Vergangenheitsplay 11
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Amanda
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Re: Vergangenheitsplay 11
from Amanda on 07/16/2017 01:26 AMWarum ließ ich mich überhaupt so von diesem arroganten Arsch provozieren?
Was hat der jetzt vor? Wenn der mich jetzt küsst, ist es mir egal wenn ich von der Schule flieg, dann mach ich ihn kalt!
Nein, er wollte mich nur weiter provozieren. Seine Aussagen ignorierte ich, wenn er so ein Spiel spielen will, bitte. Dann bin ich dabei.
Jetzt war er es der auf mich zukam. Ich hörte zu, was er zu sagen hatte, bevor ich emotionslos antwortete:
"Zu Punkt 1: Nervig trifft es eher, überschätz dich nicht. Und was Besseres zu tun würde ich allemal finden. Zu 2: Wenn du das meinst, was dein Blick angedeutet hat, dann nein, nicht in 100 Jahren. Und letztendlich: Es ist mir bewusst, dass es dir egal ist, aber wenn du keine guten Vorschläge machst, warum sollte ich? Das einzige interessante Wort das du bis jetzt von dir gegeben hast war 'Bier'. Und wenn du damit Butterbier meinst wäre ich sogar dabei." Wäre echt eine gute Ablenkung so ein kühles Butterbier...
Spike
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Re: Vergangenheitsplay 11
from Spike on 07/16/2017 05:50 PMAuf ihre Worte hin musste ihc wirklich Lachen. Sie war aber auch Goldig. Ihre Art war wirklich Herzerfrischend und ich musste zugeben, ich fand ihre Schlagfertigkeit sehr erheiternd.
"Du bist bist wirklich nicht auf den Mund gefallen, Hühnchen." meinte ich daher und grinste sie breit an.
"Aber du hast recht. wir sollten wirklich keine Zeit miteinander verbringen. Das wäre für uns beide nicht so gut." stimmte ich ihr zu wärhend mein Grinsen langsam wieder von meinem Gesicht verschwand
"Versteh das nicht falsch. Ich sag das keineswegs um dich zu schützen. Mir geht es hier einzig und allein nur um mich." Noch eimmal musterte ich sie kurz. Sie war wirklich nicht der Typ Mensch, mit dem ich mehr Zeit als nötig verbringen sollte. Wäre schlecht für meine Gesundheit. Mädchen wie sie bedeuten nur Stress.
"Ich kenne Mädchen wie dich." meine Schwester war von der gleichen Sorte.
"Du tust gegenüber deiner Umgebung so, als wärst du das reinste Prinzesschen. Als wenn es nichts gebe, was dir was kann.... Aber in Wahrheit gehörst du wahrscheinlich zu den kaputtesten Menschen, die hier herumlaufen. Hab ich nicht recht?" Sie brauchte gar nichts zu sagen. Ich wusste ohne hin schon, das ich recht hatte. Dank meiner Schwester hatte ich einen Blick für soetwas entwickelt.
"Ich weiß nicht, was es war was dich so hat werden Lassen. Und ich will ehrlich sein, ich will es auch gar nicht wissen. Alles was ich weiß ist, dass du für niemanden hier gut bist. Nicht mal für dich selbst. Und wenn ich mehr Zeit als nötig mit dir verbringe, ist es wahrscheinlich, dass ich anfangen werde dich zu mögen. Und das ist so ziemlich das Letzte was ich gebrauchen kann. Eine Kaputte reicht mir, hinter der ich aufräumen muss." Ja, ich war was das anging wohl ziemlich verquer und ich wusste das. Aber was soll ich sagen? Ich hatte nun einmal ein Herz für Außgestopene, Verrückte und Zerbrochenes.
Amanda
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Re: Vergangenheitsplay 11
from Amanda on 07/16/2017 06:08 PMMeine Antwort schien ihn zu amüsieren, was kam denn jetzt?
Ich hörte einfach nur zu, ohne ein Wort zu sagen, wäre im Moment echt besser so, glaube ich.
Auf den Mund gefallen? Nein, sicher nicht, ich sag nur meistens nichts...
Gut, auch er will nichts machen. Als er das sagte begann ich leicht zu grinsen, doch mein Grinsen verschwand schnell wieder, als er weiter redete...
Mädchen wie mich? Mit seiner Erklärung hatte er leider Recht...
