zu schlafen. Vernünftige Mahlzeiten zu mir zu nehmen.
Auch wenn es wirklich warm heute war, so war mir heute ziemlich kalt. Ich fror regelrecht. Und das Schloss tat sein übriges dazu. Es wurde nie wirklich warm dort. Die Kerker waren permanent kalt, selbst am Kamin hatte ich gerade gefroren. Oder lag es daran, dass ich zur Zeit generell eine Frostbeule war? Ich würde heute wahrscheinlich keine vernünftige Antwort darauf finden. Mein Kopf war überall. Beim Unterricht, der dieses Jahr anstehen würde, bei meinen Problemen mit den Rumtreibern, bei Alex. Sie fehlte mir. Doch bisher hatte ich noch nicht die Möglichkeit gehabt, zu ihr zu gehen.
Die Ferien saßen mir noch in den Knochen und ich musste erstmal den Kopf frei bekommen.
Deswegen verließ ich das Schloss, ich hatte heute meine Schuluniform und mein Wintermantel an. Ich hatte ihn zugeknöpft, meine Arme vor der Brust verschrenkt und streifte durch die Länderein von Hogwarts. Ich suchte nach einem Ort, an den ich meine Ruhe haben konnte. Ich brauchte von allem etwas Abstand.
Mein erster Gang war Richtung See gegangen. Aber der schien so beliebt zu sein, wie sonst nie. Hier tummelten sich sehr viele Schüler herum, mein Lieblingsbaum war auch besezt.
Leicht frustriert und verärgert führte ich meinen Weg fort. Hin und wieder trat ich einen Stein aus dem Weg. Es war nicht einfach, einen Platz zu finden. aber vielleicht wr ich auch zu sehr in Gedanken um richtig Ausschau nach einem ruhigen Plätzchen zu halten.
Nch einer Weile schaute ich nach oben. Ich war am Rande des verbotenen Waldes angekommen, an einem baum gelehnt saß ein Mädchen. Beim näheren betrachten entdeckte ich Fea.
Sie war doch arg aufgedreht, doch jetzt las sie in einem Buch. Ich beugte mich zu ihr runter und schaute in ihr Buch. "Schwatze Magie also?", fragte ich leise und grinste. Ich war nicht der einzige, der sich dafür zu interessieren schien.
Feandil
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Feandil am 22.09.2017 21:34Heute war noch einer der wenigen schönen und wärmeren Tage, deshalb hatte ich mich entscheiden mal wieder draußen zu gehen um ein Buch zu lesen. So hatte ich mir schnell aus der Bibliothek ein Buch geschnappt und war auf den Weg zum Rande des verbotenen Waldes, zu meinen Lieblinsgbaum. Dort war es immer sehr ruhig und abgeschottet von den anderen perfekt um ein schwarzmagisches Buch zu lesen. Die Zeiten wurden immer dunkler und ich wollte mich eben gut verteidigen können und man musste Feuer eben mit Feuer bekämpfen. Außerdem sollte man seinen Gegner kennen und wie ging das besser als das zu studieren was sie einsetzen?
Dieses blöde Gerede von schwarze Magie macht dich böse, da muss man schon echt nen schwachen Charakter haben, aber was solls.
Mit einen Seufzer ließ ich mich unter meinen Baum nieder und holte das Buch, aus meiner Tasche. Es war ein sehr unauffälliges Buch und deshalb würde niemand wissen können um was es sich handelt. Also sah ich auch keinen Grund es irgendwie zu tarnen oder sowas. Noch dazu kam, das hier sowieso kaum Leute vorbei kamen also wieso unnütze Energie verschwenden?
Aber apropos Tasche, ich hoffte Jerry passte gut auf Jack auf. Bis jetzt hatte ich es nicht wirklich geschafft in seiner Nähe mein Gesicht zu wahren und war meistens gleich getürmt. Wieso musste er auch so nen scheiß fabrizieren, konnte er nicht so wie alle andere mich einfach komisch finden und gut is? Nein er musste mich ja küsse und Erinnerungen wecken... Gut er konnte nichts dafür, aber trotzdem...
Ich schüttelte meinen Kopf und widmete mich wieder meinem Buch. Das ich davor mit meinen Zauberstab im richtigen Rhythmus an stupste. Ich wollte ja nicht dass es mich anschreit. Warum auch immer solche Bücher so komische Abwehrmechanismen haben. Bescheuert aber okay. Es lenkte mich von meinen Gedanken ab und ich lernte etwas über Flüche und ihre Auswirkungen auf den Lebenden Organismus.
