Madam Puddifoot's

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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Jericho am 01.11.2017 18:17

Sie nickte, wenigstens etwas, nur sollte ich morgen früh echt nicht auf das Frühstück vergessen, zweimal in Folge, das wäre nicht akzeptabel. Dass sie dann meine Ausrede sofort durchschaute, sollte auch klar gewesen sein, etwas anderes erwartete ich nicht von ihr. „Okay, dann überschätzte ich euer Verhältnis etwas und ja, das war wirklich eine lahme Ausrede.", meinte ich nur und zuckte mit den Schultern, was sollte ich denn groß zu ihr sagen? Dass ich selbst nicht wusste was ich da eigentlich tat? „Ich weiß dass es dir nur darum geht und dass du mich nur beschützen willst. Und ja, ich weiß selbst nicht warum ich so unvorsichtig bin, ich mag sie halt und wenn das in die Hose geht und ich ein Schwachkopf war, darfst du mich gerne schlagen, aber im Moment denke ich einfach dass es richtig ist. Ich verspreche dir dass ich auf mich aufpasse, okay? Und wenn ich wirklich mal den Punkt erreicht habe, dass ich einfach nur mehr blind bin, darfst du gerne alles tun was du willst, damit ich keinen Schwachsinn mache.", fügte ich meiner letzten Aussage noch hinzu und lächelte gegen Ende. Meine Worte würde sie wortwörtlich nehmen und wirklich alles machen um das zu verhindern, aber genau das meinte ich auch damit. Sollte ich jemals etwas tun, was einfach so unvorsichtig war, dass es mich, oder schlimmer noch, sie auffliegen lassen könnte, dürfte sie echt alles machen um das zu verhindern.
Sie tippte mir auf die Brust und äußerte ihre Bedenken. Ich lehnte mich gegen die Wand des Cafés und sah überlegte kurz. „Ich mag es nicht, wenn du ein blödes Bauchgefühl bei etwas hast, das weißt du...ich hoffe das legt sich.", meinte ich nur. Wieder wusste ich nicht wirklich was sagen, ihr Bauchgefühl hatte uns schon oft den Arsch gerettet, ich sollte wirklich vorsichtig sein und nicht zu viel von mir bekanntgeben bis ich das alles besser einschätzen könnte.
Schön langsam sollte ich auch wieder rein gehen, Lenja sollte nicht ewig warten müssen. „Hey, ich sollte jetzt aber wieder reingehen, ich hoffe du verstehst das. Wir sehen uns dann morgen beim Frühstück, versprochen, vielleicht habe ich dann mehr und vor allem bessere Antworten für dich.", meinte ich zu ihr und grinste sie an. Das mit dem Frühstück steht, noch einmal würde ich es ganz sicher nicht vergessen!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.11.2017 18:24.

Joanne
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Joanne am 01.11.2017 17:54

Irgendwie hatte ich jetzt schon ein blödes Gefühl was Lenja und Jericho anging. Er entschuldigte sich zwar mit einer lahmen Ausrede, von wegen er sei in Gedanken. Aber mir war klar, wenn er mich jetzt schon so schnell vergas, wo die beiden noch nicht mal zusammen waren, würde s später noch schlimmer werden... Trotzdem nickte ich auf seinen Kompromiss, ich wollte ihn ja nicht mit mir belasten.
Bei dem andere gab er mir zum Glück Recht, sonst hätte ich ihn noch einliefern lassen! Trotzdem seine Ausrede war mal sowas von lahm, lahmer geht's ja gar nicht! Mit erhobener linker Augenbraue und verschränkten Armen sah ich ihn an „Das mein Lieber, war die schlechteste Ausrede aller Zeiten!", dann schüttelte ich den Kopf.
„Ich will einfach nur dass du vorsichtig bist, auch wenn ich sie zu meinen Freunden zähle. Sie weiß so gut wie gar nichts von mir. Sie kennt noch nicht mal Kiko! Also ist dein Vertrauen zu ihr schon größer als meines zu ihr.", erklärte ich ihm. Was auch immer zwischen den beiden war, mir gefiel es nicht. Wenn er sich jetzt schon so veränderte wollte ich gar nicht wissen was noch alles auf mich zukommen wird.
Mir war nur eins klar, Jericho wollte ich nicht verlieren uns verband einfach schon zu viel. Hoffentlich würde sie es nicht zerstören! „Hoffentlich machst du keinen Fehler Hawk!", tippte ich ihm auf die Brust. „Denn ich hab da so ein Bauchgefühl, dass das alles in die Hose gehen wird.", sagte ich ihm. Er würde unvorsichtig werden und das wäre gar nicht gut und ich wollte gar nicht wissen wie der Sommer dann ablaufen würde. Ob ich dann alleine wäre, oder ob er mit Liebeskummer mir in den Ohren liegen würde. Auf beides hatte ich keine Lust!