Antworten würde ich auf seine Frage noch nicht, ich will zuerst wissen was er noch zu sagen hatte, bin ja mal gespannt.
Als er fertig war musste ich leicht lachen "Von kaputt sein redet der Richtige. Wenn du sowas ja gewohnt bist, musst du ja auch schon ziemlich hinüber sein nicht? Aber du hast eindeutig Recht, wir sollten keine Zeit miteinander verbringen, da weder du jemanden wie mich braucht, noch ich jemanden wie dich. Das Beste wäre, wenn wir einfach so tun würden, als gäbe es den anderen nicht, was sagst du? Du hast dann keine Probleme mit mir und ich hab meine Ruhe vor dir und bin weiterhin das liebe kleine Prinzesschen wie du es so schön gesagt hast. Achja, bevor ich es vergesse: Nachdem du ja, zumindest indirekt, jetzt mehr zugegeben hast, als du wahrscheinlich wolltest und mehr Annahmen über mich gemacht hast, als mir lieb ist, sollten wir einfach so tun, als hätte diese Konversation nie stattgefunden, was hällst du davon?"
Es wäre wirklich für uns beide von Vorteil, wenn er das Angebot annimmt, sonst müsste ich, wenn er irgendetwas verrät, die andere Kaputte ausfindig machen...
Bei dem Gedanken musste ich einfach schmunzeln, bin ja gespannt wofür er sich entscheidet.
Spike
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Re: Vergangenheitsplay 11
from Spike on 07/16/2017 09:30 PMErneut brachte sie mich zum Lachen. Und wenn man es so betrachtete, hatte sie durchaus recht. Vielleicht war in diesem Gespann der kaputteste von allen. Aber das konnte mir egal sein. So lange ich Dru an meiner Seite hatte, konnte mir alles andere einerlei sein
"Du bist ein ziemlich kluges Mädchen, Hühnchen. Mir tut der jenige jetzt schon leid, der deinen Zorn auf sich zieht." meinte ich ehrlich anerkennend. Ich konnte mir gut Vorstellen, das es nicht gut war, sie zum Feind zu haben.
"Aber ich kann dich beruhigen. Ich hab nicht vor hier herum zu rennen und die Illusion zu zerstören, die du dir aufgebaut hast. Das wird auch so irgendwann einmal passieren. Es gibt nun einmal nichts, was nicht eines Tages enden wird." in dem Punkt war ich ehrlich. Alles würde eines Tages vergehen, egal wie sehr wie uns daran festklammern würden. Das Leben war nun einma ein Mysterium, was stets und ständig dem Wandel unterlag. Und keine Magie der Welt konnte das verändern
"Also was mich angeht habe ich nie mit dir gesprochen. Ich kenne dich nicht und weiß von dir überhaupt nichts. Alles ist einfach so, wie es schon immer gewesen ist." Das war auch für mich die leichteste Lösung. Wenn Dru und sie aufeinandertreffen würden, sich vielleicht sogar zusammen schließen würden.... allein der Gedanke bereitete mir Kopfschmerzen. Ein Szenario das ihc mir wirklich nicht vorstellen wollte.
Amanda
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Re: Vergangenheitsplay 11
from Amanda on 07/16/2017 11:16 PMSeine Aussage schien aufrichtig und fast schon...nett. Er scheint genauso viel zu verstecken, nur ist er nicht nett, er macht einen auf fies und provokant, zumindest schien es so...
Er denkt wohl oft über das Thema Vergänglichkeit nach, so wie er gerade sprach, ich nickte nur zustimmend, es gab nichts was ich dazu sagen wollte.
"Gut, dann sind wir uns ja einig", kommentierte ich lächelnd seine letzte Aussage. Gute Entscheidung, für uns beide. Er war mir überlegen, zumindest bei einem verbalen oder offenen Konflikt, und auf einen Guerillakrieg hatte ich keine Lust. Ich hatte besseres zu tun im Moment als seinen Schwachpunkt zu suchen. Würde viel Kraft und Energie kosten und selbst dann wüsste ich nicht ob ich es schaffen würde diesen beziehungsweise sie stark genug zu treffen, dass er daran zu Grunde ginge...sonst müsste ich danach auch noch seinen Gegenschlag verkraften... Alles zu kompliziert... Aber egal jetzt, er hatte ja zugestimmt.
