Zukunftsplay » 11
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Re: Zukunftsplay » 11
von Ilian am 04.09.2018 23:55Ich beobachtete verstohlen Idas Gesichtsausdruck, während sie das Foto in der Zeitung betrachtete. Die Ausdrücke, die ich erwartet hatte - Schuld oder wenigstens irgendetwas in der Richtung - tauchten nicht auf. Stattdessen schien sie eher ein wenig verwirrt zu sein, weshalb dieses Bild ein Problem für mich war.
Ich ließ zu, dass sie mein Gesicht in ihre Richtung drehte und lauschte ihren Worten, die mein Herz ein bisschen weich werden ließen. "Cody", wiederholte ich ausdruckslos und beobachtete, wie sich bei der Erwähnung des Namens ein Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete. Was mich nur noch mehr verwirrte. Sie wirkte auf den Fotos sehr vertraut mit diesem Typen, aber was für eine andere Erklärung als eine heimliche Beziehung gab es bitte, die sie so zum strahlen brachte?
Bei ihrer Erklärung weiteten sich meine Augen nur kurz, aber ich sagte vorerst nichts dazu. Ein plötzlich aufgetauchter Verwandter? Wie groß war die Wahrscheinlichkeit? Aber ich ignorierte meine Hintergedanken und kam stattdessen Idas Bitte nach, die auf ihre Worte folgte. Ich zog sie an mich und küsste sie sehnsüchtig, wie ich es schon bei meiner Ankunft hätte tun sollen, aber jetzt war mein Herz um einiges leichter. Sanft strich ich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und sah sie dann verwirrt an. "Weiß Matt davon?", fragte ich irritiert, bevor mir klar wurde dass ich die Frage auch selbst beantworten konnte. Matt hatte mir doch versucht gut zuzureden, dass zwischen diesem Typen und Ida unmöglich etwas laufen konnte, und wenn die beiden nicht grade versucht hatten dieses Geheimnis so lange wie möglich vor mir zu bewahren, wusste er es definitiv noch nicht. Vor allem, weil er vermutlcih sofort damit herausgeplatz wäre.

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Re: Zukunftsplay » 11
von Ida am 04.09.2018 23:24


Re: Zukunftsplay » 11
von Ilian am 04.09.2018 22:57Ich wusste selbst nicht was mit mir los war, als ich mich von Idas sanften Berührungen zurück zog. Es konnte einfach nicht sein, dass da plötzlich jemand anderes war mit dem sie ihre Zeit verbrachte, zumindest nicht wenn sie mich so begrüßte. Sie hatte mich noch nie belogen, warum also sollte sie jetzt damit anfangen?
Trotzdem brachte ich einen guten halben Meter Platz zwischen uns und zog den zerknüllten Zeitungsartikel hervor, auf dem noch wage die Bilder von ihr zu erkennen waren. Idas Gesicht war dennoch klar zu erkennen, und die Gestalt neben ihr versetzte mir schlagartig wieder einen Stich. Wortlos hielt ich ihr die Seite hin und starrte auf meine Hände. Ich wollte sie grade nicht ansehen weil ich Angst hatte vor dem, was womöglich kommen würde. "Ich wollte dir schreiben ... deswegen.", begann ich mit kratziger Stimme und räusperte mich leise. "Aber ich wusste nicht wie und da wir uns ja eh treffen wollten ... hab ich es gelassen."
Ich biss mir auf die Lippe und hob vorsichtig meinen Blick. Mit einem verzweifelten Ausdruck in den Augen sah ich sie an. "Verdammt, Ida. Es ... es sind erst ein paar Wochen, und ...-" Ich brach ab und schloss die Augen. Wir haben uns etwas versprochen. Die Worte lagen unausgesprochen im Raum, aber ich war mir sicher dass Ida trotzdem wusste, was ich meinte. Ich hatte erwartet dass eventuell Paparazzi Fotos auftauchen würden, wenn sie etwas bekannter würde. Aber icht hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell passierte und erst Recht nicht damit, dass ein fremder Kerl auf den Bildern mit ihr zu sehen war.