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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Jericho am 01.11.2017 16:14

Ihre Gezappel und Geschlage ignorierte ich einfach, sie wusste wie ich es meinte und sie tat mir auch nicht weh, das war eher so ein demonstratives ‚Lass mich doch einfach machen'. Als ich sie dann abgestellt hatte und sie mir die Situation erklärte, seufzte ich erst mal, da war mehr dahinter als sie sagte. „Es tut mir ja Leid, ich weiß auch nicht, ich war in Gedanken, vergessen hätte ich es nicht sollen, das ist mir klar. Du bist und bleibst meine Nummer 1, okay? Ich sag dir in Zukunft Bescheid, wenn ich es nicht schaffe, oder werde alles daran geben es zu schaffen, einverstanden?", versuchte ich einen Kompromiss zu machen.
Dann meinte ich, dass Lenja nicht zu mir passen würde, was sollte ich darauf groß sagen?
„Das kann ich schwer sagen, so gut kenne ich sie leider noch nicht, da hab ich keine Ahnung ob wir wirklich zusammen passen.", erwiderte ich darauf. Das mit dem ‚Saus und Braus' ignorierte ich, denn sie wusste genauso gut wie ich, dass es fast jeder besser hatte wie wir, da wäre es schwer jemanden unserer Verhältnisse zu finden. Dann kam sie zu dem eigentlichen Punkt, der Kernaussage ihrer ganzen Aktion, das was ich mir eh schon dachte: die Vorsicht, das Misstrauen, wie ich so schnell etwas mit jemandem andern anfangen konnte.
„Wer sagt, dass ich ihr vertraue? Solche Dinge wie was wir machen um zu überleben, oder woher die Namen Hawk & Foxy kommen, werde ich ihr sicher nicht auf die Nase binden. Außerdem scheint sie mir nicht gerade wie ein Mensch, der mich jetzt gleich ausliefern würde, was aber nicht heißt, dass ich es ihr erzählen werde. Auch weiß sie nichts über mich und vorerst ist das auch gut so, das werde ich erst erwähnen, wenn ich sie besser kenne.", versuchte ich die Situation aufzuklären. Fügte dann aber gleich noch „Aber ja, ich scheine ihr echt zu schnell zu vertrauen, das ist untypisch. Vielleicht liegt es daran, dass du mit ihr befreundet bist und ich deshalb weiß dass ich ihr trauen kann.", hinzu. Es war eine schwache Ausrede, aber die beste die ich hatte. Warum ich ihr vertraute, wusste ich selbst nicht. War ich das Ganze wirklich zu schnell angegangen?

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Joanne
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Joanne am 01.11.2017 14:51

Einfach so vergessen? Auf mich? Auf sowas vergisst man doch nicht einfach so nach Jahren wo wir diese Tradition schon hatten. Ich wollte schon was darauf erwidern, doch da entschuldigte er sich bei Lenja und warf mich über seine Schultern. „Hey lass mich runter!", zappelte ich sofort los und schlug ihn auf seinen Rücken. Gab es dann aber auf und winkte dann einfach in Lenja's Richtung. Wir würden und noch wiedersehen.
Draußen angekommen ließ er mich wieder unter. „Ja das musste sein!", sagte ich beleidigt und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich erkenn dich gar nicht wieder! Wie kannst du einfach unser Frühstück vergessen?! Nur wegen einem Mädel! Sowas kenn ich nicht von dir, das war noch nie so!", warf ich meine Hände in die Luft.
Es war mir ja klar, dass ich ihn nicht für immer für mich selbst haben würde, aber das? So schnell und dann so heftig das er mich gleich total aus seinen Kopf strich, das tat einfach nur mehr weh! Auch wenn ich ihm das nie sagen würde! „Außerdem finde ich passt sie nicht zu uns! Ich kenne sie, sie ist naiv und lebt in Saus und Braus!"
So gesehen hatte ich ja nichts gegen Lenja, ich fand einfach nur diese Vorstellung nicht gut, sie jetzt hier aufzunehmen. Noch dazu das Jericho all seine Vorsicht über Bord warf. Sie hatten gestern schon miteinander gekuschelt ich hab dazu ein halbes Jahr gebraucht!
„Du solltest vorsichtiger sein, das ich alles was ich will und das weißt du! Du scheinst bei ihr total die rosarote Brille aufzuhaben und merkst nicht was du tust. WO ist das ganze Misstrauen hin? Warst nicht du der, der mir gelehrt hat nicht jeden gleich zu vertrauen? Und nun das hier.", deutete ich auf das Lokal wo immer noch Lenja drin wartete. „Das bist nicht du.", endete ich. „Nicht mal mir hast du so schnell vertraut.", murmelte ich dann leise vor mir hin.