Ich nickte ihm noch einmal zu und sah ihm nach als er den Korridor entlang verschwand, was er machte war mir egal, aber besser als mit ihm zusammen nachzusitzen.
---->Thread frei
Finley
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Re: Vergangenheitsplay 11
from Finley on 07/28/2017 05:51 PMMit einem Blubbern und Zischen löste sich die Kopfschmerztablette im Wasserglas auf und färbte das Wasser weiss, bis von der Tablette selbst nichts mehr zu sehen und das Wasser leicht trübe geworden war.
Ich seufzte leise. Manche Menschen behaupteten doch tatsächlich nach Jahren Langzeitbeziehung, ihren Partner zu durchschauen, ihn in so gut wie allen Hinsichten zu verstehen, seine Beweggründe zu kennen. Manchmal, aber nur manchmal, konnte ich dieses gefühl tatsächlich nachvollziehen - doch an anderen Tagen war mir Abby mehr als nur fremd. Und ein solcher Tag war heute.
Abbygail war gestern Abend viel zu spät vom Feiern nach Hause gekommen, dafür, dass sie in einer verdammten Beziehung war. Wahrscheinlich hatte sie nicht mal mitbekommen, dass ich noch wach im Bett lag. Ich verstand leider immer noch nicht, warum Leute Alkohol brauchten, um glücklich zu sein, warum man sich freiwillig in einen vollgestopften, stickigen Raum begab. Warum man diese Kopfschmerzen am nächsten Tag auf sich nahm, nur um ein paar Stunden lang abzuschalten
Dafür gab es doch viel bessere Mittel...
Nein, ich verstand es wirklich nicht, und ob ich jemals tun würde, war fraglich.
Dennoch stand ich jetzt hier und warf eine dieser Anti-Kater-Tabletten der Muggel in ein Wasserglas und verstärkte diese zusätzlich mit einem Zauberspruch, und das alles nur für meine Freundin, die einfach nicht damit aufhören konnte, zu feiern. Tatsächlich war mein Argwohn darüber heute um einiges gedämpfter als an anderen Tagen. Ich war eher... enttäuscht. Ich liebte Abby über alles, keine Fragen, und ich wusste eigentlich auch genau, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhte, doch nach solch langen Partynächten konnte ich einfach nicht anders, als daran zu zweifeln.
Und heute waren diese Zweifel stärker als sonst. Ich glaube, jedes männliches Geschöpf dieser Welt griff nach jeder Gelegenheit, Zweifel zu sähen, wenn es... wenn es kurz davor stand, die Frage zu stellen.
Erneut verliess ein Seufzer meine Lippen, ehe ich aufstand, das Glas nahm und rüber in das Schlafzimmer lag. Einen Moment lang blieb ich in der Tür stehen, staunte aufs Neue, wie wunderschön Abbygail beim Schlafen aussah. Dann gab ich mir einen Ruck und ging die letzten paar Schritte bis zur Bettkante.
Auch wenn es mir schwer fiel, ihr bei dem Anblick böse zu sein, es musste nunmal sein. Ich konnte einfach nicht jedes Mal lächelnd darüber hinwegsehen.
"Aufstehen! Das war genug Schlaf für heute" Meine Stimme war nicht rücksichtsvoll leise und wahrscheinlich viel zu nahe an ihrem Ohr, aber das war mir egal.
Ich setzte mich neben sie und wartete geduldig darauf, dass sie sich aufrichtete. Dann streckte ich ihr das Glas entgegen.
"Trink aus. Dann reden wir darüber, warum es schon wieder so spät werden musste."
London
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Re: Vergangenheitsplay 11
from London on 07/28/2017 06:30 PMDie Nacht war mal wieder länger geworden, als ich es geplant hatte. Anstatt den Club um 12 zu verlassen, wie ich es ursprünglich geplant hatte, war ich erst irgendwann nach 2 Uhr aus dem Club verschwunden und war nach Hause disapparriert, wo ich mich dann eher schlecht als recht ins Bett geschlichen hatte.
Ich hatte schon bevor ich von zuhause zum Club aufgebrochen war, gewusst, dass ich ganz klar nicht rechtzeitig nach Hause schaffen würde, doch ehrlich gesagt war es mir herzlich egal gewesen. Meine beste Freundin hatte Geburtstag gehabt und da würde nun einmal gefeiert. Das war doch selbstverständlich.