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Re: Zukunftsplay » 11
von Ida am 04.09.2018 16:14


Re: Zukunftsplay » 11
von Ilian am 04.09.2018 14:42Mit gemischten Gefühlen lief ich über den Dorfplatz in Hogsmeade zu der kleinen Wohnung, die seit diesem Sommer Ida gehörte. Es war kein Hogsmeade-Wochenende, weshalb ich mich nur heimlich in meiner Animagusgestalt über die Grenze geschlichen hatte, um sie besuchen zu können. Das war meine erste Verwandlung nach dem was Anfang der Sommerferien passiert war, weshalb es sich äußerst merkwürdig anfühlte wieder zu fliegen. Nur noch eine winzige Narbe auf meinem Bauch zeugte von dem Unfall, aber meine Flügel fühlten sich trotzdem sehr viel schwerer an als zu vor.
Das war allerdings nicht der Grund für meine innere Unruhe. Ich freute mich Ida zu sehen, weil wir uns für meinen Geschmack schon viel zu lange nicht gesehen hatten, aber da war diese kleine Stimme in meinem Hinterkopf, die auf die Zeitung hinwies, die in der Tasche meines Umhangs steckte. Irgendeine Muggelzeitschrift, die mir ein Mitschüler aus Slytherin gestern Morgen vor die Nase geknallt hatte. Darauf zu sehen waren Fotos von Ida, aber nicht die Art von Fotos, mit denen sie ihr Geld verdiente. Es waren offensichtlich Aufnahmen, die ohne ihr wissen gemacht wurden und die sie mit einem fremden Mann zeigten. Erst hatte ich mir eingeredet, dass es vielleicht nur Zufall war, dass sie sich zufällig getroffen hatten, aber dafür sahen die beiden auf dem Bild viel zu vertraut auf. Matt hatte mir auch eingeredet, dass ich mir keine Sorgen darüber machen musste, aber so sehr ich Ida auch vertrauen wollte und an unser Versprechen am Strand zurück dachte, so sehr verpasste mir das Bild aber auch jedes Mal einen Stich.
Ich räusperte mich leise, als ich vor ihrer Tür stand. Anklopfen brauchte ich nicht, weil ich einen eigenen Schlüssel zu ihrer Wohnung besaß. Mit leisen Schritten betrat ich den Raum und zwang mich zu einem Lächeln, als ich Ida auf der Fensterbank sitzen sah. "Hey", begrüßte ich sie, obwohl ich selbst bemerkte, dass mein Lächeln meine Augen nicht erreichte. Die Fragen brannten mir auf der Zunge, aber ich hielt den Mund. Ich wollte sie nicht sofort damit überfallen, wo wir uns doch das erste Mal seit Beginn des Schuljahres wieder sahen.

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Re: Zukunftsplay » 11
von Ida am 04.09.2018 13:50
Idlian ♥
Einige Tage in der Zukunft
- Idas Wohnung in Hogsmeade -
Es war erst ein paar Tage her, seitdem ich Cody kennengelernt hatte. Nachdem er sich dazu entschieden hatte zu bleiben, hatten wir jeden Tag miteinander verbracht, nach der Arbeit. Wir hatten viel geredet und irgendwann war es ganz einfach und vertraut. Wir waren uns in vielen Dingen so ähnlich, was es noch wundervoller machte.


Re: Zukunftsplay » 11
von Ida am 04.09.2018 00:33[beendet ♥]