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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Jericho am 01.11.2017 14:04

Man merkte sofort, wie unwohl sich Lenja fühlte, sowohl vom Verhalten als auch von ihren Antworten, meine Güte JoJo, hättest du mich nicht morgen ansprechen können? Nein, ihr schien das echt Freude zu bereiten, sowas zu machen, aber ich nahm es ihr nicht übel, viel anderes wäre ich selbst nicht, wenn es um sie gehen würde. Als sie meine Provokation mit der schlechteren Hälfte dann ansprach und mich ausbesserte, musste ich kurz auflachen. „Nein Foxy, meine schlechtere.", meinte ich dann zu ihr und streckte ihr die Zunge entgegen. Auf das mit dem Frühstück, naja, das hatte ich ja wirklich verhaut. „Tut mir Leid, ich war etwas in Gedanken und hab echt darauf vergessen.", entschuldigte ich mich ehrlich. Für Lenja klang das wahrscheinlich komisch, dass JoJo sich so wegen einem Frühstück aufregte und ich mich auch noch entschuldigte, aber wenn man fast fünf Jahre zusammen frühstückt, dann ist es schon daneben, wenn man die Tradition einfach so bricht. Selbst wenn ich krank war, brachte JoJo mir Essen ans Bett und frühstückte mit mir und umgekehrt natürlich auch. Ganz zu schweigen von den Sommerferien, wo wir sowieso alles miteinander teilten. Heute war ja auch noch Montag, da war sie normalerweise immer bei mir, teilte sogar ein Bett mit mir. Auch was wofür ich mich noch rechtfertigen musste, aber ich war ja der, der Lenja gefragt hat, da kann ich das kaum verschieben. Dann kam JoJo mit dem, dass Lenja sich nicht wundern sollte, wenn sie auf einmal im Schlafsaal auftauchen würde. Das war dann doch mehr als nur provokant von ihr, jetzt musste ich sie zur Seite nehmen und mit ihr unter vier Augen sprechen. Zwar stimmte ihre Aussage, doch neben Lenja musste sie das nicht erwähnen, noch nicht zumindest. Ich sah zu Lenja und lächelte. „Entschuldigst du uns bitte für 10 Minuten? Ich bin gleich wieder da.", meinte ich dann zu ihr, bevor ich aufstand und JoJo über meine Schulter warf und mit nach draußen trug. Bei ihr wusste ich wenigstens, dass ich nicht zimperlich sein musste, und auch, dass sie sonst nicht mitkommen würde. Ich setzte sie vorne ab, grinste und zog eine Augenbraue hoch. „Das musste sein, oder?", fragte ich dann halb lachend. Irgendwie war es zwar fies was sie machte, aber dennoch irgendwie witzig.