Jason
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Jason am 04.09.2017 18:09Noch heute erinnerte ich mich an die erste Auseinandersetzung ohne Zauberstab, die ich bereits im ersten Jahrgang angezettelt hatte. Damals hatte ich einen unscheinbaren Jungen so weit getrieben, dass er tatsächlich mal zugeschlagen hatte. Hingegen die meisten, die einfach nur eine große Klappe ohne etwas dahinter hatten, hatte ich mich sogar in diesem Moment noch über ihn lustig gemacht. Ein paar Schmerzen setzten mir nicht zu, dafür war ich hart genug im Nehmen und jede Fleischwunde heilte irgendwann, nach Tagen war sie zu einer hässlichen Erinnerung geworden, nichts weiter. Deshalb störte es mich auch nicht, wenn der Gegner mal Widerstand leistete und aus eben diesem Grund hatte ich auch keine Angst vor den Konsequenzen.
"Wenn andere Menschen sich keine Zeit mehr für einen nehmen wollen, dann bleibt wohl nur das Essen. Das kann sich ja nicht wehren", kam es da betont beiläufig aus meinem Mund. Ich würde ihr jetzt ganz sicher nicht auf die Nase binden, dass ich gerade selbst versetzt worden war, denn ich besaß genug Stolz um das schön geheim zu halten und mir nichts anmerken zu lassen. Nur weil eine Frau mal nicht wollte hieß das nichts, es gab ja noch viele Willige da draußen.
"Ohhh, jetzt hast du's mir aber gegeben", meine Stimme ging in den tiefen Spott über, als sie meine nicht vorhandene Arbeit ansprach. "Ist da etwa jemand neidisch, dass sie es nicht so gut hat?", fragte ich direkt zurück und musterte ihre Körperhaltung. Sie schien geschafft zu sein und wenn ich das richtig interpretierte würde sie irgendwann noch bei meinen Provokationen nachgeben, es dauerte sicher nicht mehr lange. Mit einem Blick auf den Wirt wusste ich, dass er unser Gespräch interessiert belauschte. Vermutlich überlegte er schon in welche Richtung das Gespräch mutieren würde. Nun ja, ich hatte nur Lust auf einen Streit, nicht unbedingt auf ein Duell mit ihr. Das war für mich nach wie vor Männersache, egal was andere davon hielten. Ich stützte meine Ellenbogen auf die Theke und lehnte mich ein wenig zu ihr - mit Sicherheitsabstand, versteht sich.
"Bist du sicher, dass das mit deinen Nachos noch was wird? Ich glaube die wollen sich nicht servieren lassen, muss wohl an dir liegen."
Junia
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Junia am 04.09.2017 00:37Ich biss die Lippen zusammen und würde ihm am liebsten mitten ins Wort fallen, doch ich versuchte mich noch zurückzuhalten, was bei Jason offenbar nicht der Fall war. "Ich habe gleich das wunderbarste Date allerzeiten, ohne menschliche Gesellschaft, einfach nur ich und meine Käsenachos." vorausgesetzt ich bekam sie bald. Ich verzichtete ungern auf sie, doch nach Streitereien mit arrogantesten Mann den ich kannte, hatte ich wirklich keine Lust.
Ich stützte mein Kinn auf meine verschränkten Hände und versuchte die Worte zu ignorieren die von meiner Rechten her kamen. Doch so ganz wollte das irgendwie nicht funktionieren. Ich sollte es besser wissen und nicht auf die Provokationen eingehen. Eigentlich wusste ich es auch besser, es änderte aber trotzdem nichts daran, dass mich Jasons Worte anstachelten. Ich hob das Kinn und antwortete ohne ihn anzusehen. "Dass ich eine Kleinigkeit trinke, hat nicht im geringsten etwas mit dir zutun. Andere Menschen haben noch so etwas wie eine Arbeit, was dir ja offenbar fremd ist." ich legte so viel abfälligkeit wie ich konnte in diese Worte. Er sollte sich ja nichts darauf einbilden, dass ich ganz zufällig etwas trank wenn er auftauchte. Doch um ehrlich zu sein, ging meine Schlagfertigkeit langsam ziemlich flöten, insofern sie je vorhanden war. Dass ich abends des öfteren etwas mehr trank, war schon seit ein paar Jahren mein kleines Problem. Seit ich Hogwarts verlassen hatte, hatte ich größtenteils alleine gelebt, da meine Eltern kurz zuvor verstorben waren. Ellie sagte mir immer wieder, es sei nicht gut für mich, dadurch zu entfliehen und es war auch schon durchaus besser geworden. Aber Gewohnheit blieb eben Gewohnheit. Deshalb verschwand der Rest der Flüssigkeit auch schon bald in meinen Körper.
