Vergangenheitsplay 11
First Page | « | 1 ... 9 | 10 | 11 | 12 | 13 ... 20 | » | Last
[ Go to bottom | Go to latest post | Subscribe to this topic | Oldest posts first ]
Finley
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from Finley on 09/11/2017 08:10 PMEs fühlte sich immer mehr danach an, als ob wir tatsächlich ein paar Jahre in die Vergangenheit gereist wären und tatsächlich wieder direkt neben der alten Schule sässen.
"Oh ja. Hausaufgaben gibt es immer zu viel..."
Ich war damit immer vor ihr fertig gewesen, da ich zumindest in diesem Punkt strikter war als sie. Ab dem letzten Jahr hatte ich ihr dabei geholfen. Ab dem Zeitpunkt hatten wir sowieso fast alles zusammen gemacht.
Inzwischen war das ja wieder anders... wir hatten ja kaum mehr Zeit füreinander...
Ich schweifte schon wieder ab. Bei Merlin, für solche Gedanken war die Stimmung weit zu schön!
Ich legte meinen Kopf schief. "Nein, Verwandlung ging eigentlich ganz gut. Ich hatte viel mehr Probleme mit dem Aufsatz für Zaubertränke. Slughorn war mal wieder nett und hat unsere Freizeit elegant ignoriert..."
Was waren das für Zeiten gewesen, als Hausaufgaben die wichtigsten Sorgen gewesen waren. Wie ich gerade diese Zeiten vermisste...
Ich holte ein zweites Himbeertörtchen hervor und biss hinein. Erneut genoss ich den süssen Geschmack, ehe ich weitersprach.
"Hast du schon gehört, dass der Sucher von Ravenclaw für das Spiel gegen uns übermorgen ausfallen soll? Der ist schon seit Tagen nicht im Unterricht... Ich meine, es würde uns doch nicht schaden." Ich schaute lächelnd in den blauen Himmel. "Nicht, dass wir es nötig hätten... gegen Ravenclaw..."
Tatsächlich hatte ich für einen Moment vergessen, was ich heute noch vorhatte, doch jetzt fiel es mir wieder ein. Ich hoffte nur, dass Betty die Eule nicht zu früh auftauchte. Zumindest noch nicht jetzt. So schnell wollte ich gerade nicht unterbrochen werden.
London
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from London on 09/10/2017 05:39 PMDie Törtchen schmeckten fabelhaft.
Süß, fruchtig und genauso, wie damals in Hogwarts.
Schneller als ich dachte, hatte ich meins geradezu weggeputzt. Aber es hatte auch viel zu fabelhaft geschmeckt.
"Genial!", lächelte ich und lehnte mich zurück.
Als Finley etwas von alten Zeiten sagte, musste auch ich wieder an Hogwarts denken.
Und genau wie er auch an unsere Rituale.
Wie oft hatten wir damals da geseßen und uns über Lehrer beschwert.
Ich erinnerte mich noch ganz genau an einen nachmittag, an dem wir wieder am See geseßen haten und ich mich über McGonnagals Note beschwert hatte.
Ich hatte eine ziemlich miese Note gehabt und Cat, mit der ich damals immer gelernt hatte, hatte ein O gehabt.
Ich hatte mich gefühlt zwei Stunden bei Finley darüber beschwert, nur um dann am Ende doch wieder darüber zu lachen.
Ich kicherte leicht mädchenhaft, als er mich fragte, wie es mir denn ginge.
Es erinnerte mich sosehr an Hogwarts, dass ich mich hinreissen ließ tatsächlich so zu antworten, wie früher.
"Eigentlich ganz gut, wären da nicht die ganzen Hausaufgaben und so.", lachte ich.
"Und wie geht es dir so? Hattest du auch so viele Probleme mit den Hausaufgaben in Verwandlung?"
Finley
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from Finley on 09/07/2017 12:46 PMDas Hogwarts-Gefühl wurde noch stärker, als ich in das Törtchen biss und der süsse Geschmack sich in meinem Mund ausbreitete.
Als die Hauselfen in Hogwarts uns die Dinger das allererste Mal angedreht hatten, war ich nicht mal so sehr begeistert davon gewesen. Zu süss. Zu viel Himbeere...
Erst mit der Zeit hatte ich sie lieben gelernt. Inzwischen gehörten sie einfach dazu. so viele positive Erinnerungen waren damit verbunden.
Für einen Moment vergass ich tatsächlich, dass wir auf unserer kleinen Lichtung waren und nicht am Rande des verbotenen Waldes.