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Joanne
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Joanne am 01.11.2017 13:28

Sofort ah ich das es Lenja so gar nicht passte das ich nun hier war. Hatte ich ihr etwas verhaut? Och die Arme. Sie hatte mir auch so einiges verhauen, meinen ganzen Tag um genau zu sein! Reichte ja nicht dass sie mir Jericho vom Frühstück fernhielt, jetzt konnte ich heute Abend nicht mal zu ihm kuscheln gehen! Dabei schlief ich montags immer bei ihm und nun das!
Ich hörte bei Jerichos ersten Satz dass er verstanden hatte was ich damit meinte, doch wir sprachen nicht über alles, wenn jemand Fremdes da war. Na wenigstens sagte er ihr nicht alles. Würde er ihr sagen was wir so auf der Straße machten und das wir Animaguse waren. Wow dann würd ich ihn aber von ihr wegzerren, denn das wäre dann alles fatal und nicht mehr er!
Sie müsste wirklich damit leben das es Jericho nicht ohne mich gab, denn anscheinend musste ich jetzt noch mehr auf ihn aufpassen. Auch wenn es ihr nicht zu gefallen schien, sie könnte sich auch jemanden anderen suchen, der besser zu ihr passen würde, mich würde es freuen. So jemanden verwöhnten wie sie passte doch so gar nicht zu uns, aber egal.
„Schlechtere Hälfte? Also wirklich du meintest doch wohl eher die bessere und hübschere Hälfte!", sagte ich gespielt beleidigt. „Also wirklich Hawk!", schüttete ich den Kopf. „Außerdem habe ich dich vermisst! Um auf diese Frage zurück zu kommen, genau deshalb bin ich hier!", sagte ich dann. „Du weißt ganz genau dass das Frühstück ohne dich nur halb so gut schmeckt, außerdem ist es ungewohnt allein zu essen! Wie kannst du mich einfach so vergessen.", fragte ich übertrieben dramatisch nach.
Wobei ich das eigentlich alles ernst meinte, wie konnte er mich einfach so vergessen wegen einem Mädchen? So wie das hier aussah würden die beiden noch zusammen kommen, würg. Passte doch so gar nicht. „Und ja.", sagte ich dann Richtung Lenja „Wir beschützen uns gegenseitig, also nicht wundern falls ich mal bei Jericho im Schlafsaal auftauche. Will dann nur überprüfen ob er noch lebt.", zwinkerte ich ihr zu, sie schin überfordert mit mir zu sein, mhm ob ich das ausnutzen konnte? Zurückhalten würde ich mich jedenfalls nicht!
Nur weil die beiden jetzt da zusammen turteln, werde ich nicht meine Gewohnheiten ändern, entweder Lenja kam damit klar oder nicht, nicht mein Problem. Ich war zuerst hier und fertig. Ich habe viel zu viel mit Jericho durchgemacht! Da stört mich jetzt ein Mädel was an ihm hängt aber auch nicht. Bin ja gespannt wo das hinführen wird! Hoffentlich dazu das die beiden checkten das sie nicht zusammen gehörten.

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Lenja
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Lenja am 01.11.2017 01:44