Zumindest für die meisten Leute auf dieser Welt. Nicht aber für Finley. Warum auch immer, war er dem feiern sowas von abgeneigt. Kat, meine beste Freundin hatte mir gesagt, dass er ruhig mitkommen könnte, doch natürlich hatte er keine Lust dazu. Ich hätte mir die Frage also auch direkt schenken können. Also war ich halt ohne ihn in diesen Club gegangen. Und das obwohl ich mir jedes mal dezent dämlich vorkam, wenn meine Freundinnen mit ihrer Typen auf die Tanzfläche stürmten und ich allein an der Bar sitzen blieb und mir so fragen gefallen lassen konnte, wie wo denn mein Freund wäre. Meistens fauchte ich die Leute dann nur an, dass sie das nichts anginge. Danach hörten sie eigentlich immer auf zu fragen.
Doch manchmal wünschte ich mir auch, dass Finley mehr wie ich wäre. Das wir zusammen so etwas erleben könnten. Aber ich konnte und wollte ihn eigentlich nicht ändern. Denn sosehr er sich auch von mir Unterschied, sosehr brauchte ich ihn auch. Ohne ihn fühlte ich mich nämlich irgendwie nicht komplett. Egal, wie schnulzig das vielleicht klang, so war es nun einmal. Er war eben der Einzige, für den ich jemals etwas so starkes empfinden hatte. So etwas, wie echte Liebe.
Von der Liebe, war aber herzlich wenig zu bemerken, als er mich ziemlich unsanft weckte und mir ein Glas in die Hand drückte.
Schnell kippte ich den Inhalt des Glas hinunter, denn allein das aufrichten hatte eine Welle von Schmerz durch meinen Kopf gejagt und mir mal wieder klar gemacht, dass ich es übertrieben hatte.
Ich stellte das nun leere Glas auf den Beistelltisch und wandte mich nun meinem Freund zu. Dessen Gesicht war, nicht wie sonst, von diesem niedlichen Lächeln gezeichnet, dass ich so an ihm liebte, sondern wirkte fast schon versteinert.
Ich konnte ihm ansehen, dass er wahrscheinlich extrem enttäuscht von mir war, dazu musste ich nicht mal seinen Worten folgen.
Sofort machte sich bei mir dieser, mir immer im Weg stehende, Trotz in mir breit.
Schließlich war das hier mein Leben und ich war erwachsen, also konnte ich doch wohl frei darüber entscheiden, wann ich nach Hause kam.
Das ging ihn doch eigentlich nix an. Trotzig verschränkte ich die Arme.
"Ich wüsste nicht, was es da zu reden gibt.", machte ich ihm meinen Standpunkt klar.
Ich wusste, dass es eigentlich nicht fair von mir war ihn so anzumeckern, denn schließlich war ja wirklich ich diejenige, die Mist gebaut hatte.
Aber ich möchte es nun mal nicht, wenn man mir etwas vorschrieb.
Finley
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Re: Vergangenheitsplay 11
from Finley on 07/28/2017 11:19 PMIch blieb neben Abby sitzen, schaute sie jedoch nicht an. Aus dem Augenwinkel bekam ich mit, wie sie das Glas in einem einzigen Zug lehrte. Dies bestätigte meine Vermutung, dass sie nicht nur die Zeit vergessen, sondern auch erneut total übertrieben hatte.
Wie viele Typen hatten sie wohl angestarrt? Wie viele Drinks hatten sie ihr bezahlt? Mit wie vielen von ihnen hatte sie getanzt?
Eigentlich war dies ja nur ein Grund mehr dafür, ihr endlich diesen Ring an den Finger zu bringen, damit sie in Ruhe gelassen wurde - nur war ich gerade zu sehr aufgebracht, um diesen Gedanken Wirklichkeit werden sehen.
Ich schnaubte. Ich wüsste nicht, was es da zu reden gibt. Pah.
"Oh, nein stimmt, da gibt es wirklich nichts zu sagen, jetzt, wo du es sagst", meinte ich sarkastisch. "Gar nichts, nur vielleicht, dass sich manche Menschen Sorgen machen, wenn andere ganze zwei Stunden zu spät kommen, ohne irgendwie Bescheid zu sagen. Oder, dass zu viel Alkohol vielleicht ungesund sein könnte. Aber das ist doch alles kaum der Rede wert."