"Ja... die guten alten Zeiten...", meinte ich gedankenverloren, immer noch in meinen Erinnerungen an unsere Schulzeit schwelgend.
Wir hätten beide Lehrer werden sollen. Dann wären wir immer noch irgendwie in den Mauern des Schlosses.
Wobei, wir beide waren eigentlich zufrieden mit unseren Anstellungen... das war ja auch nur ein Gedanke.
Eine Weile lang hatte ich träumerisch einen unbestimmten Punkt in der Ferne angeschaut, nun richtete ich meine Aufmerksamkeit wieder auf Abby.
"Eigentlich", begann ich warm lächelnd, "eigentlich müsste ich dich jetzt fragen, wie es dir so geht. Und dann lästern wir über... nun ja, Mitschüler. Oder Lehrer oder Hausaufgaben. Ganz nach der Tradition."
Denn das war damals immer ein gutes Einstiegsthema gewesen. Meist, weil wir anfangs noch diese Verlegenheit zwischen uns gehabt hatten. Damals, als wir noch nicht wussten, wie wir miteinander sprechen sollten.
"Also, ähm, wie geht es dir so?"
London
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from London on 09/05/2017 12:14 PMFinley schien noch einen Moment lang seinen Gedanken nachzuhängen, doch dann schien er das Thema beenden zu wollen.
Er musste sich zwar meiner Meinung nach nicht für sein Verhalten entschuldigen, aber das er es tat, war meiner Meinung nach ziemlich lieb von ihm.
Ich wollte ihm das auch erst sagen, doch dann entschied ich mich dagegen. das Thema war jetzt beendet und die Schwermütigkeit hoffentlich auch.
Denn schließlich war ich hierhergekommen um mal wieder an etwas anderes zu denken, als nur an solche negativen Gedanken. Und Finley sollte das auch ganz dringend. Einfach mal den Kopf abschalten tat ihm bestimmt gut.
Vielleicht sollte ich ihn einfach zwingen mit mir zu kommen, wenn ich das nächste mal unter Leute ging. dann würde er auch mal an etwas andere denken.
Etwas zu essen war ein guter Vorschlag. Immerhin warteten in diesem Korb noch ein paar leckere Törtchen auf uns.
Über die Vorfreude auf das Essen, übersah ich aber komplett, dass Finleys Lächeln nicht wirklich echt aussah. Es erreichte seine Augen nicht. Ein Zeichen, dass er es nur aufsetze.
Doch sobald wir die kleinen Meisterwerke endlich in den Händen hielten, schien auch Finley wieder ganz unbeschwert.
SEine Miene hatte sich aufgehellt und ich konnte sogar ein Lächelns erekennen.
"Auf die Hogwartszeiten!", stimmte ich lachend mit ein und stieß mit meinen Törtchen an.
Das Ganze war so unglaublich unbeschwert in diesem Moment, dass ich mich für einen Moment wirklich zurück in Hogwarts fühlte.
Es hätte mich kaum gewundert, wenn ich jetzt Professor Dumbledoor oder Professor McGonnagal hier vorbeigehen sehen würde.
Finley
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from Finley on 09/02/2017 06:55 PM(Alles gut <3)
Oh Gott. Ich war mir sicher, dass sie mich nur aufmuntern wollte, aber sie machte es nur noch schlimmer. Jetzt fühlte ich mich noch schlechter. Jetzt, wo ich sah, wie augebracht sie war.
Nein, Abby. Hier kann uns nichts und niemand trennen. Aber wir werden wohl nicht gemeinsam in den Tod gehen.
Aber ich hatte die Stimmung schon genug kaputt. Dieser Gedanke würde es nur noch schlimmer machen, als es schon war. Also schwieg ich eisern und schaute von ihr weg.
Ich schwieg eine Weile lang, dann schluckte ich.
"Du hast Recht. Tut mir leid, dass ich die Stimmung verdorben habe." Ich sah kurz zu ihr, schaute einen Moment lang ruhig in ihre wunderschönen braunen Augen. Dann drehte ich mich von ihr weg und dem Korb zu.
"Lass es uns... doch einfach vergessen und etwas essen", meinte ich und bemühte mich einer nach mehr Heiterkeit klingenden Stimme, während ich die Himbeertörtchen aus dem Korb herausholte und sie anlächelte.