Ich nickte einmal als Jericho sagte, dass das perfekt sei. Ich hoffte, dass die Mädels aus meinem Schlafsaal keine dummen Fragen stellten, wo ich denn hingehen würde. Früher oder später würde es auffallen, wenn ich mehrere Nächte einfach nicht in meinem Bett schlief. Oder sogar morgens erst wieder auftauchte. Heute hatten sie mir keine Fragen gestellt. Ich hoffte, dass das so bleiben würde.
Ich war zwar kein großer Freund von Lügen und verheimlichen, aber dennoch brachte ich es einfach nicht über mich, ihnen das auf die Nase zu binden. Ich hätte nicht einmal genau erklären können, was das eigentlich genau zwischen uns war. „Ich freu mich auch schon." In meinem Kopf war ich schon wieder ganz woanders. Aber ich durfte mich nicht von meinen eigenen Gedanken ablenken lassen. Wir hatten hier eine Unterhaltung und die wollte ich auf keinen Fall unterbrechen weil ich meinen Gedanken hinterher hing.
Ich wusste nicht mehr so genau, was ich ihn noch über mich erzählen sollte. Ich hatte zwar gesagt, dass mein Bruder im Ministerium arbeiten würde, aber er hatte nur eine kleine Stelle bekommen und kam so gerade eben über die Runden. Meine Eltern standen da schon etwas besser da. Aber nicht viel.
Es reichte trotzdem, dass meine Mutter mir jede Woche ein Care-Paket schicken konnte.
Sein Kommentar über meine Spaziergänge um den See, brachten mich zum Grinsen. „Können wir wirklich mal gerne machen. Ich mache das meist bevorzugt nachmittags. Oder direkt nach dem Unterricht um den Kopf von dem ganzen Stoff frei zu bekommen." Noch ein Grund, warum ich gerne die Hausaufgaben vor mir her schob. Ich mochte es, draußen zu sein. Dort konnte ich hervorragend die Zeit vergessen, all die Menschen im Schloss und diese Lautstärke, die manchmal dort herrschte. Manchmal war mir das Schloss einfach zu voll.
Ich wollte nach meiner Erzählung eigentlich die Gegenfrage stellen, weil ich ihn ebenso wenig kannte wie er mich. Ich wollte wissen, was er gerne mochte und was nicht. Wie seine Familie war. Aber dazu kam ich erst gar nicht.
Joanne kam herein spaziert und lehnte sich an Jericho. Ihre Fragen irritierten mich. Anscheinend musste sie irgendwann uns mal belauscht haben, wenn sie diesen Namen aussprach. Oder aber Jericho musste es ihr erzählt haben. Ich hoffte einfach, dass beides nicht passen würde. Aber irgendwoher musste sie ja an den Namen heran gekommen sein.
Ich lehnte mich in den Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Ich fühlte mich mit einem Male so unwohl. So deplaziert.
Am liebsten wollte ich gerade in den Erdboden versinken oder gar einfach abhauen. Die Stimmung eben war gerade so gut gewesen und nun war sie dahin. Und sie schien ihn komplett für sich in Anspruch zu nehmen. Das war ja mal klasse...
Ich nahm meine Tasse Tee in die Hände und zog sie zu mir um etwas Halt zu bekommen. Ich wollte nicht gehen. Wegen Jericho. Deswegen klammerte ich mich gerade zu an der Tasse fest. „Hey.", begrüßte ich sie.
Die Fragen, die Joanne gestellt hatte, wollte Jericho wohl auch nicht beantworten. Ich konnte mich dem eigentlich nur anschließen. Ich hatte gerade dazu wenig Lust darauf, alles erklären zu müssen. Naja, eine Frage hatte er ihr schon beantworten können. Nur mochte ich das Wort Geturtel nicht. Es klang aus ihrem Munde so, als wenn es etwas wirklich Schreckliches war.
Etwas missbilligend nahm ich in Kauf, dass Jo ihn ein Kuss auf die Wange gab. Ich versuchte aber, mir nichts anmerken zu lassen. Jetzt hier eifersüchtig zu werden brachte und alle nicht weiter und wahrscheinlich würde das die ganze Situation noch unangenehmer werden für mich.
Jerichos Erklärung brachte mich dazu, etwas entspannen zu können. Bodyguards? Darauf würde ich ihn ansprechen wollen, wenn wir alleine waren. Hoffentlich würde sie einfach nicht so lange bleiben. „Damit muss ich wohl leben.", meinte ich leicht gedankenverloren und nun konnte ich endlich einen Schluck aus der zierlichen Tasse nehmen. Der Tee war mittlerweile fast kalt, so war er perfekt. Ich mochte ihn gerne halb kalt, so schmeckte er am intensivsten. Interessant war es trotzdem, dass Jo Jerichos schlechtere Hälfte war. Ich seufzte schließlich einmal und stellte meine Tasse wieder auf den Tisch.
Die ganze Situation überforderte mich gerade ein wenig und ich wusste nicht, was ich dazu alles sollte oder konnte.

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Jericho
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Jericho am 01.11.2017 00:57