Ich stand auf, lief ein paar mal hin und her, kam dann aber zur Erkenntnis, dass es mich nur noch nervöser machte, liess es und blieb stehen, die Arme vor meiner Brust verschränkt.
Jetzt, da sie nicht mehr schlief, sah sie nicht mehr ganz so niedlich aus. Man sah ihr den Kater deutlich an. Dass sie dann immer noch derart übertreiben musste...
"Erinnerst du dich überhaupt noch an gestern?", keifte ich mit einer Mischung aus spöttisch, vorwurfsvoll und aufgebracht.
Ich ging zum Fenster und riss die Vorhänge ruckartig auf. Frrühmorgendliches Sonnenlich durchströmte das Zimmer. Dass Abbygail mit ihrem Kater davon nicht sehr erfreut sein würde, war mir voll und ganz bewusst.
Eigentlich war mir ja bewusst, dass diese Diskussion abermals nichts bringen würde, denn es war nicht das erste Mal, dass wir sie führten. Und bisher hatte es rein gar nichts gebracht. Wenn wir beide eine grosse Gemeinsamkeit hatten, dann war es Sturheit. Dennoch war es keine Option, jetzt einfach zu lächeln und darüber hinwegzusehen und Nein, ist doch kein Problem, dass du mich so lange Sorgen machen liessest zu sagen. Oh nein. Dafür war sie mit dem falschen Kerl zusammen.
"Irgendwann wird jemand deinen zugedröhnten Zustand noch ausnutzen, und ich will wirklich nicht, dass dir etwas passiert", sagte ich, nun wieder in einem ein wenig ruhigeren Ton. Selbst wenn man als Zauberer oder Hexe schnell disapparieren konnte, wie schnell ging das, wenn man die Welt um sich herum nicht mehr richtig wahrnahm?
Momentan waren nicht gerade die besten Tage, um unachtsam zu sein. Wer wusste schon, wer das nächste Opfer des Unnennbaren wurde.
London
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Re: Vergangenheitsplay 11
from London on 07/29/2017 05:02 PMMit verzogenem Gesicht hörte ich mir seine Standpauke an.
Er erinnerte mich in solchen Momenten immer stark an meine Mutter. Die hatte es auch geliebt mir immer wieder irgendwelche dämliche Vorschriften zu machen. Und sie hatte wirklich streng darauf bestanden, dass ich sie auch einhielt. Natürlich hatte mich das damals nur noch trotziger gemacht und ich hatte erst recht gegen all ihre Regeln verstoßen. Das war auch der Grund gewesen, weshalb die Beziehung zwischen mir und meiner Mum nie ganz... naja einfach gewesen war. Und auch der Grund, warum ich ziemlich früh ausgezogen war.
Ich hatte gehofft endlich selbst bestimmen zu können, wenn ich nicht mehr bei ihr lebte, doch dem war wohl nicht so. Jetzt hatte ich ja Finley, der darauf achtete, dass ich auch bloß pünktlich zuhause war. Ich unterdrückte den Reiz die Augen zu verdrehen.
Eigentlich hatte ich nämlich überhaupt keine Lust auf Streit am Morgen. Doch um wieder Harmonie zwischen uns zu erzeugen, mussten wir das wohl erst ausdiskutieren.
In diesem Punkt fand ich das erwachsenen alter echt anstrengend. Immer musste ich mit ihm diskutieren. Über unsere Einkäufe, unsere Arbeit, eben über alles. Es war so viel einfacher gewesen, als wir noch in Hogwarts gelebt hatten.
Seufzend wandte ich mich ihm zu. Die trotzige Seite an mir hätte am liebsten weiter so getan, als wäre nichts, aber die andere wolllte sich wieder mit Finley vertragen, also redete ich etwas ruhiger.
"Es tut mir leid, dass du dir Sorgen machen musstest. Das war nicht meine Absicht. Aber du weißt ja, wie Kat sein kann. Die lässt einen dann einfach nicht gehen.", versuchte ich mich zu entschuldigen.
Ich war mir fast sicher, dass ich mir jetzt gleich einen Kommentar über meine beste Freundin anhören durfte. Finley hatte sie schon in Hogwarts nicht gemocht und sogar jetzt verstanden sie sich nicht gerade blendend.