Meine gerade aufgekommenen Schuldgefühle, sie aufgebracht zu haben, waren zwar immer noch nicht weg, sodass dieses Lächeln wahrscheinlich ein ganz klein wenig halbherzig rüberkam... aber was solls. Besser als nichts.
Aber bald müssten diese Schuldgefühle definitiv verschwunden sein. In dieser Stimmung wollte ich nicht...
Ich reichte ihr eines der Törtchen und irgendwie verbesserte das automatisch meine Laune.
Ja echt. Dieses Bild erinnerte mich einfach zu sehr an Hogwarts. Und Hogwarts bedeutete Unbeschwertheit. Keine richtige Sorgen. Keine Ahnung vom richtigen Leben. Mehr Zeit. Himbeertötchen und Zitronenlimonade. Und natürlich Abby.
Es mochte ja komisch sein, aber gerade das half mir enorm, die Sorgen und Probleme dieser Welt, die auf unseren Schultern lasteten, abzuschalten und wenigstens für einen Tag lang schlichtwegs die Zeit mit meiner Freundin auf unserem Platz zu verbringen.
Mein Lächeln wurde wieder entspannter. Irgendwo im Wald sang ein Vogel sein Lied und untermalte diesen Moment ziemlich gut.
"Auf die guten, alten Hogwarts-Zeiten", sagte ich in einem feierlichen Ton und hob das Törtchen, als ob es ein Glas Wein zum Anstossen wäre.
London
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from London on 09/02/2017 12:15 PM(Es tut nur so leid! Ich habe übersehen, dass du schon geantwortet hast!)
Anscheinend war er mit den Gedanken wirklich ganz woanders gewesen. Bei weniger positiven Sachen.
Ich fragte mich, wie er bei einer so herrlichen Stimmung und einer so schönen Umgebung auf so negative Gedanken kam.
Ich hatte seit wir hier sind nicht einen einzigen Gedanken an die Arbeit oder an noch weit deprimierendere Dinge gedacht.
Aber Finley offenbar schon. Ich wusste nicht, wieso er darüber nachdachte, dass wir irgendwann getrennt sein würden.
Das würde nicht passieren. Niemals!
Wenn meine Freunde und meine Eltern uns nicht trennen konnten, dann wusste ich nicht, wer es könnte.
"Warum denkst du denn an sowas? Das wird niemals passieren!", versuchte ich irgendwie meine Gedanken zum Ausdruck zu bringen.
Ich hätte auch schon mal darüber nachgedacht, was alles passieren konnte, aber doch nicht jetzt.
Jetzt war ein Moment zum glücklich sein. Wir hatten beide frei, wir hatten nach Ewigkeiten mal wieder frei und er sorgte sich.
Er bräuchte sich nicht zu sorgen, aber es hörte sich so an, als würde er diesen Gedanken nicht das erste mal haben.
Es schien eher, als würde er andauernd darüber nachdenken.
Vielleicht war das der Grund, warum er immer so wütend reagierte, wenn ich mal wieder zu spät kam.
Als sich seine Miene nicht wirklich aufhellte, legte ich meine Hand auf seine Schulter.
"Vertrau mir Finley! Uns wird nichts trennen, nichts auf der Welt.", sagte ich sanft.
Ich wollte nicht, dass er noch länger so traurig blieb.
Er sollte wieder Lächeln und mit mir die Törtchen genießen.
Das war alles, was ich mir in diesem Moment wünschte.
Finley
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from Finley on 08/28/2017 08:36 PMIch konnte mich noch genau an das erste Mal Ich liebe dich erinnern. Das erste Mal an Abby gerichtet - und dazu auch das erste Mal überhaupt. Schon seit Liebe in meinen Augen nicht mehr total doof war, hatte ich eigentlich nur Augen für Abby gehabt, und Gott sei Dank hatte dies auf Gegenseitigkeit beruht, so lange es auch gebraucht haben mochte, bis wir uns das eingestanden hatten.
Als sie es als Erste gesagt hatte, war es so total unerwartet gekommen, sodass ich rgelrecht schockiert gewesen war; ich hatte sie nie gefragt, aber wahrscheinlich war sie kurz davor gewesen, enttäuscht wegzulaufen, weil ich so lange einfach gar nichts erwidert hatte.
Irgendwann hatte ich es aus dieser Schockstarre rausgekommen, hatte es erwidert und damit die volle und ganze Wahrheit ausgesprochen.
Inzwischen war es irgendwie normal geworden, es entsprach immer noch der Wahrheit, aber es war nicht minder herzerwärmend und stärkend geworden.