Erneut versuchte ich nicht auf meinen unfreiwilligen Sitznachbarn zu achten und stierte stattdessen den Wirt böse an. Was musste ich tun um endlich diese verdammten Nachos zu bekommen?!
Jason
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Jason am 03.09.2017 20:50Normalerweise hätte ich mich von Junia und Ihresgleichen fern gehalten. Es war Zeitverschwendung sich mit solchen Leuten abzugeben und doch wollte ich einen Streit anzetteln. Durch meine arrogante Art gelang mir das meistens schon recht schnell. Mit der Hexe neben mir hatte ich sogar eine Vorgeschichte, weshalb ich wohl noch kürzer brauchen würde, als bei anderen, damit wir uns so richtig stritten. Ob Zauberstäbe zum Einsatz kommen würden wusste ich noch nicht, doch ich ließ mir die Möglichkeit mal offen. Eigentlich müsste man meinen, dass ich erwachsener und klüger handelte, jetzt, da ich mit der Schule fertig war, aber Fehlanzeige.
"Schon, aber könnte ja sein, dass ich mich hier mit jemanden treffe. Du hingegen...", ich machte eine lang gezogene Pause, während ich zusah, wie sie ihr Glas austrank. "... du wirkst einfach nur erbärmlich, so wie du den Alkohol runter kippst", merkte ich an und meine Lippen verzogen sich zu einem amüsierten Grinsen. Auf die Bemerkung, die die Frauen betraf, ging ich gar nicht erst ein. Sie musste selbst merken wie dämlich das klang. Selbstverständlich sah mich niemand als einen Loser, denn mir flog alles zu und das aus gutem Grund. Ich sah mich gerade in der Bar um, als ich die Worte Junias hörte.
"Musst du dir erst Mut antrinken, damit du mit mir reden kannst?", mein Blick wanderte wieder zu ihr und lachte leise. "Ich werde dich aber nicht nach Hause bringen, wenn du zu betrunken bist um grade zu stehen. Lieber lass ich dich in deiner eigenen Kotze verrotten", fügte ich noch äußerst galant hinzu. Ach, was war ich doch für ein Gentleman. Nicht. Hunger hatte ich gerade keinen mehr. Vermutlich würde ich nach dieser Auseinandersetzung bei mir im Anwesen richtig zuschlagen. Mein Hauself hatte dann wenigstens wieder was zu tun, so würde er nicht mehr faul rumsitzen müssen, hatte jeder was davon. Selbstlos wie immer.
Junia
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Junia am 03.09.2017 19:06Die Nachos ließen länger auf sich warten, als es mir beliebte. Ich hatte den Verdacht, der alte Zauberer ließ sich mit Absicht Zeit damit. Dafür stand schon wenige Sekunden später mein bestellter Feuerwhiskey vor mir. Klasse. Vor ewigen Jahren, so kam es mir zumindest vor, hatte man mich davor gewarnt nie auf leeren Magen etwas alkoholisches zu trinken. Ich, junge 16 oder so, hatte das nicht einmal hinterfragt, einfach immer eingehalten. Eigentlich ziemlich dämlich. Aber noch heute hielt ich mich komischerweise daran.
Zumindest bis zu diesem Abend. Als ich angesprochen wurde, glitt mein Blick zu meiner Rechten, wo sich ein Typ neben mir niedergelassen hatte. Ich war sowieso nicht allzu erpicht auf Gesellschaft gewesen, doch zu allem übel sah ich ausgerechnet in das Gesicht von Jason McMiller. Schon allein das veranlasste mich dazu den Feuerwhiskey jetzt schon herunterzukippen, komme was wolle, folgendes würde ich komplett nüchtern nicht ertragen können.
Auf seine Worte verdrehte ich die Augen. "Du bist ebenfalls alleine, falls dir das nicht aufgefallen ist. Haben die Londoner Frauen jetzt auch mitbekommen, was für ein Loser du bist?" fragte ich trocken und wandte den Blick ab. Stur sah ich auf das karge Speiseangebot, welches im grunde nur Nachos und irgendwelche Nussmischungen beinhaltete. Ungeduldig scharrte ich mit den Füßen. Ich würde die Nachos wohl doch mit zu mir nach Hause nehmen und sie in der chaotischen Atmosphäre genießen müssen. "Sir? Haben sie noch etwas Stärkeres als das hier?" fragte ich den Wirt und schwenkte mein leeres Glas hin und her.