Als er mir dann aber vorwarf, dass ich mich bestimmt an nichts mehr erinnern konnte, würde ich wieder wütend. Ich wusste ganz genau, wie viel ich trinken durfte und ich versuchte stets diese Grenze nicht zu überschreiten. Es war wirklich super, wie wenig er mir zutraute...
"Natürlich kann ich mich erinnern!", stieß ich hervor und zuckte dann kurz zusammen, als er du Vorhänge Aufriss und die Sonnenstrahlen mich blendeten.
Doch noch bevor ich mich richtig hinein steigern konnte, würde Finley wieder ruhiger und Sorge sprach aus seiner Stimme.
Ich fand es ja wirklich süß von ihm, dass er sich so um mich sorgte und das sprach ja auch für ihn, doch ich war erwachsen. Ich konnte gut auf mich selbst aufpassen.
"Das wird nicht passieren!", versicherte ich ihm und richtete mich dabei so auf, dass ich mich auf die Bettkante setEn konnte.
"Ich kann auf mich selber aufpassen!"
Um meine Worte zu unterstreichen, stand ich nun auch auf und griff nach der Strickjacke, die am Bettende gelegen hatte.
Ich wickelte mich in ihr ein und blickte dann wieder meinen Freund an.
Finley
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Re: Vergangenheitsplay 11
from Finley on 07/29/2017 06:49 PMIch schnaubte. Glaubte sie ernsthaft, sie könnte sich mit Kat rausreden?
Abby und ich waren ja das perfekte Beispiel dafür, dass Gegensätze sich anzogen, doch bei ihr und kat war das anders. Die Beiden waren sich einfach viel zu ähnlich. Das war ja bei ruhigeren Charakteren auch kein Problem, aber bei Kat und Abby...
Ich wartete immer noch darauf, dass die Bombe zwischen den beiden Freundinnen hochging.
Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Freundschaft mit unserer gemeinsamen Hogwarts-Zeit aufhörte, aber leider war das nicht eingetroffen.
Jedoch verkniff ich mir diesmal einen Kommentar zu Kat. Sie kannte meine Meinung zu ihr und an meiner Miene sollte sie erkennen, was ich dachte. Ich mochte diese Freundschaft nicht, doch sie war ihr Ding. ich verlangte auch nicht, dass sie all meine Freunde mochte. Wenn sie dadurch glücklich wurde...
"Abby, du bist eine verdammte Hexe. Einmal hierher zu apparieren und Bescheid zu sagen kann doch nicht so schwer sein, das sollte sogar Kat einsehen..."
Wobei... es hatte seine Gründe, warum Kat noch nie eine wirklich ernsthafte Beziehung gehabt hatte.
Ausserdem fand ich meine Aussage immer fragwürdiger, je länger ich darüber nachdachte. Wenn sie kurz hier gewesen wäre, um Bescheid zu sagen, hätte ich sie sicherlich nicht mehr so schnell gehen lassen.
"Oh, tut mir leid, dass ich das hinterfragt habe", entgegnete ich ebenso trotzig wie sie. Einige Stunden länger in der Nähe von Alkohol hiess einige Gläser mehr und einige Gläser zu viel. Wobei, wahrscheinlich wäre sie nicht so ring nach Hause gekommen, wenn sie tatsächlich so viel getrunken hätte.
Eine Sorgenfalte zierte meine Stirn. "Da wäre ich mir nicht so sicher. Du-weisst-schon wer wird immer mächtiger... Ich will dich nicht wegen Unachtsamkeit beerdigen müssen. Oder, noch schlimmer, dich mit dem Imperius-Fluch belegt sehen." Ich schauderte schon nur von der Vorstellung.
Ja, gut, es mochte sein, dass ich mir zu viele Sorgen machte, doch durch meinen Job bekam ich die schrecklichen Ereignisse dieser Zeit nunmal hautnah mit. Schon zahlreiche Muggel mussten zahlreiche für sie rätselhafte Tode vergessen.
In der Annahme, dass sie mir folgen würde, ging ich aus dem Raum und in die Küche. Nicht, dass ich weglaufen wollte - ich hatte einfach Hunger, und sie wahrscheinlich auch. Ausserdem hielt ich es nie lange aus, nichts zu tun, während ich streitete.
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