Auch wenn ich sie nicht direkt und nur aus dem Augenwinkel heraus ansah, wusste ich, dass sie misstrauisch war, und das war gar nicht gut.
Wenn sie fragen würde, warum ich gerade kurz abwesend gewesen war, würde ich keine genug überzeugende Antwort bereit haben, und dann bekam sie erst recht das Gefühl, dass ich ihr etwas verheimlichte...
Und... nein, einen Streit konnte ich jetzt ganz und gar nicht gebrauchen. Nicht schon wieder.
Also musste ich jetzt noch etwas besseres hinzufügen, dass sie hoffentlich ablenkte und auf andere Gedanken brachte.
Und dafür musste ich die friedliche Stimmung zumindest vorüber zerstören. Verdammt.
Ich schluckte. dann drehte ich mich wieder zu ihr und beugte mich etwas mehr zu ihr-
"So riskant das für unsere Arbeiten auch sein mag, wir sollten uns öfters um einen freien Tag prügeln", wisperte ich. "Ich... habe so Angst, dass der heutige der letzte sein könnte. Falls wir irgendwann... getrennt werden sollten, dann braucht es doch noch möglichst viele gute Erinnerungen..."
Und damit waren wir jetzt offiziell bei den dunklen Tagen, die momentan herrschten, zurück. So oder so fühlte ich mich deswegen richtig mies.
Aber es war immer noch besser als wütend, wenn sie besorgt war.
London
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from London on 08/26/2017 03:35 PMIch konnte sehen, dass auch Finley es genoss wieder hier zu sein. Ich sah es in seinen Augen. Er wirkte entspannt, was bei ihm nicht oft vorkam. Vor allem in letzter Zeit wirkte er immer gestresst, was an seinem job lag. Jetzt aber war dieser ständige ausdruck von anspannung einem dieser liebevollen Blicke gewichen, die ich so liebte.
Ich merkte, dass er mich ansah und asl ich mich dann lächelnd zu ihm drehte, konnte ich mir wieder die drei magischen Wörter anhören.
"Ich dich auch.", lächlte ich und liess zu, dass er mir eine dieser nervigen Haarsträhnen aus dem Gesicht strich.
Früher waren mir diese drei Worte irgendwie immer schwer gefallen. Ich hatte sie immer als eine Art heiligtum angesehen. Etwas, das man nur sagen darf, wenn man es auch wirklich so meint, weil es alles verändert. Ich liebe dich zusagen, war etwas ganz anderes als ein ich hab dich lieb! Es hatte soviel mehr bedeutung.
Als ich es das erste mal zu Finley gesagt hatte, war ich erst etwas überrascht gewesen, weil ich es nicht wirklich geplant hatte. aber ich hatte tief in mir gespürt, dass es die Wahrheit war.
Mittlerweile war ich es so gewohnt es zu ihm zusagen, dass ich mir vorher keine Gedanken mehr machte. Es war eben so. Ich liebte ihn.
Doch als ich ihm antwortete, veränderte sich sein Gesichtsausdruck wieder.
Er schien wieder über irgendetwas nachzudenken, wollte es aber offensichtlich nicht mit mir teilen, denn bevor ich nachfragen konnte, was los war, fing er schon weider an zu reden.
Das was er sagte klang ein wenig lasch, sodass ich direkt wusste, dass es nicht das war, orüber er nachgedacht hatte. Aber, wenn es etwas wichtiges wäre, dann würde er mir das schon mitteilen.
"Ich weiss es nicht", antwortete ich.
Finley
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from Finley on 08/23/2017 08:21 PMAbbys Blick hatte schon fast etwas andächtiges. Sie war wohl wirklich viel zu lange nicht hier draussen gewesen.
Dabei war es für uns doch so einfach - wir konnten einfach apparieren und mussten nicht erst durch den Wald laufen, um hierher zu gleangen. Eigentlich sollte es ja kein Problem sein, wenigstens für ein Paar Minuten hierher zu kommen...
Na ja, anderseits... wenn, dann richtig. Eine Viertelstunde war dann auch nicht das Gleiche - da konnte man ja nicht mal richtig vom Stress des momentan harten Alltags abschalten.
Ich folgte meiner Freundin in den Schatten und wartete, bis sie die Decke ausgebreitet hatte, ehe ich mich neben sie setzte und sie liebevoll betrachtete.