Jason
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Jason am 03.09.2017 08:46Der Tag war nicht ganz so verlaufen wie ich ihn mir erwünscht hätte. Anderen würde das nicht viel ausmachen, doch ich war nunmal unfassbar stolz und es kränkte mein Ego, wenn man mich versetzte. Besonders geduldig war ich auch nicht, weshalb ich nach einer halben Stunde den Treffpunkt verließ und nicht gerade gut gelaunt eine Bar ansteuerte. Mein Leben war im Großen und Ganzen nicht wirklich schlecht. Nach meinem Abschluss in Hogwarts lebte ich in einem Anwesen, welches nicht gerade klein war. Meine Zeit verbrachte ich hauptsächlich damit mich mit schönen Frauen zu umgeben. An die Ehe verschwendete ich keinen einzigen Gedanken, da ich mich noch nie als Ehemann gesehen hatte. Lieber genoss ich die Vorzüge des ungebundenen Seins und kostete jede Minute voll aus. Man musste es eben ausnutzen, wenn einem die Frauenherzen schon seit der Schulzeit zuflogen. Schon in der ersten Klasse hatte ich gewusst was Mädchen wollen und so hatte ich immer das bekommen, was ich gerade wollte. Egal was mir andere nachsagten, ich achtete sehr auf den Blutstatus der Frauen. Ich gab mich nur mit Reinblütern ab, denn meiner Familie und mir war es wichtig die nächsten Generationen rein zu halten. Gut, ich hatte momentan sowieso nicht vor Kinder in die Welt zu setzen, und falls das doch mal vorkam würde ich sicher keinen Finger für das Balg krümmen. Kinder waren Frauensache und für mich würde es das immer bleiben.
Ich betrat also die Bar und sah mich kurz um. Na klasse, ein Schlammblut verpestete auch noch die Luft. Ich kannte sie aus der Schule. Junia Dunphee. Gryffindor. Eine von den Personen, die ich am wenigsten leiden konnte. Doch das beruhte auf Gegenseitigkeit, wie auch nicht, wenn ich in der Vergangenheit nicht gerade nett zu ihr gewesen war? Soweit ich wusste hatte sie gerade ihre Ausbildung zum Auror beendet.
"Schon Feierabend? Sieht irgendwie traurig aus wie du hier so alleine rumsitzt", fing ich auch schon an zu reden, während ich zu ihr an die Theke trat und mich einfach mal dreist neben sie setzte. Sie sah wirklich nicht begeistert aus und genau das brachte mich wieder in amüsierte Stimmung. Nichts ging doch jetzt über eine ordentliche Portion Feindschaft.
Junia
Gelöschter Benutzer
Re: Vergangenheitsplay » 16
von Junia am 03.09.2017 00:22
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Es war ein sehr, sehr, sehr langer Arbeitstag gewesen und viel zu nervenaufreibend für meinen Geschmack. Im Endeffekt war es ein totaler reinfall gewesen und die ganze Arbeit umsonst. Man hatte zu diesen Zeiten als Auror frustrierend wenig Erfolge zu feiern. Es war anders gesagt ganz anders als ich gedacht hatte. Naja, zumindest hatte ich noch alle Körperteile beisammen.
Ellie hatte sich gleich auf dem Weg nach Hause und zu Leon gemacht. Man, zu diesen Zeiten beneidete ich sie echt um ihren lieben Ehemann, von dem sie sich jetzt bestimmt gerade erstmal die Füße massieren lässt. Oder so... Ich wusste nicht, was man tat wenn man verheiratet war, aber ich für meinen Teil könnte eine Fußmassage jetzt gut gebrauchen.
Nach Hause wollte ich jetzt irgendwie noch nicht. Dean und ich hatten vermutlich eh nichts Essbares im Kühlschrank. Zumindest nichts mehr, als das Verfallsdatum nicht schon deutlich überschritten hatte. Erneut fragte ich mich, ob das in einer Ehe anders wäre oder ein typisches WG-Ding war.
Ich suchte die nächste Bar in der Winkelgasse auf die ich fand und setzte mich ächzend an den Tresen. "Hey...Hallo?" ich winkte einem unmotivierten Mann mittleren Alters zu, der dann ungebeistert nähertrat. "Einmal Nachos bitte mit Käse-...nein doch eher mit Salsasoße...Oh und einen Feuerwhiskey. Bitte." fügte ich nachdrücklich hinzu und seufzte leise, als er sich murrend umdrehte. Meinen Zauberstab, den ich immer noch wie gewohnt im Ärmel stecken hatte, verflocht ich in meinen Haaren zu einer Art Dutt. In der Schule hatte ich damit angefangen, als Langeweile im Unterricht aufkam und ab und zu tat ich das immer noch.
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