Re: Zukunftsplay » 11
von Cody am 03.09.2018 01:18"Ich bin sechzehn.", erwiderte ich mit erhobenen Augenbrauen. Mir wurde schon oft gesagt, dass ich für mein Alter sehr viel reifer wirkte als andere Menschen in meinem Alter. Es würde mich nicht wundern, wenn Ida mich für älter gehalten hätte. Das taten alle irgendwie.
Idas Worte hörten sich vernünftig an. Eine Nacht darüber zu schlafen war wahrscheinlcih die beste Möglichkeit, die ich in so einer Situation hatte. Allerdings war ich mir auch sicher, dass ich in dieser Nacht vermutlich kein Auge zu tun würde. "Ja, vielleicht ist das erstmal das beste ...", murmelte ich und lächelte Ida verschwiegen an. Warum warf sie das nicht genauso sehr aus der Bahn wie mich? Hm, vielleicht weil sie wusste, dass Zuhause eine liebende Familie auf sie warten würde, egal wie sich diese merkwürdige Sache zwischen uns entpuppen würde.
Ich sah mich in ihrem Hotelzimmer um und sah dann zu Ida. Vielleicht gab es ja in irgendeinem Nebenzimmer noch ein Sofa oder irgendetwas bequemes, auf dem ich schlafen konnte. Allerdings sah ich keine weitere Tür außer der, die wahrscheinlich ins Badezimmer führte.
Langsam stand ich auf und ging wieder zu der kleinen Anrichte, auf der die Fotos lagen. Daneben stand eine kleine Topfpflanze, die vielleicht etwas Wasser vertragen könnte. "Darf ich?", fragte ich an Ida gewandt, wartete aber nicht auf ihre Antwort. Stattdessen hob ich den Topf hoch und stellte ihn mittig in den Raum, bevor ich die Hand darauf richtete und kurz die Augen schloss. Die Pflanze zog ganz von alleine ihre Blätter ein und schien wieder zurück in die Erde zu wachsen, während der Topf in die Länge zog. Keine zwei Sekunden später lag vor unseren Füßen eine kleine Luftmatratze. Mit einem vorsichtigen Grinsen schaute ich Ida an. "Du kriegst sie morgen wieder, versprochen."


Re: Zukunftsplay » 11
von Ida am 03.09.2018 00:34


Re: Zukunftsplay » 11
von Cody am 03.09.2018 00:05"Hmmm ...", grummelte ich demonstrativ und hob überrascht eine Augenbraue. "Ich bin mir ja nicht sicher ob dir das bewusst ist, aber ich bin immer noch minderjährig. Also wirklich ...", meinte ich und schüttelte gespielt entrüstet den Kopf, konnte mir ein Grinsen aber nicht vergleichen.
"Entschuldige, ich -..." Ich starrte weiterhin auf das Foto ihres Bruders, bevor ich mit zitternden Beinen ein paar Schritte auf ihr Bett zu machte und mich wackelig darauf setzte. Hörbar atmete ich aus. "Ich muss mich mal kurz hinsetzen und das ... naja, sacken lassen."
Je länger wir darüber redeten, desto realer schien das ganze zu werden. Das erdrückende Gefühl auf meiner Brust wurde mit jedem Atemzug stärker, weshalb ich auch kurz fürchtete den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ida und ihr Bruder könnten mit mir verwandt sein. Sie könnten meine Familie sein. Diese innere Unruhe in mir sorgte dafür, dass das Licht über uns anfing zu flackern und schließlich komplett erlosch. Verwundert hob ich den Blick. Das war mir schon lange nicht mehr passiert.
"Tut mir leid ...", murmelte ich, hob meine leicht zitternde Hand und ließ das Licht mit einer Handbewegung wieder aufleuchten. Eigentlich war die Entschuldigung auf das Licht bezogen, aber ich hätte mich genauso gut für mein momentanes Verhalten entschuldigen können. Das grade war so gar nicht Ich, wie ich mich nach außen hin zeigte; das hier war grade wie eine fünfjährige Version meiner selbst, die sich verzweifelt nach seinen Eltern und dem Rest seiner Familie sehnte. Die Möglichkeit war zum Greifen nah, aber es wurde mir grade doch alles zu viel. Ich hatte doch all die Jahre in dem Glauben gelebt, dass da draußen niemand war, zu dem ich gehörte, nur um jetzt zu erfahren, dass ich all die Jahre falsch lag. "Ja, ja du hast Recht.", flüsterte ich als Antwort auf ihre letzten Worten. "Glaube ich zumindest. Ich ... ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll", gab ich ehrlich zu und schüttelte ungläubig den Kopf. So viele Fragen kreisten in meinem Kopf.



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