Das war einfach Abbygail. Einerseits die Königin jeder Party, hitzköpfig, lebensfroh und übermütig, andererseits eine der naturfreundlichsten, nachdenklichsten und hilfsbereitesten Menschen, die ich je kennen gelernt hatte.
Auch wenn ich irgendwie alles an ihr liebte, musste ich wohl kaum erwähnen, welcher dieser Seiten ich mehr mochte.
Das dunkle Braun von Abbys Augen war nun wieder auf mich gerichtet. Ich lächelte.
"Ich auch." Ich legte mich ebenfalls hin, ohne wirklich den Blick von ihr abzuwenden. "Und, ich liebe dich."
Ich strich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht und betrachtete weiterhin die wunderschönen, mir nur zu bekannten Gesichtszüge vor mir.
Ich glaubte, wenn ich Abby verlieren würde, würde ich es nicht verkraften.
Die Zeiten, bevor sie einen Grossteil meiner Gedanken eingenommen hatte, verblassten langsam, aber sicher - nein echt, es war kaum noch vorzustellen dass es jemals noch eine Zeit davor gegeben hatte.
Und ich war mir auch ziemlich sicher, dass sie die Eine war. Die Liebe meines Lebens. Ich wollte so gerne den Rest meines Lebens mit ihr verbringen - und hatte dennoch immer noch Angst, dass sie das nicht wollte.
Ich meine, wieso sollte sie? Oder, wieso sollte sie nicht? Nein. Wieso sollte sie?
Unbewusst hatte ich meinen Blick abgewendet, was wohl ganz schlau war, sie sollte sich nicht zu viele Sorgen machen.
Eigentlich sollte ich jetzt irgendwas sagen, dass sie sich wirklich keine Sorgen machte.
"Wieso haben wir nur so wenig Zeit für solches..."
Naja, ich hatte sowas schon besser gemacht. Wirklich.
Aber Hauptsache, ich hatte etwas gesagt.
London
Deleted user
Re: Vergangenheitsplay 11
from London on 08/20/2017 08:31 PMAls wir endlich aus der Wohnung rausapparierten, war ich schon voller Vorfreude.
In meinem Kopf hatte sich das Bild des grünen Grases und des blauen Himmels schon breit gemacht und ich wollte nun endlich das Gras unter meinen Füßen spüren können.
Endlich erreichten wir die Lichtung und ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen.
Die Bäume am Rande der Lichtung trugen ihre grünen Blätter stolz und spendeten so etwas Schatten. Das Gras war ein wenig wild, aber in einem so herrlichen Grün, das es gar wie gemalt wirkte. Der Himmel war blau, es war still und nicht zu warm.
Kurzum es war einfach perfekt.
Ich war so damit beschäftigt meinen Blick über dieses kleine Plätzchen schweifen zu lassen, dass ich Finley's Frage kaum mitbekam.
Leicht verwundert blickte ich zu ihm, bevor mein Kopf endlich realisierte, was er gerade eben gesagt hatte.
"Du hast Recht! Meine Erinnerungen werden diesem Platz gar nicht gerecht.", antwortete ich lächelnd.
Schnell schlüpfte ich aus meinen Schuhen und schnappte mir die Decke, die wir dabei hatten, und breitete diese im weichen Gras aus.
Ich wählte einen Platz Nähe am Waldrand, damit wir ein wenig Schatten hatten und stellte den Korb daneben.
Dann legte ich mich auf die Decke und schloss kurz die Augen.
Vogelrufe waren das einzige, was ich hören konnte und es war so unglaublich beruhigend hier zu liegen.
Doch ich schlug meine Sugen schnell wieder auf und blickte in den Himmel über mir.
Ein herrliches Meer aus blau gestört von ein paar weißen flecken. Es war wirklich wunderschön.
Ich richtete meinen Blick auf Finley, der sich auch neben mich gesetzt hatte.
Er ergänzte das Bild der Lichtung perfekt. Auch er war wunderschön.
Wieder musste ich Lächeln.
"Ich liebe es hier!", sagte ich, den Blick immer noch auf meinen Freund gerichtet.
Ich wünschte mir sogar, wir könnten für immer hier bleiben. Es wäre so schön einfach jeden Tag hier zu sitzen und in den Himmel zu blicken.
Vielleicht könnte man sich ja ein Haus hier bauen. Es war schließlich nicht weit von der Stadt entfernt.
Aber diese Gedanken waren wohl etwas unrealistisch.
Allein wegen unseren Jons war das ungünstig. Die Nähe, die unsere momentane Wohnung bot, war eben zu praktisch.
Reply