Ihr Lächeln sagte schon alles, das war ein eindeutiges Ja, welches sie kurz darauf mit ihrer Aussage bestätigte. Dass sie zuerst ein paar Sachen holen würde, war mir auch mehr als nur Recht, nicht, dass meine Zimmerkollegen sich wieder aufregen würden wegen einer blöden Bürste, oder dass noch einmal so eine Situation wie am Morgen entstehen würde und sie nur in Bluse und Höschen dastehen würde, wenn wir nicht alleine waren. Sowas musste nun wirklich nicht sein. Das war auch ein großes Problem an Hogwarts, es gab einfach keinen Ort an dem man Zweisamkeit genießen könnte, es war immer jemand da. Immer würde jemand einen sehen, kein Raum für Privatsphäre. Aber zum Glück gab es immer Wege, wie man wenigst halbwegs seine Ruhe haben konnte.
Jedenfalls freute ich mich unheimlich dass Lenja wieder bei mir schlafen würde, es war einfach schön mit jemandem kuscheln zu können. Klar, da wäre noch JoJo, wenn ich wirklich kuschelbedürftig wäre, aber das ist nicht das Gleiche. Bei JoJo und mir war das einfach nur so, wenn gerade die Lust nach Nähe da war, keine Gefühle, keine Intimität. Mit Lenja war das anders, bei ihr...naja, das war ja das Problem, ich wusste nicht was genau es anders machte, es fühlte sich einfach richtig an, ich mochte sie und würde am liebsten nie aufstehen müssen, wenn sie bei mir war. Ich nickte ihr zu und sagte dann mit einem Lächeln „Perfekt, ich freu mich schon."
Dann fragte sie, was ich denn gerne über sie wissen wollte, doch bevor ich darauf antworten konnte, begann sie schon zu erzählen. Gespannt lauschte ich ihren Worten, ich wollte einfach alles wissen. Ihre erste Aussage verwirrte mich etwas, entweder war sie jetzt Pureblood oder Halfblood, schwer zu sagen bei dieser Formulierung, doch es war nicht wichtig, es war mir vollkommen egal, deshalb fragte ich nicht groß weiter nach. Als sie ihren Bruder erwähnte merkte ich schon, dass ihre Familie wohl größeres Ansehen genießen musste, mit einem Sohn im Ministerium? Das war nicht so ohne. Sie hatten also bestimmt nicht wenig Geld, eine Sache die mir zwar komplett egal war, doch ich hatte früh gelernt, dass man Leuten mit viel Geld nicht vertrauen sollte. Es war einfach immer so: Die, die Geld hatten, waren meistens die, die dafür sorgten, dass die Armen arm bleiben und die Reichen nur noch reicher werden würden. Sowas wollte ich Lenja nicht unterstellen, ich schätzte sie nicht so ein, aber meine Vorsicht warnte mich schon etwas. Das mit den Spaziergängen um den See konnte ich dann nicht unkommentiert lassen und meinte nur „Das sollten wir unbedingt mal zusammen machen.". Ich liebte die Natur und war gerne im Freien, da passte das einfach perfekt! Am 6. November hatte sie Geburtstag? Verdammt, das war ja bald...nur würde ich ihr nicht wirklich etwas schenken können, das Geld dazu hatte ich einfach nicht. Auch nicht wenn ich mir etwas leihen würde, ich könnte es schlichtweg nicht zurückzahlen können. Der Gedanke machte mich etwas traurig, irgendetwas wollte ich ihr schenken, nur was wusste ich noch nicht... Auch wenn sie ihn nicht feierte, wollte ich ihr dennoch etwas Gutes tun. So war ich nun mal, auch wenn es nur eine kleine Aufmerksamkeit wäre. Dass man sie mit Hausaufgaben jagen konnte, machte sie in meinen Augen nur noch sympathischer, da war ich ihr ziemlich ähnlich. Ich musste gleich wie sie, auch kurz lachen, Faulpelze halt, faul sein und es auch noch witzig finden. Ihre Erklärung warum sie keine Hausaufgaben machte, fand ich auch toll. Zwar war ich im Grunde genommen realistisch veranlagt, doch wer nicht in seine eigene Welt abtaucht und gelegentlich träumt, der verpasst einfach etwas. Als letztes erwähnte sie noch ihren Kater, jap, den kenne ich schon. Zwar nicht persönlich, aber trotzdem war ich ihm unendlich dankbar, dass er vor ihr weglief.

Bevor ich noch weitere Fragen über sie stellen konnte, was ich noch über sie wissen wollte, passierte das, was ich schon befürchtet hatte: JoJo. Das Geräusch, welches ich vorhin vernommen hatte, war wohl doch von ihr. Beziehungsweise von ihrer Animagusgestalt. Was hätte es sonst sein sollen? Etwas verwundert war ich nur, dass ich es nicht sofort erkannte, war ich wirklich so in Gedanken? Sie lehnte sich von hinten auf meine Schultern und fragte ganz unschuldig nach sein wann wir denn hier so ‚rumturteln' würden, als wäre sie nicht schon von Anfang an dabei gewesen! Und die Art wie sie es sagte...war klar dass das kommen musste. „Hey, JoJo. Ach, noch nicht so lange, aber was machst denn du überhaupt hier?", fragte ich mit unschuldiger Stimme nach.
Als ob ich die Antwort nicht wüsste. JoJo kannte Lenja, sie waren sogar befreundet, das wusste ich, nur verwunderte es mich, dass JoJo dann auf diese Tour kam. Dann sagte sie etwas...naja, ich kannte sei gut genug um zu wissen was sie damit meinte. Sie meinte sie hätte mir das nicht zugetraut und es würde nicht zu mir passen. Was sie eigentlich meinte, war, dass ich normalerweise vorsichtiger und misstrauischer gegenüber Leuten bin, mich nie so schnell auf etwas einlassen würde, wenn ich die Person nicht gut genug kennen würde. Wir hatten so viel zusammen durchgemacht, es war klar, dass sie genauso vorsichtig war und genau darauf achtete, dass ich keinen Schwachsinn mache, oder dass mich Gefühle nicht meines klaren Denkens berauben würden.
Ich kommentierte es jedoch nicht, das war ein Gespräch für vier Augen und das müsste ich noch ganz sicher mit ihr führen, das wusste ich genau. Es war ja irgendwie süß von ihr, dass sie versuchte so auf mich zu schauen, doch ich glaube es machte ihr auch etwas Spaß mich in solche Situationen zu bringen.
Sie lehnte sich vor und gab mir einen Kuss auf die Wange und fragte mich, ob ich nicht ihres wäre. Jetzt war klar, sie wollte es mir so peinlich wie möglich machen. Egal, dies versuchte ich auch zu ignorieren, doch als sie dann so scheinheilig Lenja begrüßte, war es doch zu viel. Ich sah zu Lenja, kratzte mich verlegen am Kopf und meinte: „Also das ist JoJo, meine schlechtere Hälfte. Egal wo ich bin, sie ist nicht weit weg. Sie ist sowas wie mein Bodyguard. Und ich sowas wie ihrer. Uns gibt's nur im Doppelpack" Ich hoffe diese Erklärung reichte fürs erste. Verdammt, mir fiel gerade ein, dass ich ganz auf sie vergessen hatte. Ich sagte nicht mal Bescheid, dass ich nicht mit ihr Frühstücken würde... Ich sah zu JoJo und grinste. „Ach JoJo, hast du mich heute so vermisst?"

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.11.2017 01:02.

Joanne
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Joanne am 31.10.2017 22:55

Heute Morgen hatte ich eigentlich auf Jericho gewartet, denn wir gingen eigentlich immer zusammen zum Frühstück, aber heute konnte ich beobachten wie er mit Lenja aus seinen Schlafsaal gekommen war, das machte mich stutzig. Deshalb beschloss ich ihn einfach mal zu beobachten, so wie es eben Freunde taten.
Während der Schulzeit überlegte ich mir, wie Jericho bitte dazu kam Lenja mit zu sich ins Bett zu nehmen. Das war so gar nicht seine Art, er war eher misstrauisch und musste sein gegenüber sehr gut kennen und nun das. Da war was im Busch, dass wusste ich einfach. Außerdem fand ich passte Lenja mit ihrer naiven Art nichts zu Jericho. Ich meine wir kommen von der Straße und sie? Sie würde da nicht einen Nacht überleben, ein No-Go.
Nach der Schule, wollte ich eigentlich auf Jericho zugehen und fragen was er mit Lenja so trieb, doch kam ich nicht dazu. Ich war zu langsam und bekam nur mehr mit da er Richtung Hogsmead ging. Am Waldrand verwandelte ich mich in meine Animagusform um nicht gleich aufzufallen, ich wollte wissen was er macht, wenn er denkt ich sei nicht da, mal schaun.
Wie ich mir schon gedacht hatte wartete Lenja auf ihn in Hogsmead. Was war mit ihm los? So kannte ich ihn ja gar nicht und hatte er sie gerade wirklich Engelchen genannt? Ach du! Vor lauter Unglaube wäre ich fast zu langsam gewesen. Im letzten Moment konnte ich noch schnell hinter ihnen ins das Lokal huschen.
Sie trafen sich und gingen dann ausgerechnet hier her? Wo sich eigentlich nur Paare trafen? Ach du Scheiße! Ich musste Jericho davon abhalten, das war so gar nicht er.Je länger ich unter der Bank zuhörte, desto mehr kam mir die Galle hoch. Oh Gott! Dieses Geturtel! Wie kann man sowas bitte tun? Ich musste da dazwischen greifen, jetzt verabredeten sie sich noch für heute Abend, so geht das nicht.
Schnell huschte ich zur Tür, verwandelte mich als niemand hinsah und ging dann direkt auf die beiden zu. „Na wenn haben wir den hier?“, fragte ich und lehnte mich von hinten auf Jerichos Schultern. „Seit wann turtelt ihr den hier rum?“, fragte ich mit einen Würgen in der Stimme. „Also Hackennäschen das hätte ich dir nie zugetraut. Du und ein Engelchen, also wirklich? Sowas passt ja gar nicht zu dir.“, grinste ich ihn an, als ich mich über seine rechte Schulter nach vorne lehnte. Schnell gab ich ihm einen Kuss auf die Wange „Ich dachte du bist mein Hackennäschen und nicht ihres?“, schmollte ich übertrieben in ihre Richtung. „Ach, hallo Lenja.“, grinste ich sie leicht fies an. Ja, man merkte das ich nichts von den beiden zusammen hielt, aber hey so war ich und bei Jericho hatte ich was mitzureden!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.10.2017 22:57.

Lenja
Gelöschter Benutzer

Re: Madam Puddifoot's

von Lenja am 31.10.2017 22:34

Ich lächelte auf seine Frage hin. Den Gedanken hatte ich heute auch schon gehabt, aber ich hatte mich nicht getraut, ihn auszusprechen oder näher darüber nachzudenken.
Der gestrige Abend war wirklich schön gewesen und ich konnte immer noch nicht glauben, wie schnell das ganze zwischen uns vorran ging. Ich war eigentlich nicht der Typ Mensch, der direkt bei jemanden anderen übernachtete. Aber bei Jericho schienen generell alle Regeln der Physik außer Kraft gesetzt zu sein. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Erde mich nicht mehr anzog, sondern Jericho. Was an sich schon total kurios war, denn rein physikalisch betrachtet konnte die Erde mich mit ihrer Gravitation auf den Stuhl  hier sitzen lassen. Und nicht Jericho.
Warhscheinlich lag es daran, dass ich ihn in anderer Hinsicht anziehend fand und es wahrscheinlich überhaupt nichts mit der Gravitation zu tun hatte. Das klang logischer und einleuchtender. "Wenn ich mir vorher noch ein paar Sachen holen kann, würde ich gerne wieder zu dir kommen wollen.", beantwortete ich seine Frage. Dieses Mal wollte ich meine eigene Zahnbürste benutzen, meine eigene Bürste vor allem. Ich wollte nicht, dass wieder ein Klassenkamerad von ihn sich beschwerte, dass ich seine Bürste nutzte. Ganz wichtig war mir allerdings Wechselkleidung. Und Schlafsachen. Wahrscheinlich würde ich dann wieder ins Bad gehen um mich umzuziehen.
"Ähm....was willst du denn alles über mich wissen?", fragte ich nach. Ich stützte meinen Kopf auf meine Hand und überlegte kurz. Sinnig wäre es, wenn ich ganz von vorne anfangen würde. "Also meine Eltern sind in der Zaubererwelt großgeworden. Naja, meine Mutter so halb. Aber das ist ja egal.", plauderte ich so vor mir her. "Ich habe noch einen großen Bruder, er ist allerdings nicht mehr in der Schule. Sondern arbeitet im Ministerium. Mit meiner Familie gehe ich eigentlich immer gerne wandern. Aber hier im Schloss laufe ich eigentlich mal gerne um den See herum." Wieder überlegte ich eine kleine Weile. Was könnte er denn alles wissen wollen? "Achja, ich habe am sechsten November Geburtstag. Aber hier im Schloss feier ich meinen Geburtstag eigentlich nie. Meistens ist Schule angesagt und da lohnt sich sowas nicht. Und mit Hausaufgaben kannst du mich jagen." Ich lachte kurz. "Ich hänge so oft meinen Gedanken hinterher, dass ich ich dazu einfach nicht komme. Und Jerry hast du ja schon kennen lernen dürfen."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.10.2017 22:39.
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